DE1115913B - Zusammenklappbare Aufbautrommel fuer den Flachaufbau von Reifenkarkassen - Google Patents
Zusammenklappbare Aufbautrommel fuer den Flachaufbau von ReifenkarkassenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
D28022X/39a
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 26. OKTOBER 1961
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 26. OKTOBER 1961
Die Erfindung betrifft eine zusammenklappbare Aufbautrommel für den Flachaufbau von Reifenkarkassen,
die aus dem Anlegedurchmesser auf einen größeren Durchmesser ausdehnbar ist und der an den
Stirnseiten beiderseits Hilf strommein zugeordnet sind, die auf der Außenseite aufblasbare, auf die Aufbautrommel
abrollbare Rollschläuche tragen.
Um bei diesen Ausbildungen zu einem echten Abrollvorgang der überstehenden Ränder der Karkassenbahnen
über die auf die Karkassenbahnen aufgelegten Wulstringe zu gelangen, ist die Anordnung von je
zwei übereinanderliegenden Rollschläuchen auf jeder Hilfstrommel bekannt, wobei jedoch, selbst bei aufeinanderfolgendem
Auftreiben dieser Schlauchpaare, das Auswölben der umzuschlagenden Enden der Karkassenbahnen
an deren Rändern einsetzt, so daß ein faltenfreies Umschlagen der Ränder der Karkassenbahnen
nicht gewährleistet ist.
Es ist auch bekannt, das Abrollen der Enden der Karkassenbahnen durch die Auftreibschläuche über
auf die Aufbautrommel verschiebbare Hüllzylinder zu begünstigen. Dieser Vorschlag führt aber zu einer
aufwendigen Ausbildung, wobei die Hüllzylinder noch das Anlegen der Wustringe behindern.
Die Erfindung löst das Problem des Umrollens der über die angelegten Wustringe überstehenden Ränder
der Karkassenbahnen mittels von Hilfstrommeln getragenen Rollschläuchen dadurch, daß die Rollschläuche
im Bereich der den Stirnseiten der Aufbautrommel benachbarten Stellen aus einem Werkstoff
mit großer Dehnung und im übrigen Teil der Wandung aus einem Werkstoff mit verhältnismäßig kleiner
Dehnung bestehen. Durch diese unterschiedliche Dehnungsfestigkeit in der Wandung der Rollschläuche
wird erreicht, daß mit dem Auftreiben der Rollschläuche deren Umfangsvergrößerung an der Anlage
der Wulstringe beginnt, so daß also die zurückzurollenden Ränder der Karkassenbahnen, von den
Wulstringen ausgehend, über diese umgeschlagen werden.
Eine mögliche Ausführungsform der Aufbautrommel ist in den Zeichnungen dargestellt und wird an
Hand dieser beschrieben. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt der Aufbautrommel,
Fig. 2 bis 8 schematische Querschnitte der Aufbautrommel nach Fig. 1, die verschiedene Wirkungsstufen
darstellen,
Fig. 9 einen Längsschnitt durch einen Rollschlauch.
Die Aufbautrommel besteht im wesentlichen aus einer zusammenklappbaren Aufbautrommel 1 und
einem Paar von zylindrischen Hilf strommein 2 und 3, die koaxial auf jeder Seite der Aufbautrommel vor-Zusammenklappbare
Aufbautrommel
für den Flachaufbau von Reifenkarkassen
für den Flachaufbau von Reifenkarkassen
Anmelder:
Dunlop Rubber Company Limited, London
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Rathmann, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 40-42
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 40-42
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 1. Mai 1957 (Nr. 13 813/57)
Großbritannien vom 1. Mai 1957 (Nr. 13 813/57)
J. M. Lowe, Sutton Coldfield, Warwickshire
(Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
gesehen und mit einer hohlen Welle 4 durch Schrauben (nicht dargestellt) verbunden sind. Die Welle 4 ist
in einem Paar von im Abstand zueinander vorgesehenen Lagern angeordnet, die auf Böcken außerhalb
der Hilfstrommeln angeordnet sind.
Die zusammenklappbare Aufbautrommel besteht aus einem zylindrischen Gehäuse 5, auf welchem ein
ringförmiger, mit Gewebeeinlagen verstärkter, aufblasbarer Schlauch 6 angeordnet ist, der von einer
Mehrzahl von starren Segmenten 7 umgeben ist. Jedes der Segmente ist beidseitig mit einer Zunge Ta versehen,
welche in zusammengeklapptem Zustand der Aufbautrommel 1 auf Ringflächen 8 und aufgeklappten
Zustand auf Ringflächen 9 aufliegen. Im zusammengeklappten Zustand sind die Segmente 7 durch
einen kleinen Spielraum voneinander getrennt, umfassen jedoch den gesamten Umfang des Schlauches 6.
Jedes der Segmente 7 ist in der Mitte zwischen den Enden mit nach außen gerichteten Ausladungen 7 δ
ausgestattet. Eine elastische Gummihülse von gleichmäßiger Dicke umgibt die Segmente 7, wobei deren
äußere Umfangsfläche die Aufbaufläche der Trommel bildet.
Der innere Umfang der Gummihülse ist in der Mitte mit einem ringförmigen Schlitz 11 versehen. In
diesen Schlitz greifen die Ausladungen 7 b der Segmente? ein, wodurch die Gummihülse axial festgelegt
ist.
Lösbare Schulterringe 12 aus Gummi mit ausladen- *· den Rippen 12 a an ihren Innenflächen, die in ihnen
entsprechende Nuten der Gummihülse eingreifen, sind an jedem Ende der Gummihülse vorgesehen.
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Die Hilfstrommel)! 2 und 3 sind spiegelbildlich
gleich ausgebildet. Sie bestehen aus zwei starren zylindrischen Gehäusen 13 und 14, die koaxial zu der
Aufbautrommel gelagert sind. Eine Mehrzahl von starren Segmenten 15, die in zusammengeklapptem
Zustand eine zylindrische Form aufweisen, umgeben das Gehäuse 14 und bilden gleichzeitig ein Widerlager.
Ein Paar von koaxial angeordneten aufblasbaren und gewebeverstärkten Ringschläuchen 16 ist
zwischen den Segmenten 15 und dem Gehäuse 14 angeordnet. Die Ringschläuche sind über eine gemeinsame
Leitung 17 zum Aufweiten des durch die Segmente gebildeten Zylinders aufblasbar.
Die Segmente 15 sind an ihren der Aufbautrommel benachbarten Enden mit einem Anschlag 18 versehen,
der an der Innenfläche des Gehäuses 13 zur Anlage kommt und somit die radiale Auswärtsbewegung
der entsprechenden Segmentenden begrenzt. Die Auswärtsbewegung der anderen, also entfernt von der
Aufbautrommel befindlichen Segmentenden ist durch den Kopf eines mit den Segmentenden verbundenen,
als Anschlag 19 ausgebildeten Bolzens begrenzt. Der Bolzen ist in dem Segment befestigt und schlägt gegen
einen Anschlag 20 des zylindrischen Gehäuses 14 an. Die Segmente 15 nehmen, wenn sie völlig aufgeweitet
sind, die Form eines Kegelstumpfes an (vgl. Fig. 4 und 5), der sich in Richtung auf die Aufbautrommel
hin verjüngt.
Ein aufblasbarer Rollschlauch 21 ist koaxial an jeder Hilfstrommel angeordnet, und zwar in der
Weise, daß er sich über die Segmente 15 und über das nicht vergrößerbare zylindrische Gehäuse 13 erstreckt.
Der Rollschlauch 21 (vgl. Fig. 9) besitzt einen Ansatzteil 22, der sich benachbart der Aufbautrommel
erstreckt und dessen Wand aus Gummi mit einer verhältnismäßig großen Dehnung hergestellt ist, d. h.
eine Ausdehnung von 25% bei einem Druck von 4,92 kg/cm2 besitzt, während der übrige verbleibende
Teil 23 der Wandung bis zum Ende 21 α aus Gummi geringerer Dehnung besteht, der beispielsweise eine
25°/oige Dehnung beim Druck von 9,84 kg/cm2 aufweist.
Ein Ring 24 aus elastischem Gummi stützt den Rollschlauch am Außenrand ab. Der Rollschlauch ist
an einen Druckmitteleinlaß 25 angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Aufbautrommel ist folgende:
Auf der Aufbautrommel 1 und jeder der Hilfstrommeln
2 und 3 in zusammengeklapptem Zustand sind ein Innenfutter 26 und ein Wulstschutzstreifen 27, wie
in Fig. 1 gezeigt, angeordnet. Ein Paar von Gewebestreifen 28 werden dann auf die Aufbautrommel in
der bekannten Weise aufgelegt, wobei die Seitenteile
28 a und 28 b der Gewebestreifen 28 sich über jeden Rollschlauch 21 erstrecken, wobei letztere von den
Hilfstrommeln 2 und 3 getragen sind. Die Wulstringe
29 und 30 werden von dem freien Ende der Trommel her auf diese aufgebracht und benachbart zu den
Schulterringen 12 der Aufbautrommel angeordnet.
Die Aufbautrommel wird durch Aufblasen des Schlauches 6, wie in Fig. 2 gezeigt, geweitet, und die
Wulstringe 29 und 30 sowie die Wulstschutzstreifen 27 werden durch die Ansatzteile 22 der RollscMäuche
.al festgehalten, während letztere mit den Ringen 24
(vgl. Fig. 4) durch die Segmente 7 radial nach außen gedrückt werden.
Der eine Rollschlauch 21, wird wie in Fig. 3 gezeigt, durch Aufblasen über den Druckmitteleinlaß 25 gefüllt,
wonach die Segmente 15 durch Aufblasen der miteinander verbundenen Schläuche 16 über die gemeinsame
Leitung 17 radial ausgeweitet werden. Ein als Schulter dienender Teil 15 a wird dabei gegenüber
dem Gehäuse 13 angehoben. Der Druck des RoIl-Schlauches 21 gegen diese Schulter und gegen die
axiale Projektion der kegelstumpfförmigen Fläche, die von den Segmenten 15 gebildet wird, verursacht,
daß der Rollschlauch automatisch axial über die Aufbautrommel geführt wird, wobei er die Seitenteile 28 α
ίο der beiden Gewebestreifen 28 mit sich führt. Da sich
der Rollschlauch entlang der geneigten Fläche der Segmente 15 bewegt, verursacht der resultierende
Druck eine sich progressiv vermindernde Bewegung des Rollschlauches. Die kegelstumpfförmige Gestalt
der Segmentoberfläche wirkt der Neigung des Balges, diese zu überstreichen, entgegen.
Der aus Gummi mit großer Dehnung bestehende Ansatzteil 22 des Rollschlauches paßt sich dem Profil
des Wulstringes 29 beim Abrollen des Randes der Gewebestreifen genau an, da er unmittelbar neben
dem Wulstring 29 durch den Ring 24 verankert ist, wodurch eine gute Verbindung der Gewebestreifen im
Bereich der Wülste gesichert ist. Die darüberliegenden und umgebenden Teile der Gewebestreifen verhindern
dabei ein Ausbeulen des Ansatzteiles 22 des Rollschlauches 21.
Der Rollschlauch 21 wird dann durch Entlüften der Ringschläuche 16 in seine Ausgangslage oberhalb
der Hilfstrommel 2 und die Segmente 15 in die in Fig. 6 gezeigte Stellung gebracht. Der Axialdruck des
Rollschlauches 21 gegen die Schulter, die von dem Reifenwulst und den Gewebestreifen auf der ausgedehnten
Aufbautrommel gebildet wird, bewirkt, daß der Rollschlauch von der Aufbautrommel zurück
auf die Hilfstrommel 2 rollt. Die Entlüftung des Rollschlauches 21 beginnt während des Zurückrollens des
Rollschlauches und ist dann abgeschlossen, wenn er in seine Ausgangslage gemäß Fig. 4 zurückgleitet. Die
Endlage des Rollschlauches auf der Hilfstrommel
ist in Fig. 8 gezeigt. Fig. 8 zeigt ebenfalls die erste Stufe des Umschlagens von dem Seitenteil 28 b des
Gewebestreifens, welche in gleicher Weise vor sich geht wie das Umschlagen des Seitenteiles 28 a.
Wenn die Herstellung des Reifenrohlings beendet ist, wird der Schlauch 6 der Aufbautrommel 1 entlüftet
und diese in ihre zusammengeklappte Stellung zurückgeführt, die eine Abnahme des neugebildeten
Reifenrohlings erlaubt.
Die unterschiedliche Ausdehnung des Rollschlaudies
kann auch bei sonst einheitlicher Gummimischung durch zu Dehnungsbeschränkungen führenden
Einlagen an den von dem Ansatzteil 22 entfernt liegenden Teilen bewirkt werden.
Zur Verstärkung des Rollschlauches können auch gekräuselte Fäden verwendet werden, wobei der Grad
der Kräuselung so gehalten ist, daß die erforderliche Ausdehnung des Rollschlauches nach Strecken der
Kordfäden erreicht ist.
Bei einer weiteren Ausführung der Aufbautrommel sind zwar Hilfstrommeln 2 und 3 in üblicher Art angeordnet,
jedoch sind dabei die Segmente 15 weggelassen, und die Ringschläuche 16 werden durch
einen aufblasbaren, verstärkten Luftbalg ersetzt, der nach Aufblasen eine kegelstumpfartige Gestalt annimmt,
die sich in Richtung auf die Aufbautrommel hin verjüngt, wodurch die Verschiebung des Rollschlauches
21 in Richtung auf und fort von der Aufbautrommel nach Aufblasen und Entlüften des die
Segmente ersetzenden aufblasbaren Luftbalges erhalten wird.
Das Ausblasen der Luftbälge bis zu einem vorbestimmten Druck kann durch Ausblasen von Luft
aus einem Zylinder bekannten Volumens und bekannten Druckes in den Luftbalg erreicht werden.
Claims (7)
1. Zusammenklappbare Aufbautrommel für den Flachaufbau von Reifenkarkassen, die aus
dem Anlegedurchmesser auf einen größeren Durchmesser ausdehnbar ist, mit an den Stirnseiten
beiderseits zugeordneten Hilfstrommeln, die auf ihrer Außenseite aufblasbare, auf die Aufbautrommel
abrollbare, Rollschläuche tragen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollschläuche
(21) im Bereich der den Stirnseiten der Aufbautrommel (1) benachbarten Stellen aus einem
Werkstoff mit großer Dehnung und im übrigen Teil der Wandung aus einem Werkstoff mit verhältnismäßig
kleiner Dehnung bestehen.
2. Zusammenklappbare Aufbautrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rollschläuche (21) in dem Wandungsbereich mit der kleinen Dehnung eine ihre radiale Ausdehnung
begrenzende Gewebeeinlage aufweisen.
3. Zusammenklappbare Aufbautrommel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollschläuche (21) in demWandungsbereich mit der kleinen Dehnung beim Aufblasen
im wesentlichen eine hohlzylindrische Form aufweisen.
4. Zusammenklappbare Aufbautrommel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollschläuche (21) an der Innenseite mit sich axial erstreckenden Nuten versehen sind,
die an die Druckmitteleinlässe (25) angeschlossen sind.
5. Zusammenklappbare Aufbautrommel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollschläuche (21) tragende Hilfstrommeln (2, 3), im Durchmesser veränderlich,
und zur Änderung des Durchmessers aufblasbare Ringschläuche (16), am inneren Trommelumfang
angreifend, vorgesehen sind.
6. Zusammenklappbare Aufbautrommel nach Anspruch5, dadurch gekennzeichnet, daß Anschläge
(18, 19) zum Begrenzen der radialen Ausdehnung der Hilfstrommeln (2, 3) in einer auf die
Aufbautrommel (1) zulaufend sich verjüngenden konischen Endlage vorgesehen sind.
7. Zusammenklappbare Aufbautrommel nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hilfstrommeln (2, 3) an den der Aufbautrommel (1) zugekehrten Stirnflächen mit
nach innen gerichteten Flanschrändern (15 a) versehen sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 280 640;
USA.-Patentschriften Nr. 2251 904, 2 715 931.
Britische Patentschrift Nr. 280 640;
USA.-Patentschriften Nr. 2251 904, 2 715 931.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Country Status (3)
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