DE1114286B - Trag- und Fuehrungsschiene fuer Gardinen oder Vorhaenge - Google Patents
Trag- und Fuehrungsschiene fuer Gardinen oder VorhaengeInfo
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- A47H—FURNISHINGS FOR WINDOWS OR DOORS
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- Curtains And Furnishings For Windows Or Doors (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
V10531X/ 34 e
ANMELDETAG: 21. A P R I L 1956
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 28. SEPTEMBER 1961
AUSLEGESCHRIFT: 28. SEPTEMBER 1961
Die Erfindung bezieht sich auf eine Trag- und Führungsschiene für Gardinen oder Vorhänge mit in
Holzleisten ausgebildeten Laufkanälen für rollende oder gleitende Aufhänger und mit von Kunststoffstreifen
gebildeten Laufbahnen für diese Aufhänger, bei welcher die Unterseite der Holzleisten durch eine
Kunststoffschicht abgedeckt ist.
Derartige Trag- und Führungsschienen für Gardinen oder Vorhänge sind bekannt. Sie besitzen unter
anderem den Vorteil, daß durch die Kunststofflaufbahnen das störende Laufgeräusch der Gleiter oder
Rollaufhänger stark vermindert wird. Auch lassen sich minderwertige Hölzer für das Gardinenbrett verwenden,
da die Laufbahnen nicht von dem Brett der Führungsschiene gebildet werden und andererseits die
Unterseite der Holzleisten durch eine Kunststoffschicht abgedeckt ist.
So ist beispielsweise eine Trag- und Führungsschiene für rollende oder gleitende Aufhänger für
Gardinen oder Vorhänge bekannt, welche aus mehreren im Abstand nebeneinanderhegenden Holzleisten
besteht, die mit einer Kunststoffschicht umspritzt sind. Diese Kunststoffschicht ist derart weit
in die Laufkanäle hineingezogen, daß sie gleichzeitig den Führungsschlitz sowie die Laufbahnen für die
Aufhänger bildet. Eine solche Trag- und Führungsschiene erfordert jedoch eine relativ große Menge an
Kunststoff, die zur Abdeckung der Holzleiste auf deren Unterseite sowie zur Bildung der Laufbahnen
nicht unbedingt notwendig ist. Ziel der Erfindung ist daher eine Trag- und Führungsschiene, bei der zwar
ebenfalls die Laufbahnen von Kunststoffstreifen gebildet sind und bei welcher die Unterseite der Holzleisten
mit einer Kunststoffschicht abgedeckt ist, bei der jedoch eine möglichst geringe Kunststoffmenge
notwendig und außerdem der Vorteil gegeben ist, daß die Kunststoffteile in einfacher, jedoch dauerhafter
Weise an den Holzteilen der Trag- und Führungsschiene befestigt sind.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Kunststoffschicht aus gesonderten, sich jeweils
zwischen zwei Laufkanälen erstreckenden streifenförmigen Belägen besteht, deren an die Kanäle angrenzende
Längsränder derart ausgebildet sind, daß diese zur Bildung der Laufbahnen für die Aufhänger
in die Kanäle eingreifen. Durch diese Ausbildung der Kunststoffstreifen wird eine einfache und kostensparende
Herstellung einer Trag- und Führungsschiene mit Laufkanälen aus Kunststoff und mit einer
mit Kunststoff verkleideten Leistenunterseite gewährleistet, da die Kunststoffstreifen infolge des Eingreifens
der Ränder in die Laufkanäle sich zu ihrer Befestigung Trag- und Führungsschiene
für Gardinen oder Vorhänge
Anmelder: Vossloh-Werke G.m.b.H., Werdohl (Westf.)
Wilhelm Klute, Werdohl (Westf.), ist als Erfinder genannt worden
an den Leisten festklemmen können und da andererseits die Kunststoffteile der Trag- und Führungsschiene
aus einer geringstmöglichen Anzahl von Einzelteilen bestehen.
Es ist zwar auch eine aus Holz bestehende Führungsschiene für Vorhanggarnituren bekanntgeworden,
welche lediglich zwei in die Holzleiste eingelassene Kunststoffstreifen aufweist, die die Laufbahnen für
die Aufhänger bilden und infolgedessen einen geräuschlosen Lauf dieser Aufhänger gewährleisten.
Jedoch kann für diese Leisten kein minderwertiges Holz verwendet werden, da die Kunststoffstreifen von
den Außenkanten der Lauf kanäle der Führungsleisten aus schräg in diese Holzleisten eingesetzt sind, so daß
bei Verwendung eines minderwertigen Holzes ein Reißen des Holzes zu befürchten ist. Auch würde in
diesem Falle das Aussehen der Schiene beeinträchtigt werden, da andererseits bei dieser Schiene die Unterseite
der Holzleisten nicht durch Kunststoff abgedeckt ist.
Bei der erfindungsgemäßen Trag- und Führungsschiene werden zweckmäßig die Längsränder der
Kunststoffstreifen derart nach oben abgebogen, daß sie unter Bildung des Führungsschlitzes in die Laufkanäle
hineinragen und in diesen die Gleit- oder Rollbahnen für die Aufhänger bilden. Zur Bildung der
Laufbahnen für die Aufhänger können die in die Laufkanäle hineinragenden Längsränder der Kunststoffstreifen
entsprechend profiliert sein. Sie können beispielsweise derart verdickt sein, daß sie zur Bildung
der Laufbahnen in die Laufkanäle der Holzleisten eingreifen.
Bei der Herstellung der nach der Erfindung ausgebildeten Führungsleisten und -bretter wird vorzugsweise
so verfahren, daß auf bandförmige Streifen
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aus Kunststoff, deren Breite der gewünschten Breite der Führungsleiste entspricht und welche eine der
Anzahl der Führungsnuten entsprechende Zahl von Rippen aufweisen, die entsprechend der gewünschten
Bekleidung der Laufschlitze und der Gleitflächen profiliert sind, Holzstäbe in der Breite der Führungsnuten entsprechenden Abständen aufgesetzt werden
und auf diese eine Deckplatte aufgelegt wird, jeweils unter Zwischenfügung eines geeigneten Klebstoffes.
Hierauf wird die zusammengesetzte Leiste mit dem zwischen ihren Teilen vorgesehenen Klebstoff einer
Druckbehandlung, z. B. in einer Fournierpresse oder zwischen Walzen, unterworfen und schließlich der
bandförmige Streifen aus Kunststoff längs der Mittellinien der Führungsnuten zwecks Bildung der Laufschlitze
aufgeschnitten. Es können aber auch zur Herstellung der Führungsleisten oder -bretter bandförmige
Streifen aus Kunststoff angewendet werden, deren Breite nur dem Abstand von zwei benachbarten
Laufschlitzen entspricht und deren Ränder so profiliert sind, daß diese die inneren Begrenzungen der
Laufschlitze und die Gleitflächen bilden. In diesem Fall entfällt der Arbeitsgang des Aufschneidens der
Laufschlitze.
In der Zeichnung ist die Erfindung in Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine nach der Erfindung ausgebildete Führungsleiste mit zwei Längsnuten
für Gardinenaufhänger,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den die Unterseite der Führungsleiste bekleidenden Kunststoffstreifen vor
dem Auflegen der Holzleisten und vor dem Einschneiden der Lauf schlitze,
Fig. 3 eine Rippe des Kunststoffstreifens in größerem Maßstab,
Fig. 4 den Querschnitt durch einen bandförmigen Streifen aus Kunststoff, dessen Breite dem Abstand
von zwei benachbarten Laufschlitzen entspricht, und
Fig. 5 den Querschnitt durch einen bandförmigen Streifen in der Art der Fig. 4, jedoch mit massiven
Profilrändern.
In Fig. 1 ist als Beispiel eine Führungsleiste mit zwei Längsnuten 1 und 2 dargestellt. Diese besteht
aus hölzernen Leistenteilen 3, 4 und 5, welche durch eine gemeinsame Deckplatte 6 verbunden sind, die
aus Hartholz oder auch aus Kunststoff bestehen kann. Die Unterseite der Leiste ist von den Kunststoffstreifen
7 und 8 abgedeckt, deren aufgebogene Ränder durch die Laufschlitze 9 bis auf die Gleitflächen
10 reichen und einen Gleitbelag bilden.
Fig. 2 und 3 zeigen den Gleitbelag der Fig. 1 vor dem Zusammenbau der Führungsleiste. Es besteht
aus einem verhältnismäßig dünnen bandförmigen Streifen 7, 8 aus Kunststoff mit zwei parallelen
Rippen 11 mit je zwei Flanschen 10, welche entsprechend der gewünschten Bekleidung der Laufschlitze
und der Gleitflächen profiliert sind. Nachdem die Leiste aus dem bandförmigen Streifen 7, 8, den
Holzleisten 3, 4, 5 und der Deckplatte 6 unter Zwischenlage von Klebstoff und unter Druck zusammengefügt
ist, werden die Laufschlitze 9 durch Einschnitte hergestellt.
Wie Fig. 4 und 5 zeigen, ist es auch möglich, bandförmige Streifen 12 aus Kunststoff anzuwenden, deren
Breite nur dem Abstand von zwei benachbarten Laufschlitzen 9 entspricht. Die aufwärts gebogenen
Ränder dieser Streifen 12 sind so profiliert, daß diese die inneren Begrenzungen 13 der Laufschlitze 9 und
die Gleitflächen 10 bilden. Dabei können diese Ränder der Streifen 12, wie Fig. 5 zeigt, auch als entsprechend
profilierte, massive Wülste 14 ausgebildet sein, so daß Holzleisten 3, 4, 5 von rechteckigem
Querschnitt, also ohne die in Fig. 1 gezeichneten seitlichen Profilvorsprünge, für den Aufbau der genuteten
Führungsleisten verwendet werden können.
Die Erfindung gestattet, mit einer verhältnismäßig geringen Menge an Kunststoff diejenigen Wirkungen
zu erzielen, welche bisher nur mit Laufschienen erreicht worden sind, die ganz aus Kunststoff gefertigt
sind. Dabei sind alle Vorteile der bekannten, mit einer oder mehreren Führungsnuten ausgestatteten
Gardinenleisten und Gardinenbretter beibehalten worden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß sich die Verwendung von teurem Holz bzw. Hartholz erübrigt.
Infolge der Bekleidung mit Kunststoff können auch minderwertige, billige Hölzer verarbeitet werden.
Auch die Verbindung der einzelnen Schüsse, aus welchen längere Führungsleisten und Gardinenbretter
zusammengesetzt werden müssen, vereinfacht sich erheblich, weil die bisher notwendige Zinkung entfallen
kann. Es genügt, die einzelnen Schüsse der Holzleisten stumpf aneinanderzuleimen, weil die obere
und untere Abdeckung der Holzteile eine ausreichende Festigkeit der Verbindungsstellen gewährleistet.
Claims (7)
1. Trag- und Führungsschiene für Gardinen oder Vorhänge mit in Holzleisten ausgebildeten
Laufkanälen für rollende oder gleitende Aufhänger und mit von Kunststoffstreifen gebildeten
Laufbahnen für diese Aufhänger, bei welcher die Unterseite der Holzleisten durch eine Kunststoffschicht
abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffschicht aus gesonderten, sich
jeweils zwischen zwei Laufkanälen (1, 2) erstreckenden streifenförmigen Belägen (7, 8, 12)
besteht, deren an die Kanäle (2) angrenzende Längsränder (10, 14) derart ausgebildet sind, daß
diese zur Bildung der Laufbahnen für die Aufhänger in die Kanäle eingreifen.
2. Trag- und Führungsschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsränder
(10, 14) der Kunststoffstreifen (7, 8, 12) nach oben in die Laufkanäle (1, 2) hinein abgebogen
sind und zur Bildung der Laufbahnen für die Aufhänger auf den den Führungsschlitz für diese
Aufhänger bildenden seitlichen Vorsprüngen der Holzleisten (3) aufliegen.
3. Trag- und Führungsschiene nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ränder (10, 14) der Kunststoffstreifen (7, 8, 12) zur Bildung der Laufbahnen für die Aufhänger
entsprechend profiliert sind.
4. Trag- und Führungsschiene nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die profilierten
Ränder (14) der Kunststoffstreifen (12) derart verdickt sind, daß sie zur Bildung der Laufbahnen
in die Lauf kanäle (1, 2) der Holzleisten (3, 4, 5) eingreifen.
5. Trag- und Führungsschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher die
Laufkanäle aus jeweils zwei den Laufkanal begrenzenden Holzleisten gebildet werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die zwei benachbarten Holz-
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leisten (4), die keinen Laufkanal zwischen sich bilden, von ein und demselben Kunststoffstreifen
(8,12) abgedeckt sind, dessen Ränder (10) je eine Laufbahn der von den beiden Holzleisten begrenzten
Laufkanäle (1, 2) bilden.
6. Verfahren zur Herstellung von Trag- und Führungsschienen nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf bandförmige Streifen (7, 8) aus Kunststoff mit
einer Mehrzahl paralleler Rippen (10, 11), welche entsprechend der gewünschten Umkleidung der
Laufbahnen bzw. der gewünschten Ergänzung des Leistenprofils gestaltet sind, Holzleisten (3, 4, 5)
in der Breite der Laufkanäle (1, 2) entsprechenden Abständen aufgesetzt werden und auf diese
Stäbe eine Deckplatte (6) aufgelegt wird, worauf die derart zusammengebaute Schiene mit zwischen
ihren Teilen vorgesehenem Klebstoff einer Druckbehandlung, z. B. in einer Furnierpresse oder
zwischen Walzen, unterworfen wird und schließlich der bandförmige Streifen aus Kunststoff längs
der Mittellinien der Laufkanäle zwecks Bildung von Laufschlitzen (9) aufgeschnitten wird.
7. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bandförmige
Streifen (12) aus Kunststoff angewendet werden, deren Breite nur dem Abstand zweier benachbarter
Laufschlitze (9) entspricht und deren Ränder (10, 14) derart profiliert sind, daß diese
jeweils einen Laufbahnbereich der beiden benachbarten Laufschlitze bilden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 846 445;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1707 474;
schweizerische Patentschriften Nr. 178170,198 939.
Deutsche Patentschrift Nr. 846 445;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1707 474;
schweizerische Patentschriften Nr. 178170,198 939.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV10531A DE1114286B (de) | 1956-04-21 | 1956-04-21 | Trag- und Fuehrungsschiene fuer Gardinen oder Vorhaenge |
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Publications (1)
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| DE1114286B true DE1114286B (de) | 1961-09-28 |
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ID=7573130
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| DEV10531A Pending DE1114286B (de) | 1956-04-21 | 1956-04-21 | Trag- und Fuehrungsschiene fuer Gardinen oder Vorhaenge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1114286B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164045B (de) | 1956-09-29 | 1964-02-27 | Rudolf Stoerzbach | Vorhangschiene fuer Unterputzanordnung |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH178170A (de) * | 1934-06-21 | 1935-07-15 | Daepp Ernst | Vorhangleiste. |
| CH198939A (de) * | 1937-11-26 | 1938-07-31 | Ernst Daepp | Vorhangtragleiste. |
| DE846445C (de) * | 1948-10-02 | 1952-08-14 | Rudolf Stoerzbach | Vorhangschiene und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE1707474U (de) * | 1955-06-16 | 1955-09-22 | Hermann Schulte Fa | Aus holz bestehende fuehrungsschiene fuer schleudergarnituren. |
-
1956
- 1956-04-21 DE DEV10531A patent/DE1114286B/de active Pending
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