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DE1118316B - Durch Explosivstoffe betaetigter Antrieb fuer Schalter - Google Patents

Durch Explosivstoffe betaetigter Antrieb fuer Schalter

Info

Publication number
DE1118316B
DE1118316B DEM41887A DEM0041887A DE1118316B DE 1118316 B DE1118316 B DE 1118316B DE M41887 A DEM41887 A DE M41887A DE M0041887 A DEM0041887 A DE M0041887A DE 1118316 B DE1118316 B DE 1118316B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
piston
drive
crank
rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM41887A
Other languages
English (en)
Inventor
Louis Debuit
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merlin Gerin SA
Original Assignee
Merlin Gerin SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merlin Gerin SA filed Critical Merlin Gerin SA
Publication of DE1118316B publication Critical patent/DE1118316B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H39/00Switching devices actuated by an explosion produced within the device and initiated by an electric current
    • H01H39/002Switching devices actuated by an explosion produced within the device and initiated by an electric current provided with a cartridge-magazine

Landscapes

  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Durch Explosivstoffe betätigter Antrieb für Schalter Die Erfindung bezieht sich auf einen Antrieb für Schalter, bei denen die für die Einschaltung benötigte Energie durch Explosivstoffe, vorzugsweise durch das Zünden von Patronen, erzeugt wird, mit einem eine Explosionskammer bildenden Zylinder, in dem sich ein Kolben befindet, dessen Bewegung zur Antriebswelle des Schalters übertragen wird.
  • Schalter der vorstehenden Art sind bekannt.
  • Bei diesen Schaltern führt die bei der Explosion plötzlich freiwerdende Energie zu einer erheblichen mechanischen Beanspruchung der Teile des Schalterantriebes.
  • Durch die bekannte Anordnung eines Puffers zum Auffangen und Abbremsen der kinetischen Energie der durch die Explosion plötzlich mit Stoß in Bewegung versetzten Masse des Kolbens und des Gestänges kann lediglich die Vernichtung der entstandenen kinetischen Energie unter Milderung eines an sich auftretenden Stoßes erfolgen, ohne aber die Beanspruchungen durch die Explosion zu mildern.
  • DieErfindung erstrebt eineEntlastung derSchalterteile während der Einschaltbewegung unter der Wirkung der Explosionskraft.
  • Diese Entlastung ist nach der Erfindung dadurch erreicht, daß eine Kurbel auf der Antriebswelle des Schalters mit dem Kolben über eine Stangenverbindung in der Weise verbunden ist, daß beim Wirken des Antriebes die Kurbel durch eine Mittelstellung geht, in der ihr Hebelarm senkrecht zur Achse der am Kolben angebrachten Stange geht.
  • Hierdurch ist bewirkt, daß das auf die Schalterwelle wirkende Kräftemoment am Anfang und am Ende des Kolbenhubes seinen Kleinstwert besitzt, wodurch sich eine wirksame Schonung der Schalterorgane ergibt.
  • Im einzelnen kann nach der Erfindung zur Übertragung der Bewegung auf die Kurbel eine Zwischenstange, die an der mit dem Kolben verbundenen Stange und an der Kurbel schwenkbar angelenkt ist, und für den Schwenkpunkt an der Stange ein Führungsarm vorgesehen sein, derart, daß die Tangente an den von diesem Schwenkpunkt beschriebenen Kreis in der Ausschaltstellung des Schalters annähernd durch den Mittelpunkt der Schalterwelle geht und in der Einschaltstellung des Schalters annähernd senkrecht zur Verbindungslinie der beiden Schwenkpunkte ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Fig. 1 zeigt schematisch im Aufriß, teilweise geschnitten, einen Schalterantrieb in der dem geöffneten Schalter entsprechenden Stellung; Fig. 2 gibt den Antrieb in der dem geschlossenen Schalter entsprechenden Stellung wieder.
  • Die Teile des Antriebes werden durch zwei einander parallele Schutzplatten getragen. In Fig. 1 ist nur die hintere Platte 11 erkennbar. Die vordere Platte ist des besseren Verständnisses halber in der Zeichnung nicht angedeutet.
  • Der Antrieb weist einen Zylinder 12 auf, in dem ein Kolben 13 gleitet. Auf dem Bolzen 14 des Kolbens sind mit ihrem einen Ende zwei einander parallele Laschen 15 schwenkbar angeordnet. In den anderen Enden der Lasche 15 befindet sich ein Bolzen 16. Ein Hebel 17 ist mit seinem einen Ende schwenkbar an dem Bolzen 16 angebracht und mit seinem anderen Ende auf dem feststehenden Achsbolzen 18 schwenkbar angeordnet. Auf die Antriebswelle des Schalters ist eine gabelförmige Kurbel 22 aufgekeilt. Diese Kurbel ist mit einem Bolzen 20 versehen. Eine Zwischenstange 19 verbindet die Bolzen 16 und 20. An dem Hebel 17 ist ein Bolzen 24 vorgesehen, um welchen sich eine Klinke 25 drehen kann. Die Bewegung der Klinke wird durch einen auf dem Hebel 17 angeordneten Anschlagfinger 27 begrenzt, der in eine Öffnung 26 der Klinke 25 hineinragt.
  • Um den Bolzen 18 ist eine Feder 28 gewunden, deren Ende D gegen den Anschlag 30 anliegt. Letzterer ist auf der Kurbel 29 angeordnet, die sich frei um den Achsbolzen 18 drehen kann. Das andere Ende C der Feder 28 ruht auf der Klinke 25. Der Anschlag 30 wird durch die Auslösewelle 32 des Schalters entgegen der Wirkung der Feder 28 in der in Fig. 1 wiedergegebenen Stellung festgehalten.
  • Auf dem Zylinder 12 ist eine Gleitschiene 33 befestigt. Zwischen den Zylinder 12 und der Gleitschiene 35 kann ein Patronenmagazin 34 hindurchgeführt werden. Das Patronenmagazin kann z. B. aus einer flachen, mit einer gewissen Anzahl von Bohrungen versehenen Schiene bestehen. In den Bohrungen sind die Patronen 35 untergebracht. Die Gleitschiene trägt einen Schlagbolzen 38, der entweder elektrisch durch einen Elektromagneten fernbetätigt wird oder von Hand durch eine auf dem beweglichen Kern des Magneten 39 angebrachte Stange betätigt werden kann. Der Schlagbolzen befindet sich gegenüber der in der Zylinderwand 12 ausgesparten und in den toten Raum zwischen dem Kolben 13 und dem Boden 42 des Zylinders mündenden Öffnung 36. Ein Anschlag 43 begrenzt die Bewegung des Hebels 17.
  • Die Wirkungsweise des Antriebes ist folgende: Wenn der Schalter geöffnet ist, dann befinden sich der Kolben 13 in der äußersten rechten Stellung und eine Patrone gerade vor dem Schlagbolzen 38 und gegenüber der Öffnung 36. Die übrigen Teile haben die in Fig. 1 gezeigte Stellung. Die Tangente an dem durch 16 beschriebenen Kreis A geht annähernd durch den Mittelpunkt von 23. Um den Schalter einzuschalten, wird der Elektromagnet 39 unter Spannung gesetzt, oder es wird der Knopf 40 zunächst nach unten gezogen und anschließend losgelassen. Der Schlagbolzen schlägt dann unter der Wirkung seiner Feder auf den Zünder der Patrone 35, so daß diese gezündet wird. Die Explosionsgase dringen durch die Öffnung 36 in den toten Raum 37, entspannen sich und treiben den Kolben 13 nach links. Infolge der Anordnung der Laschen 15 beschreibt der Bolzen 16 einen durch die Drehung des Hebels 17 bestimmten Kreisbogen A und nimmt diesen Hebel dem Uhrzeigersinn entgegengesetzt mit. Der Bolzen 16 wirkt über die Zwischenstange 19 auf den Bolzen 20. Letzterer bewegt sich auf dem durch die Drehung der Kurbel 22 beschriebenen Kreis B, wodurch die Antriebswelle 23 des Schalters im Uhrzeigersinn gedreht wird. Während dieser Bewegungen hält der Anschlag 30, der selbst durch die Auslösewelle 32 festgehalten wird, das auf ihm ruhende Ende D der Feder 28 fest. Die durch den Hebel 17 mitgenommene Klinke 25 spannt die Feder 28. Zur gleichen Zeit hat sich die Zwischenstange 19 um die Bolzen 16 und 20 gedreht. Am Ende seines Hubes hat der Kolben die äußerste linke Stellung erreicht. Die verschiedenen Teile befinden sich dann in der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung. Die Tangente an dem durch 16 beschriebenen Kreis A steht annähernd senkrecht auf der Geraden 16 bis 20. Der Schalter ist eingeschaltet, und die Ausschaltfedern sind gespannt. Der Hebel 17 ruht hierbei auf dem Anschlag 43. Die Zwischenstange 19 ist hinter der Klinke 25 eingehakt. Am Ende des Hubes werden die Gase aus dem Zylinder 12 in jeder zweckmäßigen Weise ausgelassen, z. B. durch eine vom Kolben 13 freigegebene öffnung44 in der Wand desZylinders 12. Zum Ausschalten des Schalters wird die Auslösewelle 32 im Sinne des Pfeiles F (Fig. 2) gedreht. Der Anschlag 30 wird so freigegeben, und das Ende D der Feder 28 treibt plötzlich die Kurbel 29 mit Anschlag 30 gleichfalls in Richtung des Pfeiles F an, bis der Anschlag 30 auf die Klinke 25 auftrifft, die sich unter dem Einfluß des Stoßes dem Uhrzeigersinn entgegengesetzt um den Bolzen 24 dreht und die Zwischenstange 19 freigibt. Die Kurbel 22 wird nun nicht mehr durch Zwischenstange 19 festgehalten und kehrt unter dem Einfluß der Ausschaltfedern des Schalters wieder in ihre Ursprungsstellung zurück. Der Schalter ist jetzt geöffnet. Gleichzeitig kehren alle Teile unter der Wirkung der Kurbel 22 in ihre Ursprungsstellung zurück. Während des Kolbenrückganges wird das Patronenmagazin in geeigneter Weise um eine Patrone vorgeschoben, z. B. durch eine mit dem Hebel 17 verbundene Klinkensteuerung, welche in der Zeichnung nicht wiedergegeben ist. Wenn das Patronenmagazin 34 eine entsprechende Aufnahmefähigkeit besitzt, können mit einfachen Mitteln zahlreiche Einschaltungen durchgeführt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Antrieb für Schalter, bei denen die für die Einschaltung benötigte Energie durch Explosivstoffe, vorzugsweise durch das Zünden von Patronen, erzeugt wird, mit einem eine Explosionskammer bildenden Zylinder, in dem sich ein Kolben befindet, dessen Bewegung zur Antriebswelle des Schalters übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kurbel (22) auf der Antriebswelle des Schalters mit dem Kolben (13) über eine Stangenverbindung in der Weise verbunden ist, daß beim Wirken des Antriebes die Kurbel (22) durch eine Mittelstellung geht, in der ihr Hebelarm senkrecht zur Achse der am Kolben angelenkten Stange (15) steht.
  2. 2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur übertragung der Bewegung auf die Kurbel (22) eine Zwischenstange (19) vorgesehen ist, die an der mit dem Kolben (13) verbundenen Stange (15) und an der Kurbel (22) schwenkbar angelenkt ist, und daß für den Schwenkpunkt (16) an der Stange (15) ein Führungsarm (17) vorgesehen ist, derart, daß die Tangente an den von diesem Schwenkpunkt (16) beschriebenen Kreis (A) in der Ausschaltstellung des Schalters annähernd durch den Mittelpunkt der Schalterwelle (23) geht und in der Einschaltstellung des Schalters annähernd senkrecht zur Verbindungslinie der beiden Schwenkpunkte (16, 20) ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 338 062; französische Patentschrift Nr. 532 477; USA.-Patentschrift Nr. 723183. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1068 801.
DEM41887A 1958-07-09 1959-06-20 Durch Explosivstoffe betaetigter Antrieb fuer Schalter Pending DE1118316B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1118316X 1958-07-09

Publications (1)

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ID=9630424

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM41887A Pending DE1118316B (de) 1958-07-09 1959-06-20 Durch Explosivstoffe betaetigter Antrieb fuer Schalter

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DE (1) DE1118316B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3281561A (en) * 1962-07-16 1966-10-25 Marx Erwin Circuit breaker with circulating oil arc quenching means

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US723183A (en) * 1901-06-29 1903-03-17 Gen Electric Circuit-breaker.
DE338062C (de) * 1919-12-16 1921-06-13 Siemens Schuckertwerke G M B H Durch Explosionskraefte bewegter Schalter
FR532477A (fr) * 1920-09-27 1922-02-04 Metallurg Electr Disjoncteur fulminant
DE1068801B (de) * 1959-11-12

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