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Einrichtung zur Geschwindigkeitsumstellung bei Plattenwechslem Die
Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Geschwindigkeitsumstellung bei Plattenwechslern
für das Zwischenreibrad eines Geschwindigkeitswechsel-etriebes, bei welchem das
Zwischenreibrad bei dem Wechsel von einer Stufe auf eine andere Stufe des Antriebsstufenrades
von diesem abgehoben und die betreffende Stufe für das Zwischenrad durch die Abtastung
des Durchmessers des Mittelloches der jeweiligen spielbereiten Schallplatte ausgewählt
wird, die, eine dementsprechende Einstellvorrichtung steuert.
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Die Notwendigkeit einer Geschwindig "keitsumstellung ergab sich für
münzbetätigte Musikautomaten, als man dazu überging an Stelle der bisher ausschließlich
verwendetenSchallplatten mit einer Abspieldrehzahl von 45 U/min auch solche mit
einer Abspieldrehzahl von 331/3 U/min zu verwenden. Dabei bot sich als Kriterium
für den bei Änderung der Schallplattenart vorzunehmenden Wechsel der Drehgeschwindigkeit
die Größe des Mittelloches an, welches bei der einen Schallplattenart bekanntlich
kleiner als bei der anderen Art ist.
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Bei häufigem Wechsel der Schallplattenart und damit der Drehgeschwindigkeit
wird die Einrichtung zur Geschwindigkeitsumstellung stark beansprucht. Die eingangs
geschilderte bekannte Einrichtung sah zur Vermeidung hoher Umschaltarbeit und einer
damit Hand in Hand crehenden starken Abnutzung vor, daß bei jedem Wechsel der Drehzahl
des Plattentellers das antreibende Zwischenreibrad vom Antriebsstufenrad abgezogen
wird. Der bauliche Aufwand für eine derartige Einrichtung ist jedoch erheblich,
und die Schaltpausen, die von der Mechanik bei jedem Geschwindigkeitswechsel benötigt
werden, stören den gewünschten zügigen Ablauf eines gewählten Programms.
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Daher ist erlindungsgemäß vorgesehen, daß das Zwischenreibrad bei
seiner vertikalen Verschiebebewegung zum Wechseln der Antriebsstufe nur bei dem
übergang von der Stufe kleineren Durchmessers auf die Stufe großen Durchmessers
von dem Antriebsstufenrad abgehoben wird. Eine ins Gewicht fallende Schaltpause
ist somit nur noch beim Wechsel von 45 U/min auf 331/3 U/min erforderlich. Außerdem
wird der benötigte Bauaufwand wesentlich verringert, so daß die Einrichtung robust
ausgeführt werden kann und betriebssicher arbeitet.
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VorteilhafteWeiterbildungen des Erfindungsgegenstandes gehen aus den
Unteransprüchen hervor.
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Im folgenden sei die Erlmdung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
In den Zeichnungen ist F i g. 1 die Ansicht des oberen hinteren Abschnittes
eines erfindungsgemäßen Plattenspielers, dessen Gehäuse zwecks besserer übersichtlichkeit
weggelassen ist, F i g. 1 a ein Ausschnitt gemäß der Linie 1 a-I
a in Fig. 1,
F i g. 2 eine Teildraufsicht, teilweise im Querschnitt,
im wesentlichen gemäß der Linie 11-II in Fig- 1,
F i g. 2 a ein horizontaler
Schnitt im wesentlichen gemäß der Linie II a-II a in F i g. 1 zur besseren
Darstellung eines Teils des in F i g. 2 gezeigten Mechanismus, F i
g. 3 ein horizontaler Schnitt im wesentlichen gemäß der Linie 111-111 in
F i g. 1,
F i g. 4 ein vertikaler Schnitt im wesentlichen gemäß der
Linie IV-IV in F i g. 1,
F i Zg. 5 ein vertikaler Schnitt im
wesentlichen geel mäß der Linie V-V in F i g. 1 und F i g. 6 ein vertikaler
Schnitt im wesentlichen gemäß der Linie VI-VI in F i g. 5.
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C gestellte und im fol-Der in den Zeichnungen darg aenden beschriebene
Plattenspieler entspricht im wesentlichen dem in der USA.-Patentschrift
3 165 321 offenbarten Gerät, so daß hierauf insoweit Bezug genommen werden
darf, als die im vorliegenden Zusammenhang unwesentlichen Teile wegelassen
wurden.
Der in den F i g. 1 und 2 erkennbare Tra '-rahmen
,ossen oder aus Blech geprägt und trägt 10 ist geg mehrere Abstandhülsen
12, die eine rückwärtige Grundplatte14 sowie eine über eine Zwischenplatte
18 angeschlossene Motorplatte 16 haltern. Das karussell- oder sternförmige
Schallplattenmagazin20 wird ebenfalls vom Rahmen10 getragen und kann sich um eine
vertikale Achse drehen. Die Einzelheiten des Magazins und der Wahleinrichtung sind
im vorlieaenden Zusammenhang uninteressant.
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Der Rahmen 10 und die Platte 14 tragen schwenkbar die Tonarinwelle
22, an deren hinterem Ende ein Nocken 24 befestigt ist. Zwischen dem Nocken 24 und
der Platte 14 ist eine Riemenscheibe 26 auf der Tonarmwelle 22 angebracht,
um die ein Draht 28
derart herumgelegt ist, daß er die Riemenscheibe über
mehr als 060' umschlingt und eine sichere Antriebsverbindung gewährleistet.
Der untere Ab-
schnitt 30 des Drahtes 28 erstreckt sich im wesentlichen
gerade nach unten und wird im jeweils geeigneten Zeitpunkt vom Hauptnocken der Maschine
heruntergezogen, jedoch bedarf dieser weitergehende Aufbau keiner Erörterung. Das
gegenüberliegende ,feder 32 be-Ende des Drahtes 28 ist an einer
Zug
festigt, die auf der anderen Seite an einem Zapfen 34 auf der Zwischenplatte
18 verankert ist. Jener Hauptnocken dreht daher die Riemenscheibe
26 in der Darstellung der F i g. 1 entgegen dem Uhrzeigersinn, während
die Feder 32 die Riemenscheibe anschließend im Uhrzeigersinn zurückführt.
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Der Nocken 24 besteht aus einem Kreissegment von etwas über
90' Umfang und hat eine rückwärtige Nockenfläche35 sowie eine gegenüber angeordnete
vordere Nockenfläche. Wie deutlich ge-3 worden sein dürfte, wird die Riemenscheibe26
über den Draht28 derart betätigt, daß der Tonarm in die Anfangsstellung zum Abspielen
einer Schallplatte geführt und anschließend in die Ruhestellung C ZD zurückgebracht
wird, wenn das Abspielen beendet ist. Ein hohler Ständer 36 erstreckt sich
rückwärts vom Rahmen 10 und lagert den Antriebsmechanismus des Plattenspielers,
welcher die im ganzen mit dem Bezugszeichen 38 gekennzeichnete Antriebswelle
enthält. Auf der Welle ist eine Riemenscheibe gt, die im folgenden näher beschrieben
40 befestig wird. Ferner ist auf der Welle38 eine Scheibe42 befestigt, die von der
Riemenscheibe, durch eine Schraubenfeder 44 weggedrückt wird, welche zwischen der
Scheibe und der Riemenscheibe liegt. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß der
die Scheibe 42 tragende Teil der Welle 38 aus einer Hülse 46 besteht, während
die Riemenscheibe 40 auf einem dickeren Abschnitt der Welle 38 befestigt
ist, deren anderes Ende den nicht dargestellten Plattenteller trägt. Dieser ist
in einer vertikalen Ebene an-,geordnet und demnach um eine horizontale Achse drehbar.
Die Hülse 46 ist nach vorn axial beweglich (nach oben in F i g. 2) und an
einer Zentriereinrichtung für die Schallplatten auf dem Plattenteller angeschlossen.
Eine zentrische Spindel 48 erstreckt sich rückwärts über das Ende der Hülse 46 hinaus
und trägt an ihrem äußeren Ende eine Federklammer 50,
zwischen der und der
Scheibe 42 eine Spiralfeder 52
unter Druck eingesetzt ist. Die Spindel 48
kann sich mit der Hülse 46 sowie relativ zu dieser bewegen und betätigt dabei einen
Mechanismus zum Festklemmen der Schallplatte in Abspielstellung auf dem Plattenteller
sowie zum Abtasten des jeweiligen Mittelloches; d. h., ob die mit dem Plattenteller
verbundene Zentriereinrichtung in das größere Loch einer 45-U/min-Schallplatte eindringt
oder ob ihr dies bei einer 331/3-U/min-Schallplatte unmöglich ist.
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Hinsichtlich einer derartigen Klemm- und Abtasteinrichtuno, sei auf
die USA.-Patentschrift 2 891797
verwiesen, während die bereits genannten USA.-Patentschriften
2 673 089, 2 851273 typische Einrichtungen zur Drehzahlwahl durch
Abtastung des Schallplattenmittelloches zeigen. Die wesentliche Tatsache für die
vorlie-ende Erfindunor besteht darin, daß bei einer 331/3-U/min-Schallplatte die
Spindel 48 in eine Ruhestellung kommt, in welcher sich die Federklammer
50 weiter von der Scheibe 42 entfernt befindet als im Falle einer 45-U/min-Schallplatte.
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Auf der Rückseite der Platte 14 ist ein Tragarm 54 befestigt, der
zwei gleiche horizontale, in vertikalem Abstand befindliche Schenkel 56 aufweist.
Er ist zwischen dem Nocken 24 und der Riemenscheibe 40 angeordnet und hat zwei Schwenkzapfen
58 und 59, die zwischen den Schenkeln liegen und etwas gegen die Vertikale
geneigt sind. Ein Steuerarm 60
der Plattentellerwelle ist auf dem Zapfen
59
schwenkbar befestigt und hat eine kanalartige Form mit einem Steg
62 und einem Paar von Seitenwänden 64. An seinem linken Ende (vgl. F i
g. 1 und 2 a) hat der Steg einen unteren Flansch 61, der einen Zapfen
mit einer Rolle 55 (F i g. 2) trägt, welche mit der
vorderen Fläche des Nockens 24 zusammenwirkt. Am gegenüberliegenden Ende endet der
Steg 62
kurz vor den Enden der Seitenwände 64, die dort an ihren Innenseiten
mittels geeigneter Zapfen 70
Rollen 68 tragen, die mit der Scheibe
42 im Eingriff stehen. über den Steuerarm 60 bewegt somit der Nocken 24 die
Scheibe 42 gegen die Feder 44 (nach oben in F i 2).
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Der Steuerarm 60 trägt einen Hilfsarm 72 in der am besten
aus F i g. 2 a ersichtlichen Weise. Dieser Hilfsarin besteht aus einer im
wesentlichen ebenen Platte 65 mit zwei Lappen 67, die auf dem Schwenkzapfen
58 aufgenommen sind. Der links der Lappen 67 befindliche Teil des
Hilfsarmes 72 hat einen im wesentlichen horizontalen Flansch 69, welcher
eine die rückwärtige Fläche des Nockens 24 beaufschlagende Rolle 66 trägt.
Eine zwischen den Flanschen 61 und 69 gespannte Feder 71 zieht
die Rollen 55
und 66 gegen die jeweiligen Nockenflächen. Auf der rechten
Seite endet die Platte 65 etwa am Ende des Ste-es 62.
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An der Platte 65 des Hilfsarmes 72 ist ein Betätigungshebel
73 schwenkbar befestigt und hat einen gekröpften Endabschnitt, der an der
Federklammer 50 anliegt. Am gegenüberliegenden (linken) Ende hat der Hebel
73 ein Loch, durch das ein mit Kopf versehener Zapfen 76 lose hindurchragt
und an der Platte 65 befestigt ist. Dieser Zapfen 76 dient als Schwenkzapfen
für den Betätigungshebel 63 bei einer Schwenkbewegung auf die Platte
65 zu und von dieser wea. Ferner ist ein längerer Zapfen 78 mit einem
relativ großen Kopf auf der Platte 65 rechts des Zapfens befestigt und ragt
ebenfalls durch eine erweiterte öffnung 80 im Hebel 73 hindurch. Zwischen
dem Kopf des Zapfens 78 und dem Hebel 73 ist eine Schraubenfeder
82 angeordnet, welche den Hebel 73 gegen die Platte 65 drückt.
Die relative Stellung dieser beiden Teile wird durch eine Schraube 84 begrenzt,
welche in den Hebel 43 geschraubt ist und an der Platte 65 anschlägt. Eine
Kontermutter
86 hält die, Schraube 84 in ihrer eingestellten Lage.
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An der Platte 65 ist ferner ein Stift 88 befestigt (F
i cr 1) und erstreckt sich auf deren Rückseite durch eine in Längsrichtung
des Hebels 73 erweiterte öffnung 90, so daß er als Führung dient und
den Hebel 73 von einer Auf- oder Abbewegung relativ zum Steuerarin
60 abhält. Oberhalb des Stiftes 88
(so daß er in F i g. 2 a
nicht gesehen werden kann) befindet sich eine isolierte Schraube 92, die
vorzugsweise aus Kunststoff besteht und durch die Platte 65
geschraubt ist.
Sie verläuft durch eine erweiterte öffnung 94 im Hebel 73 und liegt mit ihrem
Ende auf einem relativ langen Schaltarm 96 eines Schalters 98 an.
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Auf dem oberen Schenkel 56 des Tragarmes 54 ist ein Träger
103 befestigt, welcher ein Relais 102 hält (F i g. 1, la, 2). Dieses
Relais ist mit dem Schalter 98 elektrisch verbunden und wird von diesem betätigt.
Bei Erregung des Relais 102 wird ein Stößel 104 seitlich herausbewegt, und zwar
unterhalb einer Blattfeder 106, welche an der Seitenwand des Relais 102 befestigt
ist. Der Stößel 104 ist mit einer Nut 100
versehen, in die die Blattfeder
106 einschnappen kann und den Stößel gegen eine Rückholfeder 105
hält.
In der Ruhestellung der Teile wird die Blattfeder 106 vom Nocken 24 hochgebogen;
wenn je-
doch die Welle 22 mit dem Nocken 24 im Uhrzeigersinn gedreht wird,
liegt die Blattfeder 106 infolge ihrer nach unten gerichteten Vorspannung
auf dem Stößel auf und rastet in die Nut 100 auf der Oberseite des Stößels
104 ein, so daß sie ihn auswärts hält. Kehrt der Nocken 24 in seine im Gegenuhrzeigersinn
liegende Endstellung zurück, so hebt er die Blattfeder 106 an, so daß der
Stößel 104 von der Rückholfeder 105 in das Relais zurückgezogen wird, sobald
dieses entregt ist.
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Auf der Vorderseite der Motorplatte 16 ist ein Induktionsmotor
108 konstanter Geschwindigkeit gehalten, und zwar mittels Schrauben
110 und Abstandshaltern 1,12 in üblicher Weise (vgl. insbesondere F i
g. 3 und 4, aber auch F i g. 1 und 2). Die Motorwelle 114 erstreckt
sich rückwärts durch eine geeignete öffnung in der Platte 16 und ist an ihrem
äußeren Ende mit stufenförmigen Abschnitten versehen, wobei der Abschnitt
116 größeren Durchmessers auf der Motorseite liegt und der Abschnitt
118 kleineren Durchmessers weiter vom Motor entfernt ist. Zwischen den beiden
Abschnitten 116 und 118 ist eine sich konisch verjüngende Schulter
120 vorgesehen. An der Motorwelle 114 liegt das Reibrad 122 eines Vorgeleges an
und ist mit einer Gummiauflage 124 versehen. Die Antriebsgeschwindigkeit des Reibrades
122 hängt davon ab, an welchem der Abschnitte 116 und 118 der Motorwelle
114 es anliegt. Im folgenden wird der Mechanismus beschrieben, mit dessen Hilfe
der Eingriffwechsel erfolgt.
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Von der Motorplatte 16 ist eine Platte 126 nach vom
abgekröpft und trägt einen Elektromacrneten 128 (F i g. 3 und
5). Der Stößel 130 des Elektro-Magneten erstreckt sich von diesem
nach unten.
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Auf der Vorderseite der Platte 136 ist ein Träger
132 mit einem Steg 134 an der Platte durch Schrauben od. dgl. befestigt (vgl.
auch F i g. 6). Die am Ste-134 ansetzenden Schenkel 136 tragen an
ihrem unteren Ende Augen 138, zwischen denen sich eine Schwenkwelle 140 befindet.
Diese trägt einen Winkelhebel 142, dessen sich nach vorn erstreckenden horizontalen
Arme 144 mit Hilfe eines Querstiftes 146 am unteren Ende des Stößels 130
des Elektromagneten 128 angelenkt sind. Die Lagerung des Winkelhebels 142
auf der Schwenkwelle 140 erfolgt mit Hilfe einer Hülse 148. Die sich nach oben erstrekkenden,
im wesentlichen vertikalen Arme 150 des Winkelhebels 142 tragen an ihren
oberen Enden nach innen ragende Rollen 152.
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Am Steg 134 des Trägers 132 ist ein Zapfen 154 befestigt und
erstreckt sich von diesem senkrecht nach rückwärts. Darauf ist eine Hülse
156 verschieblich, und eine Scheibe 158 an der Hülse liegt an den
Rollen 152 an. Auf der Hülse 156 ist ein Winkelhebel 160 befestigt
und schwenkt mit dieser um den Zapfen 154. Eine Druckfeder 162, die das äußere
Ende der Hülse sowie den Zapfen umgibt und an der Rückfläche des Winkelhebels
160 anliegt, drückt diesen mit der Hülse in Richtung auf die Maschine,
d. h. in Richtung auf den Steg 134. Dabei stützt sich die Feder an einem
geeigneten Federanker 164 am äußeren Ende des Zapfens 154 ab.
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Der Winkelhebel 160 weist einen nach oben gerichteten Arm
66 und einen seitlichen Arm 168 auf, welcher nach rechts und
- vom Schwenkzapfen 154 her - etwas nach oben verläuft. Zwischen der
gelochten Lippe 172 am Arm 168 und einem an der Motorplatte befestigten
Stift 174 ist eine Feder 170
gespannt. Vom äußeren Ende des Armes
168 erstreckt sich ein Zapfen 176 rückwärts und lagert das Reibrad
122.
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Am Rad 122 ist eine mit zwei Nuten versehene Riemenscheibe
178 befestigt oder besteht mit dem Reibrad aus einem Stück. Das Reibrad und
die Riemenscheibe sind durch einen Schnappring 180
drehbar auf dem Zapfen
176 gehalten. Die V-förmigen Nuten 182 der Riemenscheibe 178 nehmen
jeweils einen ]an- estreckten O-Ring 184 aus Gummi eg od. dgl. auf. Die O-Ringe
184 laufen über die Randfläche 186 der -roßen Riemenscheibe 40, die mit radial
auswärts ragenden Umfangsflanschen 187 versehen ist. Die Umfangsfläche der
Riemenscheibe 40 ist zylindrisch, und die von der Riemenscheibe 178
angetriebenen
O-Ringe 184 treiben somit die Riemenscheibe 40 an.
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Die 0-Ringe 184 bilden einen einfachen und billigen Riementrieb. Die
beiden Ringe sind einem größeren Ring überlegen, weil die Deformation des Querschnittes,
die jeder Ring beim Passieren der Riemenscheiben erfährt, bei O-Ringen von kleiner
Querschnittsfläche wesentlich geringer ist als bei einem O-Ring von größerer Querschnittsfläche.
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Die Feder 162 spannt die Hülse 156 normalerweise in
Richtung auf den Steg 134 vor, so daß der Winkelhebel 142 in der Darstellung der
F i g. 5 im Gegenuhrzeigersinn vorggespannt ist. Dem wirkt teilg weise eine
Hilfsfeder 179 entgegen, welche zwischen einem Loch im horizontalen Arm 144
des Hebelarmes 142 und einer gelochten Zunge 180 an der Rückseite der Platte
126 gespannt ist. Die Feder 179
unterstützt den Elektromagneten 128,
der daher einfachen Aufbaues sein kann und keine besonderen Eigenschaften zu besitzen
braucht.
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Wenn sich die Teile in der vorbeschriebenen, von der Feder
162 bestimmten Lage befinden, ist der Hebelarm 160 in Richtung auf
die Platte 126 gedrückt, so daß das gummiüberzogene Reibrad 122 auf dem Abschnitt
116 größeren Durchmessers der
Motorwelle 114 abläuft. Wenn
der Elektromagnet betätigt wird, bewegt sich der Hebelarm 142 im Uhrzeigersinne
(F i g. 5), und das Vorgelege-Reibrad 122 wird auswärts bewegt, so daß es
auf dem Abschnitt 118 geringeren Durchmessers abläuft. Dabei läuft der Gummiüberzug
124 des Reibrades 122 ohne Schwierigkeiten über die Schulter 120 hinweg. Es ist
jedoch unerwünscht, daß er beim Rückkehren. versucht, über die Schulter 120 zu gelangen,
weil dies zu einem raschen Verschleiß der Gummischicht führen würde. Der Aufbau,
der dieses verhindert, wird im folgenden beschrieben.
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Zwischen der Riemenscheibe 26 und der Platte 14 ist ein im
wesentlichen nach oben ragender Hebelarm 183 angeordnet (F i g. 1
und 3) und an seinem unteren Ende auf einem Pfosten 184 schwenkbar gelagert,
welcher sich von der Platte 14 horizontal erstreckt. An seinem oberen Ende ist der
Hebelarm 182 bei 186 schwenkbar an einer horizontalen Verbindungsstange
188 angeschlossen, welche aus zwei Stücken besteht, die mittels in Langlöchern
geführten Schrauben 190 verbunden sind, um eine Längs-CD einstellung g zu
ermöglichen. Das gegenüberliegende Ende der horizontalen Verbindungsstange
188 ist bei 192 von einem Zapfen 194 schwenkbar aufgenommen (F i
3 und 5), welche sich von dem im wesentlichen vertikalen Arm
166 des Winkelhebels 160
nach vorn erstreckt.
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Von der Rückseite der Riemenscheibe 26 ragt ein Stift
196 nach vorn (F i g. 1 und 2) und liegt an der Seite des im wesentlichen
vertikalen Hebelarmes 183 an.
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Immer wenn sich die Riemenscheibe 26 (und damit der Nocken
24) in ihrer im Gegenuhrzeigersinn äußersten Endstellung befindet (d. h.
etwas über die in F i 1 gezeig gte Stellung hinaus), so drückt der Stift
196 gegen den Hebelarm 183. Dieser zieht seinerseits an der Verbindungsstange
188 und schwenkt den Winkelhebel 160 im Gegenuhrzeigersinn, wodurch
das Reibrad 122 von der Motorantriebswelle 114 abgezogen wird und in Achsrichtung
der Antriebswelle verschoben werden kann, ohne daß ein Abrieb erfolgt. Wirkun-sweise
?m
Der Beginn eines Arbeitszyklus wird durch einen Mechanismus eingeleitet,
der weder dargestellt noch hier von besonderer Bedeutung ist. Er dreht über den
Draht 28 die Tonarmwelle 22 und bewegt damit den Nocken 24. Gleichzeitig
läuft der Motor 108
an; im vorlieg .,enden Zusammenhang kann man den Motor
jedoch auch als ständig laufend ansehen.
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Bei einer Drehuncr der Welle 22 im Uhrzeigersinn gemäß F i
g. 1 löst sich der Stift 196 vom Hebelarm 183, und das Reibrad
122 mit dem Gummiüberzug 124 kann in Eingriff mit der Motorwelle. 114 kommen. Wie
bereits erwähnt, liegt das Reibrad normalerweise an dem größeren Durchmesser besitzenden
Abschnitt 116 an und treibt somit das Vorgelege-Reibrad mit der Riemenscheibe
178 mit relativ großer Geschwindigkeit, so daß sich die Riemenscheibe 40
und die daran angeschlossenen Teile mit 45 U/min drehen. Wenn die Scheibe 42 eingedrückt
wird, um das Festklemmen einer Schallplatte zu bewirken, so bewegt sich die zentrische
Spindel 48 unter dem Druck der auf die Rolle 66 wirkenden Nockenfläche
35 entweder ganz einwärts zum Ab-
t>
spielen einer 45-U/min-SchallPlatte,
oder sie kann nicht eindringen.
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Letzteres geschieht, wenn eine 331/3-U/min-Schallplatte sich auf dem
Plattenteller befindet. Daher bewegt sich, wenn die Rolle 66 den höchsten
Punkt der Nockenfläche 35 erreicht, die Platte 65 nach vorn, aber
der Hebel 73 wird von seinem Endabschnitt74 - der an der Spinde148
anliegt -
zurückgehalten, worauf der Schalter98 geschlossen wird und das Relais102
betätigt, welches schließt und verriegelnd einrastet. Bei dieser Betätigung des
Relais 102 wird der Elektromagnet 128 erregt und dreht den Hebelarm 142 im
Uhrzeigersinn gemäß F i g. 5. Dies bewirkt eine Auswärtsbewegung des Reibrades
122, welches somit in den Bereich des kleineren Durchmessers besitzenden Abschnittes
118
der Motorwelle 114 gelangt. Dabei bewegt sich der Gummiüberzug 124 ohne
Schwierigkeit über die Schulter 120 nach unten. Das Vorgelege-Reibrad und seine
Riemenscheibe bewegen sich dann mit einer geringeren Geschwindigkeit, und der Plattenteller
sowie die Riemenscheibe 40 drehen sich mit 331/s U/min.
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Beim Schluß des Abspielvorganges einer 33113-U/min-Schallplatte dreht
sich die Tonarmwelle 22 entgegen dem Uhrzeigersinn in ihre Ausgangslage zurück.
Der Stift 196 le-t sich an den Hebelarm 183
an und zieht das Reibrad
122 von der Motorwelle 114 ab, indem er den Hebelarm 160 schwenkt. Im wesentlichen
unmittelbar nach diesem Abziehen kommt die obere Kante des Nockens 24 zur Anlage
an der Blattfeder 106 und gibt das Relais 102 frei, wodurch der Elektromagnet
128 entregt wird und die Feder 162 das Reibrad 122 in seine innere
bzw. vordere Stellung zurückführt, in der es den größeren Durchmesser besitzenden
Abschnitt der Motorwelle berührt, sobald ein neuer Abspielvorgang beginnt.
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Das Reibrad bleibt ersichtlich stets auf dem Motorwellenabschnitt
größeren Durchmessers, falls die abgespielte Platte eine 45-U/min-Schallplatte ist.
Ein Wechsel der Teile, die sich normalerweise in der »45-U/min-Stellung« befinden,
erfolgt nur dann, wenn eine 331/,9-U/min7Schallplatte auf den Plattenteller gelegt
wird.
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Vorstehend wurde ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben, jedoch ist selbstverständlich, daß zahlreiche Abwandlungen vorgenommen
werden können, ohne den Rahmen des Erfindungsgedankens zu verlassen.