DE1110229B - Wiedergabegeraet fuer stereophonische Tonuebertragung - Google Patents
Wiedergabegeraet fuer stereophonische TonuebertragungInfo
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Description
Es sind bereits verschiedene stereophonische Tonübertragungssysteme
bekannt. Bei einem dieser Systeme werden zwei Tonfrequenzsignale übertragen, von denen das eine gleich der Summe der von zwei
Richtmikrophonen abgeleiteten Signale und das andere gleich der Differenz dieser Signale ist. Ein
Nachteil eines solchen Stereophonischen Tonübertragungssystems besteht darin, daß mindestens zwei
Übertragungskanäle mit einer Bandbreite erforderlich sind, die zur Aufnahme des ganzen zu übertragenden
Tonfrequenzbereichs ausreicht. Dabei muß also die gesamte Bandbreite dieser Kanäle mindestens doppelt
so groß sein wie die Bandbreite, die für die Übertragung monophonischer Signale notwendig ist. Dieser
Nachteil ist besonders groß, wenn die stereophonisehen Signale auf einer Schallplatte aufgenommen
oder durch den Rundfunk übertragen werden sollen.
Zur Behebung dieses Nachteils ist es bereits bekannt, Signale auf eine solche Weise über einen einzigen
Kanal zu übertragen, daß bei der Wiedergabe dieser Signale ein stereophonischer Effekt auftritt.
Die übertragenen Signale enthalten dabei ein Tonfrequenzsignal von relativ großem Frequenzbereich,
das die zu übertragenden Töne darstellt, und ein Steuersignal, das die Richtung der Tonquelle angibt
und im wesentlichen unabhängig von der Lautstärke der Tone ist. Mit diesem Steuersignal können in einem
Tonwiedergabegerät die Ausgangspegel von zwei Wiedergabeverstärkern geregelt werden, denen das
Tonfrequenzsignal parallel zugeführt wird, so daß die Ausgangssignale der Verstärker, wenn sie zur Speisung
von voneinander getrennten Lautsprechern verwendet werden, eine stereophonische Wiedergabe der
Töne ergeben.
In der Praxis ergeben sich jedoch bei der Verwendung von zwei Wiedergabeverstärkern, deren Ausgangspegel
in Abhängigkeit von dem Steuersignal geregelt werden, erhebliche Schwierigkeiten. Zur Erzielung
eines stereophonischen Effektes müßten die Ausgangspegel der beiden Verstärker in komplementärer
Weise derart variiert werden, daß die kombinierten Ausgangssignale dem Pegel des ursprünglichen
Tonfrequenzsignals, d.h. der Lautstärke der ursprünglichen Töne, entsprechen; Es kann beispielsweise ein Verstärker zur Multiplikation des empfan-
genen Tonfrequenzsignals mit dem Steuersignal verwendet werden, während ein anderer Verstärker zur
Multiplikation des empfangenen Tonfrequenzsignals mit dem Komplement des Steuersignals benutzt wird,
wobei das Komplement durch Abziehen des Steuer-Signals von einer festen, den Einheitswert darstellenden
Vorspannung, erhalten wird. Mit dieser Anord-Wiedergabegerät
für stereophonische Tonübertragung
für stereophonische Tonübertragung
Anmelder:
Electric & Musical Industries Limited,
Hayes, Middlesex (Großbritannien)
Hayes, Middlesex (Großbritannien)
Vertreter: Drv K.-R. Eikenberg, Patentanwalt,
Hannover, Am Klagesmarlu 10/1,1
Hannover, Am Klagesmarlu 10/1,1
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 6. Juli und 4. Oktober 1957
Großbritannien vom 6. Juli und 4. Oktober 1957
William Spencer Percival, London,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
nung muß die Verstärkungsregelung der beiden Verstärker, wenn die Ausgangspegel der beiden Verstärker
in komplementärer Weise variiert werden sollen, in solcher Weise geschehen, daß die Arbeitspunkte der Verstärker in komplementärer Weise entlang
identischen Kennlinien wandern. Es ist jedoch äußerst schwierig, zwei Verstärker mit identischen
Kennlinien herzustellen. Selbst wenn Verstärker hergestellt werden können, deren Kennlinien anfänglich
identisch sind, verändern sich diese auf Grund des Alterns der Schaltelemente oder auf Grund anderer
Faktoren in unterschiedlicher Weise.
Durch die Erfindung werden diese aufgezeigten Nachteile beseitigt. Die Erfindung geht aus von
einem Wiedergabegerät für stereophonische Tonübertragung, welchem ein die wiederzugebenden Töne
darstellendes Tonfrequenzsignal und ein schmalbandiges, die Richtungsinformation darstellendes und
von der Gesamtlautstärke praktisch unabhängiges Steuersignal zugeführt wird und in welchem aus dem
Tonsignal über zwei mit gegebenenfalls räumlich voneinander entfernt angeordneten Lautsprechern verbundene
Kanäle zwei Endsignale abgeleitet werden, deren relative Amplituden durch das Steuersignal geregelt
werden.
Die Erfindung kennzeichnet sich durch eine Multiplikationsvorrichtung
zum Erzeugen eines Produktsignals aus dem Tonsignal und dem Steuersignal oder einem daraus abgeleiteten Signal sowie durch eine
Schaltung zum Einspeisen eines Teiles des nichtmulti-
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IMO 229
plizierten Tonsignals in den Ausgang der Multiplikationsvorrichtung,
wobei die beiden Endsignale aus dem Produktsignal und aus dem sich durch das Einspeisen
ergebenden Signal abgeleitet werden. -
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an'Hand der Zeichnungen in
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den Zeichnungen stellt dar
Fig. 1 ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Wiedergabegerätes für stereophonische Tonübertragung
zur Wiedergabe von auf einer Schallplatte aufgezeichneten Signalen in Blockform und
Fig. 2 eine Schaltungseinzelheit des in Fig. 1 gezeigten
Gerätes.
Das in den Zeichnungen gezeigte Wiedergabegerät ist für die Wiedergabe von Signalen einer Schallplatte
50 bestimmt. Auf der Schallplatte ist ein Tonfrequenzsignal VA aufgezeichnet, das die durch Richtmikrophone
aufgenommenen Töne darstellt und sowohl zur Stereophonischen Wiedergabe mittels des
nachfolgend beschriebenen Wiedergabegerätes als auch für monophonische Wiedergabe in üblichen
Tonwiedergabegeräten geeignet ist. Die Aufzeichnung auf der Schallplatte enthält außerdem eine Trägerwelle
von 15 kHz, die von einem Steuersignal frequenzmoduliert ist, das die Richtung der Tonquelle
angibt, von der das Signal VA abgeleitet wird. Das
Steuersignal stellt das Verhältnis
Vr" + VL"
dar, wobei VL" und VR" jeweils Signale sind, die
von den Hüllkurven der Tonfrequenzsignale zweier Richtmikrophone abgeleitet sind. Das Verhältnis
VL"
ist im wesentlichen unabhängig von der Lautstärke der durch das Signal VA dargestellten Töne das Tonsignal
F4 kann beispielsweise einen Frequenzbereich besitzen, der sich bis 12 kHz erstreckt, während das
Steuersignal, bevor es die Trägerwelle moduliert, auf ein relativ schmales Band mit niedrigen Frequenzen
beschränkt ist, sich aber in den Tonfrequenzbereich hinein erstrecken kann. Die Einrichtungen zur Ableitung
des Tonsignals und des Steuersignals brauchen an dieser Stelle nicht näher beschrieben zu werden.
Die auf der Schallplatte 50 aufgezeichneten Signale werden von einem Wiedergabekopf 51 abgenommen
und parallel zwei Verstärkern 52 und 53 zugeführt, von denen der eine mit dem Tonsignalteil und der
andere mit dem Steuersignalteil der Wiedergabeeinrichtung verbunden ist. An den Verstärker 52
schließt sich ein Kathodenverstärker 53 a und ein Tiefpaß 54 an, welcher die mit dem Steuersignal
modulierte Trägerwelle unterdrückt und lediglich das Tonsignal VA zu einem Klangregler 55 und einem
Verstärker 56 durchläßt. Danach wird das Tonsignal VÄ auf eine Trägerwelle von beispielsweise
850 kHz in einem Gegentaktmodulator 59 auf moduliert, der so ausgebidelt ist, daß die. Trägerwelle in
dem Ausgang des Modulators unterdrückt.ist. Die Trägerwelle kann von einem Oszillator 60 geliefert
werden. Die Seitenbandkomponenten aus dem Modulator
59 werden parallel zwei Hochfrequenzverstärkern 61 und 104 zugeführt, wobei der Verstärkungsfaktor
des Verstärkers 61 durch Signale;. geregelt wird, die von dem Steuersignal abgeleitet werden.
Zur Erzeugung dieser Verstärkungsregelungssignale für den Verstärker 61 wird die Ausgangsspannung
des Verstärkers 53, dessen Durchlaßkurve bei 15 kHz ein Maximum besitzt, an ein Bandpaßfilter 63 gelegt,
das alle Komponenten des Tonsignals VA beseitigt.
Das Ausgangssignal des Filters 63 wird über einen Verstärker 100 geführt und dann in einem Demodulator
65 demoduliert, so daß ein Ausgangssignal der Form
T/ "
VR" + VL"
erhalten wird. Aus diesem Ausgangssignal wird dann in einer mit Loggerkreis 67 bezeichneten Logarithmierschaltung
ein Steuersignal der Form
log
VR" + VL"
erzeugt, das zur Regelung des Verstärkungsfaktors des Hochfrequenzverstärkers 61 benutzt wird. Dieser
Verstärker besitzt eine exponentiell Aussteuercharakteristik, so daß sein Ausgangssignal das
Produkt
Vr"
VL
darstellt, wobei zu berücksichtigen ist, daß das Signal VA die Form von Seitenbändern der Trägerwelle
von 850 kHz besitzt. Die Kopplungskreise des Verstärkers 61 können keine Frequenzkomponenten
übertragen, die dem Steuersignal als solchem entsprechen.
Die Ausgangsspannung des Verstärkers 61 wird in einem weiteren Verstärker 70 mit der Trägerwelle
aus dem Oszillator 60 kombiniert. Diese Trägerwelle läuft über einen Verstärker 72, der mit Einrichtungen
zur einstellbaren Phasenverschiebung der Trägerschwingungen versehen ist, um sicherzustellen, daß
die Schwingungen an dem Verstärker 70 für die Kombination mit dem Ausgangssignal des Verstärkers
61 in richtiger Phase liegen. Hierdurch wird die Trägerwelle wieder in das verstärkungsgeregelte
Hochfrequenzsignal aus dem Verstärker 61 eingeführt. Das erhaltene Signal wird darauf in einem
Demodulator 74 demoduliert und dann als Tonfrequenzsignal über die Verstärker 103 und 76 einer
Wiedergabevorrichtung 78 zugeführt. Der Demodulator 74 ist vorzugsweise ein Vollweggleichrichter.
Wie bereits erwähnt, wird das Ausgangssignal des Modulators 59 außer dem Verstärker 61 auch dem
Verstärker 104 zugeführt, der mit dem Verstärker 61 identisch ist, jedoch keine automatische Verstärkungsregelung
besitzt. Statt dessen kann eine Verstärkungsregelung von Hand mittels einer Vorspannungsregelvorrichtung
105 vorgenommen werden, durch die bei Inbetriebnahme ein Abgleich zwischen den beiden
Wiedergabekanälen möglich ist. Der Verstärker 104 stellt außerdem sicher, daß die Signale in beiden Kanälen
vor dem Differenzkreis 107 um gleiche Beträge verzögert werden. Die Trägerfrequenz wird dem Ausgangssignal
des Verstärkers 104 über einen dem Verstärker 72 entsprechenden Verstärker 73 einstellbarer Phasenverschiebung
in einem-Verstärker 71 zugefügt und das Tonfrequenzsignal VA wird aus der Ausgangsspannung
dieses Verstärkers 71 durch Demodulation in einem Demodulator 75 wiedergewonnen. Dieses
Signal wird dann über einen Kathodenverstärker 106 zu dem Differenzkreis 107 geführt. In diesem Diffe-
renzkreis wird von dem letzteren' Signal VA die das keil behoben, die Verstärkungsregelungschärakteristik
Signal ' ■ ' von zwei verschiedenen Kanälen aneinander anzu-
y " ■ · passen.
: Vχ ■ Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß eine
Λ L ■ 5 Vergrößerung der wiedergabeseitig wahrgenommenen
darstellende Ausgangsspannung des Kathodenver- Ortungsbreite der Tonquellen in einfacher Weise
stärkers 103 abgezogen. Der Differenzkreis 107 durch gegenseitige Abstimmung des relativen Pegels
erzeugt somit ein Ausgangssignal entsprechend der Signale VL" und VR" erreicht werden kann. Die
τ/ ")__ύ/ .v " Steuerung hierzu hat in solcher Weise zu erfolgen,
Va-Va- = " daß die Summe von VL" und VR" konstant-bleibt,
Vr + Vι Vr+ Vl und die angestrebte Wirkung wird beim Steuern des
_ V{' - Pegels des Verstärkungsregelungssignals für den
= Va ' γ,, _|_ γ α · Verstärker 61 durch Erzeugung komplementärer Veränderungen
der Pegel VL" und VR" automatisch
Dies ist das erforderliche Ausgangssignal für den 1-5 erhalten. Es können auch Einrichtungen zum Be-
zweiten Kanal; es wird über den Tonfrequenzverstär- grenzen des Spreizungsgrades vorhanden sein, und in
ker 77 einer zweiten Tonwiedergabevorrichtung 79 einigen Fällen braucht die Spreizungsregelung auch
zugeführt, die von der Wiedergabevorrichtung 78 nicht linear zu sein.
räumlich getrennt angeordnet ist, so daß sich eine Wie in Fig. 2 gezeigt, kann der Gegentaktmodustereophonische
Wiedergabe der ursprünglichen Töne 20 lator 59 aus Fig. 1 eine Brückenschaltung mit vier
ergibt. Die Summe der beiden Signale, die den Ton- Dioden 130, 131,132 und 133 enthalten. Das Trägerwiedergabevorrichtungen
78 und 79 zugeführt wer- frequenzsignal aus dem Oszillator 60 wird im Gegenden, ist, wie erforderlich, gleich VA. Beide Wieder- takt an die konjugierten Punkte 134 und 135 der
gabevorrichtungen 78 und 79 können aus einer Gruppe Brückenschaltung gelegt. Der Abgleich der Brücke
von Lautsprechern bestehen. 25 wird durch die Kapazität 140 und die Widerstände
Das einzelne Steuersignal, das auf der Platte 50 141 und 142 eingestellt. Die Kapazitäten 137 und
aufgezeichnet ist, wird somit zur Steuerung der Aus- 138 sind Abstimmkapazitäten und die Kapazitäten
gangspegel beider Tönwiedergabevorrichtungen 78 136 und 139 Sperrkäpazitäten. Das Tonfrequenz-
und 79 zur Stereophonischen Wiedergabe der ur- signal wird vom Verstärker 56 über eine Hochsprünglichen
Töne benutzt. Das gezeigte Gerät kann 30 frequenzdrossel 145 zugeführt und einer Vorspanauch
in Abhängigkeit von einem Steuersignal arbei- nung überlagert, die so eingestellt ist, daß beim Fehlen
ten, das sich in den Tonfrequenzbereich hinein des Tonfrequenzsignals aus dem Verstärker 56 kein
erstreckt, ohne dabei selbst aus den Tonwiedergabe- Ausgangssignal zwischen den konjugierten Punkten
vorrichtungen wahrgenommen zu werden. Durch ein 143 und 144 erzeugt wird. Im Betriebszustand des
solches Steuersignal läßt sich ein realistischer Ein- 35 Modulators erlaubt das Tonfrequenzsignal den Durchdruck
einer Vielzahl von getrennten, gleichzeitig gang des Trägersignals zu der Ausgangsbelastung 146
tönenden Tonquellen erhalten, wie sie beispielsweise des Modulators mit einer Größe und einem Vorbei
einem Orchester vorhanden sind. zeichen, die von Größe und Vorzeichen des Ton-
Obgleich das Steuersignal in dem beschriebenen frequenzsignals abhängen. Die Ausgangsbelastung
Wiedergabegerät als Logarithmus des jeweiligen 40 146 ist von üblicher Art.
Hüllkurvenamplitudenverhältnisses benutzt wird, Bei der beschriebenen Anordnung ist es möglich,
wird es vorgezogen, das Steuersignal auf der Platte daß eine zu schnelle Änderung des Steuersignals die
einfach als das Verhältnis selbst aufzuzeichnen, da Wellenform der niedrigeren Tonfrequenzen verzerrt,
dieses die allgemein am besten anwendbare Form des indem sich der Verstärkungsfaktor bereits in einer
Steuersignals darstellt, die leicht in Empfängern 45 einzigen Periode ändert. Eine solche Verzerrung tritt
mit irgendwelcher beliebiger Verstärkungsregelungs- selbstverständlich bei den höheren Tonfrequenzen
charakteristik verwandt werden kann. Es können nicht auf. Dieser Effekt kann deshalb durch Aufteilen
befriedigende Ergebnisse mit handelsüblichen Ton- des Tonsignals in jedem Kanal in zwei oder mehr
Wiedergabegeräten mit dem Steuersignal in einfacher Teilfrequenzbänder, die in getrennten verstärkungs-
Verhältnisform erreicht werden, wenn auch die loga- 50 geregelten Verstärkern verstärkt werden, vermieden
rithmische Form in Verbindung mit einer exponen- werden, wobei die Änderungsgeschwindigkeit für das
tiellen Verstärkungsregelungscharakteristik den Vor- Steuersignal dann beim höheren Tonfrequenzband
teil einer sehr linearen Verstärkungsregelung besitzt. oder den höheren Tonfrequenzbändern größer sein
Der Loggerkreis 67 in dem Wiedergabegerät besitzt kann.
eine Charakteristik, die komplementär zu der Aus- 55 Eine weitere Schwierigkeit kann auftreten, wenn
Steuercharakteristik des Verstärkers 61 mit veränder- das Steuersignal eine relativ große Bandbreite von
barem Verstärkungsfaktor ist, und ergibt dadurch beispielsweise bis zu 200Hz besitzt, da dann die
eine Verstärkungsregelung, die im Gesamtbereich Seitenbänder in dem Verstärker 61 als Trägerwellen
praktisch linear ist, da es im allgemeinen einfacher für höhere Frequenzen des Steuersignals wirken und
ist, einen Verstärker mit einer genau bestimmten 60 hierdurch Komponenten des Steuersignals in den
exponentiellen Charakteristik herzustellen, als einen Tonsignalausgang einführen, die dort eine Verzerrung
Verstärker mit regelbarem Verstärkungsfaktor, dessen hervorrufen. Diese Verzerrung kann dadurch vermie-Charakteristik
über einen beträchtlichen Bereich den werden, daß Amplituden der tieferen Tonlinear ist und über lange Zeit stabil bleibt. frequenzkomponenten vor der Modulation in dem
In dem in Fig. 1 gezeigten Gerät wird nur die Ver- 65 Gegentaktmodulator 59 abgeschwächt und nach der
Stärkung eines der zu den Tonwiedergabevorrichtun- Wiedereinführung des Trägers in die Verstärker 70
gen 78 und 79 führenden Kanäle durch ein Steuer- und 71 um einen entsprechenden Betrag wieder ver-
signal geregelt. Auf diese Weise wird die Schwierig- stärkt werden.
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Die Maßnahme, mit einem Tonfrequenzsignal eine Trägerwelle zu modulieren und die Trägerwelle vor
dem Steuern des Tonfrequenzsignals nach Maßgabe des Verstärkungsregelungssignals zu unterdrücken, ist
auch da vorteilhaft, wo die nominale Bandbreite des Steuersignals auf Frequenzen unterhalb der niedrigsten
Tonfrequenz beschränkt ist. Beispielsweise sei bei einer durch einen Amplitudenabfall von z. B. 6 db
definierten Bandbreite des Steuersignals diese Bandbreite 25 Hz; falls dann nämlich der Abfall des
Steuersignals nicht mehr als 6 db pro Oktave beträgt, würde die Amplitude des Steuersignals bei 1600Hz
erst um 42 db abgesunken und damit noch ausreichend sein, eine Störung innerhalb des Ton-="
bereiches zu verursachen. Darüber hinaus können auch andere Maßnahmen für eine Steuerung unter
Verhinderung einer Tonbildung durch das Steuersignal verwendet werden.
Bei der Beschreibung wurde von einem Übertragungssystem ausgegangen, bei dem die Signale auf ao
einer Schallplatte aufgezeichnet sind. Es können jedoch auch andere Aufzeichnungsmittel, wie beispielsweise
Magnetbänder, verwendet werden. Es ist auch möglich, die Übertragung durch Draht oder
Funk zu bewirken. Weiterhin können bei einer Aufzeichnung die Tonfrequenzsignale und das Steuersignal
in getrennten Spuren aufgezeichnet sein, beispielsweise im Fall einer Schallplatte das Tonfrequenzsignal
in Seitenschrift und das Steuersignal in Tiefenschrift. Es können jedoch auch andere Arten
von komplexen Tonspuren verwandt werden. Die Erfindung ist auch nicht beschränkt auf die beschriebene
spezielle Form des Steuersignals oder des Tonfrequenzsignals.
Wenn das Steuersignal zum Modulieren einer Trägerwelle benutzt wird, bevor die Aufzeichnung
auf einem Aufzeichnungsmittel oder die Übertragung stattfindet, kann jede gewünschte Modulation, entweder
Amplituden- oder Frequenzmodulation, verwendet werden.
Claims (6)
1. Wiedergabegerät für stereophonische Tonübertragung,
dem ein die wiederzugebenden Töne darstellendes Tonfrequenzsignal und ein schmalbandiges,
die Richtungsinformation darstellendes und von der Gesamtlautstärke praktisch unabhängiges
Steuersignal zugeführt wird und in welchem aus dem Tonsignal über zwei mit gegebenenfalls
räumlich voneinander entfernt angeordneten Lautsprechern verbundene Kanäle zwei Endsignale
abgeleitet werden, deren relative Amplituden durch das Steuersignal geregelt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Multiplikationsr Vorrichtung (59, 60,61,70,72,74,103) zum Erzeugen
eines Produktsignals aus dem Tonsignal und dem Steuersignal oder einem daraus abgeleiteten
Signal sowie eine Schaltung (71,73,75, 104, 106) zum Einspeisen eines Teiles des nicht
multiplizierten Tonsignals in den Ausgang der Multiplikationsvorrichtung vorgesehen ist und daß
die beiden Endsignale aus dem Produktsignal und aus dem sich durch das Einspeisen ergebenden
Signal abgeleitet werden.
2. Wiedergabegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine der Endsignale
direkt aus dem Produktsignal abgeleitet wird, während das zweite Endsignal über eine Differenzschaltung
unter Subtraktion des Produktsignals von dem Tonsignal gebildet wird.
3. Wiedergabegerät nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem das Steuersignal auf ein relativ
schmales Band tiefer Frequenzen im Vergleich zum Tönfrequenzbereich beschränkt ist, sich
jedoch bis in diesen Bereich hinein erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal als
solches oder ein daraus abgeleitetes Signal in dem Ausgang der Multiplikationsvorrichtung unterdrückt
ist.
4. Wiedergabegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Multiplikationsvorrichtung
eine Trägerwelle mit dem Tonsignal so moduliert wird, daß die Trägerwelle unterdrückt
wird und die entstehenden Seitenbandkomponenten auf ein Frequenzband oberhalb desjenigen des
Steuersignals begrenzt werden, daß die Seitenbandkomponenten an einen Verstärker (61) mit
regelbarem Verstärkungsfaktor angelegt werden, dessen Verstärkungsfaktor in Abhängigkeit vom
Steuersignal oder eines daraus abgeleiteten Signals geregelt wird, daß die Trägerwelle am
Ausgang des Verstärkers wieder eingeführt und der sich ergebende Wellenzug demoduliert wird.
5. Wiedergabegerät nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Mittel zum Einstellen des Pegels
des zum Regeln des Verstärkungsfaktors des Verstärkers dienenden Steuersignals.
6. Wiedergabegerät nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung mit
regelbarem Verstärkungsfaktor in einem Verstärker mit exponentieller Charakteristik durchgeführt
wird, dem das Steuersignal in der Form einer logarithmierten Funktion zweier Richtungssignale zugeleitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 620/287 6.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB4105659A GB871994A (en) | 1957-07-06 | 1957-07-06 | Improvements relating to stereophonic sound transmission systems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1110229B true DE1110229B (de) | 1961-07-06 |
Family
ID=10417905
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE19799A Pending DE1110229B (de) | 1957-07-06 | 1957-10-11 | Wiedergabegeraet fuer stereophonische Tonuebertragung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1110229B (de) |
| GB (1) | GB871994A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010125426A1 (en) * | 2009-04-30 | 2010-11-04 | Idealec | Bus bar arrangement |
-
1957
- 1957-07-06 GB GB4105659A patent/GB871994A/en not_active Expired
- 1957-10-11 DE DEE19799A patent/DE1110229B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010125426A1 (en) * | 2009-04-30 | 2010-11-04 | Idealec | Bus bar arrangement |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB871994A (en) | 1961-07-05 |
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