DE1115845B - Plasma-Eingrenzungs-Vorrichtung - Google Patents
Plasma-Eingrenzungs-VorrichtungInfo
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- H05H1/00—Generating plasma; Handling plasma
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- H05H1/12—Arrangements for confining plasma by electric or magnetic fields; Arrangements for heating plasma using externally-applied magnetic fields only, e.g. Q-machines, Yin-Yang, base-ball wherein the containment vessel forms a closed or nearly closed loop
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
C 21571 Vmc/21g
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 26. OKTOBER 1961
Die Erfindung betrifft eine Plasma-Eingrenzungs-Vorrichtung mit einem ringförmigen evakuierten
Gefäß, mit Mitteln zur Erzeugung eines Magnetfeldes, dessen Feldlinien im wesentlichen parallel zu den
Wänden im Inneren des Gefäßes verlaufen, mit magnetischen Spiegeln, die zur Einschnürung der
magnetischen Feldlinien in vorgegebenen räumlichen Abständen um das ringförmige Gefäß verteilt sind,
und mit Mitteln zur Füllung des Gefäßes mit Plasma.
Bekannt ist, daß derartige Vorrichtungen als Erzeuger von Neutronen oder Kernenergie verwendet
werden können, wenn es gelingt, die Teilchen über eine hinreichend lange Zeitperiode einzugrenzen, so
daß die Kernreaktionen durch Zusammenstöße zwischen den Teilchen, die auf sehr hohen Temperaturen
gehalten werden, Zeit haben, mindestens so viel Energie zu erzeugen, wie das Plasma durch die
üblichen Verluste, die in derartigen Vorrichtungen auftreten, wie durch Bremsstrahlung, Zusammenstöße
mit den Gefäßwänden, Verunreinigungen u. dgl., verliert.
Eine der am meisten verwendeten Arten zur Erzeugung einer derartigen Eingrenzung besteht darin,
den mit Plasma gefüllten Innenraum des Gefäßes innerhalb eines magnetischen Feldes mit zeitlich
konstanter Feldstärke an jedem Punkt, dessen Feldlinien im wesentlichen parallel zu den Wänden verlaufen,
von denen das Plasma isoliert werden soll, anzuordnen. Es ist auch bekannt, in derartigen Einrichtungen,
die Gefäße mit linearer Form aufweisen, an den Enden dieses Gefäßes Einschnürungen der
magnetischen Feldlinien, sogenannte »magnetische Spiegel« oder »magnetische Flaschenhälse« mit Hilfe
zusätzlicher Magnetspulen, die an den Stellen dieser Hälse oder Verschlüsse der magnetischen Flaschen
ein stärkeres magnetisches Feld hervorrufen, zu erzeugen. Diese zusätzlichen Wicklungen können
prinzipiell entfallen, wenn das Gefäß ringförmig ist, da auf Grund der Geschlossenheit des Innenraumes
in sich selbst die Axialbewegung der Teilchen nur eine zyklische Umlaufbewegung derselben zur Folge
hat und nicht ein Entweichen derselben in Richtung auf die Wände hin bedeutet. Dieses Entweichen sollen
die magnetischen Spiegel in einem linearen Gefäß verhindern, zumindest was das Entweichen der
Teilchen in Längsrichtung betrifft. Es wurde jedoch festgestellt, daß es auch bei einem ringförmigen Gefäß
vorteilhaft ist, magnetische Spiegel vorzusehen, die an bestimmten Punkten über den Umfang des Ringkörpers
verteilt sind, um die zyklische Umlaufbewegung zu verringern. Dadurch sollen Bewegungen
der gesamten Plasmamasse verhindert werden, da Plasma -Eingrenzungs -Vorrichtung
Anmelder:
Compagnie Generale de Telegraphie sans FiI, Paris
Vertreter: Dr. W. Müller-Bore
und Dipl.-Ing. H. Gralfs, Patentanwälte,
Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Beanspruchte Priorität: Frankreich vom 2. Juni 1959 (Nr. 796 319)
Jean-Michel Dolique, Paris, ist als Erfinder genannt worden
diese sich ungünstig auswirken, wie in der Praxis in bezug auf die Aufrechterhaltung hoher Temperaturen
und die Stabilität des Systems leicht gezeigt werden kann.
Jedoch auch bei einem Ringgefäß mit magnetischen Spiegeln, die an bestimmten Punkten längs des
Umfangs des Ringes verteilt sind, sind die Bewegungen des gesamten Plasmas und davon herrührende
Unstabilitäten nicht unterdrückt, und zwar auf Grund der unvollkommenen Dichtheit der magnetischen
Flaschenhälse, die derart miteinander verbunden sind, daß sie eine in sich selbst geschlossene Kette, d. h.
eine endlose Kette bilden. Ziel der Erfindung ist, diese Dichtheit zu verbessern, derart, daß die Plasmabewegungen
innerhalb jeder magnetischen Flasche so selbständig (unabhängig) wie möglich sind.
Es ist bekannt, daß die Verluste durch Entweichen aus den magnetischen Flaschenhälsen bei Teilchen
auftreten, deren Geschwindigkeitsvektor mit der Achse einen Winkel Θ bildet, welcher kleiner als der
wie folgt ausgedrückte Grenzwert dafür ist:
<9m = arc sin
Dabei ist Bm die magnetische Feldstärke innerhalb
des Bereiches der Spiegel und B0 die magnetische
109 710/406
Claims (1)
- 3 4Feldstärke im mittleren Bereich zwischen zwei Flaschen in Form einer geschlossenen Kette gebildetSpiegeln. Es besteht daher ein Interesse, die Quer- werden. Bezugsnummer 5 kennzeichnet herkömmlichekomponente des Geschwindigkeitsvektors der Teilchen Pumpmittel und Bezugsnummer 6 herkömmliche Mittelzu vergrößern, so daß dieser den Kegel, innerhalb zur Plasmazuführung. Das von den Plasmazuführungs-dessen Entweichen von Teilchen stattfindet und an 5 mitteln 6 zugeführte Plasma wird innerhalb der magne-dessen Scheitelpunkt der Halbwinkel gleich Θη ist, tischen Flaschen durch deren Feldlinien 3 eingegrenzt,verläßt. Erfindungsgemäß ist in der Ebene jeder Spule 2Erfindungsgemäß wird diese Erhöhung der Quer- ein Elektrodenpaar 7 und 8 vorgesehen, dessen geschwindigkeit dadurch verwirklicht, daß innerhalb Elektroden einander in radialer Richtung des Zylinderdes im Inneren des ringförmigen Gefäßes enthaltenen io ringes 1 gegenüberliegen und beispielsweise in die Plasmas ein Muster oder System von stehenden Wände des Gefäßes 1 eingelassen sind. Ein elektrotransversalen hydromagnetischen Wellen, sogenannter magnetisches Feld wird den Elektroden 7 und 8 jedes AIfven-Wellen, deren Schwingungsbäuche in den Elektrodenpaares von einer Quelle 9 geeigneter Bauart, Einschnürungsebenen der magnetischen Spiegel liegen, die mit den Elektroden 7 und 8 gegenphasig verbunden errichtet wird. Ein wechselnder Vektor, der senkrecht 15 ist, zugeführt. Alle Elektroden 7 einerseits und alle zum Krümmungsradius der Meridianschnitte des Elektroden 8 andererseits werden gleichphasig durch ringförmigen Gefäßes verläuft, wird Massentransport- die gleiche Quelle 9 erregt. Wird die Frequenz der vektor genannt und ist diesen Wellen zugeordnet. Es Quelle 9 geeignet gewählt, so wird ein transversales ist bekannt, daß ein derartiger Vektor aus den elektromagnetisches Feld zwischen jedem Elektroden-Teilchen-Geschwindigkeitsvektoren entsteht. Ist dieser 20 paar 7 und 8 errichtet, das innerhalb des Plasmas Vektor transversal gerichtet, so ist die Verteilung der stehende transversale hydromagnetische Wellen erregt, Teilchengeschwindigkeiten zugunsten des transversalen deren Schwingungsbäuche in den Ebenen der Ein-Geschwindigkeitsvektors, der dem Plasmafiuß durch schnürungen 4 liegen.die Hälse der magnetischen Flaschen entgegenwirkt, Typische Zahlenwerte für eine praktische Ausabgewandelt. 25 führung einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sindBei einer Ausführungsform gemäß der Erfindung folgende:
werden die transversalen hydromagnetischen Wellendurch ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld, Anzahl der Spulen 2 6welches einem in der Ebene oder Fläche jedes Spiegels Außenradius des Zylinderringes R Imeinander gegenüberliegendem Elektrodenpaar zu- 30 .geführt wird, erzeugt. Innenradius des Zylmderrrnges r 0,8mEin weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, Magnetfeld B0 im Mittelbereich zwischenmöglichst sehr hohe Temperaturen innerhalb des hier zwei Wicklungen 2 10 000 Gvorgeschlagenen Systems zu erreichen und aufrecht- Frequenz des Generators 9 25OkHzzuerhalten und damit die Aussicht, Kernenergie als 35Folge von Zusammenstößen zwischen Plasmateilchen Gas von Quelle 6 Deuteriumzu erhalten, zu erhöhen.Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Es ist jedoch klar, daß die im vorstehenden ge-SchafFung eines Systems, das zyklische Bewegungen gebene Beschreibung, die Zeichnung und die Zahlender gesamten Plasmamasse innerhalb eines endlosen 40 werte nur zu Erläuterungszwecken gegeben sind und Eingrenzungsraumes wirksam verringert oder ver- nicht als Beschränkung der vorliegenden Erfindung hindert. angesehen werden, da viele Änderungen und Ab-Die Merkmale und Vorteile der Vorrichtung gemäß Wandlungen im Rahmen der Idee und des Umfangsder Erfindung werden durch die nachstehende Be- der Erfindung möglich sind.
Schreibung in Verbindung mit der Zeichnung, welche 45
nur ein Ausführungsbeispiel zeigt, näher erläutert.Fig. 1 ist ein Querschnitt einer Ausführungsform p feiner Vorrichtung gemäß der Erfindung; PATENTANSPRÜCHE.Fig. 2 ist ein Querschnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1.In der Zeichnung bezeichnen gleiche Bezugsnummern 50 1. Plasma-Eingrenzungs- Vorrichtung mit einem entsprechende Teile der beiden Ansichten. Bezugs- ringförmigen evakuierten Gefäß, mit Mitteln zur nummer 1 in Fig. 1 bezeichnet ein zylinderringförmiges Erzeugung eines Magnetfeldes, dessen Feldlinien Gefäß, das beispielsweise aus »Pyrex« besteht. Ein im wesentlichen parallel zu den Wänden im magnetisches Längsfeld 3 mit Einschnürungen der Inneren des Gefäßes verlaufen, mit magnetischen magnetischen Feldlinien an in Abstand voneinander 55 Spiegeln, die zur Einschnürung der magnetischen liegenden Punkten längs des Umfangs des Zylinder- Feldlinien in vorgegebenen räumlichen Abständen ringes 1 wird durch geeignete bekannte Mittel im um das ringförmige Gefäß verteilt sind, und mit Inneren des Gefäßes 1 erzeugt. Diese Mittel können Mitteln zur Füllung des Gefäßes mit Plasma, z. B. aus sechs Magnetspulen oder -wicklungen 2 gekennzeichnet durch Mittel zur Errichtung eines gebildet werden, welche in regelmäßigem Abstand 60 Musters stehender transversaler hydromagnetischer um den Zylinderring 1 angebracht sind und von Wellen, deren Schwingungsbäuche in den Eingeeigneten (nicht dargestellten) Energiequellen ge- schnürungsebenen der magnetischen Spiegel liegen, speist werden, derart, daß Feldlinien 3 erzeugt werden, 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gedie längs der kreisförmigen Achse des Gefäßes 1 kennzeichnet, daß in der Ebene jedes magnetischen gleiche Richtung haben. Die Feldlinien 3 zeigen dabei 65 Spiegels ein Paar einander gegenüberliegender Einschnürungen an Punkten 4, die in der Ebene der Elektroden (7, 8), deren Oberflächen im wesent-Spulen 2 liegen und zwischen den Spulen 2 derart liehen parallel zu den Gefäßwänden verlaufen, divergieren, daß wirkungsvoll sechs magnetische angebracht ist und daß eine hochfrequente Energie-quelle (9) zur gegenphasigen Speisung der entsprechenden Elektroden jedes Paares mit diesen verbunden ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Elektrode jedes Paares mit anderen übereinstimmenden Elektroden anderer Paare zwecks gleichphasiger Speisung durch die Energiequelle verbunden ist.4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gefäßwände aus isolierendem Material bestehen und die Elektroden (7, 8) in diese Wände eingelassen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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