[go: up one dir, main page]

DE1768130C3 - lsocyan-diphenyl(-thio)-äther sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung zur Bekämpfung von Akariden - Google Patents

lsocyan-diphenyl(-thio)-äther sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung zur Bekämpfung von Akariden

Info

Publication number
DE1768130C3
DE1768130C3 DE19681768130 DE1768130A DE1768130C3 DE 1768130 C3 DE1768130 C3 DE 1768130C3 DE 19681768130 DE19681768130 DE 19681768130 DE 1768130 A DE1768130 A DE 1768130A DE 1768130 C3 DE1768130 C3 DE 1768130C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
butyl
ethers
tert
isocyano
diphenylthioether
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19681768130
Other languages
English (en)
Other versions
DE1768130A1 (de
DE1768130B2 (de
Inventor
Ingeborg Dr.; Hoffmann Peter Dr.; 5000Köln; Kleimann Helmut Dr. 5090 Leverkusen; Marquarding Dieter Dr. 5300 Bonn; Offermann Klaus Dr. 4047 Dormagen; Ugi Ivar Prof. Dr. Los Angeles Calif. Hammann (V.StA.); Unterstenhöfer, Günter, Prof. Dipl.-Landw., Dr., 5670 Opladen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19681768130 priority Critical patent/DE1768130C3/de
Priority to CH287969A priority patent/CH509244A/de
Priority to IL31717A priority patent/IL31717A/en
Priority to AT498870A priority patent/AT291676B/de
Priority to AT250969A priority patent/AT289771B/de
Priority to BG011920A priority patent/BG15067A3/bg
Priority to US812361A priority patent/US3627811A/en
Priority to BE730945D priority patent/BE730945A/xx
Priority to SE04762/69A priority patent/SE356506B/xx
Priority to DK189869AA priority patent/DK120700B/da
Priority to CS2359A priority patent/CS151507B2/cs
Priority to GB17489/69A priority patent/GB1195360A/en
Priority to NL6905255A priority patent/NL6905255A/xx
Priority to FR6910511A priority patent/FR2005571A1/fr
Priority to DK544970AA priority patent/DK120828B/da
Publication of DE1768130A1 publication Critical patent/DE1768130A1/de
Publication of DE1768130B2 publication Critical patent/DE1768130B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1768130C3 publication Critical patent/DE1768130C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

25
(Π)
30
in welcher Alk, X, R und n die obengenannte Bedeutung haben, in an sich bekannter Weise in Gegenwart von Basen mit Wasserabspaltungsmitteln umsetzt.
3. Verwendung der Isocyan-diphenyl(-thio)-äther gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von Akariden.
40
Die vorliegende Erfindung betrifft die in den Patentansprüchen gekennzeichneten Gegenstände.
Es ist bereits bekanntgeworden, daß aromatische Isonitrile akarizide Eigenschaften aufweisen (vergleiche deutsche Palentschrift 12 09 798). Von diesen vorbekannten Isonitrilen sind die folgenden besonders stark akarizid wirksam: 4-Isocyanophenyl-dodecyläther, 2-Isocyano-4,6-dichlor-diphenyläther und 2-Isocyano-diphenylthioäther.
Es wurde nun gefunden, daß die neuen Isocyandiphenyläther der allgemeinen Formel
Alk
(D
55
60
in welcher Alk für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen steht, X für Schwefel oder Sauerstoff steht, R Tür Halogen, Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen oder Alkoxy mit 1 bis C-Atomen steht und /1 0, 1 oder 2 bedeutet, starke akarizide Eigenschaften aufweisen.
Weiterhin wurde gefunden, daß man die Isocyandiphenyiäther der allgemeinen Formel (I) erhält, wem man die Formamide der allgemeinen Formel
NH-CHO
in welcher Alk, X und R die obengenannte Bedeutung haben, in an sich bekannter Weise in Gegenwan von Basen mit Wasserabspaltungsmitteln umsetzt
überraschenderweise zeigen die erfindungsgemäßer Isocyandiphenyläther eine erheblich höhere akarizide Wirkung als die aus dem Stand der Technik bekannten aromatischen Isonitrile, welche die chemisch nächstliegenden Wirkstoffe gleicher Wirkungsart sind. Die erfindungsgemäßen Stoffe stellen somit eine Bereicherung der Technik dar.
Verwendet man 4-Formylamino-4'-tert.-butyl-diphenylthioäther als Ausgangsstoffe, so kann der Reaktionsablauf durch folgendes Formelschema wiedergegeben werden.
(CH3J3C
NH-CHO
(III)
Die errindungsgemäßen Isocyan-diphenyläther sind durch die allgemeine Formel (1) eindeutig charakterisiert. In dieser Formel steht R vorzugsweise für Chlor, Brom oder Fluor, Methyl,Äthyl, Methoxy undÄthoxy, Alk steht vorzugsweise für Butyl, insbesondere tert.-Butyl, und für Methyl.
Die als Ausgangsstoffe benötigten Formamide gemäß Formel (II) sind nur zum Teil bekannt. Die neuen können jedoch in einfacher Weise nach den bekannten Verfahren aus den entsprechenden bekannten Aminen hergestellt werden. Die Amine werden z. B. 1 bis 10 Stunden in Ameisensäure gekocht; nach dem Einengen erhält man die teilweise kristallinen Formamide direkt. Es können die Amine aber auch in einem inerten Lösungsmittel, wie Methylenchlorid, 1 bis 10 Stunden bei 0 bis 8O0C mit einem Gemisch aus Acetanhydrid und Ameisensäure behandelt werden. Die so erhaltenen Formamide werden mit verdünnter wäßriger Sodalösung gewaschen und getrocknet.
Bei der Herstellung der Isocyan-diphenyläther können Lösungsmittel verwendet werden, wie Kohlenwasserstoffe, z. B. Benzol und Benzin, chlorierte Kohlenwasserstoffe, z. B. Methylenchlorid, Äther, z. B. Dioxan und Ester, z. B. Essigsäureäthylester
Als Wasserabspaltungsmittel wird vornehmlich Phosgen verwendet, es können jedoch auch andere Acylchloride, wie Phosphoroxychlorid, Bcnzolsulfonylchlorid und Cyanurchlorid verwendet werden. Als Basen nimmt man zweckmäßigerweise Pyridin, Triäthylamin oder Kalium-tert.-butylat. Die Reaktionslenipcraturen liegen zwischen —20 und +1000C, vorzugsweise zwischen 0' und 5O11C.
]n besonders einfacher Weise erhält man die lsocyan-diphenyläther, wenn man die entsprechenden Formamide zusammen mit Triäthylamin in Methylenchlorid vorlegt und in dieses Gemisch Phosgen einleitet.
Die Aufarbeitung erfolgt in üblicher Weise, z. B. leitet man in das Reaktionsgemisch Ammoniak ein, trennt vom ausgeschiedenen Ammonchlorid ab und' engt die Lösung ein. «■
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe weisen bei geringer Wannblülertoxizität und Phytotoxizität starke akarizide Eigenschaften auf. Die Wirkungen setzen schnell ein und halten lange an. Die Wirkstoffe können deshalb mit gutem Erfolg zur Bekämpfung von Milben (Acarina) verwendet werden. ,5
Bei den Milben sind besonders wichtig die Spinnmilben (Tetranychidae), wie die gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae), die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulm); Gallmilben, wie die Johannisbeerga!!- miIbe(Eriophyes ribis) und die Tarsonerniden, wie Tarsonemus pallidus; sowie Zecken.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können in die üblichen Formulierungen überführt werden, wie Lösungen,Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Pasten und Granulate. Diese werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. durch Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und oder Dispergiermitteln. Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z. B. auch orga" nisehe Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten, wie Xylol und Benzol, chlorierte Aromaten, wie Chlorbenzole, Paraffine, wie Erdölfraktionen, Alkohole, wie Methanol und Butanol, stark polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid und Dimcthylsulfoxyd, sowie Wasser; als feste Trägerstoffe: natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum und Kreide, und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure und Silikate; als Emulgiermittel: nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyäthylen-Fettsäure-Ester, Polyoxyäthylen-Fettalkohol-Äther, z. B. Alkylaryl-polyglykol-äther, Alkylsulfonate und Arylsulfonate; als Dispergiermittel: z.B. Lignin, Sulfitablaugen und Methylcellulose.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können in den Formulierungen in Mischung mit anderen bekannten Wirkstoffen vorliegen.
Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 Gewichtsprozent.
Die Wirkstoffe können als solche in Form ihrer Formulierungen oder der daraus bereiteten Anwendungsformen, wie gebrauchsfertige Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Pasten und Granulate angewendet werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z. B. durch Sprühen, Spritzen, Gitßen, Stäuben, Streuen.
Die Wirkstoffkonzentration kann in den anwendungsfertigen Wirkstoff-Zubereitungen in größeren Bereichen schwanken. Bei den üblichen Zubereitungen liegt sie im allgemeinen zwischen 0,0001 und 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 0,0005 und 5 Gewichtsprozent. In speziellen Formulierungen, die z. B. nach dem ULV-Verfaren (ultra low volume) ausgebracht werden, liegen die Wirkstoffkonzentrationen zwischen 40 und 95 Gewichtsprozent. Außerdem zeigen die erfinduiigsgemäßen Verbindungen auch gewisse fungizide Eigenschaften.
Beispiel A
Tctranychus-Test
Lösungsmittel ... 3 Gewichtsfeile
Dimethylformamid
Emulgator 1 Gewichtsteil
Alkylarylpolyglykoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubercitung vermischt man 1 Cicwichtsteil Wirkstoff mit der angegegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung werden Bohnenpflanzen (Phaseolus vulgaris), die ungefähr eine Höhe von 10—30 cm haben, tropfnaß besprüht. Diese Bohnenpflanzen sind stark mit allen Entwicklungssladien der gemeinen Spinnmilbe (Tetranychus urticae) befallen.
Nach den angegebenen Zeiten wird die Wirksamkeit der Wirkstoffzubereitung bestimmt, indem man die toten Tiere auszählt. Der so erhaltene Abtötungsgrad wird in % angegeben. 100% bedeutet, daß alle Spinnmilben abgetötet wurden, 0% bedeutet, daß keine Spinnmi'ben abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
(Pflanzenschädigende Milben) Tetranychus urticae
Wirkstoffe
Wirkstoff- Abtölungs-
konzen- grad in %
!ration nach 48 Sld.
in %
C12H25-O
(bekannt)
NC
0.2 100
0,02 100
0.002 0
5 Fortsetzung
Wirkstoffe
Wirkstoff- Abtötungs-
konzen- grad in %
!ration nach 4P Std. in %
(bekannt) (CHj)3C (CH3).,C (CH3J3C
(CH3J3C
OCH3
NC
OCH3
(CH3J3-C-/ V-S
ICH3J3C
C!
NC 0,2
0,02
0,2
0,02
0,2
0.002
100 0
80 0
0.2
0,02
0.002
100
100
95
0.2
0.02
0.002
100
100
100
0.2
0.02
0,002
100
100
95
0,2
0,02
0.002
100
100
100
100 100 100
100
100
90
0,2 100
0.02 100
0.002 80
0,1 HK)
0,02 100
0.004 100
Beispiel 1
OCH3
190 g S-Methoxy-^formylamin^'-tert.butyl-diphenyläther werden in 1 Methylenchlorid gelöst und mit 165 g Triäthylamin versetzt. Bei 0 bis 100C leitet man 75 g Phosgen ein und läßt 2 Stunden bei 2O0C nachreagieren. Anschließend wird die Reaktionslösung mit Ammoniak gesättigt und das ausgeschiedene Ammonchlorid abfiltriert. Der nach dem Einengen der Lösung verbleibende Rückstand wird in Äthanol umgelöst.
Ausbeute: 100 g 3-Methoxy-4-isocyano-4'-lert.-butyl-diphenyläther. Fp. 85 bis 86° C.
Herstellung der Formamide
3,8 Mol Ameisensäure (98%ig) und 1,3 Mol Acetanhydrid werden gemischt und nach einer halben Stunde einer Lösung von 1 Mol Amin in 1 bis 1,5 1 Methylenchlorid zugetropft. Man läßt 2 bis 4 Stunden nachreagieren, setzt 1 1 Wasser zu und wäscht die Methylenchlorid-Phase mit verdünnter Sodalösung. Die organische Phase wird getrocknet und vollständig eingeengt. Der meist kristalline Rückstand wird gegebenenfalls umgelöst und getrocknet. Die Ausbeuten liegen bei 90 bis 96% der Theorie.
(CH3J3C-
Beispiel 2
NC
Setzt man 5980 g 2-Formylamino-4-methyl-4'-lert.-butyl-diphenylthioäther mit 6500 g Triäthylamin und 3000 g Phosgen analog Beispiel 2 um, so erhält man 4200 g 2-Isocyano-4-methyl-4'-tert.-buty!-diphenylthioäther, Fp. 98 bis 99° C.
Beispiel 5
(CH3J3C
Setzt man 1100 g 2,5-Dimethyl-4-formylamino-4'-tert.-butyl-diphenylthioäther mit 1150g Triäthylamin und 430 g Phosgen analog Beispiel 2 um, so erhält man 850 g 2,5-Dimethyl-4-isocyano-4'-tert.-butyl-diphenylthioäther. Fp. 40 bis 410C.
Beispiel 6
35 Setzt man 530 g 2-Formylamino-4-methyt-4'-methyl-diphenylthioäther mit 525 g Triäthylamin und 220 g Phosgen analog Beispiel 2 um, so erhält man 490 g 2-lsocyano-4-methyl-4'-methyl-diphenylthioäther. Fp. 59 bis 610C.
Beispiel 7
1400 g 4-Formylamino-4'-tert.-butyl-diphenylthioäther werden in 5 1 Methylenchlorid gelöst und mit 1300 g Triäthylamin versetzt. Bei 0 bis 10° C leitet man 700 g Phosgen ein und läßt 3 Stunden bei 200C nachreagieren. Anschließend wird die Reaktionslösung mit Ammoniak gesättigt und das ausgeschiedene Ammonchlorid abfiltriert. Der nach dem Einengen der Lösung verbleibende Rückstand wird mit Isopropanol gewaschen.
Ausbeute: 1000 g 4-Isocyano-4'-tert.-butyl-diphenylthioäther. Fp. 66 bis 67° C.
Beispiel 3
Setzt man 1215 g 4-Formylamino-4'-melhyl-diphenyl-thioäther mit 1020 g Triäthylamin und 500 g Phosgen analog Beispiel 2 um, so erhält man 1040 g 4-Isocyano-4'-methyl-diphenylthioäther. Fp. 74 bis 76° C.
Beispiel 8
(CH3J
3J3
Setzt man 220 g 2-CMor-4-formylamino-4'--tert.-bu- tyldiphenylthioäther mit 160 g Triäthylamin und 75 g Phosgen analog Beispiel 2 um, so erhält man 130 g 2-Chlor-4-isocyano-4'-tert-butyl-diphenylthioäther.
Fp. 98 bis 99° C.
Setzt man 185 g 2-Formylamino-4-chlor-4-tert.-butyl-diphenylthioäther mit 135 g Triäthylamin und 70 g Phosgen analog Beispiel 2 um, so erhält man 90 g 2-Isocyano-4-chlor-4'-tert.-butyl-diphenylthioäther. Fp. 79 bis 8I0C.
Beispiel 9
OCH,
Beispiel 4
(CH3J3C
(CH3J3C
NC
NC
Setzt man 31,5g S-Methoxy-^formylamino^'-terL-butyl-diphenylthioäther mit 25,6 g Triäthylamin und
709 611/69
(a)
O2N
Eine Mischung von 3,20 kg 2,4-Dichlornitrobenzol, 2,50 kg p-tert.-Butylphenol und 1 kg Dimethylsulfoxid wird auf 780C erhitzt. Anschließend versetzt man sie in ca. 50 g Portionen mit 1,20 kg Kaliumhydroxyd (pulv.), wobei die Temperatur 83° C nicht übersteigen
11,8 g Phosgen analog Beispiel 2 um, so erhält man 24 g S-Methoxy^-isocyano^'-tert.-butyl-diphenylthioäther. Das Produkt ist ölig zäh und enthält im Infrarotspektrum eine intensive Isocyanbande bei 2120 cm-'.
Beispiel 10
(CHj)3C
15 1 kg 2-Formylamino-5-chlor-4'-terl.-butyl-diphe-
nyläther werden zusammen mit 1,03 kg Tnäthylamin in 8 1 Benzol auf 55° C erwärmt. Man leitet in die Mischung 0,43 kg Phosgen ein, kühlt sie anschließend auf 5° C ab, sättigt die Lösung mit gasförmigem ω Ammoniak und wäscht sie mehrfach mit je 5 1 Wasser.
Die organische Phase wird abgetrennt, eingeengt, der Rückstand mit 1,5 kg Methanol bei 00C verrührt, abgesaugt und getrocknet.
Die Ausbeute beträgt 0,69 kg (73% der Theorie) 2-lsocyano-5-chlor-4'-tert.-butyl-diphenyläther.
Fp. = 99 bis 101°C.
Die als Ausgangsmaterial benötigte Formylverbindung ist z. B. wie folgt erhältlich:
darf. Man läßt das Reaklionsgemisch 3 Stunden bei 80 C nachreagieren und gießt es dann unter kräftigem Rühren in 25 1 Wasser. Das feste Rohprodukt wird einmal mit 13 kg Methanol und anschließend mit 6 kg Methanol kräftig verrührt, abgesaugt und bei 40üC getrocknet. Ausbeute: 3,0 kg (60% der Theorie). Fp. = 89 bis 90,5° C.
(CH3J3C
NH,
1 kg 2-Nitro-5-chlor-4'-tert.-butyl-diphenyläther wird in 3 1 Methanol bei 20 bis 30° C und 40 atü Wasserstoffdruck mit Raney-Nickel hydriert. Nach Entfernung des Katalysators wird die Lösung eingeengt und der feste Rückstand aus Äthanol umkristallisiert. Ausbeute: 0,8 kg (90% der Theorie).
Fp. = 52 bis 53°C.
(CHj)3C
NH-CHO
Zu einer Lösung von 1 kg 2-Amino-5-chlor-4'-tert.-butyl-diphenyläther in 3 1 Methanol wird bei 20 bis 25° C unter Rühren ein Gemisch aus 0,43 kg Acetanhydrid und 0,370 kg Ameisensäure getropft. Man läßt die Mischung 1 Std. nachreagieren und kühlt sie anschließend auf 0°C ab.
Das kristalline Reaktionsprodukt wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Ausbeute: 0,92 kg (82% der Theorie).
Fp. = 140 bis 143°C
55"*""

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    I. Isocyan-diphenyl(-thio)-äther der allgemeinen Formel
    Alk
    (D
    in welcher Alk für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen steht, X für Schwefel oder Sauerstoff steht, R Tür ,5 Halogen, Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen oder Alkoxy mit 1 bis 4 C-Atomen steht und η 0, I oder 2 bedeutet.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung der lsocyan-diphenyl(-thio)-äther gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Formamide der allgemeinen Formel
DE19681768130 1968-04-04 1968-04-04 lsocyan-diphenyl(-thio)-äther sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung zur Bekämpfung von Akariden Expired DE1768130C3 (de)

Priority Applications (15)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19681768130 DE1768130C3 (de) 1968-04-04 lsocyan-diphenyl(-thio)-äther sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung zur Bekämpfung von Akariden
CH287969A CH509244A (de) 1968-04-04 1969-02-26 Verfahren zur Herstellung von Isocyan-diphenyläthern bzw. -thioäthern
IL31717A IL31717A (en) 1968-04-04 1969-02-28 Isocyanodiphenyl ethers and thioethers,their preparation and use for combatting pests
AT498870A AT291676B (de) 1968-04-04 1969-03-14 Akarizides Mittel
AT250969A AT289771B (de) 1968-04-04 1969-03-14 Verfahren zur Herstellung neuer Isocyan-diphenyläther
BG011920A BG15067A3 (bg) 1968-04-04 1969-03-26 Акарицидно средство
US812361A US3627811A (en) 1968-04-04 1969-04-01 Isocyano-diphenyl ethers and thioethers
SE04762/69A SE356506B (de) 1968-04-04 1969-04-02
BE730945D BE730945A (de) 1968-04-04 1969-04-02
DK189869AA DK120700B (da) 1968-04-04 1969-04-02 Acaricidt virksomme isocyan-diphenylethere.
CS2359A CS151507B2 (de) 1968-04-04 1969-04-02
GB17489/69A GB1195360A (en) 1968-04-04 1969-04-03 Isocyanodiphenyl Ethers and Thioethers
NL6905255A NL6905255A (de) 1968-04-04 1969-04-03
FR6910511A FR2005571A1 (de) 1968-04-04 1969-04-04
DK544970AA DK120828B (da) 1968-04-04 1970-10-26 Acaricidt middel.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19681768130 DE1768130C3 (de) 1968-04-04 lsocyan-diphenyl(-thio)-äther sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung zur Bekämpfung von Akariden

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1768130A1 DE1768130A1 (de) 1971-09-30
DE1768130B2 DE1768130B2 (de) 1976-08-05
DE1768130C3 true DE1768130C3 (de) 1977-03-17

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2655009C2 (de)
DE1542886A1 (de) Fungizide Mittel
DE69603261T2 (de) Verfahren zur herstellung von 1,2-benzisothiazolonen
EP0132733A2 (de) Neue Fluorpivalsäurefluoride und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1768130C3 (de) lsocyan-diphenyl(-thio)-äther sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung zur Bekämpfung von Akariden
DE1212984B (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Cumaronen
DE2201062A1 (de) N-alkoxycarbonyl- bzw. n-alkylthiocarbonyl-2-(2'-thienyl)-benzimidazole, ein verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als fungizide
DE1912941C3 (de) 1 -Phenyl^-amino-e-methoxypyridaziniumsalze
DE2537379A1 (de) Substituierte 2-phenylimino-1,3- dithiolane, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als ektoparasitizide mittel
DE2126149A1 (en) Halo-salicylanilide derivs - with acaricidal and fungicidal activity
DE2106303C3 (de) NJM-Dimethyl-O- [1 -alkyl-4-cyano-S-alkoxypyrazol (3)yl] -carbaminsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Insektizide und Akarizide
DE1932297C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Benzimidazol -2-carbaminsäureestern
DE1142599B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeureestern
DE1768130B2 (de) Isocyan-diphenyl(-thio)-aether sowie verfahren zu ihrer herstellung und deren verwendung zur bekaempfung von akariden
DE2512702C2 (de) Substituierte 1-Amino-3-phenyl-indole, deren Salze und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2330241C3 (de) Chlorthio-N-phthalimid, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
WO2005019154A1 (de) VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON α-FLUOR-MALONSÄUREDIALKYLESTERN
DE1204878B (de) Akarizide Mittel
EP0009792A1 (de) 3-Chlorostyryl-2,2-dimethyl-cyclopropancarbonsäure-(4-fluoro-3-phenoxy-alpha-cyano-benzyl)-ester, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Ektoparasitizide
EP0132734B1 (de) Neopentylisocyanate und ihre Herstellung
DE2804824A1 (de) Spiro-derivate von 3-(3,5-dihalogenphenyl)-oxazolidin-2,4-dionen, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als fungizide
DE1543604C3 (de)
DE2852924A1 (de) Substituierte spiro-derivate von 3- (3,5-dihalogenphenyl)-oxazolidin-2,4-dionen (thion-onen), verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als fungizide
DE1811717A1 (de) 2,4-Dicyano-6-nitrophenyl-Derivate
DE1252959B (de) Acarizide Mittel