DE1560016C3 - Kantensteuer-Einrichtung für eine Stoffauslege- und Querschneide-Vorrichtung - Google Patents
Kantensteuer-Einrichtung für eine Stoffauslege- und Querschneide-VorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kantensteuer-Einrichtung für eine Stoffauslege- und Querschneide-Vorrichtung,
bei welcher ein Legewagen über einer Auslegefläche hin- und hergehend gesteuert geführt ist
und wobei der Stoffwickel mittels eines lichtstrahlgesteuerten Verschiebegetriebes kantengerecht ausrichtbar
ist.
Es ist bekannt, Stofflegemaschinen mit einer durch eine Photozelle betätigten Steuerschaltung, und einem
Motor auszurüsten, der eine auf dem Legewagen befindliche Stoffrolle zwischen zwei Einstellungen seitlich
verstellt. Bei diesen bekannten Steuerungen kann es zu Fehlern kommen, die z. B. durch Flattern der
Stoffbahn oder durch fremden Lichteinfall, durch Spiegelung, durch Fäden oder zerrissene Kanten
od. dgl. auftreten können, wobei es zu einem Überlaufen einer Kante so weit kommen kann, daß der
Antriebsmotor über den Verschiebeweg hinausläuft, was dann zu einer Zerstörung des Getriebes führen
kann. Außerdem ist bei bestimmten Stoffauslegevorrichtungen dann die Gefahr gegeben, daß die den
Stoffwickel hältende Spindel seitlich zu weit aus ihrer Halterung herausgezogen wird, was zu einem Absturz
des Stoffwickels führen kann.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die Kantensteuer-Einrichtung in dem
Sinne voll zu automatisieren, daß auch bei einem versehentlichen Überlaufen einer Kante vermieden
wird, daß der Antriebsmotor über den vorgegebenen Verschiebeweg hinausläuft.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß an den Endpunkten des Verschiebeweges Umschalter angeordnet sind, mittels
welcher dem Läufer des Antriebsmotors gegensinnig zugeschaltete Stromrichter im Sinne einer Kurzschlußbremsung
und gegensinnigen Stromzufuhr einschaltbar sind. Die erfindungsgemäß vorgesehenen
Endlagen-Umschalter dienen also nicht nur zur Sicherung
der Vorrichtung durch Stillsetzen, d. h. durch eine Sicherheitsabschaltung, wie dies bei Kranen
und Werkzeugmaschinen bekannt ist, sondern sie ermöglichen auch ein selbsttätiges Zurücklaufen der
Verschiebeeinrichtung bis zum Einlaufen der Kante in den Lichtsteuerweg, worauf wieder auf die Photozellensteuerung
übergegangen werden kann.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung an Hand der Zeichnung näher erläutert, und zwar
zeigt ;
Fig.l eine Teilseitenansicht einer mit einer Kantensteuer-Einrichtung
ausgerüsteten Stoffauslege-Vorrichtung,
F i g. 2 einen Teilschnitt entlang der Linie 2-2 in Fig.l,
F i g. 3 eine maßstäblich vergrößerte Teildraufsicht ίο entlang der Linie 3-3 in F i g. 2,
F i g. 4 eine vergrößerte Schnittansicht entlang der Linie 4-4 in F ig. 2,
F i g. 5 eine Teildraufsicht gesehen in Richtung der Pfeile 5-5 in F i g! 4,
F i g. 6 eine maßstäblich vergrößerte, senkrechte Schnittansicht entlang der Linie 6-6 in F i g. 2,
Fig. 7 eine Seitenansicht der Darstellung nach F i g. 6 und
F i g. 8 ein schematisches Schaltbild der Schaltan-Ordnung mit Endlagenumsteuerschaltung zur Kantenausrichtung
der Stoffauslege-Vorrichtung.
In den Fig. 1,2 und 3 ist eine Ausführungsform
der mit einer Endlagenumsteuerschaltung versehenen Kantensteuer-Einrichtung gezeigt; die Einrichtung ist
as auf dem beweglichen Legewagen 11 einer Stoff ablegemaschine
angeordnet. Der Legewagen ist in üblicher Weise aufgebaut; er besteht aus zwei Seitenrahmen
12, welche durch waagerecht verlaufende Streben 13 a miteinander verbunden sind. Der Legewagen
ist mit Laufrollen ausgerüstet, mit denen er auf einem (nicht gezeigten) Stoffablagetisch bewegt werden
kann. Die Seitenrahmen tragen die Spindel 15 eines Stoff wickeis 17. An den Seitenrahmen ist
außerdem die übliche Stoffzuführeinrichtung 16 angebracht, welche das Ablegen der Stoffbahn auf dem
Tisch während der Hin- und Herbewegung des Legewagens bewirkt. Die Spindel 15 ist abnehmbar, um
das Aufsetzen eines Stoffwickels zu ermöglichen. Vom Stoffwickel 17 wird der Stoff in Form einer zusammenhängenden,
von zwei Kanten 18 begrenzten Stoffbahn entnommen. Wenn der Stoff gleichmäßig . aufgewickelt worden ist, wird nur eine geringe oder
überhaupt keine Ausrichtung der die Stoffrolle tragenden Spind 15 erforderlich sein. Bei vielen Stoffarten
ist aber eine gleichmäßige Aufwicklung nicht ohne weiteres sicherzustellen, was beim Ablegen
eines solchen Stoffes die Verlagerung der Kante 18 zur Folge hat, so daß aufeinanderfolgende Stofflagen
voneinander abweichen, was zu einem erheblichen Stoffverlust führen würde, der vermieden werden
soll.
An der Außenseite einer der Seitenrahmen 12 ist
eine Vorrichtung 22 zur axialen Verschiebung der den Stoffwickel tragenden Spindel und eine Einrichtung
23 zur Abtastung der Stoffkante sowie eine Steuereinrichtung 24 vorgesehen.
Die Verschiebevorrichtung 22 (F i g. 6 und 7) besteht aus einem Rahmenelement 27, einem Antriebsmotor
28, einer Führungsschnecke 29 und einem Hebelsystem30.
Das Rahmenelement 27 hat eine innere und eine äußere Seitenwand (32 und 34) und ist normalerweise
von einem Gehäuse 31 (Fig. 1) umschlossen. Die innere Seitenwand 32 ist mit Befestigungsstützen
35 versehen, welche die Anbringung des Rahmenelements 27 unmittelbar unterhalb der den Stoffwickel
tragenden Spindel ermöglichen.
Der Antriebsmotor 28 besteht aus einem elektri-
sehen Kleinmotor mit einer Ankerwelle 36, die einen Zahntrieb antreibt, der aus den auf der äußeren Seitenwand
34 drehbar gelagerten Zahnrädern 37, 38 und 39 besteht.
Die Führungsschnecke 29 ruht mit ihren Enden 40 und 41 in Lagern in den Seitenwänden 32 und 34
und ist mit Gewinde 42 versehen, welches mit einer beweglichen Mutter 43 im Eingriff steht; die Mutter
43 ist mit seitwärts vorstehenden Ansätzen 44 versehen.
Das Hebelsystem 30 besteht aus den beiden langgestreckten Gliedern 46 und 47, deren untere Enden
48 jeweils mit einem Längsschlitz 49 versehen sind, in welche die Ansätze 44 eingreifen. Die Glieder 46
und 47 sind parallel zueinander ausgerichtet und werden durch die Teile 50 und 51 in genauem Abstand
voneinander gehalten. Die Teile 50 und 51 sind ihrerseits mittels Gewindebolzen 52 festgelegt.
Ein Querträger 53 wird von einem Zapfen 54 durchsetzt welcher in Öffnungen 55 und 56 der Hebelglieder
46, 47 eingreift und demgemäß die schwenkbare Anlenkung der Hebelglieder 46 und 47 bildet. Die
oberen Enden der Hebelglieder 46 und 47 sind mit Organen 48 ausgerüstet, welche mit einer Nut in der
auf der Spindel 15 befestigten Muffe in Eingriff gebracht werden können. Der Schwenkweg der Hebelglieder
46, 47 ist von zwei End- oder Umschaltern 60 und 61 begrenzt, die bei ihrer Betätigung durch die
Hebelglieder die Stromzufuhr zum Motor 28 unterbrechen.
Die die Stoffkante abtastende Vorrichtung 23 wird von senkrechten Streben 63 gehalten, die mit ihrem
unteren Ende 64 auf den Seitenrahmen 12 festgelegt sind und deren obere Enden 65 einen horizontalen
Träger 66 tragen, über welchen sich die Stoffbahn 19 hinwegbewegt. In einem ersten Gehäuse 67 ist eine
Lichtquelle angeordnet, während ein zweites Gehäuse 68 zwei photoelektrische Zellen 69 und 70 enthält.
Das Gehäuse 68 ist in genügend großem Abstand oberhalb des Trägers 36 angeordnet, so daß
ein Durchlaß 71 für die Stoffkante 18 frei bleibt. Ein Kabel 73 verbindet die Lichtquelle 67 mit der
> Steuereinrichtung; über ein zweites Kabel 72 werden ν die von den photoelektrischen Zellen 69 und 70
kommenden Signale weitergeführt.
Die Steuereinrichtung 24 ist in einem Gehäuse 25 untergebracht, welches an einem der Seitenrahmen
12 befestigt ist. Nachstehend wird die Steuereinrichtung an Hand des in F i g. 8 gezeigten Schaltschemas
erläutert.
Über eine Schmelzsicherung 77 wird eine Wechselspannung von HOV zugeführt und in einem Vollweggleichrichter
78 in eine Gleichspannung umgewandelt, die zur Speisung des Ankers 88 des Motors
28 dient. Eine Wechselspannung wird auch an der Primärwicklung 79 eines Leistungstransformators 80
angelegt. Eine erste Sekundärwicklung 81 speist über einen einstellbaren Widerstand 82 eine Lichtquelle
83. Die Motorfeldwicklung 84 wild von einem Dauerstrom durchflossen, der über die Schmelzsicherung
85 abgesichert ist. Der dem Anker des Motors zugeführte Strom wird durch die Widerstände 86 und
87 begrenzt.
Damit die Bedienungsperson feststellen kann, ob die Vorrichtung arbeitet, sind zwei Leuchtröhren 89
und 90 vorgesehen, die so geschaltet sind, daß sie bei Stromzufuhr zum Anker des Motors aufleuchten.
Wenn der Motoranker in der einen oder anderen Drehrichtung läuft, erlischt eine der Leuchtröhren 89
oder 90. Da es für eine Korrektur des Stoffkantenverlaufs innerhalb verhältnismäßig enger Grenzen
notwendig ist, daß der Motoranker in der einen oder anderen Richtung mit konstanter Geschwindigkeit
läuft, kann die Bedienungsperson an einem ständigen Flackern der Leuchtröhren 89 und 90 erkennen, daß
die Vorrichtung in Betrieb ist. Da eine der Leuchtröhren ständig Licht spendet, ist gleichzeitig eine
ίο Kontrollbeleuchtung gegeben.
Die beiden photoelektrischen Zellen 69 und 70 sind,als lichtgesteuerte Silicium-Gleichrichter (SCR)
ausgebildet, welche die Relais 91 und 92 mit Energie versorgen. Die Relais 91 und 92 steuern den Anker
88 des Motors, wenn der zweipolige Umschalter 93 seine, gesehen in Fig. 8, obere Stellung einnimmt.
Die Steuerströme für die Steuerelektrode der lichtgesteuerten Silicium-Gleichrichter 69 und 70 werden in
an sich bekannter Weise über Widerstände 94 und 95 zugeführt.
Die Relais 91 und 92 steuern entsprechende einpolige Umschalter 96 und 97, wobei es von der Stellung
der beiden Umschalter 96 und 97 abhängt, ob ein Strom durch den Anker 88 fließt und in welcher
Richtung der Strom fließt. In der Sollage der Kante 18 der Stoffbahn 19 (F i g. 5) wird eine photoelektrische
Zelle von der Bahn 19 abgedeckt, während die andere Zelle von der Lichtquelle 67 bestrahlt wird.
In diesem Zustand (keine Regelabweichung) ist folglieh
einer der die photoelektrischen Zellen bildenden Silicium-Gleichrichter leitend und der andere gesperrt,
und die Umschalter 96 und 97 nehmen die in F i g. 8 dargestellte Stellung ein, bei der das Relais 92
erregt und das Relais 91 entregt ist. In diesem Schaltungszustand (Sollkantenlage) kann über den Anker
88 kein Strom fließen, da der Anker beidseitig über die Umschalter 96 und 97 auf dem gleichen ( —) Potential
liegt.
Ändert sich die Lage der Kante 18 zur einen oder anderen Seite, so werden entweder beide photoelektrischen
Zellen 69 und 70 bestrahlt oder beide Zellen von der Stoffbahn abgedeckt. Dadurch erfolgt eine
Zustandsänderung eines der beiden Umschalter 96 und 97 aus der in F i g. 8 dargestellten Lage in eine
Stellung, bei der der Stromkreis von der positiven Seite des Gleichrichters 78 über den Anker 88, den
anderen Schalter und die Widerstände 87 und 86 zur negativen Seite des Gleichrichters geschlossen wird.
Dadurch läuft der Anker 88 in der durch die Stromrichtung bestimmten Drehrichtung an und bewirkt
eine axiale Verschiebung der den Stoffwickel tragenden Spindel im Sinne einer Kompensation der Regelabweichung.
Die Endschalter 60 und 61 befinden sich normalerweise in ihrer Schließstellung gemäß Fig. 8.
Wird ein Endschalter, z. B. der Endschalter 60 geöff-. net, so entsteht ein Kurzschlußstrompfad über die
Diode 99 und den Widerstand 100, wodurch der Anker 88 dynamisch abgebremst wird und eine Verzögerung
bis zum Stillstand erfährt. Eine in Schließstellung des Endschalters 60 zu diesem parallelgeschaltete
Diode 60 d liegt mit ihrer Anode am Ankeranschluß und verhindert einen Stromfluß, gesehen
in Fig. 8, von links nach rechts durch den Anker.
Ein Stromfluß in der Gegenrichtung ist jedoch über den Schalter 61, den Anker 88 und die Diode 60 d in
diesem Schaltzustand des Endschalters 60 möglich, so daß der Motor in der Gegenrichtung anlaufen
kann. Für diese Stromrichtung ist die im Kurzschlußstromweg angeordnete Diode 99 gesperrt, so daß
eine Rückführung der Stoffbahn durch eine entsprechende Axialverschiebung der den Wickel tragenden
Spindel erfolgt.
Eine entsprechende Funktion im Sinne einer Kurzschlußbremsung und gegensinnigen Stromzufuhr zum
Anker erfüllt der Endschalter 61 mit der in seiner Schließstellung parallelgeschalteten Diode 61 d und
dem über die Reihenschaltung aus einer Diode 101 und einem Widerstand 102 gebildeten Kurzschlußstromkreis.
Um eine Funkenbildung beim Richtungswechsel des dem Anker zufließenden Stroms zu verhindern,
ist in üblicher Weise eine Funkenunterdrückungsanordnung vorgesehen.
Wenn der Schalter 93 in die der Stellung gemäß F i g. 8 entgegengesetzte, untere Stellung umgeschaltet
wird, wird die Vorrichtung auf Handbetätigung durch die Bedienungsperson umgestellt. Die Drehrichtung
des Motorankers wird mit Hilfe des handbetätigten Schalters 104 eingestellt. Es handelt sich dabei
um einen Schalter, der normalerweise geöffnet ist, jedoch vorübergehend in die eine oder andere
Stellung umgeschaltet werden kann. Die Betätigung
ίο der Vorrichtung ist die gleiche; die Betätigung des
Schalters 104 dient auch hier zur Steuerung der Relais 91 und 92. Die Funktion der lichtgesteuerten Silicium-Gleichrichter
69 und 70 wird von den Gleichrichtern 108 und 109 übernommen. Die Dioden 110
und 111 verhindern ein Kontaktprellen der Relais 91 und 92.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Kantensteuer-Einrichtung für eine Stoffauslege- und Querschneide-Vorrichtung, bei welcher ein Legewagen über eine Auslegefläche hin- und hergehend gesteuert geführt ist und wobei der Stoffwickel mittels eines lichtstrahlgesteuerten Verschiebegetriebes kantengerecht ausrichtbar ist, gekennzeichnet durch eine Kombination derart, daß an den Endpunkten des Verschiebeweges Umschalter (60, 61) angeordnet sind, mittels welcher dem Läufer (88) des Antriebsmotors (28) gegensinnig zugeschaltete Stromrichter (99, 101) im Sinne einer Kurzschlußbremsung und gegensinnigen Stromzufuhr einschaltbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US330419A US3222005A (en) | 1963-12-13 | 1963-12-13 | Edge alignment device for cloth laying machines |
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|---|---|
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| DE1560016B2 DE1560016B2 (de) | 1973-09-20 |
| DE1560016C3 true DE1560016C3 (de) | 1974-04-18 |
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ID=23289692
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |