DE1110459B - Rechenrad - Google Patents
RechenradInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Rechenrad, das an seinem Umfang mit federnden Zinken versehen
ist, die in radialer Richtung durch Drehung um eine Gelenkachse aus ihrer Normallage ausweichen können.
Bei dem bekannten Rechenrad ist die Ausweichmöglichkeit durch Drehung um eine Gelenkachse begrenzt,
wobei noch der Nachteil besteht, daß die Zinken bei ihrer Ausweichbewegung in eine derartige
Lage kommen können, daß sie an Rechwirkung verlieren.
Durch die Erfindung soll ein Rechenrad geschaffen werden, dessen Zinken sich, ohne an Rechleistung zu
verlieren, in radialer Richtung besonders gut, und zwar aus ihrer Normallage ausweichen können und
sich demgemäß durch eine breitere Rechwirkung auszeichnen.
Gemäß der Erfindung wird dies bei einem eingangs erwähnten Rechenrad erreicht, indem die Gelenkachse
des Zinkens und dieser Zinken in der Ausweichlage, in Richtung der Radachse gemessen, mit Abstand
voneinander angeordnet und durch einen Arm miteinander gekuppelt sind.
Auf die erfindungsgemäße Weise wird vorteilhaft ein Rechenrad gebildet, dessen Zinken eine große
Elastizität mit einer guten Rechwirkung haben und bei dem in unebenem Gelände die Masse des Rechenrades
weniger bewegt werden muß, da sich die Zinken selbst den Bodenunebenheiten anpassen können.
Es ist vorteilhaft, wenn die Gelenkachse in der Fahrtrichtung vor dem entsprechenden Zinken liegt.
Dadurch wird das Rechenrad günstig beansprucht, da die Zinken während des Betriebes geschleppt werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist das innere Ende jedes in seinem Fußteil haarnadelförmig
gebogenen Zinkens zwischen Felge und Nabe an einem Teil des Radkörpers um eine radiale Achse
frei drehbar oder elastisch drehbar gelagert. Hierdurch wird ein haarnadelförmiger Doppelzinken gebildet,
der an seinem mittleren Teil nicht durch Bolzen fest eingeklemmt, sondern drehbar am Rechenrad
angeordnet ist. Wenn ein Zinken also auf Biegung oder Torsion beansprucht wird, kann sich diese Beanspruchung
auf die anderen Zinken fortsetzen, so daß das Material der Zinken gut ausgenutzt wird.
Das innere Ende des zwischen einem Zinken und seinem Gelenk vorgesehenen Armes ist nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung auf den Radspeichen gelagert. Es ergibt sich eine einfache Anordnung,
wenn ein Zinken und der entsprechende, den Fußteil bildende Arm aus einem einzigen federnden Stahldrahtstück
besteht. Weiterhin dient es zur Erhöhung der Elastizität der Zinken, wenn nach einem weiteren
Rechenrad
Anmelder:
C. van der LeIy N. V.,
Maasland (Niederlande)
Maasland (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Boshart
und Dipl.-Ing. W. Jackisch, Patentanwälte,
Stuttgart N, Am Kräherwald 93
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 16. Oktober 1953
Niederlande vom 16. Oktober 1953
Cornells van der LeIy und Ary van der LeIy,
Maasland (Niederlande),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Merkmal der Erfindung die Zinken dort, wo sie mit den Armen verbunden sind, federnd unterstützt sind,
so daß sich die Entfernung der Verbindungsstellen benachbarter Zinken verändern kann.
Um eine sehr elastische Verbindung benachbarter Zinken zu schaffen, können erfindungsgemäß die
Fußteile der Zinken mit einem federnden Glied gekuppelt sein.
Man kann die Rechwirkung des Rechenrades auch noch dadurch erhöhen, wenn entsprechend einem
weiteren Merkmal der Erfindung das Rechenrad mit quer aus der Radebene ragenden Zinken und im
wesentlichen parallel zur Radebene liegenden Zinken versehen ist, derart, daß diese vorzugsweise an der
Vorderseite der Felge angeordneten Zinken als Mitnehmer für das zusammenzurechende Gut wirken.
Ferner läßt sich die Wirkung der erwähnten, quer zur Rechenradebene liegenden Zinken noch dadurch
erhöhen, daß man die Spitzen der quer aus der Radebene ragenden Zinken in einem kleineren Abstand
von der Rechenradachse anordnet als die Spitzen der parallel zu der Radebene liegenden Zinken, wobei die
aus der Radebene ragenden Zinken in der Arbeitsstellung vorzugsweise nach vorn ragen können und
beispielsweise einen spitzen Winkel mit der Radebene bilden.
109 620/30
Die Erfindung wird an Hand der Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele noch näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Teiles eines Ausführungsbeispieles
eines erfindungsgemäßen Rechenrades,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Rechenrades nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rechenrades,
Fig. 4 eine teilweise Vorderansicht von zwei verschiedenen
Ausführungsformen erfindungsgemäßer Rechenräder,
Fig. 5 und 6 Seitenansichten der erfindungsgemäßen Ausführungsformen nach Fig. 4, wobei die
Reifen und Naben geschnitten sind,
Fig. 7 eine Draufsicht eines Rechenrades, wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, im Betrieb,
Fig. 8 und 9 eine Vorderansicht bzw. eine Seitenansicht mit Teilschnitt eines zusammengesetzten
Rechenrades nach der Erfindung,
Fig. 10 eine Draufsicht eines Rechens mit erfindungsgemäß angeordneten Rechenrädern.
Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Rechenrad ist mit einer eine kreisförmige Scheibe 2 tragenden
Nabe 1 versehen. Dieser Scheibe 2 ist eine konzentrisch zur Nabe 1 angeordnete Felge 4 zugeordnet, die
mittels Radspeichen 3 mit der Nabe verbunden ist. Die vordere Seite der Felge 4 ist mit nach vorn ragenden,
einen spitzen Winkel von etwa 45° mit der Rechenradebene bildenden Zinken 5, die auch als
Mitnehmer für das zu rechende Gut arbeiten, versehen. Ein Stahldrahtstück ist um jede Speiche gebogen,
wobei die Enden dieses Stahldrahtstückes die Zinken 6, die im wesentlichen in einer parallelen
Ebene mit der Rechenradebene liegen, darstellen. Die Spitzen der Zinken 6 haben einen größeren Abstand
zur Rechenradachse als die Spitzen der Zinken 5. Zwei Arme oder Tragglieder 7 für die Zinken werden
aus dem Drahtteil zwischen einem Zinkenpaar gebildet, wobei der mittlere Drahtteil 9 mit zwei die
Vorderseite der Felge 4 umfassenden Krümmungen und einer die Speichen 3 umfassenden Krümmung
von etwa 180° versehen ist. Im Drehteil wird zwischen jedem Zinken 6 und dem entsprechenden Tragglied
7 ein Auge 10 gebildet. Die Augen 10 sind miteinander gekuppelt durch einen endlosen Stahldraht
11. Der Draht 11 ist mit einer der Zahl der Zinken 6 entsprechenden Anzahl halbkreisförmiger Kurven
versehen. Diese Kurven liegen in zwei parallelen Ebenen, wobei zwei nacheinanderfolgende Kurven in
verschiedenen Ebenen liegen und durch einen kurzen halbkreisförmig gebogenen Teil, der mit der Achse
des ganzen Rechengliedes 1 in einer Ebene liegt, miteinander verbunden sind. Die Augen 10 umfassen
den Draht 11 an der Stelle der kurzen halbkreisförmigen Teile.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, daß das Tragglied 7 für einen Zinken 6 an der Stelle des betreffenden
Teiles 9 im wesentlichen um eine imaginäre Achse drehbar ist, welche sich entlang der Berührungslinie
der Felge 4 erstreckt. Es ist ein Vorteil dieser Konstruktion, daß das Rechenrad, ohne daß Teile
von ihm dauernd verformt werden, nicht nur vorwärts, sondern auch in rückwärtiger Richtung über
das Gelände bewegt werden kann, denn in diesem Falle können zwei aus einem Draht gebildete Zinken
ausweichen, indem der mittlere Teil 9 des Drahtes der betreffenden Speiche 3 entlang in der Richtung
der Nabe 1 gleiten kann. Der Stahldraht 11 läßt alle Teile später wieder in die normale Lage zurückkehren.
Das beschriebene Rechenrad sichert eine gute Rechwirkung der Zinken sogar dann, wenn sie
beträchtlich aus ihrer Normallage in eine näher bei der Nabe 1 befindliche Lage ausgewichen sind.
Nach Fig. 3 hat das Rechenrad eine auf einer Achse 21 drehbar montierte Nabe 20. Das eine Ende
der Achse 21 wird von einem Laufrad 22 unterstützt und das andere Ende ist mit einem Balken 23 eines
Gestelles einer Rechvorrichtung verbunden, von der nur ein Rechenrad in der Zeichnung dargestellt ist.
Mit der Nabe 20 ist eine kreisförmige Scheibe 24 verbunden, die mit radialen, an einer Felge 26 befestigten
Speichen 25 und mit an einem kreisförmigen Ring 28 befestigten Stäben 27 versehen ist, wobei der
Ring 28 aus einem gebogenen, flachen Metallstreifen hergestellt ist und konzentrisch zur Achse 21 montiert
ist, aber in einer Ebene liegt, welche in einer Entfernung hinter der gemeinsamen Ebene der Scheibe
24 und der Felge 26 liegt. Die Felge 26 ist an der vorderen Seite mit als Mitnehmer für das zu rechende
Gut dienenden Zinken 29, die im Abstand von dem Boden angeordnet sind, versehen und mit einer größeren
Zahl von durchlochten Vorsprüngen 30. Durch jeweils zwei Löcher von benachbarten Vorsprüngen
30 ist ein Stift 32 hindurchgesteckt, auf dem eine Schraubenfeder 32 montiert ist, deren eines Ende 33
durch eine in der Felge 26 befindliche Öffnung hindurchgesteckt ist, während das andere Ende mit
einem geraden Stahldraht 34 ein Ganzes bildet, der sich nach hinten erstreckt und in einer Öse 35 endet.
Der Ring 28 ist mit einer Zahl Öffnungen versehen, die der Anzahl der Stahldrähte 34 entspricht. Durch
jede dieser Öffnungen reicht ein Stahldraht 36, dessen eines Ende zu einem Haken 37 gebogen ist, wodurch
verhindert wird, daß dieses Ende sich aus dem Loch im Ring 28 löst. Am anderen Ende des Stahldrahtes
36 ist eine Schleife 38 gebogen, die in die Öse 35 des Stahldrahtes eingreift. Das außerhalb dieser Schleife
vorstehende freie Ende des Stahldrahtes 36 bildet mit dem übrigen Teil einen Winkel und dient als Rechenzinken. Infolgedessen und durch die Bewegungsfreiheit,
die der Stahldraht 36 durch die gelenkige Verbindung mit dem Stahldraht 34 hat, kann das
Rechgut leicht von einem sich nach oben bewegenden Zinken 39 abfallen. Im oberen Teil der Fig. 3 ist die
normale Lage eines Stahldrahtes 34 angegeben, während im unteren Teil eine Stellung dargestellt ist, bei
der die Feder 32 elastisch verformt ist, indem der Zinken 39 durch Bodenberührung nach oben hat ausweichen
müssen. Dabei ist der Stahldraht 36 um eine gewisse Strecke durch das betreffende Loch im Ring
28 verschoben. Während durch Drehung des Stahldrahtes 34 um die Achse des Stiftes 31 ein Ausweichen
des Zinkens 39 ermöglicht wird, wobei der Stahldraht 34 als Tragglied für den Zinken dient,
wird der Zinken 39 in einem für die Rechenarbeit günstigen Zustand gehalten, indem die Verlängerung
36 desselben sich im Ring 28 abstützt.
Nach Fig. 4 und 5 ist ein Rechenrad mit einer Nabe 42 versehen, die eine runde Scheibe 43 trägt.
In einer hinter der Ebene dieser Scheibe 43 liegenden Ebene ist konzentrisch zur Achse eine Felge 44 angeordnet,
die mit einer großen Zahl von Öffnungen versehen ist. Nach Fig. 4 ist jeder Zinken mittels
eines Tragorgans mit einer Drehachse für den Zinken
verbunden, wobei jeweils der Zinken, das Tragorgan und die Drehachse aus einem Stück Stahldraht gebogen
sind.
In Fig. 4 (unten) sind jeweils zwei Drehachsen 45 mit einer Umbiegung unter dem Kopf eines Bolzens
46 am Umfang der Scheibe 43 festgeklemmt. Die Achsen 45 sind durch Öffnungen 47 in der Felge 44
hindurchgeführt, wobei jede Öffnung ein Lager für eine Achse bildet. Außerhalb der Felge ist jeder
Stahldraht etwa rechtwinklig umgebogen, wodurch die Drehachsen 45 zusammen die Felge 44 an ihrer
Stelle halten, während die Möglichkeit vorhanden bleibt, daß die Felge 44 bei sehr schweren Belastungen
elastisch aus ihrer Ebene ausweicht. Die winklig umgebogenen Teile des Stahldrahtes bilden Arme
oder Tragorgane 48 für die Zinken 49, wobei die Zinken die Enden des Stahldrahtes bilden, welche
etwa rechtwinklig zu den Tragorganen stehen. Das ganze Gebilde eines Zinkens, eines Tragorgans und
einer Drehachse ist dadurch einigermaßen Z-förmig, wobei jedoch der Zinken und die Drehachse des Gebildes,
die man in Fig. 4 etwa parallel sieht, nicht in einer Ebene liegen (s. Fig. 5). Vorzugsweise bildet
jedes Tragorgan 48 einen solchen Winkel mit der Felge 44, daß der Zinken 49 in einer Ebene liegt, die
sich zwischen der Ebene der Felge 44 und derjenigen der Scheibe 43 befindet. Beim Übergang eines Tragorgans
48 in einen Zinken 49 ist im Stahldraht eine Schleife 50 gebogen. Diese Schleifen 50 umfassen je
einen wellenförmig gebogenen endlosen Stahldraht 51, und zwar in den Punkten, die genau um eine
Wellenlänge voneinander entfernt sind. Dieser Stahldraht 51 und die Tragorgane 48 liegen etwa auf
einem Umdrehungskegel, dessen Achse mit der Achslinie des Rechengliedes zusammenfällt.
Die untere Hälfte der Fig. 6 zeigt eine Abänderung der hier beschriebenen Konstruktion. In dieser Figur
sind die in Fig. 4 dargestellten Teile mit denselben Bezugsziffern, jedoch unter Hinzufügung des Buchstabens
A, angegeben. Nach Fig. 6 kann man die Felge 44 A, die Drehachse 45^4 und die Tragorgane
48 Λ praktisch in der Ebene der Scheibe 43 A anordnen.
Die Wirkung der beschriebenen Rechenräder ist bei der Konstruktion nach den Fig. 4, 5 und 6 etwa
wie folgt:
Das Gut, das sich dem Rechenglied aus der durch den Pfeil 52 in Fig. 5 angegebenen Richtung nähert,
drückt die Zinken 49 in einer Weise nach hinten, die in Fig. 7 näher angegeben worden ist. Nach dieser
Figur bewegt sich das um eine Achse 53 drehbare Rechenrad in der Richtung des Pfeiles 54. In unausgewichenem
Zustand liegen sämtliche Zinken 49 auf einem Kreis. Um die Abbildung übersichtlich zu halten,
ist angenommen, daß dieser Kreis mit den Trag-Organen 48 in der Ebene der Felge 44 liegt. Durch
die Berührung der unteren Zinken mit dem Boden können diese im Betrieb nicht auf einem Kreis liegenbleiben,
sondern stellen dieselben sich gemäß einer Kurve 55 in einer Ebene senkrecht zur Ebene des
Kreises ein. Die Ausweichung eines Zinkens erfolgt sehr leicht infolge der großen Länge des Tragorgans
48, wodurch ein Zinken 49 einen großen Abstand zu seiner Drehachse 45 hat, und infolge der großen
Länge der als Torsionsstab wirkenden Achse 45, die am Ende eingespannt ist. Die Lage der Achse 45 ist
dabei noch derart, daß auch bei einer geringeren Winkelverdrehung bereits eine gewisse Anpassung an
den Boden erhalten wird; größere Anpassungen erfordern eine etwa entsprechend größere Winkelverdrehung.
Während die Elemente 45 und 48 und ihre Anordnung und Befestigung somit in günstiger
Weise ein Ausweichen der Zinken 49 ermöglichen, bilden dieselben Elemente zusammen mit ihrer Verbindung
mit dem betreffenden Zinken zu gleicher Zeit Mittel, durch welche der Zinken bei seiner Ausweichung
seine die Achse 53 des Rechenrades ungefähr senkrecht kreuzende Stellung beibehält und somit
eine günstige Lage zum Zusammenrechen des Gutes hat. Das Zusammenrechen erfolgt (infolge der
Rotation des Rechenrades bei der Fortbewegung in der Richtung des Pfeiles 54) in bezug auf den Boden
in einer Richtung, die praktisch mit der Richtung der Achse 53 zusammenfällt. Durch eine gute Formgebung
kann man sogar erreichen, daß, falls die Zinken ausweichen, diese durch ihre Drehung das Bestreben
haben, mit ihrer Spitze mehr nach vorn zu zeigen, wodurch die elastische Verbiegung und Torsion
des Tragorgans, welche das Bestreben haben, die Spitze des Zinkens zurückbleiben zu lassen, ausgeglichen
werden.
Beim Ausweichen bleiben die Zinken durch den wellenförmigen Stahldraht 51 verbunden. Der Abstand
zwischen zwei benachbarten Schleifen 50 am Fuß der Zinken 49 kann dadurch die Länge einer
Welle des Drahtes nicht weit überschreiten, obwohl eine gewisse Überschreitung dieser Länge, z. B. durch
elastische Verformung des Drahtes 51 (Streckung der Wellen), möglich ist. Hierdurch werden beim
Ausweichen große Lücken zwischen den Zinken vermieden, und es kann demnach kein Gut durchschlüpfen.
Auch verhindert der Stahldraht 51, daß Gut von den Zinken her in den zwischen zwei benachbarten
Tragorganen 48 vorhandenen Raum gelangt.
Im wesentlichen dieselbe Wirkung und dieselben Vorteile werden erreicht, wenn eine Konstruktion gemäß
der unteren Hälfte der Fig. 6 verwendet wird, wobei das Rechenrad nach dieser Konstruktion insbesondere
auch dazu geeignet ist, in einer solchen Lage benutzt zu werden, daß die Achse nach vorn
einigermaßen abwärts geneigt ist.
In den oberen Hälften der Fig. 4 und 5 ist noch eine weitere Konstruktion für ein Rechenrad dargestellt,
bei der die Felge 44 durch Speichen 56 starr oder einigermaßen elastisch mit der Scheibe 43 verbunden
ist. Diese Speichen tragen außerdem eine Zwischenfelge 57, die mit ebensovielen Öffnungen
wie die Felge 44 versehen ist. Schließlich trägt die Scheibe 43 in der Nähe ihres Umfanges noch einen
ebenfalls mit Öffnungen versehenen Rand 58. Durch jeweils drei Öffnungen, und zwar durch eine Öffnung
in der Felge 44, eine in der Zwischenfelge 57 und eine
im Rand 58, wobei diese drei Öffnungen nicht auf einer geraden Linie liegen, wird ein gekrümmter
Stahldraht hindurchgesteckt. Man kann den Teil 59 dieses Stahldrahtes zwischen den Felgen 44 und 57
als die Drehachse für einen Zinken betrachten und den Teil 60 als einen Arm, der die Achse 59 in einer
bestimmten Lage zu halten versucht. Ein rechtwinklig abgebogenes Ende 61 des Teiles 60 verhindert, daß
das Ende des Teiles 60 sich aus der Öffnung im Rand 58 löst. Die Achse 59 setzt sich außerhalb der Felge
44 in das senkrecht zu ihr stehende Tragorgan 62 für den Zinken 63 fort. Der Stahldraht, aus dem alle
diese Teile gebogen sind, weist zwischen dem Trag-
1 HO
organ 62 und dem Zinken 63 eine Schleife 64 auf, mit
der der Draht eine aus Stahldraht hergestellte, in sich geschlossene Schraubenfeder 65 mit großer Ganghöhe
umgreift. Hierdurch wird erreicht, daß, abgesehen von elastischer Verformung der Feder und kleinen
Verschiebungen, der Abstand zwischen den Schleifen 64 etwa der Ganghöhe der Schraubenfeder 65 gleich
bleibt, so daß die Schraubenfeder 65 eine ähnliche Wirkung hat wie der wellenförmige Stahldraht 51.
In Fig. 6 ist in der oberen Hälfte mit den in Fig. 4 benutzten Bezugsziffern unter Hinzufügung des Buchstabens
A angegeben, wie die verschiedenen Teile des Rechenrades auch praktisch in einer Ebene angeordnet
sein können.
Nach den Fig. 8 und 9 kann ein Rechenrad mit einer Nabe 80 und einer Scheibe 81 sowie einer dahinterliegenden
Felge 82 versehen sein, wobei Drehachsen 83 am Umfang der Scheibe 81 befestigt sind
und durch Öffnungen in der Felge 82 hindurchgeführt sind, während diese Achsen außerhalb dieser Felge ao
umgeknickt sind und sich als Tragorgane 84 für die Zinken 85 fortsetzen. Insoweit entspricht die Konstruktion
einer der oben bereits beschriebenen Konstruktionen. Nach den Fig. 8 und 9 kann jedoch vor
der Felge 82 eine zweite Felge 86 vorgesehen sein, die ebenso wie die Felge 82 mit Öffnungen versehen
ist. Auf der Scheibe 81 sind dann als Drehachsen für Zinken 87 dienende Stahldrähte 88 befestigt, die
durch diese Öffnungen hindurchgeführt sind und mit den Zinken ein Ganzes bilden, welche einen Winkel
mit den Drehscheiben bilden. Es ist erwünscht, eine Anzahl Streifen 89 zwischen den Felgen 82 und 86
anzuordnen, die das Eindringen von Gut durch die ringförmige Öffnung zwischen diesen Felgen verhindern.
Diese Streifen schließen nicht aus, daß die Felgen zusammen elastisch ausweichen können. Die
Zinken 87 bilden sozusagen eine grobe Vorrechvorrichtung, während die Zinken 85 eine feine Nachrechvorrichtung
darstellen. Derselbe Gedanke kann auch durch zwei besondere Rechenräder verwirklicht
werden, von denen wenigstens eines in der hier beschriebenen Weise ausgeführt ist. Diese Rechenräder
können mit getrennten Naben einzeln um dieselbe Achse drehbar, aber auch derart miteinander verbunden
sein, daß sie sich immer mit derselben Winkelgeschwindigkeit drehen.
Der in Fig. 10 dargestellte Rechen mit seitlicher Abgabe des Gutes besteht aus einem Fahrgestell in
Form eines Längsbalkens a, der sich schräg zur normalen, durch den Pfeil F angedeuteten Fahrtrichtung
der Vorrichtung erstreckt. Mit dem Balken α sind vier parallele Achszapfen b, c, d und e, die sich in
etwa waagerechter Richtung erstrecken und je ein drehbares Rechenrad /, g, h, bzw. i tragen, starr verbunden.
Der Achszapfen b trägt ein Laufrad /, und 55-der
Zapfen e trägt ein Laufrad k, wobei die Laufräder das Gestell unterstützen und in einer bestimmten
Höhe oberhalb des Bodens halten. Die Räder; und k werden vorzugsweise als selbsteinstellende
Räder ausgeführt, die in der gewünschten Lage festgestellt werden können. Mit dem Balken α ist ein
einstellbarer Zugarm 1 gelenkig verbunden, der in einer wenigstens annähernd waagerechten Ebene
drehbar ist und in seiner Arbeitslage mittels einer gelenkig mit dem Arm 1 verbundenen Stange m fest- 6g
gelegt werden kann. Das freie Ende der Stange m weist eine Öffnung η auf, die mit einer der in einem
am Balken α befestigten Ansatz ο vorgesehenen Öffnungen
zusammenwirkt und mittels eines Stiftes verriegelt werden kann. Die Konstruktion der Rechenräder,
die in Fig. 10 nur ganz schematisch dargestellt sind, entspricht einem der Rechenräder nach den
Fig. 1 bis 9.
Beim Rechen mit der Vorrichtung nach Fig. 10 werden die Rechenräder durch die Berührung ihrer
Zinken mit dem Boden oder dem Gut in Drehung versetzt und das Gut seitwärts abgeführt. Wenn das
Gelände nicht ganz frei von Rechgut zurückbleibt, kann mittels der Kurbel ρ die Höhe der Achszapfen
oberhalb des Bodens vermindert werden. Die Laufräder können mit Luftreifen versehen sein, während
außerdem oder statt deren andere federnde Mittel bei den Laufrädern oder bei der Verbindung der
Achsen derselben mit dem Gestell vorgesehen sein können, um die beim Fahren auftretenden Stöße auf
das Gestell zu vermindern. Auch ist es möglich, die Laufräder mittels eines nicht durch die Nabe eines
Rechenrades hindurchgeführten Traggliedes mit dem Gestell zu verbinden.
Weiter ist es möglich, die Achszapfen beweglich bzw. federnd mit dem Gestell zu verbinden, z. B. mittels
Kurbeln, wodurch auch bei sehr groben Unebenheiten im Gelände noch eine ausgezeichnete Rechwirkung
bestehenbleibt.
Schließlich kann die Zahl und die Anordnung der Rechenräder beliebig gewählt werden, und es kann
insbesondere mit den beschriebenen Rechenrädern sowohl ein Rechen mit seitlicher Abgabe des Gutes
als auch ein Schwadenwender oder ein Lüfter gebildet werden.
Claims (17)
1. Rechenrad, das an seinem Umfang mit federnden Zinken versehen ist, die in radialer
Richtung durch Drehung um eine Gelenkachse aus ihrer Normallage ausweichen können, da
durch gekennzeichnet, daß die Gelenkachse (9,31, 59, 45, 83) des Zinkens und dieser Zinken (6, 39,
63, 49, 85) in der Ausweichlage in Richtung der Radachse gemessen mit Abstand voneinander angeordnet
und durch einen Arm (7, 34, 62, 48, 84) miteinander gekuppelt sind.
2. Rechenrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkachse in der Fahrtrichtung
vor dem entsprechenden Zinken liegt.
3. Rechenrad, das an seinem Umfang mit Zinken versehen ist, die in radialer Richtung aus
ihrer Normallage ausweichen können, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das innere Ende jedes in seinem Fußteil haarnadelförmig gebogenen Zinkens zwischen
Felge (4) und Nabe (2) an einem Teil des Radkörpers um eine radiale Achse (3) frei drehbar
oder elastisch drehbar gelagert ist.
4. Rechenrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Enden (9) der
Arme (7) der Zinken (6) auf den Radspeichen (3) gelagert sind.
5. Rechenrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zinken (6) und der entsprechende,
den Fußteil bildende Arm (7) aus einem einzigen, federnden Stahldrahtstück bestehen.
6. Rechenrad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Arm (7)
und die entsprechende Gelenkachse (9) aus einem einzigen, federnden Stahldrahtstück bestehen.
7. Rechenrad nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zinken dort, wo sie mit den Armen verbunden sind, federnd unterstützt sind,
so daß sich die Entfernung der Verbindungsstellen benachbarter Zinken verändern kann.
8. Rechenrad nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußteile der Zinken (63)
mit einem federnden Glied (65) gekuppelt sind.
9. Rechenrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rechenrad mit quer aus der Radebene ragenden Zinken (5) und mit im wesentlichen parallel zu
der Radebene liegenden Zinken (6) versehen ist.
10. Rechenrad nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzen der quer aus der
Radebene ragenden Zinken (5) in einem kleineren Abstand von der Rechenradachse liegen als die
Spitzen der parallel zu der Radebene liegenden Zinken (6).
H. Rechenrad nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die quer aus der Radebene ragenden Zinken (5) an der Felge (4) des
Rechenrades angeordnet sind.
12. Rechenrad nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der
Radebene ragenden Zinken in der Arbeitsstellung nach vorn ragen.
13. Rechenrad nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der
Radebene ragenden Zinken einen spitzen Winkel mit der Radebene bilden.
14. Rechenrad nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen der Gelenkachse (9) und dem Arm (7) eines Zinkens (6) sich in einem Endpunkt der kürzesten geraden
Strecke befindet, die diese Gelenkachse (9) und die Radachse verbindet.
15. Rechenrad nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei benachbarte Arme (7)
und eine Gelenkachse (9) aus einem einzigen Drahtstück bestehen, wobei dieses Drahtstück
eine Speiche (8) des Rechenrades umfaßt.
16. Rechenrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zinken (36, 39) gelenkig
mit dem Arm (34) verbunden ist, wobei ein Teil (36) des Zinkens (36, 39), der der Radachse (21)
näher ist als der Teil (39) des Zinkens, der mit dem Arm (34) verbunden ist, in einer radialen
Richtung bewegbar geführt ist.
17. Rechenrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gelenkachse (9) tangential im Rechenrad angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 695 437;
USA.-Patentschrift Nr. 2 459 961;
Information Circular No. 4, May 1951, North Carolina State College, USA, S. 22, Fig. 17.
Britische Patentschrift Nr. 695 437;
USA.-Patentschrift Nr. 2 459 961;
Information Circular No. 4, May 1951, North Carolina State College, USA, S. 22, Fig. 17.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 109 620/30 6.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL1110459X | 1953-10-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1110459B true DE1110459B (de) | 1961-07-06 |
Family
ID=19869362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL31031A Pending DE1110459B (de) | 1953-10-16 | 1954-10-08 | Rechenrad |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1110459B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2459961A (en) * | 1946-09-23 | 1949-01-25 | Ernest C Pollard | Windrow lifter and turner |
| GB695437A (en) * | 1952-02-20 | 1953-08-12 | Herbert Alloway Huebner | Improvements in or relating to side delivery rakes |
-
1954
- 1954-10-08 DE DEL31031A patent/DE1110459B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2459961A (en) * | 1946-09-23 | 1949-01-25 | Ernest C Pollard | Windrow lifter and turner |
| GB695437A (en) * | 1952-02-20 | 1953-08-12 | Herbert Alloway Huebner | Improvements in or relating to side delivery rakes |
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