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DE1116729B - Stereophonisches Tonuebertragungssystem - Google Patents

Stereophonisches Tonuebertragungssystem

Info

Publication number
DE1116729B
DE1116729B DEE18155A DEE0018155A DE1116729B DE 1116729 B DE1116729 B DE 1116729B DE E18155 A DEE18155 A DE E18155A DE E0018155 A DEE0018155 A DE E0018155A DE 1116729 B DE1116729 B DE 1116729B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
transmission system
signals
signal
sound transmission
pulse
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE18155A
Other languages
English (en)
Inventor
William Spencer Percival
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EMI Ltd
Original Assignee
EMI Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EMI Ltd filed Critical EMI Ltd
Publication of DE1116729B publication Critical patent/DE1116729B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04SSTEREOPHONIC SYSTEMS 
    • H04S1/00Two-channel systems
    • H04S1/002Non-adaptive circuits, e.g. manually adjustable or static, for enhancing the sound image or the spatial distribution

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Stereophonic System (AREA)

Description

  • Stereophonisches Tonübertragungssystem Die Erfiridung bezieht sich auf ein stereophonisches Tonübertragungssystem mit einem gemeinsamen übertragungskanal für die Tonsignale und mit einem Steuerkanal, in welchem ein vom Verhältnis der Amplituden der Tonfrequenzspannungen in zwei Aufnahmekanälen abhängiges Steuersignal übertragen wird, das empfangsseitig die Amplituden der Tonfrequenzspannungen in zwei den Aufnahmekanälen entsprechenden, vom gemeinsamen übertragungskanal gespeisten Wiedergabekanälen steuern kann.
  • Wenn den beiden derart gesteuerten Wiedergabekanälen gesonderte, räumlich voneinander getrennte Lautsprecher oder Lautsprechergruppen zugeordnet sind, vermag ein solches System einem Hörer einen Eindruck von der relativen Stellung oder Richtung einer wiedergegebenen Tonquelle zu vermitteln. Dieses bekannte stereophonische Tonäbertragungssystern erfüllt jedoch nicht die Forderung, daß bei schmalem Frequenzband für die Steuersignale der stereophonische Effekt realistisch genug ist und auch einen Eindruck von mehreren im Abstand voneinander befindlichen, aber praktisch gleichzeitig tönenden Tonquellen vermitteln kann. Mit der Erfindung soll das bekannte System hinsichtlich dieser wünschenswerten Eigenschaften verbessert werden.
  • Die Erfindung sieht vor, daß aus den beiden Aufnahmekanälen jeweils Tonfrequenzspannungen in mehreren unterschiedlichen Teilfrequenzbändem abgezweigt und aus diesen Teilfrequenzbändem gesonderte Hüllkurven zur Bildung des Steuersignals abgeleitet werden, in denen Einschwingvorgänge der aufgenommenen Töne hervorgehoben sind.
  • Vorzugsweise sind für die Tonfrequenzspannungen in den Teilfrequenzbändem jeweils Gleichrichter und Filter vorgesehen, durch welche die höheren Frequenzen in der Ausgangsspannung des Gleichrichters zur Erzeugung von Impulsen in Abhängigkeit von Einschwingvorgängen betont werden, und den Filtern sind Einrichtungen zur Impulsverlängerung nachgeschaltet, durch welche die in Abhängigkeit von den Einschwingvorgängen erzeugten Impulse ohne wesentliche Beeinflussung der Lage der Impulsvorderflanke verlängert werden. Zweckmäßig heben die die Einschwingvorgänge betonenden Filter Anstiegsflanken stärker hervor als abfallende Flanken.
  • Für jeden Aufnahmekanal können die aus den Teilfrequenzbändem abgeleiteten Hüllkurvensignale zu einem zusammengesetzten Hüllkurvensignal - bei dem gegebenenfalls nochmals Einschwingvorgänge hervorgehoben werden - vereinigt werden, und es kann aus den Tonfrequenzspannungen eines jeden Aufnahmekanals weiterhin ein die gesamte Frequenzbreite erfassendes Hüllkurvensigaal abgeleitet werden, das über eine Addierstufe zu dem zusammengesetzten Hüllkurvensignal des betreffenden Aufnahmekanals zur Bildung eines resultierenden Hüllkurvensignals hinzugefügt wird. Das Steuersignal kann dabei als Funktion des Amplitudenverhältnisses der resultierenden Hüllkurvensignale in beiden Aufnahmekanälen erhalten werden.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß der Richtungssinn von Tonwellen vorwiegend mit Einschwingvorgängen, d. h. raschen Amphtudenänderungen, verbunden ist. Insbesondere wurde gefunden, daß für irgendeinen bestimmten einzelnen Ton der Richtungssinn primär mit dem anfänglichen Einschwingvorgang zusammenhängt, obgleich in dem gleichen Ton weitere anschließende Einschwingvorgänge, z. B. Schwebungen, Vibrationen usw., vorhanden sein können. Wenn nun - wie im vorliegenden Fall - Einrichtungen zur Erzeugung von Impulsen in Abhängigkeit von den Einschwinvorgängen und Einrichtungen zur Verlängerung dieser Impulse vorgesehen sind, erfährt nur der erste Einschwingvorgang in einer Serie von Einschwingvorgängen, die in einem mit der Zeitkonstante der Impulsverlängerungseinrichtungen vergleichbaren Intervall liegen, eine volle Hervorhebung, während die folgenden Einschwingvorgänge in der Serie nicht oder nur gering hervorgehoben werden. Dieses unterstützt den bei der Wiedergabe entstehenden stereophonischen Effekt insoweit, als die folgenden Einschwingvorgänge des betreffenden Tones in dem Steuersignal keine Betonung mehr erhalten. Jedoch kann es möglich sein, daß ein anderer, von einer anderen Quelle stammender Ton auftritt, z. B. von einem anderen Instrument eines Orchesters, und daß dieser Ton einen ersten Einschwingvorgang besitzt, der in das obenerwähnte Intervall fällt. Ohne Sicherungsmaßnahmen für das Gegenteil könnten die Impulsverlängerungseinrichtungen die ausreichende Hervorhebung des anfänglichen Einschwingvorganges des anderen Tones herabmindern oder hindern. Da je- doch nach dem Vorschlag der Erfindung aus jedem Aufnahmekanal mehrere unterschiedliche Teilfrequenzbänder abgezweigt und aus diesen Teilfrequenzbändern gesonderte Hüllkurven mit individuell hervorgehobenen Einschwingvorgängen zur Bildung des Steuersignals abgeleitet werden, ist die Möglichkeit, einem solchen neuen Ton eine ausreichende Richtungsbetonung zu verleihen, proportional der Anzahl der vorhandenen Teilfrequenzbänder erhöht, da der neue Ton mit entsprechend erhöhter Wahrscheinlichkeit eine von einem anderen Teilfrequenzband erfaßte Frequenz (oder Frequenzspektrum) besitzt als der zuerst vorhandene Ton. Auf diese Weise gestattet die Erfindung eine Beschränkung der Hervorhebung von Einschwingvorgängen nur auf den ersten Einschwingvorgang eines bestimmten Tones bei gleichzeitiger Hervorhebung der ersten Einschwingvorgänge verschiedener sich überlappender Töne.
  • Ein Beispiel der Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen ausführlich erläutert, und zwar zeigt Fig. 1 in Blockforin ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen stereophonischen Tonübertragungssystems und Fig. 2 ein Detail der Fig. 1.
  • Zwei Richtmikrophone 1 und 2, die in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sein können und deren Achsen maximaler Empfindlichkeit im rechten Winkel zueinander in einer Horizontalebene und ungefähr unter 451 zur Mittelebene des Auditoriums angeordnet sind, nehmen Töne von einer oder mehreren Quellen auf. Die von diesen Mikrophonen 1 und 2 kommenden Richtungssignale sollen als »Rechtes Signal YR« bzw. »Linkes Signal VL« bezeichnet werden. Sie gelangen nach Verstärkung in Vorverstärkern 3 bzw. 4 zu Klang- und Volumensteuerkreisen 5 bzw. 6. Die Ausgangssignale VL und VR der Kreise 5 bzw. 6 werden jeweils über weitere mit Verstärkungsregelung versehene Verstärker 7 bzw. 8 geleitet und dann in einem Verstärker 9 zueinander addiert sowie in einem Verstärker 10 voneinander subtrahiert, wobei Summen- und Differenzsignale (VL+VR) bzw. (VL-VR) entstehen. Diese Summen- und Differenzsignale laufen getrennt weiter zu Netzwerken 11 bzw. 12, die eine relative Phasenverschiebung von 901 zwischen entsprechenden Komponenten der jeweiligen Signale über den vollen Frequenzbereich der Signale bewirken. Der Ausgang der Netzwerke 11 und 12 wird schließlich in einem Verstärker 13 addiert, wobei ein zusammengesetztes Ausgangssignal entsteht, welches mit VA bezeichnet sei. Das Signal V,1 ist ein Audiofrequenzsignal, welches der Wellenform der von den Mikrophonen 1 und 2 aufgenommenen Töne entspricht. Es ist nicht nur in Verbindung mit einem Steuersignal für stereophonische Wiedergabe geeignet, sondern läßt auch monophonische Wiedergabe in üblichen Tonwiedergabevorrichtungen zu. Ein den zu übertragenden Tönen entsprechendes Audiofrequenzsignal kann jedoch auch auf andere Weise gebildet werden, z. B. direkt als Summe der Signale VL und Vg oder mittels einer oder mehrerer gesonderter Mikrophone.
  • Die Signale VL und VR aus den Klang- und Volumensteuerkreisen 5 und 6 werden weiterhin noch jeweils einem Zwischennetz zur Bildung von modifizierten HüRkurvensignalen V#' und V," zugeführt. Das dem Signal VR zugeordnete Netz ist gleich dem Netz für das Signal VL, und daher wird die Beschreibung auf das Netz für das Signal VL beschränkt. Dieses Netz enthält ein Hochpaßfilter 14 sowie ein Tiefpaßfilte,r 15, die jeweils Frequenzen oberhalb bzw. unterhalb ungefähr 1000 Hz durchlassen. Die von dem Hochpaßfilter 14 durchgelassenen Signalkomponenten werden dann parallel in fünf schmalbandige Kanäle eingeleitet. Da alle fünf Kanäle gleich aufgebaut sind, braucht nur der erste dieser Kanäle genauer beschrieben zu werden. Er enthält einen Filterverstärker 16, der ein schmales, auf 1300-liz zentriertes Frequenzband durchläßt, und zwar zu einem Gleichrichter 17. Dieser Gleichrichter erzeugt die Hüllkurven der von dem Filter 16 durchgelassenen Frequenzkomponenten. Der Ausgang des Gleichrichters wird weiterhin einem Filter 18, das Audiokomponenten im Hüllkurvensignal entfernt, und daraufhin über einen Kathodenverstärker 19 einem Filter 20 zugeführt. Das Filter 20 ist so ausgelegt, daß die höherfrequenten Komponenten des vom Kathodenverstärker hergeleiteten Hüllkurvensignals hervorgehoben werden. Derartige Komponenten entsprechen Einschwingvorgängen in dem ursprünglichen Ton. Folglich wird in dem Ausgang des Filters 20 jedesmal dann ein hnpuls erzeugt, wenn im Originalton ein Einschwingvorgang vorhanden ist. Der Aufbau des Filters 20 wird weiter unten ausführlich beschrieben. Der Ausgang des Filters 20 wird über einen Impulsverlängerungskreis 21 geleitet, der die Impulse im Ausgang des Filters 20 streckt, wobei die Zeitkonstante dieses Kreises in der Größenordnung von 100 ms liegt.
  • Wie oben erwähnt, besitzen die anderen schmalbandigen Kanäle, denen ebenfalls die Signale von dem Hochpaßfilter 14 zugeleitet werden, den gleichen Aufbau wie der beschriebene Kanal. Der einzige Unterschied zwischen den Kanälen liegt im Durchlaßbereich der die erste Stufe bildenden Filter. Während der beschriebene Kanal ein auf 1300 Hz zentriertes schmales Band durchläßt, lassen die weiteren Kanäle schmale Frequenzbänder durch, die auf 2050, 3500, 6000 bzw. 9300 Hz zentriert sind. Die in den einzelnen Kanälen erzeugten Hüllkurvensignale werden nach der beschriebenen Hervorhebung der Ein' schwingvorgänge dann über eine Serie von Summierwiderständen 22 bis 26 einem Verstärker 27 zugeführt.
  • Der Ausgang des Tiefpaßfilters 15 läuft über einen Verstärker 28 und weiter zu einem Modulator 29 mit unterdrücktem Träger, der von einem Oszillator 29 A eine Trägerschwingung von beispielsweise 5000 Hz empfängt. Der Ausgang des Modulators 29 wird einem Filterverstärker 30 zugeführt, der das in dem Modulator 29 erzeugte obere Seitenband unterdrückt. Da der Träger bereits in dem Modulator unterdrückt war, bleibt nur das untere Seitenband übrig. Dieses untere Seitenband wird dann an eine Serie weiterer schmalbandiger Kanäle angelegt, die den dem Tiefpaßfilter 14 nachgeschalteten Kanälen ähnlich sind. Nur einer dieser weiteren Kanäle ist dargestellt. Er enthält einen Filterverstärker 31, der nur ein verhältnismäßig schmales, auf (5000 - 62) Hz zentriertes Frequenzband verstärkt. Der Ausgang des Kreises 31 läuft über einen Gleichrichter 32, an den sich ein Glättungsfilter 33 anschließt. Das hinter dem Filter 33 erscheinende Signal stellt das Hüllkurvensignal für diejenigen Seitenbandkomponenten dar, die sich im Ausgang des Verstärkers 31 befinden, d. h. das Hüllkurvensignal für einen schmalbandigen, auf 62 Hz zentrierten Frequenzbereich. Der Modulator 29 transportiert die in Frage stehenden Audiofrequenzkomponenten auf einen verhältnismäßig hohen Frequenzbereich und vereinfacht damit das Problem der Entfernung von Audiokomponenten aus dem gewünschten Hilfskurvensignal vermittels des Filters 33. Es ist ohne weiteres möglich, ein Filter zu schaffen, welches Frequenzen in der Größenordnung von 5000 Hz von denjenigen Frequenzkomponenten abtrennt, die das Hüllkurvensignal darstellen, während dies nicht möglich ist, wenn die Audiokomponenten in ihrem ursprünglichen, auf 62 Hz zentrierten Frequenzbereich geblieben wären. Das aus dem Filter 33 abgeleitete Hüllkurvensignal läuft weiter zu einem Kathodenverstärker 34, sodann zu einem Einschwingvorgänge hervorhebenden Filter 35 und schließlich zu einem Impulsverlängerungskreis 36. Die Schaltungsteile 33 bis 36 sind jeweils den weiter oben beschriebenen Schaltungsteilen 19, 20 und 21 ähnlich.
  • Die anderen schmalbandigen Kanäle, denen die Signale von dem Tiefpaßfilter 15 über die Schaltungsteile 28, 29 und 30 zugeleitet werden, sind dem soweit beschriebenen Kanal in ihrem Aufbau ähnlich, jedoch sind die als erste Stufe vorgesehenen Filterverstärker zur Verstärkung von Komponenten in gesonderten, auf jeweils (5000 - 120) Hz, (5000 -330) Hz, (5000-500) Hz, (5000-700) Hz bzw. (5000 - 940) Hz zentrierten Frequenzbändern ausgelegt. Die Frequenzen 62,120,330 ... 940 Hz liegen mit im wesentlichen linearem Abstand auf einer logarithmischen Skala. Die Hüllkurvensignale aus allen von dem Tiefpaßfilter 15 gespeisten schmalbandigen Kanälen werden über Summierwiderstände 37 bis 42 ebenfalls dem obenerwähnten Verstärker 27 zugeführt.
  • Der Ausgang des Verstärkers 27 wird an ein weiteres Filter 43 zur Hervorhebung von Einschwingvorgängen angelegt, das von gleichem Aufbau ist wie die Filter 20 und 35 und die entsprechenden Filter in den übrigen schmalbandigen Kanälen. Dem Filter 43 nachgeschaltet ist ein Impulsverlängerungskreis 44, der den Kreisen 21 36 usw. ähnlich ist, aber eine kürzere Zeitkonstante, z. B. in der Größenordnung von 35 ms, hat und dessen Ausgang über einen Widerstand 45 an einem Verstärker 46 liegt.
  • Neben den Filtern 14 und 15 wird das vom Klang-und Volumensteuerkreis 5 abgenommene Signal VL noch einem Verstärker 47 zugeführt, der eine Verstärkung des Signals VL im gesamten Frequenzbereich durchführt. Der Ausgang des Verstärkers 47 läuft über Gleichrichter 48 und danach über ein Filter 49. Gleichrichter 48 und Filter 49 erzeugen die Hüllkurve des Signals VL, und diese Hüllkurve wird in gewünschten Anteilen über einen Widerstand 50 dem Ausgang des Kreises 44 vor dem Eingang des Verstärkers 46 zugespeist. Die Widerstände 45 und 50 können z. B. so bemessen sein, daß sie die Ausgänge des Kreises 44 und des Filters 49 in einem Verhältnis von 10: 1 kombinieren. Der Ausgang des Verstärkers 46 ist das gewünschte modifizierte Signal. Dieses wird einer Verschlüsselungsschaltung 51 zugeführt, und zwar zusammen mit dem entsprechenden Signal V", welches durch analoge Behandlung des Richtungssignals VR entsteht. Die Zwischennetze zur Bildung der modifizierten Signale V," und V" können so ausgestaltet sein, daß die Frequenzen dieser Signale auf das Band von 0 bis 100 Hz begrenzt sind.
  • Die Verschlüsselungsschaltung erzeugt das Steuersignal in Form einer Funktion des Verhältnisses von K' " und V,". Diese Funktion kann durch den Ausdruck (der in Fig. 1 angegeben ist) oder durch den Logarithmus dieses Ausdrucks dargestellt sein. Die Konstruktion der Verschlüsselungsschaltung, die an anderer Stelle beschrieben ist, bildet jedoch keinen Teil der vorliegenden Erfindung und soll daher hier nicht weiter erläutert werden.
  • Das Steuersignal kann zusammen mit dem obenerwähnten Audiosignal V,1 über einen drahtlosen Sender - unter Vorsorge für eine Trennbarkeit der beiden Signalkanäle voneinander - in der üblichen Weise gesendet werden. Zum Beispiel kann das Steuersignal als Amplituden-, Phasen oder Frequenzmodulation auf einen Subträger aufmoduliert werden, der seinerseits zur Modulation der Trägerwelle für das Audiofrequenzsignal herangezogen wird und empfängerseitig wieder abtrennbar ist. Alternativ können die Signale auch auf einem Aufzeichnungsträger (Platte oder Band) festgehalten und übertragen werden, wobei natürlich ebenfalls für eine geeignete Trennbarkeit der beiden Signalkanäle zu sorgen ist.
  • In dem Aufbau der beschriebenen Zwischennetze können Änderungen vorgenommen werden. Zum Beispiel kann vor den Filtern 14 und 15 und dem Verstärker 47 ein Filter lieg .,en, das einen linear mit der Frequenz ansteigenden Ausgang liefert, so daß Töne hoher Frequenz in den Richtungssignalen VL und VR relativ zu den Tönen niedriger Frequenz hervorgehoben werden. Derartige Filter können aber auch hinter einem oder beiden der Filter 14 und 15 oder in einzelnen der schmalbandigen Kanäle, die von diesen Filtern gespeist werden, angeordnet sein. überdies kann die Anzahl der vorhandenen schmalbandigen Kanäle von der beschriebenen Anzahl verschieden sein.
  • Fig. zeigt eines der in Fig. 1 dargestellten Filter zur Hervorhebung von Eiuschwingvorgängen zusammen mit dem dazugehörigen Impulsverlängerungskreis, beispielsweise das Filter 20 mit dem Kreis 21. Das Filter 20 enthält einen Kondensator 60 und einen Widerstand 61, welch letzterer durch eine Diode 62 überbrückt ist. Der Kondensator 60 und der Widerstand 61 liegen zwischen den Eingangsklemmen 63 der Anordnung in Serie, und der Filterausgang wird über den Widerstand 61 abgenommen und einem Kathodenverstärker 64 zugeführt. Die Diode 62 kann eine KristaUdiode sein, sie ist so angeordnet, daß sie das Filter im wesentlichen nur für ansteigende Einschwingvorgänge empfindlich macht. Bei einem abfallenden Einschwingvorgang leitet die Diode 62, erzeugt also eine wesentliche Dämpfung. Der Impulsverlängerungskreis 21, der von dem Kathodenverstärker 64 gespeist wird, enthält zwei in Serie geschaltete Widerstände 65 und 66 und einen Kondensator 67. Die Widerstände 65 und 66 sind einzeln durch Dioden 68 bzw. 69 überbrückt.
  • .,enden Einschwing-Bei Auftreten eines ansteig vorganges wird dem Impulsverlängerungskreis ein Impuls verhältnismäßig großer Amplitude aus dem Filter zugeführt. Der Kondensator 67 wird wegen der beiden Dioden 68, 69 sehr schnell aufgeladen (fast bis auf die Amplitude des Impulses). Nach Beendigung des Impulses sinkt die Ladung des Kondensators nur verhältnismäßig langsam über die beiden Widerstände 65 und 66 ab, so daß eine Streckung des Impulses an den Ausgangsklemmen 70 auftritt. Wenn daher eine Serie von Einschwingvorgängen innerhalb eines Intervalls auftritt, welches mit der Zeitkonstante des Kreises 21 vergleichbar ist, besteht das Ausgangssignal an den Klemmen 70 aus einem gestreckten Impuls, dessen Vorderflanke dem ersten Einschwingvorgang in der Serie entspricht, aber es weist keine weiteren einzelnen, den nachfolgenden Einschwingvorgängen in der Serie entsprechenden Impulse mehr auf.
  • In einer praktischen Ausführungsform der Erfindung besitzt der Kondensator 60 eine Kapazität von 0,2 #tF und der Widerstand 61 einen Wert von 75 000 Ohm. Dadurch wird die Zeitkonstante des Filters (wenn der Gleichrichter 62 nicht leitet) gleich 15 ins. In dem vorliegenden Beispiel sind die Zeitkonstanten aller Filter zur Hervorhebung von Einschwingvorgängen (einschließlich des Filters 43) gleich. Weiterhin besitzt die Zeitkonstante des aus den Widerständen 65 und 66 und dem Kondensator 67 bestehenden Gliedes den Wert 100 ins bei den Impulsverlängerungskreisen 21 und 36 und den entsprechenden Kreisen in den anderen schmalbandigen Kanälen. Die Zeitkonstante des Impulsverlängerungskreises 44 in dem gemeinsamen Ausgangskanal für die schmalbandigen Kanäle beträgt jedoch 35 ins. Die Zeitkonstanten können natürlich eingestellt werden, um eine optimale Richtungsempfindung für irgendeinen bestimmten Fall zu bekommen, und für manche Fälle können die Zeitkonstanten der Filter zur Hervorhebung der Einschwingvorgänge und der Impulsverlängerungskreise in verschiedenen schmalbandigen Kanälen in Abhängigkeit von den Frequenzen justiert werden, die von den einzelnen Kanälen übertragen werden; z. B. können kürzere Zeitkonstanten für diejenigen Filter und/oder Impulsverlängerungskreise verwendet werden, die sich hier in den schmalbandigen Kanälen für hohe Frequenz befinden.
  • Die Wiedergabevorrichtung zur Erzeugung einer stereophonischen Tonwiedergabe in Abhängigkeit von dem z. B. in der vorangehend beschriebenen Vorrichtung erzeugten Steuersignal und Audiofrequenzsignal enthält beispielsweise zwei gesonderte, als Ainker« und »rechter« Lautsprecher bezeichnete Lautsprecher und zusätzlich zu der üblichen Empfängerschaltung noch Einrichtungen, um das Audiofrequenzsignal und das Steuersignal voneinander zu trennen und durch ein eine Multiplikation einschließendes Verfahren zwei Audiosignale zu erzeugen, die jeweils proportional sind: Diese beiden Audiofrequenzsignale werden dann jeweils dem linken bzw. rechten Lautsprecher zugeführt, so daß sich eine stereophonische Wiedergabe ergibt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Form der Wiedergabe beschränkt, ebensowenig wie auf ein Steuersignal, das die oben angegebene spezifische Form besitzt. Nach einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung können gesonderte Teilsteuersignale erzeugt werden für jedes der schmalen Frequenzbänder, in die die Richtungssignale VL und VR aufgeteilt sind. Jedes derartige Teilsteuersignal kann z. B. die Form haben, wobei v das in dem gerade betrachteten schmalen Frequenzband abgenommene modifizierte Signal darstellen soll. In diesem Fall können die Teilsteuersignale so übertragen werden, daß ihre individuelle Identität aufrechterhalten bleibt. Eine Tonwiedergabevorrichtung zum Empfang einer Sendung, die derartige Teilsteuersignale enthält, kann dann Filtereinrichtungen enthalten, die das Audiofrequenzsignal VA in schmale Frequenzbänder entsprechend den einzelnen Teilsteuersignalen zerlegen. Für jedes schmale Frequenzband werden dabei zwei »Teilaudiofrequenzsignale« erzeugt, und die dem einen Lautsprecher zugeordneten Signale sämtlicher schmalen Frequenzbänder werden zusammengefügt und diesem Lautsprecher zugeführt, während die entsprechenden Signale für den anderen Lautsprecher in einer analogen Weise behandelt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE. 1. Stereophonisches Tonübertragungssystem mit einem gemeinsamen Übertragungskanal für die Tonsignale und mit einem Steuerkanal, in welchem ein vom Verhältnis der Amplituden der Tonfrequenzspannungen in zwei Aufnahmekanälen abhängiges Steuersignal übertragen wird, das empfangsseitig die Amplituden der Tonfrequenzspannungen in zwei den Aufnahmekanälen entsprechenden, vom gemeinsamen übertragungskanal gespeisten Wiedergabekanälen steuern kann, dadurch gekennzeichnet, daß aus den beiden Aufnahmekanälen jeweils Tonfrequenzspannungen in mehreren unterschiedlichen Teilfrequenzbändern abgezweigt und aus diesen Teilfrequenzbändern gesonderte Hüllkurven zur Bildung des Steuersignalls abgelehei werden, in denen Einschwingvorgänge der aufgenommenen Töne hervorgehoben sind.
  2. 2. Tonlibertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Tonfrequenzspannungen in den Teilfrequenzbändern jeweils Gleichrichter und Filter vorgesehen sind, durch welche die höheren Frequenzen in der Ausgangsspannung des Gleichrichters zur Erzeugung von Impulsen in Abhängigkeit von Einschwingvorgängen betont werden. 3. Tonübertragungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Einschwingvorgänge betonenden Filter Anstiegsflanken stärker hervorheben als abfallende Flanken. 4. Tonübertragungssystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zur Impulsverlängerung vorgesehen sind, durch welche die in Abhängigkeit von den Einschwingvorgängen erzeugten Impulse ohne wesentliche Beeinflussung der Lage der Impulsvorderflanke verJängert werden. 5. Tonübertragungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Aufnahmekanal die aus den Teilfrequenzbändern abgeleiteten Hüllkurvensignale zu einem zusammengesetzten Hüllkurvensignal vereinigt werden. 6. Tonübertragungssystem nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Betonen der höheren Frequenzen in jedem der zusammengesetzten Hüllkurvensignale zur Erzeugung von Impulsen in Abhängigkeit von in den zusammengesetzten Signalen enthaltenen Einschwingvorgängen und durch Einrichtungen zur Impulsverlängerung, durch welche die derart erzeugten Impulse ohne wesentliche Beeinflussung der Lage der Impulsvorderflanke verlängert werden. 7. Tonübertragungssystem nach Anspruch 4, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die den Filtern für die gleichgerichteten Teilfrequenzbänder nachgeschalteten Einrichtungen zur Impulsverlängerung eine beträchtlich größere Impulsverlängerung bewirken als die für die Beeinflussung der zusammengesetzten Hüllkurvensignale vorgesehenen Impulsverlängerungseinrichtungen. 8. Tonübertragungssystern nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß aus den Tonfrequenzspannungen eines jeden Aufnahmekanals mittels Gleichrichter ein Hüllkurvensignal abgeleitet und dieses Hüllkurvensignal über eine Addierstafe zu dem zusammengesetzten Hüllkurvensignal des betreffenden Aufnahmekanals zurBildung eines resultierendenHüllkurvensignals hinzugefügt wird und daß das Steuersignal als Funktion des Amphtudenverhältnisses dieser beiden resultierenden Hüllkurvensignale erhalten wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 701326.
DEE18155A 1958-08-26 1959-08-26 Stereophonisches Tonuebertragungssystem Pending DE1116729B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE701326C (de) * 1934-02-09 1941-01-14 Rca Corp Verfahren zur pseudostereophonen Schallwiedergabe

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