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Stereophonisches Tonübertragungssystem Die Erfiridung bezieht sich
auf ein stereophonisches Tonübertragungssystem mit einem gemeinsamen übertragungskanal
für die Tonsignale und mit einem Steuerkanal, in welchem ein vom Verhältnis der
Amplituden der Tonfrequenzspannungen in zwei Aufnahmekanälen abhängiges Steuersignal
übertragen wird, das empfangsseitig die Amplituden der Tonfrequenzspannungen in
zwei den Aufnahmekanälen entsprechenden, vom gemeinsamen übertragungskanal gespeisten
Wiedergabekanälen steuern kann.
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Wenn den beiden derart gesteuerten Wiedergabekanälen gesonderte, räumlich
voneinander getrennte Lautsprecher oder Lautsprechergruppen zugeordnet sind, vermag
ein solches System einem Hörer einen Eindruck von der relativen Stellung oder Richtung
einer wiedergegebenen Tonquelle zu vermitteln. Dieses bekannte stereophonische Tonäbertragungssystern
erfüllt jedoch nicht die Forderung, daß bei schmalem Frequenzband für die Steuersignale
der stereophonische Effekt realistisch genug ist und auch einen Eindruck von mehreren
im Abstand voneinander befindlichen, aber praktisch gleichzeitig tönenden Tonquellen
vermitteln kann. Mit der Erfindung soll das bekannte System hinsichtlich dieser
wünschenswerten Eigenschaften verbessert werden.
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Die Erfindung sieht vor, daß aus den beiden Aufnahmekanälen jeweils
Tonfrequenzspannungen in mehreren unterschiedlichen Teilfrequenzbändem abgezweigt
und aus diesen Teilfrequenzbändem gesonderte Hüllkurven zur Bildung des Steuersignals
abgeleitet werden, in denen Einschwingvorgänge der aufgenommenen Töne hervorgehoben
sind.
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Vorzugsweise sind für die Tonfrequenzspannungen in den Teilfrequenzbändem
jeweils Gleichrichter und Filter vorgesehen, durch welche die höheren Frequenzen
in der Ausgangsspannung des Gleichrichters zur Erzeugung von Impulsen in Abhängigkeit
von Einschwingvorgängen betont werden, und den Filtern sind Einrichtungen zur Impulsverlängerung
nachgeschaltet, durch welche die in Abhängigkeit von den Einschwingvorgängen erzeugten
Impulse ohne wesentliche Beeinflussung der Lage der Impulsvorderflanke verlängert
werden. Zweckmäßig heben die die Einschwingvorgänge betonenden Filter Anstiegsflanken
stärker hervor als abfallende Flanken.
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Für jeden Aufnahmekanal können die aus den Teilfrequenzbändem abgeleiteten
Hüllkurvensignale zu einem zusammengesetzten Hüllkurvensignal - bei dem gegebenenfalls
nochmals Einschwingvorgänge hervorgehoben werden - vereinigt werden, und
es kann aus den Tonfrequenzspannungen eines jeden Aufnahmekanals weiterhin ein die
gesamte Frequenzbreite erfassendes Hüllkurvensigaal abgeleitet werden, das über
eine Addierstufe zu dem zusammengesetzten Hüllkurvensignal des betreffenden Aufnahmekanals
zur Bildung eines resultierenden Hüllkurvensignals hinzugefügt wird. Das Steuersignal
kann dabei als Funktion des Amplitudenverhältnisses der resultierenden Hüllkurvensignale
in beiden Aufnahmekanälen erhalten werden.
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Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß der Richtungssinn
von Tonwellen vorwiegend mit Einschwingvorgängen, d. h. raschen Amphtudenänderungen,
verbunden ist. Insbesondere wurde gefunden, daß für irgendeinen bestimmten einzelnen
Ton der Richtungssinn primär mit dem anfänglichen Einschwingvorgang zusammenhängt,
obgleich in dem gleichen Ton weitere anschließende Einschwingvorgänge, z. B. Schwebungen,
Vibrationen usw., vorhanden sein können. Wenn nun - wie im vorliegenden Fall
- Einrichtungen zur Erzeugung von Impulsen in Abhängigkeit von den Einschwinvorgängen
und Einrichtungen zur Verlängerung dieser Impulse vorgesehen sind, erfährt nur der
erste Einschwingvorgang in einer Serie von Einschwingvorgängen, die in einem mit
der Zeitkonstante der Impulsverlängerungseinrichtungen vergleichbaren Intervall
liegen,
eine volle Hervorhebung, während die folgenden Einschwingvorgänge in der Serie nicht
oder nur gering hervorgehoben werden. Dieses unterstützt den bei der Wiedergabe
entstehenden stereophonischen Effekt insoweit, als die folgenden Einschwingvorgänge
des betreffenden Tones in dem Steuersignal keine Betonung mehr erhalten. Jedoch
kann es möglich sein, daß ein anderer, von einer anderen Quelle stammender Ton auftritt,
z. B. von einem anderen Instrument eines Orchesters, und daß dieser Ton einen ersten
Einschwingvorgang besitzt, der in das obenerwähnte Intervall fällt. Ohne Sicherungsmaßnahmen
für das Gegenteil könnten die Impulsverlängerungseinrichtungen die ausreichende
Hervorhebung des anfänglichen Einschwingvorganges des anderen Tones herabmindern
oder hindern. Da je-
doch nach dem Vorschlag der Erfindung aus jedem Aufnahmekanal
mehrere unterschiedliche Teilfrequenzbänder abgezweigt und aus diesen Teilfrequenzbändern
gesonderte Hüllkurven mit individuell hervorgehobenen Einschwingvorgängen zur Bildung
des Steuersignals abgeleitet werden, ist die Möglichkeit, einem solchen neuen Ton
eine ausreichende Richtungsbetonung zu verleihen, proportional der Anzahl der vorhandenen
Teilfrequenzbänder erhöht, da der neue Ton mit entsprechend erhöhter Wahrscheinlichkeit
eine von einem anderen Teilfrequenzband erfaßte Frequenz (oder Frequenzspektrum)
besitzt als der zuerst vorhandene Ton. Auf diese Weise gestattet die Erfindung eine
Beschränkung der Hervorhebung von Einschwingvorgängen nur auf den ersten Einschwingvorgang
eines bestimmten Tones bei gleichzeitiger Hervorhebung der ersten Einschwingvorgänge
verschiedener sich überlappender Töne.
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Ein Beispiel der Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen
ausführlich erläutert, und zwar zeigt Fig. 1 in Blockforin ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen stereophonischen Tonübertragungssystems und Fig. 2 ein Detail
der Fig. 1.
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Zwei Richtmikrophone 1 und 2, die in einem gemeinsamen Gehäuse
untergebracht sein können und deren Achsen maximaler Empfindlichkeit im rechten
Winkel zueinander in einer Horizontalebene und ungefähr unter 451 zur Mittelebene
des Auditoriums angeordnet sind, nehmen Töne von einer oder mehreren Quellen auf.
Die von diesen Mikrophonen 1 und 2 kommenden Richtungssignale sollen als
»Rechtes Signal YR« bzw. »Linkes Signal VL« bezeichnet werden. Sie gelangen nach
Verstärkung in Vorverstärkern 3 bzw. 4 zu Klang- und Volumensteuerkreisen
5 bzw. 6. Die Ausgangssignale VL und VR der Kreise 5 bzw.
6 werden jeweils über weitere mit Verstärkungsregelung versehene Verstärker
7
bzw. 8 geleitet und dann in einem Verstärker 9 zueinander
addiert sowie in einem Verstärker 10 voneinander subtrahiert, wobei Summen-
und Differenzsignale (VL+VR) bzw. (VL-VR) entstehen. Diese Summen- und Differenzsignale
laufen getrennt weiter zu Netzwerken 11 bzw. 12, die eine relative Phasenverschiebung
von 901 zwischen entsprechenden Komponenten der jeweiligen Signale über den
vollen Frequenzbereich der Signale bewirken. Der Ausgang der Netzwerke
11 und 12 wird schließlich in einem Verstärker 13 addiert, wobei ein
zusammengesetztes Ausgangssignal entsteht, welches mit VA bezeichnet sei. Das Signal
V,1 ist ein Audiofrequenzsignal, welches der Wellenform der von den Mikrophonen
1 und 2 aufgenommenen Töne entspricht. Es ist nicht nur in Verbindung mit
einem Steuersignal für stereophonische Wiedergabe geeignet, sondern läßt auch monophonische
Wiedergabe in üblichen Tonwiedergabevorrichtungen zu. Ein den zu übertragenden Tönen
entsprechendes Audiofrequenzsignal kann jedoch auch auf andere Weise gebildet werden,
z. B. direkt als Summe der Signale VL und Vg oder mittels einer oder mehrerer gesonderter
Mikrophone.
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Die Signale VL und VR aus den Klang- und Volumensteuerkreisen
5 und 6 werden weiterhin noch jeweils einem Zwischennetz zur Bildung
von modifizierten HüRkurvensignalen V#' und V," zugeführt. Das dem Signal VR zugeordnete
Netz ist gleich dem Netz für das Signal VL, und daher wird die Beschreibung auf
das Netz für das Signal VL beschränkt. Dieses Netz enthält ein Hochpaßfilter 14
sowie ein Tiefpaßfilte,r 15, die jeweils Frequenzen oberhalb bzw. unterhalb
ungefähr 1000 Hz durchlassen. Die von dem Hochpaßfilter 14 durchgelassenen
Signalkomponenten werden dann parallel in fünf schmalbandige Kanäle eingeleitet.
Da alle fünf Kanäle gleich aufgebaut sind, braucht nur der erste dieser Kanäle genauer
beschrieben zu werden. Er enthält einen Filterverstärker 16, der ein schmales,
auf 1300-liz zentriertes Frequenzband durchläßt, und zwar zu einem Gleichrichter
17. Dieser Gleichrichter erzeugt die Hüllkurven der von dem Filter
16 durchgelassenen Frequenzkomponenten. Der Ausgang des Gleichrichters wird
weiterhin einem Filter 18, das Audiokomponenten im Hüllkurvensignal entfernt,
und daraufhin über einen Kathodenverstärker 19 einem Filter 20 zugeführt.
Das Filter 20 ist so ausgelegt, daß die höherfrequenten Komponenten des vom Kathodenverstärker
hergeleiteten Hüllkurvensignals hervorgehoben werden. Derartige Komponenten entsprechen
Einschwingvorgängen in dem ursprünglichen Ton. Folglich wird in dem Ausgang des
Filters 20 jedesmal dann ein hnpuls erzeugt, wenn im Originalton ein Einschwingvorgang
vorhanden ist. Der Aufbau des Filters 20 wird weiter unten ausführlich beschrieben.
Der Ausgang des Filters 20 wird über einen Impulsverlängerungskreis 21 geleitet,
der die Impulse im Ausgang des Filters 20 streckt, wobei die Zeitkonstante dieses
Kreises in der Größenordnung von 100 ms liegt.
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Wie oben erwähnt, besitzen die anderen schmalbandigen Kanäle, denen
ebenfalls die Signale von dem Hochpaßfilter 14 zugeleitet werden, den gleichen Aufbau
wie der beschriebene Kanal. Der einzige Unterschied zwischen den Kanälen liegt im
Durchlaßbereich der die erste Stufe bildenden Filter. Während der beschriebene Kanal
ein auf 1300 Hz zentriertes schmales Band durchläßt, lassen die weiteren
Kanäle schmale Frequenzbänder durch, die auf 2050,
3500, 6000 bzw.
9300 Hz zentriert sind. Die in den einzelnen Kanälen erzeugten Hüllkurvensignale
werden nach der beschriebenen Hervorhebung der Ein' schwingvorgänge dann über eine
Serie von Summierwiderständen 22 bis 26 einem Verstärker 27 zugeführt.
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Der Ausgang des Tiefpaßfilters 15 läuft über einen Verstärker
28 und weiter zu einem Modulator 29 mit unterdrücktem Träger, der
von einem Oszillator 29 A
eine Trägerschwingung von beispielsweise
5000 Hz empfängt. Der Ausgang des Modulators 29 wird
einem
Filterverstärker 30 zugeführt, der das in dem Modulator 29 erzeugte
obere Seitenband unterdrückt. Da der Träger bereits in dem Modulator unterdrückt
war, bleibt nur das untere Seitenband übrig. Dieses untere Seitenband wird dann
an eine Serie weiterer schmalbandiger Kanäle angelegt, die den dem Tiefpaßfilter
14 nachgeschalteten Kanälen ähnlich sind. Nur einer dieser weiteren Kanäle ist dargestellt.
Er enthält einen Filterverstärker 31, der nur ein verhältnismäßig schmales,
auf (5000 - 62) Hz zentriertes Frequenzband verstärkt. Der Ausgang des Kreises
31
läuft über einen Gleichrichter 32, an den sich ein Glättungsfilter
33 anschließt. Das hinter dem Filter 33 erscheinende Signal stellt
das Hüllkurvensignal für diejenigen Seitenbandkomponenten dar, die sich im Ausgang
des Verstärkers 31 befinden, d. h. das Hüllkurvensignal für einen
schmalbandigen, auf 62 Hz zentrierten Frequenzbereich. Der Modulator
29
transportiert die in Frage stehenden Audiofrequenzkomponenten auf einen
verhältnismäßig hohen Frequenzbereich und vereinfacht damit das Problem der Entfernung
von Audiokomponenten aus dem gewünschten Hilfskurvensignal vermittels des Filters
33.
Es ist ohne weiteres möglich, ein Filter zu schaffen, welches Frequenzen
in der Größenordnung von 5000 Hz von denjenigen Frequenzkomponenten abtrennt,
die das Hüllkurvensignal darstellen, während dies nicht möglich ist, wenn die Audiokomponenten
in ihrem ursprünglichen, auf 62 Hz zentrierten Frequenzbereich geblieben
wären. Das aus dem Filter 33
abgeleitete Hüllkurvensignal läuft weiter zu
einem Kathodenverstärker 34, sodann zu einem Einschwingvorgänge hervorhebenden Filter
35 und schließlich zu einem Impulsverlängerungskreis 36. Die Schaltungsteile
33 bis 36 sind jeweils den weiter oben beschriebenen Schaltungsteilen
19, 20 und 21 ähnlich.
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Die anderen schmalbandigen Kanäle, denen die Signale von dem Tiefpaßfilter
15 über die Schaltungsteile 28, 29 und 30 zugeleitet werden,
sind dem soweit beschriebenen Kanal in ihrem Aufbau ähnlich, jedoch sind die als
erste Stufe vorgesehenen Filterverstärker zur Verstärkung von Komponenten in gesonderten,
auf jeweils (5000 - 120) Hz, (5000
-330) Hz, (5000-500) Hz,
(5000-700) Hz bzw. (5000 - 940) Hz zentrierten Frequenzbändern ausgelegt.
Die Frequenzen 62,120,330 ... 940 Hz liegen mit im wesentlichen linearem
Abstand auf einer logarithmischen Skala. Die Hüllkurvensignale aus allen von dem
Tiefpaßfilter 15 gespeisten schmalbandigen Kanälen werden über Summierwiderstände
37 bis 42 ebenfalls dem obenerwähnten Verstärker 27
zugeführt.
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Der Ausgang des Verstärkers 27 wird an ein weiteres Filter
43 zur Hervorhebung von Einschwingvorgängen angelegt, das von gleichem Aufbau ist
wie die Filter 20 und 35 und die entsprechenden Filter in den übrigen schmalbandigen
Kanälen. Dem Filter 43 nachgeschaltet ist ein Impulsverlängerungskreis
44,
der den Kreisen 21 36 usw. ähnlich ist, aber eine kürzere
Zeitkonstante, z. B. in der Größenordnung von 35 ms, hat und dessen Ausgang
über einen Widerstand 45 an einem Verstärker 46 liegt.
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Neben den Filtern 14 und 15 wird das vom Klang-und Volumensteuerkreis
5 abgenommene Signal VL noch einem Verstärker 47 zugeführt, der eine Verstärkung
des Signals VL im gesamten Frequenzbereich durchführt. Der Ausgang des Verstärkers
47 läuft über Gleichrichter 48 und danach über ein Filter 49. Gleichrichter 48 und
Filter 49 erzeugen die Hüllkurve des Signals VL, und diese Hüllkurve wird in gewünschten
Anteilen über einen Widerstand 50 dem Ausgang des Kreises 44 vor dem Eingang
des Verstärkers 46 zugespeist. Die Widerstände 45 und 50
können z. B. so bemessen
sein, daß sie die Ausgänge des Kreises 44 und des Filters 49 in einem Verhältnis
von 10: 1 kombinieren. Der Ausgang des Verstärkers 46 ist das gewünschte
modifizierte Signal. Dieses wird einer Verschlüsselungsschaltung 51 zugeführt,
und zwar zusammen mit dem entsprechenden Signal V", welches durch analoge Behandlung
des Richtungssignals VR entsteht. Die Zwischennetze zur Bildung der modifizierten
Signale V," und V" können so ausgestaltet sein, daß die Frequenzen dieser Signale
auf das Band von 0 bis 100 Hz begrenzt sind.
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Die Verschlüsselungsschaltung erzeugt das Steuersignal in Form einer
Funktion des Verhältnisses von K' " und V,". Diese Funktion kann durch den Ausdruck
(der in Fig. 1 angegeben ist) oder durch den Logarithmus dieses Ausdrucks
dargestellt sein. Die Konstruktion der Verschlüsselungsschaltung, die an anderer
Stelle beschrieben ist, bildet jedoch keinen Teil der vorliegenden Erfindung und
soll daher hier nicht weiter erläutert werden.
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Das Steuersignal kann zusammen mit dem obenerwähnten Audiosignal V,1
über einen drahtlosen Sender - unter Vorsorge für eine Trennbarkeit der beiden
Signalkanäle voneinander - in der üblichen Weise gesendet werden. Zum Beispiel
kann das Steuersignal als Amplituden-, Phasen oder Frequenzmodulation auf einen
Subträger aufmoduliert werden, der seinerseits zur Modulation der Trägerwelle für
das Audiofrequenzsignal herangezogen wird und empfängerseitig wieder abtrennbar
ist. Alternativ können die Signale auch auf einem Aufzeichnungsträger (Platte oder
Band) festgehalten und übertragen werden, wobei natürlich ebenfalls für eine geeignete
Trennbarkeit der beiden Signalkanäle zu sorgen ist.
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In dem Aufbau der beschriebenen Zwischennetze können Änderungen vorgenommen
werden. Zum Beispiel kann vor den Filtern 14 und 15 und dem Verstärker 47
ein Filter lieg .,en, das einen linear mit der Frequenz ansteigenden Ausgang liefert,
so daß Töne hoher Frequenz in den Richtungssignalen VL und VR relativ zu den Tönen
niedriger Frequenz hervorgehoben werden. Derartige Filter können aber auch hinter
einem oder beiden der Filter 14 und 15
oder in einzelnen der schmalbandigen
Kanäle, die von diesen Filtern gespeist werden, angeordnet sein. überdies kann die
Anzahl der vorhandenen schmalbandigen Kanäle von der beschriebenen Anzahl verschieden
sein.
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Fig. zeigt eines der in Fig. 1 dargestellten Filter zur Hervorhebung
von Eiuschwingvorgängen zusammen mit dem dazugehörigen Impulsverlängerungskreis,
beispielsweise das Filter 20 mit dem Kreis 21. Das Filter 20 enthält einen Kondensator
60 und einen Widerstand 61, welch letzterer durch eine Diode
62
überbrückt ist. Der Kondensator 60 und der Widerstand
61 liegen zwischen den Eingangsklemmen 63
der Anordnung in Serie, und
der Filterausgang wird über den Widerstand 61 abgenommen und einem
Kathodenverstärker
64 zugeführt. Die Diode 62 kann eine KristaUdiode sein, sie ist so angeordnet,
daß sie das Filter im wesentlichen nur für ansteigende Einschwingvorgänge empfindlich
macht. Bei einem abfallenden Einschwingvorgang leitet die Diode 62,
erzeugt
also eine wesentliche Dämpfung. Der Impulsverlängerungskreis 21, der von dem Kathodenverstärker
64 gespeist wird, enthält zwei in Serie geschaltete Widerstände 65 und
66 und einen Kondensator 67.
Die Widerstände 65 und
66 sind einzeln durch Dioden 68 bzw. 69 überbrückt.
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.,enden Einschwing-Bei Auftreten eines ansteig vorganges wird dem
Impulsverlängerungskreis ein Impuls verhältnismäßig großer Amplitude aus dem Filter
zugeführt. Der Kondensator 67 wird wegen der beiden Dioden 68, 69
sehr schnell aufgeladen (fast bis auf die Amplitude des Impulses). Nach Beendigung
des Impulses sinkt die Ladung des Kondensators nur verhältnismäßig langsam über
die beiden Widerstände 65 und 66 ab, so daß eine Streckung des Impulses
an den Ausgangsklemmen 70 auftritt. Wenn daher eine Serie von Einschwingvorgängen
innerhalb eines Intervalls auftritt, welches mit der Zeitkonstante des Kreises 21
vergleichbar ist, besteht das Ausgangssignal an den Klemmen 70 aus einem
gestreckten Impuls, dessen Vorderflanke dem ersten Einschwingvorgang in der Serie
entspricht, aber es weist keine weiteren einzelnen, den nachfolgenden Einschwingvorgängen
in der Serie entsprechenden Impulse mehr auf.
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In einer praktischen Ausführungsform der Erfindung besitzt der Kondensator
60 eine Kapazität von 0,2 #tF und der Widerstand 61 einen Wert von
75 000 Ohm. Dadurch wird die Zeitkonstante des Filters (wenn der Gleichrichter
62 nicht leitet) gleich 15 ins. In dem vorliegenden Beispiel sind
die Zeitkonstanten aller Filter zur Hervorhebung von Einschwingvorgängen (einschließlich
des Filters 43) gleich. Weiterhin besitzt die Zeitkonstante des aus den Widerständen
65 und 66 und dem Kondensator 67 bestehenden Gliedes den Wert
100 ins bei den Impulsverlängerungskreisen 21 und 36 und den entsprechenden
Kreisen in den anderen schmalbandigen Kanälen. Die Zeitkonstante des Impulsverlängerungskreises
44 in dem gemeinsamen Ausgangskanal für die schmalbandigen Kanäle beträgt jedoch
35 ins. Die Zeitkonstanten können natürlich eingestellt werden, um eine optimale
Richtungsempfindung für irgendeinen bestimmten Fall zu bekommen, und für manche
Fälle können die Zeitkonstanten der Filter zur Hervorhebung der Einschwingvorgänge
und der Impulsverlängerungskreise in verschiedenen schmalbandigen Kanälen in Abhängigkeit
von den Frequenzen justiert werden, die von den einzelnen Kanälen übertragen werden;
z. B. können kürzere Zeitkonstanten für diejenigen Filter und/oder Impulsverlängerungskreise
verwendet werden, die sich hier in den schmalbandigen Kanälen für hohe Frequenz
befinden.
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Die Wiedergabevorrichtung zur Erzeugung einer stereophonischen Tonwiedergabe
in Abhängigkeit von dem z. B. in der vorangehend beschriebenen Vorrichtung erzeugten
Steuersignal und Audiofrequenzsignal enthält beispielsweise zwei gesonderte, als
Ainker« und »rechter« Lautsprecher bezeichnete Lautsprecher und zusätzlich zu der
üblichen Empfängerschaltung noch Einrichtungen, um das Audiofrequenzsignal und das
Steuersignal voneinander zu trennen und durch ein eine Multiplikation einschließendes
Verfahren zwei Audiosignale zu erzeugen, die jeweils proportional sind:
Diese beiden Audiofrequenzsignale werden dann jeweils dem linken bzw. rechten Lautsprecher
zugeführt, so daß sich eine stereophonische Wiedergabe ergibt. Die Erfindung ist
jedoch nicht auf diese Form der Wiedergabe beschränkt, ebensowenig wie auf ein Steuersignal,
das die oben angegebene spezifische Form besitzt. Nach einer abgeänderten Ausführungsform
der Erfindung können gesonderte Teilsteuersignale erzeugt werden für jedes der schmalen
Frequenzbänder, in die die Richtungssignale VL und VR aufgeteilt sind. Jedes
derartige Teilsteuersignal kann z. B. die Form
haben, wobei v das in dem gerade betrachteten schmalen Frequenzband abgenommene
modifizierte Signal darstellen soll. In diesem Fall können die Teilsteuersignale
so übertragen werden, daß ihre individuelle Identität aufrechterhalten bleibt. Eine
Tonwiedergabevorrichtung zum Empfang einer Sendung, die derartige Teilsteuersignale
enthält, kann dann Filtereinrichtungen enthalten, die das Audiofrequenzsignal VA
in schmale Frequenzbänder entsprechend den einzelnen Teilsteuersignalen zerlegen.
Für jedes schmale Frequenzband werden dabei zwei »Teilaudiofrequenzsignale« erzeugt,
und die dem einen Lautsprecher zugeordneten Signale sämtlicher schmalen Frequenzbänder
werden zusammengefügt und diesem Lautsprecher zugeführt, während die entsprechenden
Signale für den anderen Lautsprecher in einer analogen Weise behandelt werden.