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Plattenwechsler zum wahlweisen Abspielen von Schallplatten Die Erfindung
betrifft einen Schallplattenwechsler zum wahlweisen Abspielen von Schallplatten
mit einem konzentrisch um das drehbare Abspielgerät angeordneten Plattenmagazin,
in Kreisform mit Steuerscheiben betätigten Mitteln zur Steuerung der Plattenentnahme
und des Tonabnehmers aus der Ruhelage in die Abspielstellung und umgekehrt und mit
einer Such- und Wähleinrichtung.
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Bei einem bekannten automatischen Plattenspieler sind die Schallplatten
strahlenförmig um das Abspielgerät auf einer horizontal rotierbaren Kreisplatte
an starren Armen befestigt. Durch motorische Drehung des Magazins kann jede Schallplatte
in die richtige räumliche Zuordnung zu dem unterhalb der Platte fest angeordneten
Abspielgerät gebracht werden. Das Abspielgerät weist einen in die Ebene der jeweiligen
Platte verschwenkbaren Tonabnehmerarm auf, der durch eine Automatik in Abspiel-
und Ruhestellung gesteuert wird.
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Bei einem anderen bekannten Plattenspieler mit gleichfalls ringförmigem
Plattenmagazin ist an Stelle des Magazins, welches aus einer Kreisringplatte mit
darauf starr befestigten Haltern für die Schallplatten besteht, das zentral gelegene
Abspielgerät drehbar gelagert.
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Außer Plattenspielautomaten mit horizontal liegendem ringförmigem
Plattenmagazin sind auch solche mit in der senkrechten Ebene drehbarem Magazin bekannt.
Ein Automat dieser Art weist eine Wählvorrichtung auf, die es gestattet, durch Verstellen
eines oder mehrerer mit Fühltastern und Schaltern des Magazins zusammenarbeitenden
Stiften die gewünschten Schallplatten auszuwählen. Das durch einen Motor angetriebene
Magazin bleibt dann in solcher Stellung stehen, daß die gewählten Platten automatisch
aus dem Magazin entnommen und auf einen horizontalen Plattenteller zum Abspielen
gelegt werden können.
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Schließlich ist bei Plattenspielautomaten die Verwendung einer Steuerscheibe
mit Steuernut und darin eingreifendem Betätigungshebel bekannt. So wird beispielsweise
der Plattenteller eines Plattenwechslers mit Stapelmagazin durch einen Betätigungshebel
gehoben und gesenkt, welcher in einer Steuernut an der Unterseite der Steuerscheibe
eingreift. Mit der Steuerscheibe arbeitet weiter ein Betätigungshebel zum Auswerfen
der Platten zusammen.
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Bei diesen bekannten Vorrichtungen sind die erforderlichen Steuerungsmittel
noch verhältnismäßig raumfordernd und aufwendig.
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Die Erfindung bezweckt, ein einfaches Steuersystem zu schaffen, und
kennzeichnet sich dadurch, daß sämtliche Steuerungsvorgänge des Plattenwechslers
nach erfolgter Plattenwahl von zwei durch eine in sich geschlossene Führungsnut
einer Steuerscheibe miteinander gekuppelten, diametral gegenüberliegenden Steuerschienen
mit Führungsstiften bewirkt werden, von denen der eine die Tonarmsteuerung, der
andere die Plattenentnahme bzw. -rücknahme lenkt. Diese Einrichtung ist durch die
Einfachheit der Mittel und Bewegungen besonders vorteilhaft und gestattet eine wesentlich
dichtere Packung der Platten im Magazin bei doppelseitiger Abspielbarkeit der Platten
und bei wesentlich höherem Bedienungskomfort. Zugleich wird eine vorteilhafte Ausnutzung
des innen vom Plattenkranz umrandeten Raumes durch die zentrale Lagerung des Abspielgerätes
erreicht.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Es
zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch eine Vertikalebene des Gerätes längs eines Durchmessers,
Fig.2 eine Draufsicht unter Weglassung einzelner Teile, Fig. 3 einen Blick auf die
Unterseite der drehbaren Platte, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig.
2, Fig. 5 einen Schnitt nach .der Linie V-V der Fig. 2, Fig. 6 einen Schnitt nach
der Linie VI-VI der Fig. 1, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig.
1, Fig. 8 ein Schaltbild des Schallplattenwechslers. Der Schallplattenwechsler weist
gemäß Fig. 1 einen hölzernen Sockel auf, auf dem unter Zwischenschaltung von Gleitrollen
140 drehbar ein Rahmen angebracht ist, auf dem mit Hilfe dreier Rollen 14 wiederum
eine
Platte 13 drehbar gelagert ist. Der drehbare Rahmen besitzt zwei Ebenen, wovon die
erste von einem Tragring 11 gebildet wird, der auf Gleitrollen 140 läuft und von
Zentrierrollen 141 geführt wird. Die zweite Ebene besteht aus einer Platte 12, die
mit dem Tragring 11 durch Zwischenstücke 142 verbunden Ist.
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Die Platte 13 dreht sich auf der Platte 12 um einen Zapfen, dessen
geometrische Achse mit der Drehachse des -Tragrings 11 zusammenfällt.
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Die Schallplatten 15, von denen nur eine einzige dargestellt wurde,
um die Zeichnung übersichtlich zu machen, sind auf der Platte 12 untergebracht.
Sie liegen um die Achse des Gerätes im Irreis angeordnet, und zwar jeweils in Ebenen,
die durch diese Achse gehen. Der Tonabnehmer 16 weist gemäß Fig. 7 zwei Abtastnadeln
17 und 18 auf und ist zusammen mit demAntriebsmotor 19 der Schallplatten auf der
Platte 13 unter Zwischenschaltung einer elastischen, aus vier Federn 20 bestehenden
Aufhängung angeordnet; die Federn liegen dabei radial am Motor zwischen Stator und
Motorrahmen.
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jede Schallplatte ist auf einem durch einen Hebel 21 gebildeten Träger
befestigt, der an einem auf der Platte 12 angeordneten Hebel 22 angelenkt ist. Die
Sch-,venkachse jedes Hebels 21 liegt senkrecht zur Ebene der zugehörigen Schallplatte,
so daß sich letztere in ihrer Ebene verschwenken läßt, sobald sich der sie tragende
Hebel 21 bewegt. Die Hebel 22 sind auf derPlatte 12 mittels vier Ringabschnitte
143 befestigt, die durch Kordelschrauben 144 in ihrer Lage gehalten werden.
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Jeder Hebel 21 besteht aus zwei Armen 23 und 24 (Fig. 7), die an ihrem
oberen Ende einen Schlitz 25 aufweisen, der den Drehzapfen 26 der Schallplatte aufnimmt,
der die Plattentellerwelle ersetzt. Bei einer Schallplatte mit 45 Umdr./Min. nimmt
deren Mittelöffnung eine Antriebsscheibe 27 und ein Zentrierstück 28 auf. Beide
drehen sich um den Drehzapfen 26.
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Die Lage der Schallplatte auf ihrem Drehzapfen 26 wird durch eine
Schraube 29 bestimmt, deren gewindefreies Ende in eine am Drehzapfen 26 'vorgesehene
Ringnut 30 eingreift.
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Der Tonarm 31 ist gemäß den Fig. 1 und 5 in einem Gabelgelenk 32 zwischen
zwei Zapfen 34 gelagert, das am oberen Ende einer senkrecht liegenden Achse 33 liegt,
so daß der Arm in einer senkrechten Ebene schwenkbar ist.
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Die Achse 33 ist an einem aus einem nach unten offenen U-förmigen
Bügel 36 und an einer Brücke 37 befestigt. Der Bügel 36 wird durch vier Schrauben
an der Platte 13 gehalten.
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Der Tonarm 31 wird durch ein einstellbares Gegeng Wicht
38 ins Gleichgewicht gebracht; er trägt gee b
mäß Fig. 6 einen unter
Federdruck stehenden Finger . 39, der sich gegen eine am Gabelgelenk angebrachte
Zunge 40 abstützt.
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Nach erfolgter Wahl schwenkt die Schallplatte, wie später beschrieben
wird, in die in Fig. 1 gestrichelte Lage ein. Ihr Antrieb erfolgt unter Zwischenschaltung
einer Riemenscheibe 41, deren Achse in einem Lager 42 läuft, das an einem Winkelstück
eines an der Platte 13 befestigten Trägers 43 angenietet ist. Die Riemenscheibe
ist mit der Motorwelle 44 zwecks Geräuschdämpfung über einen Treibriemen 45 gekuppelt.
Der i Antrieb der Schallplatte erfolgt wahlweise unmittelbar über ein auf der Achse
der Riemenscheibe 41 sitzendes Reibrad 46 oder unter Zwischenschaltung eines weiteren
Reibrades 47. Dieses sitzt auf einer Wippe 48. Auf diese Weise kann die Schallplatte
auf beiden Seiten gespielt werden. Die genannte Wippe 48 ist in einer vertikalen
Wand des Winkelstückes des Träger 43 gelagert und trägt eine Blattfeder 49.
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Die Einrichtung zur Steuerung der Bewegungen des Tonarmes und der
Plattenentnahme und Rückgabe werden durch eine einzige Steuerscheibe 50 angetrieben,
deren Bewegung beginnt, wenn die Tastorgane der Sucheinrichtung auf ihrem Weg auf
ein Organ der Wähleinrichtung des Gerätes treffen.
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Die Wähleinrichtung besteht aus zwei übereinanderliegenden Tasten
51, 52, die senkrecht unterhalb jeder Schallplatte einrückbar in dem Hebel 22 angebracht
sind. Jede der beiden Tasten entspricht einer bestimm# ten Seite einer Schallplatte.
Durch Eindrücken der entsprechenden Taste, auf deren Vorderseite das jeweilige Musikstück
angegeben ist, erfolgt die Wahl.
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Die Sucheinrichtung weist zwei Fühler 53, 54 auf (Fig. 1 und 3), die
in gleicher Höhe mit den Tasten 51, 52 liegen; die beiden Fühler sitzen auf einer
gemeinsamen Achse 55. Der untere Fühler 53 sitzt fest auf der Achse, der obere Fühler
54 ist auf ihr lose drehbar angebracht. Jeder Fühler steht unter Einwirkung einer
Feder 56 bzw. 57 (Fig. 3), durch die er gegen einen Stift 58 gedrückt wird. Der
Fühler 54 trägt einen Finger 59, der ihn mit dem Finger 53 verbindet, wenn sich
letzterer im Sinne des Pfeils Fi (Fig. 3) bewegt. Der untere Arm des Fühlers 54
arbeitet mit einer Rolle 60 zusammen, die auf der Kontaktfeder 61 eines Schalters
62 angeordnet ist. Eine Schwenkung eines der Fühler 53 und 54 im Sinne des Pfeils
F1 betätigt diesen Schalter, da eine Schwenkung des Fühlers 53 auch eine Schwenkung
des Fühlers 54 zur Folge hat.
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Die Achse 55 wird von einem Bügel 63 gehalten (Fig. 1), der an einem
auf der Platte 13 gleitenden Stellhebel 64 angenietet ist. Der Stellhebel 64 bewirkt
die Schwenkung der gewählten Schallplatte: er ist unterhalb der Steuerscheibe 50
angeordnet, finit der er gemäß Fig. 2 durch einen Stift 65 in Verbindung steht,
der in eine an der Unterseite der Steuerscheibe vorgesehene Nut 66 eingreift.
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Die Nut 66 wird gemäß Fig. 2 aus den beiden Kurven 67, 68 gebildet.
Die Kurve 68 liegt konzentrisch zur Achse der Steuerscheibe, die Kurve 67 dagegen
stark exzentrisch. Die Steuerscheibe 50 sitzt auf einer Welle 69, die sich in einem
in der Platte 13 angebrachten Lager 70 drehen kann. Führt die Steuerscheibe, ausgehend
von ihrer Stellung gemäß Fig. 2, eine Umdrehung aus, so verschiebt sich der Stellhebel
64 während der ersten Vierteldrehung der Steuerscheibe von rechts nach links, bleibt
darauf während der folgenden halben Umdrehung stehen und kehrt schließlich während
der letzten Vierteldrehung der Steuerscheibe in seine Ausgangsstellung zurück.
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Der Stellhebel 64 trägt (Fig. 1 und 2) am oberen Ende der Achse 55
einen Haken 71, der unter Einwirkung einer Feder 72 gegen einen Anschlag 73 an diesen
gedrückt wird, ferner einen Haken 74, der am Ende einer Stange 75 angebracht ist,
die sich entgegen der Wirkung einer Feder 76 verschieben kann. Die Feder 76 legt
sich dabei gegen den Bügel 63 und gegen einen Kragen .der Stange 75. Der Stellhebel
64 ist schließlich gemäß Fig. 1 bzw. 2 noch fest mit einem an seiner Unterseite
befestigten Ansatz 77 und mit einem Stift 78 verbunden.
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Verschiebt sich der Stellhebel 64 von rechts nach links, so greift
das Ende des Hakens 74 in die Gabelung am Ende des Hebels 21 ein und v erschwenkt
letzteren, bis er die vertikale Lage erreicht, wonach der Hebel mit der Schallplatte
nach Überwindung des
Totpunktes infolge seines eigenen Gewichtes
gegen das Reibrad 46 fällt.
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Die Form und Länge der Gabelung des Hebels 21 und die Bewegung des
Stellhebels 64 (Fi.g. 1) sind derart festgelegt, daß die Antriebsscheibe 27 von
dein Reibrad 46 oder 47 festgehalten wird, bevor der Stellhebel 64 den äußeren Punkt
seiner Bewegung ganz erreicht hat. Auf diese Art wird die Feder 76 zusammengedrückt
und die Antriebsscheibe 27 mit elastischer Kraftwirkung gegen das Reibrad 46 gedrückt.
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Während der Rückwärtsbewegung des Stellhebels 64 greift das Ende des
Hakens 74 in die Gabelung der beiden Arme 23, 24 ein und verschwenkt den Hebel 21
mit der Schallplatte so weit, bis die ganze Anordnung unter Wirkung ihres eigenen
Gewichtes gegen den Arretierungsstift 79 fällt; hierbei wird der Haken 74 freigegeben
und kann der ihm vom Stellhebel 64 aufgezwungenen Rückwärtsbewegung folgen. Um eine
Verkantung der beiden Arme 23, 24 des Hebels 21 während der Schwenkbewegung unter
Einluuß der Schallplatte zu verhindern und die richtige Anlage der Antriebsscheibe
27 gegen das Reibrad 46 zu sichern, weist die Anordnung gemäß den Fig. 1 und 7 zwei
Führungsrollen 80 auf, die sich frei am Ende zweier an der Platte 13 befestigter
Arme 81 drehen können und zwischen denen der Hebel 21 geführt wird, sobald die gewählte
Schallplatte ihre Abspiellage einnimmt.
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Der Stellhebel bestimmt weiterhin den Drehsinn der gewählten Platte
und leitet die Endbewegung des Tonarmes 31 ein.
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Der Stellhebel 64 führt diese beiden Aufgaben unter Zuhilfenahme eines
Schlittens 82 (Fig. 2) aus, der auf der Platte 13 parallel zum Stellhebel 64 angeordnet
ist und sich axial zwischen zwei Stellungen verschieben kann, die durch eine aus
einer Blattfeder 83 bestehende Sperre und einen Stift 84 bestimmt sind. Die Blattfeder
ist auf einer der Wände des Trägers angeordnet und der Stift auf der Oberseite des
Schlittens 82. Der Schlitten 82 trägt an einem Ende einen Ansatz 85 und am anderen
Ende zwei Hülsen 86, 87, die mit je einer Anschlagschraube 88 und 89 ausgestattet
sind. Der Ansatz 85 arbeitet mit einer im Haken 71 vorhandenen Ausnehmung zusammen.
Die Anschlagschrauben 88 und 89 haben die Aufgabe, auf eine in der Achse 33 eingesetzte
Blattfeder 90 (Fig. 2 und 5) einen Druck auszuüben und dadurch auf die Achse ein
federnd angreifendes Drehmoment zu übertragen, das die Achse im einen oder anderen
Sinn inDrehung versetzen will, je nachdem, welche der beiden Schrauben mit :der
Blattfeder in Kontakt kommt. Der Schlitten 82 trägt ferner einen Stift 91, gegen
den sich die an der Wippe 48 befestigte Blattfeder 49 abstützt.
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Hat .der Schlitten die auf Fig. 2 gezeichnete Lage verlassen und eine
Lage eingenommen, in der der Stift 84 in die zweite Rast der Blattfeder 83 eingreift,
so verschwenkt der Stift 91 die Wippe 48, wodurch das Reibrad 47 zwischen Reibrad
46 und Antriebsscheibe 27 in den Übertragungsweg eingeschaltet und die Drehrichtung
der Schallplatte geändert wird. Während dieser Bewegung des Schlittens 82 hebt sich
die Anschlagschraube 88 von der Blattfeder 90 ab, und die Anschlagschraube 89 legt
sich gegen die andere Seite der Blattfeder. Die Bedingungen für die Verschiebung
des Schlittens werden an späterer Stelle erläutert.
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Die Betätigungseinrichtung für die Bewegung es Tonarmes 31 weist (Fi.g.
1 und 2) einen zweiten Stellhebel 92 auf, der in Verlängerung des ersten Stiftes
65 liegt und entlang der gleichen Achse wie dieser auf der Platte 13 unterhalb der
Steuerscheibe 50 gleiten kann. Der Stellhebel 92 trägt wie der Stellhebel 64 einen
Stift 93' auf, der in eine Nut 66 der Steuerscheibe 50 -eingreift, und zwar an einem
dem Stift 65 diametral gegenüberliegenden Punkt. Die Drehung der Steuerscheibe 50
drückt dem Stellhebel 92 eine Hin-und H.erbewegung auf, die der auf den Stellhebel
64 übertragenen Hin- und Herbewegung entspricht. Jedoch sind die beiden Steilhebelbewegungen
zeitlich verschoben, so daß der Stellhebel 92 unbeweglich bleibt, solange der Stellhebel
64 seine Hin- und Herbewegung ausführt, und umgekehrt.
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Der Stellhebel 92 trägt gemäß Fig. 1 einen Schrägansatz 93, gegen
den sich ein senkrecht liegender Stab 94 abstützt, dessen oberes Ende als Auflage
für den Tonarm 31 dient. Der Stab 94 wird in der oberen Wandung des Bügels 36 und
in der Brücke 37 geführt; er trägt einen axial verstellbaren Ring 95, der gemeinsam
mit einem schwenkbaren Anschlag 96 die jeweilige Winkellage des Tonarmes 31 bestimmt.
Der Anschlag 96 (Fig. 1 und 2) besteht aus einem Doppelwinkel und trägt eine Schraube
97; er ist bei 98 auf der Brücke 37 gelagert und steht unter Einwirkung einer Feder
99, durch die er gegen den Stab 94 gedrückt wird.
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Sobald sich der Stellhebel 92 nach links verschiebt (Fig. 1),
gleitet der Stab 94 auf den Schrägansatz 93 und verschiebt sich dabei durch sein
eigenes Gewicht nach unten, wobei der Tonarm 31 nachfolgt, bis sich der Ring 95
gegen den Anschlag 96 legt. In diesem Augenblick kommt der Tonarm 31 zum Stillstand,
und zwar gerade dann, wenn die Schraube 97, die auf der Bahn des Endes des Schrägansatzes
93 liegt, mit diesem in Berührung kommt. Der Anschag 96 wird dann entgegen der Wirkung
seiner Rückholfeder zurückgedrängt, wodurch der Stab 94 freigegeben wird und nach
unten gleiten kann. Dabei wird auch der Tonarm 31 freigegeben. Sobald sich der Tonarm
31 um einen gewissen Betrag gesenkt hat, berührt er einen Winkelhebel
100, der dabei auf einen Schalter 101 einwirkt; letzterer liegt auf der Rückwand
des Trägers und ist für die in Fig. 1 eingetragene Lage des Winkelhebels 100 geöffnet.
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Der Stellhebel 92 trägt (Fig. 1) auf seiner Unterseite einen
Stift 102 und zwei Finger 103 und 104 (Fig. 1 und 2). Zwischen letzteren liegt ein
auf der Achse 33 verkeiltes Plättchen 105, das zwei seitliche Rasten 106 und 107
aufweist. Der Stift 102 ragt durch eine Öffnung 108 der Platte 13 und hat die Aufgabe,
den unter der Platte 13 angeordneten Umschalter 109 zu betätigen, sobald der Stellhebel
92 seine äußerste linke Lage erreicht.
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Der Antrieb der Platte 13 und der Steuerscheibe 50 erfolgt über einen
gemeinsamen Motor 110 (Fig. 2). Die kinematische Übertragung besteht gemäß Fig.5
aus einer Kette 111, die ein auf der Motorwelle sitzendes Ritzel 112 und ein auf
der Welle 69 angebrachtes Ritzel 113 miteinander verbindet, ferner aus einem über
eine Federkupplung 115 mit dem Ritzel 113 verbundenen Antriebsritzel 114, einer
zwischen der Steuerscheibe 50 und der zugehörigen Welle 69 angeordneten Verklinkung
116 und einem Zahnkranz 117, der auf einem auf der Platte 12 befestigten Hohlzylinder
118 aufgeschrumpft ist. Bei umlaufender Platte 13 rollt das Antriebsritzel 114 auf
diesem Zahnkranz ab.
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Treibt der Motor 110 die Welle 69 im Uhrzeigersinn an, so arbeitet
lediglich die Federkupplung; infolgedessen dreht sich nur die Platte 13. Dreht sich
dagegen die Welle 69 entgegen dem Uhrzeigersinn, so arbeitet lediglich die Verklinkung
116; als Folge davon
dreht sich nur die Steuerscheibe 50 auf der
in Ruhe bleibenden Platte 13.
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Die Antriebsmotoren 19 und 110 werden gemäß Fig. 1 durch eine auf
einem Sockel 10 an einem Klotz 145 angeordneten Bürstenreihe 119 und eine Reihe
von umlaufenden. unterhalb der Platte 13 angebrachten Bürsten 120' gespeist. Die
mit den Bürsten zusammenwirkenden Stromabnehmer werden durch Zuleitungen verbunden,
die durch den Hohlzylinder 118 geführt sind.
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Der Automat weist ferner eine Verriegelung der Platte 13 auf und eine
Vorrichtung, die einen Schalter 120 öffnet, wenn die Platte 13 eine Umdrehung von
360° ausgeführt hat, ohne daß einer der Fühler 53, 54 auf eine .der beiden Tasten
51, 52 gestoßen ist.
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Die Verriegelungsvorrichtung besteht gemäß den Fig. ? und -1 aus einem
auf der Platte 13 befestigten Elektromagneten 121. Der Anker des Magneten durchdringt
die Platte 13 und verlängert sich nach unten in einem Stift 122; der Anker unterliegt
der Einwirkung einer Feder 123. die ihn bei stromloser Magnetspule in eine der in
einem Lochkranz vorgesehenen Bohrungen drückt, deren Zahl der Anzahl der Schallplatten
entspricht. Greift der Stift 122 des Ankers in eine der Bohrungen ein, so liegt
der Tonarm 31 einer Schallplatte gegenüber. Bei erregtem Elektromagnet 121 zieht
der Anker mit dem Stift 122 an, und die Platte 13 ist entriegelt.
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Die Vorrichtung zur Öffnung des Schalters 120 (Fig. 3) liegt unter
der Platte 13 und besteht einmal aus einem Gewindebolzen 125, der fest mit der Nabe
einer der Rollen 14 verbunden ist, sowie aus einem Messer 126, dessen Schneide in
das Gewinde des Gewindebolzens 125 eingreift. Das Messer wird von einem Gleitschuh
127 getragen, dessen Träger 128 an einem Zapfen 129 an der Platte 13 angelenkt ist.
Der Gleitschuh 127 trägt seitlich einen Ansatz 130, der mit einem Stift 102 zusammenwirkt,
der über eine Rolle 132 und eine Blattfeder 133 den Umschalter 109 betätigt. Der
Träger 128 weist einen Ansatz 131 auf, der mit dem Elektromagneten 134 zusammenwirkt.
Der Gleitschuh 127 ist mit einer Feder 135 verbunden, die auf ihn und auf den Träger
128 eine federnde Kraft ausübt. derzufolge das Messer gegen den Gewindebolzen 125
gepreßt und der Gleitschuh 127 in Richtung des Zapfens 129 gedrückt wird.
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Dreht sich der Gewindebolzen 125, so folgt das Messer den Gewindegängen,
und der Gleitschuh 127 verschiebt sich längs des Bolzens. Wird auf die aus dein
Gleitschuh 127 und seinem Träger 128 gebildete Anordnung während einer folgenden
Drehung der Platte 13 weder durch den Elektromagneten 134 noch durch den Stift 102
eingewirkt, so drückt das Ende des Gleitschuhs 127 am Ende seines Weges gegen die
innere Kontaktfeder des Schalters 120, wobei sich dieser öffnet. Wird dagegen der
Elektromagnet vom Strom durchflossen, sei es während der Verschiebung des Gleitschuhes
127 oder nach Öffnung des Schalters 120, oder drückt der Stift 102 gegen den Ansatz
130 (was unmittelbar vor dem Abspielen der Platte eintritt, so löst sich das Messer
aus den Gewindegängen und nimmt unter Einfluß der Feder 135 seine Lage im ersten
Gewindegang des Gewindebolzen 125 wieder ein.
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Der Spielautomat weist schließlich noch eine Sperre 136 auf, die dazu
bestimmt ist, die Ruhelage der Steuerscheibe genau festzulegen. Ferner ist eine
Abbürsteinrichtung 137' für die Saphire vorhanden.
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Im vorausgehenden wurde der Plattenspielautomat in seiner Gesamtheit
beschrieben und seine Funktionsveise bruchstückhaft erläutert. Im folgenden soll
unter Verwendung des elektrischen Schaltbildes der Fig.8 im einzelnen dargelegt
werden, wie die verschiedenen Teilbewegungen der einzelnen Elemente gesteuert und
aufeinander abgestimmt werden.
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Der Plattenspielautomat setzt sich in Bewegung, sobald ein Hörer durch
Drehen des vor ihm liegenden Tragringes 11 und Eindrücken der entsprechenden Taste
das gewünschte Musikstück gewählt und den Druckknopf 137 betätigt hat. Sofern es
sich um ein Gerät mit Vorauszahlung handelt, wird dieser Druckknopf in Abhängigkeit
von einer derTasten 51 oder 52 betätigt, die verriegelt bleiben, bis der Geldbetrag
für das Abspielen eingezahlt ist. Im folgenden sei zwecks Erläuterung der Wirkungsweise
angenommen, daß beide Seiten einer Platte gewählt und infolgedessen zwei übereinanderliegende
Tasten 51, 52 betätigt worden sind. In diesem Augenblick ist das Gerät spielbereit,
und alle beweglichen Teile, einschließlich der elektrischen, nehmen die in den Zeichnungen
dargestellte Lage ein.
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Durch Betätigen des Druckknopfes 137 (Fig.8) wird der Bewegungsablauf
ausgelöst und ein Stromstoß auf den Elektromagneten 134 gegeben, der eine Schwenkung
des Trägers 128 verursacht (Fig.3). Diese Schwenkung bewirkt -die Rückführung des
Gleitschuhes 127 gegen den Zapfen 129 sowie das Eingreifen eines Messers 126 in
den ersten Gewindegang des Gewindebolzens 125 und schließlich das Schließen des
Schalters 120 (Fig. 3 und 8).
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Der elektrische Stromkreis des Spielautomaten ist damit geschlossen,
und der erste Abschnitt des Bewegungsablaufs beginnt. Der Motor 110 setzt sich in
Bewegung; der Elektromagnet 121 hält seinen Anker mit dem Stift 122 angezogen. Der
Schalter 62, der den Drehsinn des Motors 110 bestimmt, ist in der dem Antrieb der
Platte 13 entsprechenden Stellung; für diesen Drehsinn ist die Federkupplung 115
wirksam und die Verklinkung 116 außer Betrieb. Die Platte 13 beginnt sich zu drehen,
und die Fühler 53 und 54 nehmen ihre Suchbewegung auf.
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Wenn die beiden Fühler vor den beiden eingedrückten Tasten ankommen,
kommt zunächst der untere Fühler 53 mit der ihm zugeordneten Taste 51 in Kontakt,
da die Fühler leicht gegeneinander versetzt sind. Der Fühler 53 wird unter Einwirkung
der Taste verschwenkt und nimmt den Fühler 54 mit, der mit ihm durch den Finger
59 und die gemeinsame Achse 55 verbunden ist.
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Die Schwenkung des Fühlers 54 verursacht eine Schwenkung der Kontaktfeder
61 und damit die Betätigung des Schalters 62, wodurch sich der Drehsinn des Motors
110 umkehrt.
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Diese Umkehrung erfolgt am Ende des ersten Bewegungsabschnittes und
hat eine Änderung des Drehsinns der Welle 69 zur Folge sowie die Abschaltung des
Elektromagneten 121. Dadurch fällt der Magnetanker unter Wirkung seiner Feder in
eine der unter ihm liegenden Bohrungen und blockiert die Platte 13.
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Gleichzeitig wird die Welle 69 über die Verklinkung 116 fest mit .der
Steuerscheibe 50 verbunden. In diesem Augenblick, der den Beginn des zweiten Bewegungsabschnittes
kennzeichnet, beginnt sich die Steuerscheibe 50 zu drehen. Während der ersten Vierteldrehung
der Steuerscheibe bleibt der Stellhebel 92 in Ruhe, während sich der Stellhebel
64 von links nach rechts verschiebt und dabei auf die an früherer Stelle beschriebene
Weise den Hebel 21 mit der gewählten Schallplatte verschwenkt.
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Im Verlauf dieser Bewegung führt der Stellhebel 64 (Fig. 3) zwei weitere
Arbeitsbewegungen aus, und
zwar durch Vermittlung des Fühlers 53,
der mit seinem Ende 53a die untere Taste 51 erfaßt und in die Ausgangslage zurückführt,
sowie durch Vermittlung des Hakens 71, der den Ansatz 85 am Schlitten 82 mitnimmt
und letzteren in eine Lage bringt, die durch die zweite Rast an der Blattfeder 83
festgelegt ist. Sobald sich der Fühler 53 von der Rolle 60 löst, wird der Schalter
62 vom Ansatz 77 in seiner Stellung gehalten, der an die Stelle des Fühlers 54 tritt.
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DieVerschiebung des Schlittens 82 von seiner ersten in seine zweite
Lage hat, wie vorausgehend beschrieben, eine Richtungsumkehr der Beanspruchung der
Blattfeder 90 zur Folge, ferner eine Umkehrung der Drehrichtung der gewählten Schallplatte
durch Verschwenkun.g der Wippe 48.
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Wenn die Steuerscheibe -das zweite Viertel ihrer Drehung beginnt und
damit den Anfang des dritten Bewegungsabschnittes einleitet, ist die Schallplatte
an ihrem Platz, und ihr erforderlicher Drehsinn ist abhängig von der zu spielenden
Plattenseite festgelegt.
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Während des gesamten dritten Bewegungsabschnittes bleibt der Stellhebel
64 in Ruhe, während sich der Stellhebel 92 von rechts nach links verschiebt. Dabei
senkt sich der Tonabnehmer in der beschriebenen Weise bis zur Höhe der ersten Schallplattenrille.
Unterdessen liegen die beiden Finger 103 und 104 längs der Ränder des Plättchens
105. Sobald der Tonabnehmer der ersten Rille der Schallplatte gegenüberliegt, erreicht
der Stellhebel 92 eine Lage, für welche die beiden Finger 103 und 104 am
Anfang der Rasten 106 und 107 ankommen. Dadurch erhält das Plättchen 105 in seiner
Winkellage eine gewisse Beweglichkeit; es gibt .der auf die Blattfeder 90 erfolgenden
Einwirkung nach und dreht die Achse 33 im Sinne dieser Einwirkung. Infolge dieser
Drehung der Achse 33 wird die Abtastnadel 17 an die erste Plattenrille herangeführt.
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Dies erfolgt, gerade bevor der Stellhebel 92 das Ende seiner Bewegung
erreicht, d. h. unmittelbar bevor der Stift 102 den Umschalter 109 betätigt und
den Gleitschuh 127 durch Einwirkung auf seinen Ansatz 130 in seine Ausgangslage
zurückführt.
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Die genannte Umschaltung findet gerade statt, wenn der Anker .der
Sperre 136 in eine der beiden Rasten der Steuerscheibe 50 eingreift, d. h. nach
genau einer halben Umdrehung der Steuerscheibe; sie bewirkt die Abschaltung des
Motors 110 und die Einschaltung des Antriebsmotörs 19: Das Gerät beginnt, das erste
gewählte Stück zu spielen.
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Je weiter die erste Platte abgespielt wird, desto weiter senkt sich
der Tonarm 31. Ist das erste Stück beendet, d. h., hat die Abtastnadel 17 die letzte
Rille der Schallplatte durchlaufen, so berührt der Tonarm 31 den Winkelhebel 100,
was das Schließen des Schalters 101 zur Folge hat.
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Dieses Schließen des Schalters 101 kennzeichnet den Beginn des vierten
Bewegungsabschnittes und verursacht .die erneute Speisung des Motors 110, der die
Steuerscheibe 50 wiederum im gleichen Drehsinn antreibt. Die Steuerscheibe führt
das dritte Viertel ihrer Umdrehung aus; während diesesAbschnittes bleibt der Stellhebel
64 unbeweglich, der Stellhebel 92 kehrt in seine Ausgangslage zurück. Im
Verlauf seiner Bewegung schaltet der Stellhebel den Umschalter 109 um, der, vom
Stift 102 freigegeben, in seine Ausgangslage zurückkehrt. Diese Umschaltung ändert
jedoch nichts am Lauf des Motors 110, der weiterhin unter Spannung bleibt.
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Im Verlauf der weiteren Bewegung des Stellhebels 92 gelangt der Tonarm
31 durch eine leichte seitliche Bewegung in .die Ebene der Schallplatte, wobei die
Finger 103 und 104 wiederum an den geradlinig verlaufenden Rändern des Plättchens
105 anliegen. Darauf wird der Stab 94 vom Schrägansatz 93 angehoben und der Tonarm
31 in seine Ruhelage zurückgeführt. Während der Aufwärtsbewegung des Tonarmes hat
der Anschlag 96 unter Einwirkung seiner Rückholfeder seine Ausgangslage eingenommen,
und der Schalter 101 hat sich geöffnet und den Stromkreis für den Antriebsmotor
19 aufgetrennt. Der Motor 19 steht infolgedessen still.
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Am Ende dieses vierten Bewegungsabschnittes ist der Tonarm 31 in seine
Ruhelage zurückgekehrt. Nun beginnt der fünfte Bewegungsabschnitt, der dem letzten
Viertel der Drehung der Steuerscheibe entspricht. Im Verlauf dieses Abschnittes
bleibt der Stellhebel 92 in Ruhe, während der Stellhebel 64 in seine Ausgangslage
zurückkehrt und dabei, wie bereits erwähnt, die Rückführung der abgespielten Platte
in ihre Ausgangslage bewirkt. Die Aufgabe des Stellhebels 64 während dieses Bewegungsabschnittes
ist nicht allein hierauf beschränkt, sondern besteht ferner darin, den Schlitten
82 in seine Anfangsstellung zu bringen, was unter Zwischenschaltung des Stiftes
78 erfolgt, der sich gegen den Ansatz 85 des Schlittens legt.
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In dem Augenblick, in dem der fünfte Bewegungsabschnitt zu Ende geht,
erreicht die Rolle 60 das Ende des Ansatzes 77. Der Fühler 53 hat auf die in seinem
Weg liegende Taste 51 eingewirkt und erreicht im Verlauf der Rückkehr des Stellhebels
64 unter Wirkung seiner Feder 56 wieder seine Ruhelage; die Rolle 60 wird jedoch
vom Fühler 54 in ihrer Lage gehalten. Der Fühler 54 drückt seinerseits gegen die
Taste 52, die infolge der räumlichen Versetzung der Fühler 53 und 54 an ihrem Platz
blieb; der Umschalter 62 wird daher nicht betätigt, und der Motor 110 treibt weiterhin
die Steuerscheibe 50 an. Das auf diese Weise eingeleitete neue Arbeitsspiel hat
nicht genau den gleichen Verlauf wie das vom unteren Fühler 53 ausgelöste, da der
lose auf der Welle 55 sitzende Fühler 54 .den Haken 71 nicht verschwenkt.
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Unter diesen Umständen hat die Beibehaltung der Umlegung des Schalters
62 wie vorher die Drehung der Steuerscheibe 50 und die Betätigung der Stellhebel
64 und 92 zur Folge, jedoch bleibt der Schlitten 82 in der in der Zeichnung eingetragenen
Lage. Daher wird das Reibrad 47 nicht in den Antrieb der Schallplatte eingeschaltet,
und die Achse 33 dreht sich unter Wirkung der Anschlagschraube 88 im Uhrzeigersinn,
sobald die Finger 103 und 104 am Stellhebel 92 den Anfang der Rasten 106 und 107
erreichen. Diese beiden Folgen ergeben sich aus dem Stillsetzen der Platte 13 durch
die obere Taste, die der zweiten Seite der Schallplatte zugeordnet ist, da ja nunmehr
die Abtastnadel 18 mit der Schallplatte zusammenwirkt.
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Von diesem Unterschied abgesehen, verlaufen die einzelnen Bewegungsabschnitte
wie beim Abspielen der .ersten Schallplattenseite. Sobald .die zweite Plattenseite
abgespielt ist, kehren alle Teile in ihre Ausgangslage zurück, und die Platte 13
nimmt ihre Drehung wieder auf; nachdem sie sich um 360° gedreht hat, öffnet der
Gleitschuh 127 den Schalter 120, wodurch das Wechselwerk des Gerätes stillgesetzt
ist.