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Zeltgerüst, insbesondere aus Leichtmetall Die Erfindung bezweckt eine
weitere Ausbildung des Zeltgerüstes nach Patent 1101736. Im Patent 1101736
ist ein Zeltgerüst, insbesondere aus Leichtmetall, unter Schutz gestellt, das aus
vierteiligen Bindern besteht, deren Teile durch Scharniere derart untereinander
verbunden sind, daß die beiden Stützen gegen die Sparren um eine horizontale Achse
geklappt werden können und die beiden Sparren an einem Mittelstück mit je einem
Scharnier angelenkt sind; alle Gelenkteile mit ihren Befestigungsansätzen stecken
in Hohlräumen der Binderteile und sind an diesen unverrückbar befestigt, und die
Binder sind untereinander durch in Taschen einhängbare Pfetten verbindbar. Für alle
Binderteile wird ein im Steg gelochtes Doppel-T-Profil verwendet, dessen Flanschkanten
um 90° nach innen zu abgebogen sind, und in den so geschaffenen, rechteckigen Hohlräumen
zwischen dem Steg, den Flanschen und den abgebogenen Flanschkanten stecken die Befestigungsansätze
der Gelenke, die Tragkloben für die Pfetten od. dgl.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein derartiges Zeltgerüst
so weiter auszubilden, daß es mit Einrichtungen für die Lagerung von Waren oder
mit Liege- oder Schlafgelegenheiten versehen werden kann und daher beispielsweise
auch als Magazin-, Sanitäts- oder Schlafzelt benutzbar wird.
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Demgemäß besteht die weitere Ausbildung des Zeltgerüstes nach dem
genannten Patent erfindungsgemäß darin, daß parallel zu den beiden Stützen eines
Binders und im Abstand von diesen je eine gegen die Sparren laufende Innenstütze
gleichen Profils angeordnet ist, die mit den Innenstützen der benachbarten Binder
durch Riegel verbunden ist, die das gleiche Profil wie die Pfetten aufweisen.
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Zweckmäßigerweise sind die in der gleichen Horizontalebene angeordneten
Pfetten und Riegel einer Binderseite untereinander durch Rohrstücke verbunden, die
über Muffen an den Pfetten und Riegeln befestigt sind.
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Die zusätzlichen Teile, die zusammen mit den Stützen Traggerüste bilden,
können an den Seiten des Zeltgerüstes schnell und mühelos und ohne Inanspruchnahme
von losen Verbindungselementen und Werkzeugen angebracht werden. Als Bauelemente
dienen genormte Teile, gleich oder ähnlich denen des Zeltgerüstes. Die Traggerüste
können je nach den gewünschten Erfordernissen ein- oder mehretagig in jeder gewollten
Höhenlage und an jeder beliebigen Stelle an beiden Längsseiten im Zeltinneren aufgebaut
werden. Durch Auflegen von Brettern od. dgl. lassen sich die Traggerüste als Lagerregale,
durch Auflegen von Bettrosten beliebiger Art als Ruhestätten benutzen.
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Durch die Anordnung von Innenstützen und Riegeln nach der Erfindung
wird außerdem das ganze Zeltgerüst noch ganz erheblich versteift und erhält eine
bei Zeltkonstruktionen sonst unerreichbare Stabilität und Standsicherheit.
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Um die Innenstützen und Riegel leicht einbauen zu können, ist es zweckmäßig,
die Tragkloben für die Befestigung der Riegel an den Innenstützen an zwei diagonal
gegenüberliegenden Ecken stark abzurunden, ihre Höhe und Breite den Ausmaßen des
von den Stegen der Sparren, Stützen und Innenstützen gebildeten Innenraums entsprechend
auszubilden und die Rückseite der Tragkloben mit einem Zapfen zu versehen, dessen
Durchmesser gleich dem der Lochung im Steg der Sparren, Stützen und Innenstützen
ist. Zur sicheren Verbindung zwischen den Innenstützen und dem Zeltgerüst können
ferner die Innenstützen an ihrem oberen Ende seitlich Laschen tragen, zwischen denen
die Sparren liegen.
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Das erfindungsgemäß ausgebildete Zeltgerüst ist in der Zeichnung in
einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Teil eines Binders
mit eingebauter Innenstütze in Seitenansicht, Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in
Vorderansicht, vom Zeltinnern her gesehen, Fig.3 einen Tragkloben für die Befestigung
der Riegel in der Draufsicht, Fig. 4 einen Tragkloben in Gebrauchsstellung mit eingelegtem
Riegel und damit verbundenem Rohrstück, teilweise im Schnitt,
Fig.5
das obere Ende einer Innenstütze in der Vorderansicht, Fig. 6 den Gegenstand der
Fig.5 in der Seitenansicht.
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Parallel zu den Stützen 9 der Binder sind gegen die Sparren8 laufende
lnnenstützen24 eingebaut. Jeweils zwischen zwei Innenstützen 24 sind Riegel 25 mittels
Tragkloben 28 angebracht, die in die Lochung 2 im Steg der Innenstützen
24 eingesetzt sind. Zwischen je zwei Stützen 9 benachbarter Binder des Zeltgerüstes
sind in gleicher Weise Pfetten 16 angebracht. Je eine Pfette 16 und ein Riegel 25
sind miteinander durch Rohrstücke 26 verbunden, die an jedem Ende eine Muffe 27
tragen, die über die Pfette 16 und den Riegel 25 verschiebbar ist. Dadurch können
die querverlaufenden Rohrstücke 26 in jede gewünschte Stellung gebracht werden.
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Die Stützen 9, die Innenstützen 24, die Pfetten 16, die Riegel 25
und die Rohrstücke 26 bilden zusammen ein Traggerüst.
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Die Innenstützen 2:1 sind aus dem gleichen gelochten DoppeI-T-Profil
gefertigt wie die Sparren und Stützen der Binder. ruhen ebenfalls auf gelenkig angebrachten
Bodendornen 10 und sind am oberen Ende 31 seitlich mit Laschen 32 versehen,
zwischen denen die Sparren 8 liegen.
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Damit bei mehretagigem Aufbau des Traggerüstes die Gleichheit und
die Austauschbarkeit der von den Pfetten, Riegeln und Rohrstücken gebildeten Tragrahmen
oewährleitset ist. verlaufen die Innenstützen 24 parallel zu den Stützen
9.
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Die Pfetten 16 werden mit ihren Pfettenköpfen 33 in die Zapfentaschen
15 der Tragkloben 28 eingehängt, wo sie durch Verdrehen um 901# gegen Herausfallen
gesichert werden. Die Tragkloben 28 bestehen aus einem rechteckigen Mittelteil 34,
dessen Breite zwischen die Stegöffnung des Doppel-T-Profils und dessen Länge und
Dicke in den Innenraum dieses Profils passen. Auf einer Seite des Tragklobens 28
ist eine Zapfentasche 15 angebracht, auf der Gegenseite befindet sich ein Zapfen
30, passend in die Lochung 2 im Steg der Stützen 9 und der Innenstützen 24.
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Die beschriebenen Tragkloben 28 werden mit ihrer Breitseite
in die Stegöffnung und mit dem Zapfen 30 in die Lochung 2 im Steg der Stützen 9
oder der Innenstützen 24 eingeführt und dann durch Drehung um 90° in dem
von den Stegen des Stützenprofils gebildeten Innenraum festgehalten und gesichert,
wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Die Schmalseiten 35 des Tragklobens 28 dienen
hierbei als Anschlag an den Stegen der Stützen 9 oder der Innenstützen 24; zwei
gegenüberliegende Ecken 29 des Tragklobens 28 sind stark abgerundet, um das Verdrehen
zu ermöglichen.
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Der Auf- und Abbau der Traggerüste nach der Erfindung erfolgt ohne
Inanspruchnahme von losen Verbindungselementen und ohne Werkzeuge, so daß eine denkbar
einfache und mühelose Handhabung auch durch ungeschultes Personal gewährleistet
ist.