-
Befestigungsanordnung zum Halten von mehreren Kabeln im Abstand voneinander
und von einer Auflagefläche Die Erfindung bezieht sich auf eine, Befestigungsanordnung
zum Halten von mehreren Kabeln im Ab-
stand voneinander und von einer Auflagefläche,
wie einer Wand, unter Verwendung von: Reihenschellen, bestehend aus einer an der
Auflagefläche zu befestigend'en Schiene und mehreren mit dieser Schiene verbindbaren
mehrteiligen Kab-elschellen:, bei deinen Ober- und Unterteil ohne zusätzliche Befestigungsmittel
miteinanderverbindbar sind und, die mit Teilen der festzulegenden Kabel in-Wirkverbindung
treten.
-
Es sind zahlreiche Ausführungsformen von. Befestigungsanordnungen
dieser Art bekannt. Eine bekannte Ausführungsform e;inerReihenschelle sieht eineC-förmige
oder ähnlich gestaltete Aufreihschiene vor, auf der Schellenkörper aus Isoliermaterial
so nebeneinander aufgereiht sind, daß immer zwei Schellenkörper ein Kabel zwischen
ihren Flanken festklemmen. Da diese Flanken rinnenförmig ausgespart sind, übergreifen
und untergreifen sie das Kabel, welches dadurch in einem bestimmten Abstand von
der Schiene festgehalten wird. Durch eine den Schellenkörper in Längsrichtung durchdringende
Schraube in Verbindung mit einer das Schienenprofil untergreifenden Mutter wird
der Schellenkörper auf der Schiene befestigt. Die Schellenkörper können runde oder
prismatische Form besitzen. Bei beiden Ausführungsformen: einer solchen Reihenschelle
kann man zwar Kabel in beliebiger Anzahl nebeneinander befestigen., jedoch stellen
sich dabei im Gebrauch noch mancherlei :\achteile, ein. Es kommt in der Praxis häufiger
vor, daß aus einem verlegten Kabelverband einzelne Kabel ausgewechselt werden müssen.
In einem solchen Falle ist man bei der geischild'erten Ausbildung der Reihenschelle!
gezwungen, diejenigen Schellenkörper, die auf der einen Seite des auszuwechselnden
Kabels liegen, bis zum Ende der Reihe zu lösen und sie dann zusammen, mit den von
ihnen gehaltenen Kabeln wenigstens so, weit zur Seite zu schieben, d'aß man das
eine Kabel aus dem Verband entfernen kann. Nach beendetem Auswechseln muß man alle
Teile des Verbandes wieder richten und die Schellenkörper festschrauben. Da diese
Arbeit unter Umständen auf einem beachtlichen Teil der Gesamtlänge der Kabelstrecke
erfolgen muß, ist das Auswechseln eines Kabels mit einem beachtlichen Arbeitsaufwand
verbunden. Die Ursache für dieses umständliche Auswechseln eines Kabels liegt nicht
zuletzt darin, daß das Kabel nicht ohne weiteres durch Abheben aus einem Verband
gelöst werden kann. Dies verhindern die benachbarten Schellenkörper, welche das
Kabel teilweise übergreifen. Auch Schellenkörper mit runder Ouerschnittsform lassen
sich ebensowerig aus einem solchen Verband entfernen, auch dann nicht, wenn sie
nach Lösen der Haltemittel um 90° um ihre Achse gedreht werden. Ein Abheben der
Schellenkörper nach oben wird durch das vorgesehene Untergreifen des Kabels verhindert.
Ein weiterer beachtlicher Nachteil dieser Ausführungsform einer Reihenschelle ist
darin zu erblicken, daß zu seinem Festlegen an einer Schiene jedem Schellenkörper
besondere Befestigungselemente zugeordnet werden müssen, nämlich ein Schraube und
eine Mutter.
-
Um das Auswechseln eines Kabels aus einem Verband zu erleichtern,
hat man bereits die. Schellenkörper so ausgebildet, daß sie rundherum mit einer
konzentrisch zu ihrer Achse verlaufenden Einbuchtung versehen sind und der obere
Teil des Schellenkörpers an einer oder an zwei gegenüberliegenden Stellen seines
Umfanges im Abstand des inneren Halbmessers der Einbuchtung von der senkrechter
Körperachse Abflachungen besitzt. Dadurch ist es zwar möglich, nach Lösen, und Drehen
zweier benachbarter Schellenkörper um 90° das zwischen ihnen liegende Kabel herauszunehmen,
jedoch ist nach wie vor jeder Schellenkörper mit einer Befestigungsschraube an der
Schiene befestigt.
-
Es sind auch zweiteilige Schellen bekannt, die mittels einer Schraube
an einer C-förmigen Hohlsammelschiene festgelegt werden können. Der Unterteil der
Schelle besitzt ein T-förmiges, Fußstück, wobei Ouerbalken und Mittelsteg des Fußteiles
so bemessen sind, daß sie in der Hohlsammelschiene bzw. in deren Mittelschlitz Platz
finden. Das Anbringen einer solchen Schelle erfolgt derart, daß man den Fußteil
in Längsrichtung der Hohlsammelschiene stellt, ihn durch deren Schlitz nach unten
in die Schiene einführt und dann eine Drehung um 90,° vo
nimmt.
Beim Festziehen der erwähnten Schraube werden einerseits die beiden Schellenteile
miteinander verbunden, andererseits aber Bereiche des Ober- und Unterteils von unterschiedlichen
Richtungen her gegen die den Schlitz begrenzenden Flansche der Hoh.lsammelschiene
gepreßt. Abgesehen davon, daß auch hier wiederum Befestigungsmittel, wie Schrauben,
Verwendung finden, ergeben sich Schwierigkeiten beim Auswechseln von Kabeln bzw.
von Schellen, weil hierbei, hervorgerufen durch die Drehbewegung, verhältnismäßig
viel Raum beansprucht wird.
-
Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform einer Befestigungsanordnung
werden ebenfalls an einer C-förmigen Hohlsammelschiene mehrere mehrteilige Schellen
festgelegt. Jede dieser Schellen besteht aus einem Unter- und Oberteil, wobei im
Unterteil eine Schraube mit einem durch den Oberteil hindurch-17 Bolzen zentral
eingeschraubt und wobei zwischen dem Oberteil und dem Unterteil axial eine die Schellenteile
gegen die Flansche der Schiene drückende Schraubenfeder über dem Bolzen angeordnet
ist. Es sind bei dieser bekannten Befestigungsanordnung somit besondere Elemente
in Form von Schrauben, Bolzen, Schraubenfedern od. dgl. erforderlich.
-
Es ist ferner eine Mehrfachschelle zur Befestigung von Kabeln an einer
Wand mittels einer C-förmigen Schiene bekannt, bestehend aus auf dieser Schiene
nebeneinander angeordnetem Unter- und Oberteil, wobei die Mehrfachschelle mit einer
Trennfuge zwischen Ober- und Unterteil auf Oberflanschen der Schiene aufgereiht
werden kann. Im Unterteil ist eine Schraube mit einem durch den Oberteil hindurchgehenden
Balzen zentral eingeschraubt. Zum Aufsetzen der Schellenkörper auf dieAufreihschiene
ohne Verwendung eines Werkzeuges ist nun zwischen dem Oberteil und dem Unterteil
axial eine die Schellenteile gegen die Oberflansche drückende Schraubenfeder über
dem Bolzen angeordnet. Es ist schon erwähnt, daß diese bekannte Mehrfachschelle
an einer C-förmigen Schiene befestigt ist. Dabei untergreift der Schellenunterteil
mit seitlichen Ansätzen Flansche der C-förmigen Schiene; somit können die Schellenunterteile
nur vom Schienenende her auf die Schiene aufgereiht werden. Dies ist aber in der
Praxis uner-,vünscht. Um den Nachteil auszuschalten, hat man bereits den Schellenunterteil
so: gestaltet, daß er nach einer Drehung von 9Q° aus der Schiene herausgenommen
werden kann. Hierzu ist ein vorheriges Lösen der Befestigungsschraube erforderlich.
Bei dieser bekannten Mehrfachschelle ist ein beachtlicher technischer Aufwand erforderlich.
So benötigt man einen Bolzen zur Verbindung von Ober- und Unterteil und zum anderen
noch eine Schraubenfeder.
-
Ferner sind Reihenklemmen für Schaltanlagen bekannt, die mittels eines
Schnappschlosses auf einer profilierten Tragschiene befestigt werden. Zwar haben
sich diese Einrichtungen in Schaltanlagen bewährt, weil sie sich schnell einbauen,
ersetzen oder umsetzen lassen, andererseits ist dies aber mit einem verhältnismäßig
großen Aufwand an Mitteln erreicht. Denn jedes der benutzten Schnappschlösser weist
ein Schutzgehäuse auf, das im Isoliergehäuse der Reihenklemmen untergebracht ist
und seinerseits ein kugelförmiges Rastglied und eine dieses belastende Druckfeder
trägt. Außerdem sind Mittel erforderlich, die ein ungewolltes Entfernen des Rastgliedes
aus seinem Schutzgehäuse verhindern sollen, Es ist ferner ein Aufreihsystem zum
Aneinanderreihen von Klemmen für die Verbindung elektrischer Leiter an Verteilungsstellen
bekanntgeworden. Die Klemmen sind hierbei an zwei gegenüberliegenden Flächen verzahnt,
wobei diese Zähne einmal in eine Verzahnung der Grundfläche eingreifen und zum anderen
in die Verzahnung einer Schiene. Es wird beim Gebrauch dieser Einrichtung ein Klemmenpaket
gebildet, das durch zwei an den Enden angeordnete Befestigungswinkel zusammengehalten
wird. Der Zusammenhalt kann aber auch durch eine gezahnte Stange herbeigeführt werden.
In diesem Falle weisen die einzelnen Klemmen Innenverzahnung auf. Abgesehen von
dem Erfordernis zusätzlicher Befestigungselemente, wie Befestigungswinkel oder gezahnter
Stangen, ist bei dieser bekannten Ausführungsform das Auswechseln einzelner Klemmen
umständlich und zeitraubend, insbesondere wenn es sich um Klemmen aus der Mitte
des Klemmenpaketes handelt. Bei einer ab. gewandelten Ausführungsform werden die
Klemmen des zu bildenden Paketes unmittelbar miteinander vereinigt. Dies erfolgt
dadurch, daß die einzelne Klemme einen seitlich abgeflachten Vorsprung hat, der
auf seinen Hochkanten mit einer Verzahnung versehen ist. Auf der dem Vorsprung gegenüberliegenden
Seite ist ein ovales Versenk vorgesehen, welches auf seinen Schmalseiten ebenfalls
mit einer Verzahnung versehen ist. Führt man den abgeflachten Vorsprung in das ovale
Versenk ein und dreht ihn um einen Winkel von 90°, so greifen die an beiden Teilen
vorgesehenen Zähne ineinander. Ein auf diese Weise zusammengeschichtetes Paket wird
dann auf eine gezahnte Grundschiene aufgesetzt. Abgesehen davon, daß jede Klemme
nur ein Kabel eines bestimmten Durchmessers aufnehmen kann, ist auch die unmittelbare
Verbindung der Klemmen miteinander in der Praxis nicht erwünscht. Auch ist die Benutzung
einzelner Klemmen nicht möglich, es sei denn, daß zusätzliche Befestigungsmittel
zu ihrer Befestigung auf der Grundschiene benutzt werden.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsanordntuzg
der eingangs erwähnten Art mit einfachen und wohlfeilen Mitteln so zu verbessern,
daß die angeführten Nachteile bekannter Befestigungsanordnungen beseitigt sind.
Dieses Ziel ist erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch erreicht, daß der Schellenunterteil
der mehrteiligen Kabelschelle unter Fortfall von zusätzlichen Befestigungsmitteln
wahlweise in einige der in größerer Anzahl und vorzugsweise regelmäßiger Anordnung
an der Schiene vorgesehenen Ausnehmungen (Rasten) einrastbar ist. Bei der erfindungsgemäßen
Befestigungsanordnung ist somit sowohl der Schellenoberteil mit dem Schellenunterteil
als auch der Schellenunterteil mit der Schiene unter Fortfall zusätzlicher Befestigungselemente
verbunden, vielmehr werden diese Teile miteinander verrastet. Durch den Fortfall
der zusätzlichen Befestigungselemente, wie Schrauben od. dgl., ergeben sich nicht
nur Vorteile bei der Herstellung, sondern auch beim Gebrauch der Befestigungsanordnung,
Denn der in einigen der an der Schiene vorgesehenen Ausnehmungen einrastb:are Schellenunterteil
ist quer zur Längsrichtung der Schiene auf diese aufsteckbar, wobei Teile derselben
die Schiene bügelförmig umgreifen. Beim Anbringen des aus einem elastischen Werkstoff
gefertigten Schellenunterteils an der Schiene wird der gegenseitige Abstand der
Schenkel dadurch vergrößert, daß man die beiden übrigen Schenkel des im Querschnitt
H-färmig gestalteten Schellenunterteils einander nähert. Auf diese Weise kann man
bei Bedarf den Schellenunterteil leicht wieder von der Schiene lösen, was beim Auswechseln
eines
Kabels von Bedeutung ist. Für die: Praxis ist es dabei wesentlich, daß die benachbarten
Kabelschellen nicht aus ihrer Lage entfernt zu werden brauchen, vielmehr ist ein
Abziehen des ausgerasteten Schellenunterteils nach oben möglich. Auch ist es vorteilhaft,
daß der zwischen zwei Rastpunkten der Schiene gelegene Raum dadurch zum Halten der
Kabel erfaßt wird, daß die Schellenoberteile, mehr oder weniger weit auf zwei nebeneinanderliegende
Unterteile aufgeschoben sind.
-
Um nach Befestigung des Kabels ein ungewolltes Lösen des Kabelschellen.unterteils
von der Schiene auszuschließen, ist nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung
die Breite der Schenkel des hügelförmig gestalteten Schellenoberteils im wesentlichen
gleich der lichten Weite zwischen den Schenkeln des H-förmigen Schellenunterteils.
Auf diese Weise wird verhindert, daß eine ungewollte Lösung des Schellenunterteils
von der Schiene herbeigeführt werden kann. Soll dies erfolgen, so muß vorher der
Schellenoberteil von dem Schellenunterteil gelöst werden. Erst danach kann der Schellenunterteil
von der Schiene abgenommen werden.
-
Da in der Praxis die Schiene sehr unterschiedliche Längen aufweisen
muß, sind Verbindungsmöglichkeiten zwischen zwei Schienen geschaffen. Die Schiene
ist daher vorzugsweise an ihrem einen Ende mit einem nach unten gerichteten Zapfen
und an ihrem anderen Ende mit einer zugehörigen Bohrung versehen. Nach einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung kann man aber auch die Schiene in einzelne Abschnitte
unterteilen, so daß die Schiene bei Bedarf um einen oder mehrere dieser Abschnitte
gekürzt werden kann. Die Abschnitte können beispielsweise durch Einkerbungen voneinander
getrennt sein. Das Abtrennen der einzelnen Abschnitte kann beispielsweise durch
Abschneiden erfolgen. Dieses ist möglich, weil die Schiene aus einem solchen Kunststoff
gefertigt ist, der ein Abtrennen mittels eines Messers oder eines ähnlichen Werkzeuges
zuläßt. In der speziellen Beschreibung, die nachfolgt, sind weitere Einzelheiten
der Erfindung, so insbesondere weitere Kupplungselemente zum Zusammenfügen mehrerer
Schienen:, angegeben.
-
In der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen
dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 ein Teilstück einer erfindungsgemäßen Befestigungsschiene
mit aufgesteckten Kabelreihenschellen, Fig. 2 eine Befestigungsschiene bei entfernten
Schellen, teils in Vorderansicht, teils im Längschnitt und teilweise weggebrochen,
Fig. 3 eine Befestigungsschiene bei entfernten Schüllen in Unteransicht, teilweise
weggebrochen, Fig. 4 eine Befestigungsschiene bei entfernten ; Schellen in Draufsicht,
teilweise weggebrochen, Fig. 5 eine Befestigungsschiene bei entfernten Schellen
in Seitenansicht, Fig. 6 einen Schnitt durch eine Befestigungsschiene nach der Linie
VI-VI der Fig. 2, i Fig.7 in vergrößertem Maßstab ein Kupplungselement zur formschlüssigen
Verbindung zweier erfindungsgemäßer Befestigungsschienen, teils in Vorderansicht,
teils im Längsschnitt, Fig. 8 eine Seitenansicht des Kupplungselementes nach Fig.
7, teilweise im Schnitt, Fig. 9 eine Unteransicht des Kupplungselementes nach Fig.
7, Fig.10 eine Draufsicht des Kupplungselementes nach Fig. 7, , Fig.l1 in vergrößertem
Maßstab eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen Oberteils der Kabelschelle.
-
Fig. 12 eine Seitenansicht des Oberteils der Kabelschelle nach Fig.
11, Fig.13 einen Schnitt durch den Oberteil der Kabelschelle nach der Linie XIII-XIII
der Fig. 11, Fig.14 in vergrößertem Maßstab eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen
Unterteils der Kabelschelle, Fig. 15 eine Seitenansicht des Unterteils der Kabelschelle
nach Fig. 14, Fig. 16 einen Schnitt durch den Unterteil der Kabelschelle nach der
Linie XVI-XVI der Fig. 15, Fig. 17 eine Draufsicht des Unterteils der Kabelschelle
nach Fig. 14, Fig.18 einen Schnitt durch den Unterteil der Kabelschelle nach der
Linie XVIII-XVIII der Fig. 15, Fig. 19 in Seitenansicht eine zweite Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Befestigungsschiene, Fig. 20 eine Unteransicht der Befestigungsschiene
nach Fig. 19, Fig.21 eine Draufsicht der Befestigungsschiene nach Fig. 19, Fig.22
einen Schnitt durch die Befestigungsschiene nach der Linie XXII-XXII der Fig. 21,
Fig. 23 eine Seitenansicht der Befestigungsschiene nach Fig. 19, von links gesehen,
Fig. 24 eine Seitenansicht der Befestigungsschiene nach Fig. 19, von rechts gesehen,
Fig. 25 einen Schnitt durch die Befestigungsschiene nach der Linie XXV-XXV der Fig.
22 und Fig. 26 einen Schnitt durch die Befestigungsschiene nach der Linie XXVI-XXVI
der Fig. 22.
-
Die in den Fig. 2 bis 6 dargestellte Befestigungsschiene 27 ist aus
einem Kunststoff, beispielsweise aus Polystyrol, gefertigt und - besitzt im wesentlichen
einen quadratischen Querschnitt. Sie kann durch Befestigungselemente, wie Schrauben,
Dübel od. dgl., an einer Auflagefläche, z. B. an einer Wand, befestigt werden. Die
der Wand zugekehrte Auflagefläche der Befestigungsschiene ist durch Flansche 28
verbreitert und, wie aus den Fig. 3 und 6 hervorgeht, mit Aussparungen 29 versehen,
so daß im wesentlichen nur die zwischen den Aussparungen verbleibenden Ränder auf
der Wand od. dgl. anliegen. Die Befestigungsschiene 27 besteht aus einer Vielzahl
von durch Kerben 30 begrenzter Abschnitte. Beispielsweise können zehn solcher Abschnitte
zu einer zusammenhängenden Einheit zusammengefaßt werden. Die großen Abmessungen
einer solchen Befestigungsschiene machen sich insbesondere bei der Verlegung vieler
nebeneinanderliegender Kabel vorteilhaft bemerkbar. Andererseits kann man bei Bedarf
die Länge der Befestigungsschiene durch Abtrennen eines oder mehrerer Abschnitte
verändern. Dies erfolgt in einfacher Weise z. B. durch Abschneiden der gewünschten
Anzahl von Abschnitten. Auf ihrer Längsmittellinie ist die Befestigungsschiene 27
mit Langlöchern 32 versehen, die vorzugsweise untereinander gleichgestaltet und
in regelmäßiger Anordnung vorhanden sind und die die Befestigungsschiene senkrecht
zu ihrer Auflagefläche durchgreifen. Dabei sind die Langlöcher 32 so bemessen, daß
Absätze 33 gebildet werden, die als Auflagefläche für die Köpfe der Befestigungselemente
dienen. Die Langlöcher 32 sind derart über die Länge der Befestigungsschiene 27
verteilt, daß an ihrem Anfang bzw. an ihrem Ende jeweils nur ein halbes Langloch
32 vorhanden ist. Die-Kerben 30 kommen, wie aus Fig. 4 ersichtlich, auf der
Quermittellinie
der übrigen Langlöcher 32 zu liegen. Durch diese Anordnung der herben 30 erreicht
man, daß auch bei einem Abtrennen eines oder mehrerer Abschnitte immer e:in halbes
Langloch an: den Schienenenden liegt. Wie aus den Fig.5 und 6 ersichtlich, ist die
Schiene 27 mit zwei längsverlaufen-den und diametral gegenüberliegenden Nuten
34 und 35 versehen, die an jeder ihrer oberen Längsseiten mit Ausnehmungen 36 in
Verbindung stehen, so daß, wie. insbesondere aus der Fig. 2 ersichtlich, oberhalb
der Nuten 34, 35 kammförmige Vorsprünge gebildet werden.
-
Wie schon erwähnt, kann die Befestigungsschiene 27 bei Bedarf um einen
oder um mehrere Abschnitte gekürzt werden. Andererseits ist es aber auch möglich,
mehrereBefestigungsschienen27 oder gegebenenfalls auch Schienenabschnitte miteinander
zu kuppeln. U m dieses zu ermöglichen, wird das in den Fig. 7 bis 10 dargestellte
Kupplungselement 37 benutzt. Dieses Kupplungselement besitzt, wie aus Fig. 8 ersichtlich,
einen in etwa U-förmigen Querschnitt. Das Kupp-
lungselement 37 ist aus einem
elastischen Kunststoff gefertigt, so daß man die schenkelartigen. Seitenwände 38
und 39 bei Bedarf leicht nach innen biegen kann. An den freien Enden der Seitenwände
sind - außenliegend- je zwei Vorsprünge 40 vorgesehen, die nach einer durch die
elastische Verformung der Seitenwände 38 und 39 ermöglichten Einführung in. eines
der an den Befestigungsschienenenden vorgesehenen, halben Langlöcher 32 in Ausnehmungen
41 der Seitenwände der Befestigungsschiene 27 (Fig. 2) eingreifen und so. eine formschlüssigeVerb-indung
herstellen. Das Kupplungselement 37 ist in seiner Länge so bemessen, daß nach dem
Einführen, in eines der an den. Schienenenden vorgesehenen halben Langlöcher 32
die Hälfte des Kupplungselementes aus dem Schienenende, heraussteht. Auf diesen
Teil des Kupplungsteils 37 wird dann ein Ende der anderen Schiene oder des anderen
Schienenabschnittes aufgeschoben, bis auch die restlichen Vorsprünge 40 in zugeordnete
Ausnehmungen 41 einschnappen, wodurch die gewollte Verbindung zwischen zwei Befestigungsschienen
27 erzielt ist.
-
Zur Befestigung eines oder mehrerer Kabel an einer solchen Befestigungsschiene
«erden Kabelschellen 31 (Fig. 1) benutzt, die aus einem Schellenunterteil
42 und einem Schellenoberteil 43 bestehen und die ihrerseits in noch zu beschreibender
Weise mit der Befestigungssc@iene 27 verbunden werden. Der Schelleni?uterteil42
ist in den Fig. 14 bis 18 dargestellt und 1:esitzt. wie insbesondere aus Fig. 15
ersichtlich, einen im -wesentlichen H-förmigen Querschnitt. Da der Schellenunterteil
aus einem gut elastischen Kunststoff, z. B. U ltramid, gefertigt ist und der Mittelsteg
44, wie insl:esondere aus Fig. 16 ersichtlich, verhältnismäßig ,,iiinneU'andungen
besitzt, läßt sich der Schellenunterteil 42 bei Bedarf leicht aufbiegen. Diese Eigenschaft
de-, Schellenunterteils 42 wird zu seiner Anbringung an der Befestigungsschiene
27 ausgenutzt. Die, Scheukel 47. 48 der Seitenstege 45, 46 des H-förmigen Schellenunterteils
42 werden beim bestimmungsgCtziäY-en Gebrauch von Hand zusammengedrückt. Dadurch
schwenken die anderen Schenkel 49, 50 ausein-@:nder. Es wird somit die Öffnung des
Schellenuntert:ils 42 vergrößert, so daß man es ohne Mühe an der >e;rünschten Stelle
auf die Befestigungsschiene 27 «ufstecl_zen kann. Nach dem Loslassen der Schenkel
47, 48, also nach Aufhören des äußeren Druckes, kehren die Schenkel 49. 50 in ihre
alte Lage zurück und -reifen dabei mit ihren einwärts gebogenen Enden 51, 52 in
die Nuten 34, 35 der Befestigungsschiene 27. Ferner sind an den Innenseiten der
Schenkel 49, 50 Vorsprünge 53, 54 vorgesehen, die in die Aus.nehmungen 36 der Befestigungsschiene
27 eingreifen und so ein seitliches Verschieben des Schellenunterteils 42 auf der
Befestigungsschiene 27 verhindern. Um ein Verbiegen der Seitenschenkel 45, 46 beim
Aufstecken des Schellenunterteils zu verhindern, sind die äußeren Seitenflächen
der Seitenstege 45, 46, wie insbesondere aus Fig. 14 ersichtlich, mitVerstärkungs.rippen
55 verseben. Die Schenkel 49, 50 besitzen, wie aus den Fig. 14 und 16 hervorgeht,
eine größere Breite als die Schenkel 47, 48. Die dadurch gebildeten Absätze 56.
57 gehen unter Abrundung in die Schenkel 47, 48 über und dienen (s. Fig. 1) als
Auflage für das zu befestigende Kabel 58. Dabei worden, wie ebenfalls aus der Fig.
1 ersichtlich, stets zwei Schellenunterteile 42 als Auflager für ein und dasselbe
Kabel benutzt. Da aber andererseits jeder Schellenunterteil 42 beiderseitig mit
Auflagerabsätzen 56, 57 ausgerüstet ist, kommt jeder Schellenunterteil 42 mit insgesamt
zwei Kabeln 58 in Wirkverbindung. Ausgenommen hiervon sind lediglich diejenigen
Schellenunterteile 42, die an den Enden einer Schellenreihe angeordnet sind. Diese
dienen nur zum Festlegen eines einzigen Kabels.
-
Zum Aufstecken des Kab:elschellenobe.rteils 43 auf den Kabelschellenuntertel
42 ist der letztgenannte an den Innenflächen der Schenkel 47, 48 mit Stegen 59 ausgerüstet,
die, wie insbesondere aus Fig. 16 ersichtlich, mit verzahnten Seitenflächen 60 versehen
sind. Die Zähne sind zweckmäßigerweise untereinander gleichgestaltet und regelmäßig
angeordnet. Um ein Befestigen von Kabeln unterschiedlichen Durchmessers zu ermöglichen,
ist es vorteilhaft, die Länge des Steges 59 möglichst groß zu bemessen. Die Verzahnung
60 steht in Wirkverbindung mit dem Schellenoberteil 43, wobei die Zähne so ausgebildet
sind, daß beim Aufstecken des in den Fig, 11 und 13 dargestellten Schellenoberteils,
der ebenfalls mit verzahnten Flächen 61 versehen ist, durch die Schrägflächen der
Zähne der bügelförmige Schellenoberteil 43 elastisch auseinandergebogen wird, wodurch
ein Aufstecken ermöglicht wird., während ein Abziehen des Schellenoberteils 43 durch
senkrecht zur Abziehrichtung stehende Zahnflanken verhindert wird. Das Auseinanderbiegen
des bügelförmigen Schellenoberteils 43 wird durch die Elastizität des bei seiner
Herstellung benutztenWerkstoffes erreicht. Es können Kunststoffe, z. B. Polystyrol,
bei der Fertigung des Schellenoberteils benutzt werden. Die mit der Ver7ahnung 61
versehenen freien Schenkel 62, 63 des Schellenoberteils 43 besitzen eine Breite,
die der lichten Weite zwischen den Schenkeln 47, 48 des Schellenunterteils 42 entspricht.
Dadurch ist nach dein Aufstecken des Schellenoberteils 43 ein Zusammendrücken der
Schenkel 47 und 48 und somit ein Abheben des Schellenunterterils von der Befestigungsschiene
27 unmöglich. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, drückt der SchellenGberteil 43 nach seiner
Verbindung mit dem Schellenunterteil 42 mit auf Schrägflächen 64 angeordneten Rippen
65 auf das zu befestigende Kabel 58. welches dadurch ortsfest und verdrehfest gehalten
wird.
-
Wie schon erwähnt, ermöglicht die erfindungsgemäße Ausbildung der
Befestigungsschiene 27 und der Kabelschellen 31 die Befestigung von Kabeln 58 mit
unterschiedlichen Durchmessern. Denn einmal kann der Schellenoberteil 43 in Abhängigkeit
von der Kabelstärke verschieden weit auf den -'#',chelleniuiterteil 42 aufgeschoben
werden, und zum anderen können die- Schellenunterteile 42 unter Einhaltung unterschiedlich
großer Abstände auf die Befestigungsschiene 27
aufgesteckt werden.
Für die Praxis. ist es vcn beachtlichem Vorteil, daß einzelne Kabel bei Bedarf ohne
Mühe aus einem Kabelverband ausgetauscht werden können. Die rechts und links vom
dem auszutauschenden Kabel liegenden übrigen Kabel werden dabei nicht in Mitleidenschaft
gezogen.
-
In den Fig. 19 bis 26 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Befestigungsschiene
27 dargestellt. Diese Befestigungsschiene 27 wird ebenfalls aus eineim Kunststoff,
vorzugsweise aus Polystyrol, gefertigt und mittels Schrauben od. dgl. an einer Auflagefläche
befestigt. Zu diesem Zweck ist die Befestigungsschiene 27 mit Durchbrüchen 66 versehen,
die in einem ko,-nischem Bereich 67 (Fig. 22) einmünden, so daß beispielsweise bei
der Verwendung von Senkkopfschrauben deren Köpfe nicht über die Oberfläche der Befestigungsschiene
27 hervorragen. Die Befestigungsschiene besitzt etwa einen rechteckigen Querschnitt
und; ist mit nach unten offenen Ausnehmungen 68 versehen. Auch diese Befestigungsschiene
27 ist derart gestaltet, daß der Schellenunterteil 42 an ihr durch Einrasten befestigt
werden kann. Hierzu dienen an den. Seitenflächen der Befestigungsschiene vorgesehene
kammförmige Vorsprünge 69, die von den Schenkeln 49, 50 mit ihren umgebogenen Enden
51, 52 umgriffen werden. Die durch die kammförmigen Vorsprünge gebildeten tiefer
liegenden Zwischenräume 70 dienen zur Aufnahme der an den Innenseiten der Schenkel
49, 50 des Schellenunterteils 42 vorgesehenen Vorsprünge 53, 54, so daß auch hier
ein seitliches Verschieben des Schellenunterteils auf der Befestigungsschiene verhindert
wird.
-
Die Länge der Befestigungsschiene 27 nach den Fig. 19 bis 26 ist im
Vergleich zur erstgenannten. Ausführungsform relativ kurz bemessen. Auch ist im
Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel keine Verkürzungsmöglichkeit vorgesehen.
Vielmehr soll in diesein Falle das Baukastenprinzip Verwendung finden, d. h., es
ist eine Grundeinheit vorhanden, die sooft wie erforderlich aneinandergereiht wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Schienenlänge von 10 cm angenommen
worden. Durch Aneinanderkuppeln vom zwei oder mehreren Befestigungsschienen 27 kann
man dann die gewünschte Gesamtlänge herstellen. Als Kupplungselemente dienen hierbei
an dem einen Ende der Befestigungsschiene 27 vorgesehene, nach unten gerichtete
Zapfen 71 (Fig. 19 und 20), die in an dem anderen Ende vorgesehene Bohrungen 72
eingreifen.
-
Wie bereits, erwähnt, ist die Erfindung nicht auf die dargestellten
Ausführungsformen beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei andere Ausführungen.
und Anwendungen möglich.