DE4000666A1 - Elektromagnet fuer teilchenbeschleuniger - Google Patents
Elektromagnet fuer teilchenbeschleunigerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Elektromagneten für einen
Teilchenbeschleuniger, insbesondere den Aufbau eines Ab
lenkelektromagneten.
Fig. 1 zeigt in Draufsicht beispielsweise den Teilchenbe
schleuniger gemäß der Veröffentlichung "Superconducting
Racetrack Electron Storage Ring and Coexistent Injector
Microtron for Synchrotron Radiation" von Yoshikazu
Miyahara, Koji Takata und Tetsyta Nakanishi, Technical
Report Nr. 21 der ISSP vom September 1984, veröffentlicht
vom Japan Chemical Engineering Information Center.
Bei dem gezeigten Teilchenbeschleuniger werden geladene
Teilchen in einem den Teilchenbeschleuniger bildenden Spei
cherring 1 gespeichert. Diese geladenen Teilchen (z. B.
Elektronen) werden entlang einem Einfallsstrahlrohr 2 in
den Speicherring 1 eingeschossen. Dieser Teilchenbeschleu
niger ist mit Ablenkelektromagneten 3 ausgerüstet, die eine
stabile Umlaufbahn 4 durch Ablenkung der geladenen Teilchen
bilden und durch die Kombination von Ablenkspulen in der
nachstehend beschriebenen Weise gebildet sind.
Strahlungsrohre 5 dienen der Extraktion von Strahlung, die
erzeugt wird, wenn die geladenen Teilchen in den Ablenk
elektromagneten abgelenkt werden. Diese Strahlung, die als
Synchrotronstrahlung bzw. Synchrotronbahnstrahlung bezeich
net wird, wird extrahiert und für lithografische Zwecke
etc. genützt. Im allgemeinen sind viele Strahlungsrohre 5
entlang den Ablenkelektromagneten 3 vorgesehen, um den Wir
kungsgrad des Beschleunigers zu steigern. In der Zeichnung
ist jedoch jeder Ablenkelektromagnet 3 nur mit einem Strah
lungsrohr gezeichnet.
Vierpolelektromagnete 6 dienen der Fokussierung der gela
denen Teilchen im Speicherring 1, und Sechspolelektroma
gnete 7 dienen der Korrektur etwaiger nichtlinearer Magnet
felder oder Abweichungen der Ablenkelektromagnete 3. Ein
HF-Hohlraum 8 gleicht Energieverluste der geladenen Teil
chen infolge der Strahlungsemission aus, so daß sie wieder
auf ein vorbestimmtes Energieniveau beschleunigt werden.
Eine Stoßeinrichtung 9 verschiebt die stabile Umlaufbahn 4
beim Einschießen geladener Teilchen entlang dem Einfalls
strahlrohr 2, um dadurch den Eintritt neuer geladener Teil
chen zu fördern. Eine Vakuumkammer 10 dient als Führung für
die geladenen Teilchen, ein Einlenkkondensator 11 unter
sützt den Eintritt der geladenen Teilchen in den Speicher
ring 1 entlang dem Einfallsstrahlrohr 2, und eine Vakuum
pumpe 12 dient der Unterhaltung eines guten Vakuums in der
Vakuumkammer 10. Diese Bauelemente sind entlang der stabi
len Umlaufbahn 4 angeordnet. Die Vakuumkammer 10 ist mecha
nisch hochfest und besteht aus rostfreiem Stahl, der ohne
weiteres zum Entfernen von Gasen ausheizbar ist. Ein Ultra
hochvakuum wird von der Vakuumpumpe 12 im Innenraum
dieser Vakuumkammer 10 unterhalten, so daß die geladenen
Teilchen nicht mit den Gasmolekülen kollidieren und Energie
verlieren, was ihre Lebensdauer verkürzen würde.
Die Fig. 2-4 sind eine Perspektivansicht, eine Draufsicht
bzw. eine Seitenansicht, die einen der Ablenkelektromagnete
3 von Fig. 1 zeigen.
Der gezeigte Ablenkelektromagnet 3 besteht aus zwei supra
leitenden Spulen, und zwar einer oberen und einer unteren
Spule 31 und 32. Da diese Spulen eine ultrahohe Magnetkraft
ausüben, nehmen sie eine Luft-Eisenkern-Struktur ohne
Eisenkerne an. Die Pfeile m 1 und m 2 bezeichnen die Richtung
der elektrischen Ströme in den Spulen 31 und 32, und ein
Pfeil n bezeichnet die Richtung des Elektronenstrahls auf
der stabilen Umlaufbahn 4. Aus den Fig. 3 und 4 ist ersicht
lich, daß die stabile Umlaufbahn 4 in einer Ebene einer
Polarkoordinate R R (z = 0) durch einen Halbkreis ρ 0 und
damit verbundene Geraden darstellbar ist. Dabei bezeichnen
ρ 1 und ρ 2 den Innen- bzw. den Außenradius der bananen
förmigen Spulen 31 und 32.
Nachstehend wird der Betrieb des konventionellen Teilchen
beschleunigers nach den Fig. 1-4 beschrieben.
Die entlang dem Einfallsstrahlrohr 2 in den Speicherring 1
eingeschossenen geladenen Teilchen werden impulsartig von
dem Einlenkkondensator 11 abgelenkt, und ihre Umlaufbahn
wird von der Verschiebeeinrichtung 9 verschoben. Damit zir
kulieren die geladenen Teilchen zuerst auf einer Umlaufbahn,
die von der stabilen Umlaufbahn 4 etwas abweicht. Nach meh
reren Bahnumläufen laufen sie auf der stabilen Umlaufbahn 4
in der mit dem Pfeil n bezeichneten Richtung um. Diese
stabile Umlaufbahn 4 ist durch die Art der Anordnung der
Ablenkelektromagnete 3 und der Vierpolelektromagnete 6
bestimmt. Das Hauptmagnetfeld, das in der oberen und der
unteren Spule 31 und 32 von den elektrischen Strömen in
Richtung m 1 und m 2 erzeugt wird, verläuft in -Z (-Y)-Rich
tung, und der auf der stabilen Umlaufbahn fließende elektri
sche Strom fließt entgegengesetzt zu der Elektronenstrahl
richtung n. Infolgedessen wirkt auf die geladenen Teilchen,
d. h. auf den Elektronenstrahl, der zwischen der oberen und
der unteren Spule 31 und 32 durchläuft, eine elektromagne
tische Kraft in -R-Richtung entsprechend der Linke-Hand-
Regel, und der Elektronenstrahl wird mit einer Krümmung mit
dem Radius ρ 0 gebogen. Der Radius ρ 0 dieser stabilen
Umlaufbahn 4 kann durch die folgende Gleichung ausgedrückt
werden:
ρ 0 = P/(e · By) (1),
wobei P der Impuls der Elektronen, e die Ladung der Elek
tronen und By das erzeugte Magnetfeld in Richtung der
Y-Achse der oberen und unteren Spule 31, 32 ist.
Die Y-Achse ist eine Achse, die parallel zu der Z-Achse
verläuft, die mit der stabilen Umlaufbahn 4 in Beziehung
steht, und die X-Achse, die nachstehend beschrieben wird,
ist eine Achse in der gleichen Richtung wie der Radius R
der Polarkoordinate in bezug auf die stabile Umlaufbahn 4.
Der HF-Hohlraum 8 beschleunigt die geladenen Teilchen, und
die Sechspolelektromagnete 7 korrigieren etwaige Ungleich
mäßigkeiten in Radialrichtung der Magnetfelder der Ablenk
elektromagnete 3, etwaige Abweichungen etc.
Wenn die auf der stabilen Umlaufbahn 4 umlaufenden geladenen
Teilchen somit von den Magnetfeldern der Ablenkelektromag
nete 3 abgelenkt werden, tritt die elektromagnetische
Welle infolge der Bremsstrahlung als Strahlung aus den
Strahlungsrohren 5 in Tangentialrichtungen der stabilen
Umlaufbahn 4 aus.
Da der Elektronenstrahl um die stabile Umlaufbahn 4 eine
Betatronschwingung ausführt, wird allgemein eine gleichför
mige Magnetfeldverteilung (ein guter Magnetfeldbereich) von
ca. 10-4 bis 10-3 in einer Richtung benötigt, die senkrecht
zur Elektronenstrahlrichtung n ist (im wesentlichen in der
Richtung R, d. h. der Richtung der X-Achse), und zwar über
einen Bereich von mehreren cm oder mehr um die zentrale
Umlaufbahn. Wenn die Magnetfeldverteilung der supraleitenden
Ablenkspulen 31 und 32 ungleichmäßig ist, weicht die stabi
le Umlaufbahn des Elektronenstrahls vom Mittelpunkt der
oberen und der unteren Spule 31 und 32 ab. Wenn diese Ab
weichung einen vorbestimmten Wert überschreitet, trifft der
Elektronenstrahl auf die Vakuumkammer 10 auf und ist ver
loren.
Fig. 5 ist ein Diagramm, das die durch Berechnung erhaltene
Verteilung des Magnetfelds By im Ablenkelektromagneten 3 in
R-Richtung bzw. in Richtung der X-Achse zeigt. Wenn der
Innenradius ρ 1 und der Außenradius ρ 2 der oberen bzw. der
unteren Spule 31 und 32 mit 315,8 mm bzw. 675,8 mm ange
nommen wird, zeigt das Diagramm den Wert von (By-By 0)/By 0
als Prozentsatz bei einem Abstand von 252 mm zwischen der
oberen und der unteren Spule 31 und 32. Dabei bezeichnet
By 0 das Zentrum der stabilen Umlaufbahn 4, d. h. ω = 50 mm.
Die radiale Lage der stabilen Umlaufbahn 4 von R = ρ 0
(x = 0) gemäß der Gleichung (1) ist dabei:
ρ 0 = 495,8 mm.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß die Position, an der das
Magnetfeld By seinen Peak hat, eine Position ist, an der
der Radius etwas größer als R = ρ 0 (die Außenseite) ist,
wenn R = 90°. Je näher R an 0° liegt, umso näher liegt
die Peak-Position an der Seite des Innendurchmessers ρ 1
(der Innenseite). Selbst wenn also die stabile Umlaufbahn 4
für den Elektronenstrahl unveränderlich ist, ändert sich
der Absolutwert des Magnetfeldes, dem der Strahl auf der
stabilen Umlaufbahn 4 ausgesetzt ist, beträchtlich zwischen
dem Eintritt der Ablenkelektromagnete 3 und dem zentralen
Abschnitt. Diese Änderung ergibt sich durch die bananen
artige Form der oberen und der unteren Spule 31 und 32.
Fig. 6 zeigt im Schnitt beispielsweise einen Führungsmagnet
in dem Teilchenbeschleuniger gemäß "Designing UVSOR Storage
Rings" No. UVSOR-9, Dezember 1982, Molecular Science In
stitute.
Bei dem gezeigten Führungsmagneten hat ein Eisenkern 13 ein
Rücklaufjoch 14 und Magnetpole 15. Eine Spule 16 ist um das
Rücklaufjoch 14 gewickelt, und die genannten Magnetpole 15
sind mit einer dazwischen befindlichen Vakuumkammer 10
angeordnet. Geladene Teilchen 17 passieren diese Vakuum
kammer 10 entlang einer stabilen Umlaufbahn 4.
Fig. 7 ist eine Seitenansicht des Führunqsmagneten von Fig.
6. Das Rücklaufjoch 14 hat eine Breite von z. B. 100 mm,
und die Spule 16 hat eine Breite W 2 von z. B. 300 mm.
Nachstehend wird der Betrieb des Führungsmagneten für einen
Teilchenbeschleuniger der obigen Konstruktion beschrieben.
Wenn der Spule 16 Strom zugeführt wird, wird zwischen den
Magnetpolen 15 in Horizontal- oder Vertikalrichtung je nach
der Einbaurichtung der Magnetpole 15 ein Magnetfeld er
zeugt. Der Führungsmagnet übt in Richtung des Vektorpro
dukts des zwischen den Magnetpolen 15 erzeugten Magnetfel
des und des elektrischen Stroms infolge der Bewegung der
zwischen den Magnetpolen 15 durchlaufenden geladenen Teil
chen 17 eine elektromagnetische Kraft aus, wodurch die
Umlaufbahn der Teilchen geringfügig abgelenkt wird. Norma
lerweise werden Führungsmagnete gemeinsam mit Ablenkelek
tromagneten 3 und Vierpolelektromagneten 6 etc. in einem
Teilchenbeschleunigungsring, einem Teilchenspeicherring
etc. eingesetzt. In solchen Fällen weisen sämtliche Füh
rungsmagnete unabhängige Magnetfeldausgangskomponenten auf,
und die jeweiligen Funktionen dieser Führungsmagnete in
bezug auf die geladenen Teilchen 17 sind gesondert fest
gelegt.
Das Problem bei den Ablenkelektromagneten der konventionel
len Teilchenbeschleuniger der Fig. 1-5 ist, daß der Abso
lutwert der Magnetfelder auf der stabilen Umlaufbahn sich
von einer Position zur anderen stark ändert, so daß eine
Abweichung der stabilen Umlaufbahn für den Elektronenstrahl
auftritt. Ferner ergibt sich, wie die Fig. 6 und 7 zeigen,
folgendes Problem im Fall von Elektromagneten konventionel
ler Teilchenbeschleuniger: Wenn z. B. für jeden Teilchen
speicherring ein einziger Führungsmagnet vorgesehen ist,
muß in Richtung der Teilchenumlaufbahn ein der Breite W 2
(ca. 300 mm) des Führungsmagneten entsprechender Zwischen
raum vorgesehen sein. Da an einem Speicher- oder Beschleu
nigungsring mehrere, in manchen Fällen zehn oder mehr Füh
rungsmagnete angeordnet sind, ist die Umfangslänge des
Rings beträchtlich, so daß ein zu großer Ring resultiert.
Die Erfindung dient dem Ziel der Beseitigung des vorgenann
ten Problems. Es ist somit Aufgabe der Erfindung, einen
Elektromagneten bereitzustellen, der mit raumsparenden Füh
rungsmagneten, kleinen Vierpolspulen zur Fokussierung etc.
ausgestattet ist, sowie einen Elektromagneten anzugeben,
bei dem die Magnetfeldverteilung auf der stabilen Umlaufbahn
dadurch auf eine Sollbedingung einstellbar ist, daß die
Krümmung der Hauptspule teilweise geändert wird oder daß
die Dicke des Eisenkerns, der sich entlang dieser Haupt
spule diese umgebend erstreckt, an verschiedenen Stellen
auf der stabilen Umlaufbahn verschieden ist.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Ablenk
elektromagnet für einen Teilchenbeschleuniger angegeben,
wobei Hohlräume, durch die eine Vakuumkammer verläuft, in
Klemmplatten des Eisenkerns gebildet sind und diese Hohl
räume kleine Spulen enthalten, die den Eisenkern als Ma
gnetpfad nützen und zur Einstellung der Teilchenumlaufbahn
dienen können. Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung
wird ein Ablenkelektromagnet angegeben, bei dem die Krüm
mung der bananenförmigen Spulen in den Endabschnitten grö
ßer als im Mittenabschnitt ist, wodurch die Magnetfeldver
teilung auf der stabilen Umlaufbahn vergleichmäßigt wird.
Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung ist ein Ablenk
elektromagnet vorgesehen, bei dem die Dicke des Eisenkerns
an verschiedenen Positionen entlang der stabilen Umlaufbahn
für geladene Teilchen verschieden ist, wodurch eine ge
wünschte Magnetfeldverteilung erzielbar ist. Dabei ist ins
besondere zu beachten, daß die erste und die dritte Aus
führungsform der Erfindung nicht auf die Konstruktion der
Ablenkelektromagnete für einen Teilchenbeschleuniger be
schränkt ist, sondern auch bei anderen Arten von Elektro
magneten, die in einen Teilchenbeschleuniger eingebaut
sind, Anwendung finden kann.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen konventionellen
Teilchenbeschleuniger;
Fig. 2 bis 4 eine Perspektivansicht, eine Draufsicht und
eine Seitenansicht der oberen und unteren
Spule eines Ablenkelektromagneten in dem Be
schleuniger von Fig. 1;
Fig. 5 ein Diagramm, das die durch numerische Berech
nung erhaltene Magnetfeldverteilung der Spu
lenanordnung von Fig. 4 zeigt;
Fig. 6 eine Vorderansicht eines Beispiels eines Füh
rungsmagneten in einem konventionellen Teil
chenbeschleuniger;
Fig. 7 eine Seitenansicht des Führungsmagneten von
Fig. 6;
Fig. 8 eine Perspektivansicht eines Ablenkelektroma
gneten gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der ersten Ausführungsform der Erfindung, der
mit Führungsmagneten ausgestattet und in einem
Teilchenbeschleuniger verwendbar ist;
Fig. 9 einen Schnitt IX-IX von Fig. 8;
Fig. 10 eine größere Perspektivansicht eines verstärk
ten Endabschnitts des Ablenkmagneten von Fig.
9;
Fig. 11 eine teilweise Vorderansicht eines Führungs
magneten, der in einem Ablenkelektromagneten
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der
ersten Ausführungsform der Erfindung vorge
sehen ist;
Fig. 12 einen Schnitt XII-XII von Fig. 11;
Fig. 13 eine teilweise Vorderansicht eines Vierpol-
Fokussierelektromagneten, der in einem Ablenk
elektromagneten gemäß einem dritten Ausfüh
rungsbeispiel der ersten Ausführungsform der
Erfindung vorgesehen ist;
Fig. 14 einen Schnitt XIV-XIV nach Fig. 13;
Fig. 15 eine perspektivische Explosionsansicht eines
Führungsmagneten, der an einem Ablenkelektro
magneten gemäß einem vierten Ausführungsbei
spiel der ersten Ausführungsform der Erfindung
zu befestigen ist;
Fig. 16 eine teilweise Vorderansicht des Führungs
magneten von Fig. 15 nach der Montage;
Fig. 17 und 18 eine Vorder- und eine Seitenansicht der Haupt
spule eines Ablenkelektromagneten gemäß einem
ersten Ausführungsgbeispiel der zweiten Aus
führungsform der Erfindung;
Fig. 19 ein Diagramm, das die durch numerische Berech
nung erhaltene Magnetfeldverteilung der Spule
von Fig. 17 zeigt;
Fig. 20 eine Perspektivansicht eines Ablenkelektroma
gneten für einen Teilchenbeschleuniger gemäß
einem ersten Ausführungsbeispiel der dritten
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 21 bis 23 Schnitte XXI-XXI, XXII-XXII bzw. XXIII-XXIII
nach Fig. 20;
Fig. 24 einen Schnitt durch einen Ablenkelektromagne
ten gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der dritten Ausführungsform der Erfindung;,
Fig. 25 einen Schnitt durch einen Ablenkelektromagne
ten gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der dritten Ausführungsform der Erfindung; und
Fig. 26 einen Schnitt durch einen Ablenkelektromagne
ten gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel
der dritten Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 8 zeigt einen Ablenkelektromagneten gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der ersten Ausführungsform der Erfin
dung. Der gezeigte Elektromagnet weist Klemmplatten 21 auf,
die an Rücklaufjochen 22 befestigt sind zur Bildung eines
Eisenkerns. Eine stabile Umlaufbahn 4 für geladene Teilchen
17 ist so vorgesehen, daß sie durch in den Klemmplatten 21
gebildete Hohlräume 23 verläuft, wobei die geladenen Teil
chen 17 sich auf der stabilen Umlaufbahn 4 bewegen, die
Rennbahnkonfiguration hat. Führungsspulen 24, die Führungs
magnete bilden, sind über und unter jedem Hohlraum 23 vor
gesehen.
Fig. 9 ist ein Schnitt IX-IX von Fig. 8 entlang der die
stabile Umlaufbahn 4 einschließenden Ebene. Mit 31 a und 32 a
sind die die Hauptspule bildenden Spulen bezeichnet, d. h.
die obere und die untere Spule eines Ablenkelektromagneten
3, wobei jede Spule aus einer äußeren und einer inneren
Spule unter Bildung einer Schleife besteht. Die obere und
die untere Spule 31 a und 32 a erzeugen ein Magnetfeld, das
zu der Ebene von Fig. 9 senkrecht ist, so daß die geladenen
Teilchen 17 abgelenkt werden können und die stabile Umlaufbahn
4 gekrümmt werden kann. Die Endabschnitte der Rück
laufjoche 22 sind teilweise verdickt zur Bildung verstärk
ter Endabschnitte 25. Dadurch wird die Querschnittsfläche
des Eisenkerns dort, wo er mit den Klemmplatten 21 verbunden
ist, größer gemacht.
Die Klemmplatten 21 dienen dem Zweck zu verhindern, daß das
von dem Elektromagneten 3 erzeugte Magnetfeld als Streumag
netfeld die mit diesem Elektromagneten 3 in Kontakt be
findlichen Bauteile beeinflußt. Durch die von den Klemm
platten 21 gebildete magnetische Abschirmung ist das durch
den Ablenkelektromagneten 3 vorhandene Streufeld in den Ab
schnitten der stabilen Umlaufbahn 4 vor diesen Klemmplatten
nahezu nicht vorhanden. Die beiden Führungsspulen 24, die
jeden Hohlraum 23 der Klemmplatten 21 umgebend angeordnet
sind, erzeugen ein Magnetfeld, dessen Hauptkomponente senk
recht zu der durch die stabile Umlaufbahn 4 gebildeten Ebene
verläuft. Wegen dieser Magnetfelder empfangen die geladenen
Teilchen 17 eine horizontale Lorentzkraft, die eine Fein
ablenkung der geladenen Teilchen und damit eine Feinein
stellung der stabilen Umlaufbahn 4 bewirkt. Diese Funktion
ist mit derjenigen von konventionellen Führungsmagneten
vollständig identisch. Es ist jedoch zu beachten, daß der
erforderliche Magnetkreis nicht nur durch die Rücklauf
joche, sondern auch durch die Klemmplatten 21 gebildet ist,
die an dem Ablenkelektromagneten 3 befestigt sind. D. h.,
die Klemmplatten 21 dienen nicht nur als magnetische Ab-
schirmplatten, sondern haben außerdem die Funktion eines
Rücklaufjochs und bilden den Magnetkreis eines Führungs
magneten.
Fig. 10 ist eine teilweise weggebrochene perspektivische
Schnittdarstellung der verstärkten Endabschnitte des Ab
lenkelektromagneten 3. Magnetfeldlinien 26 bezeichnen das
Magnetfeld, das erzeugt wird, wenn den oberen und unteren
Spulen 31 a und 32 a der Hauptspule Strom zugeführt wird.
Dort, wo die Magnetfeldlinien 26 dicht sind, ist das Ma
gnetfeld relativ stark, und wo die Magnetfeldlinien 26
geringe Dichte aufweisen, ist das Magnetfeld relativ
schwach. In Fig. 10 ist die Änderung der Dichte der Ma
gnetfeldlinien 26 entsprechend dem Ergebnis einer nicht
linearen dreidimensionalen quantitativen Analyse des Ma
gnetfelds einschließlich der Rücklaufjoche 2 sichtbar
gemacht.
Die Querschnittsfläche der Rücklaufjoche 22 und ihrer ver
stärkten Endabschnitte 25 ist größer als die Querschnitts
fläche der Klemmplatten 21. Infolgedessen ist der magneti
osche Widerstand der Rücklaufjoche 22 und der verstärkten
Endabschnitte 25 sehr klein, so daß die Magnetfeldlinien 26
ohne weiteres passieren können, was dazu führt, daß sich
die meisten Magnetfeldlinien 26 an von den Klemmplatten 21
verschiedenen Bereichen konzentrieren. Mit anderen Worten
heißt das, daß das Magnetfeld um die Klemmplatten 21 herum
ziemlich schwach ist, so daß auch mit dünnen Klemmplatten
ein ausreichender magnetischer Abschirmeffekt erzielbar
ist. Infolgedessen können die Klemmplatten relativ dünn
gemacht werden, so daß der in Richtung der stabilen Umlauf
bahn 4 vorzusehende Raum klein sein kann. Infolgedessen
kann der für den Einbau einer Anzahl Vorrichtungen in der
Richtung der stabilen Umlaufbahn 4 verfügbare Raum vergrö
ßert werden. Somit kann ein kleiner Teilchenbeschleuniger,
z. B. ein kleiner Teilchenbeschleunigungsring oder ein
kleiner Teilchenspeicherring, realisiert werden.
Bei dem in der dreidimensionalen Magnetfeldanalyse verwen
deten Modell betrug die Breite W 3 der Rücklaufjoche 22
450 mm, und die Abmessungen L 1, L 2 der verstärkten Endab
schnitte 25 betrugen 300 mm. Dagegen betrug die Breite W 4
der Klemmplatten 21 nur 150 mm, d. h. ein Drittel der Breite
W 3 der Rücklaufjoche 22. Das Resultat der Magnetfeldanalyse
zeigte, daß bei einer Magnetflußdichte von 4,5 T des zen
tralen Magnetfeldes der oberen und unteren Spule 31 a und
32 a der Hauptspule das Streumagnetfeld vor den Klemmplatten
21 im wesentlichen Null war, so daß ein ausreichender Ma
gnetfeld-Abschirmeffekt erhalten wird.
Bei dem vorstehenden Ausführungsbeispiel sind die Führungs
spulen 24 über und unter jedem Hohlraum 23 angeordnet; sie
können aber auch rechts und links von jedem Hohlraum vor
gesehen sein. In diesem Fall wird von jedem Paar Führungs
spulen 24 ein horizontales Magnetfeld erzeugt, das in der
selben Ebene wie die stabile Umlaufbahn 4 liegt. Aufgrund
der Wechselwirkung zwischen diesen Magnetfeldern und den
geladenen Teilchen 17 wird die stabile Umlaufbahn 4 in Ver
tikalrichtung feineingestellt.
Bei dem vorstehenden Ausführungsbeispiel werden entweder
die horizontalen oder die vertikalen Komponenten des Aus
gangsmagnetfeldes der Führungsmagnete erzeugt; es ist
jedoch auch möglich, wie die Fig. 11 und 12 zeigen (die ein
zweites Ausführungsbeispiel der ersten Ausführungsform der
Erfindung darstellen), Führungsspulen 24 auf sämtlichen
vier Seiten jedes Hohlraums 23 anzuordnen. Die über und
unter jedem Hohlraum 23 vorgesehenen Führungsspulen 24
erzeugen eine Ablenkkraft für die geladenen Teilchen 17 in
Horizontalrichtung und die Führungsspulen 24 rechts und
links von jedem Hohlraum erzeugen eine Ablenkkraft für die
geladenen Teilchen in Vertikalrichtung.
Fig. 13 ist eine teilweise Seitenansicht, die ein drittes
Ausführungsbeispiel der ersten Ausführungsform zeigt, und
Fig. 14 ist ein Schnitt XIV-XIV von Fig. 13. Dabei sind
vier Vierpolmagnetpole 27 a vorgesehen, die von der gleichen
Anzahl Vierpolspulen 27 umgeben sind. Der vorspringende
Teil jedes Vierpolmagnetpols 27 a hat Hyperbelform. Die
Vierpolspulen 27 und die Vierpolmagnetpole 27 a bilden zu
sammen mit dem die Vierpolmagnetpole 27 a umgebenden Teil
der Klemmplatte 21 einen Vierpolelektromagneten für die
Fokussierung geladener Teilchen 17.
Üblicherweise ist ein Vierpolelektromagnet als ein von
anderen Arten von Elektromagneten wie Ablenkelektromagne
ten, die die erforderlichen Bauelemente eines Teilchenbe
schleunigers bilden, unabhängiges Bauelement ausgebildet.
Bei dem vorstehenden Ausführungsbeispiel ist ein Vierpol
elektromagnet unter Nutzung eines Teils des Eisenkerns
eines Ablenkelektromagneten gebildet.
Bei dem vorstehend beschriebenen ersten und dritten Aus
führungsbeispiel sind Führungsspulen 24 und Vierpolspulen
27 direkt an Abschnitten um den Hohlraum 23 jeder Klemmplat
te 21 herum angeordnet; die Hohlräume 23 können aber in
manchen Fällen kleiner sein, was von der Auslegung der Füh
rungsmagnete und der Vakuumkammer 10 abhängt. In solchen
Fällen kann der Vorgang der Montage der Führungsspulen 24
und der Vierpolspulen 27 äußerst schwierig oder sogar un
möglich sein. Die Konstruktion nach Fig. 15 soll dieses
Problem beseitigen.
In Fig. 15 bezeichnet 28 eine Eisenbasis, deren beide End
abschnitte als Keile 28 a ausgebildet sind, wobei die Boden
fläche der Eisenbasis 28 in bezug auf ihre Seitenflächen
einen Winkel von weniger als 80° bildet. Eine Führungsspule
24 ist auf der Oberseite der Eisenbasis 28 mit Befesti
gungselementen 29 befestigt. Die Eisenbasis 28 wird in
Nuten 21 a eingesetzt, die die Paßteile an der Seite der
Klemmplatte 21 bilden, und in diesen Nuten befestigt. Wie
Fig. 16 zeigt, ist die Eisenbasis 28 an der Klemmplatte 21
mit Befestigungselementen 30 festgelegt.
Nachstehend wird die Montagefolge des Ausführungsbeispiels
der Fig. 15 und 16 beschrieben. Zuerst wird in einem Raum
mit viel Platz, also außerhalb des Hohlraums 23, die Füh
rungsspule 24 auf der Eisenbasis 28 befestigt. Dies ist
möglich, weil die Eisenbasis 28 und die Klemmplatte 21 als
getrennte Bauelemente hergestellt sind. Somit kann die Füh
rungsspule 24 auf der Eisenbasis 28 befestigt werden, bevor
letztere an der Klemmplatte 21 montiert wird. Nach der Mon
tage der Führungsspule 24 werden die an beiden Enden der
Eisenbasis bzw. des Eisenkerns 28 gebildeten Keilflächen
28 a in die Nuten 21 a eingefügt, und der Eisenkern 28 wird
an der Klemmplatte 21 mit Hilfe der Befestigungselemente 30
befestigt, die an der Oberfläche der Klemmplatte 21 vorge
sehen sind. Der Zwischenraum zwischen der Unterseite des
Eisenkerns 28 und der Klemmplatte 21 ist sehr klein, so daß
der Magnetkreis in keiner Weise dadurch beeinflußt wird.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 17 und 18 wird eine zweite
Ausführungsform der Erfindung erläutert.
Ein Ablenkelektromagnet gemäß diesem Ausführungsbeispiel
hat eine obere und eine untere Spule 31 a und 32 a. Wie bei
konventionellen Vorrichtungen haben diese Spulen 31 a und
32 a Bananenform. Der jeweilige Innen- und Außenradius ρ 1
und ρ 2 dieser Spulen sind Funktionen des Winkels R. Sie
können somit geschrieben werden als ρ 1(R) und ρ 2(R) .
Der Krümmungsradius ist in den Endabschnitten größer als in
dem Mittenabschnitt der Ablenkspule.
Die jeweiligen Werte von ρ 1 und ρ 2 können also durch die
folgenden Ungleichungen ausgedrückt werden:
ρ 1 (R = 0° oder 180°) <p 1 (R = 90°)
ρ 2 (R = 0° oder 180°) <ρ 2 (R = 90°).
ρ 2 (R = 0° oder 180°) <ρ 2 (R = 90°).
Der Radius ρ 0 der stabilen Umlaufbahn liegt in folgendem
Bereich:
Damit stimmt die Peak-Position der Magnetfeldverteilung in
X-Richtung mit der Position von ρ 0 überein.
Den oberen und unteren Spulen 31 a und 32 a dieses Ablenk
elektromagneten wurde Strom in m 1-Richtung zugeführt, und
die Magnetfeldverteilung in R-Richtung wurde durch nume
rische Berechnung erhalten. Fig. 19 zeigt die Rechenergeb
nisse.
Aus dieser Figur ist ersichtlich, daß der Peak der Magnet
feldverteilung in X-Richtung des von der oberen und unteren
Spule 31 a und 32 a erzeugten Magnetfeldes mit der stabilen
Umlaufbahn 4 des Elektronenstrahls übereinstimmt, und zwar
deshalb, weil der jeweilige Innen- und Außenradius ρ 1 und
ρ 2 der oberen und unteren Spule 31 a und 32 a Funktionen von
R sind.
Nachstehend wird die dritte Ausführungsform anhand von
Beispielen erläutert.
Die dritte Ausführungsform entspricht den vorstehenden
Ausführungsformen insofern, als zur Bildung eines Ablenk
elektromagneten wenigstens ein Paar bananenförmige Spulen
eingesetzt wird und der Krümmungsradius zwischen den jewei
ligen Endabschnitten der Spulen und ihrem Mittenabschnitt
verschieden ist. Wie oben angegeben, weist ein Ablenkelek
tromagnet häufig einen Eisenkern auf, der die obere und die
untere Spule 31 a und 32 a umgibt. Dieser Eisenkern dient als
magnetische Abschirmung, um ein Streuen des von der oberen
und unteren Spule 31 a und 32 a erzeugten Magnetfelds zur
Außenseite des Ablenkelektromagneten zu verhindern. Da
dieser Eisenkern normalerweise aus einem Werkstoff hoher
Permeabilität besteht, resultiert dessen Magnetisierung in
einer Verstärkung des zentralen Magnetfeldes. Infolgedessen
kann bei Verwendung eines Eisenkerns die MMK der oberen und
unteren Spulen geringer sein. Dies ist ein weiterer Grund
für die Verwendung des Eisenkerns.
Das heißt aber nicht, daß die Verwendung eines Eisenkerns
zu einer Verbesserung der Magnetfeldverteilung in einem
Ablenkelektromagneten führt. Wie bei den obigen Ausfüh
rungsbeispielen besteht daher die Tendenz, daß die Magnet
feldverteilung in den Spulenendabschnitten ungeordnet ist.
Fig. 20 ist eine Perspektivansicht eines Ablenkelektroma
gneten gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der dritten
Ausführungsform. Die Rücklaufjoche 22 des gezeigten Ablenk
elektromagneten bestehen aus einem hochpermeablen Werk
stoff. Normalerweise wird für die Rücklaufjoche ein Eisen
werkstoff eingesetzt. Die Klemmplatten 21, die jeweils einen
Hohlraum 23 haben, bestehen aus einem Eisenwerkstoff und
sollen ein Streuen des Magnetfeldes in Richtung der stabi
len Umlaufbahn 4 verhindern. Diese Anordnung wird bei der
ersten und der zweiten Ausführungsform der Erfindung eben
falls verwendet. An den Rücklaufjochen 22 sind Eisenkern
nuten 44 vorgesehen, in die aus Eisen bestehende Einsatz
platten 45 eingefügt sind. Nach dem Einfügen in die Kern
nuten 44, die an vorbestimmten Einfügungsstellen liegen,
werden diese Einsatzplatten 45 an den Rücklaufjochen mit
Befestigungslaschen 46 befestigt.
Die Fig. 21-23 sind Schnitte XXI-XXI, XXII-XXII bzw.
XXIII-XXIII nach Fig. 20. Diese Anordnung wurde geschaffen,
um eine Änderung des magnetischen Widerstands der Rücklauf
joche 22 zu ermöglichen. Dies erfolgt durch geeignetes
Einfügen oder Entnehmen von Einsatzplatten 45. Wenn es also
erwünscht ist, daß die Magnetfeldstärke in bestimmten Ab
schnitten vermindert wird, werden die Einsatzplatten 45
dieser Abschnitte entnommen, wodurch der magnetische Wider
stand in diesen Abschnitten der Rücklaufjoche 22 erhöht
wird.
Wie das zweite Ausführungsbeispiel der dritten Ausführungs
form der Erfindung (gemäß Fig. 24) zeigt, können ferner
Justierplatten 47, die aus Eisen bestehende Einsatzplatten
sind, vorher in die Rücklaufjoche 22 eingebaut werden. Wie
das dritte Ausführungsbeispiel (gemäß Fig. 25) zeigt, kann
jede Einsatzplatte 45 ein abgeschrägtes Ende haben, wodurch
das Fehlermagnetfeld vermindert wird.
Während bei den vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen
die Einsatzplatten in die Kernnuten eingefügt werden, ist
es auch möglich, wie bei dem vierten Ausführungsbeispiel
(gemäß Fig. 26) Endzwischenräume 48 vorzusehen, die eine
Kernnut bilden, wobei die Endabschnitte der Spulen eines
Elektromagneten unabgedeckt bleiben. Diese Anordnung ist
vorteilhaft, wenn die Magnetfeldverteilung korrigiert wird,
und zwar insbesondere bei der Korrektur der Magnetfeldver
teilung in ρ-Richtung.
Die Erfindung bietet somit folgende Vorteile: Erstens wer
den gemäß der ersten Ausführungsform Hohlräume im Eisenkern
eines Ablenkelektromagneten gebildet, durch die eine Va
kuumkammer verläuft, und in diesem Eisenkern sind kleine
Spulen angeordnet, die den Eisenkern als Magnetbahn nützen
und die Umlaufbahn für geladene Teilchen einstellen können,
so daß es nicht erforderlich ist, gesonderte Führungsspulen
vorzusehen. Stattdessen können die Führungsspulen im Eisen
kern angeordnet sein. Die Justierung des Magnetfeldes kann
somit in einfacher Weise vorgenommen werden, und die Größe
der Gesamteinrichtung kann verringert werden. Gemäß der
zweiten Ausführungsform der Erfindung ist der Krümmungs
radius eines oder mehrerer Paare von bananenförmigen Spulen
eines Ablenkelektromagneten in den jeweiligen Spulenendab
schnitten größer als in den Mittenabschnitten, wodurch die
Magnetfeldverteilung auf der stabilen Umlaufbahn vergleich
mäßigt wird. Gemäß der dritten Ausführungsform der Erfin
dung hat der die Hauptspulen umgebende Eisenkern eine oder
mehrere Nuten, die ihn in Dickenrichtung (also senkrecht
zur stabilen Umlaufbahn) durchsetzen. Die Dicke des Eisen
kerns wird an verschiedenen Stellen entlang der stabilen
Umlaufbahn verschieden gemacht je nachdem, ob und wie tief
Einsatzplatten in die jeweiligen Nuten eingesetzt sind, so
daß ein Elektromagnet für einen Teilchenbeschleuniger
erhalten wird, bei dem eine ideale Magnetfeldverteilung auf
der stabilen Umlaufbahn erhalten wird. Außerdem ist zu
sagen, daß insbesondere die erste und die dritte Ausfüh
rungsform der Erfindung nicht auf Ablenkelektromagnete
eines Teilchenbeschleunigers beschränkt sind, sondern für
andere Arten von Elektromagneten in einem Teilchenbeschleu
niger Anwendung finden können.
Claims (19)
1. Elektromagnet für einen Teilchenbeschleuniger,
gekennzeichnet durch
eine Hauptspule, die ein Paar oder mehr von Spulen (31 a, 32 a) umfaßt, zwischen denen eine stabile Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen verläuft und die sich entlang der stabi len Umlaufbahn erstrecken;
einen aus Rücklaufjochen (22) bestehenden Eisenkern, der entlang der Hauptspule diese umgebend verläuft, wobei an beiden Enden der Rücklaufjoche (22) Klemmplatten (21) vor gesehen sind, die Hohlräume (23) aufweisen, durch die die stabile Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen verläuft; und Führungsmagnete, die jeweils aus wenigstens einem Paar von Spulen (24) bestehen, die einander gegenüberliegend in jedem der Hohlräume (23) der Klemmplatten (21) vorgesehen und so angeordnet sind, daß die stabile Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen zwischen ihnen verläuft.
eine Hauptspule, die ein Paar oder mehr von Spulen (31 a, 32 a) umfaßt, zwischen denen eine stabile Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen verläuft und die sich entlang der stabi len Umlaufbahn erstrecken;
einen aus Rücklaufjochen (22) bestehenden Eisenkern, der entlang der Hauptspule diese umgebend verläuft, wobei an beiden Enden der Rücklaufjoche (22) Klemmplatten (21) vor gesehen sind, die Hohlräume (23) aufweisen, durch die die stabile Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen verläuft; und Führungsmagnete, die jeweils aus wenigstens einem Paar von Spulen (24) bestehen, die einander gegenüberliegend in jedem der Hohlräume (23) der Klemmplatten (21) vorgesehen und so angeordnet sind, daß die stabile Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen zwischen ihnen verläuft.
2. Elektromagnet nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endabschnitte der Rücklaufjoche (22) des Eisen
kerns, also diejenigen Abschnitte der Rücklaufjoche, die
mit den Klemmplatten (21) verbunden sind, als verstärkte
Endabschnitte zur Vergrößerung der Querschnittsfläche des
Eisenkerns ausgebildet sind.
3. Elektromagnet nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der in den Hohlräumen (23) der Klemmplatten (21)
vorgesehenen Führungsmagnete aus zwei Paaren von Führungs
spulen (24) besteht, wobei jedes Paar Führungsspulen je
weils entgegengesetzt zueinander und mit der stabilen
Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen dazwischen verlaufend
angeordnet ist und wobei die beiden Paare Führungsspulen
(24) in jedem Hohlraum (23) derart angeordnet sind, daß
eine die Spulen des einen Paars miteinander verbindende
Gerade rechtwinklig zu einer die Spulen des anderen Paars
miteinander verbindenden Geraden verläuft.
4. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der in den Klemmplatten (21) gebildeten Hohlräume
(23) eine Vierpolspule zu Fokussierung aufweist, die aus
vier Vierpolmagnetpolen (27 a), die jeweils in den vier
Ecken des Hohlraums (23) gebildet sind und einen vorsprin
genden Abschnitt mit in Vertikalrichtung Hyperbelschnitt
aufweisen, und jeweils um die Vierpolmagnetpole gewickelten
Spulen (27) besteht.
5. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 1-4,
gekennzeichnet durch
eine Führungsmagnet-Befestigungsvorrichtung, bestehend aus
wenigstens zwei Basisteilen (28) zur Halterung und Fest
legung der Führungsspulen (24) der Führungsmagnete und aus
an gegenüberliegenden Stellen in den Hohlräumen (23) gebil
deten Paßabschnitten (21 a) mit der dazwischen verlaufenden
stabilen Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen.
6. Elektromagnet nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Basisteil (28) eine Oberseite, auf der eine Füh
rungsspule (24) festgelegt ist, eine Unterseite, die mit
einem Randabschnitt eines jeweiligen Hohlraums (23) in
Kontakt bringbar ist, und Seitenflächen an beiden Seiten
aufweist, die gemeinsam mit der Unterseite Keile (28 a)
bilden und in bezug auf die Unterseite unter einem Winkel
von weniger als 90° verlaufen, wobei die in den Hohlräumen
(23) gebildeten Paßabschnitte Nuten (21 a) aufweisen, die in
enge Verbindung mit den Keilen (28 a) bringbar sind.
7. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromagnet ein Ablenkelektromagnet ist.
8. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromagnet ein supraleitender Elektromagnet ist.
9. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rücklaufjoche (22) aus einem Werkstoff hoher Perme
abilität und die Klemmplatten (21) aus einem Eisenwerkstoff
bestehen.
10. Ablenkelektromagnet für einen Teilchenbeschleuniger,
gekennzeichnet durch
eine Hauptspule mit einem Paar oder mehr von bananenförmi
gen Spulen (31 a, 32 a), die jeweils aus einer äußeren und
einer inneren Spule zur Bildung einer bananenförmigen
Schleife bestehen, die entlang einer stabilen Umlaufbahn
(4) für geladene Teilchen verläuft, wobei der Krümmungs
radius der äußeren und der inneren Spule jeder bananenför
migen Spule in ihren Endabschnitten größer als in ihren
Mittenabschnitten ist.
11. Ablenkelektromagnet nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ablenkelektromagnet ein supraleitender Elektro
magnet ist.
12. Elektromagnet für einen Teilchenbeschleuniger,
gekennzeichnet durch
eine Hauptspule aus einem Paar oder mehr Spulen, die entlang einer stabilen Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen verlaufen und zwischen denen die stabile Umlaufbahn ver läuft; und
einen Eisenkern aus Rücklaufjochen (22), die entlang der Hauptspule verlaufen und diese umgeben, und aus an beiden Enden der Rücklaufjoche (22) vorgesehenen Klemmplatten (21), wobei die Dicke der Rücklaufjoche (22) an verschiedenen Positionen entlang der stabilen Umlaufbahn (4) verschieden ist oder wobei die Rücklaufjoche an vorbestimmten Stellen entlang der stabilen Umlaufbahn (4) Zwischenräume (48) auf weisen, und wobei die Klemmplatten (21) in ihren jeweiligen Mittenabschnitten Hohlräume (23) aufweisen, durch die die stabile Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen verläuft;
wobei der magnetische Widerstand des Eisenkerns an ver schiedenen Positionen entlang der stabilen Umlaufbahn (4) verschieden ist.
eine Hauptspule aus einem Paar oder mehr Spulen, die entlang einer stabilen Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen verlaufen und zwischen denen die stabile Umlaufbahn ver läuft; und
einen Eisenkern aus Rücklaufjochen (22), die entlang der Hauptspule verlaufen und diese umgeben, und aus an beiden Enden der Rücklaufjoche (22) vorgesehenen Klemmplatten (21), wobei die Dicke der Rücklaufjoche (22) an verschiedenen Positionen entlang der stabilen Umlaufbahn (4) verschieden ist oder wobei die Rücklaufjoche an vorbestimmten Stellen entlang der stabilen Umlaufbahn (4) Zwischenräume (48) auf weisen, und wobei die Klemmplatten (21) in ihren jeweiligen Mittenabschnitten Hohlräume (23) aufweisen, durch die die stabile Umlaufbahn (4) für geladene Teilchen verläuft;
wobei der magnetische Widerstand des Eisenkerns an ver schiedenen Positionen entlang der stabilen Umlaufbahn (4) verschieden ist.
13. Elektromagnet nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromagnet ein Ablenkelektromagnet ist und daß
die Hauptspule aus einem Paar oder mehr von bananenförmigen
Spulen (31 a, 32 a) besteht, wobei die Dicke der Rücklauf
joche (22) in ihren in Längsrichtung befindlichen Endab
schnitten geringer als in ihren Mittenabschnitten ist oder
die Zwischenräume (48) an den Enden der Rücklaufjoche (22)
vorgesehen sind.
14. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
gekennzeichnet durch
einen oder mehrere Eisenkernnuten (44), die in einem Teil
der Rücklaufjoche (22) ausgebildet sind, in die Eisenkern
nuten (44) einzusetzende eiserne Einsatzplatten (45) und
Befestigungselemente (46) zum Befestigen der Einsatzplatten
(45) an den Rücklaufjochen (22), wobei die Einsatzplatten
(45) in die Eisenkernnuten (44) bis zu einer vorbestimmten
Tiefe eingesetzt sind.
15. Elektromagnet nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der Einsatzplatten (45) in einer parallel zu
der stabilen Umlaufbahn (4) verlaufenden Richtung und/oder
in einer senkrecht zu der stabilen Umlaufbahn verlaufenden
Richtung änderbar ist.
16. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 12-15,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere eiserne Justierplatten (47), deren Dicke in
einer zur stabilen Umlaufbahn (4) senkrechten Richtung
unterschiedlich ist, in die in den Rücklaufjochen (22) vor
gesehenen Zwischenräume eingebaut sind.
17. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 12-16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromagnet ein Ablenkelektromagnet ist.
18. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 12-17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromagnet ein supraleitender Elektromagnet ist.
19. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 12-18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rücklaufjoche (22) aus einem hochpermeablen Werk
stoff und die Klemmplatten (21) aus einem Eisenwerkstoff
bestehen.
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