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DE1119917B - Verfahren zur stereophonischen Tonuebertragung - Google Patents

Verfahren zur stereophonischen Tonuebertragung

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Publication number
DE1119917B
DE1119917B DEE14782A DEE0014782A DE1119917B DE 1119917 B DE1119917 B DE 1119917B DE E14782 A DEE14782 A DE E14782A DE E0014782 A DEE0014782 A DE E0014782A DE 1119917 B DE1119917 B DE 1119917B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control signal
signal
audio
audio frequency
control
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE14782A
Other languages
English (en)
Inventor
William Spencer Percival
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EMI Ltd
Original Assignee
EMI Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EMI Ltd filed Critical EMI Ltd
Publication of DE1119917B publication Critical patent/DE1119917B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04SSTEREOPHONIC SYSTEMS 
    • H04S1/00Two-channel systems
    • H04S1/002Non-adaptive circuits, e.g. manually adjustable or static, for enhancing the sound image or the spatial distribution

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Stereophonic System (AREA)

Description

  • Verfahren zur stereophonischen Tonübertragung Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur stereophonischen Tonübertragung, bei welchem die Töne darstellende Tonfrequenzspannungen über einen gemeinsamen Tonkanal übertragen werden, während in einem Steuerkanal ein Steuersignal, das von dem Amplitudenverhältnis der Tonfrequenzspannungen in zwei mit gesonderten Mikrophonen versehenen Aufnahmekanälen abhängt, übertragen wird und empfängerseitig zum Steuern der relativen Amplituden dient, mit denen die Tonfrequenzspannungen aus dem gemeinsamen Tonkanal in zwei Wiedergabekanäle eingespeist werden.
  • Der Tonkanal hat dabei eine Bandbreite, die den vollen Frequenzbereich der Tonfrequenzspannungen erfaßt, während der Steuerkanal nur ein schmales Band verhältnismäßig niedriger Frequenzen zu übertragen braucht. Aus diesem Grund besitzen nach derartigen Verfahren arbeitende stereophonische Tonübertragungssysteme erhebliches praktisches Interesse, denn im Vergleich zu noch älteren Systemen, die mit zwei Übertragungskanälen arbeiten, von denen jeder eine den vollen Bereich der Tonfrequenzspannungen erfassende Bandbreite besitzt, wird für beide Kanäle zusammen nur noch eine Bandbreite benötigt, die nicht wesentlich größer ist als die bei der nicht stereophonischen Tonübertragung erforderliche Bandbreite.
  • Bislang wurde es als notwendig angesehen, das Steuersignal auf einen schmalen Frequenzbereich unterhalb der niedrigsten Tonfrequenz zu beschränken. Ein solches Steuersignal ist zwar in der Lage, auf der Wiedergabeseite eine einzelne Tonquelle oder auch eine Anzahl nacheinander tönender Tonquellen richtig zu orten, es hat sich jedoch gezeigt, daß bei mehreren im Abstand voneinander befindlichen und praktisch gleichzeitig tönenden Tonquellen, beispielsweise bei einem Orchester, mit einem solchen Steuersignal auf der Wiedergabeseite ein nur unbefriedigender stereophonischer Eindruck entsteht.
  • Dieser Nachteil soll mit der Erfindung dadurch vermieden werden, daß das Steuersignal von Hüllkurvensignalen abgeleitet wird, die dem zeitlichen Amplitudenverlauf der Tonfrequenzspannungen in den beiden Aufnahmekanälen derart rasch folgen, daß die Hüllkurvensignale sowohl unterhalb des Tonfrequenzbereiches liegende als auch sich in den unteren Teil des Tonfrequenzbereiches hinein erstreckende Komponenten enthalten, und daß empfängerseitig die Amplituden in den beiden Wiedergabekanälen durch Verstärkungsregelung mittels des Steuersignals in der Weise geregelt werden, daß eine Wiedergabe des Steuersignals bei ausbleibendem Tonsignal verhindert wird. Bei der Erfindung wird die Erkenntnis ausgenutzt, daß die Ortung einer Tonquelle vornehmlich auf Einschwingvorgängen (d. h. raschen Amplitudenänderungen) in den von der Tonquelle gelieferten Tönen beruht. Hierbei kommt dem anfänglichen Einschwingvorgang eine größere Bedeutung zu als den sich im gleichen Ton eventuell noch später anschließenden weiteren Einschwingvorgängen. Ein. Steuersignal der mit der Erfindung vorgeschlagenen Form ist in der Lage, so rasch nacheinander die anfänglichen Einschwingvorgänge verschiedener Töne wiederzugeben, daß auf der Wiedergabeseite ein voll befriedigender stereophonischer Eindruck entsteht, selbst bei teilweise ineinanderfließenden Tönen, wie sie z. B. in einem Orchester vorhanden sind.
  • Um zu verhindern, daß empfängerseitig bei der Regelung der Amplituden in den beiden Wiedergabekanälen durch Verstärkungsregelung mittels des Steuersignals eine Wiedergabe des Steuersignals selbst erfolgt, ist vorzugsweise vorgesehen, daß zur Verstärkung des Tonsignals mit einem durch das Steuersignal bestimmten steuerbaren Verstärkungsfaktor eine Trägerwelle mit dem Tonsignal moduliert wird, wobei die Trägerwelle unterdrückt wird und die entstehenden Seitenbandkomponenten auf einen Frequenzbereich oberhalb des Bereiches des Steuersignals begrenzt werden, worauf die Seitenbandkomponenten in Abhängigkeit vom Steuersignal verstärkt und anschließend nach Wiedereinführung der Trägerwelle demoduliert werden. Vorzugsweise wird dabei die Verstärkung mit steuerbarem Verstärkungsfaktor in einem Verstärker mit exponentialer Charakteristik durchgeführt, dem das Steuersignal in der Form des Logarithmus der Hüllkurvensignale zugeführt wird.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen in Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen stellt dar Fig. 1 ein Blockdiagramm eines die Erfindung verwendenden stereophonischen Tonübertragungssystems, Fig. 2 ein Blockdiagramm eines Wiedergabegerätes zur Wiedergabe der durch das System nach Fig. 1 übertragenen Signale, Fig.3 ein Schaltbild eines Details des Systems nach Fig. 1, Fig. 4 ein Schaltbild eines Details der Vorrichtung nach Fig. 2.
  • Wie Fig. 1 erkennen läßt, werden die Töne von zwei Richtmikrophonen 1 und 2 aufgenommen. Beide Mikrophone, die auch in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sein können, stehen mit dem Maximum ihrer Richtcharakteristik in der Horizontalebene im rechten Winkel zueinander, wobei das Maximum jedes Mikrophons angenähert um 45° gegen die Ebene, aus der Töne von einer oder mehreren Tonquellen aufgenommen werden sollen, gedreht ist. Die von den Mikrophonen 1 und 2 abgeleiteten Tonfrequenzspannungen sollen nachfolgend als »rechtes Signal VR« bzw. »linkes Signal VL« bezeichnet werden. Sie werden jeweils in Vorverstärkern 3 bzw. 4 verstärkt und über Klang- und Tonvolumenregelschaltungen 5 bzw. 6 weiteren Verstärkern 7 bzw. 8 mit einstellbarer Verstärkung zugeführt. Die Ausgangsspannungen der Verstärker 7 und 8 werden in einem Verstärker 9 zur Bildung von Summensignalen (VL -f- VR) summiert und in einem Verstärker 10 zur Bildung von Differenzsignalen (VL-VR) subtrahiert. Die Summen- und Differenzsignale laufen jeweils über einen Phasenschieber 11 bzw. 12, die eine relative Phasenverschiebung von 90' zwischen den entsprechenden Komponenten der betreffenden Signale über die ganze Bandbreite der Signale herbeiführen, zu einem Verstärker 13, der ein zusammengesetztes Ausgangssignal VA liefert.
  • Das Signal VA liegt im Tonfrequenzbereich und stellt die von den Mikrophonen 1 und 2 aufgenommenen Töne dar. Es ist nicht nur für die stereophonische Wiedergabe in Verbindung mit dem oben beschriebenen Steuersignal geeignet, sondern auch für eine einfache nicht stereophonische Wiedergabe in üblichen Tonwiedergabegeräten. Ein derartiges die zu übertragenden Töne darstellendes Tonsignal kann aber auch auf andere Weise erzeugt werden, beispielsweise unmittelbar als die Summe der Signale VL und VR oder durch ein besonderes Mikrophon oder mehrere solcher Mikrophone. Die hier beschriebene Methode der Erzeugung des Tonfrequenzsignals ist jedoch vorzuziehen, da hierbei dem Signal im wesentlichen die Form eines zirkular polaren Diagramms in der Horizontalebene gegeben wird und bei der stereophonischen oder auch bei der nicht stereophonischen Wiedergabe eine gefällige Wirkung hervorgerufen wird.
  • Das Signal VL aus der Regelschaltung 5 wird außer dem Verstärker 7 noch einem Verstärker 14 zugeführt, dessen Verstärkungsmaß ungefähr linear mit der Frequenz ansteigt. Infolgedessen sind in dem Ausgangssignal dieses Verstärkers, das mit VL' bezeichnet werden soll, die hohen Töne gegenüber den tiefen Tönen bevorzugt. Das Signal VL' läuft zu einem weiteren, als Phasenteiler wirkenden Verstärker 15, der in seiner Frequenzcharakteristik einstellbar sein kann und der Gegentaktsignale + VL' und - VL' für einen Gegentaktverstärker 16 liefert. Die Gegentaktsignale aus dem Verstärker 16 werden dann im Gegentakt zu einer Gleichrichterstufe 17 geleitet. Diese Gleichrichterstufe enthält einen Zweiweggleichrichter 18, der die Signale -f- VL' und - VL' in ihrer jeweiligen Polarität und in ihrer ursprünglichen Phasenlage gleichrichtet, sowie einen zweiten Zweiweggleichrichter 19, der die Signalei VZ in ihrer jeweiligen Polarität, jedoch nach Einführung einer Phasenvoreilung um etwa 90° und auch einer Phasenverzögerung um etwa 90' gleichrichtet. Mithin wirkt die Gleichrichterstufe 17, die zur Entwicklung der Hüllkurve des Signals VL' dient, als sogenannter »Mehrphasengleichrichter«. Unter einem Mehrphasengleichrichter wird dabei ein solcher Gleichrichter verstanden, der die Amplitude der gleichzurichtenden Wechselspannung mehr als zweimal pro Periode, im vorliegenden Fall viermal pro Periode, abtastet und ein Ausgangssignal liefert, das sich nach Maßgabe der derart abgetasteten Amplitude ändert. Der Aufbau der Gleichrichterstufe ist in größeren Einzelheiten in Fig. 3 dargestellt.
  • Die Ausgangssignale der beiden Zweiweggleichrichter 18 und 19 werden in einen Glättungsfilter 20 zusammengeführt, wobei sich im Filterausgang das Hüllkurvensignal VL ' bildet. Hierbei ergibt sich durch die mehrphasige Gleichrichtung noch der Vorteil, daß das Ausfiltern der auf das ursprüngliche Signal VL' zurückgehenden Anteile in dem Gleichrichterausgang durch das nachgeschaltete Glättungsfilter 20 erleichtert wird. Das Filter 20 kann beispielsweise einen Durchlaßbereich unterhalb etwa 100 Hz besitzen. Obgleich dieser Bereich auf verhältnismäßig niedrige Frequenzen beschränkt ist, erstreckt er sich noch in den Bereich der Tonfrequenzspannungen hinein. Durch die vierphasige Abtastung werden jedoch die im Gleichrichterausgang erscheinenden, auf die Frequenzen des ursprünglichen Signals VL' bezogenen »Welligkeitsfrequenzen« um den Faktor vier erhöht, so daß sie im Glättungsfilter auch bei tiefen Tönen besser abgetrennt werden können. Das Signal Vi ' wird von dem Filter 20 aus zu einem Kathodenverstärker 21 und danach, falls gewünscht, zu einem weiteren Filter und einem weiteren Kathodenverstärker 23 geführt. Die Schaltungsteile 22 und 23 sind in der Zeichnung gestrichelt dargestellt, da ihre Verwendung nicht unbedingt notwendig ist. Das Filter 22 kann beispielsweise dazu dienen, im Signal VL ' Einschwingvorgänge, d: h. plötzliche Amplitudenänderungen des ursprünglichen Tonsignals VL, hervorzuheben.
  • Die Ausgangsspannung des Kathodenverstärkers 21 (oder gegebenenfalls 23) wird an die Verbindungsstelle von zwei -Widerständen 24 und 25 gelegt, die in der dargestellten Weise zu den beiden Schaltkreisen 26 und 27 führen. Diese beiden Schaltkreise sollen als »Loggerkreise« bezeichnet werden, da sie die Logarithmen der zugeführten Signale ableiten.
  • Ein Signal VR" wird von dem Tonsignal VR in einem zweiten, dem für die Ableitung des Signals VL" aus dem Tonsignal VL analogen Netz abgeleitet. In diesem Netz ist in den Zeichnungen jedoch nur der linear auf die Frequenz ansprechende Verstärker 28 dargestellt, während die nachfolgenden, den Schaltungsteilen 15 bis 21 bzw. 23 entsprechenden Schaltungsteile durch den Block 29 schematisch angedeutet sind. Das in diesem Netz gebildete Signal VR" wird über den Widerstand 30 an den Loggerkreis 27 angelegt.
  • Demzufolge liegt an dem Loggerkreis 26 ein Signal VL" und an dem Loggerkreis 27 ein Signal Die Ausgangsspannung aus dem letztgenannten Loggerkreis wird durch eine Phasenumkehrschaltung 31 in der Phase umgekehrt. Die Parameter dieser Schaltung 31 sind so gewählt, daß das gebildete Ausgangssignal dem Wert entspricht, (wobei der Faktor 1/2 lediglich einen konstanten Anteil in der Ausgangsspannung der Phasenumkehrschaltung liefert). Die log VR' und darstellenden Signale werden über die Kathodenverstärker 32 und 33 und die Widerstände 34 und 35 miteinander addiert, so daß ein Steuersignal der Form erzeugt wird. Das letztgenannte Signal wird über einen gleichstromgekoppelten Verstärker 36 an einen Verstärker 37 gelegt, der eine exponentiale Charakteristik hat und somit ein Signal der Form liefert. Das letztgenannte Signal, entweder in der Form des Verhältnisses oder aber in der Form des Logarithmus des Verhältnisses, ist das gewünschte Steuersignal, es wird über einen Kathodenverstärker 38 an einen Ringmodulator 39 angelegt und dort auf eine Trägerwelle der Frequenz z. B. 15 kHz, die aus einem Oszillator 40 stammt, aufmoduliert. Die modulierte Trägerwelle wird nach geeigneter Verstärkung in einem Verstärker 40a zusammen mit dem Tonsignal VA aus dem Verstärker 13 einer Addierschaltung 41 zugeführt und dann zum Steuern des Schneidstichels 42 einer Schallplattenaufnahmevorrichtung benutzt. Die Trägerwelle aus dem Oszillator 40 dient dazu, das die Größe darstellende Signal in einen Frequenzbereich jenseits des Bereiches der Tonfrequenzspannungen, der sich bis zu 12 kHz erstrecken kann, zu transponieren. Diese Transposition ist notwendig, da das Steuersignal, obgleich es auf einen verhältnismäßig engen Bereich von niedrigen Frequenzen beschränkt ist, sich in den Tonfrequenzbereich hinein erstreckt.
  • Die Gleichrichter, die zum Ableiten der Hüllkurvensignale VZ ' und VR" benutzt werden, können untereinander verbunden sein, um die Unterschiede in diesen beiden Signalen und damit die Ortungsbreite der wiederzugebenden Tonquellen zu vergrößern.
  • Fig. 2 gibt den empfängerseitigen Teil wieder. Es ist eine Schallplatte 50 vorhanden, die eine Reproduktion der durch den Schneidstiche142 in Fig, 1 geschnittenen Platte ist. Die von der Platte 50 durch den Tonabnehmer 51 abgenommenen Signale werden parallel an zwei Verstärker 52 und 53 gelegt. Die Verstärker führen zum Tonkanal bzw. zum Steuerkanal des Wiedergabegerätes. Dem Verstärker 52 ist ein Kathodenverstärker 53a und ein Tiefpaßfilter 54 nachgeschaltet. Das Filter dient zum Unterdrücken der mit dem Steuersignal modulierten Trägerwelle. Es läßt nur das Tonsignal VA durch und führt es über eine Klangregelschaltung 55 zu einem Verstärker 56. Das Tonfrequenzsignal VA wird dann in einem Gegentaktmodulator 59 auf eine Trägerwelle von beispielsweise 850 kHz aufmoduliert. Die Trägerwelle, die beispielsweise aus einem Oszillator 60 stammt, ist in dem Ausgang des Modulators unterdrückt. Die vom Modulator 59 gelieferten Seitenbänder werden parallel an zwei Hochfrequenzverstärker 61 und 62 angelegt, deren Verstärkungsmaß durch Signale gesteuert wird, die aus den Steuersignalen abgeleitet sind.
  • Zum Erzeugen der Verstärkungsregelungssignale für die Verstärker 61 und 62 wird der Ausgang aus dem Verstärker 53 auf ein Bandpaßfilter 63 gegeben, welches alle Komponenten des Tonsignals V,1 unterdrückt. Der Verstärker 53 selbst hat eine Durchlaßkurve, deren Maximum bei 15 kHz liegt. Der Ausgang aus dem Filter 63 wird an einen als Phasenteiler wirkenden Verstärker 64 angelegt. Dieser Verstärker liefert Signale mit entgegengesetzter Polarität, die in Demodulatoren 65 und 66 demoduliert werden. Die Ausgangsspannungen der Demodulatoren stellen die Größen dar, wobei die Größe »l «c im Ausgang des Demodulators 66 durch Anlegen einer geeigneten Vorspannung an den Demodulator erzeugt wird. Diese Ausgangsspannungen werden an Loggerkreise 67 und 68 geführt, die zwei Steuersignale der Form erzeugen. Diese beiden Signale werden jeweils zum Regeln des Verstärkungsmaßes der obenerwähnten Hochfrequenzverstärker 61 bzw. 62 benutzt. Das Verstärkungsmaß dieser Verstärker steigt exponentiell an, so daß der Ausgang aus dem Verstärker 61 als und der Ausgang aus dem Verstärker 62 als angesehen werden kann (wobei daran erinnert wird, daß das Signal VA die Form der Seitenbandkomponenten der Trägerwelle von 850 kHz hat). Die Anpassungskreise der Verstärker 61 und 62 sind so beschaffen, daß sie diejenigen Frequenzen, die den Steuersignalen als solchen entsprechen, nicht übertragen können. Die Ausgangsspannungen aus den Verstärkern werden dann in weiteren Verstärkern 70 und 71 mit den Trägerschwingungen aus dem Oszillator 60 kombiniert, wobei diese Schwingungen über Verstärker 72 bzw. 73 geführt werden, die mit Mitteln zum Hervorrufen einer einstellbaren Phasenverzögerung versehen sind, um sicherzustellen, daß diese Trägerschwingungen für die Kombination mit den Ausgangsspannungen der Verstärker 61 und 62 in den Verstärkern 70 und 71 in der richtigen Phase ankommen. Durch diesen Prozeß wird die Trägerwelle wieder in die Ausgangsspannungen der Verstärker 61 und 62 eingeführt. Die Signale in den beiden Kanälen werden dann durch Demodulatoren 74 bzw. 75, die vorzugsweise die Form von Zweiweggleichrichtern haben, demoduliert und sodann als Tonfrequenzspannungen über die Verstärker 76 und 77 zu zwei räumlich voneinander getrennt aufgestellten Lautsprechern oder Lautsprechergruppen 78 und 79 geführt. Da das auf der Platte 50 aufgezeichnete schmalbandige Steuersignal auf diese Weise die relativen Amplituden des in die beiden Wiedergabekanäle, die zu den Lautsprechern 78 und 79 führen, eingespeisten Tonfrequenzsignals VA nach Maßgabe der Lage der Tonquellen verändert hat, ergibt sich eine stereophonische Wiedergabe der Töne.
  • In dem Wiedergabegerät gemäß Fig. 2 wurde das Steuersignal als Logarithmus der Verhältnisse angewandt. Es kann aber auch ein Steuersignal in Form der jeweiligen Verhältnisse selbst verwendet werden, wodurch eine stereophonische Tonübertragung in ihrem Anwendungsbereich auch auf diejenigen Empfänger erweitert wird, die keinen exponentiell übertragenden Verstärker haben. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde die Anwendung des logarithmierten Verhältnisses in Verbindung mit einem exponentiell übertragenden Verstärker jedoch vorgezogen, da sich dadurch eine sehr lineare Übertragung ergibt. Die Loggerkreise (wie beispielsweise 26 und 27) in dem Übertragungssystem erleichtern nämlich die Bildung der Verhältnisse mit sehr hoher Genauigkeit, und die empfängerseitigen Loggerkreise 67 und 68 zusammen mit den Verstärkern 61 und 62 lassen sich leicht so einstellen, daß die Übertragung über das gesamte Gebiet linear ist, denn es ist verhältnismäßig einfach, genau exponentiell übertragende Verstärker vorzusehen. Natürlich können prinzipiell die gleichen Ergebnisse auch bei handelsüblichen Tonwiedergabegeräten und mit einem Steuersignal in der Form des einfachen Verhältnisses erzielt werden, jedoch ist es verhältnismäßig schwierig, verstärkungsgeregelte Verstärker zu konstruieren, die über ein beträchtliches Gebiet im wesentlichen linear übertragen und über lange Zeitperioden hinweg stabil bleiben.
  • Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die wiedergabeseitige Ortungsbreite der Tonquellen durch Einstellen der relativen Pegel der Signale VL" und VP" justiert werden kann. Dies kann beispielsweise in dem Übertragungssystem nach Fig. 1 durch Verbinden der Gleichrichter für das Ableiten von VL" und VR' erfolgen, um Unterschiede zwischen den erzeugten Steuersignalen zu erhöhen. Vorzugsweise wird jedoch eine derartige Steuerung der Ortungsbreite in dem Wiedergabegerät vorgesehen, so daß ein Zuhörer die Ortungsbreite nach seinem individuellen Gefühl oder auch nach dem Aufstellungsort der beiden Lautsprecher einstellen kann. Die Steuerung muß in solcher Weise betätigt werden, daß die Summe der Werte VZ' und VR' konstant bleibt. Es können im übrigen auch Mittel zum Begrenzen des Ausmaßes der Veränderung der Ortungsbreite vorgesehen sein, und in einigen Fällen kann diese Veränderung auch nichtlinear erfolgen.
  • Wenn das Tonsignal VA von einem gesonderten Mikrophon oder Mikrophonsatz, z. B. einem solchen, wie er in den üblichen nicht stereophonischen Übertragungssystemen vorhanden ist, hergeleitet wird, werden im allgemeinen die Richtmikrophone von den Tonquellen einen größeren Abstand aufweisen als der nicht stereophonische Satz. Hierdurch entstehen zwischen den von den jeweiligen Mikrophonen aufgenommenen Signalen durch den unterschiedlichen Schallweg in der Luft unterschiedliche Verzögerungen. Es können in dem Übertragungskanal für die Tonfrequenzspannungen einstellbare elektrische Verzögerungseinrichtungen vorgesehen sein, die diesen Effekt kompensieren.
  • Fig. 3 zeigt den Mehrphasengleichrichter 17 (Fig. 1) zum Ableiten der Hüllkurve des Signals Vi in größeren Einzelheiten. Der Gleichrichter wird von der Sekundärwicklung 110 eines Ausgangstrafos in dem Verstärker 16 gespeist. Ein erster Zweiweggleichrichter, der aus den Dioden 111 und 112 besteht, ist über die Sekundärwicklung 110 gelegt. Die Dioden besitzen einen Belastungswiderstand 112a, der mit einem Amplituden-Korrekturnetz, bestehend aus dem Widerstand 113 und einer dazu parallel geschalteten Kapazität 114, verbunden ist. Wie dargestellt, ist der Widerstand 112aseinerseitsmitderMittederSekundärwicklung 110 verbunden, und an dieser Verbindungsstelle liegt auch eine Spannungsquelle mit einem geeigneten Vorspannungspotential, in der Zeichnung angedeutet durch den Pfeil 115. Ein zweiter Zweiweggleichrichter, bestehend aus den Dioden 116 und 117, ist ebenfalls über die Sekundärwicklung 110 gelegt. In diesem Fall sind jedoch die Dioden in einer Phasenverschiebungsschaltung enthalten, welche aus den Widerständen 118 und 119 und den Kapazitäten 120 und 121 aufgebaut ist. Die Schaltungsteile 118 und 120 sind so einreguliert, daß sie bei etwa 80 kHz einen Phasenvorlauf von ungefähr 90° geben, während die Komponenten 119 und 121 so einreguliert sind, daß sie bei der gleichen Frequenz eine gleich große Phasenverzögerung ergeben (wobei das Signal an der Verbindungsstelle von 119 und 120 als Bezug genommen ist). Die Dioden 116 und 117 teilen sich mit den Dioden 111 und 112 in den Belastungswiderstand 112a.
  • Wenn man das Signal VL als Vektor ansieht, wird dessen Amplitude viermal pro Periode abgetastet, so daß die über den Widerstand 112a abgegebene Ausgangsspannung einen wesentlich verminderten Anteil an dem ursprünglichen Signal enthält. Aus diesem Grunde kann das dem Gleichrichter 17 nachgeschaltete Glättungsfilter 20 sehr viel weniger aufwendig ausgeführt sein, als es sonst 'notwendig sein würde. Die Frequenz, bei welcher die an den zweiten Zweiweggleichrichter 116, 117 angelegten Signale um Q90° in der Phase gedreht sind, ist so gewählt, daß sie der Frequenz entspricht, bei welcher das nachgeschaltete Filter anderenfalls beginnen würde, eine unzulängliche Glättung zu erzeugen. Mit dem Amplitudenkorrekturnetz 113, 114 werden die Amplituden der aus den beiden Zweiweggleichrichtern abgeleiteten Ausgangsspannungen einander angeglichen. Die Phasenverschiebungsschaltung für die Dioden 116 und 117 kann noch weiter ausgearbeitet sein, als dies beschrieben wurde, um die erzeugten Phasenverschiebungen weniger abhängig von der Frequenz der zugeführten Signale zu machen. Wie in Fig.4 dargestellt, kann der Gegentaktmodulator 59 (Fig. 2) eine Brückenschaltung von vier Dioden 130, 131, 132, 133 enthalten. Das Trägerfrequenzsignal aus dem Oszillator 60 wird im Gegentakt an die konjugierten Punkte 134 und 135 des Brückenkreises angelegt, und der Abgleich der Brücke wird durch die Kapazität 140 und die Widerstände 141 und 142 eingestellt. Die Kapazitäten 137 und 138 sind Abstimmkapazitäten, und die Kapazitäten 136 und 139 sind Sperrkapazitäten. Das Tonsignal wird aus dem Verstärker 56 über eine Hochfrequenzdrossel 145 eingeführt und einer Verspannung überlagert, die vor Betriebsbeginn so eingestellt ist, daß bei Abwesenheit eines Tonsignals keine Ausgangsspannung zwischen den konjugierten Punkten 143 und 144 auftritt. Nach Betriebsbeginn des Modulators erlaubt das Tonsignal den Durchgang des Trägersignals zur Ausgangsbelastung 146 des Modulators mit einer Größe und einem Vorzeichen, die von Größe und Vorzeichen des Tonfrequenzsignals abhängen. Die Ausgangsbelastung bildet keinen Teil der Erfindung.
  • Bei der beschriebenen Anordnung ist es möglich, daß eine zu schnelle Änderung des Steuersignals die Wellenform der tiefen Töne verzerrt, indem sich das Verstärkungsmaß bereits über eine einzige Periode ändert. Eine solche Verzerrung tritt selbstverständlich bei den höheren Tönen nicht auf. Dieser Effekt läßt sich deshalb durch Aufteilen des Tonsignals in jedem Kanal in zwei oder mehr Frequenzbänder, die in gesonderten verstärkungsgeregelten Verstärkern verstärkt werden, unterdrücken. Die Änderungsgeschwindigkeit für das Steuersignal kann dann beim höheren Tonfrequenzband oder den höheren Tonfrequenzbändern größer gehalten werden.
  • Eine weitere Schwierigkeit kann auftreten, wenn das Steuersignal eine relativ große Bandbreite von beispielsweise bis zu 200 Hz hat, da dann die Seitenbänder in den Verstärkern 61 und 62 als Trägerwellen für die höheren Frequenzen in dem Steuersignal wirken, so daß Teile des Steuersignals in die Tonsignale gelangen und eine Tonverzerrung hervorrufen. Diese Verzerrung kann dadurch vermieden werden, daß die tiefen Töne vor der Modulation in dem Gegentaktmodulator 59 abgeschwächt und danach vor der Wiedereinführung des Trägers in die Verstärker 70 und 71 um einen entsprechenden Betrag wieder verstärkt werden.
  • Das Verfahren, eine Trägerwelle mit einem Tonsignal zu modulieren und die Trägerwelle zu unterdrücken, bevor das Tonsignal nach Maßgabe eines das Verstärkungsmaß steuernden Signals modifiziert wird, ist in seiner Anwendbarkeit nicht auf stereophonische Tonwiedergabegeräte beschränkt, sondern ganz allgemein anwendbar. Es ist sogar dann vorteilhaft, wenn die Bandbreite des Steuersignals auf Frequenzen unterhalb der niedrigsten Frequenz im Tonfrequenzband beschränkt ist. Beispielsweise kann die Bandbreite, ausgedrückt in der Grenzfrequenz, bei welcher das Steuersignal um beispielsweise 6 db fällt, etwa 25 Hz betragen; falls jedoch der Abfall nicht größer als 6 db pro Oktave ist, würde die Amplitude des Steuersignals bei 1600 Hz um 42 db abgesunken und damit ausreichend sein, eine Interferenz innerhalb des Tonfrequenzbereiches zu verursachen. Weiterhin können in den getrennten Kanälen des stereophonischen Tonwiedergabegerätes nach der Erfindung andere Methoden der Steuerung unter Verhinderung einer Tonbildung durch das Steuersignal verwandt werden. Die Erfindung ist auch nicht beschränkt auf die beschriebene spezielle Form des Steuersignals oder des Tonsignals.
  • Die Erfindung wurde beschrieben in der Anwendung auf ein Übertragungssystem, das die Signale mittels Schallplatten überträgt. Es können jedoch auch andere Signalträger, beispielsweise Magnetbänder, verwandt werden, und es ist auch möglich, die Übertragung durch Draht oder Funk zu bewirken. Bei Bändern oder Platten können die Tonsignale und das Steuersignal in getrennten Spuren aufgezeichnet werden. Beispielsweise kann im Fall einer Schallplatte das Tonsignal in Seitenschrift und das Steuersignal in Tiefenschrift aufgezeichnet sein, oder es können andere Arten komplexer Tonspuren verwandt werden. Wenn das Steuersignal auf eine Trägerwelle aufmoduliert wird, bevor die Aufzeichnung auf einem Signalträger oder die Übertragung stattfindet, kann jede gewünschte Modulationsart, beispielsweise Amplitudenmodulation oder Winkelmodulation, vorgenommen werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur stereophonischen Tonübertragung, bei welchem die Töne darstellende Tonfrequenzspannungen über einen gemeinsamen Tonkanal übertragen werden, während in einem Steuerkanal ein Steuersignal, das von dem Amplitudenverhältnis der Tonfrequenzspannungen in zwei mit gesonderten Mikrophonen versehenen Aufnahmekanälen abhängt, übertragen wird und empfängerseitig zum Steuern der relativen Amplituden dient, mit denen die Tonfrequenzspannungen aus dem gemeinsamen Tonkanal in zwei Wiedergabekanäle eingespeist werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal von Hüllkurvensignalen abgeleitet wird, die dem zeitlichen Amplitudenverlauf der Tonfrequenzspannungen in den beiden Aufnahmekanälen derart rasch folgen, daß die Hüllkurvensignale sowohl unterhalb des Tonfrequenzbereiches liegende als auch sich in den unteren Teil des Tonfrequenzbereiches hinein erstreckende Komponenten enthalten, und daß empfängerseitig die Amplituden in den beiden Wiedergabekanälen durch Verstärkungsregelung mittels des Steuersignals in der Weise geregelt werden, daß eine Wiedergabe des Steuersignals bei ausbleibendem Tonsignal verhindert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal eine Bandbreite von etwa 100 Hz besitzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung des Steuersignals der Logarithmus der Summe der Hüllkurvensignale subtrahiert wird von dem Logarithmus eines der Hüllkurvensignale.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Hüllkurvensignal über Gleichrichter abgeleitet wird, welche die Tonfrequenzspannungen öfter als zweimal pro Periode abtasten.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplituden der höherfrequenten Komponenten der Tonfrequenzspannungen, von denen die Hüllkurvensignale abgeleitet werden, gegenüber den Amplituden der Komponenten niedriger Frequenz angehoben werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welchem das Tonsignal und das Steuersignal von gesonderten Mikrophonen oder Mikrophonanordnungen abgeleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Schallweg in der Luft hervorgerufene relative Verzögerungen bei den verschiedenen Mikrophonen oder Mikrophonanordnungen durch elektrische Verzögerungen kompensiert werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem das Tonsignal in mindestens einem der Wiedergabekanäle mit einem Verstärkungsfaktor verstärkt wird, der durch das Steuersignal bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung des Tonsignals mit steuerbarem Verstärkungsfaktor eine Trägerwelle mit dem Tonsignal moduliert wird, wobei die Trägerwelle unterdrückt wird und die entstehenden Seitenbandkomponenten auf einen Frequenzbereich oberhalb des Bereiches des Steuersignals begrenzt werden, worauf die Seitenbandkomponenten in Abhängigkeit vom Steuersignal verstärkt und anschließend nach Wiedereinführung der Trägerwelle demoduliert werden. B. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung mit steuerbarem Verstärkungsfaktor in einem Verstärker mit exponentialer Charakteristik durchgeführt wird, dem das Steuersignal in der Form des Logarithmus der Hüllkurvensignale zugeleitet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 701326; britische Patentschrift Nr. 394 325.
DEE14782A 1956-10-13 1957-10-11 Verfahren zur stereophonischen Tonuebertragung Pending DE1119917B (de)

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GB1119917X 1956-10-13

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