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DE1120145B - Verfahren zur Herstellung von endblockierten Organopolysiloxanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von endblockierten Organopolysiloxanen

Info

Publication number
DE1120145B
DE1120145B DEU4844A DEU0004844A DE1120145B DE 1120145 B DE1120145 B DE 1120145B DE U4844 A DEU4844 A DE U4844A DE U0004844 A DEU0004844 A DE U0004844A DE 1120145 B DE1120145 B DE 1120145B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cyclic
endblocked
alkoxy
molecular weight
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU4844A
Other languages
English (en)
Inventor
Donald Leroy Bailey
Ronald Marston Pike
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1120145B publication Critical patent/DE1120145B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von endblockierten Organopolysiloxanen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von endblockierten Organopolysiloxanen, die, gegebenenfalls neben anderen Siloxaneinheiten, Aminoalkylalkylsiloxan- oder Aminoalkylarylsiloxaneinheiten enthalten, in welchen die Aminogruppe über eine Polymethylenkette von mindestens 3 C-Atomen an das Siliciumatom gebunden ist.
  • Zum Teil beruht die Erfindung auf der Feststellung, daß sich im wesentlichen lineare Organopolysiloxane, die eine oder mehrere Dimethylsiloxan-, Diphenylsiloxan- oder Methylphenylsiloxaneinheiten als auch eine oder mehrere Aminoalkylalkylsiloxan- oder Aminoalkylarylsiloxaneinheiten enthalten, dadurch herstellen lassen, daß man (a) ein cyclisches Dimethyl-, Diphenyl- oder Methylphenylsiloxan, ein niedrigmolekulares trimethylendblockiertes und/oder Alkoxygruppen enthaltendes Dimethyl-, Diphenyl- oder - Methylphenylpolysiloxan bzw. Gemische davon und (b) eine Aminoalkylsiliciumverbindung, deren Aminogruppe über eine Polymethylenkette von mindestens 3 C-Atomen an das Siliciumatom gebunden ist, mit einem Alkalimetall erhitzt und dann das Reaktionsprodukt gegebenenfalls neutralisiert.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten linearen Organopolysiloxane sind endblockierte Polymere, wie sie durch folgende Strukturformel wiedergegeben werden. In dieser Formel steht R entweder für eine Methylgruppe oder eine Alkoxygruppe, wie die Äthoxy-, Propoxygruppe, und R' für eine Methyl- oder eine Phenylgruppe; a ist eine Zahl von mindestens 3, b und e sind Zahlen mit einem Durchschnittswert von 0 bis 2; c ist eine Zahl mit einem Durchschnittswert von 1 bis 30, und d ist eine Zahl mit einem Durchschnittswert von etwa 5 bis etwa 400.
  • Wie aus der Formel hervorgeht, sind die erfindungsgemäß hergestellten Organopolysiloxane am Kettenende durch verschiedene organische Gruppen blockiert, und die Natur dieser Gruppen sowie der Grad der Blockierung ist ausschlaggebend für die Reaktionsfähigkeit der Verbindungen. Enthalten beispielsweise die Organopolysiloxane nur Methyl- oder nur Phenylgruppen als endblockierende Gruppen, so ist eine weitere Reaktion der betreffenden Polymeren durch die abschließenden Gruppen hindurch unwahrscheinlich.
  • Enthalten dagegen die Organopolysiloxane eine oder mehrere Alkoxygruppen oder Aminoalkylgruppen, so ist eine weitere Reaktion derartiger Polymerer durch die Endgruppen möglich.
  • Die endblockierten Organopolysiloxane lassen sich im einzelnen durch folgende Formeln darstellen:
    '(CHaNH, 1
    (CH3)2SiO--SiO NH2 ~ SiO- Si(CH3)3
    (alkoxy) CH3 R' d (alkoxy)
    (3)
    (CH2)aN42 R:'
    (CH2)SiO-SiO I~ - SiO- -Si(CH3)
    (alkoxy) CH3 | c R' d (alkoxy)2
    (4)
    Die Erfindung umfaßt auch die Herstellung von Organopolysiloxanen gemäß obiger Struktur, bei welchen entweder eine der endständigen Methylgruppen an einem oder an beiden Enden der Polymerenkette durch eine Aminoalkylgimppe ersetzt ist oder eine der endständigen Alkoxygruppen an einem oder an beiden Enden der Polymerenkette durch eine Aminoalkylgruppe ersetzt ist oder bei welchen sämtliche endständigen Gruppen der Polymerenketten Alkoxygruppen bzw. eine oder zwei der Endgruppen an einem oder an beiden Enden der PolymerenkettePhenylgruppen sind, d. h. bei denen in der Formel (1) die Werte für b und e gleich 0 sind und d einen Wert von mindestens 2 hat.
  • Die Aminoalkylsiliciumverbindungen, die als Ausgangsmaterial bei der Herstellung der Organopolysiloxane nach der Erfindung dienen können, schließen diejenigen ein, die entweder lineare oder cyclische Aminoalkylmethylpolysiloxane oder Aminoalkylmethylalkoxysilane oder Aminoalkylalkoxysilane und Aminoalkylalkoxypolysiloxane darstellen. Typisch für die erfindungsgemäß verwendbaren Aminoalkylmethylpolysiloxane sind diejenigen Polymeren, welche die Einheit enthalten, worin a den oben definierten Wert hat, während n mindestens gleich 2 ist, jedoch bis auf 100, ja auf 1000 und mehr ansteigen kann. Derartige Organopolysiloxane können cyclische Polymere sein, worin n einen Wert von 3 bis 7 aufweist, oder sie können durch die Hydroxy- oder die Alkoxygruppe endblockierte Aminoalkylmethylpolysiloxane oder auch Hydrolysate der Aminoalkyldialkoxysilane sein.
  • Als Ausgangsmaterial können auch die Bis-(aminoalkyldialkoxy)-disiloxane dienen.
  • Als Beispiele für derartige Aminoalkylmethylpolysiloxane seien genannt die cyclischen Trimeren, Tetrameren und Pentameren von y-Aminopropylsiloxan, b-Aminobutylsiloxan, e-Aminopentylsiloxan sowie die Hydrolysate von y-Aminopropylmethyldialkoxysilan mit den Aminopropylalkoxypolysiloxanen und den Aminobutylalkoxypolysiloxanen.
  • Aininoalkylpolysiloxane der obigen Art und Verfahren zu ihrer Herstellung sind in der französischen Patentschrift 1184 096, beschrieben.
  • Die gemäß der Erfindung geeigneten Aminoalkylmethylalkoxysilane entsprechen beispielsweise der Formel H2N(CH2)aSiR3 worin a den obigen Wert hat und R entweder eine Methyl- oder eine Alkoxygruppe bedeutet, wobei jedoch mindestens eine der mit R bezeichneten Gruppen eine Alkoxygruppe ist. Typisch für derartige Verbindungen sind das y-Aminopropyltriäthoxysilan, das d-Aminobutyltriäthoxysilan, das y-Aminopropylmethyldiäthoxysilan, das 6-Aminobutylmethyldiäthoxysilan, das y-Aminopropyldimethyläthoxysilan, das b-Aminobutyldimethyläthoxysilan, das £-Aminopentylmethyldiäthoxysilan. Derartige Aminoalkylmethylalkoxysilane sowie die Verfahren zu ihrer Herstellung sind in der deutschen Patentschrift 1 023 462 und in der französischen Patentschrift 1189 988 beschrieben.
  • Dimethyl- und Phenylsiliciumverbindungen, die unter anderem als Ausgangsmaterial dienen können, sind die cyclischen Dimethylsiloxane, die cyclischen Diphenylsiloxane und die cyclischen Methylphenylsiloxane sowie die trimethylsiloxyendblockierten Dimethylpolysiloxane von niedrigem Molekulargewicht, wie das Octamethyltrisiloxan, das Decamethyltetrasiloxan und die ein verhältnismäßig niedriges Molekulargewicht aufweisenden, die Alkoxygruppe enthaltenden oder durch diese Gruppe endblockierten Dimethylpolysiloxane, wie das Bis-(dimethyläthoxysiloxy)-dimethylsilan, das Bis-(methyldiäthoxy)-tetramethyldisiloxan, das Bis-(trimethylsiloxy)-äthoxytrimethyldisiloxan.
  • Erfindungsgemäß bereitet man ein Gemisch aus den Ausgangsmaterialien und einem Alkalimetallkatalysator und bringt dieses auf eine Temperatur, die hoch genug ist, um die Ausgangsstoffe ins Gleichgewicht zu bringen, d. h. eine Neuverteilung der Siloxanbausteine zu bewirken. Das Ergebnis ist ein Organopolysiloxan, wie es durch die obige Formel (1) dargestellt ist.
  • Hinsichtlich der Temperatur, auf welche das Reaktionsgemisch erfindungsgemäß gebracht wird, ist die Reaktion nicht allzu empfindlich; sie kann innerhalb eines weiten Bereiches schwanken, d. h., es können Temperaturen von etwa 120"C oder niedriger bis zu 200"C und höher angewandt werden, wobei man vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen etwa 130 und 180"C arbeitet.
  • Als Katalysatoren für die Reaktion werden vorzugsweise die Alkalimetalle, wie Natrium und Kalium, verwendet. Es können auch Natrium- oder Kaliumhydroxyd oder die entsprechenden Silanolate verwendet werden.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens werden, falls nur cyclische Organosiloxane als Ausgangsstoff dienen, vorzugsweise zu den Gemischen kleine Mengen von Verbindungen zugefügt, die als die Kettenenden blockierend bekannt sind, z. B. monomere alkoxyhaltigeVerbindungenoder trimethylsiloxyendblockierte Dimethylsiloxane von niedrigem Molekulargewicht oder andere alkoxyhaltige Verbindungen dieser Art, wie sie im einzelnen oben beschrieben sind.
  • Die endblockierten Organopolysiloxane nach der Erfindung enthalten die Aminoalkylmethylsiloxaneinheiten in so geringer Anzahl wie 1 bis zu einer so hohen Menge wie 30 je Molekül und können eine so geringe Anzahl wie 5 oder vorzugsweise 7 Dimethylsiloxan-, Diphenylsiloxan- oder Methylphenylsiloxaneinheiten im Molekül aufweisen. Derartige Organopolysiloxane schwanken in ihrem Molekulargewicht von etwa 1000 bis zur Höhe von etwa 30000 bis 35000 und enthalten die Aminoalkylmethylsiloxaneinheiten in einer Gewichtsmenge von etwas weniger als 1 0/o bis zu einer Höhe von 500/o.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Organopolysiloxane können zur Herstellung von modifizierten wärmehärtbaren Organopolysiloxanen verwendet werden. Sie können beispielsweise mit teilweise kondensierten Methylpolysiloxanen ins Gleichgewicht gebracht werden und dann als Überzugsmassen verwendet werden. Außerdem können sie zur Einbettung (als »Schlichte«) für Faserstoffe, insbesondere Faserglas, in Kombination mit wärmehärtenden Harzen, z. B. den Aldehyd-Polykondensationsharzen, den Epoxyharzen, den Urethanharzen und den Polyamidharzen, Verwendung finden. Ferner lassen sich die Organopolysiloxane nach der Erfindung verwenden, um Woll-, Baumwoll- und Viskoseacetatfasern wasserabstoßend zu imprägnieren.
  • Die endblockierten Organopolysiloxanöle nach der Erfindung finden insbesondere Anwendung in der Elektrotechnik für Kondensatoren und Dämpfungsflüssigkeiten, wobei es bei den Organopolysiloxanölen auf einen verhältnismäßig hohen Leistungswiderstand ankommt. Die Öle nach der Erfindung haben Dielektrizitätskonstanten (1000 Windungen) im Bereich von 2,1 bis 2,3 bis zu 3,88 bis 4,0, Leistungsfaktoren von 0,001 bis 0,0002 und spezifische Leistungswiderstände (Ohmlcm) von 1,2 1013 bis zu 6,0 1014. Für endblockierte Organopolysiloxane, die Aminoalkylmethylsiloxangruppen in einer Menge von mehr als etwa 50 Gewichtsprozent aufweisen, wurde festgestellt, daß sie nicht die obigen wünschenswerten elektrischen Eigenschaften aufweisen.
  • Die Beispiele erläutern die Erfindung näher.
  • Beispiel 1 Das Beispiel beschreibt die Herstellung eines trimethylsiloxyendblockierten, mit y-aminopropylmethylsiloxan modifizierten Dimethylpolysiloxanöls mit einem Molekulargewicht von etwa 5000 und durchschnittlich etwa 2 y-Aminopropylmethylsiloxaneinheiten je Molekül (Gehalt an diesen Einheiten etwa 25 Gewichtsprozent).
  • In einem mit Luftkühler und mechanischem Rührwerk ausgerüsteten 500-cm3-Kolben wurden das cyclische Tetramere von Dimethylsiloxan (101 g) (1,36 Mol Siloxy-Einheiten), ferner Dodecamethylmentasiloxan (11,5 g, 0,03 Mol) und ein Gemisch aus cyclischen y-Aminopropylmethylsiloxanen (37,5 g, 0,032 Mol Siloxy-Einheiten) zusammengegeben. Es bildeten sich dabei zwei flüssige Phasen. Die Vorrichtung wurde mit Argon durchgespült und weiterhin eine Argon-Schutzatmosphäre aufrechterhalten. Nach Einbringen des Kolbens in ein Ölbad von 1500C wurde Kaliumsilanolat tropfenweise derart zugegeben, daß die Endkonzentration an Katalysator bestimmt als K 0,035 0/ovo betrug. Nach 6stündigem Weiterrühren bei 150"C stellte das Produkt ein homogenes farbloses Ö1 dar, dem nach Kühlen auf etwa 100"C die zum Neutralisieren des Katalysators notwendige Menge Eisessig zugefügt wurde. Das Ö1 wurde dann in eine mit Destillieraufsatz und Vorlage versehene 500-cm3-Blase übergeführt. Die flüchtigen Stoffe wurden durch stündiges Durchspülen mit Argon bei 150"C und 1 bis 2 mm Hg entfernt, so daß ein klares farbloses Öl 130 g) zurückblieb. Viskosität bei 25"C 153 cSt. Das 1 wurde durch Infrarotanalyse und Bestimmung des Stickstoffgehaltes identifiziert.
  • Beispiel 2 Das Beispiel betrifft die Herstellung eines trimethylsiloxyendblockierten mit b-Aminobutylmethylsiloxan modifizierten Dimethylpolysiloxanöls mit einem Mole- kulargewicht von etwa 5000 und durchschnittlich etwa 2 6-Aminobutylmethylsiloxaneinheitenje Molekül (Gehalt an diesen Einheiten etwa 25 -Gewichtsprozent).
  • In einem mit Luftkühler und mechanischem Rührwerk ausgerüsteten 500-cm3-Kolben wurden das cyclischeTetramere von Dimethylsiloxan (134,6 g 1,82 Mol Siloxy-Einheiten), ferner Dodecamethylsiloxan (15,4 g, 0,40 Mol) und ein Gemisch aus cyclischen o-Aminobutylsiloxanen (50,0 g, 0,38 Mol Siloxy-Einheiten), zusammengegeben. Es bildeten sich dabei zwei flüssige Phasen. Die Vorrichtung wurde mit Argon durchgespült und weiterhin eine Argon-Schutzatmosphäre aufrechterhalten. Nach Einbringen des Kolbens in ein Ölbad von 150"C wurde Kaliumsilanolat tropfenweise derart zugegeben, daß die Konzentration an Katalysator 0,035 0/oo betrug. Nach weiterem 13stündigem Rühren bei 150"C stellte das Produkt ein homogenes farbloses Ö1 dar, dem nach Kühlen auf etwa 100"C die zum Neutralisieren des Katalysators notwendige Menge Eisessig zugefügt wurde. In einer mit Destillieraufsatz und Vorlage ausgerüsteten 500-cm3-Blase wurden die flüchtigen Stoffe unter 2stündigem Durchspülen mit Argon bei 150"C und 1 bis 5 mm Hg entfernt. Es blieben 184 g eines klaren farblosen Öls mit einer Viskosität von 107 cSt bei 25" Czurück, das durch Infrarotanalyse und Bestimmung des Stickstoffgehaltes identifiziert wurde.
  • Beispiel 3 Das Beispiel betrifft die Herstellung eines o-Aminobutyldimethylsiloxyendblockierten Dimethylpolysiloxanöls.
  • In ein Glasrohr wurden 5,92 g (0,08 Mol) des cyclischen Tetrameren von Dimethylsiloxan sowie 2,70 g (0,01 Mol) 1,ZDi-8-aminobutyl- 1 ,2-Di-6-aminobutyl-1 ,2,2-tetramethyl-disiloxan und 0,043 g (0,5 0/o) Kaliumsilanolat eingebracht und das Gemisch 20 Stunden auf 150"C erhitzt.
  • Nach dem Abkühlen fiel ein farbloses Ö1 mit einer Viskosität von 36 cSt bei 25° C an, das auf Grund seines Molekulargewichtes identifiziert wurde.
  • Beispiel 4 Das Beispiel betrifft die Herstellung von Diphenyläthoxysilyl-dimethyläthoxysilyl-y- aminopropylmethylpolysiloxanöl.
  • In einen 500-cm3-Kolben wurden 60 g (0,31 Mol) y-Aminopropylmethyldiäthoxysilan, ferner 61,49 g (0,31 Mol) des cyclischen Tetrameren von Diphenylsiloxan und 23,0 g (0,31 Mol) des cyclischen Tetrameren von Dimethylsiloxan eingebracht und das Gemisch auf 150"C erhitzt. Die Reaktionsmittel waren nicht verträglich. Unter gelegentlichem Rühren wurden dann 0,9 g (0,2 0!ovo K) Kaliumsilanolat als Katalysator zugegeben. Nach etwa 3 Stunden wurde die Mischung homogen, worauf man das Erhitzen auf 150"C noch 5 Stunden fortsetzte. Beim Kühlen schied sich ein kristalliner Niederschlag ab. Es wurden nochmals 0,9 g Katalysator zugegeben und das Gemisch weitere 7 Stunden auf 150"C gehalten. Das beim Kühlen anfallende bernsteinfarbene Öl wurde filtriert und das Filtrat 15 Minuten bei 70 bis 800rund 1,0 mm Hgvon den niedrigsiedenden Anteilen befreit. Durch Bestimmung des Stickstoffs und des Äthoxygehalts wurde das Ö1 wie oben identifiziert.
  • Beispiel 5 Das Beispiel betrifft die Herstellung eines mit Trimethylsiloxaneinheiten endblockierten und mit #-Aminobutylmethylsiloxan-diphenylsiloxan modifizierten Dimethylpolysiloxanöles.
  • In einen 500-cm3-Dreihalskolben wurden 19,2 g (0,05 Mol) Dodecamethylpentasiloxan sowie 50 g (0,25 Mol) des cyclischen Tetrameren von Diphenylsiloxan, 24,2 g (0,33 Mol) des cyclischen Tetrameren von Dimethylsiloxan und 6,6 g (0,05 Mol) des cyclischen Tetrameren von b-Aminobutylmethylsiloxan eingebracht. Das Gemisch aus den zunächst nicht verträglichen Stoffen wurde im Ölbad auf 160°C erhitzt und bei dieser Temperatur Natriumsilanolat (0,03 °/oo) als Katalysator unter fortgesetztem Rühren zugefügt.
  • Nach einer halben Stunde klärte sich das Gemisch, worauf das Erhitzen unter Rühren noch bis zu insgesamt 4 bis 5 Stunden fortgeführt wurde. Das obige Produkt fiel als farbloses Öl an.
  • Beispiel 6 Das Beispiel betrifft die Herstellung eines zu 100/o ö-aminobutylmethylmodifizierten Dimethylpolysiloxanöls (Molekulargewicht 5000) durch Reaktion eines #-Aminobutylmethylpolysiloxanhydrolysates mit dem cyclischen Tetrameren von Dimethylsiloxan und Dodecamethylpentasiloxan.
  • In einen 250-cm3-Kolben mit Rührwerk und Rückflußkühler wurden 15g b-Aminobutylmethylsiloxanhydrolysat, 123,5 g cyclisches tetrameres Dimethylsiloxan und 11,5 g Dodecamethylpentasiloxan eingefüllt. Das Hydrolysat war hergestellt worden, indem man in bekannter Weise zu 6-Aminobutylmethyldiäthoxysilan Wasser zufügte und das Äthanol und 1 Mol Überschuß an Wasser abtrieb. Das nicht homogene Gemisch wurde unter Rühren in einem Ölbad von 150 C erhitzt und unter weiterem Rühren Kaliumsilanolat (0,05 0/oo K) zugefügt. Das Gemisch wurde innerhalb 5 Minuten homogen. Nach 17stündigem Weitererhitzen und etwas Abkühlen wurden 3 Tropfen Eisessig zugefügt. Die leichten Anteile wurden in Argonstrom unter vermindertem Druck abgetrieben (höchste Innentemperatur 150°C). Das Produkt war ein farbloses Ö1 von einer Viskosität von 200 cP bei 25"C und wurde durch Bestimmung des Stickstoffgehaltes wie oben identifiziert.
  • Beispiel 7 Trimethylsiloxyendblockierte Organopolysiloxanöle wurden ebenfalls hergestellt, indem man Mischungen aus dem cyclischen Tetrameren von Dimethylsiloxan und Dodecamethylpentasiloxan mit einem der folgenden Gemische in Anwesenheit eines Katalysators erhitzte: 1. Gemisch aus y-Aminopropylmethylsiloxan und dem cyclischen Tetrameren von Diphenylsiloxan.
  • 2. Gemisch aus dem cyclischen Tetrameren von 6-Aminobutylmethylsiloxan und einem linearen, trimethylsiloxyendblockierten Methylphenylpoly siloxanöl.
  • 3. Gemisch aus dem cyclischen Tetrameren von o-Aminobutylmethylsiloxan und dem cyclischen Tetramer von Diphenylsiloxan.
  • Ein y-aminodimethylsiloxyendblockiertes Dimethylpolysiloxanöl wurde hergestellt, indem man 0,01 Mol des Dimeren von y-Aminopropyldimethylsiloxan und 0,08 Mol des cyclischen Tetrameren von Dimethylsiloxan in Anwesenheit eines Kaliumsilanolatkatalysators auf etwa 150°C erhitzte.
  • Ein #-aminobutyldimethylsiloxyendblockiertes Dimethylpolysiloxanöl wurde hergestellt, indem man 0,01 Mol des Dimeren von <3-Aminobutyldimethylsiloxan mit 0,8 Mol des cyclischen Tetrameren von Dimethylsiloxan erhitzte.
  • Gemäß Beispiel 1 hergestellte verschiedene trimethylsiloxyendblockierte y-aminopropylmethylsiloxan-und 6-aminobutylmethylslloxanmodifizierte Dimethylpolysiloxanöle zeigen die aus den Tabellen ersichtlichen elektrischen Eigenschaften: Tabelle I Ölart: (Me2SiO) + MD3M t*)
    Gewichtsmenge an /""iio-wicht Viskositä Dielektrizitäts- Spezifischer
    cyciischen -Amino- konstante Molekulargewicht Viskositätstempera- konstante Leistungsfaktor |
    butylmethylsiloxanen (berechnet) tur o ient 1000 Windungen) (Ohm/cm)
    5 5,000 0,60 2,81 0,0001 9,0 1012
    10 5,000 0,62 2,90 0,0001 4,8 s 1013
    10 10,000 0,63 2,94 0,0002 4,8 . 1013
    10 20,000 0,63 2,96 0,0001 2,0 1013
    25 5,000 0,65 3,21 0,0001 1,3 1013
    Tabelle II
    Gewichtsmenge an Dielektrizitäts- Spezifischer
    cyclischen y-Amino- Molekulargewicht Viskositätstempera- konstante Leistungsfaktor Widerstand
    propylmethyl- (berechnet) turkoeffizient (1000 Windungen) (Ohm/cm)
    siloxanen
    10 1,000 0,60 2,87 0,0001 2,2 1013
    10 5,000 0,63 2,95 0,0001 4,2 1013
    10 10,000 0,63 2,95 0,0001 2,4 1014
    10 20,000 0,64 2,96 0,0001 2,4 l0'
    10 30,000 0,66 2,95 0,0001 6,0 1014
    25 5,000 0,67 3,30 0,0001 1,4 1013
    *) Dodecamethylpentasiloxan.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von endblockierten Organopolysiloxanen der Formel (R = Methyl- oder Alkoxygruppe; R' = Methyl-oder Phenylrest; a = ganze Zahl von mindestens 3, b und e = Durchschnittswert von 0 bis 2; c Durchschnittswert von 1 bis 30 und d= Durchschnittswert von 5 bis 400) unter Verwendung eines Alkalikondensattonsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß man (a) ein cyclisches Dimethyl-, Diphenyl-oder Methylphenylsiloxan, ein niedrigmolekulares trimethylendblockiertes und/oder Alkoxygruppen enthaltendes Dimethyl-, Diphenyl- oder Methylphenylpolysiloxan bzw. Gemische davon und (b) eine Aminoalkylsiliciumverbindung, deren Aminogruppe über eine Polymethylenkette von mindestens 3 C-Atomen an das Siliciumatom gebunden ist, mit einem Alkalimetall erhitzt und dann das Reaktionsprodukt gegebenenfalls neutralisiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Aminoalkylsiliciumverbindung ein Aminoalkylsiloxan, ein alkoxyendblockiertes Aminoalkylmethylpolysiloxan, ein alkoxyhaltiges lineares Aminoalkylpolysiloxan, ein hydroxyendblockiertes Aminoalkylmethylpolysiloxan ein Aminoalkylmethyldialkoxysilan oder ein Aminoalkyldimethyldialkoxysilan verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial ein Gemisch aus einem cyclischen Dimethylsiloxan, einem cyclischen y-Aminopropylmethylpolysiloxan und einem trimethylsiloxyendblockierten Dimethylpolysiloxan von verhältnismäßig niedrigem Molekulargewicht verwendet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial ein Gemisch aus einem cyclischen b-Aminobutylmethylsiloxan und einem trimethylsiloxyendblockierten Dimethylpolysiloxanvonverhältnismäßigniedrigem Molekulargewicht verwendet.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion bei 130 bis 180°C vornimmt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1117 543; Patentschrift Nr. 1 898 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands; USA.-Patentschriften Nr. 2 754312, 2 738 357.
DEU4844A 1956-10-12 1957-10-11 Verfahren zur Herstellung von endblockierten Organopolysiloxanen Pending DE1120145B (de)

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