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Rückpralldämpfungsvorrichtung für Druckhämmer Die Erfindung betrifft
Verbesserungen an Rückpralldämpfungsvorrichtungen für Druckhämmer.
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Aufgabe ider Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, welche
ein Zurückprallen federbetätigter Druckhämmer nach einem Druckhub verhindert, einfach
herzustellen ist und wirksam arbeitet.
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Die Erfindung geht von einer Rückpralldämpfun.g,svorrichtung für einen
Druckhammer aus und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung koaxial mit
dem Hammer derart beweglich angebrachtist, daß .sie sich sowohl während des Druckhubs
als auch während der Rückkehrbeweagung mit dem Hammer bewegt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend an Hand der
Zeichnung erläutert, und zwar zeigt Fig. i eine Seitenansicht einer Rückpralldämpfungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Vorderansicht des dem Druckhammer gemäß Fi,g. i zugeordneten beschwerten
Glieds und Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie 3-3 der Fig. i, und zwar in Pfeilrichtung
gesehen.
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Bei dem mit oder erfindungsgemäßen Einrichtung versehenen Druckwerk
wird oder Hammer durch eine starke Feder angetrieben, welche bei Freigabe den Hammer
mit einem plötzlichen Aufschlag gegen die Typenträger treibt. Bei dieser Art von
Druckvorrichtung reagiert der Hammer beim Zuückfallen in seine Normallage derart
unter dem Einfluß der ihn betätigenden Feder, daß er oftmals so kräftig zurückpralllt,
daß er einen zweiten Abdruck macht.
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Zum Verhindern des Rückpralls des Hammers weist die erfindungsgemäße
Einrichtung ein beweglich angeordnetes Dämpfungsglied auf, das in seiner Dämpfungswirkung
einstellbar ist und den verschiedenen
Anforderungen im Betrieb
.angepaßt werden kann.
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Diese Anpassung giesehieht durch das Anbringen von Gewichten an dem
Dämpfungsglied.
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Der erfindungsgemäße Druckwerkmechanismus weist mehrere auf einer
ortsfesten Achse i i angebrachte Typenträger io auf. Diese Typenträger sind so ausgebildet
und angeordnet, daß irgendein gewünschtes Typenzeichen mittels einer an sich bekannten
Vorrichtung in Gegenüberstellung mit einer Druckhammerplatte 12 ,gebracht werden
kann. Die Druckplatte 12 iist an dem freien Ende des drehbar auf der ,Achse 14 angebrachten
Hammers 13 angeordnet. Der Hammer 13 weist einen Arm 15 auf, an dem das eine Ende
der Feder 16 angehängt ist, während das andere Ende der Feder 16 an einem Stift
17 des an dem fiammerbetätigten Hebel io angebrachten Blocks 18 angehängt ist. Der
Hebel io ist neben dem Hammer 13 drehbar auf der .Achse 14 angeordnet. Die Feder
16 hält den Stift 2o des Hammers 13 .normalerweise in Anlage reit dem oberen -Erde
des Hebels i9.
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Die Feder 21 hält .den Block 18 normalerweise in Anlage m-it dem amMaschinenrahmen
befestigten Anschlag 22. .Der auseKautschukoder einem anderen geeigneten Material
bestehende Block 23 kann zwischen dem Block i8 und dem Anschlag :22 eingelegt werden
und dient somit als Polster, Idas den Schlag des Hebels io während der Maschinengänge
auffängt und gleichzeitig von diesen Schlägen herrührende, übermäßige Geräusche
verringert.
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Mit dem unteren ;Ende des Hebels i9 ist ein Verbindungsglied @24 verbunden,
dessen anderes Ende :mit dem drehbar an der Achse 26 angebrachten Arm 25 verbunden
ist. der Arm 25 ist an Odem Arm 27 befestigt, der durch die Feder 21 .in Anlage
mit dem an der Nockenwelle i29 befestigten I_Antriebsnocken 28 gehalten wind.
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Bei Drehung' des Nockens 28 in Pfeilrichtung wird der Arm 27 @im Gegenzeigersinn
geschwenkt, so daß das Verbindungsglied @24 nach rechts bewegt und die Feder 21
gespannt wird. Zur gleichen Zeit wird d er Hebel io geschwenkt. Dabei bewirkt -die
Feder 16, daß der Stift 2o des Hammers 13 der Bewegung des Hebels io folgt. Wenn
die höchste Stelle am Umfang des Nockens 28 am Ende des Arms 27 vorbeiläuft, fällt
dieser hinab, schwenkt die Foder 21 den Hebel io .im Uhrzeigers,inn und über den
Stift 2o den Hammer 13 iin gleicher .Richtung, so daß :die Druckplatte 12 auf die
Typenträger io aufschlägt. Nachdem der Abdruck erfolgt isst, prallt der Hammer 13
in die \Tormallage zurück. Während dieser Bewegung könnte es jedoch geschehen, daß
der auf den federbetätigten Hebel io anschlagende Stift i2o die Feder 21 wieder
etwas spannt, woraufhin der Hebel io den Hammer 13 erneut gegen idie Typenträger
io treibt und somit einen zweiten Abdruck bewirkt.
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Damit ein solcher zweiter Abdruck verhindert wird, ist hinter dem
Hammer 13 ein Dämpfungsglied 3o.(Eig. 1. 2 und 3) beweglich an der Achse 14 angebracht.
Das Dämpfungsglied 30 ist mit Flanschen 31 und 32 versehen, die den Hammer
13 umfassen und so weit auseinander angeordnet sind, daß zwischen ihnen eine ,begrenzte
freie Bewegung des Hammers 13 möglich ist. Das obere Ende des Dämpfungs,glieds 3o
kann mit einem oder mehreren entfernbaren Gewichten 33 versehen sein. Die Gewichte
33 sind derart auf Odem Dämpfungsgllied 30 angeordnet, @daß der Flansch 31 durch
.die Schwerkraft normalerweise :in Berührung mit dem Hammer 13,gehalten wird. Die
Innenflächen der Flansche 31 und32 können nach Wunsch mit stoß- und geräuschdämpfendem
Material 34 versehen werden.
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Wird der Hammer in der beschriebenen Weise gegen die Typen getrieben,
so nimmt die rechte Seite.(Ei,g. i) des Hammers 13 das Dämpfungsgl.ied
30 mit sich, bis der Hammer beim Aufschlag auf den Typenträgern io angehalten
wird. Der Schwung des Dämpfungsglieds 3o reicht zu diesem Zeitpunkt aus, um es weiterzubewegen,
nachdem der Hammer am Typenträger angeschlagen hat. Unmittelbar danach geht der
Hammer zurück. Während der Hammer in .seine Ausgangslage .zurückkommt, trifft er
auf den Flansch 32 des DämpfungsgliOds 30, welches seinerseits zu diesem Zeitpunkt
ungefähr die Lage hat, die derjenigen entspricht, .in welcher der Hammer in seiner
Ausgangsstellung festgehalten wird. Sowohl der Hammer 13 als auch das Dämpfungsglied
3o kommen gleichzeitig ,infolge der Gegenwirkung oder Kraft jedes der beiden aufeinander
wirkenden Elemente zur Ruhe. Das Dämpfungsglied verharrt jedoch nur für einen Augenblick
in Ruhe, @da dieses unter Wirkung der Schwerkraft unmittelbar dm Gegenzeigersinn
,in die A usgangslage zurückkehrt.
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Die Gegenkräfte der beiden bewegten Teile dämpfen idie möglichen Schwingbewegungen
des Hammers; deshalb prallt der Hammer nicht zurück, so daß weder ein zweiter Abdruck
noch ein sogena,nnter .Schattenabdruck erfolgen kann.
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Bai den bekannten Dämpfungseinrichtungen wurden diese in das Druckwerk
eingebaut und machten .meistens Sonderausführungen der Druckwerksteile erforderlich.
Die erfindungsgemäße Dämpfungseinrichtung kann dagegen in jeden bereits vorhandenen
Druckharnnler eingebaut werden, ohne daß irgendwelche .Abänderungen notwendig würden.