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DE1119847B - Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien

Info

Publication number
DE1119847B
DE1119847B DEK35710A DEK0035710A DE1119847B DE 1119847 B DE1119847 B DE 1119847B DE K35710 A DEK35710 A DE K35710A DE K0035710 A DEK0035710 A DE K0035710A DE 1119847 B DE1119847 B DE 1119847B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dioxane
isobutylene
propylene
aqueous
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK35710A
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Glaser
Dr Franz Pohl
Dr Heinrich Rehberg
Dr Kurt Sennewald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knapsack AG
Original Assignee
Knapsack AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knapsack AG filed Critical Knapsack AG
Priority to DEK35710A priority Critical patent/DE1119847B/de
Publication of DE1119847B publication Critical patent/DE1119847B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D319/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D319/041,3-Dioxanes; Hydrogenated 1,3-dioxanes
    • C07D319/061,3-Dioxanes; Hydrogenated 1,3-dioxanes not condensed with other rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C1/00Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
    • C07C1/20Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from organic compounds containing only oxygen atoms as heteroatoms
    • C07C1/247Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from organic compounds containing only oxygen atoms as heteroatoms by splitting of cyclic ethers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C11/00Aliphatic unsaturated hydrocarbons
    • C07C11/12Alkadienes
    • C07C11/16Alkadienes with four carbon atoms
    • C07C11/1671, 3-Butadiene
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C11/00Aliphatic unsaturated hydrocarbons
    • C07C11/12Alkadienes
    • C07C11/173Alkadienes with five carbon atoms
    • C07C11/18Isoprene

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien Zusatz zur Patentanmeldung K 34036 IVb 112 o (Auslegeschrift 1 114 474) Die Erfindung betrift ein Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien aus Isobutylen bzw.
  • Propylen über die Stufe des in 4-Stellung mono- bzw disubstituierten 1, 3-Dioxans als Zwischenprodukt.
  • Es ist bekannt, 1,3-Diolefine durch Dehydrierung oder thermische Spaltung geeigneter Kohlenwasserstofffraktioren darzustellen. Man erhält jedoch dabei keine einheitlichen und reinen Substanzen, wodurch der technische Aufwand für die anschließende Gewinnung der Komponenten in vollkommen reinem Zustand sehr beträchtlich ist.
  • Es ist weiterhin als bekannt anzusehen, Olefine in Gegenwart von Säuren mit Aldehyden umzusetzen, wobei die entsprechenden 1,3-Dioxane gebildet werden, die dann mittels saurer Katalysatoren gespalten werden können zu 1,3Diolefinen, 1,3-Glykolen oder ungesättigten Alkoholen. Allerdings ist noch kein auf dieser wissenschaftlichen Grundlage entwickeltes technisches Verfahren bekannt, welches eine wirtschaftlichte und vor allem kontinuierliche Arbeitsweise zur Herstellung von z. B. Isopren aus Isobutylen vorsieht.
  • Die Patentanmeldung K 34036 IVb/ 120 (deutsche Auslegeschrift 1114474) beschreibt ein Verfahren, nach welchem vorzugsweise mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünntes Isobutylen bzw.
  • Propylen kontinuierlich im Gegenstrom zu einem Gemisch aus verdünnter Schwefelsäure und wäßriger Formaldehydlösung geleitet wird, die kontinuierlich als Überlauf abgezogene organische Phase nach Neutralisation destillativ in organisches Verdünnungsmittel als Kopffraktion und in Dioxan als rohes Sumpfprodukt getrennt und das Sumpfprodukt nach Verdünnung mit Wasserdampf einem katalytischen Spaltprozeß bei erhöhter Temperatur unterworfen wird, worauf die Spaltprodukte nach Kondensation durch Abscheidung in eine formaldehydhaltige, wäßrige Schicht und in eine das Rohisopren bzw. Rohbutadien enthaltende organische Schicht getrennt werden, welche destillativ aufgearbeitet wird zu Isobutylen bzw. Propylen, ungespaltenem Dioxan und Reinisopren bzw. Reinbutadien als Endprodukt.
  • Bei diesem Verfahren nimmt man die Umsetzung des Isobutylens bzw. Propylens zum Dioxan in mehreren hintereinandergeschalteten Reaktionsgefäßen vor, in welchen durch Rühren eine intensive Durchmischung mit der wäßrigen, sauren Formaldehydlösung stattfindet. Bei Verwendung von zwei hintereinandergeschalteten Reaktionsgefäßen werden dem ersten Reaktionsgefäß Schwefelsäure und wäßrige Formaldehydlösung sowie der durch Abscheidung von der wäßrigen und sauren Phase befreite Überlauf aus dem zweiten Reaktionsgefäß zugeführt, welchem das mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünnte Isobutylen bzw. Propylen zu strömt, wobei der Überlauf aus dem ersten Reaktionsgefäß nach Abscheidung der wäßrigen, sauren und formaldehydhaltigen Phase, welche dem zweiten Reaktionsgefäß zuströmt, und nach Neutralisation destillativ aufgearbeitet wird zu Rohdioxan und organischem Verdünnungsmittel. Die aus dem Überlauf des zweiten Reaktionsgefäßes abgetrennte, wäßrige, saure Phase wird im Gegenstrom zu gegebenenfalls isobutylen- bzw. propylenhaltigem organischem Verdünnungsmittel zur Befreiung von mitgeführtem Dioxan extrahiert, worauf das Verdünnungsmittel dem zweiten Reaktionsgefäß zugeführt wird. Schließlich wird die aus der Gegenstromextraktion abfließende, etwa 200/oige Schwefelsäure durch Verdampfung aufkonzentriert, wozu im Wärmeaustausch die aus der Dioxandpaltanlage abströmenden, heißen Reaktionsprodukte als Energiespender benutzt werden. Diese Aufkonzentration der Schwefelsäure erfolgt vorteilhafterweise in einem Dünnschichtverdampfer bei einem Vakuum von etwa 30 bis 120 Torr und bei einer Temperatur unter etwa +1000 C, vorteilhafterweise unter etwa + 800C. Die aufkonzentrierte, etwa 400/obige Schwefelsäure dient dann im Kreislauf wieder zur Beschickung des ersten Reaktionsgefäßes, nachdem gegebenenfalls ein Teil zuvor abgezweigt und zur Auswaschung des vom Rohdioxan abdestillierten organischen Verdünnungsmittels zwecks Herauslösung von nicht umgesetztem Isobutylen bzw.
  • Propylen benutzt worden war. Der über Kopf der Schwefelsäurekonzentrierung abgehende Wasserdampf gelangt nach Neutralisation durch Laugenwäsche oder Ionenaustausch zur Kondensation, wobei das noch schwach formaldehydhaltige Kondensatwasser teilweise in einer gesonderten Anlage zur Herstellung der wäßrigen, etwa 370/obigen Formaldehydlösung benutzt wird, welche dann wieder zur Beschickung des ersten Reaktionsgefäßes dient, und teilweise zur Gegenstromwäsche der über Kopf der Kondensation abgehenden, noch schwach formaldehydhaltigen Inertgasanteile verwendet wird, die dann formaldehydfrei über eine Vakuumpumpe abgezogen werden. Das Waschwasser der Inertgaswäsche wird einer Verdampfungsanlage zugeführt, in welcher die Verdünnung des Rohdioxans mit Wasserdampf stattfindet.
  • Weiterhin wird nach der Verfahrensweise gemäß Patentanmeldung K 34036 IVb /12o (deutsche Auslegeschrift 1 114474) so gearbeitet, daß die durch Abscheidung aus den Spaltprodukten der Dioxanspaltung abgetrennte formaldehydhaltige, wäßrige Schicht im Kreislauf wieder zur Beschickung des ersten Reaktionsgefäßes dient.
  • Die Aufarbeitung des Rohisoprens bzw. Rohbutadiens erfolgt in zwei Destillationsstufen, wobei über Kopf der ersten Stufe Isobutylen bzw. Propylen und über Kopf der zweiten Stufe Reinisopren bzw. Reinbutadien abgezogen wird, während das als Sumpfprodukt der zweiten Stufe anfallende Dioxan im Kreislauf in die Wasserverdampfung vor der Dioxanspaltung zurückgeleitet wird.
  • Die kontinuierliche Umsetzung des mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünnten Isobutylens bzw. Propylens zum Dioxan findet in Anwesenheit von Formaldehyd und verdünnter Schwefelsäure bei Temperaturen zwischen etwa +20 und +1000 C und bei Drücken von Normaldruck bis zu etwa 10 at statt. Die Umsetzung wird insbesondere bei einer Temperatur von zwischen etwa +30 und +600 C und bei einem Druck von zwischen etwa 4 bis 5 at durchgeführt. Bei der Umsetzung wird eine Schwefelsäurekonzentration von zwischen etwa 10 bis 40 Gewichtsprozent, vorteilhafterweise zwischen etwa 15 bis 25 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten. Außerdem wird eine Formaldehydkonzentration von zwischen etwa 0,1 und 15 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten, wobei diese Formaldehydkonzentration in Richtung der Isobutylenzugabe abnimmt und bei Hintereinanderschaltung mehrerer Reaktionsgefäße jeweils das folgende Reaktionsgefäß eine geringere Formaldehydkonzentration aufweist als das vorangehende.
  • Man zieht das gebildete Dioxan kontinuierlich mit Hilfe des inerten organischen Verdünnungsmittelstromes aus dem bzw. den Reaktionsgefäßen ab. In diesen Reaktionsgefäßen wird eine Dioxankonzentration von höchstens zwischen etwa 10 bis 40 Gewichtsprozent, bezogen auf die organische Phase, aufrechterhalten.
  • Das vom Verdünnungs- und Lösungsmittel befreite Rohdioxan wird zusammen mit dem gleichzeitig bei der vorangegangenen Umsetzung aus dem Isobutylen bzw. Propylen gebildeten, tertiären Butanol bzw. Isopropanol der Spaltung unterworfen. Man kann das Rohdioxan aber auch zusammen mit mindestens einem Teil des inerten, organischen Verdünnungs- und Lösungsmittels der Spaltung unterwerfen und dieses Verdünnungsmittel dann erst anschließend von den Spaltprodukten destillativ abtrennen.
  • Beim Verfahren nach Patentanmeldung K 34036 IV b /120 (deutsche Auslegeschrift 1114474) kann man einen propylen- bzw. isobutylenhaltigen Kohlenwasserstoffschnitt einsetzen, der außerdem im wesentlichen Propan, n-Butan, i-Butan und n-Buten als Verdünnungskomponenten enthält, wobei durch entspre chende Wahl der Reaktionsbedingungen selektiv nur das Propylen bzw. Isobutylen mit dem zugesetzten Formaldehyd umgesetzt wird. Die vom Propylen bzw.
  • Isobutylen befreite Kohlenwasserstoflfraktion kann dann anschließend insbesondere zur Butadiensynthese eingesetzt werden.
  • Auch bei Anwendung von Phosphorsäure an Stelle der Schwefelsäure läßt sich das Verfahren durchführen, insbesondere dann, wenn mit höherer Säure konzentration und bei höheren Temperaturen und Drücken gearbeitet wird.
  • Die Anwendung von Phosphorsäure ist deshalb von großem Vorteil, weil diese bei den meisten legierten Stählen wesentlich geringere Korrosionsschäden als Schwefelsäure hervorruft und damit der Bau der Anlage unter Verwendung billigerer Legierungen erfolgen kann. Außerdem ist hervorzuheben, das die Phosphorsäure eine viel geringere verkohlende Wirkung auf die in ihr gelösten organischen Bestandteile besitzt als die Schwefelsäure. Die Phosphorsäure gestattet damit bei der Säureaufkonzentrierung die Anwendung eines geringeren Vakuums von beispielsweise 250 Torr und höherer Temperatur von beispielsweise 850 C gegenüber der Aufkonzentrierung der Schwefelsäure bei 88 Torr und 600 C. Die Umsetzung des Propylens bzw. Isobutylens zum Dioxan wird dann insbesondere bei Temperaturen zwischen etwa +50 und +1000 C und bei einem Druck von zwischen etwa 5 und 20 at durchgeführt. Außerdem wird bei der Umsetzung eine Phosphorsäurekonzentration von zwischen etwa 10 und 40 Gewichtsprozent, vorteilhafterweise zwischen etwa 15 und 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten.
  • Die aus der Reaktionszone abfließende, etwa 15-bis 300/obige Phosphorsäure wird durch Verdampfung bei einem Vakuum von etwa 100 bis 300 Torr und bei einer Temperatur unter etwa +1000 C aufkonzentriert, worauf dann die aufkonzentrierte, etwa 30-bis 600/oige Phosphorsäure wieder der Reaktionszone zugeführt wird.
  • Abschließend sei erwähnt, daß als saure Komponenten auch alle diejenigen Säuren in Frage kommen können, die sich leicht aufkonzentrieren lassen und genügend stark sauer sind, um die Reaktion zu katalysieren, wie z. B. außer Schwefel- und Phosphorsäure auch Essigsäure, Phosphorwolframsäure od. dgl.; aber auch Salzlösungen wie eine Zinkchloridlösung od. dgl. lassen sich verwenden. Die Konzentrationsverhältnisse und sonstige Reaktionsbedingungen können den eingesetzten Säurekomponenten angepaßt werden.
  • So kann die Dioxanbildung beispielsweise bei einer Schwefelsäurekonzentration von zwischen etwa 5 und 40 Gewichtsprozent, vorteilhafterweise zwischen etwa 5 und 25 Gewichtszrozent, bezogen auf die wäßrige Phase, stattfinden.
  • Als inerte Lösungs- und Verdünnungsmittel kommen beispielsweise in Frage: aromatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere Benzol und Toluol, sowie aliphatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere der gesättigten Reihe und eventuell Äther.
  • Die bisher bekannten sowie das hier beschriebene Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien benötigen einen verhältnismäßig großen apparativen Aufwand und sind daher nur umständlich durchzuführen.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nunmehr ein solches Verfahren, bei dem alle Arbeitsgänge, die zur Herstellung des als Zwischenprodukt zur Isopren- bzw. Butadiengewinnung benötigten m-Dioxans führen, in einem einzigen Reaktionsgefäß, nämlich in einer Pulsationskolonne durchgeführt werden.
  • Diese Pulsationskolonne vereinigt in sich die Wirkungsweise der beim Verfahren nach Patentanmeldung K 34036 IVb /120 (deutsche Auslegeschrift 1 114474) benötigten und im Gegenstrom arbeitenden Reaktionsgefäße, ferner der Abscheidegefäße und der Extraktionsanlagen. Sie besitzt dabei noch den Vorteil einer 3- bis 4fach größeren Raum-Zeit-Ausbeute gegenüber den bisher verwendeten Reaktoren herkömmlicher Bauart. Der Bauart nach ähnelt die Pulsationskolonne einer Siebbodenkolonne, in die das Reaktionsgemisch eingeleitet wird, welches aus zwei im spezifischen Gewicht unterschiedlichen Phasen besteht und mittels einer Pumpe in pulsierende Schwingungen versetzt wird. Die beiden Phasen des Reaktionsgemisches werden der Pulsationskolonne im Gegenstrom zueinander aufgegeben und innerhalb derselben infolge der pulsierenden Bewegung durch die Siebböden gepreßt, wobei eine intensive Durchmischung der beiden Phasen stattfindet. Diese Durchmischung ermöglicht es, daß Komponenten, die in den miteinander nicht oder nur beschränkt mischbaren Phasen enthalten sind, leicht zur Reaktion gebracht werden können und daß das Reaktionsprodukt sich durch geeignete Wahl des Lösungs- oder Verdünnungsmittels bzw. der Phasenkomponenten in einer Phase anreichert.
  • Die Pulsationskolonne, welche ursprünglich als Extraktionskolonne entwickelt wurde, wurde im vorliegenden Falle erfindungsgemäß zur Durchführung chemischer Reaktionen benutzt und ihre Wirkungsweise hierbei am Beispiel der m-Dioxansynthese studiert. Sie läßt sich nach den vorliegenden überraschenden und erfolgreichen Versuchsergebnissen aber darüber hinaus überall dort anwenden, wo zwei Phasen bzw. Bestandteile derselben miteinander zur Reaktion gebracht werden sollen und/oder das Reaktionsprodukt in einer Phase angereichert entnommen werden soll.
  • Bei dem Verfahren zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien über die Stufe des in 4-Stellung mono-bzw. disubstituierten 1,3-Dioxans, bei welchem man vorzugsweise mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünntes Propylen bzw. Isobutylen kontinuierlich im Gegenstrom zu einem Gemisch aus verdünnter Säure und wäßriger Formaldehydlösung leitet, wobei der kontinuierlich abgezogene Überlauf nach Neutralisation destillativ aufgearbeitet wird in organisches Verdünnungsmittel als Kopffraktion und in Dioxan als rohes Sumpfprodukt, welches nach Verdünnung mit Wasserdampf einem katalytischen Spaltprozeß bei erhöhter Temperatur unterworfen wird, worauf die Spaltprodukte nach Kondensation durch Abscheidung getrennt werden in eine formaldehydhaltige, wäßrige Schicht und in Rohisopren bzw. Rohbutadien, welches destillativ aufgearbeitet wird zu Isobutylen bzw. Propylen, ungespaltenem Dioxan und Reinisopren bzw. Reinbutadien als Endprodukt, wird gemäß dem Gedanken der vorliegenden Erfindung nunmehr so gearbeitet, daß man die Umsetzung des Isobutylens bzw. Propylens zum Dioxan in einer Pulsationskolonne als Reaktionsgefäß vornimmt, welcher im oberen Teil konzentrierte Säure und wäßrige Formaldehydlösung und im unteren Teil das mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünnte Isobutylen bzw. Propylen zugeführt wird, wobei dann aus der oberen Abscheidezone das Rohdioxan zusammen mit dem organischen Verdünnungsmittel abströmt und am Boden der unteren Abscheidezone die wäßrige, saure Phase abgezogen wird.
  • Die beiden eingesetzten Phasen, welche bei ihrer Zugabe gleichzeitig die beiden Ausgangskomponenten zur Dioxansynthese enthalten, laufen in der Pulsationskolonne somit im Gegenstrom zueinander in der Weise, daß sich die organische Phase, die das gebildete Dioxan enthält, schließlich im oberen Teil der Kolonne ansammelt, während die wäßrige Phase, welche die Katalysatorlösung neben etwas nicht ausreagiertem Formaldehyd enthält, im unteren Teil der Kolonne anfällt.
  • Bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise wird die Umsetzung des Propylens bzw. Isobutylens zum Dioxan bei erhöhter Temperatur und unter einem Druck durchgeführt, der ausreicht, um die Reaktionskomponenten und das Verdünnungsmittel in flüssiger Phase zu halten, im allgemeinen bei Drücken zwischen Normaldruck und etwa 20 at. Bei der Umsetzung wird schließlich eine Schwefelsäure- bzw. Phosphorsäurekonzentration von zwischen etwa 5 und 60 Gewichtsprozent, vorteilhafterweise zwischen etwa 5 und 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten. Die aus der Reaktionszone abfließende Säure wird durch Verdampfung bei einem Vakuum von etwa 30 bis 300 Torr und bei einer Temperatur unter etwa + 1000C aufkonzentriert und wieder der Reaktionszone zugeführt.
  • Im übrigen wird so gearbeitet, wie schon in der Patentanmeldung K 34036 IVb /120 (deutsche Auslegeschrift 1114474) angegeben.
  • In der Zeichnung ist ein Fließschema zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch dargestellt.
  • Bei der Arbeitsweise nach diesem Verfahrensschema, welches im unteren Teil weitgehend dem Schema nach Patentanmeldung K 34036 IVb /120 (deutsche Auslegeschrift 1 114474) entspricht, gelangt das Ausgangsgemisch, bestehend aus beispielsweise Isobutylen bzw. Propylen und einem inerten organischen Verdünnungsmittel, über die Zuleitung 16 in den Vorratsbehälter 14 und von hier über die Zuflußleitung 15 in die untere Abscheidezone der Pulsationskolonne 78, welche über Leitung 79 mit einem System verbunden ist, das aus einem sich in einem Rohr 80 bewegenden Kolben besteht, wodurch der Kolonneninhalt in pulsierende Bewegung versetzt wird. Dieser Pulsationskolonne werden außerdem über die Zuflußleitung 6 beispielsweise Schwefel- oder Phosphorsäure aus dem Vorratsbehälter 3 und über die Zuflußleitungen 7 bzw. 8 wäßrige Formaldehyd-Iösungen aus den Vorratsbehältern 4 und 5 zugeführt.
  • Dem Vorratsbehälter 3 fließt über die Kreislaufleitung 41 Schwefel- bzw. Phosphorsäure aus der Säurekonzentration 40 zu; verbrauchte Säure wird durch die Zuleitung 76 ergänzt. Dem Vorratsbehälter 4 wird 370/oige wäßrige Formaldehydlösung über die Zuleitung 9 zugeführt, und der Vorratsbehälter 5 wird schließlich über die Kreislaufleitung 43 mit wäßriger Formaldehydlösung aus dem späteren Abscheider 42 gespeist.
  • Die verdünnten Umsetzungsprodukte werden aus der oberen Abscheidezone der Pulsationskolonne 78 über die Ableitung 13 kontinuierlich abgezogen und gelangen über den Neutralisationsturm72, welchem über die Zuleitung 73 beispielsweise NaOH zugeführt wird, und über die weitere Leitung 74 in die mit Einspritzkondensatoren versehene Destillationskolonne 27 mit Erhitzer 28 und Kondensator 29. Über Kopf dieser Kolonne wird durch die Leitung 30 das organische Verdünnungsmittel aus der Anlage abgezogen.
  • Als Sumpfprodukt der Destillation fällt Rohdioxan an, welches durch die Bodenableitung 32 einen Dünnschichtverdampfer33 mit Erhitzer34 zuströmt und dort zusammen mit aus der Kreislaufleitung 71 zufließendem, etwas formaldehydhaltigem Wasser verdampft wird. Über die Bodenableitung 36 werden höhersiedende Rückstände und der vorangegangenen Neutralisation entstammende Salze abgezogen. Das bei der Verdampfung anfallende Rohdioxan-Wasserdampf-Gemisch gelangt über die Kopfableitung 35 in den Spaltofen 37, aus welchem die heißen Dioxan-Spaltprodukte über die Ableitung 38 einem Verdampufer 40 zur Säurekonzentrierung mittels des Wärmeaustauschers 39 zugeführt werden. Nach Kühlung der Spaltprodukte gelangen diese dann über die Leitung 77 in einen Abscheider 42.
  • Die im Abscheider 42 anfallende wäßrige, formaldehydhaltige Phase gelangt über die Bodenableitung 43 im Kreislauf zurück in den Vorratsbehälter 5. Der organische Überlauf des Abscheiders 42 dagegen fließt über die Leitung 44 einer ersten Destillationskolonne 45 mit Erhitzer 46 und Kühler 47 zu, aus welcher über die Kopfableitung 48 reines Isobutylen bzw. Propylen abströmt. Das Rohisopren bzw. Rohbutadien fließt weiter über die Boden ableitung 49 in die zweite Destillationskolonne 50 mit Erhitzer 51 und Kühler 52, aus welcher über die Kopfableitung 53 Reinisopren bzw Reinbutadien als Endprodukt abgezogen wird, während das als Sumpf anfallende, rückgewonnene, ungespaltene Dioxan über die Bodenableitung 54 im Kreislauf in den Verdampfer 33 zurückgeleitet wird.
  • Die in der unteren Abscheidezone der Pulsationskolonne 78 sich ansammelnde wäßrige, saure Phase wird am Boden über die Ableitung 26 entnommen und dem obenerwähnten Verdampfer 40 zur Säurekonzentrierung zugeführt. Die aufkonzentrierte Säure gelangt von hier über die Boden ableitung 41 im Kreislauf zurück in den Vorratsbehälter 3.
  • Die Gase und Dämpfe aus dem Verdampfer 40 ziehen über die Kopfableitung 55 ab zu dem Waschturm 56, in welchem sie mittels über die Leitung 58 aus dem Vorratsbehälter 57 zugeführter Lauge neutralisiert werden. Als Lauge dient beispielsweise Natronlauge, welche über die Leitung 75 dem Vorrats behälter 57 zufließt. Über die Bodenableitung 59 werden bei dieser Neutralisation anfallende Salze abgezogen. Die Gase und Dämpfe gelangen über die Leitung 60 weiter in den Kondensator 61> aus welchem das Kondensatwasser über die Bodenableitung 63 in den Vorratsbehälter 64 fließt und von hier teilweise durch die Leitung 65 entnommen wird und dann zur Herstellung neuer, wäßriger Formaldehydlösung dienen kann. Ein weiterer Teil des Kondensatwassers wird über die Leitung 66 entnommen und fließt über Kopf dem Waschturm 67 zu, in welchen unten durch die Zuleitung 62 die aus dem Kondensator 61 über Kopf ab strömenden Gase eingeleitet werden. Nach Auswaschung dieser Inertgase und ihrer Befreiung von letzten Spuren Formaldehyd werden diese Gase durch die Ableitung 68 über eine Vakuumpumpe abgezogen. Das formaldehydhaltige Waschwasser fließt dagegen über die Boden ableitung 69 in den Vorratsbehälter 70 ab und gelangt von hier im Kreislauf über die Leitung 71 in den Verdampfer 33 zur Verdampfung zusammen mit dem Rohdioxan aus der Destillationskolonne 27.
  • Beispiel 1 143 kg eines C4-Kohlenwasserstoffschnittes mit einem Gehalt von 34 Gewichtsprozent Isobutylen werden stündlich über eine Zuleitung 16 und einen Zwischenbehälter 14, der gleichzeitig als Meßbehälter dient, in die untere Abscheidezone einer Pulsationskolonne 78 eingeführt. Die Pulsationskolonne besitzt einen inneren Durchmesser von 353 mm und enthält übereinander angeordnet 50 Siebböden im Abstand von je 50mm sowie oberhalb und unterhalb dieser Siebböden eine Beruhigungs- und Abscheidezone von je 1 m Länge. Die untere Abscheidezone ist außerdem mit einem sich in einem Zylinder bewegenden Kolben 80 verbunden, der den Kolonneninhalt in pulsierende Bewegung versetzt (Hubhöhe h=20 mm, Frequenz n'= 100 Impulse je Minute).
  • Die Siebböden sind mit Öffnungen von 1,6 mm Durchmesser versehen, wobei die freie Oberfläche oele der Gesamtfläche des Siebbodens beträgt, was etwa 5000 Öffnungen je Siebboden entspricht.
  • Der Pulsationskolonne 78 werden außerdem in den oberen Teil stündlich 40,9 kg einer wäßrigen, frischen Formaldehydlösung (35,5Gewichtsprozent) aus der Zuleitung 9 über den Vorrats- und Meßbehälter 4 zugeführt; ferner gelangen 164,8 kg einer Kreislauf-Formaldehydlösung (9,10/oig) aus dem Vorrats- und Meßbehälter 5 in die Pulsationskolonne 78. Außerdem werden in den oberen Teil der Pulsationskolonne stündlich 200 kg einer etwa 400/obigen Schwefelsäure über den Vorratsbehälter 3 eingeführt. Verbrauchte Säure wird durch die Zuleitung 76 ergänzt. Die Temperatur in der Pulsationskolonne wird auf + 350 C gehalten, der Druck beträgt 8 at.
  • Die verdünnten Umsetzungsprodukte reichern sich in der oberen Abscheidezone der Pulsationskolonne 78 an und werden dort über die Leitung 13 kontinuierlich abgezogen. Sie gelangen über den Neutralisationsturm 72 in die Destillationskolonne 27, in welcher das organische Verdünnungsmittel, z. B. die restlichen Kohlenwasserstoffe des C4-Schnittes, abdestilliert und über die Leitung 30 aus der Anlage entfernt werden.
  • Das als Sumpfprodukt in der Destillationskolonne 27 anfallende Rohdioxan (72,5 kg) gelangt in den Dünnschichtverdampfer 33 und wird zusammen mit dem aus der Kreislaufleitung 71 stammenden, etwas formaldehydlialtigen Wasser verdampft Bei der Verdampfung fallen 4,25 kg'Stunde teerartige höhersiedende Verunreinigungen an, die durch die Bodenableitung 36 aus dem Dünnschichtverdampfer 33 entfernt werden.
  • Das aus diesem Dünnschichtverdampfer 33 austretende Rohdioxan-Wasserdampf-Gemisch gelangt in den Spaltofen 37, aus welchem die heißen Dioxan-Spaltprodukte einem Verdampfer 40, der zur Säure aufkonzentrierung dient, zugeführt werden.
  • Das Kondensat der Spaltprodukte gelangt in einen Abscheider 42, aus welchem die wäßrige, formaldehydhaltige Phase über die Kreislaufleitung 43 und dem Vorratsbehälter 5 wieder in die Pulsationskolonne 78 zurückgeführt wird.
  • Die organische Phase aus dem Abscheider 42 fließt einer Destillationskolonne 45 zu, aus welcher 15,5 kg reines Isobutylen abdestilliert und über die Kopfableitung 48 abgeführt werden. Die Destillation wird beispielsweise unter einem Druck von 3,1 at ausgeführt, wobei die Sumpftemperatur mittels der Heizung 46 auf +1250 C gehalten wird. Der Sumpf aus der Kolonne 45 gelangt in eine zweite Destillationskolonne 50, aus welcher 28 kg reines Isopren pro Stunde abdestilliert und über die Kopfableitung 53 entnommen werden, während das als Sumpfprodukt anfallende, ungespaltene 4,4'-Dimethyl-1,3-dioxan im Kreislauf in den Dünnschichtverdampfer33 zurückgeleitet wird.
  • Die in der unteren Abscheidezone der Pulsationskolonne 78 sich ansammelnde etwa 200/obige Schwefelsäure (374 kg), die noch etwas 4,4'-Dimethyl-1,3-dioxan und etwa 1 bis 2 Gewichtsprozent nicht umgesetzten Formaldehyd enthält, wird in den Verdampfer 40 geleitet, wo eine Aufkonzentrierung auf einen etwa 400/oigen H2SO4-Gehalt erfolgt. Die Aufkonzentrierung wird beispielsweise bei + 650 C und bei einem Vakuum von 88 Torr vorgenommen.
  • Die über die Boden ableitung 41 austretende, aufkonzentrierte Schwefelsäure (200 kg/Stunde) wird über den Vorratsbehälter 3 im Kreislauf der Pulsationskolonne 78 zugeführt.
  • Die Gase und Dämpfe aus dem Verdampfer 40 ziehen über die Kopfableitung 55 ab zu dem Waschturm 56, in welchem sie mittels einer 5°/oigenNaOH-Lösung von mitgerissenen Säuretröpfchen befreit werden. Über die Bodenableitung 59 wird die hierbeiverbrauchte Lauge abgezogen. Die Gase tad-DBmpfuM gelangen in den Kondensator61, aus welchem das Kondensatwasser in den Vorratsbehälter 64 abfließt Ein Teil des Kondensats wird aus dem Prozeß über die Leitung 65 entfernt, der andere Teil über die Leitung 66 entnommen; dieser dient dazu, in einem Waschturm 67 die am Kondensator 61 über Kopf abströmenden Gase formaldehydfrei zu waschen. Das formaldehydhaltige Waschwasser fließt in den Vorratsbehälter 70 und gelangt von hier im Kreislauf in den Dünnschichtverdampfer 33 zur Erniedrigung des Partialdruckes des 4,4'-Dimethyl-1,3-dioxans und zur späteren Aktivierung des Spaltkatalysators.
  • Die Ausbeuten an Isopren als erwünschtes Endprodukt betragen: 85,50/0, bezogen auf verbrauchten Formaldehyd CH2O, und 87,50/0, bezogen auf das verbrauchte Isobutylen C4 H8.
  • Beispiel 2 Der Ansatz ist der gleiche wie bei Beispiel 1, nur wird statt 400/oiger H2. SO4 der Pulsationskolonne 78 eine 100/obige Schwefelsäure in der gleichen Menge zugeführt. Die durch Leitung 26 abfließende Schwefelsäure ist nunmehr nur 50/oig. Die Temperatur an der Pulsationskolonne beträgt +850 C, der Druck 15 at.
  • Die Aufkonzentrierung der Säure erfolgt bei +700 C und 200 Torr.
  • Beispiel 3 In eine Pulsationskolonne 78 mit 50 Siebböden mit einem Durchmesser von je 50 mm, welche in einem Abstand von 40 mm übereinander angebracht sind und jeweils 80 Durchbohrungen von 1 mm Durchmesser aufweisen, werden stündlich durch die Zuführungsleitung 15 im Bereich der unteren Abscheidezone 1,1 kg eines C4-Kohlenwasserstoffschnittes mit einem Gehalt von 20 Gewichtsprozent Isobutylen eingeleitet.
  • Zugleich werden in den oberen Teil der Pulsationskolonne 78 über den Vorratsbehälter 4 0,21 kg einer 370/obigen Formaldehydlösung sowie aus der Kreislaufleitung 43 über den Vorrats- und Meßbehälter 5 0,8 kg einer wäßrigen Formaldehydlösung (90/oil) und durch die Leitung 6 1 kg einer etwa 500/oigen Phosphorsäurelösung eingeführt. Die Temperatur in der Pulsationskolonne wird auf +80° C gehalten, der Druck beträgt etwa 13 at, vdie Säurekonzentration etwa 25 0/o.
  • Der Inhalt der Pulsationskolonne 78 ist mit einem sich in einem Zylinder bewegenden Kolben verbunden, wodurch der Kolonneninhalt in pulsierende Bewegung versetzt wird. Die Frequenz beträgt 100 Impulse je Minute, die Hubhöhe 30 mm.
  • Das Reaktionsprodukt scheidet sich in- verdünnter Form in der oberen Abscheide- bzw. Bernhigungszone ab und wird in den Neutralisationsturm 72 und von dort in die Destillationskolonne 27 geführt, in welcher die als Extraktions- und Verdünnungsmittel dienenden Kohlenwasserstoffe abdestilliert werden.
  • Das Sumpfprodukt aus der Destillationskolonne 27, welches das entstandene 4,4' -Dimethy1- 1,3 -dioxan enthält, zum Dünnschichtverdampfer 33 in welchem es mit Q,6 kg Wasser aus der Kreislaufleitung 71 verdampft wird. Das Wasserdampf-Dioxan-Gemisch gelangt in den Spaltofen 37. Über die Bodenableftung 36 werden stündlich 0,081 kg höhersiedende Verunreinizungen aus dem Verdampfer 33 ausgetragen.
  • Im-ffi;pakofen zu ImSakofen 37 erfolgt die Spaltung des 4,4'-Dimethyl-1,3-dioxans zu Isopren, CH2O und H2O. Die aus dem Spaltofen austretenden heißen Gase und Dämpfe gelangen in einen Verdampfer 40, der zur Schwefelsäureaufkonzentrierung dient, und nach dortiger Kühlung in einen Abscheider 42. Die im Abscheider 42 anfallende wäßrige Phase gelangt im Kreislauf zurück in den Vorratsbehälter 5. Die obere organische Phase fließt dagegen zu einer Destillationskolonne 45, in welcher 0,08 kg Isobutylen abdestilliert wird.
  • Der Sumpf aus der Kolonne 45 gelangt in die Kolonne 50, in welcher 0,143 kg Isopren je Stunde erhalten und über die Kopfableitung 53 entnommen werden. Der Sumpf aus der Kolonne 50, größtenteils Dioxan, gelangt über die Bodenableitung54 zurück in den Dünnschichtverdampfer 33.
  • Die sich unterhalb der Siebböden in der Pulsationskolonne 78 abscheidende, etwa 250/oige Phosphorsäure wird in den Verdampfer 40 gepumpt und dort auf etwa 500/oige H3PO4 aufkonzentriert. Die Aufkonzentrierung erfolgt bei +800 C und einem Druck von 250 Torr. Über die Leitung 41 wird die aufkonzentrierte Säure wieder im Kreislauf über den Vorratsbehälter 3 und die Zuführungsleitung 6 zur Pulsationskolonne 78 geführt.
  • Die Brüden der Säure gelangen aus dem Verdampfer40 in den Neutralisationsturm56, in welchem sie mittels aus dem Vorratsbehälter 57 zurückgeführter Lauge neutralisiert werden. Die Gase und Dämpfe gelangen von hier zum Kondensator 61, aus welchem das Kondensatwasser in den Vorratsbehälter 64 fließt. Aus diesem Vorratsbehälter 64 werden stündlich 0,17 kg Kondensat über die Ableitung 65 entfernt. Ein Teil des Kondensates (0,22 kg) wird dagegen über die Leitung 66 entnommen und fließt über Kopf dem Waschturm 67 zu, in welchem durch die untere Zuleitung 62 die aus dem Kondensator 61 oben abströmenden, noch formaldehydhaltigen Inertgase eingeleitet werden. Das formaldehydhaltige Waschwasser fließt nunmehr in den Vorratsbehälter 70 und von da über die Kreislaufleitung 71 zum Dünnschichtverdampfer 33 zurück.
  • Die Ausbeute an Isopren beträgt 85°/o, bezogen auf verbrauchten Formaldehyd.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens zur Herstellung von Isopren bzw. Butadien, bei welchem durch Kondensation von Isobutylen bzw.
    Propylen ein in 4-Stellung di- bzw. monosubstituiertes 1,3-Dioxan hergestellt und das erhaltene Dioxan in Gegenwart von Wasserdampf katalytisch gespalten wird und bei weIchem man vorzugsweise mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünntes Isobutylen bzw. Propylen kontinuierlich im Gegenstrom zu einem Gemisch aus verdünnter Säure und wäßriger Formaldehydlösung leitet, die kontinuierlich als Überlauf abgezogene organische Phase nach Neutralisation destillativ in organisches Verdünnungsmittel als Kopffraktion und in Dioxan als rohes Sumpf produkt trennt und das Sumpfprodukt nach Verdünnung mit Wasserdampf einem katalytischen Spaltprozeß bei erhöhter Temperatur unterwirft, worauf man die Spaltprodukte nach Kondensation durch Abscheidung in eine formaldehydhaltige wäßrige Schicht und in eine das Rohisopren bzw.
    Rohbutadien enthaltende organische Schicht trennt, welche destillativ aufgearbeitet wird zu Isobutylen bzw. Propylen, ungespaltenem Dioxan und Reinisopren bzw. Reinbutadien als Endprodukt, nach Patentanmeldung K 34036 IVb/ 12O (deutsche Auslegeschrift 1 114 474), dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung des Isobutylens bzw. Propylens zum Dioxan in einer Pulsationskolonne als Reaktionsgefäß vornimmt, welcher im oberen Teil konzentrierte Säure und wäßrige Formaldehydlösung und im unteren Teil das mit einem inerten organischen Lösungsmittel verdünnte Isobutylen bzw. Propylen zugeführt wird, wobei dann aus der oberen Abscheidezone das Rohdioxan zusammen mit dem organischen Verdünnungsmittel und am Boden der unteren Abscheidezone die wäßrige saure Phase abgezogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß die Umsetzung des Isobutylens bzw. Propylens zum Dioxan bei erhöhter Temperatur und unter einem Druck durchgeführt wird, der ausreicht, um die Reaktionskomponenten und das Verdünnungsmittel in flüssiger Phase zu halten, vorzugsweise bei Drücken zwischen Normaldruck und etwa 20 at.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Umsetzung eine Schwefelsäure- bzw. Phosphorsäurekonzentration von zwischen etwa 5 und 60 Gewichtsprozent, vorteilhafterweise zwischen etwa 5 und 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Phase, aufrechterhalten wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Reaktionszone abfließende Säure durch Verdampfung bei einem Vakuum von etwa 30 bis 300 Torr und bei einer Temperatur unter etwa +1000 C aufkonzentriert und wieder der Reaktionszone zugeführt wird.
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