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DE1117135B - Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2, 4, 6-trijodbenzoylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2, 4, 6-trijodbenzoylverbindungen

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Publication number
DE1117135B
DE1117135B DEL30941A DEL0030941A DE1117135B DE 1117135 B DE1117135 B DE 1117135B DE L30941 A DEL30941 A DE L30941A DE L0030941 A DEL0030941 A DE L0030941A DE 1117135 B DE1117135 B DE 1117135B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amino
triiodobenzoyl
compounds
chloride
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL30941A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Obendorf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lentia GmbH
Original Assignee
Lentia GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lentia GmbH filed Critical Lentia GmbH
Priority to DEL30941A priority Critical patent/DE1117135B/de
Publication of DE1117135B publication Critical patent/DE1117135B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K1/00General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length
    • C07K1/06General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length using protecting groups or activating agents
    • C07K1/08General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length using protecting groups or activating agents using activating agents
    • C07K1/084General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length using protecting groups or activating agents using activating agents containing nitrogen

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen Zur Herstellung von Verbindungen, die an Stickstoff oder Sauerstoff den 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylrest tragen, war man bisher auf umständliche, mehrstufige Verfahren angewiesen, da es nicht möglich war, den 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylrest direkt einzuführen. So kann man beispielsweise gemäß einem bekannten Verfahren 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen erhalten, indem man zunächst die entsprechende 3-Nitrobenzoylverbindung herstellt, diese zur 3-Aminoverbindung reduziert und anschließend jodiert. Abgesehen davon, daß dieses Verfahren langwierig und umständlich ist, hat es auch den Nachteil, daß die Jodierungsprodukte meist dunkel gefärbt und sehr schwer zu reinigen sind. Vor allem aber kann dieses Verfahren zur Herstellung aller jener Verbindungen nicht herangezogen werden, die im Molekül Gruppen enthalten, die, wie gewisse ungesättigte Gruppen, einer Jodierung nicht standhalten bzw. die selbst jodiert werden, wie z. B. solche Verbindungen, die außer dem 3-Aminobenzoylrest noch weitere jodierbare aromatische Reste im Molekül enthalten.
  • Überraschenderweise konnten nun in den neuen Säurechloriden der allgemeinen Formel I in der Z eine Aminogruppe oder Thionylaminogruppe bedeutet, Verbindungen gefunden werden, die es gestatten, auf einfache und bequeme Weise solche 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungenherzustellen, die diese Reste an Sauerstoff oder Stickstoff gebunden enthalten.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Säurechloride der Formel I umsetzt mit Verbindungen, die an Sauerstoff oder Stickstoff gebundene aktive Wasserstoffatome enthalten, oder mit deren Derivaten, in denen das aktive Wasserstoffatom durch Metall ersetzt ist, wobei man sowohl ohne als auch in Gegenwart von ineiten organischen Lösungsmitteln arbeitet und anschließend gegebenenfalls vorhandene Thionylaminogruppen durch Behandlung mit sauren oder alkalischen Agentien in Aminogruppen umwandelt. Es wurde in der USA.-Patentschrift 2 680 133 zwar darauf hingewiesen, daß jodenthaltende m-Amin.obenzoylderivate von Aminosäuren »durch Umwandlung einer polyjodierten m-Aminobenzoesäure in ihr Säurechlorid und Kupplung der Substanz mit einer Aminosäure« hergestellt werden können. Überraschenderweise zeigte sich aber, daß das bisher nicht bekannte 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid nach der üblichen Acylierungsmethode von Schotten-Baumann mit Aminosäuren nicht umgesetzt werden kann, wohl aber ohne Lösungsmittel oder in organischen Lösungsmitteln, wobei auch, wie im Falle von Aceton gezeigt wurde, Wasser anwesend sein darf.
  • Ferner wurde in der USA.-Patentschrift 2 708 678 vorgeschlagen, durch Umsetzung des 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure-Hydrochlorids in wasserfreiem Benzol mit der berechneten Menge Thionylchlorid eine benzolische Suspension des 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid-Hydrochlorids herzustellen und diese zur Acylierung der 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure zu verwenden, wobei zwecks Vermeidung von Polymerenbildung durch Selbstkondensation -der Reaktion der Säurechloridgruppe mit der Aminogruppe des Säurechlorids - zusätzlich zu der Verwendung des Säurechlorid-Hydrochlorids auch noch die Anwendung eines sehr verdünnten Reaktionsmediums empfohlen wird. Die mit dieser Verfahrensweise erzielbaren Ausbeuten an gewünschtem Acylprodukt liegen jedoch unter 5 °/o, während bei der erfindungsgemäßen Acylierung mit dem freien 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid mit ungeschützter Aminogruppe sehr gute Ausbeuten, häufig. sogar Ausbeuten über 9001, erhalten werden und völlig unerwarteterweise auch bei Verwendung hochkonzentrierter Reaktionslösungen keinerlei Selbstkondensation des Säurechlorids eintritt.
  • Die neuen Säurechloride der Formel I besitzen für Säurechloride an sich ungewöhnliche Eigenschaften. Kocht man beispielsweise 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid mit 1 n-Natronlauge, so schmilzt es unter der Lauge, ohne damit zu reagieren. Dieses Säurechlorid ist außerdem trotz seines hohen Jodgehaltes bis etwa 200'C beständig, während die entsprechende freie 2-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure bei 197 bis 198°C unter Zersetzung schmilzt. Im Gegensatz zu bekannten Aminocarbonsäurechloriden zeigt es keinerlei Neigung zur Reaktion mit sich selbst. Das neue 3-Thionylamino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid wiederum kann mit wäßrigen Laugen in das 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid übergeführt werden, ohne daß die Säurechloridgruppierung angegriffen würde. Dagegen reagiert dieses Säurechlorid ohne Lösungsmittel oder in inerten organischen Lösungsmitteln überraschenderweise leicht mit organischen Verbindungen, die an Sauerstoff oder Stickstoff gebundene aktive Wasserstoffatome enthalten, oder mit deren Metallderivaten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch einfaches Mischen der Reaktionspartner durchgeführt, wobei sowohl ohne als auch in Gegenwart vonLösungsmitteln gearbeitet werden kann. Die Reaktion tritt häufig schon bei Zimmertemperatur ein. In zahlreichen Fällen empfiehlt es sich jedoch, das Reaktionsgemisch zu erwärmen, wobei man zweckmäßigerweise Temperaturen bis 200'C, vorzugsweise unter 160'C, wählt. Dabei kann sowohl ohne als auch in Gegenwart von säurebindenden Stoffen, vorzugsweise anorganischen oder organischen Basen, gearbeitet werden. Verwendet man als Ausgangsstoff das 3-Thionylamino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid, so kann man, falls die Thionylaminogruppe nach der Reaktion noch- vorhanden ist, nachträglich durch Behandlung mit Säuren oder Alkalien in der Kälte eine Umwandlung in die freie Aminogruppe erzielen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht nur einfach in der Durchführung, sondern es liefert die gewünschten Produkte auch in guter Ausbeute und vorzüglicher Reinheit. Überdies sind mit diesem Verfahren eine Reihe von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen, deren Herstellung bisher nicht möglich gewesen wäre, auf einem einfachen und bequemen Weg zugänglich geworden.
  • Die Herstellung der neuen Säurechloride der Formel I gelingt einfach durch Umsetzung von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure mit schwefelhaltigen Chlorierungsmitteln. So erhält man bei Lösen von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure in Thionylchlorid nach Entfernen des überschüssigen Chlorierungsmittels das neue 3-Thionylamino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid, das sich ohne Schwierigkeiten durch basische oder saure Agenzien in der Kälte in das 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid überführen läßt.
  • Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen stellen wertvolle Zwischenprodukte für die Gewinnung pharmazeutisch interessanter Verbindungen dar. Man kann damit aber auch bereits bekannte 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen, beispielsweise 3-Amino-2,4,6-trijodhippursäure, die als Röntgenkontrastmittel verwendet werden, auf vorteilhafte Art und Weise herstellen.
  • Beispiel 1 a) Herstellung von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylehlorid 111,0 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure werden mit 250 ml Thionylchlorid versetzt und unter Rühren bei einer Badtemperatur von 50 bis 55°C erwärmt. Nach 65 Minuten ist alles klar gelöst. Es wird 30 Minuten bei gleicher Temperatur nachgerührt und dann bei etwa 400 Torr das überschüssige Thionylchlorid abdestilliert. Der noch ölige Rückstand, bestehend aus 3-Thionylamino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid, wird gekühlt und in 300 ml Äther gelöst. Die klare Ätherlösung wird zweimal mit je 300 ml Wasser, dem zur Erhöhung der Dichte etwas Natriumchlorid zugesetzt worden war, bei O' C gewaschen und anschließend mit etwas mehr als der berechneten Menge Natronlauge (etwa 6- bis 7 o/oig) die Thionylgruppe abgespalten. Die verbleibende ätherische Lösung wird dreimal mit je 200 ml Eiswasser (-f- Natriumchlorid) gewaschen, mit Natriumchlorid getrocknet, über Kaliumcarbonat filtriert und der Äther so lange abdestilliert, bis auf Anreiben Kristallisation einsetzt (es verbleiben etwa 30 bis 50 ml Äther). Durch Kühlen wird die Kristallisation gefördert. Ausbeute an 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid: 106,85 g mit einem Schmelzpunkt von 93,5 bis 95'C (92,940/,). Analyse Berechnet ... N 2,63, J 71,39, Cl 6,65; gefunden ... N 2,57, J 70,9, Cl 6,5. b) Herstellung von 3-Thionylamino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid Diese erfolgt prinzipiell auf die gleiche Weise wie oben beschrieben. Es wird lediglich auf die Zersetzung mit Lauge verzichtet und nach Entfernung des Thionylchlorids Kristallisation abgewartet. Die Ausbeuten an 3-Thionylamino-2,4,6-trijodbenzoylehlorid sind nahezu quantitativ. Fp. 107 bis 109'C.
  • c) 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl-piperidid 5,79 g 3-Thionylamino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid (0,01 Mol) werden in 100 ml Äther gelöst und unter Rühren innerhalb etwa 5 Minuten 1,7 g Piperidin (0,02 Mol), gelöst in etwa 25 ml Äther, zugesetzt. Nach beendeter Zugabe werden 20 ml 1 n-Natronlauge zugesetzt und 25 Minuten kräftig gerührt. Die farblose Suspension wird abgenutscht und der Niederschlag zuerst mit Wasser, dann mit Äther gewaschen. Nach Trocknen bei 110'C werden 5,25 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylpiperidid vom Schmelzpunkt 207 bis 210'C erhalten. Ausbeute 90,20/,.
  • Beispiel 2 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl-piperidid 5,33g3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylehlorid(0,01 Mol), gelöst in 10 ml Aceton, werden langsam bei etwa 50°C zu einer Lösung von 0,85 g Piperidin (0,01 Mol) in 10 ml 1 n-Natronlauge und 10 ml Aceton zugefügt; nach beendeter Zugabe wird etwa 10 Minuten unter Rückfluß gekocht. Der entstandene Niederschlag wird abgenutscht, mit viel Wasser und mit Äther gewaschen. Man erhält 5,37 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl-piperidid. Aus der Mutterlauge kann durch Eingießen in Wasser und Behandlung des abgenutschten Niederschlages wie oben noch 0,2 g Piperidid erhalten werden. Gesamtausbeute 5,57 g mit einem Schmelzpunkt von 205 bis 209°C, das sind 95,70/, der Theorie.
  • Beispiel 3 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl-piperidid 5,33 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid(0,01 Mol) werden in 70 ml Äther gelöst und zu einer ätherischen Lösung von 1,70 g Piperidin (0,02 Mol) unter Kühlung zugetropft. Die dabei entstandene ätherische Suspension wird anschließend 1/2 Stunde unter Rückfluß gekocht. Nach Auskochen des abgenutschten Niederschlages mit Wasser verbleiben 5,4 g reines 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl-piperidid. Der Äthereindampfrest beträgt 0,3 g unreines Produkt. Reimausbeute 5,4 g, das sind 92,78 °/o der Theorie. Schmelzpunkt 205 bis 209°C.
  • Analyse Berechnet ... N 4,8 1, gefunden ... N 4,71.
  • Beispiel 4 3-Amino-2,4,6-trij odbenzoesäuremethylester 2,66 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid werden in überschüssigem Methanol gelöst und die berechnete Menge methanolischer Natronlauge (2,16 ml einer 2,32 n-Natriumhydroxyd in Methanol) zugesetzt und etwa 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach Abdestillieren des Methanols und Auskochen des verbliebenen Rückstandes mit Wasser können durch Abnutschen und Trocknen bei 110°C 2,49g reiner 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäuremethylester vom Schmelzpunkt 161,5 bis 163°C erhalten werden. Ausbeute 94,1 °/o.
  • Analyse Berechnet ... N#2,65; gefunden ... N 2,62.
  • Beispiel 5 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäuremethylester 5,33g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid werden mit überschüssigem Methanol 8 Stunden unter Rückfluß gekocht. Das Methanol wird abdestilliert und der Rückstand mit Wasser ausgekocht. Es verbleiben nach dem Trocknen 5,27 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäuremethylester, Fp. 161,5 bis 163°C, das sind 99,6°/o der Theorie.
  • Beispiel 6 3-Am ino-2,4,6-trijodbenzoesäure-diäthylamid 5,33g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid werden in 50m1 Benzol gelöst und 147g Diäthylamin zugesetzt.
  • Während 20 Minuten Kochen des Reaktionsgemisches unter Rückfluß scheidet sich Diäthylaminhydrochlorid ab. Nach anschließendem 48stündigem Stehen werden die gebildeten 1,05g Diäthylaminhydrochlorid mit Schmelzpunkt 221 bis 227°C abgenutscht. Das 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure-diäthylamidwird durch Eindampfen der Benzollösung als glasiger Rückstand erhalten. Ausbeute 5,56 g, das sind 97,5°/o. Analyse Berechnet ... N 4,91; gefunden ... N 4,75. Beispiel 7 3-Amino-2,4,6-trijodbenzanilid 5,33g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid werden mit 2,1 g Dioxan versetzt und 1,86 g Anilin zugesetzt. Es wird vorsichtig angewärmt auf etwa 70°C und unter Ausnutzung der Reaktionswärme einige Zeit bei dieser Temperatur belassen. Dann wird die Temperatur allmählich auf 110°C gesteigert, das Dioxan unter Vakuum entfernt und das Reaktionsprodukt 2 Stunden auf 110°C erhitzt. Der entstandene feste Kuchen wird wiederholt mit verdünnter Salzsäure und mit Wasser ausgekocht. Es verbleiben 5,76 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzanilid vom Fp. 227 bis 230°C. Ausbeute 97,60/, der Theorie.
  • Analyse Berechnet ... N 4,75; gefunden ... N 4,71.
  • Beispiel 8 3-Amino-2,4,6-trijod-hippursäure 3,75g Aminoessigsäure werden in 50m1 2n-Natronlauge gelöst, 25m1 50 °/oiges Aceton zugesetzt und unter Rühren bei Zimmertemperatur langsam mit einer Lösung von 26,65 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid in Aceton versetzt. Nach etwa 3 Stunden hat sich die anfänglich trübe Reaktionslösung geklärt. Nach Entfernung des Acetons im Vakuum wird noch ungefähr 11/2 Stunden gerührt. Die etwas trübe Lösung zeigt px 7, wird nach Erwärmen auf etwa 80'C heiß filtriert und sofort in 250 ml kochendes Wasser und 25 ml 4 n-Salzsäure langsam einfließen gelassen. Die zuerst schmierigen Fällungsprodukte werden nach etwa 10 Minuten dauerndem Kochen kristallin und durch Abnutschen von der heißen Mutterlauge getrennt. Das Kristallisat wird gründlich mit Wasser gewaschen und über Schwefelsäure und Kaliumhydroxyd getrocknet. Ausbeute 25,0 g 3-Amino-2,4,6-trijodhippursäure, das sind 87,410/, der Theorie. Das so erhaltene nahezu farblose Produkt zeigt einen Mikroschmelzpunkt von 226 bis 228'C. Umkristallisiert aus Alkohol liegt der Schmelzpunkt bei 234 bis 237°C, wenn es bei 215'C aufgelegt wird.
  • Aus der wäßrigen Mutterlauge kristallisiert beim Erkalten noch 1,1 g eines unreinen Produktes, vermutlich ein Gemisch aus 3-Amino-2,4,6-trijod-hippursäure und 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure.
  • Beispiel 9 ß-[N-(3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl)-N-phenylamino]-propionsäuremethylester In 27,7 g auf etwa 80°C erwärmten ß-Phenylaminopropionsäuremethylester werden allmählich 40,0 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid eingetragen, wobei die Eintragungsgeschwindigkeit so gewählt wird, daß die Temperatur nicht über 120°C ansteigt. Nach Abklingen der Reaktion wird das Reaktionsgemisch noch 1 Stunde unter Rückfluß erhitzt, anschließend mit 80 ml Methanol versetzt und wiederum kurze Zeit unter Rückfluß gekocht. Nach Abkühlen des Reaktionsgemisches und 24stündigem Stehen wird der aus der methanolischen Lösung auskristallisierte ß-[N-(3-Amino - 2,4, 6 - trij odbenzoyl) - N - phenylamino] - propion -säuremethylester abgenutscht, mit etwa 40 ml Methanol gewaschen und getrocknet.
  • Man erhält 41,7 g ß-[N-(3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl)-N-phenylamino]-propionsäuremethylester vorn Schmelzpunkt 155 bis 157°C, das entspricht einer Ausbeute von 82,40/, der Theorie.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen, dadurch gekenn- zeichnet, daß man Säurechloride der allgemeinen Formel I worin Z eine Aminogruppe oder Thionylaminogruppe bedeutet, umsetzt mit Verbindungen, die an Sauerstoff oder Stickstoff gebundene aktive Wasserstoffatome enthalten, oder mit deren Derivaten, in denen das aktive Wasserstoffatom durch Metall ersetzt ist, wobei man sowohl ohne als auch in, Gegenwart von inerten organischen Lösungsmitteln arbeitet und anschließend gegebenenfalls vorhandene Thionylaminogruppen durch Behandeln mit sauren oder alkalischen Agenzien in Aminogruppen umwandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als inertes organisches Lösungsmittel wäßriges Aceton verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei Temperaturen unter 200°C, vorzugsweise unter 160°C, durchführt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen, die eine oder mehrere aliphatisch oder aromatisch gebundene Hydroxylgruppen enthalten, oder deren Metallverbindungen als Ausgangsverbindung verwendet.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man allphatische oder aromatische primäre oder sekundäre Amine als Ausgangsverbindung verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 680 133, 2 708 678; Chemische Berichte, 87 (1954), S. 657; Journ. f. prakt. Chem., 148 (1937), S. 161 bis 169; Chem. Zentrbl., 1937 1I, S. 970 und 971. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung sind zwei Versuchsberichte ausgelegt worden.
DEL30941A 1958-07-30 1958-07-30 Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2, 4, 6-trijodbenzoylverbindungen Pending DE1117135B (de)

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