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DE1119846B - Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien

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Publication number
DE1119846B
DE1119846B DEK35430A DEK0035430A DE1119846B DE 1119846 B DE1119846 B DE 1119846B DE K35430 A DEK35430 A DE K35430A DE K0035430 A DEK0035430 A DE K0035430A DE 1119846 B DE1119846 B DE 1119846B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dioxane
phosphoric acid
isobutylene
formaldehyde
aqueous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK35430A
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Glaser
Dr-Ing Franz Pohl
Dr Heinrich Rehberg
Dr Kurt Sennewald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knapsack AG
Original Assignee
Knapsack AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knapsack AG filed Critical Knapsack AG
Priority to DEK35430A priority Critical patent/DE1119846B/de
Publication of DE1119846B publication Critical patent/DE1119846B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C11/00Aliphatic unsaturated hydrocarbons
    • C07C11/12Alkadienes
    • C07C11/173Alkadienes with five carbon atoms
    • C07C11/18Isoprene
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C11/00Aliphatic unsaturated hydrocarbons
    • C07C11/12Alkadienes
    • C07C11/16Alkadienes with four carbon atoms
    • C07C11/1671, 3-Butadiene

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien Zusatz zur Patentanmeldung K 34036 Nb/12 o (Auslegeschrift 1 114474) Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien aus Isobutylen bzw.
  • Propylen über die Stufe des in 4-Stellung mono- bzw. disubstituierten 1,3-Dioxans.
  • Es ist bekannt, 1,3-Diolefine durch Dehydrierung oder thermische Spaltung geeigneter Kohlenwasserstofffraktionen darzustellen. Man erhält jedoch dabei keine einheitlichen und reinen Substanzen, wodurch der technische Aufwand für die anschließende Gewinnung der Komponenten in vollkommen reinem Zustand sehr beträchtlich ist.
  • Es ist weiterhin als bekannt anzusehen, Olefine in Gegenwart von Säuren mit Aldehyden umzusetzen, wobei die entsprechenden 1,3-Dioxane gebildet werden, die dann mittels saurer Katalysatoren gespalten werden können zu 1,3-Diolefinen, 1,3-Glykolen oder ungesättigten Alkoholen. Allerdings ist noch kein auf dieser wissenschaftlichen Grundlage entwickeltes technisches Verfahren bekannt, welches eine wirtschaftliche und vor allem kontinuierliche Arbeitsweise zur Herstellung von z. B. Isopren aus Isobutylen vorsieht.
  • Die Patentanmeldung K 34036 IVb/12o (deutsche Auslegeschrift 1114474) beschreibt ein Verfahren, nach welchem vorzugsweise mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünntes Isobutylen bzw. Propylen kontinuierlich im Gegenstrom zu einem Gemisch aus verdünnter Schwefelsäure und wäßriger Formaldehydlösung geleitet wird, die kontinuierlich als Überlauf abgezogene organische Phase nach Neutralisation destillativ in organisches Verdünnungsmittel als Kopffraktion und in Dioxan als rohes Sumpfprodukt getrennt und das Sumpfprodukt nach Verdünnung mit Wasserdampf einem katalytischen Spaltprozeß bei erhöhter Temperatur unterworfen wird, worauf die Spaltprodukte nach Kondensation durch Abscheidung in eine formaldehydhaltige, wäßrige Schicht und in eine das Rohisopren bzw.
  • Rohbutadien enthaltende organische Schicht getrennt werden, welche destillativ aufgearbeitet wird zu Isobutylen bzw. Propylen, ungespaltenem Dioxan und Reinisopren bzw. Reinbutadien als Endprodukt. Bei diesem Verfahren nimmt man die Umsetzung des Isobutylens bzw. Propylens zum Dioxan in mehreren hintereinandergeschalteten Reaktionsgefäßen vor, in welchen durch Rühren eine intensive Durchmischung mit der wäßrigen, sauren Formaldehydlösung stattfindet. Bei Verwendung von zwei hintereinandergeschalteten Reaktionsgefäßen werden dem ersten Reaktionsgefäß Schwefelsäure und wäßrige Formaldehydlösung sowie der durch Abscheidung von der wäßrigen und sauren Phase befreite Überlauf aus dem zweiten Reaktionsgefäß zugeführt, welchem das mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünnte Isobutylen bzw. Propylen zuströmt, wobei der Überlauf aus dem ersten Reaktionsgefäß nach Abscheidung der wäßrigen, sauren und formaldehydhaltigen Phase, welche dem zweiten Reaktionsgefäß zuströmt, und nach Neutralisation destillativ aufgearbeitet wird zu Rohdioxan und organischem Verdünnungsmittel. Die aus dem Überlauf des zweiten Reaktionsgefäßes abgetrennte, wäßrige, saure Phase wird im Gegen strom zu gegebenenfalls isobutylen-bzw. propylenhaltigem, organischem Verdünnungsmittel zur Befreiung von mitgeführtem Dioxan extrahiert, worauf das Verdünnungsmittel dem zweiten Reaktionsgefäß zugeführt wird. Schließlich wird die aus der Gegenstromextraktion abfließende, etwa 200/oige Schwefelsäure durch Verdampfung aufkonzentriert, wozu im Wärmeaustausch die aus der Dioxan-Spaltanlage abströmenden, heißen Reaktionsprodukte als Energiespender benutzt werden. Diese Aufkonzentration der Schwefelsäure erfolgt vorteilhafterweise in einem Dünnschichtverdampfer bei einem Vakuum von etwa 30 bis 120 Torr und bei einer Temperatur unter etwa 1000 C, vorteilhafterweise unter etwa +800 C. Die aufkonzentrierte, etwa 400/oige Schwefelsäure dient dann im Kreislauf wieder zur Beschickung des ersten Reaktionsgefäßes, nachdem gegebenenfalls ein Teil zuvor abgezweigt und zur Auswaschung des vom Rohdioxan abdestillierten organischen Verdünnungsmittels zwecks Herauslösung von nicht umgesetztem Isobutylen bzw.
  • Propylen benutzt worden war. Der über Kopf der Schwefelsäurekonzentrierung abgehende Wasserdampf gelangt nach Neutralisation durch Laugenwäsche oder Ionenaustausch zur Kondensation, wobei das noch schwach formaldehydhaltige Kondensatwasser teilweise in einer gesonderten Anlage zur Herstellung der wäßrigen, etwa 370/obigen Formaldehydlösung benutzt wird, welche dann wieder zur Beschickung des ersten Reaktionsgefäßes dient, und teilweise zur Gegenstromwäsche der über Kopf der Kondensation abgehenden, noch schwach formaldehydhaltigen Inertgasanteile verwendet wird, die dann formaldehydfrei über eine Vakuumpumpe abgezogen werden. Das Waschwasser der Inertgaswäsche wird einer Verdampfungsanlage zugeführt, in welcher die Verdünnung des Rohdioxans mit Wasserdampf stattfindet.
  • Weiterhin wird nach der Verfahrensweise gemäß Patentanmeldung K 34036 IVb/12o (deutsche Auslegeschrift 1114474) so gearbeitet, daß die durch Abscheidung aus den Spaltprodukten der Dioxanspaltung abgetrennte formaldehydhaltige, wäßrige Schicht im Kreislauf wieder zur Beschickung des ersten Reaktionsgefäßes dient.
  • Die Aufarbeitung des Rohisoprens bzw. Butadiens erfolgt in zwei Destillationsstufen, wobei über Kopf der ersten Stufe Isobutylen bzw. Propylen und über Kopf der zweiten Stufe Reinisopren bzw. Reinbutadien abgezogen wird, während das als Sumpfprodukt der zweiten Stufe anfallende Dioxan im Kreislauf in die Wasserverdampfung vor der Dioxanspaltung zurückgeleitet wird.
  • Die kontinuierliche Umsetzung des mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünnten Isobutylens bzw. Propylens zum Dioxan findet in Anwesenheit von Formaldehyd und verdünnter Schwefelsäure bei Temperaturen zwischen etwa +20 und + 1000 C und bei Drücken von Normaldruck bis zu etwa 10 at statt. Die Umsetzung wird insbesondere bei einer Temperatur von zwischen etwa +30 und +600 C und bei einem Druck von zwischen etwa 4 und 5 at durchgeführt. Bei der Umsetzung wird eine Schwefelsäurekonzentration von zwischen etwa 10 und 40 Gewichtsprozent, vorteilhafterweise zwischen etwa 15 und 25 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten. Außerdem wird eine Formaldehydkonzentration von zwischen etwa 0,1 und 15 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten, wobei diese Formaldehydkonzentration in Richtung der Isobutylen-bzw. Propylenzugabe abnimmt und bei Hintereinanderschaltung mehrere Reaktionsgefäße jeweils das folgende Reaktionsgefäß eine geringere Formaldehydkonzentration aufweist als das vorangehende.
  • Man zieht das gebildete Dioxan kontinuierlich mit Hilfe des inerten organischen Verdünnungsmittel stromes aus dem bzw. den Reaktionsgefäßen ab. In diesen Reaktionsgefäßen wird eine Dioxankonzentration von höchstens zwischen etwa 10 und 40 Gewichtsprozent, bezogen auf die organische Phase, aufrechterhalten.
  • Das vom Verdünnungs- und Lösungsmittel befreite Rohdioxan wird zusammen mit dem gleichzeitig bei der vorangegangenen Umsetzung aus dem Isobutylen bzw. Propylen gebildeten tertiären Butanol bzw.
  • Isopropanol der Spaltung unterworfen. Man kann das Rohdioxan aber auch zusammen mit mindestens einem Teil des inerten, organischen Verdünnungs-und Lösungsmittels der Spaltung unterwerfen und dieses Verdünnungsmittel dann erst anschließend von den Spaltprodukten destillativ abtrennen.
  • Beim Verfahren nach Patentanmeldung K 34036 IVb/12o (deutsche Auslegeschrift 1114474) kann man einen propylen- bzw. isobutylenhaltigen Kohlenwasserstoffschnitt einsetzen, der außerdem im wesentlichen Propan- n-Butan, Isobutan und n-Buten als Verdünnungskomponenten enthält, wobei durch entsprechende Wahl der Reaktionsbedingungen selektiv nur das Isobutylen bzw. Propylen mit dem zugesetzten Formaldehyd umgesetzt wird. Die vom Isobutylen befreite Kohlenwasserstofffraktion kann dann anschließend insbesondere zur Butadiensynthese eingesetzt werden.
  • Weitere Versuchs arbeiten haben nunmehr überraschenderweise ergeben, daß sich das Verfahren auch bei Anwendung von Phosphorsäure an Stelle der Schwefelsäure durchführen läßt, wozu allerdings einige Abänderungen der Versuchsbedingungen notwendig waren. Gleichzeitig ergaben sich aber auch eine Reihe von Vorteilen gegenüber der bisherigen Arbeitsweise mit Schwefelsäure.
  • Es war keineswegs vorauszusehen, daß sich die Umsetzung auch mit Phosphorsäure durchführen läßt, da diese als schwächere Säure einen geringeren Dissoziationsgrad aufweist. Das Gelingen der Umsetzung ist aber weitgehend von der Säurestärke abhängig. Versuche haben nun ergeben, daß dieselbe Wirkung wie mit Schwefelsäure auch mit Phosphorsäure erzielt werden kann, insbesondere dann, wenn mit höherer Säurekonzentration und bei höheren Temperaturen und Drücken gearbeitet wird.
  • Die Anwendung von Phosphorsäure ist deshalb von großem Vorteil, weil diese bei den meisten legierten Stählen wesentlich geringere Korrosionsschäden als Schwefelsäure hervorruft und damit der Bau der Anlage unter Verwendung billigerer Legierungen erfolgen kann. Außerdem ist hervorzuheben, daß die Phosphorsäure eine viel geringere verkohlende Wirkung auf die in ihr gelösten organischen Bestandteile besitzt als die Schwefelsäure. Die Phosphorsäure gestattet damit bei der Säureaufkonzentrierung die Anwendung eines geringeren Vakuums von beispielsweise 250 Torr und höherer Temperaturen von beispielsweise 850 C gegenüber der Aufkonzentrierung der Schwefelsäure bei 88 Torr und 600 C. Hierdurch wird ebenfalls ein Vorteil und ein wesentlicher technischer Fortschritt bei der Durchführung des Verfahrens erzielt.
  • Erfindungsgemäß wird nunmehr so gearbeitet, daß man zur Herstellung des Dioxans z. B. das vorzugsweise mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünnte Isobutylen im Gegenstrom zu einem Gemisch aus verdünnter Phosphorsäure und wäßriger Formaldehydlösung kontinuierlich zur Umsetzung bringt. Diese Umsetzung des Isobutylens zum Dioxan wird insbesondere bei Temperaturen zwischen etwa +50 und + 1000 C und bei einem Druck von zwischen etwa 5 bis 20 at durchgeführt. Außerdem wird bei der Umsetzung eine Phosphorsäurekonzentration von zwischen etwa 10 bis 40 Gewichtsprozent, vorteilhafterweise zwischen etwa 15 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten.
  • Die aus der Reaktionszone abfließende, etwa 15- bis 300/obige Phosphorsäure wird durch Verdampfung bei einem Vakuum von etwa 100 bis 300 Torr und bei einer Temperatur unter etwa +1000 C aufkonzentriert, worauf dann die aufkonzentrierte, etwa 30- bis 600/oige Phosphorsäure wieder der Reaktionszone zugeführt wird. Im übrigen wird so gearbeitet, wie schon in der Patentanmeldung K 34036 IVb/12o (deutsche Auslegeschrift 1114474) angegeben.
  • In der Zeichnung ist ein Fließschema zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch dargestellt.
  • Bei der Arbeitsweise nach diesem Verfahrensschema, welches dem Schema nach Patentanmeldung K 34036 IVb/12o (deutsche Auslegeschrift 1 114474) entspricht, gelangt das Ausgangsgemisch, bestehend aus beispielsweise Isobutylen und einem inerten organischen Verdünnungsmittel über die Zuleitungen 17 und 16 in den Vorratsbehälter 14 und von hier über die Zufiußleitung 15 in den mit einem Rührwerk versehenen Reaktor 2. Der Überlauf dieses Reaktors 2 gelangt kontinuierlich über die Leitung 18 in den Abscheider 19, von welchem die organische Schicht über die Überlaufleitung 21 abgezogen wird und dem ebenfalls mit einem Rührwerk versehenen Reaktor 1 zuströmt. Diesem Reaktor 1 werden außerdem über die Zuflußleitung 6 Phosphorsäure aus dem Vorratsbehälter 3 und über die Zuflußleitungen 7 und 8 wäßrige Formaldehydlösungen aus den Vorratsbehältern 4 und 5 zugeführt. Dem Vorratsbehälter 3 fließt über die Kreislaufleitung 41 Phosphorsäure aus der Säurekonzentration 40 zu; verbrauchte Säure wird durch die Zuleitung 76 ergänzt.
  • Dem Vorratsbehälter 4 wird 370/oige wäßrige Formaldehydlösung über die Zuleitung 9 zugeführt, und der Vorratsbehälter 5 wird schließlich über die Kreislaufleitung 43 mit wäßriger Formaldehydlösung aus dem späteren Abscheider 42 gespeist.
  • Die verdünnten Umsetzungsprodukte werden aus dem Reaktor 1 über die Leitung 19 kontinuierlich abgezogen und gelangen in den Abscheider 11, aus welchem die saure, formaldehydhaltige, wäßrige Phase über die Bodenableitung 12 dem Reaktor 2 zugeführt wird. Der überlauf des Abscheiders 11 gelangt über die Leitung 13, den Neutralisationstrum 72, welchem über die Zuleitung 73 beispielsweise NU ROH zugeführt wird, und über die weitere Leitung 74 in die mit Einspritzkondensatoren versehene Destillationskolonne 27 mit Erhitzer 28 und Kondensator 29. Uber Kopf dieser Kolonne wird durch die Leitung 30 das organische Verdünnungsmittel abgenommen, welches bei 31 aus der Anlage abgezogen wird. Als Sumpfprodukt der Destillation fällt Rohdioxan an, welches durch die Bodenableitung 32 einem Dünnschichtverdampfer 33 mit Erhitzer 34 zuströmt und dort zusammen mit aus der Kreislaufleitung 71 zufließendem, etwas formaldehydhaltigem Wasser verdampft wird. Über die Bodenableitung 36 werden höhersiedende Rückstände und der vorangegangenen Neutralisation entstammende Salze abgezogen. Das bei der Verdampfung anfallende Rohdioxan-Wasserdampf-Gemisch gelangt über die Kopfableitung35 in den Spaltofen37, aus welchem die heißen Dioxan-Spaltprodukte über die Ableitung 38 einem Verdampfer 40 zur Säurekonzentrierung mittels des Wärmeaustauschers 39 zugeführt werden.
  • Nach Kühlung der Spaltprodukte gelangen diese dann über die Leitung 77 in einen Abscheider 42.
  • Die im Abscheider 42 anfallende wäßrige, formaldehydhaltige Phase gelangt über die Bodenableitung 43 im Kreislauf zurück in den Vorratsbehälter 5. Der organische überlauf des Abscheiders 42 dagegen fließt über die Leitung 44 einer ersten Destillåtionskolonne 45 mit Erhitzer 46 und Kühler47 zu, aus welcher über die Kopf ableitung 48 reines Isobutylen abströmt. Das Rohisopren fließt weiter über die Bodenableitung 49 in die zweite Destillationskolonne 50 mit Erhitzer 51 und Kühler 52, -aus welcher über die Kopfableitung 53 Reinisopren als Endprodukt abgezogen wird, während das als Sumpf anfallende, rückgewonnene, ungespaltene Dioxan über die Bodenableitung 54 im Kreislauf in den Verdampfer 33 zurückgeleitet wird.
  • Die aus dem Abscheider 19 über die Bodenableitung 20 abgezogene, wäßrige, saure und noch etwas formaldehydhaltige Phase gelangt in die Gegenstromextraktionsanlage 22 zur Auswaschung von mitgeführtem Dioxan aus dem Reaktor 2. Zur Extraktion dient entweder über die Leitung 23 zuströmendes Ausgangsgemisch von organischem Verdünnungsmittel und Isobutylen oder über die Abzweigleitung 24 zufließendes organisches Verdünnungsmittel aus der Kopffraktion der Destillationskolonne 27. Die organische Phase der Extraktion gelangt über die Leitung 25 in den Reaktor 2, während die wäßrige, saure Phase über die Ableitung 26 dem obenerwähnten Verdampfer 40 zur Säurekonzentrierung zugeführt wird. Die aufkonzentrierte Phosphorsäure gelangt von hier über die Bodenableitung 41 im Kreislauf zurück in den Vorratsbehälter 3.
  • Die Gase und Dämpfe aus dem Verdampfer 40 ziehen über die Kopfableitung 55 ab zu dem Waschturm 56, in welchem sie mittels über die Leitung 58 aus dem Vorratsbehälter 57 zugeführter Lauge neutralisiert werden. Als Lauge dient beispielsweise Natronlauge, welche über die Leitung 75 dem Vorratsbehälter 57 zufließt. Über die Bodenableitung 59 werden bei dieser Neutralisation anfallende Salze abgezogen. Die Gase und Dämpfe gelangen über die Leitung 60 weiter in den Kondensator61, aus welchem das Kondensatwasser über die Bodenableitung 63 in den Vorratsbehälter 64 fließt und von hier teilweise durch die Leitung 65 entnommen wird und dann zur Herstellung neuer, wäßriger Formaldehydlösung für den Reaktor 1 dienen kann. Ein weiterer Teil des Kondensatwassers wird über die Leitung 66 entnommen und fließt über Kopf dem Waschturm 67 zu, in welchen unten durch die Zuleitung 62 die aus dem Kondensator 61 über Kopf abströmenden Gase eingeleitet werden. Nach Auswaschung dieser Inertgase und ihrer Befreiung von letzten Spuren Formaldehyd werden diese Gase durch die Ableitung 68 über eine Vakuumpumpe abgezogen. Das formaldehydhaltige Waschwasser fließt dagegen über die Bodenableitung 69 in den Vorratsbehälter 70 ab und gelangt von hier im Kreislauf über die Leitung 71 in den Verdampfer 33 zur Verdampfung zusammen mit dem Rohdioxan aus der Destillationskolonne 27.
  • Beispiel Man läßt stündlich in den Reaktor 1 einer Anlage zur Herstellung von Isopren gemäß dem gezeichneten Fließschema aus dem Vorratsbehälter 3 386 kg wäßrige Phosphorsäure (400/oig), aus dem Behälter 4 82 kg Formaldehydlösung (370/oig) und aus dem Behälter 5 370 kg Formaldehydlösung (90/oig) zufließen. Ferner gelangen aus dem Reaktor 2 über den Abscheider 19 488 kg einer organischen Phase, welche neben nicht umgesetztem Isobutylen und Dioxan etwa 65 ovo Butan als inertes Verdünnungs-und Lösungsmittel enthält, in den Reaktor 1.
  • In den Reaktor 2 werden stündlich 400kg eines C4-Kohlenwasserstoffschnittes mit einem Gehalt von 200/0 Isobutylen gepumpt, wobei ein Teil über den Vorratsbehälter 14 direkt in den Reaktor 2 gelangt, während der andere Teil über die Säurewäsche 22 zum Reaktor 2 fließt. Dem Reaktor 2 werden außerdem über den Abscheider 11 836 kg einer von der organischen Phase abgeschiedenen wäßrigen Phase vom Reaktor 1 zugeführt, die neben Formaldehyd etwa 20 Olo Phosphorsäure enthält.
  • Die Temperatur in den Reaktoren 1 und 2 beträgt etwa +600 C, der Druck 8 at. Das Reaktionsgemisch wird in beiden Reaktoren intensiv gerührt. Aus dem Abscheider 11 wird die organische Phase (492 kg) dem Neutralisationsturm72 sowie anschließend der Destillationskolonne 27 zugeführt, über welche 334 kg Butan abdestilliert werden. Der Sumpf aus Kolonne 27 (158 kg) gelangt in den Dünnschichtverdampfer 33, wobei das in den Reaktoren gebildete 4,4'-Dimethyl-1,3-dioxan verdampft zum Dioxan-Spaltofen 37 gelangt. Der nicht verdampfbare Anteil (8 kg) wird aus dem Dünnschichtverdampfer als Abfall produkt ausgetragen. Die heißen Dämpfe, die aus dem Dioxan-Spaltofen 37 austreten, werden zur Säureaufkonzentrierung 40 geführt und dienen dazu, die Energie zur Phosphorsäureaufkonzentrierung zu liefern. Das Kondensat der Spaltofendämpfe gelangt in den Abscheider 42, aus welchem die abgeschiedene wäßrige und formaldehydhaltige Phase in den Vorratsbehälter5 gepumpt wird. Die organische Phase aus dem Abscheider 42 gelangt in die Destillationskolonne 45, aus welcher 14 kg reines Isobutylen abdestillieren und über die Leitung 48 entnommen werden.
  • Der Sumpf aus der Kolonne 45 gelangt in die Destillationskolonne 50, aus welcher 56 kg Isopren abgezogen werden. Der Sumpf der Kolonne 58, der aus nicht gespaltenem 4,4'-Dimethyl-1,3-dioxan besteht, wird wieder dem Dünnschichtverdampfer 33 zugeführt.
  • Die im Abscheider 19 hinter dem Reaktor 2 anfallende wäßrige etwa 200/oige Phosphorsäure wird in der Extraktionsanlage 22 im Gegenstrom mittels der Kohlenwasserstofffraktion aus den Abzweigleitungen 23 bzw. 24 extrahiert und gelangt in die Säureaufkonzentrierung 40. Die Phosphorsäureaufkonzen- trierung erfolgt hier bei 850 C und im Vakuum von 250Torr. Die aus dem Verdampfer 40 austretende Phosphorsäure ist etwa 400/oig und wird im Kreislauf in den Vorratsbehälter 3 zurückgeführt. Die Brüden gelangen über den Neutralisationsturm 56 in einen Kondensator 61 und fließen nach Kondensation der Dämpfe in den Vorratsbehälter 64 ab, von wo aus ein Teil des Kondensatwassers (68 kg) abgelassen wird. der andere Kondensatanteil (290 kg) - gelangt über den Waschturm 67, in welchem die inerten, über die Leitung 62 einströmenden Abgase formaldehydfrei gewaschen werden, in den Vorratsbehälter 70 und von da zurück in den Verdampfer 33.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien über die Stufe des in 4-Stellung mono- bzw. disubstituierten 1,3-Dioxans gemäß Patentanmeldung K 34036 IVb/12 o (deutsche Auslegeschrift 1114474), dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung des Dioxans das vorzugsweise mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünnte Isobutylen bzw. Propylen im Gegenstrom zu einem Gemisch aus verdünnter Phosphorsäure und wäßriger Formaldehydlösung kontinuierlich zur Umsetzung bringt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung des Isobutylens bzw. Propylens zum Dioxan bei Temperaturen zwischen etwa + 50 und +1000 C und bei einem Druck von zwischen etwa 5 und 20 at durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Umsetzung eine Phosphorsäurekonzentration von zwischen etwa 10 und 40 Gewichtsprozent, vorteilhafterweise zwischen etwa 15 und 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Reaktionszone abfließende, etwa 15- bis 300/oige Phosphorsäure durch Verdampfung bei einem Vakuum von etwa 100 bis 300 Torr und bei einer Temperatur unter etwa +1000 C aufkonzentriert wird, worauf die aufkonzentrierte, etwa 30- bis 600/oige Phosphorsäure wieder der Reaktionszone zugeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2325760.
DEK35430A 1958-07-30 1958-07-30 Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien Pending DE1119846B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2325760A (en) * 1937-12-08 1943-08-03 Gen Aniline & Film Corp Cyclic acetals of formaldehyde and a process of preparing them

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