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In gleichartige Tragkörbe setzbarer Tragkorb Die Erfindung bezieht
sich auf einen in gleichartige Tragkörbe setzbaren Tragkorb, dessen vom Mündungsrand
zum Boden hin sich verjüngender Körper aus einem innerhalb eines aus flexiblem Werkstoff
bestehenden Überzuges angeordneten steifen Drahtgestell besteht, mit einem aus flexiblem
Werkstoff gebildeten, in Ruhestellung in den Tragkorb hineinragenden Handgriff.
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Tragkörbe sind in verschiedensten Ausführungen bekannt. Eine bekannte
Ausführung weist einen aus vertikalen Streifenteilen gebildeten festen Körper und
einen steifen Handgriff auf, der somit nachteiligerweise nicht in den Körper hineinhängen
kann. Denselben Nachteil zeigt auch eine andere Korb aus führung mit an beiden Enden
des Korbkörpers angeordneten Handgriffen. Weitere bekannte Ausführungen sind mit
steifen Drahtgnffen versehen, die ebenfalls nicht in den Korb hineinhängen, wenn
er nicht gehalten wird. Es ist auch bekannt, steife Drahtgriffe lösbar anzubringen.
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Eine andere bekannte Tragkorb ausführung besteht aus einer Metallschale
mit an jedem Ende angeordneten steifen Drahtgriffen, die zwar nach innen geschwungen
werden können, aber nicht in den Korb hineinhängen, wenn die Schale nicht gehalten
wird.
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Die Handgriffe sind so ausgeführt, daß diese eine darüberliegende
Schale praktisch an der oberen Mündungsebene der darunterliegenden Schale halten.
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Auch sind steife Metallkörbe bekannt, die an jedem Ende steife Drahtgriffe
aufweisen. Diese Griffe dienen, wenn sie nach innen geschwungen sind, dazu, einen
darüber angeordneten Metallkorb auf einer höheren Ebene als die aufnehmende Schale
zu halten.
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Es ist auch schon ein Korb bekannt, der einen rechtwinkligen Querschnitt
hat und zusammenlegbar ist, jedoch nicht in einen ähnlichen Korb hineingebracht
werden kann. Der Handgriff dieses Korbes liefert daher auch keinerlei Abstützung
für einen darauf aufzulegenden weiteren Korb. Der Handgriff kann sich zwar einwärts
biegen, allerdings auch bis zu einem Maß, das weniger als ein Drittel der Tiefe
des Korbes beträgt. Darüber hinaus ist der Korb aber so ausgebildet, daß er zusammenfällt,
wenn er nicht gehalten wird. Er ist daher insbesondere für Selbstbedienungsläden
unbefriedigend, weil sich mehrere Körbe nicht starr aufeinanderstapeln lassen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen in gleichartige Tragkörbe
setzbaren Tragkorb zu schaffen, der stark und dauerhaft ist sowie verhältnismäßig
geringes Gewicht hat, dessen nach unten verjüngt verlaufende Außenwände ein Stapeln
ineinandergeschobener Körbe ermöglichen, und der einen
flexiblen Handgriff hat, der
zugleich als Halteschlinge für einen in ihn hineingesetzten gleichen Korb dient.
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Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß der Handgriff aus
zwei V-fönnigen Bändern gebildet ist, deren auseinanderstrebende Schenkel paarweise
je an einer von zwei sich gegenüberliegenden Korbwänden befestigt und deren Scheitel
mittels eines flexiblen, eine Handhabe bildenden Streifens miteinander verbunden
sind, wobei der Handgriff in Ruhestellung um ein Maß in den aufrecht stehenden leeren
Tragkorb hineinschwenkbar ist, das mehr als die Hälfte, jedoch weniger als vier
Fünftel der Höhe des Tragkorbes beträgt, und der in den Tragkorb hineingeschwenkte,
sich mit dem Streifen zu dem Tragkorb quer erstreckende Handgriff eine Halteschlinge
für einen in den Tragkorb setzbaren, gleichartigen Tragkorb bildet, dessen Boden
und Seitenwände im Ineinanderstapel jeweils im Abstand von den entsprechenden Wänden
des ihn aufnehmenden Tragkorb es gehalten werden.
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Ineinandersetzbare Körbe sind besonders dafür geeignet, daß die Kunden
die von ihnen ausgewählten Waren zur Kasse von Selbstbedienungsläden, wie Lebensmittelläden,
Drogerien, Metallwaren- und Neuheitengeschäfte, Warenhäuser und sogenannte Groschenläden,
tragen können. Körbe gemäß der Erfindung bilden ein bequemeres und weniger kostspieliges
Mittel für den Kunden, um die ausgewählten Waren und Artikel zur Kasse von Selbstbedienungsläden
zu befördern, als die derzeit verwendeten teueren und sperrigen Rollwagen.
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Gemäß der Erfindung hergestellte Körbe, die eine erhebliche Last
tragen können, sind nichtsdestoweniger
leicht im Gewicht, stark
und dauerhaft und können mit verhältnismäßig geringen Kosten hergestellt werden,
um ein billiges, äußerst bequemes und raumsparendes Transportmittel für die Bequemlichkeit
der Kunden in Selbstbedienungsläden darzustellen. Die gemäß der Erfindung hergestelken
Körbe finden ferner bei der Zustellung von Waren aller Art nützliche Anwendung sowie
als allgemeiner Gebrauchskorb zur Verwendung in Haushalten, verschiedenen Geschäften
und Fabrikations- und Dienstleistungsunternehmen.
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Durch die besondere Konstruktion des Korbes nach der Erfindung lassen
sich Körbe dieser Art mehrfach aufeinanderstapeln, wobei der jeweils obenliegende,
eingesetzte Korb mit den Wänden des darunter befindlichen Korbes praktisch ohne
Reibungskontakt ist. Der neue Korb ist starr und fällt nicht in sich zusammen.
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Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
ergeben sich aus den Darstellungen eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung sowie
aus der folgenden Beschreibung.
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Es zeigt Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Form des Korbes
nach der Erfindung, wobei der Handgriff des Korbes in angehobener Tragstellung veranschaulicht
ist, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des käfigartigen Gestells für einen Korb,
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Korb, wie er sich beim Zusammenbau desselben
ergeben würde und wobei das käfigartige Gestell gerade in den flexiblen Überzug
eingesetzt wird, Fig. 4 einen anderen Querschnitt, welcher den vollständig zusammengesetzten
Korb zeigt, wie er aussehen würde, nachdem das käfigartige Gestell ganz in den flexiblen
Überzug eingesetzt und der obere Randteil des Überzuges nach innen gefaltet und
angenäht wurde, um den oberen Rahmen des Gestells einzuschließen, wobei diese Darstellung
in gestrichelten Linien den oberen, den Rand bildenden Teil des Überzuges vor dessen
Umfalten zeigt, Fig. 5 eine Draufsicht auf den zusammengefügten Handgriff vor seiner
Anbringung an den oberen Rand des Korbes, Fig. 6 einen Längsschnitt durch den Handgriff
längs der Linie 6-6 der Fig. 5, wobei diese Darstellung weitere Einzelheiten der
Konstruktion des Handgriffes zeigt, Fig. 7 eine Teilseitenansicht des Korbes und
des Handgriffes, welche die Art und Weise veranschaulicht, in welcher die Bügelbänder
des Handgriffes an dem oberen Rand des Korbes angebracht und befestigt werden können,
Fig. 8 einen vergrößerten Teilquerschnitt längs der Linie 8-8 der Fig. 7 und die
Art und Weise, in welcher die Schenkel der Bügelbänder an dem oberen Rand des Korbes
befestigt sind, Fig. 9 eine perspektivische Ansicht einer Anzahl fertiger Körbe,
die gemäß der Erfindung ausgeführt sind, welche die Art und Weise veranschaulicht,
in welcher die Körbe auf beschränktem Raum ineinandergesetzt werden und ein oberer
Korb jeweils von dem daruntergeschlungenen Handgriff eines darunter angeordneten
Korbes getragen werden kann, und Fig. 10 einen Querschnitt durch den Korbstapel
längs der Linie 10-10 der Fig. 9, welcher die Art und Weise veranschaulicht, in
welcher der Handgriff eines
Korbes als Tragschlinge für einen darübergesetzten Korb
dient, wenn dieser in den unteren Korb eingesetzt ist.
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Gleiche Bezugsziffern beziehen sich in allen Figuren der Zeichnung
sowie in der Beschreibung auf gleiche Teile.
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Wie in den Zeichnungen gezeigt, besteht der verbesserte Korb gemäß
der Erfindung aus einem steifen Drahtgestell 1, der in einem flexiblen Überzug 5
eingeschlossen ist, sowie aus einem flexiblen Handgriff 10, der mit dem oberen Rand
des Korbes verbunden ist. Das in Fig. 2 gezeigte Gestell weist einen oberen Rahmen
2 und einen unteren Rahmen 3 auf, die beide vorzugsweise angenähert rechteckigen
Umriß haben, wobei der untere Rahmen 3 eine etwas geringere Größe hat als der obere
Rahmen 2, damit die erforderliche Verjüngung des Korbes gebildet wird.
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Der obere Rahmen 2 und der untere Rahmen 3 können aus verhältnismäßig
schwerem und steifem Metall- oder Kunststoffdraht oder -band beliebiger Querschnittsform
hergestellt werden, wobei die Enden entsprechend miteinander verschweißt oder dauerhaft
verbunden werden, wie bei 2' und 3' gezeigt ist, um einen in sich geschlossenen
oberen und unteren Rahmen 2 bzw. 3 zu bilden. Die oberen und unteren Rahmen werden
mittels einer Reihe von im Abstand zueinander angeordneten Verbindungsrippen oder
-streben 4 miteinander verbunden, deren Enden bei 4' mit den Rahmen 2 und 3 verschweißt
oder dauerhaft an diesen befestigt werden. Das so ausgeführte Gestell bildet ein
starkes und festes, käfigartiges Gestell, welches die Gestalt des Korbes aufrechterhält.
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Der Überzug 5 besteht vorzugsweise aus starkem, dauerhaftem und flexiblem
Bandmaterial, wie z. B.
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Kunststoff, oder aus einem dauerhaften Textilerzeugnis, wie Kanevas
oder Segeltuch. Das Tuchmaterial kann entsprechend gefärbt, verziert oder bedruckt
werden, so wie es für den Zweck, für welchen der Korb verwendet werden soll, geeignet
ist. Der Überzug 5 weist eine den Boden bildende Wand 6 aus flexiblem Tuchmaterial
auf, das entsprechend dem unteren Rahmen 3 des Gestells geformt ist. Die Wand 7
des Überzuges wird aus zwei länglichen Streifen des ausgewählten flexiblen Materials
hergestellt, die lang genug sind, um sich Ende an Ende um den Körper des Gestells
herum zu erstrecken. Die untere Kante der Wand 7 bildet einen Kantenabschnitt 7',
der mit Stichen 7" so befestigt ist, daß er die Umfangskante der den Boden bildenden
Wand 6 umfaßt, wie dies in den Fig. 1, 3 und 4 gezeigt ist. Die freien Endkanten
der die Seitenwände bildenden Streifen werden längs vertikaler Nähte 8 so aneinander
befestigt, daß ein verjüngter Körper gebildet wird, der eng über das Gestell 1 geschoben
werden kann und eng über dieses paßt, wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt ist.
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Nachdem der Überzug 5 über das Stützgestell 1 geschoben wurde, wie
in Fig. 4 gezeigt ist, wird die obere Kante 9 der Wand 7 des Überzuges über den
oberen Rahmen 2 des Gestells nach innen gefaltet und mittels Stichen 9' angenäht,
um einen röhrenförmigen Abschnitt zu bilden, welcher den oberen Rahmen 2 vollständig
einhüllt. Bei dieser Ausführungsform bildet der Überzug 5 eine Umhüllung für das
Stützgestell 1 und wird an dem oberen Rahmen 2 desselben aufgehängt. Der Überzug
5 braucht jedoch nicht anderweitig am Gestell befestigt zu werden.
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Der flexible Aufhängehandgriff 10 wird von einem Paar bügelförmiger
Bänder 11 aus starkem und dauerhaftem, jedoch flexiblem Bandmaterial, wie z. B.
festen Textilgeweben, Kunststoff oder Leder, gebildet. Wenn Textilgewebe verwendet
wird, können die Bänder 11 doppellagig sein. Jedes Band 11 ist ein in der Mitte
umgefalteter Teil, um den Scheitel 12 eines umgekehrten V-förmigen Bügelb andes
mit auseinanderstrebenden Schenkeln 13 zu bilden. Das Ende jedes Schenkels 13 bildet
(vgl. Fig. 8) einen nach oben gefalteten Teil 14, der sich über die äußere Fläche
des oberen Randes des Korbes erstreckt, und einen anschließend daran nach unten
gefalteten Abschnitt 15, der über der inneren Fläche des oberen Randes des Korbes
liegt. Die Befestigung des Endes jedes Bügelschenkels 13 am oberen Rahmen des Korbes
kann entweder mit Stichen oder mittels einer oder mehrerer Niete 16 erfolgen.
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Ein Verbindungsstreifen 17 aus flexiblem Leder, Kunststoff oder Tuch,
entweder einfach oder doppellagig, bildet Endteile 18, welche die Scheitel 12 der
Bänder 11 umfassen und z. B. mittels Stiche 18' sicher befestigt sind. Der Verbindungsstreifen
17 bildet einen bequemen Handgriff, mittels dessen der Korb getragen wird.
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Die Gesamtlänge des flexiblen Schlingenhandgriffes 10 ist so bemessen,
daß er frei in den Korb herunterhängt, wenn er nicht gehalten wird, wobei die Bänder
11 sich um ein Stück in den Korb erstrecken, das etwa drei Viertel seiner Tiefe
ausmacht, und wobei der Streifen 17 sich quer über die Breite des Korbes erstreckt,
wie dies in den Fig. 9 und 10 gezeigt ist.
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Die Bänder 11 liegen dabei unmittelbar an der Innenseite der Oberzugsseitenwände
an. Der Handgriff 10 bildet dann eine Schlinge, auf welcher die Boden fläche 6 eines
hineingesetzten Korbes ruht, bzw. eine vollständige Schlingenhalterung für diesen,
wie in den Fig. 9 und 10 gezeigt ist. Die Seitenwände des Korbes sind so verjüngt,
daß sie das Hineinsetzen eines Korbes in einen gleichen Korb bis zu drei Viertel
seiner Höhe ermöglichen, ohne daß eine Reibungsberührung zwischen benachbarten Körben
auftritt.
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Bei dieser Ausführungsform ist für den Kunden der nach innen hängende
Handgriff des obersten Korbes, wie in Fig. 9 und 10 gezeigt, leicht zugänglich,
und indem auf den herunterhängenden Handgriff eine Kraft zum Anheben ausgeübt wird,
kann der oberste Korb ohne weiteres von dem Korb stapel abgehoben werden, ohne den
darunter befindlichen Korbstapel durcheinanderzubringen.
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Körbe gemäß der Erfindung sind besonders zur Verwendung in Selbstbedienungsläden
geeignet, doch bestehen viele weitere Verwendungsmöglichkeiten, insbesondere dort,
wo ein starker und dauerhafter, zugleich aber geringes Gewicht aufweisender und
geräumiger Korb erwünscht ist. Der Überzug des Korbes kann aus verschiedenen flexiblen
Materialien, wie starken und dauerhaften Kunststoffen, Textilien und verschiedenen
Fasermaterialien bestehen, die in geeigneter Weise gefärbt, bedruckt oder verziert
werden können, um den jeweiligen Erfordernissen zu entsprechen.