DE2110813B2 - Als Nasslaeufer ausgebildeter Fluessigkeitszaehler - Google Patents
Als Nasslaeufer ausgebildeter FluessigkeitszaehlerInfo
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Description
40
Die Erfindung bezieht sich auf einen als Naßläufer ausgebildeten Flüssigkeitszähler mit elektrischer Impulsübertragung
der Drehbewegung einer Zählwerksdekade über einen auf eine Zeigerwelle aufgesetzten
Magneten und einer im Wirkbereich des Magneten liegenden Schalteinrichtung.
Es sind Flüssigkeitszähler bekannt bei denen der Magnetträger und die als gasdicht abgeschlossener
Kontakt ausgebildete Schalteinrichtung in das Meßoder Zählwerk selbst fest eingebaut worden sind. Bei
Trockenläufern ist durch diese zusätzlichen elektrischen Bauteile eine Sonderkonstruktion erforderlich,
da für einen nachträglichen Einbau kein Platz mehr im Meßwerk zur Verfügung steht. Bei Naßläufern hat man
die Schaltelemente mit der Fernleitung in einem besonderen abgedichteten Trockenraum des Meßwerkes untergebracht,
der den Zähler erheblich verteuert. Bei auftretenden Störungen sind hier erhebliche Montagearbeiten
und ein Entplomben des Wasserzählers erforderlich.
Es ist auch ein Flüssigkeitszähler bekannt, bei dem für die elektrische Impulsübertragung an Stelle des Zeigers
ein Magnet auf die Zeigerwelle des Zählwerkes aufgesetzt und an Stelle des üblichen Zählerkopfes von
oben ein die elektrischen Teile des Impulsgebers, wie Hall-Generator, Stromversorgungsteile, Verstärker
usw. aufnehmendes Steuergehäuse auf den Zähler aufeeschraubt
ist Bei diesem Zähler kann der Zahlerstand jedoch am Zähler selbst nicht abgelesen werden, da das
Sichtfeld des Zählwerkes und damit die Zeigerweile durch das aufgeschraubte Steuergehäuse nach oben
vollständig verdeckt ist
Bei einem anderen bekannten Zahler mit Impulsgeber
wirkt ein direkt im Zählwerk eingebauter und von den Antriebsrädern in Drehung gesetzter Magnet über
eine den Flüssigkeitsdurchtritt verhindernde Metalltrennwand auf eine im Zäblerkopf eingesetzte Kontaktschaltröhre
ein. Ein direktes Ablesen des Zählerstandes am Zähler ist auch hier nicht möglich, da ein
Zeigerwerk ganz fehlt und die Metalltrennwand die Sicht nach oben versperrt
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und die Gebereinrichtung für
die Fernübertraguiig so auszubilden, daß sie sich auch
nachträglich in serienmäßige Zähler einbauen läßt und ein Ablesen des Zählerstandes am Zähler selbst mög-
Die Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung darin gesehen, daß der Zählernaßraum nach oben
hin durch eine Klarsichtscheibe begrenzt ist. unter der die auf die Zeigerwelle eines bekannten Zeiger- oder
Zeiger-Rollenzählwerkes aufgesetzte Magnetscheibe sowie ablesbar die übrigen Zeiger mit Zeigerkreisebzw.
Zahienrollen angeordnet sind und in eine von oben in die Klarsichtscheibe eingebrachte, zum Naßraum
hin geschlossene Ausnehmung eine zusammen mit ihrem Fernleitungsanschluß in einem Gehäuse eingebettete
Kontaktschaltröhre einsetzbar und hierin arretierbar ist.
Durch diese Ausbildung läßt sich die Gebereinrichtung allein durch Aufstecken des Magnetträgers und
Auswechseln der normalen Klarsichtscheibe gegen eine mit einer Schaltröhre versehenen Scheibe in den
Wasserzähler einbauen. Die vorgeschlagene Unterbringung der Kontaktschaltröhre in einer Ausnehmung der
Klarsichtscheibe hat den Vorteil, daß die Zeiger mit den Zeigerkreisen bzw. die Zahlenrollen des Zählwerkes
nach oben sichtbar bleiben, so daß der jeweilige Zählerstand durch einen Blick auf die Klarsichtscheibe
jederzeit am Zähler selbst abgelesen werden kann. Auch besteht diese elektrische Fernanzeige nur aus wenigen
einfachen Bauteilen, und es wird hier kein zusätzlicher Raum für die Fernanzeige erforderlich, da die
Magnetscheibe im Bereich des abgenommenen Zeigers untergebracht ist und die Schaltröhre innerhalb des sowieso
vorhandenen Schauglases liegt. Bei auftretenden Störungen in der Schaltröhre bzw. in der Fernleitung
kann das Röhrengehäuse nach Entriegeln der Arretierung in einfacher Weise aus der Klarsichtscheibe herausgenommen
werden, so daß sich Störungen unmittelbar an der Einbaustelle selbst durch einen Nichtfachmann
in kürzester Zeit durch wenige Handgriffe beheben lassen.
In Weiterentwicklung der Erfindung wird vorgeschlagen, die Litzen der Fernleitung im Röhrengehäuse
in einmal oder mehrmals abgewinkelte Führungskanäle zu verlegen, wodurch die Litzenenden bei Zugbelastung
der Fernleitung in dem Röhrengehäuse selbstklemmend festgehalten werden und die Lötstellen an
der Schaltröhre somit zugentlastet sind.
Zweckmäßigerweise ist die Schaltröhre mit den angelöteten Enden der Fernleitung in eine nach unten offene
Wanne des Röhrengehäuses eingesetzt und mit einer flexiblen Kunststoffmasse vergossen. Dadurch
lassen sich auch die offenen Lötstellen in einfacher Weise zuverlässig gegen Feuchtigkeit schützen, und die
Röhre bekommt einen sicheren Halt im Röhrengehäuse. Durch das Vergießen mit einer flexiblen Kunststoffmasse
können außerdem mechanische und thermische Spannungen gemildert werden, so daß die empfindliche
Schaltröhre weitgehend vor Beschädigungen geschützt ist
Darüber hinaus wird vorgeschlagen, für die Arretierung
des Röhrengehäuses einen in den Spalt zwischen der Oberfläche der Klarsichtscheibe und der Innenkante
des Gehäusekopfes einsetzbaren Sprengring vorzusehen, dessen abgebogene Enden das Röhrengehäuse
übergreifen. Hierdurch läßt sich der durch das Einlegen des Abschlußringes bedingte Spalt zwischen Sichtscheibe
und Gehäusekopfinnenkante für die Unterbringung der Arretierung verwenden, wobei die abgebogenen
Enden das Röhrengehäuse in einfacher Weise sicher festhalten. Die Entriegelung des Röhrengehäuses erfolgt
allein durch Entfernen des Sprengriages.
Die Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, das die Zeichnung erkennen läßt,
und zwar zeigt
F i g. 1 einen Wasserzählerkopf mit Zählwerk, teilweise im Schnitt,
F i g. 2 eine Draufsicht auf den Zähler nach F i g. 1 bei teilweise geschnittenem Schutzdeckel,
F i g. 3 das Röhrengehäuse mit Schaltröhre und Fernleitungsanschluß im Längsschnitt in vergrößertem
Maßstab,
F i g. 4 das Röhrengehäuse nach F i g. 3 im Querschnitt und
F i g. 5 das Röhrengehäuse in Draufsicht.
Der als Naßläufer ausgebildete Flüssigkeitszähler 1 trägt an seinem Gehäuseoberteil 2 die Lagerplatte 3,
die sowohl als Führung für die Triebräder 4 des Übersetzungswerkes dient als auch gleichzeitig auf ihrer
Oberseite das Zifferblatt für die Zeigerkreise 5 bildet. Auf das Gehäuseoberteil 2 ist der Gehäusekopf 6 aufgeschraubt,
der zwischen dem Dichtring 7 und dem Ring 8 die Klarsichtscheibe 9 einspannt
Für die vorgesehene elektrische Fernübertragung des Meßwertes ist von einer der Zeigerwellen 10 der
Zeiger 11 abgenommen und auf diese Zeigerwelle ein ' scheibenförmiger Magnetträger 12 aufgesteckt worden.
Dieser mit einem oder mehreren Magneten 13 versehene Magnetträger 12 läuft entsprechend dem
Durchfluß mit der Zeigerwelle 10 um und überträgt seine Magnetwirkung auf die in die Klarsichtscheibe 9 eingebaute
gasdichte Kontaktschaltröhre 14, die als Reed-Kontakt ausgebildet ist Bei jedem Überfahren der
Röhre durch einen Magneten 13 wird ein Schaltimpuls und damit ein Fernleitungsimpuls abgegeben. Die
Schaltröhre 14 ist in ein besonderes Röhrengehäuse 15 eingebaut das auch die Anschlußenden 16 und 17 der
Fernleitung 18 trägt Das komplette Röhrengehäuse 15 ist als Ganzes von oben in eine nach oben hin offene
Ausnehmung 19 der Klarsichtscheibe 9 einsetzbar und hierin arretierbar und kann auch jederzeit wieder leicht
aus dieser Ausnehmung 19 herausgenommen werden. Dadurch lassen sich Störungen der Schaltröhre oder
der Fernleitungsanschlüsse in einfachster Weise durch Auswechseln des Röhrengehäuses beheben.
Wie insbesondere die F i g. 3 bis 5 zeigen, besitzt das Röhrengehäuse 15 auf der Unterseite eine zum Zähler
hin offene Wanne 20, in die die Schaltröhre 14 eingesetzt ist Jn dieser Wanne 20 sind auch die Anschlußlötstellen
21 für die Anschlußenden 16 und 17 der Fernleitung untergebracht und die Schaltröhre 14 und die Verbindungsstellen
21 sind ganz mit einer flexiblen Kunststoffmasse 22 vergossen.
Die Anschlußenden 16 und 17 der Fernleitung 18 sind im Röhrengehäuse 15 in Führungskanäle 23 verlegt,
die bis zur Lötstelle 21 hin mehrmals abgewinkelt sind, so daß sie eine Zugentlastung für die Lötstellen 21
und für die empfindliche Schaltröhre 14 bewirken.
Damit die Arretierung und Entriegelung für den Ein- und Ausbau des Röhrengehäuses 15 schnell erfolgen
kann, ist als Befestigung ein Sprengring 24 vorgesehen, dessen abgebogene Enden 25 über das Röhrengehäuse
15 greifen. Dieser Sprengring ist in den vorhandenen Spalt zwischen der Oberfläche der Sichtscheibe 9 und
der Innenkante des Gehäusekopfes 6 eingesetzt Die aus dem Röhrengehäuse 15 austretenden Enden 16 und
17 der Fernleitung 18 sind oberhalb der Sichtscheibe 9 radial nach außen hin abgebogen und durch eine öffnung
im Gehäusekopf 6 nach außen geführt Der Dekkei 26 schützt die Scheibe 9 und das komplette Röhrengehäuse
15 vor Beschädigung. Für das Ein- und Ausbauen des Röhrengehäuses 15 ist ein Entfernen der
Plombe 27 nicht erforderlich, da der Gehäusekopf 6 hierfür nicht abgeschraubt zu werden braucht. Die Abschrägung
28 auf der Oberseite des Röhrengehäuses 15 dient zum besseren Einfädeln der Anschlußenden 16
und 17 der Fernleitung 18. Das Röhrengehäuse 15 und auch die Gießmasse 22 sind vorzugsweise aus glasklarem
Kunststoff, damit die Sicht zum Zifferblatt hin nicht zu sehr behindert wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Als Naßläufer ausgebildeter Flüssigkeitszähler mit elektrischer Impulsübertragung der Drehbewegung
einer Zählwerksdekade über einen auf eine Zeigerwelle aufgesetzten Magneten und einer im
Wirkbereich des Magneten liegenden Schalteinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zählernaßraum nach oben hin durch eine Klarsichtscheibe (9) begrenzt ist, unter der die auf die Zeigerwelle
(10) eines bekannten Zeiger- oder Zeiger-Rollenzählwerkes
aufgesetzte Magnetscheibe (12) sowie ablesbar die übrigen Zeiger (11) mit Zeigerkreise
(5) bzw. Zahlenrollen angeordnet sind und in eine von oben in die Klarsichtscheibe (9) eingebrachte,
zum Naßraum hin geschlossene Ausnehmung (19) eine zusammen mit ihrem Fernleitungsanschluß (16,
17) in einem Gehäuse (15) eingebettete Kontaktschaltröhre (14) einsetzbar und hierin arretierbar ist
2. Flüssigkeitszähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Litzen (16, i7) der F«*i uleitung
(18) im Röhrengehäuse (15) in einmal oder mehrmals abgewinkelte Führungskanäle (23) verlegt
sind.
3. Flüssigkeitszähler nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß sich die Schaltröhre
(14) mit den Anschlußlötstellen (21) der Fernleitung (18) in einer nach unten offenen Wanne (20) des
Röhrengehäuses (15) befindet und mit einer flexiblen Kunststoffmasse (22) vergossen ist.
4. Flüssigkeitszähler nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß für die Arretierung
des Röhrengehäuses (15) ein in den Spalt zwischen Oberfläche der Klarsichtscheibe (9) und Innenkante
des Gehäusekopfes (6) einsetzbarer Sprengring (24) vorgesehen ist, dessen abgebogene Enden (25) das
Röhrengehäuse übergreifen.
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|---|---|
| DE (1) | DE2110813B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4402421A1 (de) * | 1993-03-19 | 1994-09-22 | Landis & Gyr Business Support | Plombiervorrichtung für Meßwertgeber |
Families Citing this family (2)
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| DE8715591U1 (de) * | 1987-11-25 | 1988-01-14 | Stadtwerke Krefeld Ag, 4150 Krefeld | Rollenzählwerk, insbesondere für Gasmengenzähler |
-
1971
- 1971-03-06 DE DE2110813A patent/DE2110813B2/de not_active Ceased
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