DE1116838B - Elektronenzyklotron - Google Patents
ElektronenzyklotronInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05H—PLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
- H05H11/00—Magnetic induction accelerators, e.g. betatrons
- H05H11/02—Air-cored betatrons
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
T16461Vfflc/21g
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHSIFT:
9. NOVEMBER 1961
Die Konstruktion eines ultrarelativischen Elektronenzyklotrons
mit konstanter oder beinahe konstanter Frequenz der Beschleunigungsspannung stößt bei
Anwendung des klassischen Zyklotronprinzips, bei dem die Sollbahn, also die Gleichgewichtsbahn, eine
ebene Kurve ist, auf Schwierigkeiten bei der Erzeugung eines genügend starken magnetischen Führungsfeldes auf dem Endhalbmesser. Ein anderes Zyklotronprinzip,
bei dem das führende Grundfeld so ausgebildet ist, daß seine Größe mit der vertikalen
Koordinate ansteigt, ermöglicht die Lösung eines ultrarelativischen Zyklotrons für beliebige Energien.
Dabei ist die Sollbahn eine geschlossene Kurve, welche sich bei steigender Energie des Teilchens in
vertikaler Richtung in die Zone der höheren Intensität des magnetischen Feldes verschiebt. Der Magnetkreis
muß ein Feld erzeugen, welches geeignete Führungs- und Fokussierungseigenschaften besitzt.
Dann führen die beschleunigten Teilchen stabile Schwingungen von begrenzter Amplitude um eine
gewisse Gleichgewichtsbahn aus.
Bei der bisher bekannten Konstruktion des Magnetkreises eines Beschleunigers, der auf dem erwähnten
Prinzip des vertikalen Anwachsens des magnetischen Feldes und der vertikalen Verschiebung der Sollbahnen
beruht, bestand der magnetische Kreis aus Segmenten, in denen der Sinn des Feldes und daher
auch der Sinn des vertikalen Feldgradienten wechselt. Auf diese Weise war die Fokussierung der Teilchen
gesichert, aber zugleich verlängerte sich die Sollbahn durch das Einlegen der Segmente mit umgekehrtem
Sinn des Feldes und daher auch mit umgekehrter Krümmung der Bahn beträchtlich, und damit werden
auch die Abmessungen der Einrichtung größer. Auch die Erregung des Magnetkreises eines solchen Beschleunigers
bei kleinen Abmessungen desselben stößt auf konstruktive Schwierigkeiten mit Rücksicht darauf,
daß sich beim Wechsel des Erregungssinnes die zugehörigen Wicklungen, die für jedes Segment gesondert
sein müssen, schwer zwischen den Segmenten unterbringen lassen.
Diese Konstruktion ist in Fig. 1 veranschaulicht, welche eine Ansicht von oben auf die Magnete des
Zyklotrons darstellt. Es bezeichnet 1 die Segmente, in denen die vertikale Richtung des Anwachsens des
Feldes den einen Sinn hat, z. B. hinauf, und 2 die Segmente mit umgekehrtem Sinne des Feldanwachsens,
z. B. hinunter. Die zugehörigen Wicklungen der Magnetsegmente sind mit 3, 4 bezeichnet,
die Sollbahn der beschleunigten Teilchen mit 5, die Krümmungsmittelpunkte der einzelnen Abschnitte der
Sollbahn mit 6, 7.
Elektronenzyklotron
Anmelder: Jiri Teichman, Sumperk (Tschechoslowakei)
Vertreter: Dipl.-Ing. B. Wehr, Dipl.-Ing. H. Seiler, Berlin-Grunewald, Lynarstr. 1,
und Dipl.-Ing. H. Stehmann, Nürnberg 2,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität: Tschechoslowakei vom 28. März 1958 (Nr. PV 1653-58)
Jifi Teichman, Sumperk (Tschechoslowakei), ist als Erfinder genannt worden
Die angeführten Schwierigkeiten entfallen bei der erfindungsgemäßen Ausbildung, welche die Verlängerung
der Sollbahn, die durch das Einlegen von
as Segmenten mit umgekehrtem Feldsinne entstanden ist,
beseitigt und damit eine wesentliche Verkleinerung der Gesamtabmessungen des Beschleunigers erzielt,
ferner die Anordnung der erwähnten Reihe von gesonderten Erregerwicklungen entbehrlich macht,
konstruktiv und erzeugungsgemäß einfacher ist und dabei alle notwendigen Eigenschaften des Feldes,
z. B. die Fokussierung, beibehält.
Die Erfindung betrifft also ein Elektronenzyklotron, welches mit einem räumlich modulierten, azimutal
veränderlichen, inhomogenen Magnetfeld ausgestattet ist, durch dessen Modulator die Stabilisierung
der Elektronen auf der Sollbahn bewirkt wird. Die Besonderheit desselben besteht gemäß der Erfindung
darin, daß die Inhomogenitäten des Magnetfeldes auf den die Laufbahn der Elektronen umhüllenden
Flächen als Schraubenlinien oder als schraubenförmige Spiralen verlaufen.
Die magnetischen Modulations-Inhomogenitäten können durch Profilierung der inneren Wandungen
des Polschuhes, durch entsprechend gestaltete Modulationsspulen oder durch in den Polschuhen ausgesparte
Luftspalte erzeugt werden. Schließlich können diese magnetischen Modulations-Inhomogenitäten aus
einem magnetisch nichtleitenden Material gebildet werden, welche auf die inneren Wandungen des Polschuhes
aufgesetzt sind und wellenförmiges Profil aufweisen.
109 738/342
Gegenüber den bekannten Einrichtungen dieser Art weist der Anmeldungsgegenstand einen fortschrittlichen
Unterschied auf. Bei der bekannten Thomas- oder Spiralfokussierung sind die Modulations-Inhomogenitäten
in Form einer flachen Spirale, d. h. einer Spirale mit zunehmendem Radius, ausgebildet.
Beim Gegenstand der Erfindung verlaufen dagegen die Modulations-Inhomogenitäten nach Schraubenlinien
oder schraubenförmigen Spiralen. Dieser hat den Vorteil, daß man eine konstante Umlauffrequenz
der elementaren Teilchen erlangt, was bei der »Thomas-Fokussierung« nicht mögüch ist.
Ausführungsbeispiele eines Magnetkreises für Beschleuniger gemäß der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt, von denen
Fig. 2 schematisch eine perspektivische Ansicht auf den Magnet des Beschleunigers zeigt, dessen
vordere Hälfte der besseren Anschauung halber weggenommen ist;
Fig. 3 ist das Detail eines Schnittes durch den Magnet der Fig. 2;
Fig. 4, 5 und 6 zeigen verschiedene Ausführungsformen.
In Fig. 2 bezeichnet 1 den ringförmigen Magnet des Beschleunigers, in dessen Nut die Vakuumkammer
6 eingelegt ist und welcher durch die Wicklung 5 erregt wird. Die Achse des Beschleunigers ist mit 7
bezeichnet. In Fig. 3, welche einen Schnitt durch den Magnet im Detail darstellt, sind 2 und 3 die Polschuhe
des Ringmagnets, welche auch mehrteilig sein können. Die Wände des Polschuhes 2 bilden eine
Nut, in welcher die Vakuumkammer 6 untergebracht ist. Der Magnetkreis wird durch die Wicklung 5 erregt.
Die inneren Wandungen des Polschuhes 2 sind mit Profilierungen 4 von halbkreisförmigem Querschnitt
versehen, welche entlang einer Schraubenlinie verlaufen. Die Profilierungen 4 bilden entweder ein
Ganzes mit dem Polschuh 2 oder sind mit dessen inneren Wandungen durch Schrauben, Nieten oder
auf eine andere, eine dichte mechanische Verbindung sichernde Art verbunden. Die Profilierungen 4 bewirken
azimutale Inhomogenitäten des durch die Polschuhe 2 und 3 erzeugten Führungsfeldes und fokussieren
die in der Vakuumkammer 6 sich bewegenden Teilchen.
Profilierungen können entsprechend den an das Führungsfeld gestellten Anforderungen auch auf einer
anderen Rotationsfläche als auf einem Zylinder ausgebildet sein, und dies ist auf Fig. 4 dargestellt, für
weiche die gleichen Bezeichnungen der einzelnen Teile gelten wie für Fig. 3. Diese Figur zeigt rechts
im abgesonderten unteren Teil noch eine weitere mögliche Querschnittsform der Profilierungen. Die
Ausbildung des Querschnittes der Profilierungen richtet sich nach den an das Fokussierungsfeld gestellten
Anforderungen.
Eine weitere Ausführungsmöglichkeit einer lokalen azimutalen Inhomogenität zeigt Fig. 5. Diese wird in
diesem Fall durch besondere Modulationsspulen 8 gebildet, welche in Form einer Schraubenlinie auf
dem Zylinder oder einer anderen Rotationsfläche ausgebildet sind, je nach den Anforderungen an die
Eigenschaften des Führungs- und Fokussierungsfeldes. Die eine Schraubenlinie beschreibenden azimutalen
Inhomogenitäten können auch so ausgebildet sein, daß der in Fig. 2 dargestellte Ringmagnet 1, welcher
in dieser Variante nicht mit Profilierungen 4 versehen ist, in einige Segmente zerschnitten wird, und zwar
so, daß die Schnitte auf der Rotationsfläche als Schraubenlinien verlaufen. Die Schnitte bilden im
Magnet 1 schraubenförmige Spalte, in denen Streu-Randfelder entstehen, durch welche das Führungsfeld azimutal moduliert wird. Es werden damit die
erforderlichen Eigenschaften des magnetischen Feldes
ίο erzielt.
Statt der Profilierung oder Modulationsspulen können die Modulations-Inhomogenitäten durch Einlagen
aus einem magnetisch nichtleitenden Material gebildet werden. Die Einlagen werden in die inneren
Wandungen des Polschuhes eingesetzt und weisen ein wellenförmiges Profil auf. Diese Alternative ist
in der Zeichnung nicht dargestellt.
Schließlich ist es auch möglich, ein Führungs- und Fokussierungsfeld ohne Polschuhe zu erzeugen, wie
in Fig. 6 dargestellt. Bei dieser Ausbildung werden statt des Magnets 1 zur Erzeugung des Führungsfelds nur Spulen 9, 10 verwendet, wobei die Spule 9
auf der inneren Seite mit Modulationsspulen 11 versehen ist, welche wiederum in Form von Schraubenlinien
verlaufen, gleich den Profilierungen in 3, 4 und 5.
Dem Fachmann ist klar, daß man die Konstruktion eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Magnetkreises
verschiedentlich ändern kann, ohne das Wesen der Erfindung zu ändern, z. B. indem man den
Magnet als permanenten Magnet ausführt usw.
Claims (5)
1. Elektronenzyklotron, ausgestattet mit einem räumlich modulierten, azimutal veränderlichen,
inhomogenen Magnetfelde, durch dessen Modulation die Stabilisierung der Elektronen auf der
Sollbahn bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Inhomogenitäten des Magnetfeldes als
Schraubenlinien oder als schraubenförmige Spiralen auf Flächen, welche die Laufbahn der
Elektronen umhüllen, verlaufen.
2. Elektronenzyklotron nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetischen
Modulations-Inhomogenitäten des Grundfeldes durch entsprechend gestaltete Profilierung (4) der
inneren Wandungen des Polschuhs (2) erzeugt werden.
3. Elektronenzyklotron nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetischen
Modulations-Inhomogenitäten durch entsprechend gestaltete Modulationsspulen (8 oder 11) erzeugt
werden.
4. Elektronenzyklotron nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetischen
Modulations-Inhomogenitäten durch in den Polschuhen ausgesparte Luftspalte erzeugt werden.
5. Elektronenzyklotron nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetischen
Modulations-Inhomogenitäten durch Einlagen aus einem magnetisch nichtleitenden Material gebildet sind, welche in die inneren
Wandungen des Polschuhs eingesetzt sind und wellenförmiges Profil aufweisen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS165358 | 1958-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1116838B true DE1116838B (de) | 1961-11-09 |
Family
ID=5351421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET16461A Pending DE1116838B (de) | 1958-03-28 | 1959-03-26 | Elektronenzyklotron |
Country Status (4)
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| CH (1) | CH369527A (de) |
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| FR (1) | FR1230036A (de) |
| GB (1) | GB878812A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3345392A1 (de) * | 1983-12-15 | 1985-06-27 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | Magnetjoch fuer elektrische multipolmagnete, insbesondere dipolmagnete |
-
1959
- 1959-03-25 CH CH7123959A patent/CH369527A/de unknown
- 1959-03-26 DE DET16461A patent/DE1116838B/de active Pending
- 1959-03-28 FR FR790719A patent/FR1230036A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB878812A (en) | 1961-10-04 |
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