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Photographischer Verschluß mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung
Die Erfindung betrifft einen photographischen Verschluß mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung,
die mittels eines Stellers auf unterschiedliche Belichtungszeitwerte einstellbar
ist und eine Schalteranordnung umfaßt, die der elektrischen Verbindung der Zeitbildungseinrichtung
mit einer Stromquelle beim Auslösen des Verschlusses und während dessen Funktionsablaufs
dient.
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Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Verschluß vorstehender Gattung
mit baulich einfachen Mitteln unter Gewährleistung einer sicheren Arbeitsweise Vorkehrungen
zu treffen, um bei Durchführung von »B«-Aufnahmen den Stromfluß von der Stromquelle
zur elektronischen Zeitbildungseinrichtung zu unterbinden.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Schalteranordnung
wenigstens einen mit einer Kontaktzunge zusammenarbeitenden, beweglich gelagerten
Gegenkontakt aufweist, der bei Durchführung von »B«-Aufnahmen in Abhängigkeit von
der Einstellage des Umstellers zwangläufig in eine den Kontaktschluß beim Auslösen
und während des Verschlußablaufs verhindernde Lage ausweicht. Diese Maßnahme gibt
Gewähr dafür, daß bei Durchführung von »B«-Aufnahmen, ohne besondere, die Aufmerksamkeit
des Photographierenden in Anspruch nehmende Betätigungen vornehmen zu müssen, die
elektronische Zeitbildungseinrichtung abgeschaltet bleibt, so daß bei dieser speziellen
Aufnahmeart jede unnötige Beanspruchung der Batterie vermieden wird.
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Was die Anordnung des bewegbaren Gegenkontakts im einzelnen anbetrifft,
so kann dieser in vorteilhafter Ausbildung an einem schwenkbar gelagerten Kontakthebel
angebracht sein, der mit dem Steller mittel- oder unmittelbar zusammenarbeitet,
derart, daß nach Einstellung desselben auf »B« der Kontakthebel den Gegenkontakt
beim Spann- bzw. Auslösevorgang unter dem Einfluß einer Feder aus dem Bewegungsbereich
der Kontaktzunge der Schalteranordnung herausführt. Eine einfache Möglichkeit zur
Beeinflussung des Kontakthebels durch den Steller kann dadurch erreicht werden,
daß der Kontakthebel einem Stützhebel kraftschlüssig zugeordnet und am Steller eine
Ausnehmung vorgesehen ist, in die der Stützhebel in Einstellage »B« des Stellers
beim Auslösen, dem Kontakthebel die Überführung des Gegenkontakts in die kontaktfreie
Lage ermöglichend, eintauchen kann.
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Für den Fall, daß die der Verbindung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung
mit ihrer Stromquelle beim Auslösen des Verschlusses sowie während dessen Funktionsablaufs
dienende Schalteranordnung aus mehreren Schaltern besteht, kann es in vorteilhafter
Ausgestaltung der Erfindung zweckmäßig sein, den Kontakthebel als zweiarmigen Hebel
auszubilden, der einenends den Gegenkontakt eines beim Auslösen des Verschlusses
betätigbaren Einschalters, anderenends den Gegenkontakt eines zum Einschalter in
paralleler Schaltanordnung liegenden sowie durch den Verschlußantrieb beeinflußbaren
Kontaktschalters trägt.
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In der Zeichnung ist ein nachstehend beschriebenes Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes an Hand eines Selbstspannverschlusses veranschaulicht.
Es zeigt F i g. 1 in einer Gesamtansicht des Verschlusses den der Einstellung der
Belichtungszeit dienenden Steller und die mit diesem zusammenarbeitenden Verschlußteile,
wie Kontaktplatten von Zeitregelwiderständen und Kontaktschalter, F i g. 2 in größerem
Maßstab einen Ausschnitt aus F i g. 1, und zwar den auf eine Momentbelichtungszeit
eingestellten Steller sowie die von diesem beeinflußbare Hebelanordnung des Einschalters
der elektronischen Zeitbildungseinrichtung in der Ausgangslage, wobei mit gestrichelten
Linien die Lage des Einschalters angezeigt ist, die dieser beim Spann-und Auslösevorgang
erreicht, F i g. 3 die gleiche Anordnung wie in F i g. 2, jedoch in Einstellage
»B«, wobei ebenfalls mit gestrichelten Linien die Lage veranschaulicht ist, die
die Teile des Kontaktschalters am Ende des Spann-und Auslösevorgangs einnehmen,
F i g. 4 die Hebelanordnung gemäß F i g. 3 in Verbindung mit einem weiteren, der
elektronischen Zeitbildungseinrichtung zugeordneten und durch den Sektorenring betätigbaren
Schalter in der der Offenstellung der Verschlußblätter entsprechenden Lage,
F
i g. 5 eine Teilansicht des Verschlusses, und zwar das Spann- und Auslöseorgan und
die unmittelbar mit diesem zusammenarbeitenden Teile in der Ausgangslage, F i g.
6 die gleiche Anordnung wie in F i g. 5 am Ende der Spann- und Auslösebewegung,
F i g. 7 und 8 den durch den Ankerhebel beeinflußbaren Sperrhebel sowie einen Teil
des mit diesem zusammenarbeitenden Sektorenrings in der Ausgangslage bzw. in der
der Offenstellung der Verschlußblätter entsprechenden Sperrlage, F i g. 9 das Schaltschema
der elektronischen Zeitbildungseinrichtung.
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In der Zeichnung bedeutet 1 den Boden des nicht weiter veranschaulichten
Gehäuses eines beispielsweise als Selbstspannverschluß ausgeführten photographischen
Verschlusses. Der Gehäuseboden 1 ist mit einem konzentrischen Rohrstutzen 1 a versehen,
auf welchem ein dem Antrieb mehrerer, ebenfalls nicht dargestellter Sektoren dienender
Sektorenring 2 lagert. Der Sektorenring 2 wird durch eine an sich bekannte
und daher nicht besonders gezeigte Antriebsvorrichtung in hin- und hergehende Bewegung
versetzt, wobei die Antriebsvorrichtung durch ein an der Unterseite des Gehäusebodens
1 gelagertes Spann- und Auslöseorgan 4 unter Zwischenschaltung einer Stoßklinke
6 (F i g. 5 und 6) in die Spannlage überführbar ist und am Ende der Spannbewegung
zum Ablauf freigegeben wird.
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Dem Antrieb der Verschlußsektoren ist zur Erzielung unterschiedlicher
Belichtungszeiten eine von einer elektronischen Kippschaltung gesteuerte Einrichtung
zugeordnet, welche den Verschlußantrieb durch Einwirken beispielsweise auf den Sektorenring
2 in der Offenstellung der Sektoren für die Dauer der eingestellten Belichtungszeit
blockiert. Das Verbindungsglied zwischen der elektronischen Schalteinrichtung und
dem Verschlußantrieb bildet ein auf einem im Boden 1 festsitzenden Stift
8 gelagerter Ankerhebel 10, welcher mit seinem einen Arm 10 a unter der Wirkung
einer Rückholfeder 12 an einem Ansatz 4a des Spann- und Auslöseorgans 4 zur Anlage
kommt. An seinem anderen Arm 10b ist ein Anker 14 angelenkt, welcher mit einem von
der elektronischen Zeitbildungseinrichtung beeinflußbaren Elektromagneten 16 zusammenarbeitet.
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Wie aus F i g. 7 und 8 ersichtlich, ist gleichachsig zum Ankerhebel
10 auf dem Stift 8 ein Sperrhebel 17
gelagert, welcher mit dem Ankerhebel
kraftschlüssig verbunden ist und mittels eines Lappens 17a in einen Schlitz 2a des
Sektorenrings 2 eingreift. Die Anordnung ist so getroffen, daß Ankerhebel
10 und Sperrhebel 17 je einen Lappen 10c bzw. 17b aufweisen, an denen sich
je ein Schenkel einer um den Stift 8 gelegten Windungsfeder 19 abstützt. Der Schlitz
2a ist mit einem Ansatz 2 b versehen, vor dem der Lappen 17a des Sperrhebels 17
beim überwechseln des Sektorenrings 2 in die der Offenstellung der Sektoren entsprechende
Lage einfallen kann, wodurch der Verschlußantrieb für den weiteren Bewegungsablauf
blockiert ist.
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Zur Durchführung von »B«-Aufnahmen ist an der Unterseite des Gehäusebodens
1 ein auf einem Stift 21 gelagerter Fanghebel 22 vorgesehen, welcher beim Spannvorgang
mit einem Mitnehmerstift 23 des Spann- und Auslöseorgans 4 zusammenarbeitet und
einen Arm 22a aufweist, der bei entsprechender Einstellung des Verschlusses vor
einem Lappen 10 d des Ankerhebels 10 einfallen kann, sobald dessen Anker
14 im Verlauf der Spannbewegung am Elektromagneten 16 zur Anlage gekommen
ist.
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Dem Spann- und Auslöseorgan 4 ist ein Einschalter S1 wirkungsmäßig
zugeordnet, mittels dessen die elektronische Zeitbildungseinrichtung während des
Spann- und Auslösevorgangs an Spannung gelegt wird. Der Einschalter S1 weist eine
Kontaktzunge 24 auf, die an einem auf der Oberseite des Gehäusebodens 1 gelagerten,
beispielsweise dreiarmigen Einschalthebel 25 befestigt ist. Dieser wiederum kommt
mit einem Lappen 25a unter der Wirkung einer Feder 27 an einem Stift 28 des
Spann- und Auslöseorgans 4 zur Anlage und nimmt in der Ruhestellung des Verschlusses
die besonders aus F i g. 1 bis 3 dargestellte Lage ein. Der Kontaktzunge 24 ist
ein zweckmäßig bewegbarer Gegenkontakt 30 zugeordnet, welcher im Ausführungsbeispiel
an einem schwenkbar gelagerten Kontakthebel 31 angebracht ist. Der Kontakthebel
31 ist von einer Feder 32 beaufschlagt, welche diesen Hebel im Uhrzeigersinn
zu drehen und dadurch den Gegenkontakt 30 von der Kontaktzunge 24 wegzubewegen
sucht. Unter der Wirkung der Feder 32 kommt der Kontakthebel 31 an einem zweiarmigen
Stützhebel 34 kraftschlüssig zur Anlage, der seinerseits mit einem der Einstellung
der Belichtungszeit dienenden Steller 35 zusammenarbeitet, welcher in Abhängigkeit
von seiner Einstellung eine Bewegung des Stützhebels zuläßt oder verhindert. Im
Ausführungsbeispiel ist, wie besonders aus F i g. 2 und 3 ersichtlich, die Anordnung
so getroffen, daß am Steller 35 ein konzentrisches Kurvenstück 35a vorgesehen
ist, an welchem sich der Hebel 34 bei Einstellung einer von der elektronischen
Schalteinrichtung gebildeten Belichtungszeit, beispielsweise 1/6o Sekunde, während
des Spann- und Auslösevorgangs abstützen kann, so daß der Kontakthebel 31 die in
F i g. 2 und 3 mit ausgezogenen Linien veranschaulichte Ausgangslage beibehält.
Hierbei ist der Einschalthebel 25 in seiner Bewegung durch das konzentrische Kurvenstück
35 a nicht behindert. An das konzentrische Kurvenstück 35a schließt sich ein Absatz
35b an, welcher bei Einstellung der kürzest erzielbaren ungehemmten Belichtungszeit
dem freien Ende 34 a des Stützhebels 34 gegenüber zu stehen kommt. Dem Absatz
35b
schließlich folgt eine Aussparung 35c, in die der Stützhebel 34 bei Einstellung
des Stellers 35 auf »B« (F i g. 3) eintauchen kann, wobei der Kontakthebel 31 den
Gegenkontakt 30 von der Kontaktzunge 24 wegführt. In dieser Einstellage wird außerdem
der Bewegungsbereich des Einschalthebels 25 durch das konzentrische Kurvenstück
35 a begrenzt, was in Verbindung mit dem Ausweichen des Kontakthebels 31
die Kontaktgabe des Schalters S1 beim Spann- und Auslösevorgang verhindert.
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Damit der Ankerhebel 10 nur bei Durchführung von »B«-Aufnahmen
vom Fanghebel 22 am Elektromagneten 16 in Anlage gehalten wird, ist der Fanghebel
mit dem Stützhebel 34, wie in F i g. 5 angedeutet, drehfest verbunden. Hierzu ist
der Stützhebel 34 zweckmäßig gleichachsig mit dem Fanghebel 22 gelagert und mit
einer Aussparung versehen, in die ein hochgebogener Lappen 22 b des Fanghebels eingreift.
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Der elektronischen Zeitbildungseinrichtung ist ein weiterer, als Umschalter
ausgebildeter Kontaktschalter S2 zugeordnet, welcher gemäß F i g. 4 durch
den
Verschlußantrieb, beispielsweise durch den Sektorenring 2 betätigbar ist. Der Umschalter
SZ besteht aus einer als zweiarmiger Hebel ausgebildeten Kontaktzunge 37, welche
achsgleich zum Einschalthebel 25 lagert und mit diesem in elektrisch leitender Verbindung
steht. In der Ruhestellung des Verschlusses kommt die Kontaktfeder 37 mit ihrem
einen Ende unter dem Einfiuß einer am Sektorenring 2 angreifenden Feder 38 an einem
ortsfesten Kontaktstift 40 zur Anlage, der im Boden 1 isoliert eingesetzt ist. Dem
anderen Ende der Kontaktzunge 37 ist ein beweglicher Kontaktstift 41 zugeordnet,
welcher zweckmäßig am Kontakthebel 31 befestigt ist und mit dem bewegbaren Gegenkontakt
30 des Einschalters S1 elektrisch verbunden ist. Die Anordnung des Kontaktstifts
41 sowie die Ausbildung der Kontaktzunge 37 ist so getroffen, daß,
wie besonders aus F i g. 4 ersichtlich, beim Überwechseln des Sektorenrings 2 in
die in F i g. 4 angedeutete Offenstellung die Kontaktzunge zwar den ortsfesten Kontaktstift
40 verlassen, den am Kontakthebel 31 vorgesehenen Kontaktstift
41 aber ebensowenig wie die Kontaktzunge 24 den bewegbaren Gegenkontakt
30 berühren kann, wenn der Steller 35 zuvor auf »B« eingestellt worden ist.
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Gemäß der Darstellung in F i g. 1 ist über dem Gehäuseboden
1 eine Anzahl von Kontaktplatten 42a bis 42m angeordnet, von denen jeweils
eine mit einem der abgestuften Zeitregelwiderstände der elektronischen Schalteinrichtung
verbunden ist. Als Abgriff dient ein am Steller 35 befestigter Kontaktschleifer
43, der bei Einstellung einer von der elektronischen Schalteinrichtung gesteuerten
Belichtungszeit den entsprechenden Festwiderstand mit einer Schleifbahn
44 verbindet. Die dem Festwiderstand für die kürzeste elektronisch gesteuerte
Belichtungszeit zugeordnete Kontaktplatte 42 a ist über die diesem Zeitwert entsprechende
Einstellage hinaus weitergeführt, so daß dieser Widerstand sowohl bei der kürzesten
ungehemmten Belichtungszeit als auch bei Einstellung »B« in den elektronischen Schaltkreis
einbezogen bleibt. Damit wird dem Ankerhebel 10
bei Durchführung von »B«-Aufnahmen
die Rückkehr in die Ausgangslage auch dann ermöglicht, wenn während der Rückstellbewegung
des Spann-und Auslöseorgans 4 der Elektromagnet 16 über die Kontaktzunge 37 und
den Stift 41 an Spannung gelegt worden ist, bevor der Fanghebel 22 den Ankerhebel
zum Rücklauf freigegeben hat. In diesem Fall wird der Elektromagnet 16 durch den
Umsteuervorgang in der elektronischen Schalteinrichtung sofort wieder stromlos und
gibt den Ankerhebel 10
praktisch ohne Verzögerung für den Rücklauf frei.
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Die vorerwähnte elektronische Schalteinrichtung ist als an sich bekannte
emittergekoppelte Triggerschaltung ausgeführt, die im wesentlichen zwei Transistoren
T1 und T#" einen Kondensator C und die im Schaltbild durch einen einzigen einstellbaren
Widerstand R1 veranschaulichten Zeitregelwiderstände umfaßt. Mittels eines weiteren,
ebenfalls regelbaren Widerstands R2 kann der Schwellwert der elektronischen Schaltung
eingestellt werden. In Reihe mit dem Einschalter Si und einer Batterie 45 liegt
der Elektromagnet 16 sowie der Transistor T.. In einem eigenen Kreis ist der Transistor
T1 sowie der Kondensator C angeordnet. Der Umschalter S, ist derart in den Schaltkreis
einbezogen, daß er einerseits als Kurzschlußschalter für den Kondensator C wirken
kann, andererseits in paralleler Schaltanordnung zum Einschalter Si liegt.
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Die Arbeitsweise des vorbeschriebenen sowie in den F i g. 1 bis 9
dargestellten elektronisch gesteuerten Selbstspannverschlusses ist folgendermaßen:
Für die Durchführung von »B«-Aufnahmen wird der Steller 35 in die entsprechende
Einstellage übergeführt, wobei das konzentrische Kurvenstück 35 a
sowie die
Ausnehmung 35c in bezug auf den Einschalthebel 25 und den Stützhebel 34 die in F
i g. 3 dargestellte Lage einnehmen. In dieser Einstellage bleibt ferner der der
kürzesten gesteuerten Belichtungszeit zugeordnete Zeitregelwiderstand eingeschaltet.
Durch Niederdrücken des Spann- und Auslöseorgans 4 wird der Ankerhebel
10 im Uhrzeigersinn bewegt und der Anker 14 am Elektromagneten
16 zur Anlage gebracht. Hierbei dreht sich nach der Freigabe des Fanghebels
22 durch den Mitnehmerstift 23 des Spann- und Auslöseorgans
4 der Kontakthebel 31 unter dem Einffuß der Feder 32 im Uhrzeigersinn,
wobei wiederum der Stützhebel 34, in die Aussparung 35c des Stellers 35 eintauchend,
und der mit jenem drehfest verbundene Fanghebel eine im Gegenuhrzeigersinn gerichtete
Drehbewegung ausführen. Während der Spannbewegung folgt außerdem der Einschalthebel
25 des Einschalters S, dem Stift 28 des Spann- und Auslöseorgans
4 nach und kommt, wie in F i g. 3 mit gestrichelten Linien angedeutet, am
konzentrischen Kurvenstück 35a zur Abstützung. Durch die Ausweichmöglichkeit
des Gegenkontakts 30 und den begrenzten Bewegungsweg des Einschalthebels
25 wird die Einschaltung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung beim
Spann- und Auslösevorgang verhindert. Während dieser Bewegung wird außerdem in an
sich bekannter Weise der Sektorenantriebsmechanismus durch die Stoßklinke
6 in Spannlage übergeführt. Nach dem Anlegen des Ankers 14 an den Elektromagneten
16 fällt der Fanghebel 22 mit seinem Arm 22 a am Lappen 10 d
des Ankerhebels
10 ein (F i g. 6), so daß dieser nach Verlassen des Mitnehmerlappens
4 a des Spann- und Auslöseorgans 4 lediglich durch den Fanghebel am
Elektromagneten in Anlage gehalten wird.
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Am Ende der Spannbewegung erfolgt schließlich die Auslösung des Verschlußantriebs
durch die Stoßklinke 6, wodurch der Sektorenring 2, die Sektoren in die Offenstellung
überführend, eine im Uhrzeigersinn gerichtete Drehbewegung ausführt. Hierbei wird
die Kontaktzunge 37 des Umschalters S2 durch die Feder 38 zwar vom Kontakt
40 getrennt, ohne jedoch mit ihrem anderen Ende am Kontaktstift 41 zur Anlage
zu kommen, da dieser durch die zu Anfang der Spannbewegung erfolgte Drehung des
Kontakthebels 31 von der Kontaktzunge 37 weggerückt worden ist. Die Stehbewegung
der Kontaktzunge 37 hat daher ebenfalls keine Kontaktgabe zur Folge. Mit Erreichen
des Sektorenrings 2 in der der Ofenstellung der Sektoren entsprechenden Lage fällt
der Sperrhebel 17 unter dem Einfuß der gespannten Feder 19 mit seinem Lappen 17
a vor dem Ansatz 2 b des in den Sektorenring eingearbeiteten Schlitzes 2a (F i g.
8) ein, so daß letztlich der Verschlußantrieb so lange blockiert bleibt, als der
Druck auf das Spann- und Auslöseorgan 4 aufrechterhalten wird.
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Nach Entlasten geht das Spann- und Auslöseorgan 4 unter der Wirkung
seiner Rückstellfeder in die Ausgangslage zurück, wobei der Fanghebel 22 durch den
Mitnehmerstift 23 aus der Riegelstellung
gedrängt wird, so daß der
Ankerhebel 10 unter dem Einfluß der Rückholfeder 12 in die in F i g. 5 gezeigte
Ausgangslage überwechseln kann. Hierbei nimmt der Ankerhebel 10 mittels seines
Lappens 10 c den Sperrhebel 17 mit, so daß dessen Lappen 17a am Ansatz 2b
des Sektorenrings 2 außer Eingriff kommen und letzterer augenblicklich in die Ausgangslage,
die Sektoren in die Schließstellung überführend, zurückkehren kann. Sollte bei der
Rückstellbewegung des Spann- und Auslöseorgans 4,
bedingt durch Fertigungs-
und Montagetoleranzen, eine Kontaktgabe durch Berührung des Kontaktstifts 41 mit
der Zunge 37 des Umschalters S2 erfolgen, so wird zwar die elektronische Schalteinrichtung
und insbesondere der Elektromagnet 16 an Spannung gelegt. Da aber in der Einstellage
»B« der Zeitregelwiderstand für die kürzeste gesteuerte Belichtungszeit eingeschaltet
ist, kippt die elektronische Schaltung unmittelbar nach der Kontaktgabe um, so daß
der Elektromagnet 16 sofort wieder stromlos wird. Der Ankerhebel 10 kann
daher auch in diesem Fall praktisch gleichzeitig mit dem Entlasten des Spann-und
Auslöseorgans 4, den Sperrhebel 17 in die wirkungslose Lage überführend, in seine
Ausgangsstellung zurückkehren.
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Zur Durchführung von Aufnahmen mit von der elektronischen Zeitbildungseinrichtung
gesteuerter Belichtungszeit wird der Steller 35 auf den gewünschten Zeitwert, beispielsweise
1/s0 Sekunde, eingestellt. Hierbei nimmt das konzentrische Kurvenstück 35a in bezug
auf den Stützhebel 34 und den Einschalthebel 25 die in F i g. 2 ersichtliche Lage
ein. Beim Niederdrücken des Spann- und Auslöseorgans 4 wird eine Drehbewegung des
den Gegenkontakt 30 des Einschalters S1 und den Kontaktstift 41 des Umschalters
S2 tragenden Kontakthebels 31 und das Einfallen des Fanghebels 22 am Lappen
10 d des Ankerhebels 10 durch Abstützung des Hebels 34 am konzentrischen
Kurvenstück 35a verhindert. Während des Auslösevorgangs trifft daher die
Kontaktzunge 24 des Einschalthebels 25 auf den Gegenkontakt 30, wodurch die elektronische
Schalteinrichtung und der Elektromagnet 16 an Spannung liegen. Nach dem Anlegen
des Ankers 4 am Elektromagneten 16 und dem Abreißen des Ankerhebels 10 am Mitnehmerlappen
4a des Spann- und Auslöseorgans 4 wird der Ankerhebel vom Elektromagneten entsprechend
der Zeitvorwahl gehalten. Am Ende des Spannvorgangs erfolgt wiederum die Freigabe
des Verschlußantriebs durch die Stoßklinke 6, was die Überführung des Sektorenrings
2 in die Offenstellung zur Folge hat. Hierbei hebt sich die Kontaktzunge 37 des
Umschalters S2 vom Kontaktstift 40 ab und kommt, im Gegensatz zur »B«-Einstellung,
gleichzeitig am Stift 41 zur Anlage, wodurch die elektronische Schalteinrichtung
über einen zum Einschalter S1 parallelen Kontakt zusätzlich mit der Batterie 45
verbunden ist. Mit dem Umlegen der Kontaktzunge 37 beginnt die Aufladung des Kondensators
C, der nach einer durch den der gewählten Belichtungsdauer entsprechenden Zeitregelwiderstand
bestimmten Zeit das Basispotential des Transistors T1 erreicht. In diesem Augenblick
kippt die elektronische Schalteinrichtung, und der Elektromagnet 16 wird schlagartig
stromlos, so daß der Ankerhebel 10 in seine Ausgangslage zurückkehren und
die Verriegelung des Sektorenrings 2 aufheben kann, der augenblicklich die Sektoren
wieder in die Schließstellung überführt.
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Bei Einstellung der mit dem Verschluß erzielbaren kürzesten ungehemmten
Belichtungszeit kommt der Absatz 35 b des Stellers 35 dem Stützhebel 34 gegenüber
zu liegen. In dieser Einstellage kann ebenso wie bei der Einstellung »B« keine Kontaktgabe
durch den Einschalter S1 erfolgen. Dagegen wird durch Anlage des Stützhebels 34
am Absatz 35 b das Einfallen des Fanghebels 22 am Lappen 10 d
des Ankerhebels
10 verhindert. Der Ankerhebel 10
kehrt bereits vor der Öffnungsbewegung des
Sektorenrings 2 in die Ausgangslage zurück, so daß der Sperrhebel 17 keine Verzögerung
des Verschlußablaufs bewirken kann.