DE1118045B - Laeppvorrichtung mit schwingender Laeppplatte - Google Patents
Laeppvorrichtung mit schwingender LaeppplatteInfo
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Description
- Läppvorrichtung mit schwingender Läppplatte Es sind bereits Flachläppvorrichtungen bekannt, bei denen die gegenseitige Bewegung von Werkstücken und Läppplatte und der ständige Wechsel der Arbeitsrichtung dadurch herbeigeführt wird, daß der Läppplatte eine Drehbewegung erteilt wird, und das Werkstück lose drehbar auf einer bestimmten Bahn mittels eines Halters oder Käfigs über die Läppfläche der Läppplatte geführt wird.
- Im Gegensatz hierzu betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Läppen der Oberfläche von Werkstücken mit einer hin- und herschwingenden Läppplatte, bei der erfindungsgemäß die Läppplatte längs einer zu ihrer Läppfläche geneigt liegenden, gekrümmten Bahn derart hin- und herschwingt, daß das auf die Läppplatte aufgebrachte Werkstück während des Läppvorgangs wenigstens über einen Teil der Läppfläche wandert.
- Hierdurch werden keine Teile mehr benötigt, die sich relativ zueinander bewegen, wodurch die dadurch bedingten Abnutzungserscheinungen, wie sie z. B. in den Lagern einer sich drehenden Läppplatte auftreten, vermieden werden. Auch eine zusätzliche Führung des Käfigs oder des Halters ist nicht mehr nötig, so daß die erfindungsgemäße Vorrichtung einfach und wartungsfrei ist.
- Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Läppvorrichtung ist, daß als Läppfläche ein Schmirgelleinen, ein Tuch od. dgl. verwendet werden kann, das wesentlich billiger als die in den bekannten Vorrichtungen verwendeten Läppscheiben ist. Ein solches Tuch oder Leinen kann auch leicht ausgewechselt werden und gibt außerdem eine gute Läppoberfläche.
- Es sind zwar Läppvorrichtungen bekannt, bei denen die Schwingbewegung der Läppfläche so erfolgt, daß die Bahn irgendeines Punktes der schwingenden Anordnung symmetrisch zu beiden Seiten einer vertikalen Geraden liegt. Mit diesen Vorrichtungen können jedoch die Effekte, die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhalten werden, nicht erreicht werden, da eine fortschreitende Bewegung der Werkstücke auf der Läppfläche nicht eintritt.
- Durch die Schwingbewegung kann eine geradlinige oder kreisförmige Förderbewegung hervorgerufen werden. Die letztere ist besonders günstig, da die zu bearbeitenden Gegenstände auf endloser kreisförmiger Bahn umlaufen und so lange in Bewegung bleiben, bis die Bearbeitung beendet ist. Wenn die zu bearbeitenden Gegenstände längs einer geraden Bahn bewegt werden, dann müssen, wenn die Gegenstände am Ende der Bahn noch nicht völlig fertig bearbeitet sind, die Gegenstände zurückgeführt und nochmals der gleichen Bearbeitung unterworfen werden.
- Es wurde festgestellt, daß die kreisförmige oder in gekrümmter Bahn erfolgende Läppbewegung auf einer ebenen Läppfläche mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser eine Drehbewegung der Gegenstände bewirkt, wenn die Abmessung der Gegenstände kleiner ist als der halbe Durchmesser- der ebenen Läppfläche, da die Schwingbewegungen im mittleren Teil der Läppfläche wesentlich geringer sind als am Umfang. Wenn der Gegenstand ebenso groß ist wie die Läppfläche, dann dreht er sich natürlich um seine eigene Achse, die mit der Achse der Läppfläche zusammenfällt.
- Zur gleichzeitigen Bearbeitung von einander gegenüberliegenden Oberflächen an Gegenständen wird in an sich bekannter Weise auf die auf die schwingende Läppfläche aufgebrachten Gegenstände ein Gewicht mit einer Oberfläche, die etwa der Oberfläche der Schleiffläche entspricht, aufgelegt. Da die Schwingbewegungen auf das Gewicht übertragen werden, dreht sich das Gewicht mit einer geringeren Geschwindigkeit als die unter ihm liegenden Gegenstände.
- Der Druck auf die Gegenstände kann verändert gemacht werden, so daß dadurch die Schleifwirkung steuerbar ist. Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine gemäß der Erfindung ausgebildete Läppmaschine, Fig.2 eine Draufsicht auf dieselbe ohne Druckplatte, Fig. 3 einen Schnitt durch eine gewölbte Läppplatte mit einer Druckplatte, deren ebene Unterfläche mit einem Tuch überzogen ist, Fig.4 einen Schnitt durch eine Läppplatte mit einer mit einer Korkauflage versehenen Druckplatte, Fig. 5 einen Schnitt durch eine Läppmaschine mit einer hydraulisch angedrückten Druckplatte.
- Die Läpp- und Poliermaschine (Fig. 1) hat eine massive Grundplatte 1, die sich auf federnden Fü ßen 2 abstützt, und ein den Motor einschließendes Gehäuse 3. Die Grundplatte l besitzt vier schräge Auflagen 4, die symmetrisch um die vertikale Mittelachse 5 angeordnet sind. An den Auflagen 4 sind Blattfedern 6 befestigt, deren obere Enden an im Rahmen 8 ausgebildeten Auflageflächen 7 angeschraubt sind. Der Rahmen hat Öffnungen zur Aufnahme der Befestigungsschrauben 10, die zur Halterung der Polierplatte 11 am Rahmen dienen.
- Der elektromagnetische Antrieb weist einen Eisenkein 12 auf, der durch Befestigungsschrauben 14 einstellbar an der Stütze 13 am oberen Teil der Grundplatte 1 befestigt ist. Über den Mitttelarm des Kernes 12 ist eine elektromagnetische Spule 15 gesteckt, deren Anschlüsse zu den elektrischen Steuermitteln führen. Bei richtiger Befestigung des Kernes 12 am Grundgestell, sind die Polflächen symmetrisch zu den Ankern 16, die an der Unterseite des Rahmens 8 befestigt sind. Der Anker 16 ist zentral zur Achse 5 angeordnet, und die zur Stützung des Rahmens dienenden Federn halten den Anker 16 relativ zu den Polflächen des Kernes 12 so, daß der richtige Luftspalt vorhanden ist. Läßt man auf die Spule 15 Stromimpulse wirken, dann ziehen die vom Kern ausgehenden magnetischen Kräfte den Anker an, verursachen eine Biegung der Federn 6 und eine Bewegung des Rahmens auf geneigter und gekrümmter Bahn. Wenn der Impuls vorbei ist, dann kehren die Federn in ihre Normallage zurück und lassen den Rahmen wieder nach oben in seine Normallage gehen. Die Federn gehen etwas über ihre Ruhelage hinaus, so daß eine vollständige Schwingbewegung auf geneigter, gekrümmter Bahn erfolgt.
- Durch das Abstimmen der Federn 6 auf eine Frequenz, die um wenige Hertz über oder unter der Frequenz des Stromes liegt, wird das Schwingsystem synchron mit der Stromfrequenz und erzielt so den besten Betrieb.
- Die Läppplatte 11 hat die Form einer Schale mit flachem Boden 20 und zylindrischer Wandung 21. Die Läppfläche ist mit Schleifleinen 22 oder einem ähnlichen Material bedeckt. Die zu bearbeitenden Gegenstände sind Ringe 23, deren kleine Auflageflächen dem Schleifleinen 22 und deren größere der Oberfläche 24, der an der Druckplatte 25 befestigten Korkverkleidung zugewandt sind. Die Druckplatte 25 ist auch mit einem Handgriff 26 versehen, so daß sie abgehoben werden kann.
- Die in Fig. 2 dargestellte Läppplatte 11 ist rund, und die Gegenstände 23 rotieren in entgegengesetzter Uhrzeigerrichtung, während sie auf kreisförmiger Bahn in entgegengesetzter Uhrzeigerrichtung in der Schale umlaufen, wie dies durch die Pfeile in Fig. 2 angezeigt ist. Die Druckplatte 25 ist ebenfalls rund und hat einen geringen Spielraum zwischen ihrer Außenkante und der Wand 21. Die Seiten der Druckplatte 25 sind bei 28 abgeschrägt, um die Reibung zwischen Platte und Wand 21 zu verringern.
- Wenn beide Seiten des Gegenstandes behandelt werden sollen, dann wird ein Schleifleinen auch an der Druckplatte befestigt. Um gewünschtenfalls eine Drehbewegung der Druckplatte verhindern zu können, wird eine Stange 30 durch den Handgriff gesteckt, die in eine der Kerben der Läppplatte eingreift.
- Die in Fig. 3 dargestellte Läppplatte 31 hat eine kugelförmige Bodenfläche 32, Die Druckplatte 34 entspricht der Druckplatte 25 und weist einen Handgriff 35 auf, ist jedoch außerdem noch mit einem in der Mitte angeordneten Magnet 36 ausgestattet, der mit dem Magnet 37 zusammenwirkt, der im Bodenteil der Läppplatte angeordnet ist. Durch diese Magnete wird der Druck vergrößert und die Druckplatte etwa in Mittellage gehalten. Eine geringe seitliche Bewegung der Druckplatte ist zulässig, und es entsteht dadurch keine ungenaue Bearbeitung, da die Oberfläche im wesentlichen kugelförmig ist. Die Druckplatte 34 kann jedoch nicht zu weit aus ihrer Mittellage entfernt werden, da sie durch die Magnete 36 und 37 zurückgehalten wird. Bei Verwendung von Elektromagneten kann der Druck variiert werden.
- Bei der in Fig.4 dargestellten Ausführungsform ist der Boden der Läppplatte 11 mit einer Läppfläche 20 versehen, die nur aus Gußeisen besteht, und die Druckplatte 40 ist mit einer Reihe von Gewichten 41, 42 und 43 ausgestattet. Durch Hinzufügen oder Wegnehmen von Gewichten kann man den zwischen den Läppflächen wirkenden Druck verändern. Unter der Druckplatte 40 bringt man einen Korküberzug an.
- Die Druckplatte 50 (Fig. 5) hat eine zweite Platte 51, die vermittels eines ringförmigen reibungsarmen Lagers 52 daran befestigt ist. Ein Käfig 53 schließt die Platte 51 ein und schützt das Lager zwischen den Platten 50 und 51. Zwischen der Platte 51 und der Brücke 54 ist eine hydraulische Einrichtung 55, die sich bei Zuführung von Druckflüssigkeit ausdehnt oder zusammenzieht, und so einen stärkeren oder geringeren zusätzlichen Druck auf die Druckplatte ausübt. Dieser Druck überträgt sich auf die Gegenstände 23, , Neben der Druckvorrichtung 55 ist eine durch- diese Druckvorrichtung 55 belastete Feder 56 vorgesehen. Die Druckplatte 51, die Vorrichtung 55 und die Feder 56 bleiben in Ruhe, wenn sie mit der Brücke 54 verbunden sind.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Läppen der Oberfläche von Werkstücken mit einer hin- und herschwingenden Läppplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die Läppplatte längs einer zur Läppfläche geneigt liegenden, gekrümmten Bahn derart hin- und herschwingt, daß die auf die Läppplatte aufgebrachten Werkstücke während des Läppvorganges wenigstens - über einen Teil der Läppfläche wandern.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Läppplatte (11) in an sich bekannter Weise eine auf den Werkstücken aufliegende Druckplatte (25) zugeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck der Werkstücke gegen die Läppplatte (11) während des Läppvorganges veränderbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Läppplatte (11) von symmetrisch um ihre Mittelachse und schräg zu ihrer Läppfläche liegenden, federnden Elementen (6) getragen und durch einen Schwingungserzeuger (12,16) in Schwingung versetzbar ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Läppfläche wenigstens zweimal so groß ist wie der Durchmesser der Gegenstände. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 574 224, 623.101, 881012; deutsche Auslegeschrift Nr. 1014 873; USA.-Patentschriften Nr. 2 387140, 2 692 459.
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