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DE1105411B - Verfahren zur Herstellung von substituierten Fulvenaldehyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Fulvenaldehyden

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Publication number
DE1105411B
DE1105411B DEST15471A DEST015471A DE1105411B DE 1105411 B DE1105411 B DE 1105411B DE ST15471 A DEST15471 A DE ST15471A DE ST015471 A DEST015471 A DE ST015471A DE 1105411 B DE1105411 B DE 1105411B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
cyclopentadiene
dimethylformamide
chloroform
formamide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST15471A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Klaus Hafner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Original Assignee
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Studiengesellschaft Kohle gGmbH filed Critical Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Priority to DEST15471A priority Critical patent/DE1105411B/de
Priority to GB2617160A priority patent/GB952625A/en
Priority to CH888660A priority patent/CH383943A/de
Publication of DE1105411B publication Critical patent/DE1105411B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C47/00Compounds having —CHO groups
    • C07C47/38Unsaturated compounds having —CHO groups bound to carbon atoms of rings other than six—membered aromatic rings
    • C07C47/40Unsaturated compounds having —CHO groups bound to carbon atoms of rings other than six—membered aromatic rings with a five-membered ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von substituierten Fulvenaldehyden Es wurde gefunden, daß Cyclopentadiene der allgemeinen Formel worin mindestens ein X-Rest für Wasserstoff steht und die anderen X-Reste Wasserstoff oder einwertige Substituenten, wie Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl oder Aryl, bedeuten und zwei an der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung befindliche X-Reste gegebenenfalls gemeinsam einen Benzolring bilden können, befähigt sind, in Gegenwart eines halogenhaltigen, sauren Kondensationsmittels mit Formamidderivaten der allgemeinen Formel worin R1 und R, für Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, Aryl oder andere einwertige Substituenten stehen und R1 und R2 auch gemeinsam einen Ring darstellen können, Immoniumsalze von 6-Aminofulvenen zu bilden und daß die erwähnten Immoniumsalze sich durch Hydrolyse leicht in Fulvenaldehyde der allgemeinen Formel worin X, R1 und R2 die vorstehende Bedeutung haben, überführen lassen.
  • Bei der ersten Stufe des Verfahrens gemäß der Erfindung sind auf 1 Mol der Cyclopentadienverbindung 2 Mol des Formamidderivates anzuwenden. Das saure Kondensationsmittel ist zweckmäßig im gleichen Molv erhältnis wie das Formamidderivat anzuwenden.
  • Wenn mehr als ein X-Rest der Ausgangsverbindung der allgemeinen Formel I für Wasserstoff steht und die molaren Verhältnisse der Ausgangsprodukte entsprechend gewählt werden, lassen sich gemäß dem vorliegenden Verfahren auch mehrere Immoniumgruppen in das Fulvenmolekül einführen und durch Verseifung dann Fulvenderivate erhalten, die mehr als eine Aldehydgruppe besitzen. Wenn man Dialdehyde erhalten will, muß man auf 1 Mol des Cyclopentadienderivates je 3 Mol der Formamidkomponenten und des sauren Kondensationsmittels anwenden.
  • Als Ausgangskomponenten der allgemeinen Formel I lassen sich beliebige Cyclopentadiene verwenden, die mindestens eine CH-Gruppe besitzen, d. h. bei denen mindestens ein X-Rest in der allgemeinen Formel I für Wasserstoff steht. Bevorzugt sollen die anderen X-Reste in der allgemeinen Formell für Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl oder Aryl stehen. Jedoch können die Substituenten X auch z. B. für Hydroxyl, Alkoxy, Aldehydgruppen oder Carboxylgruppen stehen. Die Substituenten müssen so ausgewählt werden, daß sie die Umsetzung der Cyclopentadienkomponenten mit der Formamidkomponenten und dem sauren Kondensationsmittel nicht stören.
  • Als halogenhaltige, saure Kondensationsmittel werden gemäß der Erfindung bevorzugt die Halogenide, besonders die Chloride der Phosphorsäure verwendet. Es können jedoch auch die Halogenide der Schwefelsäure oder der Kohlensäure, z. B. Thionylchlorid oder Phosgen, eingesetzt werden. Außerdem wirken im gleichen Sinne auch Verbindungen vom Typ der Friedel-Crafts-Katalysatoren, wie Aluminiumchlorid oder Bortrifluorid. Da die sauren Kondensationsmittel im Verfahren gemäß der Erfindung nur die Rolle von Hilfsprodukten spielen, ist es zweckmäßig, möglichst billige saure Kondensationsmittel anzuwenden.
  • Als Formamidkomponenten werden bevorzugt solche Verbindungen der allgemeinen Formel II verwendet, in denen R1 und R2 Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylreste bedeuten oder R1 und R2 gemeinsam zu einem Ring zusammengeschlossen sind. Wenn die Formamidkomponente hauptsächlich zur Einführung der Aldehydgruppe dient und die Bildung der Fulvengruppe demgegenüber zurücktritt, ist das Dimethylformamid das bevorzugte, billige Ausgangsmaterial.
  • Die Umsetzung wird zweckmäßig in Gegenwart eines Lösungsmittels durchgeführt, das mindestens eine der Reaktionskomponenten zu lösen vermag. Als Lösungsmittel kann auch ein Lberschuß der einen Reaktionskomponente verwendet werden, soweit diese bei den Reaktionstemperaturen flüssig ist. Wenn beide Reaktionskomponenten bei der Reaktionstemperatur flüssig sind, kann gegebenenfalls auf die Anwendung eines zusätzlichen Lösungsmittels verzichtet werden.
  • Eine einfache Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß man zu einer Mischung eines Formamids der allgemeinen Formel II und eines sauren, halogenhaltigen Kondensationsmittels im Molverhältnis 1:1, gegebenenfalls in einem indifferenten organischen Lösungsmittel, die berechnete Menge eines Cyclopentadiens tropft bzw. zugibt, nach erfolgter Umsetzung die Reaktionsmischung direkt der Hydrolyse unterwirft und dann das Reaktionsprodukt in üblicher Weise durch Extraktion, z. B. mit einem polaren organischen Lösungsmittel, isoliert. Man kann auch zu einer Mischung der Cyclopentadienkomponenten und der Formamidkomponenten das saure, halogenhaltige Kondensationsmittel hinzugeben und das Reaktionsgemisch verarbeiten.
  • Die Umsetzung kann bei verschiedenen Temperaturen, z. B. bei -10°C, oder auch bei höheren Temperaturen, z. B. 0 bis 80' C, durchgeführt werden. Bei leichtflüchtigen Reaktionskomponenten wird zweckmäßig bei tiefen Temperaturen gearbeitet.
  • Die Ausbeuten liegen im allgemeinen bei 70 bis 100 °/o der Theorie. Als Lösungsmittel können, soweit dies erforderlich ist, indifferente organische Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol oder Tetrahydrofuran, verwendet «-erden.
  • Man erhält so aus Cyclopentadien bei der Durchführung der Reaktion bei etwa -10'C mit einem Molv erhältnis Cyclopentadien zu Formamid zu saurem, halogenhaltigem Kondensationsmittel wie 1:2:2 den entsprechenden Fulvenmonoaldehyd in einer Ausbeute bis zu 70 °/o der Theorie und bei 0 bis 80'C, vorzugsweise bei 20 bis 40'C, und einem Molverhältnis Cyclopentadien zu Formamid zu saurem, halogenhaltigem Kondensationsmittel wie 1:3:3 den entsprechenden Fulvendialdehyd in einer Ausbeute von 80 bis 1000,' a der Theorie.
  • Die Reaktion verläuft vermutlich so, daß das Formamid mit dem halogenhaltigen, sauren Kondensationsmittel eine Komplexverbindung der allgemeinen Formel worin R1 und R2 die vorstehende Bedeutung haben und RHaln das saure Kondensationsmittel darstellt, bildet, die mit dem Fulven unter Bildung eines Immoniumsalzes reagiert. Das Immoniumsalz hat, wenn man vom unsubstituierten Cyclopentadien ausgeht und im Molv erhältnis 1:2:2 arbeitet, wahrscheinlich folgende Formel Das Immoniumsalz der allgemeinen Formel V kann dann durch Hydrolyse in den Aldehyd der Formel übergeführt werden.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren, bisher nicht zugänglichen Verbindungen stellen wertvolle Ausgangsprodukte für zahlreiche interessante Produkte dar. Die Erfindung als solche liegt jedoch in dem neuen und überraschenden Verfahren. Beispiel 1 Zu einer Mischung von 66g Cyclopentadien und 300 ccm Dimethylformamid tropft man bei -10°C unter Feuchtigkeitsausschluß und intensivem Rühren das Gemisch von 307g Phosphoroxychlorid und 300 ccm Dimethylforma.mid. Dabei soll die Temperatur -10°C nicht übersteigen. Nachdem das Reaktionsgemisch 4 Stunden bei -10'C gerührt wurde, gießt man es in Eiswasser und macht die so erhaltene wäßrige Lösung mit Natronlauge schwach alkalisch. Diese Lösung wird dann mehrmals mit Chloroform extrahiert, die vereinigten Chloroformauszüge mit wenig Wasser gewaschen und anschließend das Chloroform abdestilliert. Der feste Rückstand wird aus Ligroin oder Methylcyclohexan umkristallisiert. Man erhält den Aldehyd der folgenden Konstitution in einer Ausbeute von 670/, der Theorie. Schmelzpunkt 82 bis 83°C. Gelbliche Nadeln. Beispiel 2 Zu einer Mischung von 460 g Phosphoroxychlorid und 800 ccm Dimethylformamid tropft man langsam eine Lösung von 66 g Cyclopentadien in 100 ccm Dimethylformamid. Dabei soll die Temperatur des Reaktionsgemisches 40°C nicht übersteigen. Die viskose, rote Reaktionsmischung wird noch 3 Stunden gerührt, dann in Eiswasser gegossen und schwach alkalisch gemacht. Die wäßrige Lösung extrahiert man mehrmals mit Chloroform, wäscht die vereinigten Chloroformauszüge mit wenig Wasser und destilliert dann das Chloroform ab. Der Rückstand wird dann aus Isopropanol unter Zusatz von Aktivkohle umkristallisiert. Man erhält den Dialdehyd der Konstitution in Form schwach gelber Nadeln, die bei 141 bis 142'C schmelzen, in einer Ausbeute von 96 % der Theorie. Die Verbindung ist schwer löslich in Ligroin, Äther und Benzol, löslich in Äthanol, Isopropanol, Chloroform und Methvlenchlorid. Beispiel 3 Zu einer Mischung von 208 g Phosphorpentachlorid und 350 ccm Dimethylformamid tropft man unter Rühren und Feuchtigkeitsausschluß 22 g Cyclopentadien. Die Temperatur des Reaktionsgemisches soll dabei 50'C nicht übersteigen. Die rote, viskose Reaktionslösung wird noch 2 Stunden gerührt und dann in Eiswasser gegossen. Die so erhaltene wäßrige Lösung wird mit Natronlauge schwach alkalisch gemacht und mehrmals mit Chloroform extrahiert. Aus den vereinigten Chloroformauszügen erhält man den im Beispiel 2 näher beschriebenen Fulvendialdehyd in einer Ausbeute von 83 °/o der Theorie. Beispiel 4 Zu einer Lösung von 300 g Phosgen in 1,51 Toluol tropft man unter intensivem Rühren, Eiskühlung und Feuchtigkeitsausschluß 220 g Dimethylformamid. Zu der so erhaltenen Suspension der Komplexverbindung aus Dimethylformamid und Phosgen in Toluol tropft man 66 g Cyclopentadien und rührt anschließend die rote Reaktionsmischung 7 Stunden bei Raumtemperatur. Das Reaktionsgemisch wird dann in Eiswasser gegossen, mit Natronlauge schwach alkalisch gemacht und mit Chloroform mehrmals extrahiert. Aus den vereinigten Chloroformauszügen erhält man den im Beispiel 2 beschriebenen Fulvendialdehyd in einer Ausbeute von 87 % der Theorie. Beispiel 5 Zu einer Lösung von 54g Isopropylcyclopentadien in 100 ccm Dimethylformamid tropft man unter Feuchtigkeitsausschluß und intensivem Rühren bei -10 bis -20°C eine Mischung von 153 g Phosphoroxychlorid und 300 ccm Dimethylformamid so ein, daß die Temperatur dabei -10°C nicht übersteigt. Nach etwa 3 Stunden wird die gelbe Reaktionslösung in Eiswasser eingerührt, mit verdünnter Natronlauge schwach alkalisch gemacht und dann mehrmals mit Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformauszüge wäscht man mit wenig Wasser und destilliert dann das Chloroform ab. Der Rückstand wird aus Ligroin umkristallisiert. Man erhält so den Fulvenaldehyd der folgenden Konstitution in Form gelber Nadeln, die bei 130 bis 131'C schmelzen, in einer Ausbeute von 68 °/o der Theorie. Beispiel 6 Zu einer Mischung von 460 g Phosphoroxychlorid und 600 ccm Dimethylformamid tropft man unter intensivem Rühren und Feuchtigkeitsausschluß 108 g Isopropylcyclopentadien, das in 200 ccm Dimethylformamid gelöst ist. Die Reaktionstemperatur soll dabei 30 bis 40'C nicht überschreiten. Nach etwa 3 Stunden wird die rote Reaktionslösung in Eiswasser gegossen und mit verdünnter Natronlauge schwach alkalisch gemacht. Dabei scheidet sich ein rotes Öl ab. Dieses wird abgetrennt und die wäßrige Phase mehrmals mit Chloroform extrahiert. Das rote Öl vereinigt man mit den Chloroformauszügen, wäscht es mit wenig Wasser und destilliert dann das Chloroform ab. Der Rückstand wird aus Isopropanol umkristallisiert. Man erhält so den Dialdehyd der folgenden Konstitution in Form gelber Prismen, die bei 137 bis 138'C schmelzen, in einer Ausbeute von 84°/o der Theorie. Beispiel 7 In eine Mischung von 460 g Phosphoroxychlorid und 500 ccm Dimethylformamid tropft man unter intensivem Rühren und Feuchtigkeitsausschluß 80 g Methylcyclopentadien so ein, daß die Reaktionstemperatur 40°C nicht überschreitet. Die gelbe Reaktionslösung wird noch 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, dann in Eiswasser gegossen und mit verdünnter Natronlauge schwach alkalisch gemacht. Nach der Aufarbeitung, wie im Beispiel 6 beschrieben, erhält man den Fulvendialdehyd der folgenden Konstitution in Form gelber Nadeln vom Schmelzpunkt 184 bis 185'C in einer Ausbeute von 95 °/o der Theorie.
  • Beispiel 8 15,6 g Benzylcyclopentadien, gelöst in 100 ccm Dimethylforxnamid, tropft man unter Feuchtigkeitsausschluß und intensivem Rühren in eine Mischung von 50 g Phosphoroxychlorid und 100 ccm Dimethylformamid ein. Die Temperatur des Reaktionsgemisches soll dabei 30 bis 40°C nicht übersteigen. Die gelbe Reaktionslösung wird dann in Eiswasser eingerührt, diese Mischung zur Entfernung von Neutralteilen mit Benzol extrahiert und anschließend die wäßrige Lösung mit Natronlauge schwach alkalisch gemacht. Nach der Aufarbeitung, wie im Beispiel 6 beschrieben, erhält man den Dialdehyd der folgenden Konstitution in. farblosen Kristallen vom Schmelzpunkt 186 bis 187'C (aus Äthanol) in einer Ausbeute von 780/, der Theorie. Beispiel 9 In eine Mischung von 31 g Phosphoroxychlorid und 100 ccm Dimethylformamid tropft man unter intensivem Rühren und Feuchtigkeitsausschluß unter Eiskühlung 12,2 g tertiäres Butylcyclopentadien so ein, daß die Temperatur des Reaktionsgemisches 10°C nicht übersteigt. Nach etwa 2 Stunden wird die gelbrote Reaktionslösung in Eiswasser gegossen, schwach alkalisch gemacht und mit Chloroform mehrmals extrahiert. Die vereinigten Chloroformauszüge wäscht man mit wenig Wasser, destilliert dann das Chloroform ab und kristallisiert den Rückstand aus Isopropanol um. Man erhält so den Aldehyd folgender Konstitution in Form gelber Nadeln vom Schmelzpunkt 155 bis 156° in einer Ausbeute von etwa 71 % der Theorie. Beispiel 10 12,2g tertiäres Butylcyclopentadien tropft man unter Rühren und Feuchtigkeitsausschluß in eine Mischung von 50 g Phosphoroxy chlorid und 100 ccm Dimethylformamid. Anschließend wird die gelbe Reaktionslösung 3 bis 4 Stunden auf etwa 60''C erhitzt und nach dem Erkalten in Eiswasser gegossen. Nach der Aufarbeitung, wie im Beispiel 9 beschrieben, erhält man den Dialdehyd der folgenden Konstitution in Form gelber Nadeln vom Schmelzpunkt 192 bis 193°C in einer Ausbeute von 890/'o der Theorie.
  • Beispiel 11 In eine Mischung von 50g Phosphoroxychlorid und 100 ccm Dimethylformamid tropft man eine Lösung von 11,6 g Inden in 30 ccm Dimethylformamid unter Feuchtigkeitsausschluß und intensivem Rühren ein. Die Reaktionslösung wird dann 4 Stunden auf 90 bis 100'C erhitzt, anschließend, nach dem Erkalten, in Eiswasser gegossen und zur Entfernung von N eutralteilen mit Benzol extrahiert. Die wäßrige Phase wird dann mit verdünnter Natronlauge schwach alkalisch gemacht und mit Chloroform mehrmals extrahiert. Die vereinigten Chloroformauszüge wäscht man mit Wasser, destilliert dann das Chloroform ab und kristallisiert den Rückstand aus Essigsäureäthvlester um. Man erhält den Dialdehyd der folgenden Konstitution in rotbraunen Blättchen vom Schmelzpunkt 176 bis 177- C in einer Ausbeute von 64 11;"o der Theorie.
  • Beispiel 12 Zu 30 ml Dimethylformamid gibt man bei 20°C langsam 9,2 ml Phosphoroxy chlorid und tropft in diese Mischung unter intensivem Rühren und Feuchtigkeitsausschluß 6,9 g monomeren Cyclopentadiencarbonsäureäthylester so ein, daß die Reaktionstemperatur 40C nicht überschreitet. Die gelbe Reaktionslösung wird noch etwa 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, dann in Eiswasser gegossen und mit verdünnter Natronlauge schwach alkalisch gemacht. Die wäßrige Phase wird mehrmals mit Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformauszüge wäscht man mit wenig Wasser und destilliert dann das Chloroform ab. Der Rückstand wird aus Isopropanol umkristallisiert. Man erhält so den Dialdehyd der folgenden Konstitution in Form brauner Kristalle, die bis 200°C nicht schmelzen, in einer Ausbeute von 48 °/o der Theorie.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von substituierten Fulvenaldehyden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Cyclopentadien der allgemeinen Formel worin mindestens ein X-Rest für Wasserstoff steht, die anderen X-Reste Wasserstoff oder einwertige, gegenüber den Reaktionskomponenten inerte Substituenten bedeuten und zwei an der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung befindliche Y-Reste gegebenenfalls gemeinsam einen Benzolring darstellen können, in Gegenwart eines halogenhaltigen, sauren Kondensationsmittels mit einem Formamidderivat der allgemeinen Formel worin R1 und R2 für Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, Aryl oder andere einwertige, gegenüber den Reaktionskomponenten inerte Substituenten stehen und R1 und R2 auch gemeinsam einen Ring bilden können, zweckmäßig bei -10 bis +80C und zweckmäßig in Gegenwart eines Lösungsmittels mindestens im Molverhältnis 1:2:2 umgesetzt und das gebildete Immoniumsalz einer Hydrolyse unterworfen wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Cyclopentadienkomponente, die Formamidkomponente und das saure Kondensationsmittel im Molverhältnis 1:3:3 angewendet werden.
DEST15471A 1959-08-17 1959-08-17 Verfahren zur Herstellung von substituierten Fulvenaldehyden Pending DE1105411B (de)

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