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Schreibmaschine mit mechanischem Antrieb der-Typenhebel. Den Gegenstand
der- Erfindung bildet eine Verbesserung an solchen Schreibmaschinen, bei denen durch
Niederdrücken eines Tastenhebels das Antriebsgestänge des zugehörigen Typenhebels
mit dem mechanischen Antrieb gekuppelt und durch diesen Antrieb mit dem Tastenhebel
außer Eingriff gebracht wird, worauf nach den Typenabdruck der Typenhebel in seine
Ruhelage zurückkehrt, ohne daß der Tastenhebel freigegeben wird. Bei den bekannten
Maschinen dieser Art ist ein Niederdrücken der Taste um etwa 15 nun erforderlich,
ehe eine völlige Kuppelung des Antriebsgestänges des zugehörigen Typenhebels mit
dem mechanischen Antrieb erfolgt ist, so daß es ei einem ungleichmäßigen Anschlagen
der Tasten dazu kommen kann, daß der Typenhebel nicht mit der vollen Kraft hochgeschleudert
wird, wodurch lein ungleichmäßiger Typenabdruck entsteht. Bei dem Gegenstand der
vorliegenden Erfindung wird dieser Übelstand dadurch beseitigt, daß eine Schlagstange
von rundem Querschnitt in eine halbrunde Auskehlung eines beim Niederdrücken der
Taste in die Bewegungsbahn der Schlagstange bewegten Schneppers eingreift und diesen
erst nach erfolgtem Abgleiten wieder freigibt. Es wird hierdurch erreicht, daß die
Taste nur 2 bis 3 mm niedergedrückt zu werden braucht, wodurch ein ungleichmäßiges
Anschlagen der Tasten und Typenhebel verhindert wird.
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Auf der Zeichnung sind die wesentlichen Teile des neuen mechanischen
Typenhebelantriebes für Schreibmaschinen beispielsweise veranschaulicht, und zwar
zeigt: Fig. i die Anordnung des Typenhebels. und der diesen beeinflussenden Teile
in Seitenansicht, in Ruhestellung, Fig. 2 die Stellung der Teile nach erfolgtem
Anschlag des Tastenknopfes, Fig. 3 die Stellung der Teile beim Anschlag des Typenhebels
und Fig.4 die Stellung der Teile nach erfolgter Rückkehr des Typenhebels in die
Ruhestellung.
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Zunächst wird bemerkt, daß die Tastatur der Maschine ebenso ausgebildet
ist wie bei den üblichen Typenhebelschreibmaschinen, bei welchen sich vier Reihen
Tastenhebel hintereinander etagenförmig ansteigend angeordnet befinden. Die Anordnung
der Typenhebel erfolgt, wie üblich, in Kreisbogenform zur Druckstelle. Auf der Zeichnung
ist lediglich ein Typen- und Tastenhebel dargestellt worden, um die Wirkung des
Typenhebelantriebes der Maschine verständlich zu machen.
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Die Tastenhebel a jeder der vier Reihen sind auf Querwellen b beweglich
und sind durch Zugglieder c an zweiarmige Hebel d angeschlossen, die auf einer allen
Tastenhebeln gemeinsamen Querachse e gelagert sind. An den oberen Enden der zweiarmigen
Hebel d greifen Zugglieder f an, die in Ausschnitten einer in der
*Querrichtung der Maschine verlaufenden und an deren Seitenwänden befestigten Winkelschiene
g geführt werden. Die Zugglieder f besitzen winkelförmig nach unten gebogene Enden
und stehen unter der Wirkung von je einer Zugfedier h, durch welche die Glieder
f in der Ruhelage in der in Fig. i gezeichneten Stellung gehalten werden.; in welcher
die nach unten ragenden
Enden der Zugglieder f in Ausschnitte je
eines Schiebers i eingreifen, der verschiebbar auf einem Arm j des Zwischenhebels
angeordnet ist und unter der Wirkung von je einer Feder va steht, die auf dein Arm
n des Zwischenhebels k befestigt ist. Die letzteren sind auf einer gemeinsamen Achse
L drehbar antigeordnet und am oberen Ende mit den Typenhebeln e in der üblichen
Weise verbunden, die vorn auf einem kreisbogenförmig ausgebildeten Träger p aufliegen.
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An der oberen vorderen Längskante sind die Schieber bzw. Schnepper
i mit je einer halbrunden Auskehlung r verseben, welche dazu dienen, die kreisende
Typenhebelanschlagstange s aufzunehmen, wenn sich die Maschine im Gebrauch befindet.
Die Anschlagstange s ist in der Querrichtung der Maschine angeordnet und für alle
Typen gemeinsam. Sie ist exzentrisch in Scheiben t. eingesetzt, von denen die eine
als Schnurenscheibe ausgebildet sein kann, die mit einem in der Maschine angebrachten
Elektromotor verbunden ist, so däß sich die Schlagstange s in ununterbrochener kreisender
Bewegung befindet, sobald der Elektromotor eingeschaltet ist.
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Wenn nun einer der Tastenknöpfe u niedergedrückt wird, so wind: durch
das Hebelgestänge c, d das Zugglied f im Sinne der in Fig. z eingezeichneten Pfeilrichtung
angezogen, so daß der Schnepper i in die in Fig. gezeichnete Stellung bewegt wird.
Hierdurch kommt dlie Auskehlung r in die Bewegungsbahn der Schlagstange s, so daß
der Schnepper in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung geschwunäen wird, wodurch der
Anschlag des Typenhebels o erfolgt. Unmittelbar nachdem die Schlagstange s den Schnepper
freigegeben hat, kehrt dieser unter der Wirkung seiner Feder in -in die Ruhelage
zurück, und der Typenhebel- fällt daher sofort nach dem Anschlag wieder auf die
Rast p zurück. Die Rückkehr dieser Teile in die Ruhelage erfolgt so schnell, daß
der die Maschine Benutzende his dahin den Tastenknopf it noch gar nicht wieder losgelassen
haben kann, so daß sich das nach unten ragende Ende des Zuggliedes f auf den Schnepper
i aufsetzt, wie Fig. 4 zeigt. Wenn der Tastenknopf freigegeben ist, dann fällt das
nach unten ragende Ende des Zuggliedes f unter der Wirkung der Feder lt wieder
in den Ausschnitt v des Schneppers ein.
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Dadurch, da,ß der Typenhebel schneller wieder in die Ruhelage zurückkehrt,
als der Schreibende den Tastenknopf loslassen kann, ist es möglich, die Schnelligkeit
des Maschiiienschreibens ganz beträchtlich zu erhöhen, was gemäß der Erfindung dadurch
erheblich erleichtert und begünstigt wird, daß der Tastenknopf nur 3 mm niederbewegt
zu werden braucht.