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DE1253040B - Photographischer Verschluss mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung - Google Patents

Photographischer Verschluss mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung

Info

Publication number
DE1253040B
DE1253040B DEP38321A DEP0038321A DE1253040B DE 1253040 B DE1253040 B DE 1253040B DE P38321 A DEP38321 A DE P38321A DE P0038321 A DEP0038321 A DE P0038321A DE 1253040 B DE1253040 B DE 1253040B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
lever
switch
actuator
closure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP38321A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Rittmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH filed Critical Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Priority to DEP38321A priority Critical patent/DE1253040B/de
Priority to US599843A priority patent/US3496852A/en
Publication of DE1253040B publication Critical patent/DE1253040B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/081Analogue circuits
    • G03B7/083Analogue circuits for control of exposure time
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/64Mechanism for delaying opening of shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Photographischer Verschluß mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung Die Erfindung betrifft einen photographischen Verschluß mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung, die mittels eines Stellers auf unterschiedliche Belichtungszeitwerte einstellbar ist und eine Schalteranordnung umfaßt, die der elektrischen Verbindung der Zeitbildungseinrichtung mit einer Stromquelle beim Auslösen des Verschlusses und während dessen Funktionsablaufs dient.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Verschluß vorstehender Gattung mit baulich einfachen Mitteln unter Gewährleistung einer sicheren Arbeitsweise Vorkehrungen zu treffen, um bei Durchführung von »B«-Aufnahmen den Stromfluß von der Stromquelle zur elektronischen Zeitbildungseinrichtung zu unterbinden.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Schalteranordnung wenigstens einen mit einer Kontaktzunge zusammenarbeitenden, beweglich gelagerten Gegenkontakt aufweist, der bei Durchführung von »B«-Aufnahmen in Abhängigkeit von der Einstellage des Umstellers zwangläufig in eine den Kontaktschluß beim Auslösen und während des Verschlußablaufs verhindernde Lage ausweicht. Diese Maßnahme gibt Gewähr dafür, daß bei Durchführung von »B«-Aufnahmen, ohne besondere, die Aufmerksamkeit des Photographierenden in Anspruch nehmende Betätigungen vornehmen zu müssen, die elektronische Zeitbildungseinrichtung abgeschaltet bleibt, so daß bei dieser speziellen Aufnahmeart jede unnötige Beanspruchung der Batterie vermieden wird.
  • Was die Anordnung des bewegbaren Gegenkontakts im einzelnen anbetrifft, so kann dieser in vorteilhafter Ausbildung an einem schwenkbar gelagerten Kontakthebel angebracht sein, der mit dem Steller mittel- oder unmittelbar zusammenarbeitet, derart, daß nach Einstellung desselben auf »B« der Kontakthebel den Gegenkontakt beim Spann- bzw. Auslösevorgang unter dem Einfluß einer Feder aus dem Bewegungsbereich der Kontaktzunge der Schalteranordnung herausführt. Eine einfache Möglichkeit zur Beeinflussung des Kontakthebels durch den Steller kann dadurch erreicht werden, daß der Kontakthebel einem Stützhebel kraftschlüssig zugeordnet und am Steller eine Ausnehmung vorgesehen ist, in die der Stützhebel in Einstellage »B« des Stellers beim Auslösen, dem Kontakthebel die Überführung des Gegenkontakts in die kontaktfreie Lage ermöglichend, eintauchen kann.
  • Für den Fall, daß die der Verbindung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung mit ihrer Stromquelle beim Auslösen des Verschlusses sowie während dessen Funktionsablaufs dienende Schalteranordnung aus mehreren Schaltern besteht, kann es in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung zweckmäßig sein, den Kontakthebel als zweiarmigen Hebel auszubilden, der einenends den Gegenkontakt eines beim Auslösen des Verschlusses betätigbaren Einschalters, anderenends den Gegenkontakt eines zum Einschalter in paralleler Schaltanordnung liegenden sowie durch den Verschlußantrieb beeinflußbaren Kontaktschalters trägt.
  • In der Zeichnung ist ein nachstehend beschriebenes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes an Hand eines Selbstspannverschlusses veranschaulicht. Es zeigt F i g. 1 in einer Gesamtansicht des Verschlusses den der Einstellung der Belichtungszeit dienenden Steller und die mit diesem zusammenarbeitenden Verschlußteile, wie Kontaktplatten von Zeitregelwiderständen und Kontaktschalter, F i g. 2 in größerem Maßstab einen Ausschnitt aus F i g. 1, und zwar den auf eine Momentbelichtungszeit eingestellten Steller sowie die von diesem beeinflußbare Hebelanordnung des Einschalters der elektronischen Zeitbildungseinrichtung in der Ausgangslage, wobei mit gestrichelten Linien die Lage des Einschalters angezeigt ist, die dieser beim Spann-und Auslösevorgang erreicht, F i g. 3 die gleiche Anordnung wie in F i g. 2, jedoch in Einstellage »B«, wobei ebenfalls mit gestrichelten Linien die Lage veranschaulicht ist, die die Teile des Kontaktschalters am Ende des Spann-und Auslösevorgangs einnehmen, F i g. 4 die Hebelanordnung gemäß F i g. 3 in Verbindung mit einem weiteren, der elektronischen Zeitbildungseinrichtung zugeordneten und durch den Sektorenring betätigbaren Schalter in der der Offenstellung der Verschlußblätter entsprechenden Lage, F i g. 5 eine Teilansicht des Verschlusses, und zwar das Spann- und Auslöseorgan und die unmittelbar mit diesem zusammenarbeitenden Teile in der Ausgangslage, F i g. 6 die gleiche Anordnung wie in F i g. 5 am Ende der Spann- und Auslösebewegung, F i g. 7 und 8 den durch den Ankerhebel beeinflußbaren Sperrhebel sowie einen Teil des mit diesem zusammenarbeitenden Sektorenrings in der Ausgangslage bzw. in der der Offenstellung der Verschlußblätter entsprechenden Sperrlage, F i g. 9 das Schaltschema der elektronischen Zeitbildungseinrichtung.
  • In der Zeichnung bedeutet 1 den Boden des nicht weiter veranschaulichten Gehäuses eines beispielsweise als Selbstspannverschluß ausgeführten photographischen Verschlusses. Der Gehäuseboden 1 ist mit einem konzentrischen Rohrstutzen 1 a versehen, auf welchem ein dem Antrieb mehrerer, ebenfalls nicht dargestellter Sektoren dienender Sektorenring 2 lagert. Der Sektorenring 2 wird durch eine an sich bekannte und daher nicht besonders gezeigte Antriebsvorrichtung in hin- und hergehende Bewegung versetzt, wobei die Antriebsvorrichtung durch ein an der Unterseite des Gehäusebodens 1 gelagertes Spann- und Auslöseorgan 4 unter Zwischenschaltung einer Stoßklinke 6 (F i g. 5 und 6) in die Spannlage überführbar ist und am Ende der Spannbewegung zum Ablauf freigegeben wird.
  • Dem Antrieb der Verschlußsektoren ist zur Erzielung unterschiedlicher Belichtungszeiten eine von einer elektronischen Kippschaltung gesteuerte Einrichtung zugeordnet, welche den Verschlußantrieb durch Einwirken beispielsweise auf den Sektorenring 2 in der Offenstellung der Sektoren für die Dauer der eingestellten Belichtungszeit blockiert. Das Verbindungsglied zwischen der elektronischen Schalteinrichtung und dem Verschlußantrieb bildet ein auf einem im Boden 1 festsitzenden Stift 8 gelagerter Ankerhebel 10, welcher mit seinem einen Arm 10 a unter der Wirkung einer Rückholfeder 12 an einem Ansatz 4a des Spann- und Auslöseorgans 4 zur Anlage kommt. An seinem anderen Arm 10b ist ein Anker 14 angelenkt, welcher mit einem von der elektronischen Zeitbildungseinrichtung beeinflußbaren Elektromagneten 16 zusammenarbeitet.
  • Wie aus F i g. 7 und 8 ersichtlich, ist gleichachsig zum Ankerhebel 10 auf dem Stift 8 ein Sperrhebel 17 gelagert, welcher mit dem Ankerhebel kraftschlüssig verbunden ist und mittels eines Lappens 17a in einen Schlitz 2a des Sektorenrings 2 eingreift. Die Anordnung ist so getroffen, daß Ankerhebel 10 und Sperrhebel 17 je einen Lappen 10c bzw. 17b aufweisen, an denen sich je ein Schenkel einer um den Stift 8 gelegten Windungsfeder 19 abstützt. Der Schlitz 2a ist mit einem Ansatz 2 b versehen, vor dem der Lappen 17a des Sperrhebels 17 beim überwechseln des Sektorenrings 2 in die der Offenstellung der Sektoren entsprechende Lage einfallen kann, wodurch der Verschlußantrieb für den weiteren Bewegungsablauf blockiert ist.
  • Zur Durchführung von »B«-Aufnahmen ist an der Unterseite des Gehäusebodens 1 ein auf einem Stift 21 gelagerter Fanghebel 22 vorgesehen, welcher beim Spannvorgang mit einem Mitnehmerstift 23 des Spann- und Auslöseorgans 4 zusammenarbeitet und einen Arm 22a aufweist, der bei entsprechender Einstellung des Verschlusses vor einem Lappen 10 d des Ankerhebels 10 einfallen kann, sobald dessen Anker 14 im Verlauf der Spannbewegung am Elektromagneten 16 zur Anlage gekommen ist.
  • Dem Spann- und Auslöseorgan 4 ist ein Einschalter S1 wirkungsmäßig zugeordnet, mittels dessen die elektronische Zeitbildungseinrichtung während des Spann- und Auslösevorgangs an Spannung gelegt wird. Der Einschalter S1 weist eine Kontaktzunge 24 auf, die an einem auf der Oberseite des Gehäusebodens 1 gelagerten, beispielsweise dreiarmigen Einschalthebel 25 befestigt ist. Dieser wiederum kommt mit einem Lappen 25a unter der Wirkung einer Feder 27 an einem Stift 28 des Spann- und Auslöseorgans 4 zur Anlage und nimmt in der Ruhestellung des Verschlusses die besonders aus F i g. 1 bis 3 dargestellte Lage ein. Der Kontaktzunge 24 ist ein zweckmäßig bewegbarer Gegenkontakt 30 zugeordnet, welcher im Ausführungsbeispiel an einem schwenkbar gelagerten Kontakthebel 31 angebracht ist. Der Kontakthebel 31 ist von einer Feder 32 beaufschlagt, welche diesen Hebel im Uhrzeigersinn zu drehen und dadurch den Gegenkontakt 30 von der Kontaktzunge 24 wegzubewegen sucht. Unter der Wirkung der Feder 32 kommt der Kontakthebel 31 an einem zweiarmigen Stützhebel 34 kraftschlüssig zur Anlage, der seinerseits mit einem der Einstellung der Belichtungszeit dienenden Steller 35 zusammenarbeitet, welcher in Abhängigkeit von seiner Einstellung eine Bewegung des Stützhebels zuläßt oder verhindert. Im Ausführungsbeispiel ist, wie besonders aus F i g. 2 und 3 ersichtlich, die Anordnung so getroffen, daß am Steller 35 ein konzentrisches Kurvenstück 35a vorgesehen ist, an welchem sich der Hebel 34 bei Einstellung einer von der elektronischen Schalteinrichtung gebildeten Belichtungszeit, beispielsweise 1/6o Sekunde, während des Spann- und Auslösevorgangs abstützen kann, so daß der Kontakthebel 31 die in F i g. 2 und 3 mit ausgezogenen Linien veranschaulichte Ausgangslage beibehält. Hierbei ist der Einschalthebel 25 in seiner Bewegung durch das konzentrische Kurvenstück 35 a nicht behindert. An das konzentrische Kurvenstück 35a schließt sich ein Absatz 35b an, welcher bei Einstellung der kürzest erzielbaren ungehemmten Belichtungszeit dem freien Ende 34 a des Stützhebels 34 gegenüber zu stehen kommt. Dem Absatz 35b schließlich folgt eine Aussparung 35c, in die der Stützhebel 34 bei Einstellung des Stellers 35 auf »B« (F i g. 3) eintauchen kann, wobei der Kontakthebel 31 den Gegenkontakt 30 von der Kontaktzunge 24 wegführt. In dieser Einstellage wird außerdem der Bewegungsbereich des Einschalthebels 25 durch das konzentrische Kurvenstück 35 a begrenzt, was in Verbindung mit dem Ausweichen des Kontakthebels 31 die Kontaktgabe des Schalters S1 beim Spann- und Auslösevorgang verhindert.
  • Damit der Ankerhebel 10 nur bei Durchführung von »B«-Aufnahmen vom Fanghebel 22 am Elektromagneten 16 in Anlage gehalten wird, ist der Fanghebel mit dem Stützhebel 34, wie in F i g. 5 angedeutet, drehfest verbunden. Hierzu ist der Stützhebel 34 zweckmäßig gleichachsig mit dem Fanghebel 22 gelagert und mit einer Aussparung versehen, in die ein hochgebogener Lappen 22 b des Fanghebels eingreift.
  • Der elektronischen Zeitbildungseinrichtung ist ein weiterer, als Umschalter ausgebildeter Kontaktschalter S2 zugeordnet, welcher gemäß F i g. 4 durch den Verschlußantrieb, beispielsweise durch den Sektorenring 2 betätigbar ist. Der Umschalter SZ besteht aus einer als zweiarmiger Hebel ausgebildeten Kontaktzunge 37, welche achsgleich zum Einschalthebel 25 lagert und mit diesem in elektrisch leitender Verbindung steht. In der Ruhestellung des Verschlusses kommt die Kontaktfeder 37 mit ihrem einen Ende unter dem Einfiuß einer am Sektorenring 2 angreifenden Feder 38 an einem ortsfesten Kontaktstift 40 zur Anlage, der im Boden 1 isoliert eingesetzt ist. Dem anderen Ende der Kontaktzunge 37 ist ein beweglicher Kontaktstift 41 zugeordnet, welcher zweckmäßig am Kontakthebel 31 befestigt ist und mit dem bewegbaren Gegenkontakt 30 des Einschalters S1 elektrisch verbunden ist. Die Anordnung des Kontaktstifts 41 sowie die Ausbildung der Kontaktzunge 37 ist so getroffen, daß, wie besonders aus F i g. 4 ersichtlich, beim Überwechseln des Sektorenrings 2 in die in F i g. 4 angedeutete Offenstellung die Kontaktzunge zwar den ortsfesten Kontaktstift 40 verlassen, den am Kontakthebel 31 vorgesehenen Kontaktstift 41 aber ebensowenig wie die Kontaktzunge 24 den bewegbaren Gegenkontakt 30 berühren kann, wenn der Steller 35 zuvor auf »B« eingestellt worden ist.
  • Gemäß der Darstellung in F i g. 1 ist über dem Gehäuseboden 1 eine Anzahl von Kontaktplatten 42a bis 42m angeordnet, von denen jeweils eine mit einem der abgestuften Zeitregelwiderstände der elektronischen Schalteinrichtung verbunden ist. Als Abgriff dient ein am Steller 35 befestigter Kontaktschleifer 43, der bei Einstellung einer von der elektronischen Schalteinrichtung gesteuerten Belichtungszeit den entsprechenden Festwiderstand mit einer Schleifbahn 44 verbindet. Die dem Festwiderstand für die kürzeste elektronisch gesteuerte Belichtungszeit zugeordnete Kontaktplatte 42 a ist über die diesem Zeitwert entsprechende Einstellage hinaus weitergeführt, so daß dieser Widerstand sowohl bei der kürzesten ungehemmten Belichtungszeit als auch bei Einstellung »B« in den elektronischen Schaltkreis einbezogen bleibt. Damit wird dem Ankerhebel 10 bei Durchführung von »B«-Aufnahmen die Rückkehr in die Ausgangslage auch dann ermöglicht, wenn während der Rückstellbewegung des Spann-und Auslöseorgans 4 der Elektromagnet 16 über die Kontaktzunge 37 und den Stift 41 an Spannung gelegt worden ist, bevor der Fanghebel 22 den Ankerhebel zum Rücklauf freigegeben hat. In diesem Fall wird der Elektromagnet 16 durch den Umsteuervorgang in der elektronischen Schalteinrichtung sofort wieder stromlos und gibt den Ankerhebel 10 praktisch ohne Verzögerung für den Rücklauf frei.
  • Die vorerwähnte elektronische Schalteinrichtung ist als an sich bekannte emittergekoppelte Triggerschaltung ausgeführt, die im wesentlichen zwei Transistoren T1 und T#" einen Kondensator C und die im Schaltbild durch einen einzigen einstellbaren Widerstand R1 veranschaulichten Zeitregelwiderstände umfaßt. Mittels eines weiteren, ebenfalls regelbaren Widerstands R2 kann der Schwellwert der elektronischen Schaltung eingestellt werden. In Reihe mit dem Einschalter Si und einer Batterie 45 liegt der Elektromagnet 16 sowie der Transistor T.. In einem eigenen Kreis ist der Transistor T1 sowie der Kondensator C angeordnet. Der Umschalter S, ist derart in den Schaltkreis einbezogen, daß er einerseits als Kurzschlußschalter für den Kondensator C wirken kann, andererseits in paralleler Schaltanordnung zum Einschalter Si liegt.
  • Die Arbeitsweise des vorbeschriebenen sowie in den F i g. 1 bis 9 dargestellten elektronisch gesteuerten Selbstspannverschlusses ist folgendermaßen: Für die Durchführung von »B«-Aufnahmen wird der Steller 35 in die entsprechende Einstellage übergeführt, wobei das konzentrische Kurvenstück 35 a sowie die Ausnehmung 35c in bezug auf den Einschalthebel 25 und den Stützhebel 34 die in F i g. 3 dargestellte Lage einnehmen. In dieser Einstellage bleibt ferner der der kürzesten gesteuerten Belichtungszeit zugeordnete Zeitregelwiderstand eingeschaltet. Durch Niederdrücken des Spann- und Auslöseorgans 4 wird der Ankerhebel 10 im Uhrzeigersinn bewegt und der Anker 14 am Elektromagneten 16 zur Anlage gebracht. Hierbei dreht sich nach der Freigabe des Fanghebels 22 durch den Mitnehmerstift 23 des Spann- und Auslöseorgans 4 der Kontakthebel 31 unter dem Einffuß der Feder 32 im Uhrzeigersinn, wobei wiederum der Stützhebel 34, in die Aussparung 35c des Stellers 35 eintauchend, und der mit jenem drehfest verbundene Fanghebel eine im Gegenuhrzeigersinn gerichtete Drehbewegung ausführen. Während der Spannbewegung folgt außerdem der Einschalthebel 25 des Einschalters S, dem Stift 28 des Spann- und Auslöseorgans 4 nach und kommt, wie in F i g. 3 mit gestrichelten Linien angedeutet, am konzentrischen Kurvenstück 35a zur Abstützung. Durch die Ausweichmöglichkeit des Gegenkontakts 30 und den begrenzten Bewegungsweg des Einschalthebels 25 wird die Einschaltung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung beim Spann- und Auslösevorgang verhindert. Während dieser Bewegung wird außerdem in an sich bekannter Weise der Sektorenantriebsmechanismus durch die Stoßklinke 6 in Spannlage übergeführt. Nach dem Anlegen des Ankers 14 an den Elektromagneten 16 fällt der Fanghebel 22 mit seinem Arm 22 a am Lappen 10 d des Ankerhebels 10 ein (F i g. 6), so daß dieser nach Verlassen des Mitnehmerlappens 4 a des Spann- und Auslöseorgans 4 lediglich durch den Fanghebel am Elektromagneten in Anlage gehalten wird.
  • Am Ende der Spannbewegung erfolgt schließlich die Auslösung des Verschlußantriebs durch die Stoßklinke 6, wodurch der Sektorenring 2, die Sektoren in die Offenstellung überführend, eine im Uhrzeigersinn gerichtete Drehbewegung ausführt. Hierbei wird die Kontaktzunge 37 des Umschalters S2 durch die Feder 38 zwar vom Kontakt 40 getrennt, ohne jedoch mit ihrem anderen Ende am Kontaktstift 41 zur Anlage zu kommen, da dieser durch die zu Anfang der Spannbewegung erfolgte Drehung des Kontakthebels 31 von der Kontaktzunge 37 weggerückt worden ist. Die Stehbewegung der Kontaktzunge 37 hat daher ebenfalls keine Kontaktgabe zur Folge. Mit Erreichen des Sektorenrings 2 in der der Ofenstellung der Sektoren entsprechenden Lage fällt der Sperrhebel 17 unter dem Einfuß der gespannten Feder 19 mit seinem Lappen 17 a vor dem Ansatz 2 b des in den Sektorenring eingearbeiteten Schlitzes 2a (F i g. 8) ein, so daß letztlich der Verschlußantrieb so lange blockiert bleibt, als der Druck auf das Spann- und Auslöseorgan 4 aufrechterhalten wird.
  • Nach Entlasten geht das Spann- und Auslöseorgan 4 unter der Wirkung seiner Rückstellfeder in die Ausgangslage zurück, wobei der Fanghebel 22 durch den Mitnehmerstift 23 aus der Riegelstellung gedrängt wird, so daß der Ankerhebel 10 unter dem Einfluß der Rückholfeder 12 in die in F i g. 5 gezeigte Ausgangslage überwechseln kann. Hierbei nimmt der Ankerhebel 10 mittels seines Lappens 10 c den Sperrhebel 17 mit, so daß dessen Lappen 17a am Ansatz 2b des Sektorenrings 2 außer Eingriff kommen und letzterer augenblicklich in die Ausgangslage, die Sektoren in die Schließstellung überführend, zurückkehren kann. Sollte bei der Rückstellbewegung des Spann- und Auslöseorgans 4, bedingt durch Fertigungs- und Montagetoleranzen, eine Kontaktgabe durch Berührung des Kontaktstifts 41 mit der Zunge 37 des Umschalters S2 erfolgen, so wird zwar die elektronische Schalteinrichtung und insbesondere der Elektromagnet 16 an Spannung gelegt. Da aber in der Einstellage »B« der Zeitregelwiderstand für die kürzeste gesteuerte Belichtungszeit eingeschaltet ist, kippt die elektronische Schaltung unmittelbar nach der Kontaktgabe um, so daß der Elektromagnet 16 sofort wieder stromlos wird. Der Ankerhebel 10 kann daher auch in diesem Fall praktisch gleichzeitig mit dem Entlasten des Spann-und Auslöseorgans 4, den Sperrhebel 17 in die wirkungslose Lage überführend, in seine Ausgangsstellung zurückkehren.
  • Zur Durchführung von Aufnahmen mit von der elektronischen Zeitbildungseinrichtung gesteuerter Belichtungszeit wird der Steller 35 auf den gewünschten Zeitwert, beispielsweise 1/s0 Sekunde, eingestellt. Hierbei nimmt das konzentrische Kurvenstück 35a in bezug auf den Stützhebel 34 und den Einschalthebel 25 die in F i g. 2 ersichtliche Lage ein. Beim Niederdrücken des Spann- und Auslöseorgans 4 wird eine Drehbewegung des den Gegenkontakt 30 des Einschalters S1 und den Kontaktstift 41 des Umschalters S2 tragenden Kontakthebels 31 und das Einfallen des Fanghebels 22 am Lappen 10 d des Ankerhebels 10 durch Abstützung des Hebels 34 am konzentrischen Kurvenstück 35a verhindert. Während des Auslösevorgangs trifft daher die Kontaktzunge 24 des Einschalthebels 25 auf den Gegenkontakt 30, wodurch die elektronische Schalteinrichtung und der Elektromagnet 16 an Spannung liegen. Nach dem Anlegen des Ankers 4 am Elektromagneten 16 und dem Abreißen des Ankerhebels 10 am Mitnehmerlappen 4a des Spann- und Auslöseorgans 4 wird der Ankerhebel vom Elektromagneten entsprechend der Zeitvorwahl gehalten. Am Ende des Spannvorgangs erfolgt wiederum die Freigabe des Verschlußantriebs durch die Stoßklinke 6, was die Überführung des Sektorenrings 2 in die Offenstellung zur Folge hat. Hierbei hebt sich die Kontaktzunge 37 des Umschalters S2 vom Kontaktstift 40 ab und kommt, im Gegensatz zur »B«-Einstellung, gleichzeitig am Stift 41 zur Anlage, wodurch die elektronische Schalteinrichtung über einen zum Einschalter S1 parallelen Kontakt zusätzlich mit der Batterie 45 verbunden ist. Mit dem Umlegen der Kontaktzunge 37 beginnt die Aufladung des Kondensators C, der nach einer durch den der gewählten Belichtungsdauer entsprechenden Zeitregelwiderstand bestimmten Zeit das Basispotential des Transistors T1 erreicht. In diesem Augenblick kippt die elektronische Schalteinrichtung, und der Elektromagnet 16 wird schlagartig stromlos, so daß der Ankerhebel 10 in seine Ausgangslage zurückkehren und die Verriegelung des Sektorenrings 2 aufheben kann, der augenblicklich die Sektoren wieder in die Schließstellung überführt.
  • Bei Einstellung der mit dem Verschluß erzielbaren kürzesten ungehemmten Belichtungszeit kommt der Absatz 35 b des Stellers 35 dem Stützhebel 34 gegenüber zu liegen. In dieser Einstellage kann ebenso wie bei der Einstellung »B« keine Kontaktgabe durch den Einschalter S1 erfolgen. Dagegen wird durch Anlage des Stützhebels 34 am Absatz 35 b das Einfallen des Fanghebels 22 am Lappen 10 d des Ankerhebels 10 verhindert. Der Ankerhebel 10 kehrt bereits vor der Öffnungsbewegung des Sektorenrings 2 in die Ausgangslage zurück, so daß der Sperrhebel 17 keine Verzögerung des Verschlußablaufs bewirken kann.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Photographischer Verschluß mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung, die mittels eines Stellers auf unterschiedliche Belichtungszeitwerte einstellbar ist und eine Schalteranordnung umfaßt, die der elektrischen Verbindung der Zeitbildungseinrichtung mit einer Stromquelle beim Auslösen des Verschlusses und während dessen Funktionsablaufs dient, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Schalteranordnung (S1 und S,) wenigstens einen mit einer Kontaktzunge (24 bäw. 37) zusammenarbeitenden, beweglich gelagerten Gegenkontakt (30 bzw. 41) aufweist, der bei Durchführung von »B«-Aufnahmen in Abhängigkeit von der Einstellage des Stellers (35) zwangläufig in eine den Kontaktschluß beim Auslösen und während des Verschlußablaufs verhindernde Lage ausweicht.
  2. 2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenkontakt (30 bzw. 41) an einem schwenkbar gelagerten Kontakthebel (31) angeordnet ist, der mit dem Steller (35) mittel- oder unmittelbar zusammenarbeitet, derart, daß nach Einstellung desselben auf »B« der Kontakthebel den Gegenkontakt beim Spann-bzw. Auslösevorgang unter dem Einfluß einer Feder (32) aus dem Bewegungsbereich der Kontaktzunge (24 bzw. 37) der Schalteranordnung (S1 und S.) herausführt.
  3. 3. Verschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakthebel (31) einem Stützhebel (34) kraftschlüssig zugeordnet und am Steller (35) eine Ausnehmung (35 c) vorgesehen ist, in die der Stützhebel in Einstellage »B« des Stellers beim Auslösen, dem Kontakthebel die Überführung des Gegenkontakts (20 bzw. 41) in die kontaktfreie Lage ermöglichend, eintauchen kann.
  4. 4. Verschluß nach Anspruch 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakthebel (31) als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, der einenends den Gegenkontakt (30) eines beim Auslösen des Verschlusses betätigbaren Einschalters (S1), anderenends den Gegenkontakt (41) eines zum Einschalter in paralleler Schaltanordnung liegenden sowie durch den Verschlußantrieb (2) beeinflußbaren Kontaktschalters (S2) trägt.
DEP38321A 1965-12-10 1965-12-10 Photographischer Verschluss mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung Pending DE1253040B (de)

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DEP38321A DE1253040B (de) 1965-12-10 1965-12-10 Photographischer Verschluss mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung

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