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Zusammenlegbarer Wäschetrockner Die Erfindung bezieht sich auf einen
zusammenlegbaren Wäschetrockner, der es insbesondere ermöglichen soll, im Bedarfsfalle
kleine Wäschemengen ohne großen Aufwand schnell trocknen zu können und der in zusammengelegtem
Zustande in bequemster Weise, bei geringem Platzbedarf, mitgeführt werden kann und
sich deshalb besonders für die Reise eignet.
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Zusammenlegbare Wäschetrockner sind in zahlreichen Ausführungsformen
bekannt. Allen bekannten Konstruktionen sind jedoch Nachteile eigen, die die praktische
Verwendung solcher Vorrichtungen bisher beeinträchtigt haben.
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Vorrichtungen dieser Art, welche - eine eigene Wärmequelle benötigen,
haben den Nachteil, daß diese Wärmequelle zusätzlich mitgeführt und montiert werden
muß.
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Der grundsätzlich gleiche Nachteil haftet anderen bekannten Vorrichtungen
an, bei denen durch einen eigenen, in ihrem Innenraum untergebrachten Lüfter ein
trocknender Luftstrom erzeugt wird.
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Vorrichtungen, die ein starres zusammenklappbares Gehäuse besitzen,
nehmen im zusammengeklappten Zustande einen großen Raum ein und sind unbequem zu
handhaben.
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Eine billige Kleintrocknungsvorrichtung, die bei kleinstem Platzbedarf
in zusammengelegtem Zustande leicht mitführbar ist, keiner besonderen Wärmequelle
bedarf und es ermöglicht, schnell die notwendigen Mengen an Kleinwäsche zu trocknen,
fehlte bisher auf dem Markt.
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Die Erfindung schafft durch eine gleichzeitige Vereinigung von für
sich bekannten Merkmalen eine solche Vorrichtung, die in einfachster Weise an eine
äußere Warmluftquelle, wie sie z. B. in Gestalt der üblichen Haartrockenapparate
und anderer Vorrichtungen meist zur Verfügung steht, angeschlossen werden kann und
allen an eine solche Vorrichtung vom Gesichtspunkt ihrer Gebrauchseigenschaften
und ihrer einfachen Mitführbarkeit zu stellenden Anforderungen genügt. Der Wäschetrockner
gemäß der Erfindung, in welchem die zu trocknenden Wäschestücke an spreizbaren Bügeln
aufgehängt werden, ist dadurch gekennzeichnet, daß die sein Gehäuse, d. h. den Trockenraum
bildende flexible Wandung zwischen zwei festen Rahmen ohne Versteifungen zwischen
diesen gehalten wird, wobei die Höhe dieses Gehäuses etwa das Doppelte der Länge
einer Seite der viereckigen Rahmen ist, deren oberer Aufhänge- und Trageschnüre
aufweist und die auf dem Rahmen längsgeführte Frontwand des Gehäuses durch einen
Reißverschluß od. dgl. mittig verschließbar ist, in dessen Ebene am oberen Rahmen
eine die Abstände der von ihnen getragenen Aufhängebügel sichernde Wellungen aufweisende
Querstange befestigt ist.
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Dadurch, daß die Länge einer Seite des viereckigen Querschnittes des
Gehäuses gleich dem halben Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Offenhalterahmen,
d. h. der Länge des Gehäuses ist, wird es möglich, durch einfaches Umlegen der beiden
Rahmen und folgendes Aufeinanderfalten derselben mit dem dazwischenliegenden Werkstoff
des Gehäuses aus der Gesamtheit eine Art von Tasche zu bilden, die bequem an den
Aufhänge- bzw. Trageschnüren getragen werden kann.
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Gemäß einem weiteren Merkmale der Erfindung weist das Gehäuse vorzugsweise
im Boden eine mit der flexiblen, ihrerseits mit einer Offenhaltespirale versehenen
Luftzufuhrleitung verbundene Einströmöffnung und vorzugsweise im oberen Teil der
Seitenwand Luftabführöffnungen auf.
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Ein weiteres Merkmal des Wäschetrockners gemäß der Erfindung besteht
darin, daß die Mündung der flexiblen Luftzuführleitung aus einem dehnfähigen, dem
Auslaßmundstück des Trockenluftspenders anpaßbaren elastischen Ring aus Schaumgummi
besteht, der Anschlußstücke üblicher Warmlufterzeuger von verschiedenen Durchmessern
aufnehmen kann. Zur Aufnahme der flexiblen Luftzufuhrleitung ist am Boden des Gehäuses
eine Tasche angebracht.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
gehen aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der neuen Wäschetrockenvorrichtung
an Hand der Zeichnungen hervor. Von diesen zeigt Fig. 1 in perspektivischer Darstellung
die Trockenvorrichtung im Gebrauchszustande, Fig.2 eine Vorderansicht der Vorrichtung
in geöffnetem Zustande, Fig. 3 ein Vertikalschnitt gemäß Linie III-III der Fig.
2, Fig.4 im größeren Maßstab eine Einzelheit der Fig 3, Fig. 5 ein Schnitt gemäß
Linie V--*,v" der Fig. 1, Fig. 6 eine gegenüber der Fig. 4 etwas abgeänderte Ausführungsform,
Fig. 7 ein Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 6, Fig. 8 in perspektivischer Darstellung
den Zusammenfaltvorgang des Gehäuses, und Fig. 9 die fertig taschenförmig zusammengefaltete
Vorrichtung.
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Fig. 10 zeigt im einzelnen den Schlauchansatz und die auch aus Fig.
8 hervorgehende Möglichkeit zu seiner Unterbringung in einer im Behälterboden gebildeten
Tasche.
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Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, besteht die neue Schnelltrocknungsvorrichtung
aus einer Hülle l von gemäß dem dargestellten vorzugsweisen Ausführungsbeispiel
prismatischer Form aus flexiblem, luftundurchlässigem Werkstoff, insbesondere einer
Kunststoffolie.
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Diese Hülle wird im Gebrauchszustand der Vorrichtung durch den oberen
und den unteren Versteifungs- bzw. Offenhalterahmen 2 bzw.12 offengehalten. An dem
oberen Rahmen 2 sind Aufhängeschnüre 3 in gemäß dem Ausführungsbeispiel sich diagonal
kreuzender Anordnung vorgesehen, welche durch durch äsen verstärkte Löcher 7 der
oberen Abschlußwandung der Hülle hindurchgeführt sind.
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Ein Gleiten der unterhalb des Rahmens 2 durchgehenden Schnüre auf
dem Rahmen wird durch elastische Fixierungen 15, z. B. aus Gummi (Fig. 5 und 6)
verhindert, die je eine Kerbe 16 aufweisen, durch welche die Aufhängeschnüre gezogen
sind. Statt dessen könnten auch Drahtschlaufen verwendet werden, die in den Ecken
des Rahmens 2 angeordnet sind und die Aufhängeschnüre 3 umfassen.
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Die Aufhängeschnüre können auch aus einem Stück bestehen und, wie
aus Fig. 1, 8 und 9 ersichtlich ist, zwei Schlingen bilden, die es ermöglichen,
die Vorrichtung in beliebiger Weise an der Decke oder an der Wand, längs dieser
herabhängend, aufzuhängen. Sie bilden ferner die Tragschleifen der Tasche, zu der
in weiter unten noch zu beschreibender Weise die Gesamtvorrichtung bei Nichtgebrauch
zusammengelegt wird.
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An dem Boden des elastisch geschlossenen Gehäuses ist bei
13 ein Schlauchansatz 14, z. B. aus Kunststoffolie, mit einer inneren
Offenhaltespirale angeschlossen, der ein dehnfähiges elastisches Mundstück 17 aufweist,
welches den Anschluß von Stutzen verschiedener Durchmesser, z. B. eines die Warmluftquelle
bildenden Haartrockenapparates, ermöglicht.
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Die Warmluft tritt gemäß dem Ausführungsbeispiel durch im oberen Bereich
der Seitenwandungen oder an sonst geeigneter Stelle vorgesehe öffnungen 6 aus und
durchströmt derart das Gehäuse in Richtung von unten nach oben. Irgendwelche starren
Versteifungsorgane sind zwischen den beiden Rahmen 2 und 12 nicht vorgesehen.
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Der Rahmen 2 trägt eine Querschiene 4 in mittiger Anordnung,
die -in an sich bekannter Weise gewellt ausgebildet ist und an die die zum Trocknen
aufgehängte Wäsche tragenden Kleiderbügel s angehängt werden können.
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Zusätzlich kann, wie am besten aus Fig. 1, 3 und 4 ersichtlich ist,
in einem mittleren Bereich der Hülle ein U-förmiger Zwischenrahmen 8, der wie die
Rahmen 2 und 12 zweckmäßig aus Kunststoff besteht, untergebracht werden, der mittels
Bänder 9 an dem oberen Rahmen 2 angehängt ist. Die Bänder 9 verlaufen längs der
inneren Seitenwandungen der Hülle. Die Seitenschenkel des U-förmigen Zwischenrahmens
8 werden in an den Enden der Bänder gebildete Schlaufen eingesetzt.
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Gemäß der in den Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsform sind die
Bänder 9 a an der Innenfläche der Seitenwandungen der Hülle so befestigt, daß sie
mit den Seitenwandungen Hohlräume bilden. In diesem Falle werden die Schenkel des
Zwischenrahmens durch miteinander korrespondierende Einschnitte 9 b der Bänder hindurchgeführt.
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Es wäre auch möglich, den oberen Bereich der Seitenwände der Hülle
doppelwandig auszubilden und dann, unter Fortfall der Bänder, den Zwischenrahmen
in gleicher Weise zu befestigen.
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An den Schenkeln des Zwischenrahmens 8 sind parallel zur Rückwand
der Hülle Querstangen 11 auf den Schenkeln verschieblich oder aushebbar angeordnet.
Wenn alle diese Querstangen nach der Hüllenrückwand zu verschoben oder weggenommen
werden, so ist der gesamte Innenraum der Hülle frei zum Trocknen von an den Bügeln
5 aufgehängten längeren Wäschestücken. Dadurch, daß der Zwischenrahmen U-förmig
ausgebildet, d. h. vorn offen ist, ist das Innere der Hülle leicht zugänglich, wenn
es durch den zu diesem Zwecke vorgesehenen Reißverschluß 10 (zweckmäßig aus Kunststoff),
durch den die Vorderwandung der Hülle mittig unterteilt wird, geöffnet wird.
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Nach Betätigung des Reißverschlusses durch die übliche Lasche 20 lassen
sich die Seitenwandungen, wie Fig. 2 zeigt, vorhangartig auseinanderschieben, so
daß das Innere der Hülle zugänglich wird. Ein überschlag 19 der oberen Abschlußwandung
der Hülle verdeckt die obere Kante des Vorhanges.
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Wie aus Fig. 8 und 10 ersichtlich ist, wird der Schlauchansatz 14
im Falle der Nichtbenutzung der Vorrichtung im zusammengefalteten Zustande in einer
durch teilweise doppelwandigeAusbildung des Hüllenbodens gebildeten Tasche 21 untergebracht.
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Fig. 8 und 9 lassen erkennen, in welch vorteilhafter Weise die Schnelltrockenvorrichtung
gemäß der Erfindung zu einem taschenförmigen Paket, dessen Abmessungen nicht größer
als die einer Aktenmappe sind, zusammengelegt werden kann, indem selbstverständlich
nach vorherigem Herausnehmen des etwa vorhandenen Zwischenrahmens zunächst der obere
und der untere Rahmen auf den darunter befindlichen Schlauchkörper aufgefaltet und
dann die beiden Rahmen aufeinander gefaltet werden, so daß über den Zustand gemäß
Fig. 8 die Tasche gemäß Fig. 9, die mittels der Aufhängeschnüre 3 getragen werden
kann, gebildet wird.
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Durch die Erfindung wird, wie hiernach ersichtlich ist, eine Vorrichtung
zum Schnelltrocknen kleiner
Mengen an Wäsche, und zwar insbesondere
feiner Wäschestücke, wie z. B. Damenwäsche, Strümpfe, Windeln od. dgl. sowie vor
allem auch der von Herren jetzt bevorzugten Nylonhemden usw. geschaffen, die leicht
mitführbar ist, eine eigene Wärmequelle nicht aufweist und an eine beliebige, z.
B. durch eine Heißluftdusche gebildete äußere Wärmequelle angeschlossen werden kann.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die vorstehend beschriebene
und in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform beschränkt, sondern es sind
demgegenüber zahlreiche Änderungen möglich, ohne von ihrem Grundgedanken abzuweichen.
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So kann auch die Anordnung der Warmlufteintritts- und Austrittsöffnungen
eine andere sein als die im einzelnen beschriebene und dargestellte.