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DE1118676B - Schnurartiger Zuender fuer Sicherheitszuendschnuere - Google Patents

Schnurartiger Zuender fuer Sicherheitszuendschnuere

Info

Publication number
DE1118676B
DE1118676B DEI16842A DEI0016842A DE1118676B DE 1118676 B DE1118676 B DE 1118676B DE I16842 A DEI16842 A DE I16842A DE I0016842 A DEI0016842 A DE I0016842A DE 1118676 B DE1118676 B DE 1118676B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
burning
cord
gas
incendiary
patent nos
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI16842A
Other languages
English (en)
Inventor
Vincent Leighton Evans
George Cordiner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1118676B publication Critical patent/DE1118676B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06CDETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
    • C06C5/00Fuses, e.g. fuse cords
    • C06C5/06Fuse igniting means; Fuse connectors

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Schnurartiger Zünder für Sicherheitszündschnüre Die Erfindung bezieht sich auf einen verbesserten schnurartigen Zünder, der zum Zünden von Sicherheitszündschnüren Verwendung finden kann. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Verbesserung des schnurartigen Zünders gemäß der britischen Patentschrift 746 843.
  • In der britischen Patentschrift 746 843 ist ein schnurartiger Zünder mit einer biegsamen, wasserdichten Zündhülle beschrieben, welche einen gasdichten Dochtkörper einschließt, wobei die Hülle aus einer Masse aus einem nichtdetonierenden verbrennenden Gemisch mit geringer Gasentwicklung und einer hohen Wärmeentwicklung besteht. Das Gemisch besteht aus einer homogenen Mischung aus Oxydations- und Reduktionsmitteln, die durch ein nichtdetonierendes brennbares Bindemittel zusammengehalten werden und wobei der Dochtaufbau wenigstens ein Dochtelement aus wenigstens einem fadenförmigen Teil aufweist. Der Dochtaufbau kann Luftspalte haben, und sein fadenförmiger Teil kann mit einer schnellbrennenden, nichtdetonierenden, gaserzeugenden Brennmasse imprägniert sein. Das Dochtelement oder die Dochtelemente können aus Papiergarn oder Baumwollgarn. aus mehreren verdrillten Fäden bestehen; der fadenförmige Teil kann mit einer schnellbrennenden, nichtdetonierenden, gaserzeugenden Brennmasse durchtränkt sein. Dies kann z. B. eine gemahlene Schwarzpulver- und Nitrocellulosemasse sein. Der Dochtaufbau als ganzer kann mit fadenförmigen Materialien verdrillt oder verdrillt und umgeben sein, wobei wenigstens ein sich in Längsrichtung erstreckender Metalldraht in den gasdurchlässigen Dochtaufbau eingeschlossen ist.
  • Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf einen schnurartigen Zünder, bei welchem ein fadenförmiges Gebilde, welches in eine oben beschriebene Umhüllung eingeschlossen ist, mit einer schnellbrennenden, nichtdetonierenden, gaserzeugenden Brennmasse vereinigt ist.
  • Bei Zündern gemäß der britischen Patentschrift 746 843 kann Feuchtigkeit zum Dochtaufbau im Falle eines plötzlichen Zerreißens der biegsamen und wasserdichten Zündhülle eindringen; diese Feuchtigkeit findet ihren Weg längs dem fadenförmigen Material, welches mit der abbrennenden Masse, wie oben angegeben, durchtränkt ist und kann dadurch eine reguläre Entzündung und Verbrennung des den Dochtaufbau durchdringenden Gases verhindern.
  • Die Erfindung betrifft nunmehr einen mit wasserdichter Umhüllung versehenen schnurartigen Zünder für die Enden von Sicherheitszündschnüren, wobei dieser Zünder mit einer Brandsatzseele aus zwei verschiedenen schnell brennenden Sätzen versehen ist und der Kern. aus einem axial angeordneten Metalldraht mit einem Belag eines schnell abbrennenden Brandsatzes besteht, der mit Textilfäden lose umwickelt ist. Das Neue der Erfindung besteht darin, daß zwischen äußerer Umhüllung und dem Textilbelag eine gasarm und heiß abbrennende Brandmasse konzentrisch angeordnet ist.
  • Die Verwendung eines derartigen Zünders zum Zünden der Enden von Sicherheitszündschnüren hat den Vorteil, daß diese Zünder mit einem Streichholz od. dgL entfernt von der eigentlichen Sprengladung entzündet werden können. Diese Zünder haben einmal den Vorteil, daß sie sich leicht und billig herstellen lassen und darüber hinaus eine gute Sicherheit gewährleisten. Es kommt noch hinzu, daß diese Zünder auch sicher abbrennen, wenn sie feucht werden oder sogar durch Wasserlachen hindurchgehen.
  • Es ist ein. besonderer Vorteil der Erfindung, daß der Eintritt von Wasser in das Innere der Vorrichtung, z. B. im Falle eines plötzlichen Zerreißens der Hülle, weder eine richtige Entzündung und Verbrennung des kompakten überzages der Brennmasse auf dem Metalldraht noch die übertragung der Zündung von diesem zu der Zündhülle trotz der Anwesenheit von Feuchtigkeit in dem dazwischenliegenden Raum mit Ringquerschnitt verhindern würde.
  • Für den Metalldraht wird vorzugsweise Kupfer, z. B. unter Berücksichtigung seiner hohen Wärmeleitfähigkeit, verwendet; die Brennmasse, mit welcher er abgedeckt ist, kann ein. thermoplastisches Gemenge sein, das durch heißes Auspressen aufgetragen wird; sie kann auch eine Mischung oder eine Masse sein, die durch Verdampfen eines Schlammes hergestellt wird, welcher auf den Draht aufgetragen wird, und ein Bindemittel, z. B. plastifizierte Nitrocellulose, und ein flüchtiges organisches Lösungsmittel für das Bindemittel, z. B. Aceton, enthält. Hierdurch wird nach Aufbringung desselben auf den Metalldraht und Verdampfen des Lösungsmittels eine Masse oder ein Gemenge hergestellt, die eine verhältnismäßig niedrige Dichte hat und weniger haftet, als wenn sie auf den Metalldraht ausgepreßt worden wäre; hierbei haben sich vergrößerte Brenngeschwindigkeiten herausgestellt.
  • Der gasdurchlässige Spalt mit ringförmigem Querschnitt, welcher den überzogenen Metalldraht umgibt, kann, die Form von Furchen zwischen oder innerhalb der Fadengebilde auf der Textilschicht haben und wird vorzugsweise durch loses Aufwickeln von Textilfäden auf den überzogenen Metalldraht vor dem Umgeben des sich hieraus ergebenden Aufbaues mit der biegsamen Zündmasse hergestellt. Die Wasserabdichtung der biegsamen Zündhülle kann entweder durch Umgeben der homogenen Mischung der Oxydations-und Reduktionsmittel, die durch ein nichtdetonierendes, brennbares Bindemittel zusammengehalten sind, mittels einer wasserdichten Hülle, z. B. aus Polyäthylen, erhalten werden; sie kann. auch durch Verwendung eines weichen Bindemittels mit wasserdichten Eigenschaften in einem Ausmaß erhalten werden, der ausreicht, die Biegsamkeit und die wasserdichten Eigenschaften auf die Hülle zu übertragen. Derartige Bindemittel sind bekannt und bestehen z. B. aus plastifizierter Nitrocellulose, Guttapercha, Gummi, Balata und Mischungen aus diesen. Die sich ergebenden Verbindungen oder Massen sind gewöhnlich thermoplastisch; die biegsame Hülle kann durch heißes Auspressen und, falls notwendig, unter Mitwirkung eines beigefügten flüchtigen Lösungsmittels für das Bindemittel hergestellt werden, oder indem eine dicke Paste, welche mit einem derartigen Lösungsmittel für das Bindemittel versehen ist, bei gewöhnlicher Temperatur auf das Textilgebilde unter Vorsehen eines gasdurchlässigen Raumes aufgetragen und dann das Lösungsmittel verdampft wird.
  • Eine Ausführungsform eines schnurartigen Zünders gemäß der Erfindung ist in der schematischen Zeichnung dargestellt, welche ein Gebilde darstellt, das aus einem Metalldraht 1, welcher mit einer kompakten, nichtdetonierenden, schnellbrennenden Brennmasse 2 überzogen ist und aus festen Oxydations-und Reduktionsmitteln und einem Bindemitel besteht; die Masse 2 ist wiederum von einer Umwicklung 3 aus Baumwollgarnen und einer biegsamen, wasserdichten Zündhülle umgeben, die aus einer zusammenhängenden Schicht einer nichtdetonierenden Brennmasse 4 mit geringer Gasentwicklung und hoher Wärmeentwicklung besteht, welche aus pulverförmigen Oxydations- und Reduktionsmitteln und einem thermoplastischen Bindemittel hergestellt und von einer Polyäthylenhülle umgeben ist.
  • Eine bevorzugte Form des schnurartigen Zünders gemäß der Erfindung wird, wie in dem nachfolgenden Beispiel beschrieben, hergestellt, wobei alle Prozentzahlen Gewichtsprozente angeben.
  • Beispiel Ein Nr. 28-S.W.G.-Kupferdraht (0,376 mm Durchmesser) wird durch einen Schlamm hindurchgeführt, der aus 10''0/a Nitrocellulose, die mit Dibutylphthalat plastifiziert worden ist, 54% Bleidioxyd und 36% Silicium besteht und mit Aceton auf eine angemessene schlammartige Konsistenz in einem solchen Maß verdünnt worden ist, daß nach Verdampfung des Acetons die plastische Zündmasse, die sich auf dem Draht ablagert, einen Durchmesser von etwa 1 mm ergibt. Der auf diese Weise überzogene Draht wird bei normaler Raumtemperatur in der Luft getrocknet und dann lose mit drei flachen Baumwollbändern umwickelt, von denen jedes aus sechs Baumwollfäden mit der Stärke 30 besteht, die jeweils Seite an Seite liegen. Der so behandelte Draht wird dann durch eine Anpreßvorrichtung zum Aufbringen der plastischen Zündmasse der Umhüllung hindurchgeführt, welche aus 1911/o mit Dibutylphthalat plastifizierter Nitrocellulose, 440/a Mennige, 18'% Kaliumnitrat, 18% Silicium und 1'% Diäthyldiphenylbarnstoff besteht, auf einen Außendurchmesser von etwa 1,8 mm verstärkt. Nach Abkühlen in der Luft bei Raumtemperatur wird eine Hülle aus Polyäthylen (Sortegrade 20) auf die zuletzt genannte plastische Zündmasse zu einem endgültigen Durchmesser von etwa 2 mm ausgepreßt. Eine so hergestellte Zündervorrichtung hat eine Abbrandgeschwindigkeit von 6 bis 15 Sekunden je Meter (2 bis 5 Sekunden je Fuß). Sie kann leicht durch ein Streichholz entzündet werden und wird die Sicherheitszündschnur entzünden, die mit ihrem Ende gegen die zylindrische Fläche des schnurartigen Zünders gemäß der Erfindung gehalten wird. Eine Zündvorrichtung gemäß diesem Beispiel, die 2,4 Sekunden für 30 cm Länge zum Abbrand benötigt, wurde 5 Stunden lang unter 30 cm Wasser gehalten, wonach dieser Zünder noch in der Lage war, entzündet zu werden und dann 3,8 Sekunden je 30 cm Länge für den Abbrand benötigte.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Mit wasserdichter Umhüllung versehener schnurartiger Zünder für die Enden von Sicherheitszündschnüren mit einer Brandsatzseele aus zwei verschiedenen schnell abbrennenden Sätzen, wobei der Kern der Zündschnur aus einem axial angeordneten Metalldraht mit einem Belag eines schnell abbrennenden Brandsatzes besteht, der mit Textilfäden lose umwickelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen äußerer Umhüllung (5) und dem Textilbelag (3) eine gasarm und heiß abbrennende Brandmasse (4) konzentrisch angeordnet ist.
  2. 2. Zündschnur nach Anspruch 1, wobei der Kernbrandsatz aus 54% Bleidioxyd und 3611/o Silicium in einer plastischen Masse besteht, dadurch gekennzeichnet, daB der gasarm abbrennende Satz aus einem an sich bekannten Gemisch von 44% Mennige, 18% Kaliumnitrat, 18% Silicium und 1% Diäthyldiphenylhamstoff in einer plastischen Masse besteht. In. Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 852 073, 856 873, 1019 596; österreichische Patentschriften Nr. 187 848, 194 301; britische Patentschriften Nr. 541202, 652 542.
DEI16842A 1958-08-15 1959-08-13 Schnurartiger Zuender fuer Sicherheitszuendschnuere Pending DE1118676B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1118676X 1958-08-15

Publications (1)

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DE1118676B true DE1118676B (de) 1961-11-30

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ID=10875436

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI16842A Pending DE1118676B (de) 1958-08-15 1959-08-13 Schnurartiger Zuender fuer Sicherheitszuendschnuere

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DE (1) DE1118676B (de)

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RU2169133C2 (ru) * 1998-03-11 2001-06-20 Научно-исследовательский институт полимерных материалов Горючий состав

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