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DE1040910B - Verstellpropeller - Google Patents

Verstellpropeller

Info

Publication number
DE1040910B
DE1040910B DEU4591A DEU0004591A DE1040910B DE 1040910 B DE1040910 B DE 1040910B DE U4591 A DEU4591 A DE U4591A DE U0004591 A DEU0004591 A DE U0004591A DE 1040910 B DE1040910 B DE 1040910B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
propeller
servomotor
overspeed
propeller according
responsive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU4591A
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Leroy Vanalstyne
Raymond Paul Lambeck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RTX Corp
Original Assignee
United Aircraft Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by United Aircraft Corp filed Critical United Aircraft Corp
Publication of DE1040910B publication Critical patent/DE1040910B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C11/00Propellers, e.g. of ducted type; Features common to propellers and rotors for rotorcraft
    • B64C11/30Blade pitch-changing mechanisms
    • B64C11/38Blade pitch-changing mechanisms fluid, e.g. hydraulic
    • B64C11/385Blade pitch-changing mechanisms fluid, e.g. hydraulic comprising feathering, braking or stopping systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Control Of Fluid Gearings (AREA)

Description

  • Verstellpropeller Die Erfindung bezieht sich auf Verstellpropeller und im besonderen auf eine Vorrichtung, die die Propellerblätter gegen eine Veränderung der Steigung sperrt.
  • Ein Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Propellersteigungsarretierung, die verhindert, daß die Propellerblätter sich bei Auftreten einer vorherbestimmten Überdrehzahl in Richtung geringer Steigung verstellen.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Steigungsarretierung für einen flüssigkeitsservobetätigten Steigungswechselmechanismus zu schaffen, bei dem die Flüssigkeit in der einen Seite des Servomotors eingesperrt wird, wenn der Zustand einer vorherbestimmten Überdrehzahl erreicht ist.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung, die zwangläufig die Steigungsarretierung außer Betrieb setzt oder löst, um Veränderungen des Steigungswinkels zuzulassen.
  • Die Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeichnungen beschrieben, in denen die Fig. 1 ein Teilquerschnitt durch einen Propeller nach der Erfindung, wobei gewisse Teile schematisch dargestellt sind, Fig. 2 eine vergrößerte eingehende Darstellung des Überdrehzahl-Steigungsarretierungsventils, Fig. 3 eine vergrößerte eingehende Darstellung des fliehkraftbetätigten Ablaßventils und die Fig. 4 eine vergrößerte eingehende Darstellung des Ausgleichsventils ist.
  • Obwohl in der Technik Steigungsarretierungen verschiedener Ausführungen bereits bekannt sind, erfordern die meisten davon teure und schwere Mechanismen, deren Gewicht und Unförmigkeit bei den gegenwärtig an die Propeller gestellten Anforderungen unzulässig ist. Weiterhin arbeiten diese Verstellarretierungen nach einem Prinzip, das den mechanischen Eingriff der Blätter in einen feststehenden Nabenteil umfaßt, um zwangläufig eine Bewegung der Blätter zu verhindern. Nach der Erfindung werden alle diese Nachteile beseitigt.
  • Nach der Fig. 1 besitzt die allgemein mit 10 bezeichnete Propellereinheit eine Nabe 12 mit mehreren Blätterhaltesockeln 14, in denen die Blätter 16 so gelagert sind, daß sie eine Verstellbewegung relativ zu den Sockeln ausführen können. In einer Propellerkappe 17 befindet sich ein hydraulisch betätigter Hauptverstellkolben 18, der über die Nocken 20 und 22 ein Zahnrad 24 dreht, das in die Zahnradsegmente 26 greift und den Anstellwinkel der Blätter 16 verändert. Der Anstellwinkel der Blätter 16 wird vors einem schematisch bei 30 dargestellten Regler geregelt, der die Strömung einer Hochdruckflüssigkeit aus dem Behälter 32 entweder zu einer Leitung 34 für geringe Steigung oder zu einer Leistung 36 für hohe Steigung regelt, welche beiden Leitungen in der Fig. 1 schematisch in gestrichelten Linien dargestellt sind. Der Durchlaß 38 für geringe Steigung steht mit der Rückseite des Verstellkolbens 18 in Verbindung, während der Durchlaß 40 für hohe Steigung mit der Vorderseite des Kolbens 18 über ein Flüssigkeitsüberleitungsrohr 42 in Verbindung steht. Die Reglersteuerung des Verstellkolbens ist eingehender in der amerikanischen Patentschrift 2 402 065 beschrieben.
  • Wird eine Vergrößerung des Blattanstellwinkels erforderlich, so wird eine Hochdruckflüssigkeit über die Leitung 36 zum Durchlaß 40 für höhere Steigung, danach zur Überleitungsröhre 42 und danach zur Vorderseite 44 des Hauptkolbens 18 geleitet. Eine Bewegung der Propellerblätter in Richtung eines kleinen Anstellwinkels wird bewirkt, indem die Hochdruckflüssigkeit zur Leitung 34, zum Durchlaß 38 für geringe Steigung und danach zur Rückseite 46 des Verstellkolbens 18 geleitet wird.
  • Um einen Umlauf der Flüssigkeit zu bewirken, wenn der Propeller einen gegebenen Arbeitsanstellwinkel einnimmt, besitzt zumindest eine der Nockenrollen 50 (s. Fig. 3) ein Ablaßventil 52, das die Vorderseite 44 des Kolbens 18 mit dessen Rückseite 46 über die Durchlässe 54, 56 und 58 verbindet. Ein kleiner Ablauf ist erforderlich, um einen beständigen Mindestumlauf der Flüssigkeit bei normalen Betriebsbedingungen zu sichern und damit eine Mindest- Betriebstemperatur der Flüssigkeit bei niedriger Außentemperatur aufrechterhalten.
  • Nach der Erfindung befindet sich in der Nase der Propellerkappe 17 ein fliehkraftbetätigtes Ventil, allgemein mit 60 bezeichnet. Dieses Ventil 60 besteht aus einer Fliehgewichteinheit 62 und einem Ventilelement 64 (s. Fig. 2). Die Fliehgewichte 62 wirken bei einer vorherbestimmten Überdrehzahl auf die Druckplatte 66 ein. Die Druckplatte 66 drückt die Feder 74 zusammen. Die Feder 68 ist vorbelastet, und deren Länge bleibt konstant, bis das Ventilelement 64 auf seinem Sitz ruht. Die Ventildichtung 70 arbeitet mit dem Sitz 72 zusammen. Üben die Fliehgewichte 62 genügend Druck auf die Druckplatte 68 aus und drücken diese weiterhin nach rechts, nachdem das Ventilelement auf seinem Sitz ruht, dann wird die Feder 68 zusammengedrückt. Die Feder 68 soll in erster Linie einen gewissen Spielraum bieten, dessen Wert auf der Arbeit bei den Umkehrzyklen des Propellers beruht. Diese Arbeitsweise wird später noch eingehend beschrieben. Die Propellerdrehzahl pro Minute, bei der die Fliehgewichte die Ventildichtung 70 auf den Sitz bringen, hängt von der Kraft der Feder 74 und der Zahl der Einstellbeilagen 76 ab.
  • Tritt eine Überdrehzahl des Propellers auf, so ist diese gewöhnlich begleitet von einem Mangel an genügendem Druck in dem Überleitungsrohr 42 und der Kammer 44 an der Vorderseite des Kolbens 18 um das zentrifugale Torsionsmoment des Blattes zu überwinden, das bestrebt ist, die Blätter in Richtung eines geringen Anstellwinkels und den Kolben 18 nach vorn oder nach außen zu bewegen. Unter diesen Umständen bewirkt eine weitere Bewegung der Blätter in Richtung eines kleinen Anstellwinkels eine weitere Vergrößerung der Drehzahl und möglicherweise eine Beschädigung des Propellers, der Kraftanlage und des Flugzeuges, wenn dies nicht vermieden wird. Für eine Bewegung der Propellerblätter 16 in Richtung erhöhter Überdrehzahl oder geringer Steigung ist erforderlich, daß sich der Hauptservokolben 18 nach vorn oder nach außen bewegt. Da die Kammer 44 an der Vorderseite des Kolbens 18 mit Öl oder einer anderen hydraulischen Flüssigkeit gefüllt ist, kann eine sichere Verstellarretierung erhalten werden, wenn verhindert wird, daß aus der Kammer 44 Öl abfließt. Daher drücken bei Auftreten einer Überdrehzahl die Fliehgewichte 62 das Ventilelement 64 in eine Lage, bei der die Dichtung 70 auf dem Sitz 72 ruht, wodurch verhindert wird, daß weiterhin Öl aus der Kammer 44 in das Ölüberleitungsrohr 42 abfließt. Ferner ist gleichzeitig erforderlich, den Ablauf zwischen der Vorderseite 44 und der Rückseite 46 des Hauptkolbens 18 zu sperren. Wie bereits erwähnt, ist dieser Ablauf in Form des in der Nockenrolle 50 befindlichen Ventils 52 vorgesehen. Bei normalen Betriebsbedingungen wird das Ventilglied 52 von einer Feder 80 nach unten gedrückt, wobei der Durchlauf der Flüssigkeit aus der Leitung 54 zur Leitung 56 zugelassen wird, die mit beiden Seiten des Kolbens 18 in Verbindung stehen. Bei Auftreten einer vorherbestimmten Überdrehzahl bewegt sich das Ventilglied 52 unter der Einwirkung der Fliehkraft in die in der Fig. 3 dargestellte Stellung, bei der der Durchlauf von Flüssigkeit aus der Leitung 54 zur Leitung 56 verhindert wird. Gleichzeitig strömt die auf der vorderen Seite 44 des Kolbens 18 eingesperrte, unter Druck stehende Flüssigkeit zur Leitung 54 und danach durch eine Nut 82 in der Hülse 83 und von dort aus in die Kammer 84 und unterstützt dabei die Fliehkraft beim Festhalten des Ventilgliedes 52 auf seinem Sitz. Normalerweise besitzt die Feder 80 eine solche Kraft, daß der Ablauf von Flüssigkeit bei einer Propellerdrehzahl verhindert wird, die knapp unter der liegt, bei der das Nocken-Verstellarretierungs-Ventilelement 64 aktiv wird.
  • Im normalen Verwendungsbereich wird das Ventilelement 64 so eingestellt, daß es sich schließt bei einer Umdrehungszahl pro Minute, die unterhalb der U/min beim Start liegt. Die Einstellung der Feder 80 in dem Ablaufsperrventil bestimmt die U/min (oberhalb der U/min beim Abflug) bei der die volle Verstellarretierung eintritt. Diese erfolgt derart, daß zu Beginn einer Überdrehzahl der Hauptölstrom aus der Propellerkappe abgesperrt wird, wobei die Umdrehungszahl pro Minute in verhältnismäßig geringerem Ausmaß ansteigt, bis sich das Ablaufsperrventil schließt und die Verstellbarkeit endgültig blockiert. Dieses reduzierte Ausmaß der Annäherung an die endgültige Arretierungssteigung verhindert ein Hinausschießen über die eingestellte Umdrehungszahl pro Minute infolge von Trägheitswirkungen. Dieser Umstand gibt dem Piloten eine längere Zeit zum Feststellen, daß irgend etwas nicht in Ordnung ist.
  • Das Ventilelement 64 ist so ausgebildet, daß das Umsteuern der Propeller leicht durchgeführt werden kann, selbst wenn das Ventilelement von den Fliehgewichten geschlossen gehalten wird. Dieses Merkmal vermittelt die Feder 68. Wird das Ventilelement 64 von den Fliehgewichten geschlossen gehalten und wird ein Öldruck auf die Ölüberleitungsrohrseite (die rechte Seite) des Ventilelementes ausgeübt, so kann das Ventilelement leicht durch Zusammendrücken der Feder 68 geöffnet werden. Der zum Öffnen des Ventilelementes erforderliche Öldruck ist gleich dem Betriebsdruck, d. h. Rückdruck, auf der linken Seite des Ventilelementes zuzüglich eines sehr geringen weiteren Wertes, der zum Zusammendrücken der Feder benötigt wird. Daher verhindert die Arbeit des Verstellarretierungsventils nicht das Umsteuern oder das Wiedererlangen der normalen Regelarbeit, wenn in dem Ölüberleitungsrohr ein Druck wieder verfügbar wird.
  • Tritt einmal eine Überdrehzahl auf und sind die Ventile 60 und 52 geschlossen, so werden sie von dem Rückdruck in der Hauptkappenkammer an der Außenseite des Kolbens 18 geschlossen gehalten. Dieser Rückdruck rührt natürlich von den zentrifugalen Torsionsmomenten des Blattes her, die die Blätter in Richtung einer geringen Steigung drücken. Dies ist ein wichtiges Merkmal und sichert, daß die Verstell arretierung gesperrt bleibt, selbst wenn der Pilot die Einstellung der Maschinenleistung herabsetzt oder das Flugzeug verlangsamt, um die Umdrehungszahl pro Minute in einen niedrigeren Bereich zu bringen. Sie bleibt gesperrt bis entweder (a) in dem Ölüberleitungsrohr 42 ein ausreichender Öldruck erzeugt wird, um das Ventilelement 64 zu öffnen oder (h) bis tatsächlich jeder Rückdruck hinter den beiden Ventilen 60 und 52 verschwindet, wie wenn der Propeller stillstehend einem Umsteuern folgt. Mit diesem Merkmal ist es dem Piloten allgemein möglich, die Umdrehungszahl eines mit Überdrehzahl laufenden Propellers auf einen sehr mäßigen Wert herabzusetzen, indem er die Handhebeleinstellung reduziert und das Flugzeug verlangsamt. Bei dieser U/min ist der Luftwiderstand des langsam laufenden Propellers gering, selbst wenn die Umsteueranlage außer Betrieb gesetzt ist und der Propeller nicht umgesteuert werden kann. Überdies ist es leichter, den Propeller umzusteuern, wenn die Drehzahl sehr niedrig ist. Es gibt gewisse Betriebsbedingungen, wenn die Verstellarretierung ihre Sperr- oder aktive Stellung einnimmt, bei denen es erwünscht ist, den Anstellwinkel der Blätter zu reduzieren. Eine solche Bedingung kann während des Startens eintreten, wenn eine Fehlleistung bewirkt, daß die hydraulische Verstellverriegelung wirksam wird und der Pilot dann wünscht, die Propellersteigung plötzlich umzukehren, um eine Bremswirkung zu erzielen. Zu diesem Zweck ist eine Einrichtung vorgesehen, die mechanisch das Ventilelement 64 aus dem Sitz drückt, so daß die Flüssigkeit frei aus der Kammer 44 in das Überleitungsrohr 42 strömen kann. Die unter diesen Bedingungen erwünschte Strömung ist in der Fig. 2 durch Pfeile angedeutet.
  • Wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, enthält das vordere Ende des Ölüberleitungsrohres eine konzentrische innere Hülse 92 mit vorspringenden Gliedern 94, in die eine Feder 96 eingreift. Die Feder 96 hält die Hülse 92 in der dargestellten Lage fest, so daß diese mit dem Ventilelement 64 nicht im Eingriff steht. Ist jedoch eine umgekehrte Stellung der Propeller erwünscht, so ist erforderlich, den mechanischen Verstellarretierungskeil 98 zurückzuziehen, so daß die Arretierungen 100 in eine Stellung zurückgezogen werden können, in der der Kolben 18 sich frei nach vorn bewegen kann. Normalerweise greift die von dem Kolben 18 getragene Hülse 102 in die Arretierungen 100 ein. Die Arbeitsweise dieser mechanischen Arretierungen für geringe Steigung ist in der deutschen Patentschrift 956 459 eingehend beschrieben.
  • Um den Keil 98 aus der dargestellten Lage herauszubewegen ist erforderlich, den Servokolben 110 nach links zu bewegen. Da in der Umkehrstellung der Rückseite des Servokolbens 18, d. h. der Kammer 46 Hochdruckflüssigkeit zugeführt wird, so ist diese Flüssigkeit für das Einströmen in den Schlitz 112 in der Nähe des hinteren Endes des Ölüberleitungsrohres verfügbar. Dieser Schlitz 112 stellt eine Verbindung mit einem Durchlaß 114 und weiterhin mit der Kammer 116 an der Rückseite des Servokolbens 110 her. Bewegt sich der Servokolben 110 nach links, so strömt das Öl in der Kammer 118 auf der Vorderseite dieses Kolbens durch geeignete Schlitze hinaus in das Ölüberleitungsrohr und danach über das Überleitungsrohr 42 hinaus in den Ablauf. Bewegt sich der Servokolben 110 nach vorn, so stößt eine ringförmige Lippe 120 an dessen vorderer Seite gegen eins der flanschähnlichen Elemente 94 an der Hülse 92. In der Folge wird bei der Bewegung des Servokolbens 110 nach links die Hülse 92 nach links gedrückt, die dabei gegen das Verstellarretierungsventilelement 64 stößt und dieses aus dem Sitz drückt, wobei Flüssigkeit aus der Kammer 44 in das Ölüberleitungsrohr 42 strömen kann. Auf diese Weise wird die hydraulische Verstellarretierung physikalisch und mechanisch außer Betrieb gesetzt und gestattet ein Umkehren der Propeller.
  • Hat der Propeller seine äußerste umgekehrte Stellung eingenommen, so ist es erwünscht, den Druck an der Rückseite des Verstellwechselkolbens 18, d. h. in der Kammer 46, auf einen Mindestwert herabzusetzen, d. h., es ist erwünscht, daß nur so viel Druck auf die Rückseite des Verstellwechselkolbens 18 ausgeübt wird, daß er in einer vollen Umkehrstellung gehalten wird und dem zentrifugalen Torsionsmoment des Blattes entgegenwirkt. Daher ist, obwohl das Hauptüberdruckventil in dem Bereich von 56 bis 70 kg/cm2 offen sein kann, ein Ausgleichsventil vorgesehen, das in dem Druckbereich von ungefähr 35 kg/cm2 offen ist. Zu diesem Zweck befindet sich an dem rechten Ende des Ölüberleitungsrohres 42 ein mit 121 bezeichnetes Ausgleichsventil. Wie am besten aus der Fig. 4 zu ersehen ist, drückt eine Feder 124 eine Ventilhülse 122 nach rechts. In der dargestellten Stellung wird verhindert, daß Flüssigkeit aus der Leitung 38 und durch die Öffnung 126 hinter die Hülse zum Durchlaß 40 fließt. Entsteht jedoch in der Leitung 38 und auf der Rückseite des Verstellwechselkolbens 18 ein genügend hoher Druck, so entsteht ein Druck in der Kammer 130, so daß der Druck auf den Bereich 132 der Hülse 122 einwirkt und diese nach links gegen den Druck der Feder 124 drückt, wobei Flüssigkeit aus dem Durchlaß 38 frei durch die Öffnung 126 und danach zum Durchlaß 40 strömen kann. Dieser Vorgang leitet Flüssigkeit von der einen Seite des Verstellwechselkolbens 18 zu dessen entgegengesetzter Seite, wobei der auf den Kolben einwirkende Druckunterschied vermindert wird. Dadurch wird die Nabe entlastet und nur genügend Druck aufrechterhalten, um die Blätter in einer voll umgekehrten Stellung festzuhalten.
  • Im Ergebnis wurde durch die Erfindung ein einfacher, jedoch höchst wirksamer Verstellarretierungsmechanismus geschaffen, wobei die Sicherheit des Arbeitens der Verstellarretierung durch eine sehr geringe Erhöhung der Herstellungskosten der Propeller erzielt wird. Weiterhin können die bereits im Gebrauch befindlichen Propeller auf einfache Weise mit einem Mindestaufwand an Kosten und Sonderteilen umgebaut werden. Ferner wurde eine Verstellarretierung geschaffen, die im Vergleich zu den bisher bekannten mechanischen Verstellarretierungen sehr leicht und besonders klein ist.
  • Obwohl nur eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt und beschrieben wurde, so können offenbar zahlreiche Änderungen und Abwandlungen bei der Konstruktion und der Anordnung der verschiedenen Teile, ohne von dem Umfang der Erfindung abzuweichen, vorgenommen werden.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verstellpropeller mit einer Nabe, mit mehreren Blättern, die so gelagert sind, daß sie eine Verstellbewegung in bezug auf die Nabe ausführen können, mit einem hydraulischen, den Anstellwinkel verändernden Servomotor, durch dessen Arbeit die Steigung der Blätter verändert wird, und mit einer ersten, auf die Drehzahl des Propellers ansprechenden Einrichtung, die entsprechend eine Seite des Servomotors mit einer Druckflüssigkeitsquelle verbindet und Flüssigkeit zum Steuern des Servomotors abläßt, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (60), die auf einen vorherbestimmten Überdrehzahlzustand des Propellers anspricht und die Verbindung der einen Seite des Servomotors durch die erste, auf die Drehzahl ansprechende Einrichtung sperrt.
  2. 2. Propeller nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Einrichtungen (68 oder 92), die die auf die Überdrehzahl ansprechende Einrichtung außer Betrieb setzen.
  3. 3. Propeller nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Verstellarretierung (100), die die Verstellbewegung der Blätter in Richtung geringer Steigung begrenzt, wobei die auf die Überdrehzahl ansprechende Einrichtung die Verbindung der einen Seite des. Servomotors sperrt, wenn die Steigung der Blätter höher ist als die, die von der Verstellarretierung eingestellt ist.
  4. 4. Propeller nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellarretierung zurückziehbar ist, und daß die außerbetriebsetzende Einrichtung eine Einrichtung (92) enthält, die auf das Zurückziehen der Verstellarretierung anspricht und die auf die Überdrehzahl ansprechende Einrichtung außer Betrieb setzt.
  5. 5. Propeller nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen gesonderten Servomotor (110) zum Zurückziehen der Verstellarretierung.
  6. 6. Propeller nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Ablauf (54 bis 58 oder 126) zwischen der einen Seite des Servomotors und der anderen Seite und durch eine Einrichtung (52 oder 122), die selbsttätig den Ablauf schließt und öffnet.
  7. 7. Propeller nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die den Ablauf schließende Einrichtung (52) auf den Überdrehzahlzustand anspricht und den Ablauf schließt.
  8. 8. Propeller nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste, auf die Drehzahl ansprechende Einrichtung einen Drehzahlregler (30) enthält, der Signale zum Vergrößern und Verkleinern des Anstellwinkels erugt und d_e E'erlxindung der einen Seite des Servomotors zur Druekflüssigkeitsquelle und zum Ablauf regelt.
DEU4591A 1956-06-14 1957-06-13 Verstellpropeller Pending DE1040910B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1040910XA 1956-06-14 1956-06-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1040910B true DE1040910B (de) 1958-10-09

Family

ID=22298631

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU4591A Pending DE1040910B (de) 1956-06-14 1957-06-13 Verstellpropeller

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