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DE1115291B - Elektrischer Impuls- und Wellengenerator - Google Patents

Elektrischer Impuls- und Wellengenerator

Info

Publication number
DE1115291B
DE1115291B DES52944A DES0052944A DE1115291B DE 1115291 B DE1115291 B DE 1115291B DE S52944 A DES52944 A DE S52944A DE S0052944 A DES0052944 A DE S0052944A DE 1115291 B DE1115291 B DE 1115291B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
tube
anode
voltage
pulses
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES52944A
Other languages
English (en)
Inventor
Ronald Mudie
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Servomex Controls Ltd
Original Assignee
Servomex Controls Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from GB1010156A external-priority patent/GB814540A/en
Application filed by Servomex Controls Ltd filed Critical Servomex Controls Ltd
Publication of DE1115291B publication Critical patent/DE1115291B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K3/00Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
    • H03K3/02Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
    • H03K3/023Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use of differential amplifiers or comparators, with internal or external positive feedback
    • H03K3/0231Astable circuits
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K4/00Generating pulses having essentially a finite slope or stepped portions
    • H03K4/06Generating pulses having essentially a finite slope or stepped portions having triangular shape
    • H03K4/08Generating pulses having essentially a finite slope or stepped portions having triangular shape having sawtooth shape
    • H03K4/10Generating pulses having essentially a finite slope or stepped portions having triangular shape having sawtooth shape using as active elements vacuum tubes only
    • H03K4/12Generating pulses having essentially a finite slope or stepped portions having triangular shape having sawtooth shape using as active elements vacuum tubes only in which a sawtooth voltage is produced across a capacitor
    • H03K4/20Generating pulses having essentially a finite slope or stepped portions having triangular shape having sawtooth shape using as active elements vacuum tubes only in which a sawtooth voltage is produced across a capacitor using a tube with negative feedback by capacitor, e.g. Miller integrator

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Elektrischer Impuls- und Wellengenerator Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Schaltungsanordnung, die einen Impulsgenerator unter Verwendung eines in Serie mit einem Schmitt-Kippkreis geschalteten Miller-Integrators enthält und zur Erzeugung von einzelnen oder fortlaufenden Recht-, Dreieck- oder Sägezahnschwingungen sowie von positiven oder negativen Sprungspannungen bzw. linearen einmaligen Spannungsänderungen dient. Das Ziel einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist die Schaffung eines Wellengenerators, dessen Ausgangsspannung symmetrisch gegenüber Erde oder einem anderen gemeinsamen Festpotential für solche Wellen pendelt.
  • Gemäß der Erfindung ist die Schaltanordnung so getroffen, daß der verwendete Miller-Integrator in an sich bekannter Weise mehrere Verstärkerstufen enthält und daß von einer Verstärkerstufe mit Ausnahme der Endstufe Rückkopplungsimpulse abgeleitet werden, welche als Auslöseimpulse des Schmitt-Kippkreises dienen, und daß eine Umschalteinrichtung vorgesehen ist, durch deren Betätigung wahlweise die verschiedenen Impulsformen erzielt werden.
  • Der Schmitt-Kippkreis ist eine bekannte Schaltung mit primären und sekundären Röhren, die eine gemeinsame Kathodenbelastung aufweisen. Die primäre Röhre hat dabei eine Anodenbelastung sowie eine angezapfte Impedanz, die parallel zur primären Röhre und zur gemeinsamen Kathodenbelastung liegt, während das Steuergitter der sekundären Röhre an den Anzapfungspunkt der erwähnten angezapften Impedanz angeschlossen ist. Obwohl der Schmitt-Kippkreis in »Journal of Scientific Instruments«, 1938, Nr. 15, S.24, ursprünglich für zwei Trioden beschrieben wurde, soll dieser Fachausdruck im vorliegenden Fall auch für eine Kombination von Mehrelektrodenröhren gelten.
  • Der Miller-Integrator ist ebenfalls eine bekannte Schaltanordnung, die als wesentliche Teile einen Widerstand und eine integrierende Kapazität enthält; wobei die integrierende Kapazität an einen Verstärker angeschlossen ist.
  • Es .ist schon vorgeschlagen worden, einen Schmitt-Kippkreis mit einem Miller-Integrator zu kombinieren, um damit sägezahnförmige Schwingungen zu erzeugen. Hierbei konnte der Miller-Integrator aber nur für den Vorwärtshub der Wellen wirksam werden, während für den Rückwärtshub bzw. den Rücklauf der Weilen eine einfache Entladungsstrecke einer Röhre diente. Auch fehlte es in dem vorgeschlagenen Fall insbesondere an einem mehrstufigen Verstärker mit einer Rückkopplung aus einer der Verstärkerstufen mit Ausnahme der Endstufe. Durch die Erfindung wird die Erzeugung von Impulsspannungen wesentlich -verbessert. Während bei den bekannten Miller-Schaltungen die Arbeitsweise mit einem Sprung bzw. einer Stufe einsetzt, wird dies bei der Erfindung vermieden und statt dessen ein genau linearer Anstieg erzielt. Ferner wird die in bekannten Fällen auftretende Neigung zu Krümmungen des Aufwärtsspannungsverlaufs sowie zu exponentiellem Rücklauf weitestgehend vermieden. Ferner treten die im bekannten Fall störenden Unsicherheiten in bezug auf die Höchst- und Mindestwerte der Spannungsimpulse bei der Erfindung ebenfalls nicht auf.
  • Die Erfindung wird an Hand der Figuren noch näher erläutert, von denen Fig. 1 ein Gesamtschaltschema, Fig. 2 bis 4 eine systematische Übersicht von durch die Schaltung nach Fig. 1 erzielbaren Spannungsimpulsen bzw. Wellenzügen an verschiedenen Punkten der Schaltung darstellen.
  • Gemäß der Schaltung nach Fig. 1 ist ein Zweiwegeschalter 1 mit einem beweglichen Kontakt 1 a und festen Kontakten 1 b und 1 c vorgesehen von denen einer, l b, bei 3 an eine positive Spannungsquelle und der andere, l c, bei 4 an eine negative Spannungsquelle angeschlossen ist. Ein Zweiwegeschalter 2 besitzt einen beweglichen Kontakt 2 a und feste Kontakte 2 b, 2 c, die sinngemäß an Kontakt 1 a und eine Rückkopplungsleitung 5 angeschlossen sind.
  • Zwei Pentodenröhren 6, 7 sind als Schmitt-Kippkreis geschaltet, der eine gemeinsame Kathodenbelastung 8 besitzt, die bei 9 an den negativen Pol einer 350-Volt-Speisespannung angeschlossen ist. Beide Röhren 6 und 7 liegen mit ihren Schirmgittern an Erde, während die Fanggitter an die entsprechende Kathode angeschlossen sind. Zur Vereinfachung ist diese Verbindung in der Zeichnung bei jeder Pentode weggelassen. Die Anode der Röhre 6 liegt über einen Anodenbelastungswiderstand 10 an dem positiven Pol 11 einer 300-Volt-Speisespannung. Eine angezapfte Impedanz mit in Reihenschaltung befindlichen Widerständen 12, 13 liegt parallel zur Röhre 6 und dem gemeinsamen Kathodenwiderstand 8, während das Steuergitter der Röhre 7 an die Anzapfung angeschlossen ist. Widerstand 12 ist durch eine Kapazität 14 überbrückt.
  • Die Anode der Röhre 6 ist an zwei Dioden 15, 16 angeschlossen. Die Kathode der Diode 15 liegt an der Anode der Röhre 6 und ihre Anode am negativen Ende 17 einer 75-Volt-Speisespannung. Die Anode der Diode 16 ist mit der Anode der Röhre 6 verbunden, während ihre Kathode an den positiven Pol 18 einer 75-Volt-Speisespannung angelegt ist.
  • Die Anode der Röhre 7 ist über einen Widerstand 19 an den positiven Pol 20 einer 300-Volt-Speisespannung angeschlossen. Die Anode der Röhre 7 liegt ähnlich wie die der Röhre 6 an zwei Dioden 21, 22, die in Gegen-Parallelschaltung angeschlossen sind und deren Anoden und Kathoden sinngemäß an die negativen und positiven Pole 23, 24 (je) einer 75-Volt-Speisespannung angelegt sind.
  • Eine Reihenkombination des Widerstandes 25, Potentiometers 26 und Widerstandes 27 ist zwischen die Anode der Röhre 7 und Erde gelegt.
  • Die veränderliche Anzapfung des Potentiometers 26 ist über die Reihenkombination eines festen Widerstandes 28 und eines veränderlichen Widerstandes 29 an das Steuergitter der Pentodenröhre 30 angeschlossen. Der veränderliche Widerstand 29 besitzt Dekadenstufen und liegt mit seinen Enden an den Kontaktarmen 31a, 32a von zwei miteinander gekuppelten Dreiwegeschaltern 31, 32. Die festen Kontakte 31 b, 32 b sind anschlußlos, und eine Diode 33 ist in jeweils umgekehrtem Durchlaßsinn an die Kontakte 31 c, 32 c und Kontakte 31 d und 32 d angeschlossen. Das Gitter der Röhre 30 liegt außerdem noch an einem Pol eines veränderlichen Integrationskondensators 34, dessen anderer Pol an die Anode der Pentodenröhre 35 angeschlossen ist. Der Integrationskondensator 34 ist ebenfalls in Dekadenstufen veränderlich.
  • Das Schirmgitter der Röhre 30 liegt am Verbindungspunkt der zwei Widerstände 36; 37, die zwischen dem positiven Pol 38 einer 300-Volt-Speisespannung und Erde angeschlossen sind. Eine Kapazität 39 liegt parallel zum Widerstand 37 zwischen Schirmgitter und Erde.
  • Eine gemeinsame Kathodenbelastung 40 ist zwischen dem negativen Pol 41 einer 350-Volt-Speisespannung und den Kathoden der Röhre 30 und der Triodenröhre 42 angeschlossen. Die Anode der Röhre 42 liegt am positiven Pol 73 einer 300-Volt-Speisespannung. Eine Reihenkombination des Widerstandes 43 mit Potentiometer 44 und Widerstand 45 liegt zwischen dem positiven Pol 46 einer 75-Volt-Speisespannung und dem negativen Pol 47 einer (weiteren) 75-Volt-Speisespannung. Der veränderliche Abgriff des Potentiometers 44 ist an das Gitter der Röhre 42 angeschlossen.
  • Die Anode der Röhre 30 liegt über den Widerstand 48 am positiven Pol 49 einer 300-Volt-Speisespannung. Die Anode der Röhre 30 ist ferner an die Kathode einer Diode 50 angeschlossen, deren Anode am positiven Pol 51 einer 75-Volt-Speisespannung liegt.
  • Die Anode der Röhre 30 ist ferner mit dem Gitter der Triode 52 verbunden, deren Anode an Erde liegt. Die Kathode der Röhre 52 ist mit der Kathode der Röhre 35 verbunden und liegt über die gemeinsame Kathodenbelastung 53 am negativen Pol 54 einer 350-Volt-Speisespannung. Das Schirmgitter der Röhre 35 liegt an Erde. Die Anode der Röhre 35 ist über Widerstand 55 mit dem positiven Pol 56 einer 300-Volt-Speisespannung verbunden. Die Anode der Röhre 35 ist ferner an die eine Kathode und die eine Anode eines Diodenpaares 57, 58 angeschlossen, deren andere Anode und Kathode am negativen Pol 59 einer 75-Volt-Speisespannung bzw. am positiven Pol 60 einer 75-Volt-Speisespannung liegen. Das Steuergitter der Röhre 35 liegt am Verbindungspunkt der beiden Widerstände 61, 62, die in Reihe zwischen Erde und dem negativen Pol 63 einer 350-Volt-Speisespannung angeschlossen sind. Die Anode der Röhre 35 ist ferner mit einem Ausgangspol 64 verbunden, während der andere Ausgangspol 65 an Erde liegt.
  • Die Anode der Röhre 30 liegt auch am Gitter einer Triode 66, deren Anode mit Erde verbunden ist. Die Kathode der Röhre 66 ist über die Reihenkombination eines Potentiometers 67 und eines (festen) Widerstandes 68 an den negativen Pol 69 einer 350-Volt-Speisespannung angeschlossen. Die veränderliche Anzapfung des Potentiometers 67 ist über eine Rückkopplungsleitung 70 mit dem festen Kontakt 71a des Dreiwegeschalters 71 in Verbindung. Der Schalter 71 ist im Gleichlauf mit einem Dreiwegeschalter 72 gekuppelt, dessen Kontaktarm 72a an die Rückkopplungsleitung 5 angeschlossen ist. Feste Kontakte 71 b, 72 b sind miteinander verbunden, und eine Diode 78 liegt mit jeweils umgekehrtem Durchlaßsinn zwischen den Kontakten 71 c, 72 c und den Kontakten 71 d, 72 d.
  • Die beiden Röhren 6 und 7 arbeiten als Schmitt-Kippgenerator in bekannter Weise, wie es z. B. im Aufsatz von A. Novak, »Der Miller-Integrator als Kippspannungserzeuger«, in der Zeitschrift »Radiotechnik«, 7/1953, S. 235 bis 240, beschrieben ist. Die Anodenspannungen der beiden Röhren 6 und 7 ändern sich in Form von Rechteckwellen in Gegenphase. Die Amplituden der von der Röhre 6 abgegebenen Spannungen sind begrenzt durch die Dioden 15 und 16 mit den Werten -75 und +75 Volt. Die Spannungsamplituden der Röhren 7 sind ebenfalls jeweils begrenzt durch die Dioden 21 und 22 auf die Werte -I-75 und -75 Volt.
  • Die Anodenspannungen werden auf den Werten ± 75 Volt gehalten, sobald die den Röhren 6 bzw. 7 entsprechenden Dioden leitend sind, und die Anodenspannungen bleiben auf diesen Werten, bis ein weiterer Steuerimpuls am Gitter der Röhre 6 in der weiter unten beschriebenen Weise empfangen wird, worauf die Potentiale der Anoden der Röhren 6 und 7 sich gegenüber einem bestimmten Bezugswert umkehren und so lange gehalten werden, bis das jeweilig andere Paar von Dioden leitend geworden ist.
  • Wenn das Steuergitter der Röhre 6 mit Hilfe des Steuerschalters 2 a an Kontakt 2 c angeschlossen ist, werden Steuerimpulse von der Röhre 66 in der später zu beschreibenden Weise abgeleitet. Wenn das Steuergitter der Röhre 6 an Kontakt 2 b angeschlossen ist, so liegt es zugleich am Schaltkontakt 1 a. Die Betätigung des Schalters 1 verbindet den Kontakt 1 a entweder mit Kontakt 16 oder 1 c, wodurch entweder eine positive oder eine negative Spannung zu dem Steuergitter der Röhre 6 geleitet wird. In jedem Fall wird eine einzelne Betätigung der Kippschaltung eingeleitet, als deren Ergebnis ein einziger Wechsel der Anodenspannung der Röhren 6 und 7 in dem Sinne erzeugt wird, wie er durch die Polarität der Spannung gegeben ist, die an das Steuergitter der Röhre 6 angelegt ist.
  • Die Ausgangsspannung der Röhre 7 wird einem Potentiometer zugeführt, welches die Widerstände 25, 26 und 27 enthält, wobei für den Fall der Stellung des Schalters 2 auf 2 c die Spannungskurve bei A (Fig. 1) wiedergegeben ist. Ein Teil dieser Spannung wird am Abgriff des Potentiometers 26 abgenommen und dem Eingang des noch zu beschreibenden Miller-Integrators zugeführt.
  • Ein Miller-Integrator besteht, wie bekannt, im wesentlichen aus einem Verstärker mit einem Widerstand, der mit dem Eingang des Verstärkers in Reihe liegt und aus einer Kapazität, welche zwischen dem Eingang und dem Ausgang des Verstärkers liegt.
  • Er ist bekannt für die Erzeugung linearer Sägezahnspannungen. Die Grundschaltung ist ausführlich beschrieben in der technischen Literatur, z. B. im Aufsatz von A. Novak, »Der Miller-Integrator als Kippspannungserzeuger«, in der Zeitschrift »Radiotechnik«, 7/1953, S. 235 bis 240. Der vorliegende Wellengenerator enthält eine neue und verbesserte Form des Miller-Integrators, dessen beide wesentlichen Merkmale in der Anwendung von mehr als einer Verstärkerstufe und - in der Schaffung einer Impulsrückkopplung liegen, die an eine Verstärkerstufe mit Ausnahme der letzten Stufe angeschlossen ist.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besitzt der Miller-Integrator zwei gleichstromgekoppelte Verstärkerstufen. Die erste Stufe enthält die Röhren 30 und 42, die als Differenzverstärker zusammenwirken. Die zweite Stufe enthält die Röhren 35 und 52, die ebenfalls entsprechend zusammenwirken. Der Eingangswiderstand wird dargestellt durch die Widerstände 28, 29. Die Kapazität zwischen Eingang und Ausgang wird gebildet durch den Kondensator 34, und der Impulsrückkopplungsweg enthält die Röhre 66, die als Kathodenverstärkerröhre arbeitet und an den Ausgang der ersten Verstärkerstufe angeschlossen ist. Im Betrieb wird die Reckteckwelle A mit Hilfe des Widerstandes 28, 29 an das Steuergitter der Röhre 30 geführt. Zwischen den Grenzen, zwischen denen die Anodenwechselspannungen der Röhre 7 durch die Dioden 21, 22 gehalten werden, verläuft die Rechteckwelle abwechselnd in positiver und negativer Richtung, bezogen auf einen Bezugsspannungspunkt in der Schaltung, der als Erde dargestellt ist.
  • Das Steuergitter der Röhre 42 wird am Abgriff des Potentiometers 44, der innerhalb feiner Stufen auf jeder Seite der Nullspannung einstellbar ist, auf konstanter Spannung gehalten. Hierdurch werden kleine Unterschiede der Gittervorspannungen zwischen den Röhren 30 und 42 ausgeglichen, so daß der Eingang der Röhre 30 stets genau zur Nullspannung zentriert ist.
  • In der Annahme, daß die Eingangsspannung der Röhre 30 positiv gerichtet ist, steigt der Anodenstrom der Röhre 30 an, so daß die Anodenspannung von einem Wert nahe -i-300 auf -f-75 Volt abfällt. Der Anodenstrom der Röhre 42 fällt dementsprechend. Wenn die Röhre 30 völlig leitend und die Röhre 42 völlig abgeschnitten ist, so nimmt die Röhre 30 den ganzen Strom auf, der durch den Widerstand 40 fließt. Dies kann ohne Gitterstrom durch den Strom geschehen, welcher von der -i-75 Volt-Quelle über die Diode 50 fließt, wenn diese Diode leitend wirkt.
  • Die Ausgangsleistung der ersten Verstärkerstufe erscheint daher am Widerstand 40 und wird dem Steuergitter der Röhre 52 zugeführt. Gleichzeitig mit dem ersten Teil des Anodenspannungsabfalls der Röhre 30, wie oben beschrieben, fällt auch die Gitterspannung der Röhre 52. Demgemäß fällt der Anodenstrom der Röhre 52, und der Anodenstrom der Röhre 35 steigt entsprechend an.
  • Im Falle der zweiten Verstärkerstufe ist die Anode der Röhre 52 an Endpotential gelegt. Die Anodenspannung der Röhre 35 fällt infolge des zunehmenden Spannungsabfalls im Widerstand 55 vom Wert -F-75 Volt bis zum Wert -75 Volt. Wenn dieses Potential erreicht ist, wird die Diode 57 leitend, und die Anodenspannung wird auf -75 Volt gehalten.
  • Die Diode 58 wird leitend und hält demgemäß die Anodenspannung auf -I-75 Volt bei dem anderen Grenzwert des Anodenspannungszuges.
  • Während der Zeit, während der die Anodenspannungen der Röhren 30 und 35 gefallen sind, wurde eine negative Rückkopplung auf dem Wege über den Kondensator 34 zum Steuergitter der Röhre 30 geführt, welche der positiven Richtung der Eingangsspannung entgegenwirkt und dem Fallen der Anodenspannungen der Röhren 30 und 35 entgegenwirkt und einen linearen Abfall dieser Potentiale in der bekannten Weise einer Miller-Integratorschaltung bewirkt.
  • Die Ausgangsleistung der zweiten Verstärkerstufe erscheint am Widerstand 55. Die Anode der Röhre 35 ist der Ausgang des Miller-Integrators und ist an dem Punkt 64 angeschlossen. Die Ausgangsimpulse C erscheinen somit an den Anschlüssen 64 und Erdanschluß 65.
  • Sobald das Anodenpotential der Röhre 35 infolge Leitfähigkeit der einen oder anderen der Dioden 57. 58 konstant gehalten wird, hört die starke negative Rückkopplung der Röhre 35 über den Kondensator 34 unverzüglich auf. Da die rechteckwellige Eingangsspannung zum Integrator noch auf einem positiven Wert gehalten wird, fließt der Strom noch durch den Widerstand 28, 29, und der Kondensator 34 wird sich noch ändern, um das Steuergitter der Röhre 35 weiterhin positiv zu halten. Da aber dies keine negative Rückkopplung mehr erzeugt, so wird sich die Gitterspannung in positiver Richtung, aber nunmehr sehr viel schneller als vorher ändern. In der Tat wird der Betrag der Gitterpotentialänderung dem früheren Änderungsbetrag, bevor die Anodenspannung der Röhre 35 konstant gehalten wurde, vervielfacht durch den Verstärkungsfaktor des zweistufigen Verstärkers, entsprechen.
  • Dies führt zu einem schnellen Abfall der Anodenspannung von Röhre 30; die noch weiter auf +75 Volt abwärts sinkt, was, verglichen mit der vorherigen langsamen Bewegung des Potentials, als ein Impuls in der Anodenspannung erscheint. Obgleich dieser Impuls dem Eingang der zweiten Verstärkerstufe zugeführt wird, hat er keinen Einfluß auf die Ausgangsleistung, weil das Anodenpotential der Röhre 35 sich nicht weiter ändern oder wechseln kann. Indessen wird der Impuls dem Gitter der Kathodenverstärkerröhre 66 zugeführt und erscheint an der Kathodenbelastung 67, 68, wo er am Abgriff des Potentiometers 67 abgenommen wird.
  • Befinden sich die Schalter 71, 72 und 2 in der in der Zeichnung dargestellten Stellung, so wird der Impuls dem Gitter der Röhre 6 zugeführt, so daß die Kippschaltung mit den Röhren 6, 7 stillgesetzt wird. Der Eingang zur Integratorschaltung ist auf einen negativen Wert umgeschaltet, und der Ausgang des Wellengenerators steigt linear zum Wert -f-75 Volt. Wenn das Anodenpotential der Röhre 35 an dieser oberen Grenze gehalten wird, fällt das Gitterpotential der Röhre 30 weiterhin, und zwar jetzt so schnell, daß ein positiv gerichteter Anodenimpuls erzeugt wird, welcher wieder dazu dient, die Kippschaltung zurückzustellen. Wie ersichtlich, erzeugt bei dieser Stellung der Schalter 71, 72 und 2 der Wellengenerator kontinuierliche dreieckförmige Wellen, wobei der Rechteckwellenausgang der Kippschaltung so ausgebildet ist, wie bei A gezeigt, während der Generatorausgang so, wie bei C, und die Rückkopplungsimpulse zur Kippschaltung, wie bei B dargestellt, auftreten.
  • Wie gezeigt, ist bei der gleichstromgekoppelten Kathodenverstärkerröhre 66 die Kathodenbelastung 67, 68 an das Potential -350 Volt angelegt. Da das Gitter und demgemäß die Kathode sich mit ihrem Potential um einen Mittelwert von -230 Volt bewegt, besitzen die Rückkopplungsimpulse, die am Potentiometer 67 abgenommen werden, den gewünschten Gleichstrompegel für die Zuführung zum Gitter der Röhre 6.
  • Es ist ersichtlich, daß ein einzelner Spannungsstoß der Welle A einen einzelnen Anstieg der Welle C, ein Abwärtsstoß der Welle A auch einen Abfall der Welle C zur Folge hat und daß eine fortlaufende Welle A auch eine fortlaufende Welle C hervorruft. Befinden sich die Schalter 31, 32 in der in der Zeichnung dargestellten Stellung, so ist der Wert der Widerstandskombination 28 und 29 für Aufwärts-und Abwärtsstöße der gleiche. In den anderen Schaltstellungen ist der veränderliche Widerstand 29 nach Wunsch entweder während des Aufwärts- oder während des Abwärtsstoßes durch die Diode 33 überbrückt, und eine Sägezahnwelle wird im Ausgang erzeugt.
  • Eine astabile Funktion des Wellengenerators kann durch Zurückführung der am Kathodenwiderstand 67, 68 auftretenden Impulse und Zuführung derselben zum Gitter der Röhre 6 bei der in der Zeichnung dargestellten Stellung des Schalters 2 herbeigeführt werden. Die in der Leitung 70 auftretenden Impulse sind teils positiv, teils negativ, wie bei B dargestellt. Befinden sich die Schalter 71, 72 in der in der Zeichnung dargestellten Stellung, so werden positive und negative Impulse über Leitung 5 und Schalter 2 dem Gitter der Röhre 6 zugeführt. In den anderen Stellungen der Schalter 71, 72 werden jedoch, je nach dem ausgewählten Durchlaßsinn der Diode 73, nur die negativen oder nur die positiven Impulse übertragen. In diesem Fall werden daher nur die einzelnen Aufwärts- oder Abwärtsstöße der Wellen A und C im einen oder anderen Sinne durch den Generator erzeugt.
  • Falls erwünscht, können die in der Zeichnung mit Erde verbundenen Punkte auch an einen anderen gemeinsamen Punkt angeschlossen sein. In diesem Fall müssen die verschiedenen Speisespannungen statt in bezug auf Erde im Hinblick auf den gemeinsamen Punkt ausgewählt werden und die Ausgangswelle wird dann symmetrisch zum Potential des gemeinsamen Punktes liegen.
  • Fig. 2, 3 und 4 zeigen eine Anzahl von einander zugeordneten Diagrammen, welche den Spannungsverlauf an gewissen Punkten der Schaltung der Fig. 1 für die Erzeugung von typischen Ausgangswellen darstellen, die mit der erfindungsgemäßen Schaltung erzielbar sind. Die Ausgangswellenform ist jeweils die fünfte (zweitunterste) Reihe der Wellenzüge und entspricht dem Spannungsverlauf am Ausgang der Röhre 35 zwischen den Anschlüssen 64 und 65. Ferner sind, wie am Ende jeder waagerechten Zeile angedeutet, die auftretenden Spannungsänderungen am ichalter 2 a am Ausgang der Röhren 6, 7, 30, 35 und am Widerstand 67 wiedergegeben.
  • Die römischen Ziffern am Kopf jeder senkrechten Spalte der Wellendiagramme beziehen sich auf den unten angegebenen Wellendiagrammschlüssel, in welchem die Stellungen der verschiedenen Schalter unter einer unterscheidenden Bezeichnung, welche der Ausgangswellenform entspricht, tabellarisch wiedergegeben sind:
    Spannungsverlaufübersicht
    Gruppe (A) Einzelne Spannungsimpulse
    Fig. 2
    I Einzelner Schrägverlauf negativ
    Schalter 2 in Stellung a-b
    Schalter 1 in Stellung a-c
    mit Bewegung nach a-b
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-b
    1I Einzelner Schrägverlauf positiv
    Schalter 2 in Stellung a-b
    Schalter 1 in Stellung a-b
    mit Bewegung nach a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-b
    III Einzelner Schrägverlauf negativ
    Schalter 2 in Stellung a-b
    Schalter 1 in Stellung a-c
    mit Bewegung .nach a-b
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-c
    IV Einzelner Sprung positiv
    Schalter 2 in Stellung a-b
    Schalter 1 in Stellung a-b
    mit Bewegung nach a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-c
    V Einzelner Sprung negativ
    Schalter 2 in Stellung a-b
    Schalter 1 in Stellung a-c
    mit Bewegung nach a-b
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-d
    VI Einzelner Schräganstieg positiv
    Schalter 2 in Stellung a-b
    Schalter 1 in Stellung a-b
    mit Bewegung nach a-b
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-d
    Gruppe (B) Fortlaufende Wellenzüge
    Fig. 3
    VII Fortlaufende Dreiecke
    Schalter 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-b
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-b
    VIII Fortlaufende Sägezähne mit steilem An-
    stieg und langsamem Abfall
    Schalter 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-c
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-b
    IX Fortlaufende Sägezähne mit langsamem
    Anstieg und steilem Abfall
    Schalter 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-d
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-b
    Gruppe (C) Positive Impulse
    Fig. 4
    X Dreieck symmetrisch
    Schalter 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-b
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-c
    XI Dreieck mit steilem Anstieg
    Schalter 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-c
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-c
    XII Dreieck mit steilem Abfall
    Schalter 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-d
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-c
    Gruppe (D) Negative Impulse
    Fig. 4
    XIII Dreieck symmetrisch
    Schalter, 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-b
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-d
    XIV Dreieck mit steilem Anstieg
    Schalter 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-c
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-d
    XV Dreieck mit steilem Abfall
    Schalter 2 in Stellung a-c
    Schalter 31 und Schalter 32
    in Stellung a-d
    Schalter 71 und Schalter 72
    in Stellung a-d
    Es ist daraus ganz allgemein zu ersehen, daß die Wellenformen sich so ergeben, wie sie erzeugt werden durch unterschiedliche Auswahl der verschiedenen Kombinationen von Schaltstellungen in einer systematisch fortschreitenten Reihenfolge. Mit Ausnahme von ersichtlichen Unstetigkeiten können daher die dargestellten Wellenformen als in gegebener Ordnung eine aus der anderen sich ergebend betrachtet werden.
  • Wie ersichtlich, verwendet Gruppe A den Schalter 2 in der Stellung a-b, d. h. ohne Rückkopplung, die Gruppen B, C, D benutzen den Schalter 2 in der Stellung a-c, d. h. mit Rückkopplung.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schaltungsanordnung zur wahlweisen Erzeugung von einzelnen oder periodischen rechteck-, Sägezahn- oder dreieckförmigen Impulsen sowie von positiven oder negativen Sprungspannungen bzw. linearen einmaligen Spannungsänderungen mit einem in Serie mit einem Schmitt-Kippkreis geschalteten Miller-Integrator, dadurch gekennzeichnet, daß der Miller-Integrator (30, 42, 52, 35, 34) in an sich bekannter Weise mehrere Verstärkerstufen (30, 42; 52, 35) enthält und daß von einer Verstärkerstufe (30, 42) mit Ausnahme der Endstufe (52, 35) Rückkopplungsimpulse abgeleitet werden, welche als Auslöseimpulse des Schmitt-Kippkreises (6, 7) dienen, und daß eine Umschalteinrichtung vorgesehen ist, durch deren Betätigung wahlweise die verschiedenen Impulsformen erzielt werden.
  2. 2. Elektrischer Impuls- und Wellengenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Integrationswiderstand zwei in Reihe geschaltete Teile (28, 29) aufweist, von denen einer (29) eine Diode (33) enthält, die wahlweise in einer der Leitungsrichtungen parallel geschaltet werden kann.
  3. 3. Elektrischer Impuls- und Wellengenerator nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsrückkopplungsweg (70) eine Reihendiode (78) enthält, die für den wahlweisen Anschluß in einer der Leitungsrichtungen eingerichtet ist.
  4. 4. Elektrischer Impuls- und Wellengenerator nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator durch zusätzliche einfache Schaltmaßnahmen (Schalter 2 in Stellung b) im Eingangskreis zugleich zur an sich bekannten Erzeugung von Rechteckstufen oder -impulsen von einmaliger oder periodischer Form einzustellen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: »Electronic Engineering«, März 1953, S. 94 bis 97; »Radiotechnik«, 7/1953, S. 253 bis 240; »Waveforms« von B. Chance, V. Hughes u. a., MeGraw-Hill Book Co., New York, 1949, S. 166 bis 171, 332. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1043 542.
DES52944A 1956-04-03 1957-03-29 Elektrischer Impuls- und Wellengenerator Pending DE1115291B (de)

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GB1010156A GB814540A (en) 1956-04-03 Improvements in or relating to electric wave generating circuit arrangements

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220473B (de) * 1962-11-17 1966-07-07 Hasler Ag Transistorisierte Schaltungsanordnung zur Erzeugung sehr langsamer Rechteckschwingungen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1043542B (de) 1955-02-03 1958-11-13 Emi Ltd Generator fuer die Erzeugung einer Saegezahnspannung, welche durch die Ladung und die Entladung eines Kondensators entsteht

Patent Citations (1)

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