-
Verstelluftschraube Die Erfindung bezieht sich auf eine Verstelluftschraube
mit einem Regler, der die Luftschrauben-Steigung so regeln kann, daß die Luftschraubendrehzahl
auf einem bestimmten, im wesentlichen konstanten Wert gehalten wird, und mit einer
Begrenzung für kleine Blattwinkel, die verhindert, daß der Regler die Steigung unter-
einen vorbestimmten Wert verkleinert, und die während des Betriebes vorübergehend
ausschaltbar ist.
-
Es ist bereits bekannt, bei Luftschrauben eine Einrichtung vorzusehen,
die eine willkürliche Aufhebung des auf einen bestimmten Blattwinkel eingestellten
Startanschlags, d. h. der Verriegelung für kleine Blattwinkel, gestattet. Es soll
dadurch erreicht werden, daß die Luftschraubenblätter über diesen Anschlag hinaus
auf kleinere oder auch negative Blattwinkel eingestellt werden können. Im normalen
Betrieb ist jedoch diese Begrenzung stets wirksam, um Überdrehzahlen des Triebwerks
infolge zu kleiner Blattwinkel zu verhindern.
-
Bei Flugzeugen mit mehreren Triebwerken, deren Luftschrauben durch
einen Regler auf konstanter Drehzahl gehalten werden, tritt beim Startvorgang eine
gefährliche Situation ein, wenn eines der Triebwerke ausfällt. In diesem Falle rnüßte
die zugehörige Luftschraube möglichst schnell in die Segelstellung gebracht werden,
um den Widerstand der Luftschraube sofort zu verringern. Anderenfalls würde ein
einseitiger Widerstand auftreten, der gerade beim Starten sehr gefährlich ist. Da
aber der Regler beim Absinken der Drehzahl, das dem Ausfall eines Triebwerks vorausgeht,
bestrebt ist, die Luftschraubensteigung zu verkleinern und damit die Drehzahl wieder
auf den Sollwert zu bringen, werden sich die Luftschraubenbehälter zunächst in Richtung
abnehmender Blattwinkel bewegen, bis der Blattwinkel erreicht ist, bei dem die Begrenzung
für kleine Blattwinkel wirksam wird. Anschließend muß aber die Luftschraube möglichst
schnell in die Segelstellung gebracht werden, so daß sich, da beide Bewegungen entgegengesetzt
verlaufen, eine gewisse Verzögerung in der Einstellung der Segelstellung ergibt,
die beim Startvorgang eine Gefahr darstellt.
-
üblicherweise sind bei einer Verstelluftschraube Sicherheitsmittel
vorgesehen, mit denen die Luftschraube automatisch in die Segelstellung gebracht
wird, wenn die Luftschraubenwelle ein negatives Drehmoment abgibt. Um zu verhindern,
daß im Handregelbereich bei Einstellung einer Bremsstellung die Segelstellung automatisch
eingestellt wird, werden die ; Sicherheitsmittel in diesem Bereich ausgeschaltet.
Nur in Notfällen kann mittels Notverstellmittel die Segelstellung erreicht werden.
Jedoch bieten diese Mittel keine Gewähr dafür, daß bei Ausfall eines Triebwerks
während des Startens die oben beschriebene Verzögerung vermieden wird.
-
Ziel der Erfindung ist es, eine Verstelluftschraube zu schaffen, bei
der die Luftschraube beim Ausfall des Triebwerks während des Startvorgangs möglichst
schnell in die Segelstellung gebracht werden kann. Die bekannte Einrichtung vermag
das Problem nicht zu lösen, da sie nur eine Möglichkeit vorsieht, die Begrenzung
aufzuheben, so daß der Regler noch kleinere Blattwinkel einstellt.
-
Gemäß der Erfindung wird das geschilderte Problem dadurch gelöst,
daß beim Start eine Begrenzung für einen Blattwinkel einstellbar ist, der etwas
größer als der während des Reisefluges eingestellte Blattwinkel ist.
-
Es sind demnach gemäß der Erfindung zwei Einstellungen für die Blattwinkelbegrenzung
vorgesehen, von denen die eine ausschließlich für den Startvorgang gilt und ermöglicht,
daß beim Ausfall eines Triebwerks die Segelstellung möglichst schnell erreicht wird.
Das Wesentliche der Erfindung ist also
darin zu sehen, daß für den
besonders kritischen Startvorgang eine auf größere positive Blattwinkel eingestellte
Begrenzung vorgesehen ist, als sie sonst im Hinblick auf Überdrehzahlen erforderlich
ist.
-
Nach einem weiteren Merkmal kann die Begrenzung für kleine Blattwinkel
bei einer Verstelluftschraube, deren Steigung durch Servomotoren eingestellt wird,
die Zufuhr von Druckmedium zu den Servomotoren während einer beim Start erfolgenden
Verstellbewegung unterbrechen und eine weitere Bewegung der Blätter in Richtung
annehmender Blattwinkel unter den für den Start vorbestimmten kleinsten Wert verhindern.
-
Vorzugsweise wird die Einstellung der Begrenzung für kleine Blattwinkel
für den Start durch eine den Antrieb unterbrechende Verbindung zwischen einer Handregelung
und dem Regler bewirkt.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise
dargestellt und wird im folgenden im einzelnen erläutert.
-
Fig. 1 ist teilweise im Schnitt die Seitenansicht einer Luftschraube
gemäß der Erfindung; Fig. 2 zeigt teilweise im Schnitt eine perspektivische Ansicht
eines Teils der Fig. 1, wobei einige Teile weggebrochen sind; Fig. 3 ist eine perspektivische
Ansicht des Reglergehäuses, an dem die Ventile und Pumpen befestigt sind; Fig. 4
ist eine Schemazeichnung eines Gasturbinentriebwerks mit Luftschraube; Fig.5 ist
teilweise schematisch, teilweise baulich eine Ansicht des hydraulischen Luftschraubenregelsystems;
Fig.6 ist eine Ansicht des ringförmigen Steuerzahnrades des Reglers; Fig. 7 ist
ein Teilschnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 6; Fig. 8 zeigt in einem Schaubild die
Blattwinkel, die durch Bewegung des Gashebels von Hand eingestellt werden können.
-
Das Luftschraubenaggregat besitzt eine Nabe 20, die mit einer Mehrzahl
von sich in radialer Richtung erstreckenden Blattwurzelhülsen 21 versehen ist, in
denen sich die Luftschraubenblätter 22 um ihre Längsachsen über einen Bereich drehen
können, der von der vollen Bremsstellung bis zur vollen Segelstellung reicht. Jedes
Luftschraubenblatt 22 umschließt seinen eigenen Servomotor 23 (Fig. 5) zur Aufbringung
des Drehmoments, der in der entsprechenden Blattwurzelhülse sitzt. Die Nabe ist
mit Sammelleitungen oder Kanälen versehen, in denen ein hydraulisches Druckmedium
unter Druck von einer Regeleinheit 24 zu entgegengesetzten Seiten der in die Blattwurzelhülsen
eingebauten Servomotoren fließt, um die Blätter 22 in Richtung zunehmender oder
abnehmender Steigung zu bewegen.
-
Die Regeleinheit 24 (Fig. 2) besitzt ein Gehäuse 25, das am hinteren
Teil der Propellernabe 20 so angebracht ist, daß es mit dieser umläuft, eine Abdekkung
26, die am Gehäuse 25 angebracht ist und ein Schleifringaggregat 27 trägt, einen
feststehenden Verbindungsteil 28, von dem ein Teil von der Abdekkung 26 umschlossen
wird, und eine feststehende Gerätegrundplatte 29, die mit einer Hülse 145 des Verbindungsteils
28 durch Schrauben 144 verbunden ist. Das Reglergehäuse 25 und die Abdeckung 26
drehen sich aur Lagern 146 und 147 auf der Hülse 145. Das Gehäuse 25, die Abdeckung
26 und der feststehende Verbindungsteil 28 bilden einen kreisringförmigen
Raum zur Aufnahme eines hydraulischen Mediums. Um Leckverluste des hydraulischen
Mediums aus diesem Behälter zu verhindern, sind das Gehäuse 25 und die Abdeckung
26 mit Dichtringen 148 und 149 versehen, die an der Hülse 145 anliegen. Auf dem
drehbaren Reglergehäuse 25 (Fig. 3) ist eine Mehrzahl von Reglergliedern einschließlich
Pumpen und Ventilen befestigt. Die Regelventilteile sind zu vier Hauptgruppen zusammengefaßt,
nämlich dem Reglerventil oder der Gruppe 30 zum Konstanthalten der Drehzahl, einer
Ventilgruppe 31 für die Segelstellung, einer Solenoidventilgruppe 32 und einer Ventilgruppe
33 für die Blattwinkelbegrenzung und -verriegelung. Weiterhin sind zwei Nebengruppen
vorgesehen, eine Ventilgruppe 34 zur Erzeugung einer Schwingungsbewegung und eine
Zentrifugalentlüftungsventilgrupp-35. Die Ventilgruppen 31, 32, 34 und 35 bilden
keinen Teil dieser Erfindung. Auf dem drehbaren Gehäuse 25 sind vier Zahnradpumpen
36 befestigt, die jeweils mit einem Antriebszahnrad 37 versehen sind, das mit einem
feststehenden Zahnrad 38 kämmt, welches als Teil des Verbindungsteils 28 (Fig. 2)
mit der Hülse 145 verschraubt ist. Dadurch werden beim Drehen des Reglergehäuses
25 die Pumpen 36 infolge der relativen Drehung zwischen dem Gehäuse 25 mit den Pumpen
36 und dem feststehenden Zahnrad 38 angetrieben, so daß sie aus dem Behälter ein
hydraulisches Medium ansaugen und das Medium unter Druck in eine Leitung 167 (Fig.
5) fördern, die einen Teil des Gehäuses 25 bildet.
-
Auf der Vorderwandung der Luftschraubennabe 20 ist eine Pumpe für
die Segelstellung mit einem Vorratsbehälter 55 angebracht, in dem verschiedene Ventile,
die zur Einstellung der Segelstellung dienen, untergebracht sind.
-
Die Luftschraubennabe 20 (Fig. 1) wird von einer aus einem Stück bestehenden
Nabenhaube 75 umschlossen, die in der Nase eine Mittelöffnung besitzt, in der ein
Rohr 76 befestigt ist, durch das der Behälter 55 und der Reg lerbehälter mit dem
hydraulischen Medium gefüllt werden. Aus dem Behälter 55 kann das Medium durch einen
Kanal 380 (Fig. 5) in der Nabe in den Regelbehälter eintreten.
-
Der hintere Teil der Nabenhaube 75 (Fig. 1) besitzt vier Ausnehmungen,
durch die die Luftschraubenblätter 22 hindurchragen, und ist an einem Haubenbefestigungsring
83 befestigt, der mit der Reglerabdeckung 26 verschraubt ist. Der Haubenbefestigungsring
83 ist ebenfalls mit Teilen 84, mit denen der hintere Teil der Ausnehmungen der
Haube verschlossen wird, und mit Abdeckungen 85 versehen, die jeden Haubenausschnitt
umgeben und aus zwei Teilen hergestellt sind. Der vordere Teil jeder Abdeckung 85
ist an der Haube 75 und der hintere Teil am Haubenbefestigungsring 83 befestigt.
Die Abdeckungen 85 wirken mit Manschetten 86 (Fig. 4) zusammen, die an der Luftschraubenblattwurzel
jedes Blattes 22 angebracht sind und eine Tragflügelftäche mit einem bestimmten
Reiseflugblattwinkel bilden. Kühlluft vom Behälter 55 für die Segelstellungspumpe,
die durch die Nase der Haube strömt, kann hinter den Haubenabdeckungen um die Blattwurzel
herum entweichen.
-
Das Flugzeugtriebwerk (Fig. 4) ist eine Gasturbine 90, deren Abtriebswelle
91 über ein Untersetzungsgetriebe 92 mit einer Luftschraubenwelle 93 verbunden ist,
welche mit Keilnuten 94 versehen ist, die mit entsprechenden, nicht dargestellten
Keilnuten in der
Luftschraubennabe 20 zusammenwirken. Die Hilfsgerätetragplatte
29 und der hiermit verbundene feststehende Zwischenteil 28 sind an dem feststehenden
Gehäuse des Untersetzungsgetriebes 92 befestigt. Der feststehende Zwischenteil 28
ist mit einem Steuerhebel 95, einem Hebel für die Segelstellung 96 und einem Drehzahlhebel
97 versehen. Der Steuerhebel 95 ist über einen Verbindungshebel
98 und einen Winkelhebel 99 mit einer Luftschraubenregelstange 100 verbunden,
deren anderes Ende mit einem Abtriebsarm 101 eines koordinierenden Reglers
102 verbunden ist. Der koordinierende Regler, der nicht Gegenstand dieser
Erfindung ist, besitzt zwei Eingangsglieder 103 und 104, die durch Verbindungsstangen
105 und 106 mit einem Nothebel 107 für die Segelstellung bzw. einem in der
Kanzel angebrachten Gashebel 108 verbunden sind, und ist durch Verbindungsstangen
109 und 110 ebenfalls mit dem Kraftstoffregler 111 für die Gasturbine verbunden.
-
Der Gashebel 108 kann in einer Schaltkulisse 112 bewegt werden, die
zwei im Abstand voneinander liegende Schlitze 113 und 114 besitzt, die durch einen
Querschlitz 115 verbunden sind. Der Gashebel kann im Uhrzeigersinn (Fig. 4) aus
der vollen Bremsstellung durch eine Anlaufstellung, eine Flugleerlaufstellung und
einen Reiseflugbereich bis zu einer Startstellung bewegt werden. Zwischen der vollen
Bremsstellung und der Flugleerlaufstellung kann die Luftschraubensteigung oder der
Blattwinkel von Hand eingestellt werden. Dieser Bereich der Gashebelbewegung wird
als Beta-Bereich bezeichnet, wobei das eine ,Ende des Beta-Bereiches die volle Bremsstellung
ergibt. Zwischen der Flugleerlaufstellung und der Startstellung wird die Steigung
der Luftschraubenblätter in erster Linie vom Regler so geregelt, daß eine im wesentlichen
konstante Turbinendrehzahl erhalten bleibt, obwohl ein Beta-Folgesystem, das im
folgenden beschrieben wird, in einem Teil des Reiseflug-Bereichs in der Nähe der
Startstellung wirksam ist.
-
Die Reglergruppe ist teilweise im Schnitt und teilweise in der Ansicht
insbesondere in Fig. 2 dargestellt, aus der zu erkennen ist, daß die feststehende
Hilfsgerätetragplatte 29 eine Anzahl von Kontaktgruppen in Haltern 132 trägt, von
denen jede in elektrischer Verbindung mit einem Schleifring der Schleifringgruppe
27 steht. Die elektrischen Verbindungen zu den Kontaktgruppen werden an elektrische
Stecker 133 angeschlossen, über die den Kontaktgruppen und Schleifringen elektrische
Energie zugeführt werden kann. Auf der Hilfsgeräteplatte 29 ist ein Solenoid
134 gelagert, das ein axial bewegliches Anschlagglied 135 betätigen kann.
Wenn das Solenoid 134 stromlos wird, wirkt das Anschlagglied 135 mit Ansätzen 316,
317 und 318 zusammen, die auf einem ringförmigen Zahnrad
1.36 (Fig. 5 und 6) sitzen, das sich bei einer Bewegung des Steuerhebels
95 dreht. Der Solenoidanschlag verhindert eine versehentliche Bewegung des Steuerhebels
95 und des zugehörigen Steuerzahnrades 136 in den Beta-Bereich. Der Solenoidanschlag
kann dadurch zurückgezogen werden, daß das Solenoid durch einen in der Flugzeugkanzel
angebrachten, nicht dargestellten Schalter mit Strom versorgt wird.
-
Der Segelstellungshebel96 ist mit einem weiteren ringförmigen Zahnrad
137 verbunden und kann durch verschiedene Einrichtungen so bewegt werden, daß die
Luftschraube in die Segelstellung gebracht wird.
-
Der Drehzahlhebel 97 ist mit einem innenverzahnten, ringförmigen Zahnrad
142 (Fig. 5) verbunden, das in einer Ebene mit dem Zahnrad 137 liegt, welches einen
kleineren Durchmesser als das Zahnrad 142 besitzt und außenverzahnt ist.
-
Auf der feststehenden Hülse 145 (Fig. 2) können sich drei Ringe axial
bewegen, nämlich ein Ring 150 für die Segelstellung, ein Steuerring 151 und ein
Drehzahlring 152. Der Ring 150 für die Segelstellung sitzt auf drei Schrauben oder
Spindeln 153 mit großer Steigung (Fig. 5), die um 120° gegeneinander versetzt sind
und von Ritzeln 154 angetrieben werden, die mit dem ringförmigen Zahnrad 137 kämmen.
Dementsprechend wird beim Verdrehen des Zahnrades 137
durch den Hebel
96 für die Segelstellung der Ring 150 in axialer Richtung bewegt.
-
Der Steuerring 151 sitzt auf drei Schrauben oder Spindeln 155 mit
großer Steigung, die um 120° gegeneinander versetzt sind und an Ritzeln 156 sitzen,
welche sowohl mit dem ringförmigen Zahnrad 136 als auch einem Synchronisierzahnrad
157 kämmen. Die Schrauben 155 mit großer Steigung und das Zahnrad 136 werden nur
während eines Teils der Gesamtbewegung des Steuerhebels 95 so gedreht, daß eine
Axialbewegung des Steuerringes 151 erreicht wird.
-
Der Drehzahlring 152 sitzt auf drei Schrauben oder Spindeln 159 mit
großer Steigung, die an Ritzeln 158 sitzen, welche mit dem innenverzahnten Rad 142
kämmen, das mit dem Drehzahlhebel 97 verbunden ist. Dementsprechend wird
bei einer Winkelbewegung des Drehzahlhebels 97 durch den Elektromotor 128 der Drehzahlring
152 in axialer Richtung bewegt.
-
Die Pumpen 36, die entsprechend der Luftschraubenrotation angetrieben
werden, saugen das hydraulische Medium aus dem Reglerbehälter an und fördern es
unter Druck in eine Leitung 167 (Fig. 5), die über ein Rückschlagventil 168
mit einer Hochdruckzuführleitung 169 verbunden ist, die einen Teil eines im Reglergehäuse
25 (Fig. 2) eingebauten Rohrleitungssystems 160 bildet. Die Leitung 169 führt zu
Zweigleitungen 170 und 171. Die Leitung 170 steht mit einem Kanal 172 in der Nabe,
der mit einem Absperrventil im Behälter 55 für die Segelstellungspumpe verbunden
ist, und mit einem Kanal 173 in Verbindung, der zur Ventilgruppe 31 für die
Segelstellung führt. Die Leitung 171 führt zur Reglerventilgrupp.- 30.
-
In der Ventilgruppe 31 für die Segelstellung ist ein Mindestdruckventil
vorgesehen, das die Verbindung der Hochdruckleitung 170 mit einem Kanal 184 so lange
verhindert, bis die Pumpen 36 eine genügende, unter Druck stehende Menge fördern
können, um den Anforderungen des noch zu beschreibenden Niederdruckservosystems
zu genügen.
-
Die Leitung 171 steht mit einem Kanal 185 der Reglerventilgruppe 30
in Verbindung. Die Reglergruppe 30 enthält ein Gehäuse 186 mit fünf Ventilkammern
187, 188, 189, 190 und 191, die sich sämtlich - bezogen auf die horizontale Luftschraubenachse
- in im wesentlichen radialer Richtung erstrecken. In der Ventilkammer 191 der Reglergruppe
liegt ein Druckreduzierventil 192. Das Druckreduzierventil 192 arbeitet so, daß
in der Leitung 193 und dem Kanal 1.94, die. mit der Kammer 191 in Verbindung stehen,
ein im wesentlichen konstanter Druck von etwa 27,2 kg/em° aufrechterhalten wird.
Wenn sich die Luftschraube entsprechend der bestimmten Drehzahleinstellung des Reglers
dreht, kann der Förderdruck der Pumpen 36 in der Größenordnung von
etwa
245 kg/cm2 liegen. Die Leitung 193 und der Kanal 194 fördern das unter dem geringen
Druck stehende Medium zu dem noch zu beschreibenden Niederdruckservosystem.
-
Das Niederdrucksystem wird dazu verwendet, eine mechanische Begrenzung
195 für kleine Blattwinkel zu steuern, die auf einen vorbestimmten Wert - beispielsweise
2@ unter der hydraulischen Begrenzung für kleine Blattwinkel -eingestellt wird.
Das Niederdruckservosystem wird außerdem dazu verwendet, eine mechanische Blattwinkelverriegelung
196 zu steuern, die dann, wenn sie in Betrieb ist, eine Bewegung der Luftschraubenblätter
in Richtung abnehmender Blattwinkel verhindert, während sie eine Bewegung in Richtung
zunehmender Blattwinkel gestattet. Sowohl die mechanische Begrenzung für kleine
Blattwinkel als auch die mechanische Blattwinkelverriegelung wirken mit einem Sonnenrad
197 zusammen, das mit, jedem der Luftschraubenblattzahnräder 198 verbunden ist,
um die Verstellbewegung zu synchronisieren. Während der Verstellung der Luftschraubenblätter
dreht sich das Sonnenrad 197 um die horizontale Luftschraubenachse und nimmt dementsprechend
für jede Steigung oder jeden Blattwinkel der Luftschraubenblätter eine vorbestimmte
Winkellage relativ zur Luftschraubennabe ein. Die mechanische Begrenzungsvorrichtung
für kleine Blattwinkel und die mechanische Blattwinkelverriegelung sind nicht Gegenstand
dieser Erfindung.
-
Die Arbeitsweise der mechanischen Begrenzungsvorrichtung für kleine
Blattwinkel und der mechanischen Blattwinkelverriegelung wird von der Ventilgruppe
33 geregelt, die ein Gehäuse 199 aufweist, das Ventilkammern 200, 201, 202 und 203
besitzt. Die Niederdruckleitung 193 steht mit einem Kanal 204 in dem Gehäuse 199
in Verbindung.
-
Der Niederdruckkanal 194 in der Reglerventilgruppe 30 steht mit der
Ventilkammer 190 in Verbindung, in der ein Mindestdruckventi1205 liegt. Wenn sich
die Luftschraube dreht oder der Druck unter dem Ventil 205 27,2 kg/cm2 beträgt,
ist der Kanal 194 mit den Kanälen 206 und 207 verbunden. Wenn jedoch die Luftschraube
stillsteht und der Druck im Kanal 194 wesentlich unter 27,2 kg/cm2 liegt,
bewegt eine Feder 208 das Ventilglied 205 so weit, daß die Verbindung
zwischen dem Kanal 194 und dem Kanal 207 unterbrochen wird. Die Kanäle
206 und 207
stehen mit der Ventilkammer 189 der Reglerventilgruppe
in Verbindung, in der ein auf Drehzahl ansprechendes Ventilglied 209 und
eine Folgehülse 210
so angeordnet sind, daß sie hin- und hergehen können.
Die Hülse 210 wird von einer Feder 211 nach oben gedrückt und ist über einen Hebel
212, der einen in der Mitte liegenden Drehpunkt besitzt, mit einem Verteilerventilglied
213 verbunden, das in der Ventilkammer 188 liegt. Das Verteilerventilglied 213 besitzt
im Abstand voneinander liegende scheibenförmige Ansätze 214, 215, 216 und 216a sowie
einen Stufenkolben 217. Die obere Fläche des Stufenkolbens 217 (Fig. 5) ist kleiner
als die untere Fläche, wobei die Flächendifferenz von dem Durchmesser der Stange
abhängt, die den Stufenkolben 217 mit dem Ventilglied 213 verbindet. Die kleinere
Fläche des Stufenkolbens 217 ist über einen Kanal 218, der stets mit dem Kanal 206
in Verbindung steht, dauernd dem Servodruck von 27,2 kg/cm2 ausgesetzt. Die mit
der größeren Fläche des Stufenkolbens 217 in Verbindung stehende Kammer ist mit
einem Kanal 219 verbunden, der mit Öffnungen 220 in der Hülse 210 in Verbindung
steht.
-
Das auf Drehzahl ansprechende Ventilglied 209 ist mit im Abstand voneinander
liegenden scheibenförmigen Ansätzen 221 und 222 versehen. Die Stange des Ventilgliedes
ist an ihrem unteren Ende drehbar mit einem drehzahlempfindlichen Hebel
223 verbunden, der bei 224 am Gehäuse 186 der Reglergruppe 30 drehbar gelagert
ist. An einem mittleren Teil des Hebels 223 greift eine Regelfeder 225 an. Da die
Ventilkammer 189 in einer im wesentlichen radialen Richtung - bezogen auf die horizontale
Luftschraubenachse - liegt, wird das Ventilglied 209, wenn sich die Luftschraube
dreht, auf die Fliehkräfte ansprechen, die versuchen, das Ventilglied nach oben
zu bewegen (Fig. 5). Die Feder 225 wirkt einer Aufwärtsbewegung des Ventilgliedes
209 entgegen, wobei die Belastung der Feder 225 anfänglich so eingestellt wird,
daß die einander entgegenwirkenden Flieh- und Federkräfte, die auf das Ventilglied
209 einwirken, bei einer vorbestimmten Drehzahl der Luftschraube im Gleichgewicht
sind, so daß der Ansatz 221 die Öffnungen 220 verschließt. Wenn der Ansatz 221 die
Öffnungen 220 schließt, steht das Ventilglied 209 in der Solldrehzahldrehung. Bei
einer Vergrößerung der Luftschraubendrehzahl über die vorbestimmte Drehzahleinstellung
hinaus sind die Fliehkräfte größer als die Kraft der Feder 225, so daß sich das
Ventilglied 209 nach oben bewegt, wodurch die Öffnungen 220
mit dem
Auslaß verbunden werden. Andererseits ist bei einer Abnahme der Luftschraubendrehzahl
unter die vorbestimmte Drehzahleinstellung die Kraft der Feder 225 größer als die
Fliehkräfte, so daß das Ventilglied 209 nach unten bewegt wird, wodurch die Öffnungen
220 mit dem Niederdruckkanal 206 verbunden werden.
-
Der Niederdruckkanal 207 steht dauernd mit einem Kanal 226 in Verbindung,
der mit einer Ringnut zwischen den Ansätzen 216 und 216 a des Verteilerventilgliedes
213 verbunden ist. Um zu erreichen, daß das servobetätigte Verteilerventilglied
213 seine Empfindlichkeit gegenüber Druckänderungen des Mediums, das auf die größere
Fläche des Stufenkolbens 217 einwirkt, beibehält, ist die mit der größeren Kolbenfläche
in Verbindung stehende Kammer durch eine Leitung 227 mit einem hydraulischen vibrierenden
Ventil 228 verbunden, das einen Teil der Gruppe 34 bildet und einen Kolben 229 besitzt,
der mit einem Folgeglied 230 verbunden ist, welches eine wellige Fläche 231 des
Pumpenantriebszahnrades 38 berührt. Dadurch erzeugt - wenn sich der Propeller dreht
- die Druckstange 230 intermittierende Druckstöße, die dem Verteilerventilglied
213 eine leichte hin- und hergehende Bewegung erteilen.
-
Der Hochdruckkanal 184 der Ventilgruppe 31 für die Segelstellung steht
mif einer Leitung 232 in Verbindung, die Zweigleitungen 233 und 234 besitzt. Die
Zweigleitung 233 ist mit einem Kanal 235 im Gehäuse 186 der Reglerventilgruppe 30
verbunden. Der Kanal 235---steht mit der Ventilkammer 188 zwischen den Ansätzen
214 und 215 des Verteilerventilgliedes 213 in Verbindung. Außerdem
ist der Kanal 235 mit der Ventilkammer 187 verbunden, in der ein Druckregelventi1236
für das Hochdrucksystem liegt. Das Hochdruckventil 236 weist einen drosselnden
scheibenförmigen Ansatz 237 auf, der mit einem Abflußkana1238 zusammenwirkt. Das
Druckregelventi1236 wird durch das unter hohem Druck stehende Medium,
das
auf die Oberfläche des Ansatzes 237 wirkt, nach unten gedrückt (Fig. 5). Außerdem
wird das Druckregelventil 236 durch eine Feder 239, die Fliehkräfte und das Druckmedium
aus der Leitung 240 nach oben gedrückt, die mit den Kammern 241 zur Vergrößerung
der Steigung, wie im folgenden beschrieben wird, in Verbindung steht.
-
Das Druckregelventil 236 hält in dem Kanal 235 einen Druck aufrecht,
der über dem Druck liegt, welcher in den Kammern für die Vergrößerung der Steigung
erforderlich ist, da der Druck im Kanal 235 stets dem Druck des Mediums in der Leitung
240 plus dem der Kraft der Feder 239 und der Fliehkraft entsprechenden Druck gleich
ist. Jeder überdruck über dem, der vom Druckregelventil 236 im Kanal 235 und den
Leitungen 233 und 234 aufrechterhalten wird, wird in einen Abflußkanal 238 abgeleitet,
der über eine Abflußleitung 242, eine Zweigleitung 243, einen Kanal 244 in der Nabe
und ein Absperrventil 245 mit dem Behälter 55 der Segelstellungspumpe verbunden
ist. Die Leitungen 242 und 243 und der Kanal 244 in der Nabe stehen
dauernd unter Druck, da der von den Pumpen 36 gelieferte Druck stets über dem erforderlichen
Druck liegt, der vom Druckregelventil 236, während sich die Luftschraube mit der
bestimmten Regeldrehzahl dreht, eingestellt wird. Das Absperrventil 245 ist so eingestellt,
daß es bei einem Druck von 1,35 kg/cm2 öffnet, was somit dem im Behälter 55 aufrechterhaltenen
Druck entspricht.
-
Das Verteilerventilglied 213 regelt dauernd die Zu-und Abflußverbindungen
des Hochdruck- und Niederdruckmediums zu einander gegenüberliegenden Seiten der
Vorrichtung zum Erzeugen des Verstelldrehmoments, außer wenn die Ventilgruppe 31
für die Segelstellung betätigt wird. Eine mit dem Verteilerventil 213 in Verbindung
stehende Öffnung 246 ist mit einer Leitung 247 für die Blattwinkelvergrößerung verbunden,
die über die Ventilgruppe 31 für die Segelstellung mit einem Kanal 250 in
der Nabe in Verbindung steht, der mit den Kammern 241 für die Blattwinkelvergrößerung
verbunden ist.
-
Eine mit dem Verteilerventil 213 in Verbindung stehende Öffnung 251
ist mit einer Leitung 252 verbunden, die mit einem Kanal 253 in der Nabe in Verbindung
steht. Der Kanal 253 in der Nabe ist mit Zuleitungsrohren 254 verbunden, die durch
die Kolben 255 der Vorrichtungen zur Erzeugung des Verstelldrehmoments hindurchragen
und in den Kammern 256 für die Blattwinkelverkleinerung enden. Diese ; Kammern 256
werden stets unter einem vorbestimmten niedrigen Druck gehalten, der eine Kraft
auf den Kolben ausübt, die die während der Luftschraubenrotation infolge des Verdrehmoments
an den Blättern 22 angreifenden Kräfte unterstützt. Diese Kräfte versuchen
gemeinsam die Blätter 22 in Richtung abnehmender Blattwinkel um ihre Längsachsen
zu drehen, wie es in- Fig. 5 durch den Pfeil angedeutet ist. Der vorbestimmte niedrige
Druck, der in den Kammern 256 für die Blattwinkelverkleinerung auf- f rechterhalten
wird, kann in der Größenordnung von 3,4 kg/cm2 liegen und wird von einem Ladeventil
geregelt, das in der Ventilgruppe 31 für die Segelstellung liegt. Wenn der Druck
in den Kammern 256 für die Blattwinkelverkleinerung geringer ist als 3,4 kg/cm2,
f wird das Ladeventil so betätigt, daß den Kammern 256 aus der Abflußleitung 242
zusätzliches Druckmedium zugeführt wird. In der Solldrehzahlstellung des drehzahlempfindlichen
Ventils 209 stellt der auf die obere Fläche des Stufenkolbens 217 wirkende
Niederdruck das Verteilerventilglied 213 so ein; daß die Öffnung 246 ein wenig geöffnet
ist und mit dem Hochdruckkanal 235 in Verbindung steht und daß die Öffnung 251 nur
wenig zum Abfluß hin geöffnet ist. Dadurch werden die Kammern 241 für die Blattwinkelvergrößerung
unter einem Druck gehalten, der den Kräften, die von den an den Blättern angreifenden
Verdrehmomenten und dem in den Kammern für die Blattwinkelverkleinerung aufrechterhaltenen
Niederdruck herrühren, genau das Gleichgewicht halten, so daß sich die Steigung
der Luftschraubenblätter nicht ändert. Wenn jedoch das drehzahlempfindliche Glied
209 eine Drehzahlzunahme der Luftschraube über die eingestellte Regeldrehzahl feststellt,
bewegt sich das Glied 209 nach oben, wodurch die Öffnungen 220 mit
dem Auslaß verbunden werden, so daß der auf die obere Fläche des Stufenkolbens 217
wirkende Niederdruck das Verteilerventilglied 213 nach unten bewegt und die Fläche
der Öffnung 251 zum Auslaßkanal 238 sowie die Fläche der Öffnung 246, die mit dem
Hochdruckkanal 235 in Verbindung steht, vergrößert. Die Bewegung des Verteilerventilgliedes
213 stellt die Hülse 210 wieder so ein, daß die Öffnungen 220 geschlossen werden.
Die sich ergebende Druckzunahme in den Kammern 241 für die Blattwinkelvergrößerung
bewirkt in Verbindung mit der Tatsache, daß die Kammern 256 für die Blattwinkelverkleinerung
mit dem Auslaß verbunden werden, daß die Blätter 22 sich in Richtung zunehmender
Blattwinkel drehen, so daß die Belastung der Turbine vergrößert und die Luftschraubendrehzahl
bis auf die vorbestimmte eingestellte Reglerdrehzahl verringert wird. Dann bewegt
sich das drehzahlempfindliche Glied 209 nach unten und bewirkt, daß sich das Verteilerventilglied
213 nach oben in die Solldrehzahlstellung bewegt und daß die Hülse 210 in die alte
Stellung zurückkehrt und die Öffnungen 220 schließt.
-
Wenn andererseits die Luftschraubendrehzahl bis unter die eingestellte
.Reglerdrehzahl absinken sollte, bewegt sich das Ventilglied 209 nach unten, so
daß die Öffnungen 220 mit dem Druckkanal 206 verbunden werden. In diesem Fall wird
das Verteilerventilglied 213 durch die Vergrößerung des auf die größere Fläche des
Stufenkolbens 217 wirkenden Druckes nach oben bewegt,. so daß die Öffnung 246 mit
dem Auslaßkanal 238 verbunden und die Öffnung 251 mit dem Niederdruck in Verbindung
kommt. Wenn die Kammern 241 für die Blattwinkelvergrößerung mit dem Auslaß verbunden
werden, bewirkt der konstante Druck, der in den Kammern 256 für die Blattwinkelverkleinerung
aufrechterhalten wird, im Verein mit den infolge der Verdrehmomente auftretenden
Kräften, daß sich die Luftschraubenblätter 22 in Richtung abnehmender Blattwinkel
so weit drehen, daß die Luftschraubendrehzahl mit der eingestellten Reglerdrehzahl
wieder übereinstimmt. Während der Bewegungen des Verteilerventilgliedes 213 wird
die Hülse 210 über den Hebel 212 entsprechend der Bewegung des drehzahlempfindlichen
Elements 209 bewegt. Weiterhin bewegt die Feder 211, weil auf keiner Seite des Stufenkolbens
217 ein Druck wirkt, das Verteilerventilglied 213 nach unten, so daß die Öffnung
246 mit dem Kanal 235 und die Öffnung 251 mit dem Auslaßkanal 238 verbunden wird.
Da bei der tiefsten Stellung des Verteilerventilgliedes 213
die
Kammern 256 für die Blattwinkelverkleinerung mit dem Auslaß und die Kammern 241
für die Blattwinkelvergrößerung mit der Druckseite verbunden sind, bewegen sich
die Blätter 22 in die Segelstellung.
-
Das eine Ende der Reglerfeder 225 liegt an einem beweglichen Anschlag
260 an, der als Kolben ausgebildet ist, welcher auf den Druck des Mediums in einer
Kammer 261 anspricht, welche durch eine Leitung 262 mit der Ventilgruppe
33 verbunden ist. Auf den beweglichen Anschlag 260 drückt das eine Ende eines Hebels
263, der in der Mitte drehbar am Gehäuse 186 gelagert ist. Das andere Ende des Hebels
263 ist mit einem Ende einer Stange 265 drehbar verbunden. An dem anderen Ende der
Stange 265 ist ein Nocken 266 befestigt, der mit einem Mitnehmer 267 zum Eingriff
kommen kann, welcher sich mit dem Drehzahlring 152 bewegen kann. Die axiale Lage
des Drehzahlrings 152 und damit die Belastung der Reglerfeder 225 eines jeden »abhängigen«
Gasturbinentriebwerks mit Luftschraube kann durch eine Winkelbewegung des Drehzahlhebels
97 über das ringförmige Zahnrad 142, die Ritzel 158 und die Spindeln 159 eingestellt
werden.
-
Die Ventilgruppe 33 für die Blattwinkelbegrenzungs- und -verriegelungsvorrichtung
enthält ein drehbares Ventil 270, ein Ventil 271 für die Blattwinkelbegrenzung,
ein Servoventil 272 für die Blattwinkelverriegelung und ein drehzahlempfindliches
Steuerventil 273 für die Blattwinkelverriegelung. Das in der Ventilkammer
200 liegende drehbare Ventil 270 ist mit einem Kurbelarm 274 verbunden, der
drehbar mit einem Mitnehmer 275 verbunden ist, in den der Steuerring 151 hineinfaßt.
Wenn der Steuerring infolge einer vorbestimmten Bewegung des Steuerhebels 95 entgegen
dem Uhrzeigersinn (Fig. 5), wodurch das ringförmige Zahnrad 136, die Ritzel 156
und die Spindeln 155 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden, in axialer
Richtung nach links (Fig. 5) bewegt wird, dreht der Kurbelarm 274 das Ventil 270
so weit, daß der Niederdruckkanal 204 durch die Öffnung 277 mit dem Kanal 276 verbunden
wird. Bei der in Fig. 5 dargestellten Lage verbindet das Ventil 270 den Kanal 276
über die Öffnung 278 mit dem Auslaß.
-
Der Kanal 276 ist mit der Leitung 262 und dem oberen Teil der Ventilkammer
201 verbunden, in der das servobetätigte Steuerventil 271 für die Blattwinkelbegrenzung
liegt. Wenn der Leitung 262 ein Medium mit geringem Druck zugeführt wird, wird der
Anschlag 260 für die Reglerfeder 225 nach unten gedrückt und vergrößert die Regeldrehzahleinstellung
um einen vorbestimmten Betrag. Gleichzeitig wird das Steuerventil 271 für die Blattwinkelbegrenzung
entgegen der Wirkung der Feder 279 so bewegt, daß die Kanäle 204 und 280 miteinander
verbunden werden, während die Verbindung zwischen dem Kanal 280 und der Auslaßleitung
243 unterbrochen wird. Der Kanal 280 ist mit einer Leitung 281 verbunden, die mit
der Entriegelungskammer 282 für die mechanische Begrenzung bei kleinem Blattwinkel
so in Verbindung steht, daß die Begrenzung, die eine Bewegung der Luftschraubenblätter
bis unter den von der mechanischen Begrenzungsvorrichtung eingestellten Winkel verhindert,
unwirksam wird.
-
Der Steuerring 151 trägt einen zweiten Mitnehmer 286, der sich axial
mit dem Ring bewegen kann. An dem Mitnehmer 286 ist das eine Ende eines. Hebels
287 drehbar befestigt, dessen, anderes Ende drehbar an einer Mutter 288 sitzt. Im
mittleren Teil des Hebels 287 sitzt eine Folgerolle 289, die mit einer i\ockenfläche
285 zusammenwirkt, die auf dem auf Drehzahl ansprechenden Hebel 223 ausgebildet
ist.
-
Die Mutter 288 ist im Reglergehäuse (Fig. 3) gleitend gelagert und
sitzt mit Gewinde auf einer Schraube oder Spindel 290 mit großer Steigung (Fig.
5), die mit einer Rückstellvorrichtung 300 für den Luftschraubenblattwinkel
verbunden und mit diesem drehbar ist. Sie kann die Spindel 290 nur im Beta-Bereich,
beispielsweise von - 7 bis -f- 32°, drehen. Das Sonnenrad 197 besitzt einen zum
Teil mit Zähnen versehenen Flansch 291, der mit einem Ritzel292 zusammenwirkt. Das
Ritze1292 sitzt an der Spindel 290 und ist mit einem Teil 293 versehen, der eine
ebene Fläche 294 aufweist. Das Sonnenrad 197 besitzt außerdem einen aufrecht stehenden
Flansch oder eine Nockenfläche 295, die in axialer Richtung von dem teilweise mit
Zähnen versehenen Flansch 291 entfernt liegt. Der ungezahnte Teil des Flansches
291 erstreckt sich genauso weit wie die Nockenfläche 295, wodurch eine Drehung der
Spindel 290 verhindert wird, wenn die Nockenfiäche die ebene Fläche 294 des Teils
292 berührt. Die Nockenfläche 295 reicht über einen Blattwinkelbereich von -I- 32°
bis zur vollen Segelstellung. Daher wird die Spindel 290 nur während einer
Bewegung der Luftschraubenblätter zwischen - 7 und -I- 32° gedreht.
-
Wenn durch die Bewegung des Gashebels 108 aus dem Schlitz 114 in den
Schlitz 113 unterhalb der Flugleerlaufstellung (Fig. 4) der Steuerring 151 in axialer
Richtung nach links (Fig. 5) bewegt wird, wird der Luftschraubenblattwinkel oder
die Steigung von Hand eingestellt, da hierdurch der Beta-Bereich festgelegt ist.
Da die Belastung der Reglerfeder 225 vergrößert worden ist, wodurch die Drehzahleinstellung
des Reglers wegen der Betätigung des Servoanschlags 260 vergrößert worden ist, drückt
die Feder 225 die Nockenfläche 285 des Hebels 223 in Eingriff mit dem Folgeglied
289. Die axiale Stellung des Folgegliedes 289 bestimmt die Größe der Abwärtsbewegung
des drehzahlempfindlichen Gliedes 209. Eine Abwärtsbewegung des drehzahlempfindlichen
Gliedes 209 bewirkt, daß das Verteilerventilglied 213 sich nach oben bewegt, da
die Öffnungen 220 mit dem Druckkanal 206 verbunden sind. Eine Bewegung des Verteilerventilgliedes
213 nach oben bewirkt über den Hebel 212 eine Folgebewegung der Hülse 210, wodurch
die Verbindung zwischen dem Kanal 206 und den Öffnungen 220 unterbrochen wird. Wenn
sich das Verteilerventilglied 213 nach oben bewegt, werden die Kammern 241 für die
Blattwinkelvergrößerung mit dem Auslaßkanal 238 verbunden, während die Kammern 256
für die Blattwinkelverkleinerung mit dem Niederdruckkanal 226 verbunden werden.
Dementsprechend werden sich die Luftschraubenblätter in Richtung abnehmender Blattwinkel
drehen, und da die Luftschraubenblätter in den Beta-Bereich hineinkommen, wird das
Rückstellritzel 292 in den gezahnten Flansch 291 des Sonnenrades eingreifen, so
daß die Spindel 290 gedreht wird. Wenn die Blattwinkelstellung, die durch die Bewegung
des Gashebels 108 in eine vorbestimmte Lage im Beta-Bereich eingestellt ist, von
den Blättern. 22 eingenommen wird, ist die Mutter 288 durch die Spindel 290 so bewegt
worden, daß das Folgeglied 289 in die alte Lage zurückgedreht und das drehzahlempfindliche
Ventilglied 209 nach oben bewegt wird, wodurch die Öffnungen 220 mit
dem
Auslaß verbunden werden. Dementsprechend bewegt sich infolge des auf die obere Fläche
des Stufenkolbens 217 wirkenden Druckes das Verteilerventilglied 213 nach unten,
wodurch die Folgehülse 210 nach oben bewegt wird. Wenn das Verteilerventilglied
in eine Lage zurückkehrt, in der die Ansätze 215 und 216 die Öffnungen 246 bzw.
251 absperren, wird die Zufuhr von Druckmedium zu den Kammern 256 für die Blattwinkelverkleinerung
unterbrochen, und die Folgehülse 210 schließt die öffnungen 220 wiederum durch den
Ansatz 221. Somit kann jeder Blattwinkel zwischen der vollen Bremsstellung (z. B.
- 7°) und der Flugleerlaufstellung (z. B. -I- 20°) innerhalb des Beta-Bereichs (Fig.
8) von Hand eingestellt werden. Wenn der Gashebel 108 in den Beta-Bereich
bewegt wird, wird das solenoidbetätigte Anschlagglied 135 zurückgezogen, so daß
sich das ringförmige Steuerzahnrad 136 in den Beta-Bereich bewegen kann.
-
Das ringförmige Steuerzahnrad 136 besitzt einen Flansch 300 (Fig.
6), an dem der Steuerhebel 95 befestigt ist. Es besitzt weiterhin drei innenverzahnte
Abschnitte 301, 302 und 303, die auf dem Umfang durch glatte bogenförmige Abschnitte
304, 305 und 306 getrennt werden. Das Synchronisierzahnrad 157
und
die Ritzel 156 sind über ihren ganzen Umfang verzahnt, obwohl ein Ritze1156 mit
einem Teil 307
versehen ist, das eine Abflachung 308 besitzt (Fig. 7). Der
Teil 307 liegt in axialer Richtung im Abstand von dem betreffenden Ritzel
156 und wirkt mit einem Flansch 309 zusammen, der an dem Zahnrad 136 angebracht
ist und eine bogenförmige Fläche 310 besitzt, die sich über den gleichen Winkelbereich
erstreckt wie der glatte bogenförmige Abschnitt 304. Die bogenförmige Fläche 310
wirkt mit der Abflachung 308 des Teils 307 so zusammen, daß eine Drehung des Ritzels
156 und des Synchronisierzahnrades 157
dann verhindert wird, wenn sich
das Steuerzahnrad 136 um den Winkelbereich dreht, über den sich der Flansch 309
erstreckt. Dadurch werden während dieser vorbestimmten Winkelbewegung des Zahnrades
136, die durch den Hebel 95 bewirkt wird, die Ritzel 156 und die Spindeln 155 nicht
gedreht. Dieser Bereich entspricht der Bewegung des Gashebels 108 in dem Teil des
Reiseflugbereichs, in dem das Beta-Folgesystem nicht wirksam ist.
-
Wenn der Gashebel 108 in den Beta-Bereich zwischen der vollen
Bremsstellung und der Flugleerlaufstellung bewegt wird, wird das ringförmige Steuerzahnrad
136 entgegen dem Uhrzeigersinn (Fig. 6) so gedreht, daß das Ritzel 156, das mit
dem Flansch 309 zusammenwirkt, treibend in den verzahnten Teil 302
eingreift.
Wenn der Gashebel 108 in dem Teil des Reiseflugbereichs, in dem das Beta-Folgesystem
wirksam ist, bis zur Startstellung bewegt wird, greift das mit dem Flansch 309 zusammenwirkende
Ritzel 156 in den verzahnten Abschnitt 301 ein. Wenn somit der Gashebel 108 aus
einer mittleren Stellung des Reiseflugbereichs, zur Startstellung hin oder zwischen
dem Flugleerlaufbereich und der Bremsstellung bewegt wird, werden die Ritzel 156
und damit die Spindeln 155 so gedreht, daß der -Steuerring 151 in axialer Richtung
bewegt wird. Wenn jedoch der Gashebel in dem Teil des Reiseflugbereichs, in dem
das Beta-Folgesystem nicht wirksam ist, bewegt wird, werden die Ritzel
156 und die Spindeln 155 oder der Steuerring 151 infolge des unterbrechenden
Mechanismus nicht bewegt. Der Flansch 309 wird durch Federgruppen 311 und
312 nachgiebig in den Weg des Teils 307 gedrückt. Die Blattfedern 311 und
312 drücken gegen Bolzen 313 bzw. 314, die durch Öffnungen im Flansch 309 hindurchfassen
und in dem ringförmigen Zahnrad 135 befestigt sind. Dadurch drücken die Blattfedergruppen
311 und 312 den Flansch 309 dauernd durch eine Öffnung im Zahnrad 136 nach innen.
Durch eine Öffnung im Flansch 309 ragt ein dritter Bolzen 315 (Fig. 7) heraus, der
mit dem Zahnrad 136 verbunden ist. Der Bolzen 315 führt den Flansch 309 auf dem
Zahnrad 136 und verhindert eine relative Winkelbewegung zueinander.
-
Die Anschläge 316, 317 und 318 erstrecken sich vom Zahnrad 136 in
radialer Richtung und liegen auf dem Umfang im Abstand voneinander. Der solenoidbetätigte
Anschlag 135 ist so angeordnet, daß er gegen den sich radial erstreckenden Anschlag
317 stößt, wenn das Solenoid 134 stromlos gemacht wird, um die Bewegung des Zahnrades
136 auf den Winkelbereich zwischen den Anschlägen 316 und 317 zu begrenzen. In diesem
Bereich kann die Blättwinkelsteigung zwischen der Flugleerlaufstellung von + 20°
und der vollen Segelstellung geregelt werden. Eine Drehung des Zahnrades 136 entgegen
dem Uhrzeigersinn bewirkt eine Bewegung der Luftschraubenblätter in Richtung abnehmender
Blattwinkel, während eine Drehung des Zahnrades 136 im Uhrzeigersinn eine Bewegung
der Blätter in Richtung zunehmender Blattwinkel bewirkt. Die Stellung des Zahnrades
136 in Fig. 6 entspricht dem Reiseflugbereich der Gashebelbewegung. Wenn der solenoidbetätigte
Anschlag 135 zurückgezogen ist, kann das Zahnrad 136 entgegen dem Uhrzeigersinn
so weit gedreht werden, bis der Anschlag 317 hinter dem Anschlag 135 liegt, der
nun zwischen den Anschlägen 317 und 318 liegt. Dadurch wird der Beta-Bereich zwischen
der vollen Bremsstellung und der Flugleerlaufstellung festgelegt.
-
Die verschiedenen Bereiche der Gashebelbewegung sind durch die bogenförmigen
Abstände zwischen den Linien der Fig. 6 dargestellt, welche die Lagen der einen
Kante 319 des Anschlags 316 am Ende der Bereiche andeuten.
-
Bei einem Teil der Gashebelbewegung im Reiseflugbereich ist das Beta-Folgesystem
nicht wirksam. Das ringförmige Zahnrad 136 dreht die Ritzel 156 und die Spindeln
155 im Uhrzeigersinn, so daß der Steuerring 151 in axialer Richtung nach rechts
(Fig. 5) bewegt wird. Dabei wird der Blattwinkel durch das Folgeglied 289, das auf
die Nockenfläche 285 des Hebels 223 zu bewegt wird, von Hand gerade unterhalb
der Steigung eingestellt, die bei normaler Regelung während des Startens erforderlich
ist. Mit anderen Worten, während der Bewegung des Gashebels 108 im Reiseflugbereich
in Richtung zur Startstellung hin wird die der Turbine zugeführte Kraftstoffmenge,
die vom Kraftstoffregler 111 geregelt wird, vergrößert. Zur gleichen Zeit
wird jedoch der Steuerring 151 nicht bewegt. Dementsprechend übt der Regler die
Regelung der Luftschraubensteigung aus. Wenn der Regler richtig arbeitet, wird,
da die der Turbine zugeführte Kraftstoffmenge vergrößert wird, die Turbinendrehzahl
zunehmen und der Regler eine Vergrößerung des Blattwinkels verlangen, um die Turbinendrehzahl
im wesentlichen konstant zu halten. Somit werden sich während der Gashebelbewegung
in dem Teil des Reiseflugbereichs, in dem das Beta-Folgesystem nicht wirksam ist,
und wenn
der Regler richtig arbeitet, die Luftschraubenblätter vom
Flugleerlaufblattwinkel von + 20°, der der kleinste Blattwinkel im Reiseflugbereich
ist, in Richtung zunehmender Blattwinkel verstellen.
-
Bei einer Gashebelbewegung in dem Teil des Reiseflugbereichs, in dem
das Beta-Folgesystem wirksam ist, bis zur Startstellung wird der Blattwinkel von
Hand eingestellt und nimmt von -f-20 bis -f-32° zu. Das Beta-Folgesystem ergibt
daher während des Startvorganges einen Schutz gegen Überdrehzahlen. Außerdem ist,
wenn die das Triebwerk antreibende Turbine während des Startens aussetzen oder fehlerhaft
arbeiten sollte, die Steigung der Blätter der betreffenden Luftschraube auf -i-32°
vergrößert worden, so daß der von der aussetzenden Turbine erzeugte Widerstand beträchtlich
vermindert wird. Sobald das Flugzeug abgehoben hat und der Gashebel in den Teil
des Reiseflugbereichs, in dem das Beta-Folgesystem nicht wirksam ist, zurückgeschoben
ist, wird die hydraulische Begrenzung für kleine Blattwinkel wieder auf +20° verringert.
-
Die hydraulische Begrenzung für kleine Blattwinkel, die im Regeldrehzahlbereich
wirksam ist, arbeitet wie folgt. Da die Rückstellvorrichtung im Blattwinkelbereich
von -7 bis -f-32° wirksam ist, wenn das ringförmige Zahnrad 136 sich in dem Teil
des Reiseflugbereichs, in dem das Beta-Folgesystem nicht wirksam ist, befindet,
hat das an dem Folgeglied 286 befestigte Ende des Hebels 287 eine vorbestimmte Lage.
Dieses Hebelende liegt so, daß dann, wenn die Luftschraubenblätter einen Winkel
-f-20° besitzen, die Rückstellwelle 290 die Mutter 288 so eingestellt
hat, daß das Folgeglied 289 die Nockenfläche 285 des Hebels 223 berührt. Wenn das
Folgeglied 289 gegen die Nockenfläche 285 des Hebels 223 stößt, wird
das Ventilglied 209 so eingestellt, daß die Öffnungen 220
durch den
Ansatz 221- verschlossen werden, wodurch der Zufluß zu der größeren Fläche des Stufenkolbens
217 abgesperrt wird, so daß das Verteilerventilglied 213 andererseits
die Zufuhr des Druckmediums zu den Kammern 256 für die Blattwinkelverkleinerung
absperrt. Dadurch wird eine Bewegung der Luftschraubenblätter bis unter die hydraulische
Begrenzungsstellung von 20° verhindert. Die mechanische Begrenzung 195 für
kleine Blattwinkel ist so eingestellt, daß sie eine Bewegung der Luftschraubenblätter
bis unter + 18° verhindert, wenn die Leitung 281
mit dem Auslaß verbunden
ist. Sie wirkt daher als eine Sicherheitsvorrichtung, falls die hydraulische Begrenzung
für kleine Blattwinkel versagen sollte. Wenn der Gashebel 108 in dem Teil
des Reiseflugbereichs, in dem das Beta-Folgesystem wirksam ist, zur Startstellung
hin bewegt wird, wird der Steuerring 151 in axialer Richtung nach rechts bewegt
und stellt die hydraulische Begrenzung für kleine Blattwinkel so ein, daß eine Bewegung
der Luftschraubenblätter bis unter -f-32° bei der Startstellung verhindert wird.
-
Das drehzahlempfindliche Steuerventil 273 für die Blattwinkelverriegelung
spricht auf die Luftschraubendrehzahl an und bewegt sich bei einer vorbestimmten
Luftschraubenüberdrehzahl, z. B. 5 % über der eingestellten Reglerdrehzahl, gegen
die Wirkung der Feder 320 so, daß ein Kanal 321 mit dem Auslaß verbunden
wird. Während des normalen Betriebes der Luftschraube verbindet das Ventil
273 den Druckkanal 204 mit dem Kanal 321, der mit der Kammer
202 in Verbindung steht und das Servoventil 272 in der dargestellten Lage
hält. Wenn sich das Servoventil 272
in der dargestellten Lage befindet, ist
der. Druckkanal 204 mit einem Kanal 322 verbunden, welcher mit einer
Leitung 323 und der Kammer zum Lösen der mechanischen Blattwinkelverriegelung
196 in Verbindung steht. Somit wird während des normalen Betriebes der Luftschraube
die Blattwinkelverriegelung mit dem Sonnenrad 197 außer Eingriff gebracht, so daß
eine Blattwinkelverstellung in Richtung abnehmender Blattwinkel möglich ist. Wenn
jedoch die Drehzahl der Luftschraube die vorbestimmte Überdrehzahl überschreitet,
was ein fehlerhaftes Arbeiten der Luftschraube anzeigt, verbindet das drehzahlempfindliche
Ventil 273 den Kanal 321 mit dem Auslaß, wodurch eine Feder 324 das
Servoventil 272 so bewegt, daß der Kanal 322 mit einem Kanal 325 verbunden
wird, der mit der Auslaßleitung 243 in Verbindung steht. Dadurch wird die Kammer
zum Lösen der Blattwinkelverriegelung mit der Auslaßleitung verbunden, so daß die
Blattwinkelverriegelung 196 in das Sonnenrad 197 eingreift und eine Bewegung
der Luftschraubenblätter in Richtung abnehmender Blattwinkel wirksam verhindert.