-
Doppelringwaage Die Erfindung bezieht sich auf Doppelringmraagen.
wie sie häufig als Gemischregler mit oder ohne Radizi erung und Fernanzeigevorrichtungen
verwendet werden. Die Unterbringung zweier Ringkörper in einem gemeirnsamen Gehäuse
bietet jedoch Schwierigkeiten; die Ringkörper müssen nämlich zu Wartung zwecken
ohne Mühe und ohne Auslbau des gesamten Gerätes freigelegt werden können. Aus diesem
Grunde werden die Ringkörper häufig nebeneinander oder übereinander gesetzt. Sie
sind dann zwar gut zugänglich, erfordern aber nahezu doppelt soviel Platz wie einfache
Ringwaagen. B,ei raumsparenden Anordnungen von Doppelringwaagen sitzen die Ringkörper
parallel zur Frontscheibe hintereinander in einem tieferen Gehäuse oder parallel
zueinander senkrecht zur Frontscheibe. Die Anzeige erfolgt in diesem Falle auf zwei
nebeneinanderstehenden Profil skalen. In beiden Fällen ist die Wartung der Ringkörper
sehr erschwert, besonders dann, wenn an den Ringwaagen noch Geber für die Fernanzeige,
Regelung usw. vorgesehen sind. Die Ringkörper müssen zu Wartung zwecken mitsamt
ihrem Trägergestell aus dem Gehäuse genommen werden. Dies führt neben einem komplizierten
und unstabilen Aufbau des gesamten Gerätes zu Schwierigkeiten mit der Druckzuführung,
da die Druckzuführungsschläuche bzw. Rohre unnötig lang und weich ausgeführt werden
müssen. Für Hochdruckringwaagen mit ihren verhältnismäßig steifen Druckzaführungsleitungen
ist diese Bauform deshalb nicht ausführbar.
-
Die Erfindung geht aus von einer Doppelringwaage mit zwei zueinander
parallelen, senkrecht zur Frontscheibe stehenden, an einem gemeinsamen Traggestell
drehbar aufgehängten Ringkörpern und Anzeige an zwei Profilskalen. Die Erfindung
hesteht darin, daß das die beiden Ringkörper lagernd aufnehmende Traggestell um
eine zwischen den Ringkörpern stehende senkrechte Achse drehbar ist. In der normalen
Anzeigestellung stehen die Ringwaagen senkrecht zur Frontscheibe parallel nebeneinander;
zu Wartungszwecken kann ihre Ebene so verschwenkt werden, daß jeweils einer der
beiden Ringkörper und gegebenenfalls eine der kadiziervorrichtungen parallel zur
Frontscheibe vor dieser liegt. Die Druckzufeitungen zu den Ringkörpern können dadurch
verhältnismäßig kurz sei,n. \wenn sie so verlegt werden, daß sie in unmittelbarer
Nähe der Drehgestellachse durch den Gehäuseboden in das Gehäuse treten, so ist die
erforderliche Länge der Druckzuleitungen bei Verschwenkung der Ringkörper nicht
größer als in der Anzeigestellung. Der Teil des Gehäusebodens, nahe an der Drehachse
des Drehgestelles, durch den die Druckzuführungen und gegebenenfalls die elektrischen
Zuleitungen für die Fernmessung eingeführt werden,
wird zu diesem Zweck mit Vorteil
als mit dem Drehgestell fest verbundene, im Gehäuseboden selbst drehbare Platte
ausgebildet. Die D ruckzuführungsleitungen zwischen der Meßstelle und dem Ringwaagegehäuse
werden an die im Gehäuse liegenden Zuleitungen zu den Ringkörpern knapp unterhalt
der drehbaren Bodenplatte angeschlossen. Diese inneren Zuleitungen drehen sich bei
einer Verdrehung des Drehgestelles mit diesem mit und werden dadurch nicht verbogen
oder verdreht. Die außen liegenden Zuführungen können in der Nähe der Drehgestellachse
ein Stück weit senkrecht geführt werden, so daß sie die Verdrehung des Drebgestelles
und der Ringkörper in sich aufnehmen können. Bei Hochdruckringwaagen mit starren
Druckleitungen von der SIeßstelle zur Ringwaage können diese verschließbar und am
Ringwaagenanschluß leicht lösbar gemacht werden. Müssen die Ringkörper zu Wartungszwecken
verschwenkt werden, so werden die Anschlußleitungen unterhalb des Gehäusebodens
von den inneren Druckzuleitungen bzw. Spiralrohren gelöst. Damit ist dann eine leichte
Verdrehung des Drehgestelles mit Ringkörper, Radiziervorrichtungen, D ruckzuleitungen
und elektrischen Zuleitungen möglich. Durch eine Arretiervorrichtung kann dafür
gesorgt werden, daß die Ringwaage im normalen Betriebszustand in ihrer Eetriebslage
senkrecht zur Frontscheibe des Gerätes festgehalten wird.
-
Abb. 1 zeigt die Draufsicht auf eine Doppelringwaage nach der Neuerung
in Betriebsstellung. 1 und 2 sind die beiden Ringkörper, die an der Achse 3 pendelnd
aufgehängt sind. Die Zeiger 4 und 5 können mit den Ringkörpern direkt oder über
eine Radiziervorrichtung verbunden sein. Sie zeigen die Stellung der Ringwaage an
den Profllskalen 6 und 7 an. Die Achse 3, an der die Ringwaagen 1 und 2 hängen,
ist mit einem Traggestell 8 verbunden, das auch die beiden Profilskalen und gegebenenfalls
die Radiziervorrichtungen und eventuelle vorhandene Fernsender trägt. Es ist als
Platte ausgebildet, durch die die
Achse 3 der Ringwaagen hindurchgeführt
ist. Das Drehgestell 8 selbst ist in dem Gehäuse 9 um die ungefähr in Gehäusemitte
zwischen den Ringkörpern stehende senkrechte Achse 10 drehbar. In der Betriebsstellung
stehen die Ringwaagen senkrecht zur aufklappbaren Frontscheibe 11 des Gehäuses 9;
die Skalen 6 und 7 stehen vor dieser Frontscheibe.
-
Abb. 2 zeigt dieselbe Doppelringwaage mit zum Zwecke der Wartung
um die Achse 10 verschwenkten Ringkörpern 1 und 2 mit geöffneter Frontscheibe 11.
-
Die Bezugszeichen entsprechen den gleichen Bauteilen wie in Abb. 1.
Der Ringkörper 1 ist für Wartungszwecke bequem zugänglich. Für die Wartung des Ringkörpers
2 wird das Gestell 8 in entgegengesetzter Richtung verschwenkt.
-
Abb. 3 ist eine Frontalansicht einer für niedrige statische Drücke
bestimmten Ringwaage nach der Erfindung bei weggelassenen Skalen. In ,ihr ist dieLagerung
der Ringwaagen 1 und 2 an dem plattenförmigen Gestell 8 und die drehbare Lagerung
des Drehgestelles 8 selbst dargestellt. Das Gestell 8 ist auf einer um die Achse
10 drehbaren Bodenplatte 12 befestigt und wird oben an der Gehäusedecke in einem
Lager 13 geführt. Die Bodenplatte 12 sitzt auf einem Schulterlager 14 drehbar über
einem kreisförmigen Ausschnitt im Gehäuseboden. Durch -die Bodenplatte 12 werden
die Zuführungsschläuche 15 geführt, welche auch weiter oben an dem Gestell 8 befestigt
sind. Der Anschluß der von der Meßstelle kommenden äußeren Zuführungsschläuche 16
an die elastischen Leitungen 15 erfolgt knapp unterhalb der Bodenplatte 12. Diese
Art der Einführung der Druckzuleitungen in das Gehäuse bewirkt, daß ihr innerhalb
des Gehäuses liegender Teil 15 durch eine Verdrehung des Traggestelles 8 nicht verdrillt
wird. Die Verdrehung wird durch die außerhalb des Gehäuses liegenden, zur Drehachse
10 parallelen elastischen Zuführungsschläuche 16 aufgenommen. Da diese Zuführungsleitungen
nahe an der Achse 10 geführt werden, tritt dabei eine Längenänderung nicht auf.
Auch Verhiiegungsbeanspruchungen sind an dieser Stelle kaum vorhanden, so daß eine
kurze senkrechte Führung der Leitungen 16 außerhalb des Gehäuses genügt, um die
dabei ausschließlich auftretenden Verdrehungsbeanspruchungen ohne Schaden aufzunehmen.
-
In Abb. 4 ist eine Doppelringwaage nach ,der Erwindung für hohe statische
Drücke dargestellt. Die einzelnen Bauteile und deren Bezugszeichen entsprechen wieder
den vorhergehenden Abbildungen. Die Druckzuführungen 17 zu den Rigkörpern sind in
der bei IIochdruckringwaagen üiblichen Art als elastische Rohre oder als Metallspiralen
ausgebildet, welche an feste Rohrstutzen 18 angeschlossen sind. Die Rohrstutzen
18 sind mit der drehbaren Bodenplatte 12 fest verbunden und führen durch diese hindureh.
Die sauberen Zuführungen 16 können unterhalb der Bodenplatte an die Rohrstutzen
18 durch lösbare Verbin-
dungen 20.angeschlossen werden. Zu Wartungszwecken braucht
man nur die äußeren Zuleitungen 16 von den Rohrstutzen 18 zu lösen, um das Drehgestell
8 mit dler Bodenplatte 12, den Ring'körpern 1 und 2 und den inneren Zuführungen
17 und 18 verdrehen zu können.
-
Ventile 19 gestatten es dabei, die Zuführungsleitungen 16 dicht zu
verschließen. Auf diese Art ist es möglich, eine Doppelringwaage für hohe statische
Drücke in einem Profilgehäuse unterzubringen, ohne daß bei der Wartung der Ringwaage
Schwierigkeiten mit den inneren Druclçzuführungsleitunlgen auftreten.