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DE1019596B - Verfahren zur Herstellung von thermoplastischen Brandsaetzen fuer Zuendschnuere - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von thermoplastischen Brandsaetzen fuer Zuendschnuere

Info

Publication number
DE1019596B
DE1019596B DEI11781A DEI0011781A DE1019596B DE 1019596 B DE1019596 B DE 1019596B DE I11781 A DEI11781 A DE I11781A DE I0011781 A DEI0011781 A DE I0011781A DE 1019596 B DE1019596 B DE 1019596B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
mixture
thermoplastic
heated
mixtures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI11781A
Other languages
English (en)
Inventor
Kenneth John Brimley
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1019596B publication Critical patent/DE1019596B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06CDETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
    • C06C5/00Fuses, e.g. fuse cords

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Extrusion Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von thermoplastischen Brandsätzen für Zündschnüre Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von durch Auspressen hergestellten Zündschnüren von thermoplastischer Konsistenz, welche aus pulverisierten Oxydationsmitteln und pulverisierten Reduktionsmitteln und aus einem thermoplastischen Bindemittel bestehen und welche insbesondere als Zündschnüre und Sicherheitszündschnüre verwendet werden, die einen Kern aus einer solchen thermoplastischen Zündmasse enthalten.
  • Die übliche Art der Herstellung derartiger thermoplastischer Zündmassen besteht darin, daß die pulverförmigen Oxy dations- und Reduktionsmittel mit dem thermoplastischen Bindemittel in einer mechanischen Mischvorrichtung gemischt werden, worauf das sich ergebende Produkt, solange es noch warm ist, gekühlt wird und dann dieses Produkt zu Blättern oder Streifen verarbeitet wird, um schließlich von Hand in eine erwärmte Auspreßmaschine gegeben zu werden, welche gewöhnlich aus einer Schneckenpresse besteht. Vorzugsweise wird diese Masse entweder dadurch hergestellt, daß das pulverförmige Oxydations- oder Reduktionsmittel in das thermoplastische Bindemittel eingearbeitet wird, worauf dann das pulverförmige Reduktions- oder Oxydationsmittel in die sich ergebende Mischung eingearbeitet wird. Der Nachteil eines derartigen Herstellungsvorganges besteht darin, daß bei der Herstellung und Handhabung dieser Zündmasse eine große Feuersgefahr besteht, die auch dadurch begründet ist, daß die Masse in Streifen-oder Blattform wieder erwärmt werden muß, bevor sie ausgepreßt wird. Hierbei kann es zur Bildung von zu stark erwärmten Oberflächen des feinverteilten Materials kommen, welche besonders empfindlich gegeniiber Zündung durch Reibung sind. Zur selbsttätigen Verarbeitung der Masse in der Auspreßmaschine ist es im übrigen zweckmäßig, die Masse in Schnitzelform vorliegen zu haben, jedoch wurde dies bisher als unpraktisch angesehen, weil die Formung von Schnitzeln aus der Masse unter Verwendung von mechanischen Einrichtungen ein weiteres außerordentlich hohes Gefahrenmoment darstellt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nunmehr ein Verfahren zur Herstellung von Zündschnurseelen von thermoplastischer Konsistenz durch Auspressen vorgeschlagen, und die Zusammensetzung der Masse besteht aus mindestens einem pulverförmigen Oxydationsmittel, mindestens einem pulverförmigen Reduktionsmittel und mindestens einem thermoplastischen Binder. Die Herstellung erfolgt dabei in der Weise, daß zunächst im wesentlichen in Abwesenheit von jeglichem pulverförmigem Reduktionsmittel eine Mischung gebildet wird, welche aus mindestens einem pulverförmigen Oxydationsmittel und einem thermoplastischen Binder besteht und eine weitere Mischung im wesentlichen in Abwesenheit von jeglichem pulverförmigem Oxydationsmittel aus mindestens einem pulverförmigen Reduktionsmittel und einem thermoplastischen Binder, worauf dann eine innige Mischung der gewünschten Zusammensetzung für die Zündkernseele in einer erhitzten Auspreßmaschine der Schnekkentype durch Zusammenbringen dieser beiden Mischungen erfolgt und diese dann in der Maschine unter Wärmeeinwirkung innig verarbeitet und aus der Maschine ausgepreßt werden.
  • Die beiden Arten der thermoplastischen Mischungen, d. h. diejenige, welche das pulverisierte Reduktionsmittel und die andere, die das pulverisierte Oxydationsmittel enthält, können mit einem sehr hohen Sicherheitsgrad in einfacher Weise durch Schneiden oder Mahlen zu Schnitzelform verarbeitet werden und in dieser Form einer heißen Schneckenauspreßvorrichtung zugeführt werden.
  • Es wurde bestätigt, daß, obwohl Mischungen, welche aus festen Chloraten oder Perchloraten mit oder ohne Mennige und einem thermoplastischen Bindemittel bestehen, durch Reibung wohl entzündet werden können, daß sie aber viel weniger heftig abbrennen und, wenn sie einmal brennen, sie viel leichter abgelöscht werden können als Massen, welche pulverisierte Reduktionsmittel als auch solche Oxydationsmittel enthalten. Es wurde weiterhin gefunden, daß, wenn plastifizierte Nitrocellulose als Bindemittel verwendet wird und die Mischung andere Oxydationsmittel als Chlorate oder Perchlorate, wie beispielsweise Oxyde, von Blei, Kaliumnitrat oder Bariumnitrat oder Reduktionsmittel enthält, derartige Mischungen wohl durch eine Stichflamme entzündet werden können, jedoch nicht leicht durch Reibung gezündet werden. Es wurde beispielsweise festgestellt, .daß eine Mischung. welche aus plastifizierter N itrocellulose, Mennige und Kaliumnitrat besteht, sich unter normalen atmosphärischen Bedingungen nicht leicht durch Stoß, Reibung oder sogar mit Hilfe eines Zündholzes oder einer Zündflamme entzünden läßt. Weiterhin wurde gefunden, daß eine Mischung, welche ein Reduktionsmittel enthält und die sich mit der genannten Mischung vereinigen läßt und aus plastifizierter Nitrocellulose und Silicium oder einem Metall besteht, nicht leicht entzündet werden kann, es sei denn, daß hierfür eine sehr starke Flamme verwendet wird und daß diese Masse ruhig abbrennt oder mit einer Flamme, die sich leicht löschen läßt.
  • Vorzugsweise wird die thermoplastische Zündinischung gewünschtenfalls aus zwei getrennten Mischungen gebildet, von denen die eine die gesamte Menge an Oxydationsmitteln und die übrige die ganze Menge an Reduktionsmitteln enthält. Diese Vermischung kann jedoch gewünschtenfalls durch Vereinigen von mehr als zwei ;Mischungen hergestellt werden. Vorzugsweise werden diese Mischungen in getrennten Strömen einer Auspreßmaschine zugeführt, gewünschtenfalls kann jedoch eine rohe Vermischung der beiden oder mehr Mischungen in Form eines einzigen Stromes der Maschine zugeführt «-erden.
  • Es hat sich weiterhin herausgestellt, daß zusätzlich zu den schon wesentlichen Vorteilen des Herstellungsverfahrens, bei dem die Handhabung von sicheren Materialien möglich ist, bis zur Vermischung derselben in der Auspreßmaschine es infolge des Vorliegens der :Mischungen in Schnitzelform möglich ist, die Kontrolle für das Auspressen von einem entfernten Ort vornehmen zu können, wodurch eine weiterhin vergrößerte Sicherheit für die Arbeiter hervorgeht. Es wurde weiterhin gefunden, daß die gemäß der Erfindung hergestellten Zündschnüre häufig größere Brenngeschwindigkeiten besitzen, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, daß die pulverförmigen Oxydations- und Reduktionsmittel miteinander bei erhöhten Temperaturen während der Herstellung wesentlich kürzere Zeit in Berührung miteinander bleiben. Dieser -Vorteil wurde festgestellt gegenüber Zündschnüren gleicher Zusammensetzung, welche durch Verfahren hergestellt wurden, bei denen die Bildung von Mischungen aus pulverisierten Oxydationsmitteln, pulverisierten Reduktionsmitteln und einem thermoplastischen Binder erfolgt.
  • In den folgenden Beispielen ist die Erfindung näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein. Die Teile sind Gewichtsteile: Beispiel 1 33 Teile plastifizierte Nitrocellulose, welche zu 50 Teilen aus einer einen hohen Stickstoffgehalt und eine besonders niedrige Viskosität aufweisenden Industrienitrobaumwolle besteht, 48 Teile Dibutylphthalat, 2 Teile D-iphenylamin und 2 Teile feingemahlene Zitronensäure werden in einem erwärmten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 66 Teilen feingemahlenem Silicium mit einer spezifischen Oberfläche von 38 000 cm2/cm3 und 1 Teil Diäthyldiphenylharnstoff vermischt. Eine weitere Mischung wird durch Vermischen von 14 Teilen plastifizierter N itrocellulose in einem erwärmten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 60,6 Teilen Mennige, 24,7 Teilen Kaliumperchlorat und 0,7 Teilen Diäthylcentralit hergestellt.
  • Jede Mischung wird in Blattform ausgewalzt und dann kalt zu Granalien geschnitten, indem der Strang zu Würfeln von etwa 5 mm Seitenlänge geschnitten wird. Eine grobe Mischung dieser Granalien wird im Verhältnis von 1 Gewichtsteil der ersterwähnten Mischung mit 3 Gewichtsteilen der zweiten Mischung einer eine einzige Schnecke aufweisenden Auspreßvorrichtung zugeführt, deren Zylinder auf etwa 70' und deren Auspreßkopf auf 100° erwärmt ist. Die sich ergebende Mischung wird auf einem blanken Kupferdraht von 0,508 mm ausgepreßt, der durch den Auspreßkopf hindurchgeführt wird, und der ausgepreßte Strang besitzt dann einen Durchmesser von 1,65 mm. Das so hergestellte Produkt wird dann mit einem Oberflächenfilmbelag aus Polyäthylen von 0,1 mm Stärke versehen und ergibt eine Zündschnur. die eine Brenngeschwindigkeit von 36 Sekunden je 90 cm Länge besitzt.
  • Die Auspreßgeschwindigkeit der rohen :Mischung durch die Auspreßvorrichtung beträgt 22,5 kg pro Stunde. Die Aufnahmefähigkeit der Auspreßvorrichtung für die rohe Mischung beträgt etwa 0,9 kg. Die Verarbeitung der Mischungen erfolgt hierbei also bei einer Temperatur von 70° in einer Mischzeit von weniger als 2 Minuten.
  • Wenn die Mischung in der bisher üblichen Weise hergestellt wird, beträgt die Mischzeit 1 bis 5 Stunden je nach der Größe der Anlage und der Art der verwendeten Mischvorrichtung, und die hierbei erforderliche Temperatur beträgt gewöhnlich 80 bis 100°. Beispiel 2 23 Teile einer plastischen Masse, welche aus einer Mischung von 60:40 Polystyrol (Molekulargewicht 80 000) und Dibutylphthalat besteht, werden in einem erhitzten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 77 Teilen feingemahlenem Silicium vermischt, das eine spezifische Oberfläche von 32 000 cm2/cm3 besitzt.
  • Eine weitere :Mischung wird durch Vermischen von 10,7 Teilen einer plastischen Masse aus 60 : 40 Polystyrol zu Dibutylphthalat in einem erhitzten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 64,0 Teilen Bleidioxyd und 25,3 Teilen Kaliumperchlorat hergestellt.
  • Jede Mischung wird in Streifenform ausgewalzt, und wenn diese Streifen erkaltet sind, werden daraus Granalien hergestellt, indem der Streifen zu Würfeln einer Kantenlänge von etwa 5 mm geschnitten wird. Eine grobe Mischung der Granalien im Verhältnis von 1 Gewichtsteil der ersterwähnten Mischung mit 3 Gewichtsteilen der zweiten Mischung wird einer eine einzige Schnecke enthaltenden Auspreßvorrichtung zugeführt, deren Zylinder auf etwa 70° und deren Auspreßkopf auf 100° erwärmt worden ist. Die sich ergebende Vermischung wird um einen blanken Kupferdraht von 0,508 mm herum ausgepreßt, der durch den Auspreßkopf hindurchgeführt wird, und zwar zu einem Gesamtdurchmesser von 1,65 mm. Das Produkt wird dann mit einem Polyäthylenfilmbelag versehen, der etwa 0,1 mm stark ist, und das Endprodukt besitzt dann eine Abbrenngeschwindigkeit von etwa 44 Sekunden je 90 cm.
  • Beispiel 3 22 Teile einer plastischen Masse, welche aus 40 Teilen Methylmethacrylatpolymer und 60 Teilen Dibutylphthalat besteht, wird in einem erhitzten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 78 Teilen feingemahlenem Silicium vermischt, das eine spezifische Oberfläche von 32 000 cm2/em3 besitzt.
  • Eine weitere Mischung wird durch Vermischen von 13,3 Teilen der plastischen Masse aus 40 : 60 Methylmethacrylat zu Dibutylphthalat in einem Werner-Pfleiderer-Mischer mit 86,7 Teilen Bleidioxyd hergestellt.
  • Jede Mischung wird in Streifenform ausgewalzt und, wenn sie erkaltet ist, zu Granalien verarbeitet, indem sie in kleine Würfel von etwa 5 mm Seitenlänge geschnitten wird. Eine grobe Mischung dieser Granalien im Verhältnis von 1 Gewichtsteil der erstgenannten Mischung mit 3 Gewichtsteilen der zweiten Mischung wird in eine mit einer einzigen Schnecke versehene Auspreßvorrichtung eingegeben, deren Zylinder auf etwa 70° und deren Auspreßkopf auf 100° erwärmt ist. Die sich ergebende Vermischung wird um einen blanken Kupferdraht einer Stärke von 0,508 mm herum ausgepreßt, der durch den Auspreßkopf hindurchgeführt wird, so daß ein Produkt mit einem Gesamtdurchmesser von 1,65 mm erhalten wird. Dieses Produkt wird dann mit einem Polyäthylenfilmbelag von etwa 0,1 mm Stärke versehen und ergibt ein Endprodukt, das mit einer Brenngeschwindigkeit von 60 Sekunden pro 90 cm abbrennt. Beispiel 4 29,5 Teile plastifizierte Nitrocellulose, welche zu 50 Teilen aus einer einen hohen Stickstoffgehalt und eine besonders niedrige Viskosität aufweisende Industriebaumwolle besteht, 48 Teile Dibutylphthalat, 2 Teile Diphenylamin und 2 Teile feingemahlene Zitronensäure werden in einem erhitzten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 69,9 Teilen Silicium mit einer spezifischen Oberfläche von 12000 cm2/cm3 und 0,6 Teilen Diäthyldiphenylharnstoff vermischt.
  • Eine weitere Mischung wird dadurch hergestellt, daß 17,1 Teile plastifizierte Nitrocellulose in einem erwärmten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 58,1 Teilen Mennige, 24,2 Teilen Kaliumnitrat und 0,6 Teilen Diäthyldiphenylharnstoff vermischt werden.
  • Die beiden sich ergebenden Mischungen werden, wenn sie noch warm sind, getrennt in zwei dünne Blätter ausgewalzt und dann in der Kälte zu Granalien geschnitten, welche eine Würfelform von etwa 5 mm Seitenlänge besitzen.
  • Aus diesen Granalien wird eine grobe Mischung im Verhältnis von 1 Teil der ersterwähnten Mischung mit 3 Teilen der zweiten Mischung hergestellt, und diese wird in eine eine einzige Schnecke aufweisende Auspreßvorrichtung eingebracht, deren Zylinder auf etwa 70° und deren Auspreßkopf auf 100° erwärmt worden ist. Durch den Auspreßkopf wird eine Schnur geführt, die aus drei Papierfäden von je 0,58 mm Durchmesser besteht und die durch Verdrillen von 6 mm breiten Papierstreifen hergestellt worden ist. Teder dieser Fäden ist durch Aufbringen einer Mischung von feingemahlenem Schwarzpulver mit einer Acetonlösung von Nitrocellulose auf einen Durchmesser von 1 mm gebracht worden. Nach dem Trocknen werden diese Fäden noch mit sechs Enden von Baumwolle Nr.30 zu der Schnur verdrillt, die durch den Auspreßkopf hindurchgeführt und dabei mit einem Belag aus der gemischten plastischen Masse zu einem Gesamtdurchmesser von 2,36 mm versehen wird. Das erhaltene Produkt wird noch mit einem Polyäthylenfilm von 0,01 mm Stärke versehen. Das sich ergebende Produkt stellt eine schnell abbrennende Zündschnur dar, die mit einer Geschwindigkeit von mehr als 3 Sekunden je 90 cm Länge abbrennt.
  • Beispiels 23,3 Teile plastifizierte Nitrocellulose, welche zu 50 Teilen aus einer einen hohen Stickstoffgehalt und eine besonders niedrige Viskosität aufweisenden Industrienitrobaumwolle besteht, 48 Teile Dibutylphthalat, 2 Teile Diphenylamin und 2 Teile feingemahlene Zitronensäure werden in einem erhitzten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 75,7 Teilen Silicium mit einer spezifischen Oberfläche von 30 000 cm2/cm3 und 1,0 Teil Diäthyldiphenylharnstoff vermischt.
  • Es wird eine weitere Mischung durch Vermischen von 17,1 Teilen plastifizierte Nitrocellulose in einem erhitzten Werner-Pfleiderer-Mischer mit 58,1 Teilen Mennige, 24,2 Teilen Kaliumnitrat und 0,6 Teilen Diäthyldiphenylharnstoff hergestellt.
  • Jede dieser Mischungen wird in Blattform ausgewalzt und, wenn sie erkaltet ist, zu Granalien in Form von Würfeln mit einer Seitenlänge von 5 mm zerschnitten. Eine grobe Mischung der Granalien im Verhältnis von 1 Gewichtsteil der ersterwähnten Mischung mit 3 Gewichtsteilen der zweiten Mischung wird in eine eine einzige Schnecke aufweisende Auspreßvorrichtung eingebracht, deren Zylinder auf etwa 70° und deren Auspreßkopf auf 100° erwärmt worden ist. Durch den Auspreßkopf wird eine Glasschnur einer Zählung von 450 5/7 hindurchgeführt, auf der die sich ergebende Masse mit einem Gesamtdurchmesser von 1,65 mm ausgepreßt wird. Dieses Produkt wird dann mit einem Polyäthylenfilmbelag von 0,1 mm Stärke versehen, und schließlich werden auf das Produkt Jutegarne schraubenlinienförmig aufgewickelt. Der erste Jutegarnbelag besteht aus zwei Garnen von j e 3 lea, die in Richtung des Uhrzeigers mit zehn Windungen je 30 cm herumgewickelt sind, und der zweite Garnbelag besteht aus vier Garnen von je 41ea, der im Gegensinn des Uhrzeigers mit 26 Windungen je 30 cm aufgewickelt ist. Die lea-Zahl von Jute gibt die Anzahl von Längen von je 274 m bei einem Gewicht von 454 g mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12,04°/o an.
  • Das Produkt wird dann mit einem Bitumenbelag zu einem Gesamtdurchmesser von 4,2 mm versehen und schließlich mit einem Polyäthylenauftrag von 0,12 mm Stärke.
  • Das sich ergebende Produkt ist eine Zündschnur, die eine außerordentlich hohe Wasserunempfindlichkeit besitzt und die mit einer Brenngeschwindigkeit von etwa 150 Sekunden je 90 cm abbrennt.
  • Obwohl in jedem der obigen Beispiele in die Auspreßvorrichtung eine grobe Mischung der beiden Granalienmischungen eingegeben wird, ist es vorteilhaft, die beiden Granalienmischungen getrennt in die Auspreßvorrichtung einzuführen, indem geeignete Zufuhrapparaturen verwendet werden, welche eine genaue Regelung der Zufuhrgeschwindigkeit jeder Granalienmischung ermöglichen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von thermoplastischen Brandsätzen für Zündschnüre, bestehend aus wenigstens je einem pulverförmigen Oxydations-und Reduktionsmittel sowie einem thermoplastischen Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Mischungen, bestehend aus thermoplastischem Binder-Oxydationsmittel und thermoplastischem Binder-Reduktionsmittel, getrennt hergestellt und vorverforrnt werden und daß diese vorgeformten Massen im gewünschten Verhältnis nach Zerkleinerung in einer erhitzten Schneckenauspreßvorrichtung gemischt und verpreßt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden thermoplastischen 1-Iischungen zu Schnitzeln verarbeitet werden und sie in dieser Form der erhitzten Schneckenauspreßmaschine zugeführt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Kanadische Patentschrift Nr. 486 727.
DEI11781A 1955-06-08 1956-06-07 Verfahren zur Herstellung von thermoplastischen Brandsaetzen fuer Zuendschnuere Pending DE1019596B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118676B (de) 1958-08-15 1961-11-30 Ici Ltd Schnurartiger Zuender fuer Sicherheitszuendschnuere

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA486727A (en) * 1952-09-23 David John Owens Robert Manufacture of safety fuze

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