DE1113036B - Verfahren zum Befestigen der Wickeldrahtenden eines Spanngitters - Google Patents
Verfahren zum Befestigen der Wickeldrahtenden eines SpanngittersInfo
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Description
- Verfahren zum Befestigen der Wickeldrahtenden eines Spanngitters Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befestigen der Wickeldrahtenden an dem aus zwei Holmen und je zwei diese Holme an zwei gegenüberliegenden Stellen verbindenden Traversen bestehenden Spannrahmen bei der Herstellung von Spanngittern für elektrische Entladungsröhren.
- Mit zunehmender Verkleinerung der Elektrodenaufbauten ist man bei der Herstellung der Gitter zu der Spanngittertechnik übergegangen, weil man mit den früher üblichen Wickelgattern die erforderlichen Abstände zwischen den einzelnen Elektroden nicht mehr einhalten konnte. Diese Abstände, insbesondere der Gitter-Kathoden-Abstand, müssen außerordentlich gering gehalten werden, um die Röhren in den gewünschten höheren Frequenzbereichen betreiben zu können.
- Zur Herstellung solcher Gitter verwendet man in der Regel Rahmen, die aus zwei Holmen sowie vier diese beiden Holme miteinander verbindenden Traversen bestehen. Sowohl die Höhne als auch die Traversen werden in der Regel aus Molybdän hergestellt.
- Nach dieser Methode werden heute Gitter hergestellt, bei denen die Höhne einen Durchmesser von 0,8 mm und der Gitterwickeldraht einen Durchmesser von 0,008 mm haben. Der Gitterdraht wird auf diese Rähmchen mit einer Spannung aufgebracht, die etwa 70 bis 8011/9 der Zerreißfestigkeit des Wolframs entspricht.
- Um sicherzustellen, daß die eigentliche Gitterfläche, welche von den beiden Quertraversen eingeschlossen wird, mit Gitterwindungen voll ausgefüllt wird, beginnt der Wickelvorgang in der Regel etwa fünf bis sechs Windungen früher und endet auch etwa fünf bis sechs Windungen nach Bewickeln des eigentlichen Wickelraumes.
- Nach Beendigung dieses Wickelvorganges werden die Windungen und die Wickeldrahtenden mit Glaspaste festgelegt und anschließend bei etwa 800° C geglüht. Nach Fertigstellung eines solchen Gitters müssen dann die zusätzlichen, auf die Enden des Gitterrahmens aufgebrachten Windungen wieder abgewickelt werden, damit tatsächlich nur der Raum des Gitterrahmens mit Gitterwindungen bewickelt ist, der sich zwischen den Quertraversen befindet. Dieses Abwickeln der Gitterdrahtenden ist jedoch eine außerordentlich mühevolle Arbeit, wenn man beispielsweise einen Wolframdraht mit einer Stärke von 0,008 mm zugrunde legt. Ein solcher Gitterwickeldraht ist nämlich mit dem bloßen Auge überhaupt nicht mehr zu sehen, und die Wicklerin muß daher das Entfernen der Wickeldrahtenden unter dem Okular vornehmen. Es sind auch bereits weitere Methoden zur Befestigung der Enden der Gitterwindungen bekannt. So ist es beispielsweise bekannt, die erste und letzte Windung des gewickelten Gitters zusammen mit einer Traverse an einen Längsholm durch Punktschweißen oder Punktlöten festzulegen. Man kann auch Wickeldrahtende und Spannrahmen unter Zwischenfügen von Metallpulver miteinander verschmelzen.
- Weiterhin ist bekannt, die Wickeldrahtenden an einem Metallstück durch Einklemmen zu befestigen und dieses Metallstück seinerseits an den Gitterrahmen anzuschweißen.
- Schließlich ist es nach einer weiteren Methode bekannt, das Wickeldrahtende des einen und den Wickeldrahtanfang des folgenden Gitters um die entsprechenden Traversenenden herumzuführen und an dem gleichen Längshohn entlangzuführen. Die Befestigung des Gitterdrahtzwischenstücks erfolgt bei dieser bekannten Methode mittels eines auf das Hohnzwischenstück aufgeschweißten Metallbandes, welches das Gitterdrahtzwischenstück festklemmt.
- Soweit es sich um Schweißvorgänge handelt, besteht bei den verhältnismäßig dünnen Gitterdrähten die Gefahr der Verbrennung; die anderen bekannten Methoden erscheinen teilweise recht umständlich und verteuern daher die Fertigung der Gitter.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vereinfachung der Fertigung solcher Gitter herbeizuführen. Dies erfolgt bei einem Verfahren zum Befestigen der Wickeldrahtenden an dem aus zwei Holmen und je zwei diese Höhne an zwei gegenüberliegenden Stellen verbindenden Traversen bestehenden Spannrahmen bei der Herstellung von Spanngittern für elektrische Entladungsröhren erfindungsgemäß dadurch, daß das Ende des Wickeldrahtes vor Beginn des Wickelvorganges zwischen einem Schenkel einer Traverse und dem zugehörigen Hohn eingelegt und der freie Schenkel der Traverse anschließend an den Hohn zum Zwecke des Festklemmens des Wickeldrahtendes aasgebogen wird. Die Quertraversen sind bekanntlich durch Schweißen mit den Holmen oder Streben verbunden. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durch die zwischen Traverse und Holm vorhandenen Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche der Schweißbrust der Wickeldraht beim Anpressen auf diese Oberfläche den Unregelmäßigkeiten angepaßt und somit um viele kleine Ecken gezogen, die das Herausziehen des Wickeldrahtes verhindern.
- Durch das vorgeschlagene Festklemmen der Wickeldrahtenden hinter den überstehenden Traversenlappen fallen nunmehr die Arbeitsvorgänge »Bepasten« und »Glühen« fort, so daß sich eine wesentliche Vereinfachung des Herstellungsprozesses ergibt.
- Zur Automatisierung des Wickelvorganges ist es lediglich erforderlich, daß der Fadenführer der Gitterwickelmaschine derart geführt wird, daß er jeweils vor Beginn des Wickelvorganges eine Bewegung ausführt, die das Einklemmen des Wickeldrahtes ermöglicht. Nach dem Einlegen des Wickeldrahtendes werden die freien Schenkel der Traverse mit Hilfe von zwei Druckstiften, welche sich an der Gitterwickelmaschine befinden, an den Gitterholmen angedrückt. Zu diesem Zwecke ist es notwendig, daß die freien Traversenenden so weit überstehen, daß sie von der Strebenmitte aus ein Viertel des Umfanges der Strebe umschließen.
- Das Verfahren soll nunmehr an Hand der Zeichnung erläutert werden. In Fig.1 ist die Ansicht eines Teiles eines Spanngitters, welches nach dem Verfahren hergestellt wird, dargestellt, während in Fig.2 ein solches Gitter, von der Stirnseite aus betrachtet, wiedergegeben ist.
- Die beiden Hohne oder Streben des Gitters sind mit 1 und 2 bezeichnet, die dargestellten Traversen mit 3. Das Ende 5 des Gitterwickeldrahtes 4 wird vor Beginn des Wickelvorganges zwischen den einen Schenkel der Traverse 3 und die Strebe 1 eingelegt. Anschließend werden mit Hilfe eines in Fig. 3 dargestellten Werkzeuges, welches aus zwei Stiften 6 besteht, die Traversenenden derart in Richtung auf den Holm 1 gebogen, daß das Wickeldrahtende 5 eingeklemmt wird. Die beiden Druckstifte 6 bewegen sich zu diesem Zweck in Richtung der beiden eingezeichneten Pfeile. Ihre Vorderkanten sind so ausgebildet, daß sie die Traversenenden so abbiegen, daß sie sich der Rundung des Holmes 1 anschmiegen. Diese Lage der Traversenenden ist in Fig. 3 gestrichelt eingezeichnet und mit 7 bezeichnet.
- In Fig. 4 ist ein fertiggewickeltes Gitter, von der Stirnseite aus gesehen, dargestellt. Man erkennt aus dieser Figur das eingeklenunte Drahtende 5.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Befestigen der Wickeldrahtenden an dem aus zwei Holmen und je zwei diese Holme an zwei gegenüberliegenden Stellen verbindenden Traversen bestehenden Spannrahmen bei der Herstellung von Spanngittern für elektrische Entladungsröhren, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Wickeldrahtes vor Beginn des Wickelvorganges zwischen einem Schenkel einer Traverse und dem zugehörigen Hohn eingelegt und der freie Schenkel der Traverse anschließend an den Holm zum Zwecke des Festklemmens des Wickeldrahtendes aasgebogen wird.
- 2. Gitterwickelmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenführer derart geführt wird, daß er jeweils vor Beginn des Wickelvorganges eine Bewegung ausführt, die das Einklemmen des Wickeldrahtendes ermöglicht.
- 3. Gitterwickehnaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit zwei Druckstiften versehen ist, welche nach erfolgtem Einlegen des Wickeldrahtendes die freien Schenkel der Traverse an den Holm andrücken. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1030 466, 1033 790, 1041604; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1716 892; schweizerische Patentschrift Nr. 313 050.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DET18353A DE1113036B (de) | 1960-05-10 | 1960-05-10 | Verfahren zum Befestigen der Wickeldrahtenden eines Spanngitters |
Publications (1)
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