DE220884C - - Google Patents
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- DE220884C DE220884C DENDAT220884D DE220884DA DE220884C DE 220884 C DE220884 C DE 220884C DE NDAT220884 D DENDAT220884 D DE NDAT220884D DE 220884D A DE220884D A DE 220884DA DE 220884 C DE220884 C DE 220884C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42D—BLASTING
- F42D1/00—Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
- F42D1/04—Arrangements for ignition
- F42D1/06—Relative timing of multiple charges
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B3/00—Blasting cartridges, i.e. case and explosive
- F42B3/10—Initiators therefor
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 220884 — KLASSE 78 e. GRUPPE
in PARIS.
Einrichtung zum Zünden von Sprengstoffladungen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. April 1909 ab.
Man hat bisher, um die Zündwirkung der Sprengkapsel mit Sicherheit auf alle Teile einer
Sprengstoffladung fortzupflanzen, die Teile der Ladung, die zu diesem Zwecke geeignet durchlocht
sind, auf einer Zündschnur aufgereiht, oder man hat sie mit einer längs der äußeren
Wand der Ladung angeordneten Schnur verbunden.
■ Das Aufreihen der Ladung auf eine Zündschnur ist oft unbequem, jedenfalls erfordert es besondere Sorgfalt. Wird dagegen die Zündschnur außen auf die Ladung gebunden, so entsteht der Nachteil, daß diese auf der Patrone einen Vorsprung bildet, so daß die eigentliche Ladung nicht an allen Teilen ihrer Oberfläche mit der Wand des Bohrloches in Berührung gebracht werden kann, wodurch ein für die Explosionswirkung nachteiliger Hohlraum entsteht.
■ Das Aufreihen der Ladung auf eine Zündschnur ist oft unbequem, jedenfalls erfordert es besondere Sorgfalt. Wird dagegen die Zündschnur außen auf die Ladung gebunden, so entsteht der Nachteil, daß diese auf der Patrone einen Vorsprung bildet, so daß die eigentliche Ladung nicht an allen Teilen ihrer Oberfläche mit der Wand des Bohrloches in Berührung gebracht werden kann, wodurch ein für die Explosionswirkung nachteiliger Hohlraum entsteht.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun die Anordnung eines Zünders, durch den das Aufreihen
oder das Verbinden der Ladung im Augenblick der Anwendung überflüssig wird
und infolgedessen die daraus entstehenden Nachteile vermieden werden. Die Erfindung
besteht im wesentlichen darin, daß auf dem Umfange der Patrone ein Zünder aus den bekannten
Stoffen, die zu dem eingangs angegebenen Zwecke benutzt werden, in Form eines Bandes, einer Hülse o. dgl. angeordnet wird,
dessen Explosionsgeschwindigkeit größer ist als die des Sprengstoffes selbst, der also als
Fortleiter für die an der äußersten Patrone erfolgende Zündung der Ladung dienen kann.
Der in dem Zündleiter enthaltene Explosivstoff kann in Pulverform verwendet werden und
wird dann in eine besondere Hülle eingeschlossen oder durch einen Überzug geeigneter Art zusammengehalten.
Ferner kann Papier oder irgendein geeignetes Gewebe mit dem Zündstoff
imprägniert und daraus der Zündleiter hergestellt werden.
Der Zündleiter wird mit einer äußeren Hülle aus Papier, Guttapercha, Metallblech oder
einem anderen geeigneten Material umgeben. Diese Hülle kann auch selbst aus Zündmaterial
bestehen, z. B. aus nitriertem Papier oder aus Gewebe, wie etwa einem Docht, das mit Sprengpulver
imprägniert ist. Die mit dem fertigen Zünder nach der Erfindung versehene Patrone
kann dann mit dem üblichen Umschlag aus paraffiniertem Papier versehen und so geliefert
werden.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Sprengpatronen zum Schütze gegen Feuchtigkeit an
Stelle des Umschlages aus paraffiniertem Papier mit einem gelösten Gemisch von Zelluloid und
Harz zu überziehen. Ein derartiger Überzug kann indessen die Aufgabe der Fortleitung der
Zündung, wie' sie durch die Einrichtung nach der Erfindung stattfindet, nicht übernehmen.
Es ist zur Fortleitung der Zündung unumgänglich nötig, daß das Zündmaterial eine höhere
Explosions- oder Verbrennungsgeschwindigkeit habe als der Sprengstoff der Ladung selbst.
Die Stoffe, die in dem österreichischen Patent 15235 und dem Zusatz 16176 zum Überziehen
von Sprengpatronen angewendet werden, sind zwar verbrennlich, d. h. sie werden beim Explodieren
der Ladung mit verbrannt werden,
eine aktive Zündung aber, wie es ein Erfordernis des Zündstoffes der Erfindung ist, können
sie nicht ausüben.
Auf der Zeichnung sind verschiedene An-Wendungsformen des Zündleiters nach der Erfindung
dargestellt.
Wie Fig. ι in räumlicher Darstellung zeigt, wird beispielsweise um die Patrone b ein einfaches
oder doppeltes Band d gelegt, das mit
ίο Zündstoff beladen ist oder diesen einhüllt. Bei
der Übereinanderlagerung der Patronen in dem Bohrloch kommt das Band der einen Patrone
mit dem der anderen in Berührung, wodurch eine stetige Fortpflanzung der Zündung gesichert
ist. Anstatt eines Bandes, das die Pa-■ trone vollständig umgibt, kann auch ein Band
auf dem Umfange der Patrone senkrecht von oben nach unten angeordnet werden, und mit
seinem Ende auf die.Grundflächen der Patrone umgelegt werden. Die Bänder können auch in
die Patrone versenkt werden, damit sie keinen Vorsprung auf der Oberfläche bilden.
Wenn als Zündleiter Papier angewendet wird, das mit dem Zündstoff beladen ist, so
wird es, wie aus dem Schnitt Fig. 2 ersichtlich ist, in gewünschter Größe zugeschnitten, so
daß eine vollständige Hülle α für jede Sprengpatrone b gebildet wird. Die auf diese Weise
mit dem Zündleiter versehene Patrone wird gegebenenfalls in die gewöhnliche Hülle aus
Paraffinpapier c eingeschlagen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, kann der Zünder auch als Band schraubenförmig oder in anderer
Weise um die Patrone b gewickelt und die Enden in geeigneter Weise auf die Endflächen der Patrone
umgelegt und befestigt werden. Die Bänder brauchen nicht breit zu sein, sondern sie können auch in Form von Fäden geschnitten
werden, die in geeigneter Weise auf der Außenfläche der Patrone aufgerollt werden. Bei dieser
Anwendungsweise gibt eine Hülle c aus Paraffin-. papier oder ähnlichem dem Zünder den nötigen
Halt.
Endlich kann der Zündleiter nach der Erfindung auch in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise
angeordnet werden. Es werden einfache oder doppelte Scheibchen f aus einem mit Zündstoff
beladenen Gewebe 0. dgl. am Ende jeder Patrone b in den Umschlag eingelegt. Diese Scheibchen
können selbstverständlich auch statt in den Umschlag der Patronen eingelegt zu werden,
von dieser getrennt geliefert werden. Bei der Beschickung des Minenloches werden dann
zwischen je zwei Patronen ein oder mehrere Scheibchen eingelegt. Es ist ohne weiteres klar,
daß bei dieser Anwendungsweise die Zündung der Ladung von einer Patrone zur nächstfolgenden
sicher fortgeleitet wird:
Die im vorherigen beschriebene Zündeinrichtung bildet, wie leicht ersichtlich ist, auf dem
äußeren Umfange der Patronen keine nennenswerten Vorsprünge,'es ist daher ein vollkommener
Anschluß der Ladung an die Wand des Bohrloches möglich. Ferner ist das zeitraubende
und gefährliche Aufreihen der Patronen auf eine Zündschnur durch die Minenarbeiter und
auch in der Fabrik durch die Zündeinrichtung nach der Erfindung vermieden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Einrichtung zum Zünden von Sprengstoffladungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündleiter in Form von Fäden, Bändern, Hüllen, Überzügen oder Scheiben um die Sprengstoffladung gewunden oder längs dieser zwischen die einzelnen Ladungen so gelegt und befestigt wird, daß keine wesentlich vorspringenden Teile auf der Außenwand der Ladung entstehen und infolgedessen eine innige Berührung mit den Wandungen der Bohrlöcher gesichert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR191008337X | 1909-04-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE220884C true DE220884C (de) |
Family
ID=32480730
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT220884D Active DE220884C (de) | 1909-04-19 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| GB (1) | GB191008337A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| US2468274A (en) * | 1944-07-29 | 1949-04-26 | Hercules Powder Co Ltd | Explosive device |
| ES2088094T3 (es) * | 1991-02-18 | 1996-08-01 | Ici Plc | Generador de gas. |
-
0
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1910
- 1910-04-06 GB GB191008337D patent/GB191008337A/en not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB191008337A (en) | 1910-06-09 |
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