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Steuereinrichtung für nicht kontinuierliche Bühnenbeleuchtungsanlagen
od. dgl. Bei Bühnenbeleuchtungsanlagen, in denen Beleuchtungsstromkreise unabhängig
voneinander gesteuert werden müssen, werden für jeden Stromkreis getrennte Stellglieder
vorgesehen, die zur Einstellung meist von Hand betätigbare Hebel besitzen. Die Stellglieder
werden für sämtliche Stromkreise in einer Stellwarte zusammengefaßt. Die einzustellenden
Werte entnimmt der Beleuchter einer Aufzeichnung, die Szenarium genannt wird. Für
jedes Beleuchtungsbild ist ein getrenntes Szenarium vorgesehen.
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Die Steuerung von Beleuchtungsanlagen wird in neuerer Zeit oft auch
als Programmsteuerung ausgebildet, wobei die einzelnen Steuersignale auf einem Programmträger,
der als Streifen oder als Karte ausgebildet sein kann, aufgebracht sind. Diese Programmträger
werden von Abtasteinrichtungen abgefühlt, welche die Signale den Steuerorganen für
die Beleuchtungsstromkreise zuführen. Als Programmträger dienen in bekannter Weise
Tonbänder, Papierbänder oder Lochkarten. Es wurde auch schon vorgeschlagen, das
Szenarium, auf dem die einzustellenden Steuerwerte für ein Beleuchtungsbild als
Zahlen angegeben sind, zusätzlich zur Aufnahme von fotoelektrisch abzutastenden
Steuerwerten zu verwenden. Dadurch entfällt ein zusätzlich zum Szenarium erforderlicher
Programmträger.
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Die Erfindung bringt eine vorteilhafte Verbesserung an einer Steuereinrichtung
für Beleuchtungsanlagen, bei denen die Steuerwerte für die einzelnen Lampenstromkreise
nach dem Dual- oder einem ähnlichen System übertragen werden. Gemäß der Erfindung
sind die Lampenstromkreise über Schütze an Anzapfungen eines für alle Lampenstromkreise
gemeinsamen Speisetransformators angeschlossen. Auf diese Weise wird der wirtschaftliche
Aufwand für die Steuereinrichtung gegenüber bekannten Anordnungen herabgesetzt.
Die Erfindung hat besondere Bedeutung für Fernsehstudios, bei denen kontinuierliche
übergänge von einem Beleuchtungsbild auf das andere nicht erforderlich sind.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 ein Schaltbild der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung für zwei
Lampenstromkreise, Fig. 2 ein Schema der Steuereinrichtung für mehrere Lampenstromkreise
und Fig. 3 einen Querschnitt der Steuertafel des Gegenstandes nach Fig. 2.
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Die in der Beleuchtungsanlage vorgesehenen Lampenstromkreise
16, 17 ... können unterschiedlich gesteuert werden. Gemäß der Erfindung sind
die einzelnen Lampenstromkreise 16 bzw.17 über Schütze 24 bis 30 bzw.
31 bis 37 an Anzapfungen eines für alle Lampenstromkreise gemeinsamen
Speisetransformators 13 angeschlossen.
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Zweckmäßig ist eine Hilfsspannungsquelle 9 über Steuerschalter,
insbesondere Druckknopfschalter l a,
2 a, 4 a bzw.
1 b, 2 b, 4 b auf eine Kombination von Relais 11 a, 12 a, 14 a bzw.
11 b, 12 b, 14 b geschaltet, die die Erregung eines Schützes 24
... 30 bzw. 31 ... 37 in Abhängigkeit von dem jeweiligen Steuerwert
auswählen. Um eine selbsttätige übertragung bewerkstelligen zu können, werden die
Steuerwerte für mehrere Bildwechsel auf dem Programmträger im voraus gespeichert.
Hierzu ist mit Vorteil die Hilfsspannungsquelle 9 über die einem Steuerkreis zugeordnete
Anordnung von Abtastköpfen a 1, a 2, a 4
bzw.
b 1, b 2, b 4 auf eine Kombination von Relais 11 a, 12 a, 14 a bzw.11
b, 12 b, 14 b geschaltet, welche die Erregung eines Schützes 24
... 30 bzw. 31... 37 in Abhängigkeit von dem jeweiligen Steuerwert
auswählen. Zweckmäßig ist die Hilfsspannungsquelle 9 über einen Umschalter
15 wahlweise über die Anordnung mit Steuerschaltern oder über die Anordnung
mit Abtastköpfen auf die Kombination der Relais geschaltet.
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In Fig. 1 ist eine derartige Steuereinrichtung dargestellt. Sie eignet
sich mit Vorteil für Beleuchtungsanlagen in Fernsehstudios. Es sind lediglich zwei
Beleuchtungsstromkreise 16 und 17 dargestellt. Die erforderlichen Steuerwerte .werden
für mehrere Bild-
Wechsel auf einem Programmträger 6 nach dem Dual-oder
einem ähnlichen System gespeichert. Der Programmträger wird von Abtastköpfen
a 1, a 2, a 4 bzw. b 1, b 2, b 4 abgefühlt. Die Abtastung der Steuerwerte
erfolgt von Fotozellen a 1, a 2, a 4 bzw. b 1, b 2,
b 4. Als Programmträger
dient hierbei das Szenarium 6.
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Die Druckknöpfe der Steuerschalter sind zweckmäßig mit den Steuerwerten
zugeordneten Zahlen versehen. In den Druckknöpfen sind mit Vorteil Meldelampen eingebaut,
vorzugsweise derart, daß die zugehörige Zahl des Steuerwertes unterleuchtet wird.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind Ziffern nach dem Dualsystem, und zwar
1, 2 und 4 auf den Druckknöpfen aufgetragen. Für sieben verschiedene Helligkeitsstufen
- die Nullstufe ausgenommen -sind jeweils drei Druckknopfschalter erforderlich,
und zwar mit den Steuerwerten 1, 2 und 4 (1+2-I-4=7). Wird z. B. der Steuerschalter
1 a und 4 a gedrückt - wie dies in Fig. 1 gezeigt ist - so leuchten die eingebauten
Meldelampen auf und es erscheint die Ziffer 1 und 4 und die Relais 11a und
14a werden entregt. Die entsprechenden Steuerwerte 1 und 4 werden somit auf
die Relais 11 a und 14 a übertragen und durch Addition in den Wert 5 umgewandelt.
Die den Relais nachgeschalteten Schütze sind gegenseitig verriegelt, so daß unerwünschte
Schalthandlungen, beispielsweise durch gleichzeitiges Ansprechen des Schützes 24
und Schütz 28, vermieden werden. Werden also die Druckknöpfe 1 und 4 gedrückt, so
fallen die zugehörigen Relais 11a und 14a ab. Haben diese Relais ihre Schaltkontakte,
wie in der Fig. 1 dargestellt ist, umgelegt, so wird das Schütz 28, das beispielsweise
ein Luftschütz sein kann, erregt. Der zugehörige Schaltkontakt 280 schließt sich
und der Lampenstromkreis 16 wird an die angewählte Anzapfung des für alle Stromkreise
gemeinsamen Speisetransformators 13 geschaltet.
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Wird der Umschalter 15 auf die gestrichelte Lage umgelegt, so erfolgt
die Steuerung der Lampenstromkreise durch die Fotozellen a1, a 2, a 4 bzw.
b 1, b 2,
b 4, welche die Steuerwerte von einem Programmträger bzw. dem Szenarium
6 abnehmen. Auf dem Szenarium 6 sind Ziffern 1 , 2 und 4 aufgetragen. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel soll der Steuerwert 5 übertragen werden. Hierzu wird das Feld
mit der Ziffer 1 und 4 geschwärzt. Durch eine entsprechende Beleuchtung und Abschirmung
muß dabei dafür gesorgt sein, daß die Fotozellen lediglich von den ihnen zugeordneten
Feldern belichtet werden. Solange das Szenarium nicht eingelegt ist, werden alle
Fotozellen gleichmäßig belichtet. Wird das Szenarium eingelegt, so bleibt im vorliegenden
Beispiel nur mehr die Fotozelle a 2 belichtet. Der Widerstand, der den geschwärzten
Feldern gegenüberliegenden Fotozellen a1, a4 erhöht sich, wodurch die Relais nahezu
stromlos werden, so daß ihre Kontakte abfallen. Der weitere Verlauf ist so, wie
er oben für die Steuerung durch Druckknöpfe beschrieben wurde.
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Die zur Einstellung der Steuerwerte vorgesehenen Steuerschalter, insbesondere
Druckknopfschalter l a, "2 a, 4 a bzw. 1 b, 2 b, 4 b, sind zweckmäßig
auf einer Steuertafel 10 angeordnet. Weiter sind mit den Druckknöpfen Prägestempel
39 für den Programmträger gekuppelt (Fig. 2).
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Bei Verwendung eines Szenariums als Programmträger ist es vorteilhaft,
den Prägestempel 39 als Farbstempel auszubilden. Die einzelnen Druckknöpfe besitzen
hierzu an ihren Enden Stempelgummi. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ragen die Endstücke
der gedrückten Steuerschalter an der Rückseite der Tafel über die anderen Steuerschalter
vor. Durch Andiücken des Stempelkissens 8 werden die vorstehenden Prägestempel mit
Farbe versehen. Sodann kann nach Abrücken des Stempelkissens 8 das Szenarium 6 mit
der festen Unterlage 7 eingeschoben und durch Andrücken gestempelt werden. Hierauf
wird das Szenarium mit den gespeicherten Steuerwerten aus der Stempelvorrichtung
genommen. Der auf Grund einer Beleuchtungsprobe eingestellte Steuerwert kann dann
mit Hilfe des Szenariums beliebig oft und zu jedem beliebigen Zeitpunkt reproduziert
werden.
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An Stelle der beschriebenen Beleuchtungsanordnung mit zwei Beleuchtungsstromkreisen
können auch deren mehrere oder lediglich ein Stromkreis mit der Anordnung nach der
Erfindung gesteuert werden. In Fig. 3 ist eine Anordnung mit mehreren Stromkreisen
schematisch dargestellt. Die Steuertafel (Kommandostelle) ist mit 10, die Abtastvorrichtung
mit 20, die Relaiskombination mit 21, die Schützeinheit und der Transformator mit
40 und die Beleuchtungsstromkreise sind mit 50 bezeichnet.