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DE1115217B - Sattelantrieb an Schneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl. - Google Patents

Sattelantrieb an Schneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl.

Info

Publication number
DE1115217B
DE1115217B DEL26644A DEL0026644A DE1115217B DE 1115217 B DE1115217 B DE 1115217B DE L26644 A DEL26644 A DE L26644A DE L0026644 A DEL0026644 A DE L0026644A DE 1115217 B DE1115217 B DE 1115217B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
saddle
motor
relay
clutch
drive according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL26644A
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Thumin
Nicholas Herman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Miehle Goss Dexter Inc
Original Assignee
Miehle Goss Dexter Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Miehle Goss Dexter Inc filed Critical Miehle Goss Dexter Inc
Publication of DE1115217B publication Critical patent/DE1115217B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26DCUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D7/00Details of apparatus for cutting, cutting-out, stamping-out, punching, perforating, or severing by means other than cutting
    • B26D7/01Means for holding or positioning work
    • B26D7/015Means for holding or positioning work for sheet material or piles of sheets
    • B26D7/016Back gauges

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Sattelantrieb an Schneidemaschinen für Papier, Pappe od. dgl. mit zwei Motoren unterschiedlicher Nenndrehzahl zum Antrieb der Sattelspindel.
Bei Schneidemaschinen für Papier, Pappe od. dgl. ist es erforderlich, den Sattel in zwei Bewegungsrichtungen anzutreiben, wobei der Vorlauf mit zwei Geschwindigkeiten erfolgen soll, damit vor Erreichen der Anschlagstellung die Geschwindigkeit des Sattels vermindert werden kann.
Bei einer bekannten Papierschneidemaschine wird der Sattelvor- und -rücklauf, photoelektrisch gesteuert, von einem einzigen Vorschubmotor bewirkt, der polumschaltbar ist, um mit verschiedenen Drehzahlen arbeiten zu können.
Eine Verbesserung der Arbeitsweise einer Papierschneidemaschine kann durch Anordnung von zwei Antriebsmotoren unterschiedlicher Nenndrehzahl erreicht werden. Bei einer bekannten Papierschneidemaschine dieser Bauart arbeiten zwei Elektromotoren verschiedener Nenndrehzahl als Eingang auf ein Differentialgetriebe, dessen Ausgang mit der Sattelspindel in Antriebsverbindung steht.
Ziel der Erfindung ist es, einen Antrieb für den Sattel von Schneidemaschinen für Papier, Pappe od. dgl. zu schaffen, welcher noch feinfühliger als die bisher bekannten Antriebseinrichtungen steuerbar ist und eine Programmsteuerung ermöglicht, durch welche vorbestimmte Schnitte mit hoher Genauigkeit durchgeführt werden können.
Zu diesem Zweck ist ein Sattelantrieb an Schneidemaschinen für Papier, Pappe od. dgl. mit zwei Motoren unterschiedlicher Nenndrehzahl zum Antrieb der Sattelspindel gemäß der Erfindung in der Weise ausgebildet, daß einem mit hoher Drehzahl laufenden Motor, der bezüglich seiner Drehrichtung umsteuerbar ist, eine Magnetkupplung und einem mit niedriger Drehzahl laufenden Motor eine Magnetkupplung zum jeweiligen Antrieb der Spindel des Sattels zugeordnet ist.
Der eine Motor mit niedriger Nenndrehzahl von z. B. 25 U/min ist in seiner Drehrichtung nicht umsteuerbar, während der andere Motor mit einer hohen Nenndrehzahl von z. B. 900 U/min durch Änderung der Phasenfolge umsteuerbar ist und mit einer festen Drehzahl den Vorlauf und den Rücklauf bewirkt. Bei Annäherung an die Anschlagstellung erfolgt eine Umschaltung auf den Antriebsmotor niedrigerer Drehzahl, wobei die durch diesen Motor bewirkte Bewegungsgeschwindigkeit des Sattels nur 1% der Vorwärtsgeschwindigkeit betragen kann, mit welcher der Papierstapel in die Nähe des Stillsetzungspunktes gebracht wird.
Sattelantrieb an Schneidemaschinen
für Papier, Pappe od. dgl.
Anmelder:
Miehle-Goss-Dexter, Inc.,
Chicago, IU. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl-Ing. C. Wallach, Patentanwalt,
München 2, Kaufingerstr. 8
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 14. März 1956
Carl Thumin, Westbury, N. Y.,
und Nicholas Herman, Harrington Park, N. J.
(V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
Die Magnetkupplungen und die Motoren für den Antrieb des Sattels können photoelektrisch gesteuert werden, wodurch in besonders zweckmäßiger Weise eine Programmsteuerung vorgenommen werden kann. Zum Zweck der Programmsteuerung können die die Steuerung bewirkenden Photozellen auf einem beweglichen Schlitten angeordnet sein, der sich synchron zur Längsbewegung des Sattels entlang einer Programmschiene bewegt. Der Schlitten kann dabei in beiden Bewegungsrichtungen über Seile zwangläufig mit dem Sattel verbunden sein.
Die Photozellen wirken mit Blenden einer am Maschinenrahmen festliegenden Programmschiene zusammen, wobei die Blenden je nach dem gewünschten Arbeitsablauf einstellbar sind. Die Photozellen sind zweckmäßigerweise nebeneinander derart angeordnet, daß sie von an der Programmschiene befestigten Blenden individuell oder zusammen gegenüber der Lichtquelle abgeschirmt werden.
Der Schlitten gleitet längs einer die Lage der hinteren Anlage anzeigenden Skala, und dadurch wird die Relativstellung zwischen Schlitten und Skala durch ein Fenster ablesbar.
Die Schaltung ist zweckmäßigerweise derart getroffen, daß zwecks Stillsetzung des Sattels die Erregerwicklung der Kupplung des hochtourigen Motors abgeschaltet und die Erregerwicklung der
109 709/3
Kupplung des niedrigtourigen Motors angeschaltet Die hintere Anlage 105 umfaßt ein Metallgußstück
wird und daß daran anschließend die Kupplung zu 106, das sich quer über den Schneidtisch 100 hinweg einem durch die Programmschiene festgelegten Zeit- erstreckt. Gemäß Fig. 2 besitzt die hintere Anlage punkt entregt wird. 105 eine Anzahl von sich nach vorn erstreckenden
Die Schaltung ist ferner derart getroffen, daß bei S Verlängerungen 107. Die miteinander fluchtenden versehentlicher gleichzeitiger Handbetätigung für Vorderkanten dieser Verlängerungen 107 bilden die schnellen Rücklauf und langsamen Vorlauf die Schalt- Anlagefläche der hinteren Anlage, die mit dem betätigung für schnellen Rücklauf unwirksam wird. mittels der Maschine zu schneidenden Papierstapel Hierdurch wird eine Fehlfunktion oder Beschädigung zusammenarbeitet. Der Arbeitstisch 100 besitzt in der der Maschine vermieden. io Mitte einen Längsschlitz 108, durch den hindurch ein
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung winkelförmiges Bauteil 110 der hinteren Anlage nach ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungs- unten ragt. Der Schlitz 108 bildet eine Führungsbeispiels an Hand der Zeichnung. bahn für den Winkelansatz 110 der hinteren Anlage
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer mit einem auf sowie für die hintere Anlage selbst, und man erkennt, und ab gehenden Messer arbeitenden Papierschneide- 15 daß die hintere Anlage durch diesen Schlitz in der maschine, die ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel Längsrichtung des Arbeitstisches 100 geführt wird, der Erfindung bildet; Ein Fortsatz des gewinkelten Teils 110 der hinteren
Fig. 2 zeigt die Papiermaschine nach Fig. 1 im Anlage ist bei 111 als Mutter ausgebildet, deren GeGrundriß; winde mit der Leitspindel 112 der hinteren Anlage
Fig. 3 ist eine Stirnansicht des Motorantriebs- 20 im Eingriff steht. Man erkennt, daß eine Drehung der mechanismus für die hintere Anlage der Papier- Leit- oder Vorschubspindel 112 je nach der Drehschneidemaschine nach Fig. 1 und 2; sie ist in richtung dieser Spindel bewirkt, daß sich die hintere größerem Maßstabe gezeichnet, um Einzelheiten er- Anlage 105 in der Längsrichtung des Arbeitstisches kennen zu lassen, und sie zeigt die Maschine bei 100 nach vorn oder hinten bewegt und daß ferner die Betrachtung in Richtung der in Fig. 1 eingezeichneten 25 Bewegungsgeschwindigkeit der hinteren Anlage der Pfeile 3-3; Drehgeschwindigkeit der Vorschubspindel propor-
Fig. 4 zeigt den Motorantriebsmechanismus nach tional ist. Im Hinblick auf die formschlüssige Ver-Fig. 3 im Grundriß, wobei der Arbeitstisch teilweise bindung zwischen der Vorschubspindel 112 und der weggebrochen gezeichnet ist; Mutter 111 der hinteren Anlage läßt sich letztere
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung des Steuer- 30 gemäß der noch zu gebenden Beschreibung jeweils systems für die hintere Anlage und des Motorantriebs- genau in die gewünschte Lage bringen,
mechanismus, und sie zeigt schematisch einige der Die Vorschubspindel 112 ist unterhalb des
zugehörigen Schaltungselemente; Schlitzes 108 des Arbeitstisches 100 in dem unter der
Fig. 6 zeigt schematisch das Stromlaufbild eines vorderen Verlängerung 110 α des Tisches 100 angebevorzugten Steuersystems, das selbsttätig auf Photo- 35 ordneten vorderen Lager 113 und in dem unter dem zellen und/oder eine Handbetätigung anspricht, um Tisch 100 angeordneten rückwärtigen Lager 114 die hintere Anlage in vorbestimmter Weise zu drehbar gelagert. Das vordere, in Fig. 1 rechte Ende betätigen. der Vorschubspindel 112 trägt ein Handrad 115 für
Die Papierschneidemaschine umfaßt einen Arbeits- eine Handbetätigung der hinteren Anlage 105 mittels tisch 100, der zwischen aufrecht stehenden seitlichen 40 der Vorschubspindel. Auf dem hinteren bzw. linken Rahmen- bzw. Gehäuseteilen 101, unterstützt ist. Die Ende der Vorschubspindel 112 sitzt eine doppelte Bauteile 101, 101 sind durch ein Querglied 102 Riemenscheibe 120. Gemäß Fig. 3 arbeiten zwei gegeneinander abgestützt. Das hintere, in Fig. 1 linke Treibriemen 121 und 122 mit der Riemenscheibe 120 Ende des Arbeitstisches 100 wird durch eine nicht zusammen; diese Treibriemen gehören zu dem bei gezeigte Konsole unterstützt, die auch den noch zu 45 125 (Fig. 2) insgesamt angedeuteten Motorantriebsbeschreibenden Mechanismus zum Betätigen der mechanismus, der durch die automatischen und/oder hinteren Anlage teilweise unterstützen kann. Ferner handbetätigten Mittel gesteuert wird, die einen ist ein Gehäuse 103 vorgesehen, von dem aus sich wesentlichen Teil der Erfindung bilden und die im der Arbeitstisch 100 und die seitlichen Rahmenteile folgenden näher beschrieben sind. Die Vorschub-101, 101 erstrecken; die genannten Teile sind an dem 50 spindel 112 ist so gelagert, daß sie sich frei drehen. Gehäuse 103, das auch den Unterbau für die eigent- jedoch nicht in Längsrichtung bewegen kann. Jede liehe Schneidemaschine bildet, befestigt. Der Papier- Drehbewegung der Vorschubspindel, die entweder schneidemechanismus umfaßt ein auf und ab beweg- durch den Betätigungsmechanismus 125 über die bares Messer, das zwischen den seitlichen Rahmen- Riemenscheibe 120 oder mit der Hand mittels des teilen 101, 101 und der Querverstrebung 102 an- 55 Handrades 115 bewirkt wird, führt somit zu einer geordnet und daher in den Zeichnungen nicht sieht- entsprechenden Längsbewegung der hinteren Anlage bar ist. Dem Schneidmessermechanismus ist ferner 105 gegenüber dem Arbeitstisch 100, wobei sich die eine geeignete Klemmvorrichtung zugeordnet. Der Geschwindigkeit und die Richtung dieser Bewegung Mechanismus zum Betätigen der auf und ab gehenden nach Geschwindigkeit und Richtung der Drehung der Schneidklinge und der Klemmvorrichtung ist im 60 Vorschubspindel 112 richten.
wesentlichen unterhalb des Arbeitstisches 100 inner- Die automatische Betätigung der hinteren Anlage
halb des Gehäuses 103 angeordnet. Das Schneid- 105 durch das Motorantriebssystem 125 erfolgt unter klingenaggregat und der zugehörige Betätigungs- der Kontrolle eines Satzes von Stillsetzaggregaten, mechanismus sind in den Zeichnungen aus Gründen die vorher längs einer Programmstange 126 (Fig. 2) der besseren Übersicht fortgelassen, denn sie bilden 65 eingestellt worden sind und die mit in dem bewegkein besonderes Merkmal der Erfindung; es sei jedoch liehen Schlitten 127 enthaltenen photoelektrischen bemerkt, daß für diesen Zweck geeignete Mittel be- Zellen zusammenarbeiten. Der Schlitten 127 bewegt kannter Ausführung vorgesehen sind. sich synchron zur Längsbewegung der hinteren An-
lage 105 quer zur Vorderseite der Maschine. Diese in gegenseitiger Beziehung stehenden Bewegungen erfolgen mit großer Genauigkeit, damit die Auslösung der Photozellen und somit auch die Betätigung des Motorantriebssystems 125 unmittelbar dem vorgesehenen Programm für die verschiedenen Stellungen der hinteren Anlage 105 entspricht. Der Schlitten 127 wird längs der Vorderseite der Schneidemaschine in der nachstehend erläuterten Weise in die gewünschten Stellungen gebracht. Die hintere Anlage 105 trägt zwei nach unten ragende Fortsätze 128 und 129. Mit jedem der Fortsätze 128 und 129 ist jeweils ein Ende eines Seils 130 verbunden. Die hintere Anlage 105 ist mit dem Schlitten 127 dadurch fest gekuppelt, daß das Seil 130 über mehrere Seilscheiben 131 läuft, durch welche das Seil an der Vorderseite der Schneidemaschine geführt wird. Das Seil 130 ist an den Fortsätzen 132, 132 des Schlittens 127 befestigt.
Der Gesamtbereich der Bewegung des Schlittens 127 längs der Vorderseite der Maschine ist gleich der Länge der größten Bewegungsstrecke der hinteren Anlage 105 auf dem Arbeitstisch 100. Fig. 5 veranschaulicht schematisch die Beziehung zwischen dem Schlitten 127 und der hinteren Anlage 105. Längs der Bewegungsbahn des Schlittens 127 ist an der Vorderseite der Schneidemaschine eine Skala 133 angeordnet, die sich durch eine in ihrer Nähe befindliche Öffnung 134 in dem Schlitten 127 ablesen läßt. Die Skala bzw. der Maßstab 133 ist nach Wunsch in Zoll oder Zentimetern geteilt und zeigt mit Hilfe der Ableseeinrichtung 134 die Stellung der hinteren Anlage 105 genau an. Da die erwähnten Bewegungen im Verhältnis 1:1 erfolgen, führt der Schlitten 127 genau die gleichen Bewegungen aus wie die hintere Anlage 105. Die Bedienungsperson erkennt somit jederzeit die genaue Lage der hinteren Anlage 105 bzw. den genauen Abstand der vorderen Anlagefläche 107 von dem Schneidmesser.
Das elektrische Antriebssystem 125 arbeitet mit dem rückwärtigen Ende der Leitspindel 112 für die hintere Anlage über die mit zwei Nuten versehene Riemenscheibe 120, die an der Leitspindel befestigt ist, zusammen. Fig. 3 und 4 veranschaulichen ein spezielles Ausführungsbeispiel für das Motorantriebssystem 125, das unter dem hinteren bzw. linken Ende des Arbeitstisches 100 unterstützt ist. In Fig. 3 und 4 ist der Arbeitstisch 100 durch strichpunktierte Linien angedeutet, und in dem in Fig. 4 gezeigten Grundriß ist der Arbeitstisch teilweise weggebrochen gezeichnet, um den Tragrahmen 135 für das Antriebsaggregat 125 sichtbar zu machen. Das Antriebsaggregat 125 wird außerdem durch zwei weitere Rahmen unterstützt, nämlich durch den unteren Rahmen 136 und einen die Rahmen 135 und 136 miteinander verbindenden senkrechten Rahmen 137. Der Elektromotor 140 ist an dem senkrechten Rahmenglied 137 mittels einer Anzahl von Schrauben 141 befestigt, die sich durch Löcher in der Basis 142 des Motors erstrecken. Der Elektromotor 145 ist an dem unteren Rahmenglied 136 mittels geeigneter Schrauben 146 befestigt. Das frei tragende rechte Ende des Rahmengliedes 136 wird durch Zuganker 147, 147, die sich durch das obere Rahmenglied 135 hindurch erstrecken und an ihm befestigt sind, unterstützt. Zwischen den drei Rahmenteilen 135, 136 und 137 sind geeignete Streben und Tragglieder vorgesehen, um das Motorantriebsaggregat 125 in Gestalt eines Teilaggregates starr zu unterstützen.
Das obere Rahmenglied 135 ist an dem Arbeitstisch 100 mittels Schrauben 148 befestigt, die sich durch Schlitze in diesem Rahmenteil hindurch zu Fortsätzen 150 an der Unterseite des Arbeitstisches erstrecken. Das Motorantriebsaggregat 125 läßt sich somit quer zu dem Arbeitstisch 100 verstellen, damit man dem mit der Riemenscheibe 120 und der Riemenscheibe 151 zusaminenarbeitenden Treibriemen
121 die richtige Spannung geben kann. Die Riemenscheibe 151 wird durch den Motor 145 auf eine noch zu beschreibende Weise angetrieben. In ähnlicher Weise verbindet der Treibriemen 122 die Riemenscheibe 120 mit der Riemenscheibe 152, die durch den Elektromotor 140 auf eine noch zu beschreibende Weise betätigt wird.
In Fig. 3 ist eine Stellschraube 153 sichtbar, mittels deren man das Motoraggregat 125 gegenüber der ortsfesten Vorschubspindel 112 in Querrichtung verstellen kann. Diese Stellschraube 153 ist in einem mit Gewinde versehenen Klotz 154, der von dem Rahmen 135 aus nach oben ragt, drehbar gelagert, und sie ist so angeordnet, daß ihr freies Ende mit einem Fortsatz 150 des Arbeitstisches 100 zusammenarbeiten kann. Durch geeignete Drehbewegungen der Stellschraube 153 läßt sich somit die Spannung des Riemens 121 zwischen den Riemenscheiben 120 und 151 auf den gewünschten Wert einstellen. In ähnlicher Weise ist der Motor 140, auf dem senkrechten Rahmenglied 137 gleitend, beweglich angeordnet, und
3» es ist eine Stellschraube 155 vorgesehen, die in einen an dem Rahmenteil 137 befestigten und mit Gewinde versehenen Klotz 156 eingeschraubt ist; mittels dieser Stellschraube 155 läßt sich der Motor 140 gegenüber dem Rahmenteil 137 in senkrechter Richtung verstellen. Auf diese Weise kann man dem Treibriemen
122 zwischen den Riemenscheiben 120 und 152 eine geeignete Spannung geben. Es sei bemerkt, daß man die Muttern auf den betreffenden Schrauben 141 und 148 festzieht, wenn die Riemen 121 und 122 die richtige Spannung haben, und daß die Stellschrauben 153 und 155 in den zugehörigen Lagerklötzen 154 und 156 mit Hilfe der Klemmschrauben 157 und 158 festgelegt werden, um die Stellschrauben in der gewünschten Lage zu sichern.
In dem elektrischen Antriebssystem 125 sind elektromagnetische Kupplungen 160 und 161 (Fig. 4) vorgesehen. Die elektromagnetische Kupplung 160 ist zwischen der Kraftabgabewelle 162 des Motors 145 und der Riemenscheibe 151 vorgesehen, während die elektromagnetische Kupplung 161 zwischen der Kraftabgabewelle 163 des Motors 140 und der Riemenscheibe 152 angeordnet ist. Die elektromagnetischen Kupplungen 160 und 161 können von beliebiger geeigneter Bauart und Ausführung sein; bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden Kupplungen der bekannten Bauart Warner verwendet. Die Kupplung 160 ist mit dem elektrischen Steuersystem durch die Wicklungszuleitungen 164, die aus dem Anschlußstück 165 austreten, verbunden. Das Anschlußstück 165 ist in geeigneter Weise an einem Tragstück 166 befestigt, das mit einem an dem Rahmen 137 angebrachten Tragwinkel 167 verbunden ist. In ähnlicher Weise ist die Kupplung 161 mit der Steuerschaltung über ihre Wicklungszuleitungen 168, die von dem Anschlußstück 169 ausgehen, verbunden. Das Anschlußstück 169 ist auf einem Haltewinkel 170 befestigt, der auf geeignete Weise mit dem Haltewinkel 167 verbunden ist.
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Fig. 5 veranschaulicht schematisch das elektrische Der Motoranlasser 180 umfaßt zwei Solenoide, Antriebssystem 125 und seine durch die Vorschub- nämlich ein Solenoid 181 für das Anlassen bzw. für spindel 112 hergestellte Antriebsbeziehung zu der den Betrieb in Vorwärtsrichtung, und ein Solenoid hinteren Anlage 105. Der Elektromotor 145 treibt die 182 für das Anlassen und den Betrieb in Rückwärts-Vorschubspindel 112 an, wenn die zugehörige elek- 5 richtung. Diese Solenoide sind in Fig. 5 und 6 eintrische Kupplung 160 eingerückt ist. Das Einrücken gezeichnet. Beim Einschalten des Vorwärtsanlaßdieser elektrischen Kupplung 160 wird bewirkt, wenn solenoids 181 werden die normalerweise offenen die Kupplungswicklung 171 auf eine noch zu be- Anlaßkontakte 183 des Motoranlassers 180 geschreibende Weise durch die Steuerschaltung über die schlossen, so daß die Zuleitungen 176 des Motors 140 Zuleitungen 164 unter Strom gesetzt wird. Ähnlich io über die Leitungen 178 unmittelbar mit den Hauptbetätigt der Motor 140 die Vorschubspindel 112 über Zuleitungen 177 für den Dreiphasenstrom verbunden den Riemen 122, wenn die zugehörige elektromagne- werden. Diese Hauptleitungen 177 werden mit dem tische Kupplung 161 betätigt wird. Die Betätigung Netz, das Dreiphasenstrom von 60 Perioden liefert, der Kupplung 161 erfolgt, wenn die zugehörige Kupp- durch den Schalter 179 verbunden. Wenn dagegen lungswicklung 172 durch die noch zu beschreibende 15 das Rückwärtsanlaßsolenoid 182 eingeschaltet wird, Steuerschaltung über die Zuleitungen 168 mit Strom werden die drei normalerweise offenen Kontakte 184 versorgt wird. des Motoranlassers 180 geschlossen, und die Motor-
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Zuleitungen 176 werden wiederum unmittelbar mit Motor 140 als umsteuerbarer, mit dreiphasigem den Netzleitungen 177 verbunden, doch werden zwei Wechselstrom arbeitender Induktionsmotor ausgebil- 20 dieser Leitungen bezüglich ihrer Dreiphasenbeziehung det, der an ein Netz angeschlossen wird, dem im Vergleich zu den durch die Kontakte 183 her-Wechselstrom mit 60 Perioden entnommen wird. Bei gestellten Verbindungen miteinander vertauscht. Der dem Motor 140 handelt es sich um den schnell umsteuerbare Motor 140 für die Vorschubspindel laufenden Motor, der in den Figuren mit H.S.M. be- arbeitet dann in der entgegengesetzten Drehrichtung, zeichnet ist. Bei einer geeigneten Ausbildungsform 25 Beim Einschalten des Rückwärtsanlaßsolenoids des Antriebs 125 arbeitet der schnell laufende Motor 182 zum Umsteuern des Motors 140 wird der nor- 140 mit 900 U/min, und seine Leistung beträgt malerweise geschlossene Kontakt 185 der Schützen-0,75 PS. Bei dem Motor 145 handelt es sich eben- gruppe 184 geöffnet, um eine möglicherweise vorfalls um einen mit dreiphasigem Wechselstrom von handene Reihenschaltungsverbindung zu dem Vor-60 Perioden arbeitenden Induktionsmotor, der hier 30 wärtsanlaßsolenoid 181 zu unterbrechen. Beim Einais langsam laufender Motor benutzt wird; dieser schalten des Rückwärtsanlaßsolenoids 182 wird so-Motor ist in den Figuren mit L.S.M. bezeichnet. Der mit das Vorwärtsanlaßsolenoid 181 in jedem Fall Motor 145 ist vorzugsweise ein handelsüblicher Ge- stromlos gemacht, und das Motorsteuerungsaggregat triebemotor, der gemäß Fig. 5 ein schrägverzahntes 180 läßt den Motor 140 somit in der gewünschten Untersetzungsgetriebe 173, 174 umfaßt. Während bei 35 Richtung jeweils mit voller Drehzahl arbeiten. Das dem beschriebenen Ausführungsbeispiel die Kraft- Solenoid 181 ist gemäß Fig. 6 mit dem Steuerstromabgabewelle 163 des schnell laufenden Motors 140 kreis durch die Leitungen 186 und 187 verbunden, mit 900 U/min umläuft, arbeitet die Kraftabgabewelle mittels deren das Solenoid 181 und die Kontakte 185 162 des langsam laufenden Motors 145 mit einer in Reihe geschaltet sind. Das Rückwärtsanlaßsoleniedrigen Drehzahl von 25 U/min, und die Leistung 40 noid 182 ist durch die Leitungen 188 und 189 mit dieses Motors beträgt V3 PS. der Steuerschaltung verbunden.
Durch wahlweises Einschalten der Kupplungs- Die Arbeitsweise der hinteren Anlage 105 wicklungen 171 und 172 werden die entsprechenden wird vorher festgelegt, und zwar mit Hilfe eines in Riemenscheiben 151 und 152 über die Magnetkupp- Fig. 5 schematisch angedeuteten Programmierungslungen 160 bzw. 161 mit den zugehörigen Motoren 45 Verfahrens. Wie bereits erwähnt, führt der Schlitten 145 und 140 verbunden. Wenn der Netzschalter 179 127 die gleichen Bewegungen aus wie die hintere geschlossen ist, läuft der langsam laufende Motor 145 Anlage 105. Wenn die hintere Anlage 105 ihre hinständig in einer Richtung. Der Motor 145 ist durch terste Stellung einnnimt, befindet sich der Schlitten 127 die Zuleitungen 175 unmittelbar mit den von dem in seiner Endstellung auf der rechten Seite. Während Schalter 179 ausgehenden Leitungen 177 verbunden. 50 sich die hintere Anlage 105 auf die Schneidklinge zu Wenn die Kupplung 160 des langsam laufenden nach vorn bewegt, bewegt sich der Schlitten 127 geMotors 145 eingeschaltet wird, um die Riemenscheibe maß Fig. 5 nach links. In dem Schlitten 127 sind 151 anzutreiben, erfolgt der Antrieb in einer vor- Photozellen 190 und 191 sowie eine Lichtquelle 192 bestimmten Drehrichtung mit einer niedrigen Dreh- angeordnet. Ferner ist in dem Schlitten 127 zwischen zahl; das gleiche gilt für die Vorschubspindel-Riemen- 55 der Lichtquelle 192 und den Photozellen 190 und 191 scheibe 120. Der schnell laufende Motor 140 ist da- ein Kondensorlinsenaggregat 193 vorgesehen,
gegen mit den Netzleitungen 177 über ein Motor- Die photoelektrischen Zellen 190 und 191 dienen anlasseraggregat 180 über die Dreiphasenleiter 178 zur automatischen Betätigung des an Hand von Fig. 6 und 176 verbunden, und zwar auf eine an Hand von noch näher zu beschreibenden Steuersystems durch Fig. 6 noch näher zu beschreibende Weise. Während 60 eine Änderung ihrer Beleuchtung von Dunkel zu Hell sich die Motoren normalerweise so schalten lassen, und umgekehrt. Vorzugsweise werden die Photozellen daß sie in Vorwärtsrichtung laufen, läßt sich der durch die Lichtquellen 192 beleuchtet, wenn sich die Motor 140, wie weiter unten erläutert, umsteuern. hintere Anlage 105 mit der hohen Geschwindigkeit Die schnell laufende Antriebsriemenscheibe 152 er- bewegt. Während des Betriebes der hinteren Anlage möglicht es somit, die Vorschubspindel 112 in beiden 65 ist es aus praktischen Gründen erforderlich, die Richtungen mit hoher Drehzahl anzutreiben, und hintere Anlage zwischen den aufeinanderfolgenden zwar entsprechend der Betätigung durch den Motor- Schneidstellungen schnell zu bewegen, diese Bewegung anlasser 180 und die Kupplung 161. jedoch vor der Annäherung der hinteren Anlage an
eine Schnittstellung zu verlangsamen, um eine Bewegung derselben auf Grund von Massenkräften zu verhindern, denn auch der Papierstapel könnte sich sonst über die gewünschte Schnittstellung hinwegbewegen, wenn die hintere Anlage plötzlich zum Stillstand gebracht wird. Diese zweckmäßige und erwünschte Arbeitsweise wird gemäß der nachfolgenden Beschreibung durch die Photozellen 190 und 191 bewirkt, welche die Schaltung des Motorantriebssystems 125 steuern.
Das vereinfachte Steuerungssystem und der Motorantrieb gemäß der Erfindung ermöglichen eine Arbeitsweise, bei welcher die hintere Anlage zunächst schnell vorwärts bewegt wird, woraufhin die Bewegung der hinteren Anlage verlangsamt wird und wonach die hintere Anlage dann genau an der gewünschten Stelle stillgesetzt wird; ferner wird im geeigneten Zeitpunkt der Rückwärtseilgang der hinteren Anlage 105 eingeschaltet. Längs einer geschlitzten sechskantigen Programmstange 126 (Fig. 2) ist ein Satz von Anschlag- bzw. Blendenaggregaten 195 angeordnet, um die Betätigung der hinteren Anlage 105 durch den Motorantrieb 125 festzulegen bzw. zu steuern. Die Blendenaggregate 195 umfassen undurchsichtige, schattenerzeugende Elemente 196,
197 und 198, die den Lichtstrahl zwischen der Lichtquelle 192 und den Photozellen 190 und 191 unterbrechen, wenn sich der Schlitten 127 gegenüber den ortsfesten Blenden 195 bewegt. Wenn die rechte Kante 197 eines Blendenaggregats 195 den auf die Photozelle 191 fallenden Lichtstrahl unterbricht, wird das damit verbundene Photorelais PR-2 stromlos gemacht, so daß die schnelle Vorwärtsbewegung der hinteren Anlage 105 durch den Motor 140 verlangsamt wird.
Wenn ferner das vorspringende Element 197 den auf die Photozelle 190 fallenden Lichtstrahl unterbricht, wird das Photorelais PR-I stromlos gemacht, woraufhin die sich langsam bewegende hintere Anlage 105 plötzlich zum Stillstand gebracht wird. Die Bedienungsperson betätigt nunmehr das Schneidmesser, das nach seinem Auftreffen auf einen Anschlag das automatische Steuerungssystem wieder umsteuert, so daß sich die hintere Anlage 105 gemäß der nachfolgenden Beschreibung wiederum schnell in Richtung auf die nächste Schnittstellung vorwärts bewegt.
Die freien Zwischenräume 199 zwischen den nach unten ragenden undurchsichtigen Teilen 197 und 198 der Blendenaggregate 195 ermöglichen es, daß die hintere Anlage 105 langsam weiterbewegt wird, bis sie durch eines der nach unten ragenden Elemente
198 zum Stillstand gebracht wird. Diese Anordnung entspricht einer Stellung zum Abschneiden von Zwischenstreifen. Wenn ein solcher Arbeitsgang nicht benötigt wird, entfernt man die Teile 198 von den Blendenaggregaten 195, so daß die Zwischenräume
199 an den betreffenden Stellen des Programms fortfallen. In einem solchen Fall verbleibt somit nur ein einziges nach unten ragendes Blendenteil, wie es in Fig. 5 bei 195 a angedeutet ist. Diese Blendenteile 195 α werden benutzt, wenn ein Abschneiden von Zwischenstreifen nicht erforderlich ist.
Fig. 6 ist eine schematische Gesamtdarstellung des selbsttätigen elektrischen Steuersystems einschließlich des Motorantriebs und der dafür vorgesehenen Kupplungen. Bei dieser Anordnung ist vorgesehen, daß sich der langsam laufende Motor 145 (L.S.M.) ständig in Betrieb befindet, da er von dem Dreiphasennetz 177 aus über die Leitungen 175 ständig mit Strom versorgt wird. Wenn die Kupplung 160 (L.S.CL) für den langsam laufenden Motor durch die zugehörige Steuerschaltung unter Strom gesetzt wird, wird die hintere Anlage 105 durch den Motor 145 mit niedriger Geschwindigkeit vorwärts bewegt. Sofort nach dem Einschalten der Wicklung 171 der Kupplung 160 wird die Riemenscheibe 151, welche die Riemenscheibe
ίο 120 antreibt, mit der Kraftabgabewelle 162 des langsam laufenden Motors 145 verbunden.
Der schnell laufende Motor 140 (H. S. M.) ist so geschaltet, daß er ständig in Vorwärtsrichtung umläuft, d. h. in derjenigen Drehrichtung, bei welcher die hintere Anlage 105 mit hoher Geschwindigkeit vorwärts bewegt wird, und zwar dann, wenn die zugehörige Kupplung 161 durch das Einschalten der Wicklung 172 eingerückt ist. Mit anderen Worten, das Vorwärtsanlaßsolenoid 181 (F'd) befindet sich normalerweise in der Stellung für den noch zu beschreibenden automatischen Betrieb. Wenn jedoch das Rückwärtsanlaßsolenoid 182 eingeschaltet wird, dreht sich der schnell laufende Motor 140 in der entgegengesetzten Richtung bzw. rückwärts. Wenn die Kupplung 161 des Motors 140 durch das Einschalten der zugehörigen Wicklung 172 eingerückt worden ist, wird die hintere Anlage 105 mit hoher Geschwindigkeit nach hinten bewegt.
Bei dem Relais PR-I handelt es sich um ein photoelektrisches Relais. Wenn Licht auf die Photozelle 190, die mit diesem Relais verbunden ist, fällt, werden die normalerweise geöffneten Kontakte PR-I geschlossen. Wenn jedoch der Lichtstrahl durch ein Blendenaggregat 195 abgefangen wird, wird das Relais PR-1 stromlos, und die Kontakte PR-I öffnen sich.
Bei dem Relais PR-2 handelt es sich ebenfalls um ein photoelektrisches Relais, das jeweils mit einem anderen Teil der Blendenaggregate 195 zusammenarbeitet. Dieses Relais PR-2 wird ebenfalls eingeschaltet, wenn Licht auf die zugehörige Photozelle 191 fällt, so daß die normalerweise geschlossenen Kontakte PR-2 geschlossen werden. Wenn der Lichteinfall durch ein Blendenaggregat 195 unterbrochen wird, öffnen sich die Kontakte PR-2.
Das Relais CR-3 wird elektrisch betätigt, jedoch mechanisch gehalten. Wenn der Wicklung α dieses Relais Strom zugeführt wird, schließt es einen normalerweise geöffneten Kontakt CR-3 und öffnet es einen normalerweise geschlossenen Kontakt CR-3. Sobald dieser Zustand erreicht ist, öffnet ein nicht gezeigter Schalter, der an das Solenoid a angeschlossen ist, den über dieses Solenoid führenden Stromkreis, doch bleiben die Kontakte CR-3 nach dem Ausschalten der Wicklung a in ihrer Stellung verriegelt. Um diese Kontakte umzusteuern, muß die Wicklung b unter Strom gesetzt werden, so daß diese Kontakte wieder ihre ursprüngliche Stellung bei Stromlosigkeit des Relais einnehmen. Der in der Wicklung b fließende Strom wird ebenfalls durch einen mit dieser Wicklung verbundenen, hier jedoch nicht gezeigten Schalter unterbrochen. Bei diesem Relais CR-3 werden die Wicklungen somit nur während des Schließens und in der nicht verriegelten Stellung des Relais mit Strom versorgt, während sie im übrigen stromlos bleiben.
Das Relais CR-A, enthält Kontakte CR-4 zum wahlweisen Steuern des Einschaltens der Gleichstrom-
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kupplungswicklungen 171 und 172 in Kombination mit dem Relais CR-2, was weiter unten näher erläutert wird.
In der Steuerschaltung ist ein Gleichrichteraggregat 200 vorgesehen, dessen Ausgangsklemmen 71 und 72, an denen eine Spannung von 90 Volt liegt, mit den entsprechenden Klemmen 71 bzw. 72 des Stromkreises für die Wicklungen der elektromagnetischen Kupplungen verbunden sind.
Das elektrische Steuersystem liegt an den Netzleitungen L1 und L2, durch die dem System Wechselstrom von 110 Volt zugeführt wird.
Bei dem Relais Mi?-201 handelt es sich um ein motorbetätigtes Relais. Die Kontakte 202 des Relais MR-201 liegen in der Leitung L2. Wenn die zu den Motoren führenden Leitungen 177 unter Strom stehen, wird das Solenoid 203 des Motorrelais MR-202 seinerseits eingeschaltet, um die Kontakte 202 zu schließen und den Klemmen 12 der Schaltung die volle Steuerspannung zuzuführen. Das Steuersystem befindet sich somit außer Betrieb, solange dem Motorrelais MR-201 kein Strom zugeführt wird, d. h. solange die Motoren nicht eingeschaltet sind.
Zwischen den Klemmen 12, 29 liegt ein Abspanntransformator 205, der über einen Regelwiderstand 206 mit der Klemme 3 verbunden ist; dieser Transformator liefert Wechselstrom von 6 Volt für die Signallampen 207 (1) und 208 (P). Zwischen den Punkten 1 und 3 des Steuerstromkreises liegt eine Sicherung 209.
Das Vorwärtsanlaßsteuersolenoid 181 des Anlassers 180 ist über seinen Kontakt 186 mit der Klemme 12 und der Leitung L2 verbunden, und, wie beschrieben, ist er über die Klemmen 91, 92 mit dem normalerweise geschlossenen Umsteuerungsanlaßkontakt 185 in Reihe geschaltet, und ferner ist er durch den Kontakt 187 über die Kontakte des normalerweise geschlossenen Umsteuerungs-Druckknopfschalters 210 (REV) bei 3 mit dem anderen Netzleiter L1 verbunden. Solange der handbetätigte Druckknopf 210 des Umsteuerschalters REV nicht betätigt wird, steht somit das Vorwärtsanlaßsolenoid 181 unter Strom, und der Kontakt 183 bzw. die Kontakte 183 des Motoranlassers sind geschlossen, um den schnell laufenden Motor 140 mit den Netzleitungen 177 zu verbinden. Es sei jedoch bemerkt, daß der Motor 140 zwar ständig in einer Richtung umläuft, die einer Vorwärtsbewegung der hinteren Anlage 105 entspricht, daß jedoch die Vorschubspindel 112 der hinteren Anlage nicht durch den Motor 140 betätigt wird, solange die Motorkupplung 161 nicht durch das Einschalten der Kupplungswicklung 172 in einer noch näher zu beschreibenden Weise eingerückt worden ist. Das Einschalten der Kupplungswicklung 172 erfolgt erst beim Einschalten des Relais CR-A.
Der schnell laufende Motor 140 wird umgesteuert, so daß er in der Rückwärtsrichtung läuft, wenn der Druckknopf 210 des Umsteuerungsschalters REV von Hand niedergedrückt wird. Wenn sich der Umsteuerungsdruckknopf 210 gemäß Fig. 6 in seiner unteren Stellung befindet, ist der Stromkreis zwischen den Punkten 3 und 187 unterbrochen, und die Vorwärtsanlaßwicklungl81 für den Motor ist stromlos. Gleichzeitig schließt ein anderer Teil des Umsteuerschalters 210 den Stromkreis zwischen den Punkten 6 und 10, um das Relais CR-I über den Umsteuerungs-Begrenzungsschalter RLS von der Klemme 5 aus und über die Klemme 12 sowie über den Handstoppschalter 211 einzuschalten; die Funktion dieses Schalters wird im folgenden näher erläutert: Durch das Einschalten des Relais CR-I wird das Umsteuerungs-Anlaßsolenoid 182 des Anlassers 180 in den Stromkreis eingeschaltet, und zwar über 189-188-9, über den Begrenzungsschalter SGLS zwischen 6 und 7, über die Kontakte von CR-I bei 7-8 und über die normalerweise geschlossenen Kontakte 8-189 des Schalters 215 für den Betrieb in Vorwärtsrichtung, wobei über den
ίο Stoppschalter 211 eine Verbindung mit der Klemme 12 hergestellt wird.
Wenn der handbetätigte Umsteuerungsschalter 210 niedergedrückt wird, öffnet er somit den Stromkreis des Vorwärtsanlaßsolenoids 181 und setzt das Rückwärtsanlaßsolenoid 182 unter Strom. Daraufhin verbindet der Motoranlasser 180 den Motor 140 derart mit dem Netz, daß er mit voller Drehzahl in entgegengesetzter Richtung umläuft. Wenn die Wicklung 172 der Kupplung für den schnell laufenden Motor bei der Einschaltung des Relais CR-A eingeschaltet wird, wird die Vorschubspindel 112 in einer solchen Richtung und mit einer solchen Drehzahl gedreht, daß sich die hintere Anlage 105 mit hoher Geschwindigkeit nach hinten bewegt. Diese Rückwärtsbewegung der hinteren Anlage setzt sich fort, bis entweder die Bedienungsperson den Stoppschalter 211 niederdrückt, um den Stromkreis des Solenoids 182 zu öffnen, oder bis die Begrenzungsschalter RLS oder SGLS für die Rückwärtsbewegung ausgelöst werden oder bis der vorherrschend wirksame Schalter 215 für die Vorwärtsbewegung (8-189) niedergedrückt wird.
In dem Steuerkreis sind weitere Begrenzungsschalter bzw. Endausschalter vorgesehen; diese sind in Fig. 6 wie folgt bezeichnet: H. W. L. S. 3-27, HEX
B. L. S. 27-5 und F. L. S. 5-20. Diese Endausschalter begrenzen zusammen mit den Schaltern RLS und SGLS nicht nur die Rückwärtsbewegung der hinteren Anlage, sondern auch die Vorwärtsbewegung und gegebenenfalls auch die schrittweisen Bewegungen während des Rücklaufs. Hierdurch wird verhindert, daß die hintere Anlage 105 gegen den vorderen oder den rückwärtigen Teil der Schneidemaschine läuft, und ferner wird gegebenenfalls ein Anhalten der hinteren Anlage in einer Zwischenstellung ermöglicht.
Ein Wählschalter 212 wird in seine Stellung A für automatischen Betrieb gebracht, so daß seine Kontakte gemäß Fig. 6 die Punkte 20 und 21 der Schaltung überbrücken, während die Kontakte 20-17 geöffnet bleiben. Wenn der Wählschalter 212 in die Mittelstellung O gebracht wird, ist der Steuerkreis abgeschaltet, und wenn der Schalter die Stellung H einnimmt, befindet er sich in der Stellung für Handbetrieb.
Ein selbsttätiger Betrieb der Maschine wird dadurch ermöglicht, daß die Photozellen 190 und 191, die in der weiter oben beschriebenen Weise mit den das Arbeitsprogramm festlegenden Blenden 195 zusammenarbeiten, geeignete Signale erzeugen. Der automatische Betrieb wird durch Niederdrücken des Vorwärtsdruckknopfes 215 eingeleitet. Hierdurch werden die Kontakte 21 und 24 geschlossen, um die Wicklung eines Relais CR-3, das zwischen den Klemmen 21 und 12 liegt, unter Strom zu setzen. Wie oben erläutert, wird der normalerweise offene Kontakt 19-14 des Relais CR-3 mechanisch geschlossen gehalten, bis danach die Wicklung b des Relais unter Strom gesetzt wird. Wenn man den Vorwärtsdruck-
knopf 215 losläßt, so daß er sich nach oben bewegt, werden die Kontakte 14-16 geschlossen, um das Relais CR-2 bei 16-9 einzuschalten, während die Kontakte 19-14 des Relais CR-3 geschlossen werden; das Relais CR-2 liegt somit an der vollen Spannung, die zwischen 21 und 12 herrscht.
Durch das Einschalten des Relais CR-2 werden die Kontakte des Relais CR-2 über die Klemmen 72-73 des Stromkreises der Kupplungswicklung geschlossen. Hierdurch wiederum wird die Kupplungswicklung 171 für den langsam laufenden Motor über den normalerweise geschlossenen Kontakt von CR-4 bei 73-74 an das in der Leitung 71 herrschende Potential angelegt. Das Niederdrücken des Vorwärtsknopfes 215 und das nachfolgende Loslassen desselben führt somit zur Einschaltung der Kupplungswicklung 171 für den langsam laufenden Motor, so daß die zugehörige Kupplung 160 eingerückt wird, um die langsam laufende Welle 162 des ständig in Betrieb befindlichen langsam laufenden Motors 145 mit der Vorschubspindel zu verbinden. Die hintere Anlage 105 bewegt sich demnach mit geringer Geschwindigkeit nach vorn. Diese langsame Vorwärtsbewegung der hinteren Anlage bewirkt auch eine entsprechende Bewegung des Schlittens 127 nach links, bis ein Teil einer Blende 195, die sich in der richtigen Lage befand, als der Vorwärtsschaltknopf niedergedrückt wurde, eine zu der Photozelle 190 führende Öffnung freilegt. Der Lichtstrahl fällt nunmehr auf die Photozelle 190 und bewirkt die Einschaltung des zugehörigen Relais PR-I. Durch diese Betätigung wird das Steuersystem auf die automatische Steuerung durch die Photozellen umgeschaltet. Die beiden normalerweise offenen Kontakte PR-I werden geschlossen, sobald das Relais PR-I durch die Photozelle 190 eingeschaltet wird, wobei die Kontakte 18-16 das Relais CR-2 über die Kontakte 21-12 und 18-9-21 bzw. über die damit verbundenen Leitungen eingeschaltet halten. Die Kontakte 19-22 von PR-I schalten daraufhin die Wicklung b des Relais CR-3 ein, wodurch die Kontakte 19-14 von CR-3 geöffnet werden. Wenn Licht auf die Photozelle 190 fällt, wird somit das Anlaßrelais CR-3 aus dem Stromkreis ausgeschaltet, und das selbsttätige System wird nunmehr durch die Photozelle gesteuert. Während dieses Einschaltzustandes des Relais PR-I, währenddessen das Relais PR-2 stromlos ist, bleibt das Relais CR-2 eingeschaltet, und die Kupplung 160 des langsam laufenden Motors ist eingerückt, so daß sich die hintere Anlage kontinuierlich mit geringer Geschwindigkeit nach vorn bewegt.
Wenn die ortsfeste Blende 195 die zu der anderen Photozelle 191 führende Öffnung freigibt, so daß Licht auf diese Photozelle fallen kann, wird das zugehörige Relais PR-2 eingeschaltet. Aus den nachstehend angegebenen Gründen führt die gleichzeitige Belichtung der Photozellen 191 und 190 dazu, daß sich die hintere Anlage 105 mit hoher Geschwindigkeit nach vorn bewegt.
Die Kontakte des Relais CR-4, das in der Steuerschaltung vorgesehen ist, liegen in dem System für die elektromagnetischen Kupplungen. Wenn das Relais CR-4 eingeschaltet wird, werden seine Kontakte 72-72 geschlossen, die normalerweise geschlossenen Kontakte 73-74 von CR-4 öffnen sich, und die normalerweise geschlossenen Kontakte 73-75 öffnen sich ebenfalls. Die Wicklung 172 der Kupplung für den schnell laufenden Motor erhält die volle Spannung von 90 Volt aus den Gleichstromleitungen 72 und 71. Wenn das Relais CR-4 (15-9) eingeschaltet ist, wird die Kupplungswicklung 172 daraufhin unmittelbar mit Strom versorgt, und die Wicklung 171 der Kupplung für den langsam laufenden Motor wird von dem Gleichstromkreis abgeschaltet. Die Kupplung 161 des schnell laufenden Motors wird dann unmittelbar eingerückt, so daß der schnell laufende Motor 140 die hintere Anlage 105 mit hoher Geschwindigkeit vorwärts bewegt, da das Vorwärtsanlaßsolenoid 181 normalerweise in dem Stromkreis liegt.
Das Relais CR-4 wird durch das Schließen der Kontakte PR-2 bei 21-21 α eingeschaltet, wenn das Relais PR-2 eingeschaltet ist, jedoch nur dann, wenn die damit bei 21a-15 in Reihe liegenden entsprechenden Kontakte CR-2 geschlossen sind. Mit anderen Worten, das Betätigungsrelais CR-4 für die Kupplung des schnell laufenden Motors läßt sich nur dann über die Kontakte 21-21 α von PR-2 einschalten, wenn auch das Relais CR-2 (16-9) eingeschaltet ist, um die Kontakte 21a-15 zu schließen. Während der selbsttätigen Steuerung durch die Photozellen kann das Relais CR-2 nur dann durch die Schließung der Kontakte 19-18 eingeschaltet bleiben, wenn die Photozelle 190 belichtet wird, so daß das Photorelais PR-I unter Strom steht. Gemäß der weiter unten gegebenen Erläuterung wirkt dies außerdem als Sicherheitsmaßnahme.
Wenn der Lichtstrahl sowohl auf die Photozelle 191 als auch auf die Photozelle 190 fällt, wird das Relais CR-4 für die Kupplung des schnell laufenden Motors durch die Kontakte 21-21 α und 21a-15 eingeschaltet. Hierdurch wird die Wicklung 172 der Kupplung des schnell laufenden Motors unter Strom gesetzt, während die Wicklung 171 der Kupplung des langsam laufenden Motors über 73-74 stromlos gemacht wird. Der Motor 140 bewegt daraufhin die hintere Anlage 105 während der gleichzeitigen Belichtung der Photozellen 190 und 191 mit der hohen Geschwindigkeit vorwärts, und zwar entsprechend der Anordnung der Stoppblenden 195.
Das selbsttätige Anhalten der hinteren Anlage in genau vorherbestimmten Stellungen wird durch zwei Arbeitsschritte bewirkt. Der erste Schritt besteht darin, ein Signal zu erzeugen, welches dazu führt, daß die hintere Anlage von ihrem Betrieb mit hoher Geschwindigkeit auf den Betrieb mit niedriger Geschwindigkeit umgesteuert wird, woraufhin die langsame Vorwärtsbewegung im richtigen Zeitpunkt unterbrachen wird, so daß die hintere Anlage sofort zum Stillstand kommt. Dies wird durch die Anordnung der Blende 195 bewirkt, die an dieser Stelle den Lichtstrahl auf die beiden Photozellen 190 und 191 fallen läßt, wobei dafür gesorgt ist, daß zuerst das 55_ Photorelais PR-2 dadurch stromlos gemacht wird, daß der Lichtstrahl auf seinem Wege zu der Photozelle 191 unterbrochen wird. Das Ausschalten des Relais PR-2 bewirkt, daß sich die Kontakte 21-21 a öffnen, um so das Relais CR-4 stromlos zu machen. Durch das Abfallen des Relais CR-4 werden die Kontakte 72-73-75 für die Wicklung 172 der Kupplung des schnell laufenden Motors geöffnet, so daß die Verbindung zwischen dem schnell laufenden Motor 140 und dem Antrieb für die hintere Anlage 105 unterbrochen wird. Gleichzeitig bleibt das Relais PR-I eingeschaltet, denn der Lichtstrahl fällt immer noch auf die Photozelle 190. Dies bedeutet, daß das - Relais CR-2 immer noch eingeschaltet bleibt und daß
daher seine Kontakte 72-73 geschlossen sind, während durch das Ausschalten des Relais CR-A die normalerweise geöffneten Kontakte 73-74 wieder geschlossen werden, um den Stromkreis über die Wicklung 171 der Kupplung des langsam laufenden Motors zu schließen.
Wenn es erwünscht ist, die hintere Anlage 105 hierauf stillzusetzen, ordnet man die Blenden 195 so an, daß sie wie bei der Photozelle 191, die bereits verdunkelt ist, den auf die Photozelle 190 fallenden Lichtstrahl unterbrechen. Hierdurch wird das zugehörige Relais PR-I stromlos gemacht, und der Kontakt von PR-I bei 19-18 wird geöffnet. Daraufhin wird das Relais CR-2 stromlos gemacht, um dessen Kontakte 72-73 in dem Kupplungsstromkreis zu öffnen und die Wicklung 171 der Kupplung des langsam laufenden Motors auszuschalten. Wenn beide Kupplungswicklungen auf diese Weise stromlos gemacht worden sind, kommt die sich langsam bewegende hintere Anlage genau in der vorbestimmten Stellung zum Stillstand, ohne sich in unerwünschter Weise weiterzubewegen.
Nachstehend ist die automatische Betätigung kurz zusammengefaßt: Zuerst wird der Vorwärtsanlaßknopf 215 niedergedrückt, woraufhin die hintere Anlage 105 beginnt, sich langsam vorwärts zu bewegen, bis die für die Photozelle 190 vorgesehene Öffnung freigegeben wird. Die Lichtstrahlsteuerung und das nächste Blendenaggregat 195 übernehmen die selbsttätige Steuerung der hinteren Anlage bis zu dem nächstfolgenden Schneidvorgang. Wenn die Blende 195 bewirkt, daß Licht auf beide Photozellen 190 und 191 fällt, wird die Wicklung 172 der Kupplung des schnell laufenden Motors eingeschaltet, und die hintere Anlage bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit nach vorn. Wenn das Blendenaggregat 195 den auf die Photozelle 191 fallenden Lichtstrahl unterbricht, wird die Wicklung 172 der Kupplung des schnell laufenden Motors ausgeschaltet, während die Wicklung 171 der Kupplung des langsam laufenden Motors eingeschaltet wird, so daß sich die hintere Anlage langsam vorwärts bewegt. Wenn die Blende 195 eine Lage einnimmt, in der sie sowohl die Photozelle 190 als auch die Photozelle 191 verdeckt, hört die Stromzufuhr zu der Kupplung 160 des langsam laufenden Motors auf, und die sich langsam bewegende hintere Anlage 105 kommt sofort an der vorgesehenen Stelle zum Stillstand.
Wenn auf diese Weise eine vorher eingestellte neue Stellung der hinteren Anlage erreicht worden ist, wird eine grüne Signallampe G (Fig. 6) eingeschaltet, und diese Lampe leuchtet auf, um anzuzeigen, daß der nächste Schneidvorgang an dem Bogenstapel vorgenommen werden kann. Nach der Durchführung des Schneidvorgangs an den Papierbogen und wenn sich das Messer und die Klemme wieder nach oben in ihre Ruhelage bewegen, wird ein Messerschalter KN 21-28 geschlossen, um das selbsttätige Arbeitsspiel wieder von vorn beginnen zu lassen, und zwar ähnlich wie bei der Einleitung eines weiteren Arbeitsspiels durch das Niederdrücken des Vorwärtsanlaßknopfes 215, durch das die Kontakte 21-24 geschlossen werden. Es sei bemerkt, daß der Messerschalter KN 21-28 nur geschlossen ist, während sich das Messer nach oben bewegt, und daß er erneut geöffnet wird, um die in Fig. 6 wiedergegebene Stellung einzunehmen, wenn das Messer von seiner Abdeckung aufgenommen wird.
Drei normalerweise geschlossene Schalterkontakte sind mit der grünen Signallampe G über 19-12, PR-I, CR-I und CR-3 in Reihe geschaltet. Bei jeder Bewegung der hinteren Anlage 105, d.h. sowohl bei einer Vorwärtsbewegung als auch bei einer Rückwärtsbewegung sowie bei langsamer oder schneller Bewegung, ist einer dieser normalerweise geschlossenen Schalter längs des Kreises 19-12, der die Lampe G enthält, geöffnet, so daß die Lampe nicht aufleuchtet.
ίο Sobald jedoch die Bewegung der hinteren Anlage aufhört, werden die drei Schalter sämtlich wieder in ihre normale geschlossene Stellung gebracht, und die Lampe G leuchtet auf, um anzuzeigen, daß man einen Schneidvorgang durchführen kann. Dieser Betrieb der Anzeigelampe G spielt sich sowohl bei Handbetätigung als auch bei automatischer Steuerung des Systems ab.
Wenn sich der Wählschalter 212 in der Stellung A für automatischen Betrieb befindet, bewirkt das
ao Niederdrücken des Rückwärtsanlaßknopfes 210 in einem beliebigen Zeitpunkt während des Arbeitsspiels, daß sich die hintere Anlage 105 mit hoher Geschwindigkeit nach hinten bewegt. Wenn der Vorwärtsanlaßknopf 215 zufälligerweise niedergedrückt wird, während der Rückwärtsanlaßknopf 210 in seiner unteren Stellung ist, werden seine normalerweise geschlossenen Kontakte 8-189 das Rückwärtsanlaßsolenoid 182 ausgeschaltet halten, und die hintere Anlage wird sich mit niedriger Geschwindigkeit nach vorn bewegen.
Bei langsamer Bewegung der hinteren Anlage nach vorn übergeht somit der Vorwärtsanlaßknopf 215 den Rückwärtsanlaßknopf 210 für die schnelle Rückbewegung der hinteren Anlage. Der Vorwärtsanlaßschalter schaltet über die Kontakte 18-16 das Relais CR-2 der Kupplung des langsam laufenden Motors ein.
Wie oben beschrieben, kann die Photozelle PR-I das Relais CR-2 (16-9) erst dann einschalten, wenn der Vorwärtsanlaßknopf 215 kurzzeitig niedergedrückt wird oder wenn die Bedienungsperson den Messerschalter 21-28 schließt. Der Grund hierfür besteht darin, daß dann, wenn das Relais CR-2 ausgeschaltet ist, sein Kontakt CR-2 über 18-16 offen ist und PR-I den Stromkreis zu dem Relais CR-2 nicht schließen kann. Es ist vielmehr erforderlich, daß das Relais CR-2 vorher gemäß dem anderen Verfahren eingeschaltet wird, und zwar entweder über den Vorwärtsanlaßschalter 215 oder über den Messerschalter KN. Dann werden die Kontakte von CR-2 bei 18-16 geschlossen, und das Photorelais PR-I kann die Steuerung übernehmen. Dies wirkt außerdem als Sicherheitsmaßnahme, wenn beide zu den Photozellen 190 und 191 führende Öffnungen freigegeben werden, während der Wählschalter 212 in die Stellung A für automatischen Betrieb gebracht wird; es erfolgt dann keine Bewegung der hinteren Anlage, selbst wenn Licht auf beide Photozellen 190 und 191 fällt, solange nicht entweder die Bedienungsperson den Vorwärtsanlaßknopf niederdrückt bzw. solange nicht die Kontakte des Messerschalters KN während des normalen Arbeitsspiels der Maschine geschlossen werden.
Man erkennt somit, daß der Vorwärtsanlaßknopf 215 gegenüber dem Rückwärtsanlaßknopf 210 vorherrschend wirksam wird, wenn diese beiden Knöpfe gleichzeitig niedergedrückt sind bzw. werden, und daß sich die hintere Anlage mit niedriger Geschwindigkeit vorwärts bewegt, wenn der Vorwärtsanlaßknopf
215 niedergedrückt ist, während der Wählschalter 212 in der Stellung A für selbsttätige Steuerung steht. Wenn man den Vorwärtsanlaßknopf 215 losläßt, erfolgt die automatische Programmsteuerung der hinteren Anlage nach vorn durch das Zusammenwirken der Blenden 195 mit den Photozellen 190 und 191 in der oben beschriebenen Weise. Ferner wird das Niederdrücken des Stoppknopfes 211 gegenüber dem Rückwärtsanlaßknopf 210, dem Vorwärtsanlaßknopf 215 sowie der selbsttätigen Steuerung durch die Photozellen 190 und 191 vorherrschend wirksam. Wenn der Stoppknopf 211 niedergedrückt wird, öffnet er den Steuerstromkreis über 9-12, so daß keinerlei Wirkung auf das Steuerrelais CR-4 für die Kupplung des schnell laufenden Motors oder auf das Steuerrelais CR-2 für die Kupplung des langsam laufenden Motors oder auf das Rückwärtsanlaßsolenoid 182 ausgeübt werden kann. Solange der Stoppknopf 211 durch die Bedienungsperson niedergedrückt wird, kann die hintere Anlage 105 somit nicht bewegt werden.
Wenn man den Stoppknopf 211 niederdrückt, schließen sich auch die Kontakte 21-23, so daß die zum Öffnen dienende Wicklung b des Relais CR-3 unter Strom gesetzt wird, wodurch die Kontakte CR-3 vor dem Einschalten der Wicklung α in ihre normale Stellung zurückgeführt werden. Um eine selbsttätige Steuerung durch die Photozellen 190 und 191 zu ermöglichen, muß man daher entweder den Vorwärtsanlaßknopf 215 niederdrücken und wieder loslassen oder den Messerschalter KN betätigen. Bei 28-24 ist ein Schnappschalter Y vorgesehen, um es der Bedienungsperson zu ermöglichen, die automatische Steuerung des Systems durch die Photozellen 190 und 191 nach Belieben dadurch zu verhindern, daß die erneute Auslösung eines Arbeitsspiels durch den Messerschalter KN bei 21-28 unmöglich gemacht wird.
Wenn man die hintere Anlage 105 der Schneidemaschine von Hand steuern will, bringt man den Wählschalter 212 in die Stellung H. Hierdurch wird der an die Leitung L1 angeschlossene Steuerstromkreis zu den Relais PR-I, PR-2, CR-I und CR-3 unterhalb der Klemme 20 unterbrochen, und der Stromkreis über 20-17, der zu dem Relais CR-4 über die normalerweise geöffneten Kontakte 17-15 des Vorwärtsanlaßschalters 215 führt, wird geschlossen. Wenn man nunmehr den Vorwärtsanlaßknopf 215 mit der Hand niederdrückt, wird somit das Relais CR-4 bei 15-9 unmittelbar eingeschaltet. Dies veranlaßt die Kontakte CR-4, die Wicklung 172 der Kupplung des schnell laufenden Motors über 72-73 und 73-75 einzuschalten. Daraufhin läuft die hintere Anlage mit hoher Geschwindigkeit nach vorn, denn der schnell laufende Motor 140 arbeitet in der normalen Weise in Vorwärtsrichtung, da das Vorwärtsanlaßsolenoid 181 in der normalen Weise eingeschaltet ist. Wenn man den Vorwärtsanlaßknopf 215 losläßt, wird die hintere Anlage stillgesetzt, denn die Kupplung 161 wird ausgerückt, wenn die zugehörige Wicklung 172 stromlos wird.
Wenn man den Rückwärtsanlaßknopf 210 niederdrückt, bewegt sich die hintere Anlage nach hinten. Das Rückwärtsanlaßsolenoid 182 des Motoranlassers 180 wird eingeschaltet, denn das Relais CR-I schließt seine Kontakte über 7-8. Das normalerweise eingeschaltete Vorwärtsanlaßsolenoid 181 wird bei 3-187 abgeschaltet, um zu gewährleisten, daß der Motor 140 rückwärts läuft. Eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme besteht im Öffnen der normalerweise geschlossenen Kontakte 185 in der durch den Solenoid 182 betätigten Rückwärtskontaktgruppe. Das Relais CR-I schließt außerdem den Stromkreis über 5-15, um das Relais CR-4 bei 15-9 einzuschalten. Somit wird die Wicklung 172 der Kupplung des schnell laufenden Motors unter Strom gesetzt, so daß die Kupplung 161 zwischen dem schnell laufenden Motor 140 und der Vorschubspindel 112 für die hintere Anlage eingerückt wird. Die hintere Anlage wird dann mit hoher Geschwindigkeit nach hinten bewegt, bis der Stromkreis für die Rückwärtsbewegung unterbrochen wird, und zwar entweder durch das Freigeben des Rückwärtsanlaßknopfes 210 oder das Niederdrücken des Stoppschalters 211 oder durch das Öffnen der die Rückwärtsbewegung begrenzenden Endausschalter R. L. S. bzw. S. G. L. S. bei 5-6 bzw. 6-7. Die Kupplungswicklung 172 wird stromlos, so daß die Kupplung 161 ausgerückt wird und die hintere Anlage zum Stillstand kommt. Der Motor 140 läuft wieder in Vorwärtsrichtung, wenn das Vorwärtsanlaßsolenoid erneut eingeschaltet wird, was nach dem Freigeben des Rückwärtsanlaßknopfes 210 erfolgt.
Die Erfindung wurde vorstehend an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel beschrieben. Man kann jedoch die Elektromotoren 140 und 145 durch in geeigneter Weise gesteuerte hydraulische Motoren oder andere gleichwertige mechanische Antriebe ersetzen.

Claims (11)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Sattelantrieb an Schneidemaschinen für Papier, Pappe od. dgl. mit zwei Motoren unterschiedlicher Nenndrehzahl zum Antrieb der Sattelspindel, dadurch gekennzeichnet, daß einem mit hoher Drehzahl laufenden Motor (140), der bezüglich seiner Drehrichtung umsteuerbar ist, eine Magnetkupplung (161) und einem mit niedriger Drehzahl laufenden Motor (145) eine Magnetkupplung (160) zum jeweiligen Antrieb der Spindel (112) des Sattels (105) zugeordnet ist.
2. Sattelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkupplungen (160 bzw. 161) photoelektrisch gesteuert sind.
3. Sattelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Motoren (140 bzw. 145) photoelektrisch gesteuert sind.
4. Sattelantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Steuerung bewirkenden Photozellen (190, 191) auf einem beweglichen Schlitten (127) angeordnet sind, der sich synchron zur Längsbewegung des Sattels (105) entlang einer Programmschiene (126) bewegt.
5. Sattelantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (127) in beiden Bewegungsrichtungen über Seile (130) zwangläufig mit dem Sattel (105) verbunden ist.
6. Sattelantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Photozellen (190, 191) mit Blendenaggregaten (195) einer am Maschinenrahmen festliegenden Programmschiene (126) zusammenwirken.
7. Sattelantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Photozellen (190, 191) nebeneinander derart angeordnet sind, daß sie von an der Programmschiene (126) befestigten
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Blenden individuell oder zusammen gegenüber der Lichtquelle (192) abgeschirmt werden.
8. Sattelantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (127) längs einer die Lage der hinteren Anlage (105) anzeigenden Skala (133) gleitet und daß die Relativstellung zwischen Schlitten und Skala durch ein Fenster (134) ablesbar ist.
9. Sattelantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung derart getroffen ist, daß zwecks Stillsetzung des Sattels die Erregerwicklung (172) der Kupplung (161) des hochtourigen Motors (140) abgeschaltet und die Erregerwicklung (171) der Kupplung (160) des niedrigtourigen Motors (145) angeschaltet wird und daß daran anschließend die Kupplung (160) zu einem durch die Programmschiene (126) festgelegten Zeitpunkt entregt wird.
10. Sattelantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung derart getroffen ist, daß bei versehentlicher gleichzeitiger Handbetätigung für schnellen Rücklauf und langsamen Vorlauf die Schaltbetätigung für schnellen Rücklauf unwirksam wird.
11. Sattelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsspindel (112) des Sattels (105) zwei Riemenscheiben (120) trägt, die über Riemen (121 bzw. 122) je mit einer auf der Abtriebsseite der beiden Kupplungen (160 bzw. 161) sitzenden Riemenscheibe (151 bzw. 152) verbunden sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 899 337;
britische Patentschrift Nr. 707 089.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1259836B (de) 1966-10-22 1968-02-01 Papierverarbeitungsmaschinenwe Antrieb des Schneidgutanschlages an Schneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl.

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DE899337C (de) * 1951-08-14 1953-12-10 Karl Krause Fa Schneidemaschine fuer Papier, Pappe od. dgl.
GB707089A (en) * 1951-08-29 1954-04-14 E P Lawson Co Inc Improvements in or relating to movable back gauges for cutting machines

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