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Plattenspielgerät mit einer selbsttätigen Ausschaltvorrichtung Die
Erfindung betrifft ein Plattenspielgerät mit Stapelachse und einem ein- und ausschaltbaren
Wechselwerk zur Steuerung der Schaltbewegung des Tonarmes, einer selbsttätigen Startvorrichtung
zum Kuppeln des Wechselwerksantriebes mit einer ständig umlaufenden Antriebswelle
und einer bei Erschöpfung des Plattenvorrates betätigten Motorausschaltvorrichtung.
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Die bekannten Plattenspielgeräte der obenerwähnten Art haben, um zusätzlich
zum Ein- und Ausschalten auch den Plattenwechsel einleiten zu können, eine Mehrzahl
von Teilen mit einer Mehrzahl von Betätigungshebeln und sonstigen Schaltelementen.
Die Erfindung will diese Einrichtungen vereinfachen.
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Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zum Kuppeln des Zwischenantriebes
zwischen der ständig umlaufenden Welle und der Steuerscheibe des Wechselwerkes ein
Hebel vorgesehen ist, der einerseits mit einem Mitnehmer, der nach Abspiel einer
Platte wirksam werdenden Startvorrichtung verbunden ist und zusätzlich von einem
einzelnen Steuerglied betätigt werden kann, das mit dem Motorschalter und zusätzlich
mit einem Hebel zum Ausschalten des Gerätes bei erschöpftem Plattenvorrat gekuppelt
ist.
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Bei dieser Ausführung des Plattenspielgerätes besteht der ganze Betätigungsmechanismus
nur aus drei Teilen, und zwar dem Betätigungshebel für das Getriebe, dem Betätigungshebel
für den Motorschalter und dem willkürlich bedienbaren Betätigungsglied.
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Es sind die beiden Betätigungshebel schwenkbare Hebel, und das Betätigungsglied
ist ein längliches Glied, das in seiner Längsrichtung derart beweglich angeordnet
ist, daß ein Teil seiner Hubbewegung die Betätigung des Schalthebels bewirkt, während
ein anderer Teil der Hubbewegung die Betätigung des Getriebehebels bewirkt.
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Während die bisherigen Bemühungen zur Vereinfachung der Plattenspielgeräte
sich auf das Schaltwerk bezogen, mußte man in der Praxis bisher neben einem einfachen
Schaltwerk für dessen Betätigung eine verhältnismäßig umfangreiche Vorrichtung verwenden;
nunmehr wird erfindungsgemäß auch diese erheblich vereinfacht.
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Die Erfindung ermöglicht außerdem bei Verwendung des Gerätes als Einzelspieler,
das Abstellen in einfacher Weise ohne Benutzung des Schaltwerkes zu bewirken.
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Dabei kann das Gerät bei mehreren Geschwindigkeitsstufen des Plattentellers
als Plattenwechselgerät mit optimaler Wechselgeschwindigkeit für z. B. zwei Plattentellergeschwindigkeiten
ausgebildet und die Möglichkeit vorgesehen werden, das Gerät bei einer dritten Plattentellergschwindigkeit
nur als Einzelspielgerät zu verwenden.
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Erfindungsgemäß kann dabei bei Einstellung einer vorbestimmten Plattentellergeschwindigkeit
der Hebel für das Getriebeeinrücken blockiert werden.
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Zusätzlich ist der Betätigungshebel für das Getriebe derart beweglich
angeordnet, daß er in blokkiertem Zustand den Schalterbetätigungshebel zum Abstellen
des Gerätes schwenken kann.
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Die Erfindung wird im folgenden näher an Hand der Zeichnungen erklärt.
Es bedeutet F i g. 1 eine perspektivische, teilweise zerlegte Ansicht der Hauptteile
des Steuermechanismus des Plattenspielers, F i g. 2 einen senkrechten Schnitt durch
die in F i g. 1 dargestellten Teile, F i g. 3 eine perspektivische, teilweise zerlegte,
der F i g. 1 ähnliche Ansicht einer Abwandlung des Plattenspielers, F i g. 4 einen
schematischen Grundriß der Hauptteile des Steuermechanismus des in F i g. 4 dargestellten
Plattenspielers.
Der Plattenspieler nach F i g. 1 und 2 enthält
einen drehbaren Plattenteller, von dem zur Erleichterung der Übersicht über die
anderen Teile nur eine drehbare Mittelbuchse 14 gezeigt ist. Der Plattenteller
wird über ein Getriebe mit einer Mehrzahl von wählbaren Geschwindigkeiten von einem
(nicht dargestellten) elektrischen Motor angetrieben, in dessen Stromkreis ein Schalter
80 liegt. Eine Stapelachse 16 kann einen Stapel von nacheinander an
den Plattenteller abzugebenden Platten tragen. Zur Bewegung des den Tonabnehmer
und Schaltmittel tragenden Tonarmes ist ein Getriebe vorgesehen, das aus einer drehbar
gelagerten Steuerscheibe 30 besteht, die zeitweise während des Wechsels von einem
mit der Mittelbuchse verbundenen Antriebsritzel 32 angetrieben werden kann, und
ferner ein Zwischenzahnrad 34 enthält, das durch Verschieben senkrecht zur Lagerwelle
mit dem Antriebsritzel gekuppelt werden kann.
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Ein solcher schwenkbarer Einrückhebe150 steht mit dem Zwischenrad
34 in Antriebsverbindung, um dieses mit dem Antriebsritzel 32 zu kuppeln. Ein bei
Beendigung des Abspielens einer Schallplatte betätigter Mitnehmer 44 steht
in Antriebsverbindung mit dem Einrückhebe150 und schwenkt diesen in Einrückrichtung,
sobald der Mitnehmer 44 betätigt wird. Ein schwenkbarer Einschalthebel
76 steht in Antriebsverbindung mit dem Motorschalter 80. Ein handbetätigtes
Steuerorgan 60 ist hin- und herverschiebbar gelagert und mit dem Einschalthebel
76
sowie mit dem Einrückhebel 50 so gekuppelt, daß es den Einschalthebel
76 aus der Ausschaltstellung in die Einschaltstellung schwenkt und auf einem
anderen Teil seines Hubs den Einrückhebe150 in seiner Einrückrichtung bewegt. Endlich
ist ein Fühlorgan 70 der Kurvenscheibe 30 zugeordnet, das den Einschalthebel
76 in die Ausschaltstellung bringen kann; die Konstruktion ist so beschaffen, daß
das Fühlorgan 70 nur bei Abwesenheit von Platten auf der Mittelachse zur Wirkung
gebracht werden kann.
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Im einzelnen enthält der Plattenspieler eine Grundplatte oder Chassisplatte
10 mit einer den Plattenteller aufnehmenden Vertiefung 12. Eine feststehende
Hohlspindel ist in der Mitte der Vertiefung 12 befestigt; sie trägt die Tellerbuchse
14 und nimmt die Stapelachse auf. Diese ist in der dargestellten Ausführungsform
mit einem Absatz 18 versehen, der oberhalb des Plattentellers einen Stapel von Platten
trägt, die nacheinander an den Teller angegeben werden.
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Der Tonarm 20 wird von einem feststehenden Ständer 22 getragen und
ist sowohl horizontal als auch in senkrechter Richtung schwenkbar gelagert. Auf
der senkrechten Tonarmachse befinden sich zwei Arme 24 und 26, wovon
der Arm 24 fest mit der Tonarmachse verbunden und mit dem Tonarm verschwenkbar
ist. Dieser Arm ist ein Betätigungsorgan für einen Auslösemechanismus. Der Arm 26
ist als Kurvenfühler ausgebildet und trägt nahe seinem Ende ein Tastorgan, das in
Rillen der Steuerscheibe 30 geführt wird, wodurch die waagerechten Schwenkbewegungen
des Tonarmes gesteuert werden. Im übrigen entspricht die Steuerscheibe den bei den
Plattenwechslern üblichen Steuerscheiben.
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Die Steuerscheibe 30 ist unter der Chassisplatte
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um einen feststehenden Zapfen 28 drehbar gelagert. Das Zwischenrad 34 kann
eine begrenzte Radialbewegung gegenüber der Plattentellermitte ausführen. Diese
wird ihm durch einen Zapfen 36 erteilt, der durch ein Langloch in der Chassisplatte
10 hindurchragt. Der Zapfen 36 trägt auf jeder Seite der Chassisplatte ein
Paar Unterlagscheiben 54.
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Die Steuerscheibe hat eine Lücke in der Verzahnung, und das Unterbrechen
ihres Antriebes wird durch Ausrücken des Zwischenrades 34 aus dem Zahnrad 32 bewirkt,
indem dieses unter dem Einfluß einer Feder 38 in radialer Richtung von der Tellermitte
weg in die Umfangsausnehmung der Kurvenscheibe bewegt wird. Zahnräder mit Lücke
in der Verzahnung sind Stand der Technik bei Wechselwerken an Plattenspielern, und
es sind ebenfalls eine Reihe von Vorschlägen bekannt, dieses Zahnrad mit Lücke bei
Beginn des Wechsels durch ein weiteres Betätigungsglied so zu bewegen, daß die Verzahnung
erneut in den Eingriff mit dem Antrieb gelangt und der Wechselvorgang beginnt, z.
B. erfolgt das Ein-. rücken durch einen Hebel.
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Die Verbindung des Zwischenrades 34 mit dem Antriebsritzel
32 wird durch einen Auslösemechanismus bewirkt, der aus einem auf einem festen Zapfen
42 entgegen einer einstellbaren Reibung verschwenkbar gelagerten Hebel 40 und aus
einem Mitnehmer 44 besteht, der sowohl verschwenkbar als auch in Abhängigkeit
der Verbindung seines Endes mit einem mit der Plattentellerachse verbundenen drehbaren
Nocken 46 verschiebbar gelagert ist. Der Mitnehmer 44 wirkt mit einer begrenzten
Teilfläche des Hebels 40 in Form einer Rippe 41 auf dessen oberen
Oberfläche derart zusammen, daß der Mitnehmer 44 (in F i g. 2) durch das Zusammenwirken
mit dem rotierenden Nocken 46 in Uhrzeigerrichtung zurückgeschwenkt wird, solange
der Tonabnehmer einer' Tonrille der abzuspielenden Platte folgt. Wenn nach dem Abspielvorgang
der Tonarm mit höherer Geschwindigkeit nach einwärts schwingt, werden die beiden
Auslösehebel ebenfalls schnell nach einwärts geschwenkt, wobei der Nocken 46 das
Ende des Mitnehmers 44 trifft und eine Hubbewegung dieses Hebels bewirkt.
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Der Mitnehmer 44 ist um einen Zapfen 48 auf dem Hebel
50 drehbar gelagert, wobei der Hebel 50 seinerseits um einen Zapfen 52 verschwenkbar
angeordnet ist. Die Hubbewegung des Mitnehmerhebels 44 bewirkt eine Verschwenkung
des Hebels 50 um den Zapfen 52 in Uhrzeigerrichtung, wie aus F i g. 1 ersichtlich,
wobei ein gebogenes Kurvenstück 51 des Hebels 50 mit der oberen der beiden Unterlagscheiben
54 in Verbindung tritt, -die mit dem Zapfen 36 derart verbunden sind, daß das Zwischenrad
34
radial in Richtung zum Plattenspielerzentrum verschoben wird und daher
eine Kupplung mit dem Antriebsritzel32 erfolgt.
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Die Steuerscheibe 30 ist auf ihrem ganzen Umfang auch in der Lücke,
die die Entkupplung des Zwischenrades 34 steuert, mit Zähnen versehen; um einen
sofortigen Beginn der Drehung der Kurvenscheibe sicherzustellen, sobald das Zwischenrad
34
und das Antriebsritzel 32 miteinander gekuppelt werden.
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Es ist auch möglich, eine elastische Vorspannung' für die Kurvenscheibe
30 vorzusehen, die in deren Ruhestellung in Richtung des Pfeiles A wirkt.
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Der Anlauf der Kurvenscheibe in der nachstehend beschriebenen Art
kann für das Abspielen einer Platte auch durch eine Betätigung des Hebels 50 von
Hand ausgelöst werden. Zu diesem Zweck ist eine
Steuerwelle 56 mit
einem (nicht dargestellten) Betätigungsknopf in der Nähe einer Ecke des Chassis
10 drehbar montiert. Die Steuerwelle besitzt einen radial angeordneten Winkelhebel
58, mit dem das längliche Steuerglied 60 drehbar verbunden ist. Das Steuerglied
60 ist in der Nähe des anderen Endes in einem Schlitz im Chassis 10 geführt
und in der dargestellten Art gebogen. Sobald die Steuerwelle 56 im Gegenzeigersinn
gedreht wird, berührt, wie ohne weiteres ersichtlich, das rechte Ende des Steuergliedes
60 die Stirnseite des Hebels 50, wie in F i g.1 gezeigt, und verdreht dadurch diesen
Hebel derart, daß eine Kupplung zwischen dem Zwischenrad 34 und dem Antriebsritzel
32 entsteht, in derselben Art, wie dies mit Wirkung des Mitnehmerhebels 44 erreicht
wird.
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Die Rillenanordnung der Steuerscheibe, welche die Verschwenkbewegungen
des Tonarmes steuert, sei im folgenden kurz erläutert. In der Oberfläche der Steuerscheibe
ist eine Spielausnehmung b2_ vorgesehen, die sich bis zur Peripherie der Kurvenscheibe
erstreckt und einen Auslaß in Form einer Rille 64 aufweist, der in eine einwärts
führende Rille 66 die Fühlspur leitet. Eine Rille erstreckt sich in die Spielausnehmung
62, und eine Abschaltrille 68 verläuft parallel zur Peripherie der Kurvenscheibe
und mündet in die Spielausnehmung 62 zur automatischen Steuerung des Anlaufens des
Plattenspielgerätes. Der Hebel 70 ist um einen Zapfen 72 auf der oberen Oberfläche
der Kurvenscheibe drehbar angeordnet und weist einen Teil auf, der in die Bahn der
Ausschaltrille reicht, so daß dann, wenn der Steuerzapfen am Steuerzapfenarm durch
die Abschaltrille 68 gleitet, dieser Arm 70 in Uhrzeigerrichtung um den Zapfen 72
verdreht wird und dabei einen Anschlag 74 am Hebel 76, der um einen festen Zapfen
78 drehbar gelagert ist, herbeiführt. Der Hebel 76
weist einen Betätigungsteil,
beispielsweise einen Zapfen, zur Betätigung des Schalters 80 auf. Dabei ist der
Hebel 76 zwischen zwei äußeren Lagen, einer Einschaltstellung und einer Ausschaltstellung
bewegbar angeordnet und wird durch eine Schnappfeder 82 beeinflußt, so daß der Hebel
76 lediglich eine dieser beiden Endlagen einnehmen kann. Wie ersichtlich,
ist die Einschaltlage die in F i g. 1 dargestellte Lage und die Ausschaltlage ist
eine Lage des Hebels 76 in der dieser in Uhrzeigerrichtung gegenüber der dargestellten
Lage verschwenkt ist.
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Das verschiebbare Steuerglied 60 ist so ausgebildet und angeordnet,
daß es den Hebel 76 betätigen kann. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel greift
das rechte Ende des Steuergliedes 60 in eine Ausnehmung im Hebel 76 in einer
derartigen Weise ein, daß bei Bewegung des Steuergliedes 60 nach rechts eine Verschwenkung
des Hebels 76 in die Ausschaltlage bewirkt wird, während bei Verschiebung des Steuergliedes
60 nach links der Hebel 76 in die Einschaltlage verschwenkt wird. Diese Anordnung
ist so ausgebildet, daß das Ende des Steuergliedes 60 nach Verschwenkung des Hebels
76 in die Einschaltlage von dem genannten Hebel entkuppelt wird und bei weiterer
Bewegung nach links in Wirkverbindung mit dem Hebel 50 tritt und dabei noch weiter
nach links bewegt werden kann, so daß es den Hebel 50 in derselben Richtung verschwenkt,
wie dies durch die Wirkung des Mitnehmers 44 erfolgt, d. h. eine Verbindung zwischen
dem Zwischenrad 34 und dem Antriebsritzel 32 herstellt. Mit anderen Worten, der
letzte Teil des Hubs des Steuergliedes 60 stellt einen Auslösehub dar, der
das Wechselwerk anlaufen läßt.
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Der Schalter 80 kann entweder selbsttätig durch die Kurvenscheibe
in Abhängigkeit von der Wirkung der Stoppspur oder von Hand aus durch Betätigung
des Steuerknopfes an der Steuerwelle 56 betätigt werden. Wenn der Steuerknopf aus
der Haltestellung in eine Richtung gedreht wird, wird zuerst die Bewegung des Schalthebels
76 in die Einschaltstellung eingeleitet, wodurch der Schalter geschlossen wird,
und anschließend wird der Hebel 50 zum Start der Kurvenscheibe betätigt.
Dies bedeutet, daß das Steuerglied 60, wenn es nur einen Teil seines Hubes bewegt,
lediglich ein Anlaufen des Motors des Plattenspielgerätes bewirkt, ohne den Wechselmechanismus
zu betätigen, wodurch der Plattenspieler als Einzelspieler benutzt werden kann,
bei dem nach dem Abspielen einer einzigen Platte der Auslösemechanismus betätigt
wird und den Steuermechanismus zur Hebung des Tonabnehmers von der Platte wirksam
werden läßt und ihn in die Ausschaltstellung führt. Falls beabsichtigt ist, das
Plattenspielgerät als Plattenwechsler zu benutzen, wird ein Stapel von Platten auf
den Absatz 18 der Stapelachse gelegt und der Steuerknopf so weit bewegt, daß das
Steuerglied 60 über seinen ganzen Hub verschoben wird. Es ist ersichtlich, daß durch
diese Ausbildung eine große Einfachheit der einzelnen Teile ermöglicht ist.
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Das in den F i g. 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Plattenspielers
enthält dieselben Grundelemente, wie sie bereits im Zusammenhang mit den F i g.
1 und 2 beschrieben sind und die dieselben Bezugszeichen tragen wie in den F i g.
3 und 4.
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Zusätzlich jedoch weist das Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 und
4 Mittel auf, um den Wechslermechanismus für eine bestimmte Geschwindigkeit des
Plattentellers außer Betrieb zu setzen. Ein Sperrglied 111 ist für den Hebel 50
in Form eines Hebels vorgesehen, der im Punkt 113 verschwenkbar montiert ist. Dieser
Hebel kann zwischen einer wirksamen Lage, wie sie in der F i g. 4 strichliniert
dargestellt ist, und einer unwirksamen Lage, entsprechend den ausgezogenen Linien,
verschwenkt werden. In der wirksamen Lage ist der Hebel 113 mit einem Anschlag 115
in Wirkverbindung mit dem linken Ende des Hebels 50.
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Die Auswahl der wirksamen und unwirksamen Lagen des Sperrgliedes 111
erfolgt in Abhängigkeit von der Geschwindigkeitswahl mittels eines Stiftes 117,
der sich vom Geschwindigkeitswählknopf 59 nach unten erstreckt und mit einer Steuerfläche
119,
die am zum Anschlag 115 entgegengesetzten Ende des Sperrgliedes
111 liegt, zusammenwirkt.
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Darüber hinaus ist in der Einrichtung nach den F i g. 3 und 4 im Hebel
50 ein Schlitz 120 vorgesehen, um dem Hebel 50 eine Bewegung relativ gegenüber seinem
Zapfen 52 zu ermöglichen und dadurch auch ein Verschwenken des Getriebeeinrückhebels
um den Berührungspunkt zwischen seinem linken Ende und dem Anschlag 115, wenn das
Sperrglied 111 sich in -seiner wirksamen Lage befindet.
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Weiter weist bei dieser Einrichtung der Hebel 76
einen Ansatz
76 a mit einem Anschlag 77 in Form eines aufwärts gerichteten Flachteiles auf, der
mit dem rückwärtigen Ende des Hebels 50 zusammenwirkt, wenn dieser um den Berührungspunkt
mit- dem Anschlag 115 verschwenkt ist.
Gegebenenfalls kann
die Einrichturig nach F i g. 3 auch noch dadurch sich von der in den F i g. 1 und
2 gezeigten Ausführungsform unterscheiden, daß der Steuerstift 84 zum Heben und
Senken des Tonarmes auf der Oberseite einer Blattfeder 122 aufliegt, die
derart angebracht ist, daß sie durch eine geneigte Steuerfläche 88 a des verschiebbaren
Hebels 88 betätigt wird, so daß sie durch eine derartige Betätigung gebogen wird
und dadurch die vertikalen Bewegungen des Steuerstiftes 84 steuert. Dies
hat den Vorteil, daß das untere Ende des Steuerstiftes 84
stets in Verbindung
mit einem Glied steht, das eine geringere Neigung aufweist als die Steuerfläche
88a, so daß kleinere Abweichungen innerhalb der Toleranzen keine Bewegung des Stiftes
84 hervorrufen, sobald die Steuerfläche 88 a tätig wird. Eine derartige Bewegung
könnte auf den Tornarm übertragen werden und unerwünschte Schwingungen des Tonarmes
bewirken. Die Blattfeder 122 ist ein Teil einer Federeinrichtung, bei der zusätzlich
zur Blattfeder 122 zwei Blattfederarme 126 und 128 vorgesehen sind, deren Enden
nach abwärts gebogen sind und mit zwei gegenüberliegenden Anschlägen 130
und 132 an jeder Seite des Hebels 88 in Verbindung stehen. Die Blattfederarme
126 und 128 stellen Kontaktglieder dar, die zusammen mit einem Paar Kontaktstifte
134 und 136 einen Schalter bilden, der den Tonabnehmerausgang während des Plattenwechselvorganges
kurzschließt.
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Die Arbeitsweise des Ausführungsbeispiels nach den F i g. 1 und 2
sowohl als auch des Ausführungsbeispiels nach den F i g. 3 und 4 wird aus der folgenden
Beschreibung der Wirkungsweise des letztgenannten Ausführungsbeispiels verständlich.
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Es wird davon ausgegangen, daß eine Plattentellergeschwindigkeit ausgewählt
ist, bei der das Sperrglied 111 sich in der unwirksamen Lage (ausgezogene Linien)
nach F i g. 4 befindet; daß der Hebel 76 ebenfalls in seiner unwirksamen bzw. Ausschaltlage
sich befindet und daß das Zwischenrad 34 außer Eingriff mit dem Antriebsritzel 32
steht. Es wird ferner vorausgesetzt, daß ein Stapel von Schalllatten auf der Stapelachse
aufgelegt ist. Der Plattenspieler wird in Betrieb gesetzt, indem der Steuerknopf
57 im Gegenzeigersinn gedreht wird. Dadurch wird zunächst das Steuerglied
60 über einen ersten Teil seines Hubes bewegt, wodurch der Schalthebel in
seine wirksame Lage verschwenkt wird, so daß der Motorschalter geschlossen und der
Plattenteller in Bewegung gesetzt wird. Bedingt durch die Schnappfeder 82 wird der
Hebel 76 in seine Schaltstellung gebracht, wodurch eine weitere Bewegung des Steuergliedes
60 nunmehr ohne Verbindung mit dem Schalthebel 76 erfolgen kann, wobei das rechte
Ende des Steuergliedes 60 in einem Schlitz freibeweglich geführt ist. Dieser weitere
Hub des Steuergliedes 60 und damit verbunden die Betätigung des Hebels 50 wird durch
eine weitere Drehung des Steuerknopfes 57 im Gegenzeigersinn bewirkt. Dadurch wird
mit dem Ende des Steuergliedes 60 der Hebel 50 um seinen Zapfen 52 verschwenkt,
wodurch seine Steuerkurve 51 mit dem Zwischenrad 34 in Wirkverbindung kommt und
den Plattenwechselzyklus startet, während die Steuerkurvenscheibe in Richtung aes
Pfeiles A sich dreht. Durch diese Drehung wird cunächst der Steuerzapfen am Steuerzapfarm
aus der Spielausnehmung 62 herausgeführt und tritt in die Rille 64 und anschließend
in die Rille 66 ein, wodurch die Einwärtsbewegung des Tonarmes ausgelöst wird.
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Vor dem soeben beschriebenen Vorgang hat jedoch die Rille in der Unterseite
der Steuerkurven-Scheibe, in der der Steuerstift 89 des Hebels 88 eingreift, eine
Schubbewegung des Hebels 88 in Richtung des Pfeiles B bewirkt, wodurch die Steuer-'
fläche 88 a die Blattfeder 122 nach oben drückt und dadurch das Heben des Tonarmes
bewirkt. Gleichzeitig sind die abgebogenen Enden der Blattfederarme 125 und 129
von den Anschlägen 130 und 132 abgehoben worden, wobei die Blattfedern zufolge ihrer
eigenen Spannung nach unten gedrückt werden und mit den Kontaktstiften 134 und 136
in Berührung kommen. Dadurch wird der Tonschalter geschlossen, so daß der Ausgang
des Tonaufnehmers während des Wechselvorganges kurzgeschlossen bleibt. Die Rille
66 in der Oberseite der Steuerkurvenscheibe steuert die Einwärtsbewegung des Tonarmes
bis zur Berührung eines Anschlages des Tonarmes mit der nächsten Platte, wobei auf
diese Art die Größe der Platte abgetastet wird. Nach Abtastung der Größe der Platte
schwingt der Tonarm nach auswärts, um den freien Abfall der Platte auf den Plattenteller
zu ermöglichen. Der Hebel 104 wird verschoben und bewirkt mittels einer Steuerfläche
112 die Betätigung des Auslösegliedes 116 für die Stapelachse, wodurch der Abwurf
der Platte auf den Plattenteller bewirkt wird, 'auf die anschließend der Tonarm
sich in die Anfangsrille absenkt. Während des letzten Teiles der Bewegung des Tonarmes
wird der Hebel 88 entgegen der Richtung des Pfeiles B verschoben, 'wodurch die Absenkung
des Tonarmes bewirkt wird und gleichzeitig die Blattfederarme 126 und 128 durch
die Anschläge l» und 132 betätigt werden, so daß deren abgebogenen Enden außer Verbindung
mit den Kontaktstiften des Tonschalters kommen und daher diesen Schalter öffnen:
Am Ende des Plattenwechselzyklus ist das Zwischenrad 34 außer Eingriff mit dem Antriebsritzel
32.
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Wenn nach dem Abspielen einer Platte der Schritt-Schaltmechanismus
40, 44 wirksam wird und der Mit-, nehmer 44 bewegt wird, wird der Hebel 50
verdreht und bringt das Zwischenrad 34 mit dem Antriebsritzel32 wieder in Verbindung,
so daß sich ein Wechselzyklus wiederholt.
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Wenn nach dem Abspielen der letzten Platte der Tonarm frei einwärtsschwingt,
ohne mit einer weiteren Platte in Berührung zu kommen, tritt der Steuer-Stift auf
dem Arm 26 in die Abschaltrille 68; und während seines Laufes längs dieser
Rille kommt er mit dem Arm 70 in Verbindung, der nach auswärts verschwenkt wird
und mit dem Anschlag 74 des Hebels 76 in Verbindung kommt; so daß dieser ebenfalls
verschwenkt wird und dabei den Schalter öffnet und den Plattenspieler abschaltet.
In dem Fall, bei dem eine bestimmte Geschwindigkeit gewählt ist, bei der der Plattenspieler
nur als Einzelspieler benutzt werden kann, ohne daß der Plattenwechselmechanismus
betätigt wird, wird das Sperrglied 111 zufolge der Wirkverbindung des Stiftes 117
mit der Steuerfläche 119 in seine' wirksame Lage geschwenkt, die in F i g. 4 in
strichlierien Linien dargestellt ist. Der Plattenspieler wird darin durch Verdrehung
des Steuerknopfes 57 in Zeigerrichtung wieder in Betrieb gesetzt.
In
diesem Fall kann jedoch das verschiebbare Glied 60 den Hebel 50 nicht betätigen,
denn dies wird durch dessen Anliegen am Anschlag 115 verhindert.
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Die Platte wird in diesem Fall direkt auf den Plattenteller aufgelegt
und der Tonarm von Hand auf die Platte aufgesetzt.
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Nach dem Abspielen einer einzelnen Platte wird der Mitnehmer 44 in
der zuvor beschriebenen Art betätigt. Da jedoch der Hebel 50 an einer Drehung
um den Zapfen 52 zufolge seines Anliegens mit dem linken Ende am Anschlag 115 verhindert
ist, bildet der Berührungspunkt mit dem Anschlag 115 einen zusätzlichen Drehpunkt,
wobei der Schlitz 120 eine Drehung um diesen Hilfsdrehpunkt ermöglicht. Dadurch
wird das rückwärtige Ende des Hebels 50 mit dem Anschlag 77 in Wirkverbindung gebracht
und dreht den Schalthebel in seine Ausschaltstellung.
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Eine vorteilhafte Vereinfachung wird durch die vorliegende Erfindung
dadurch erzielt, daß der Hebel 50 als einziges Schaltglied in Wirkverbindung steht
sowohl mit dem Mitnehmer 44 als auch mit dem von Hand betätigbaren Steuerglied 60
und daß der Schalthebel 76 in Wirkverbindung steht mit dem in Abhängigkeit
vom Vorhandensein einer Platte betätigten Glied 70 als auch mit dem verschiebbaren
Hebel 60.
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Mit anderen Worten gesagt bedeutet dies, daß der Hebel 50 wahlweise
zum Einrücken des Getriebes durch die Wirkung des Anschlaghebels 74 nach Beendigung
des Abspielens einer Platte oder durch Handbetätigung des verschiebbaren Steuergliedes
60 betätigt werden kann.
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In entsprechender Weise kann der Hebel 76 entweder selbsttätig
durch den Arm 70 geschaltet werden, wenn der Plattenstapel erschöpft ist, oder er
kann von Hand aus mittels des verschiebbaren Steuergliedes 60 betätigt werden.
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Wie ersichtlich, besteht daher der gesamte Betätigungsmechanismus
lediglich aus den drei Teilen: Hebel 50, Hebel 70 und Steuerglied 60.
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Die Ausführungsform nach den F i g. 3 und 4 bietet zusätzlich die
Möglichkeit, mit denselben wenigen Elementen den Wechselvorgang zeitweilig außer
Wirkung zu setzen und die Ausschaltung zu bewirken.
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Es ist auch möglich, die Feder 118, die auf den Auslösehebe1104 der
Stapelachse einwirkt, zweifach zu verwenden, nämlich der Zurückziehung des Aus-Lösehebels
104 in seine unwirksame Lage und gleichzeitig weiterhin zur Steuerung der
Steuerkurvenscheibe in die entkuppelte Lage, um ein Startdrehmoment an die Steuerkurvenscheibe
anzulegen, indem der Steuerstift 108 gegen einen schrägen Teil der Steuerspur in
der Unterseite der Steuerkurvenscheibe gedrückt wird, der einen bestimmten Winkel
mit dem Radius durch den Verbindungspunkt bildet: