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DE1101069B - Kolben fuer hydraulische, pneumatische oder hydraulisch/pneumatische Geraete - Google Patents

Kolben fuer hydraulische, pneumatische oder hydraulisch/pneumatische Geraete

Info

Publication number
DE1101069B
DE1101069B DEL23723A DEL0023723A DE1101069B DE 1101069 B DE1101069 B DE 1101069B DE L23723 A DEL23723 A DE L23723A DE L0023723 A DEL0023723 A DE L0023723A DE 1101069 B DE1101069 B DE 1101069B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
liquid
piston according
flow
channel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL23723A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Walter Loeckmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS WALTER LOECKMANN
Original Assignee
HANS WALTER LOECKMANN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HANS WALTER LOECKMANN filed Critical HANS WALTER LOECKMANN
Priority to DEL23723A priority Critical patent/DE1101069B/de
Publication of DE1101069B publication Critical patent/DE1101069B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J1/00Pistons; Trunk pistons; Plungers
    • F16J1/09Pistons; Trunk pistons; Plungers with means for guiding fluids

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Damping Devices (AREA)

Description

  • Kolben für hydraulische, pneumatische oder hydraulisch/pneumatische Geräte In Kolben für hydraulische, pneumatische oder hydraulisch/pneumatische Geräte, welche im wesentlichen aus einem, eine Flüssigkeit (oder ein Gas unter normalem oder erhöhtem Druck, oder Flüssigkeit und Gas) enthaltenden, beiderseits :geschlossenen Zylinder und einem darin beweglichen Kolben bestehen, .dessen Kolbenstange das eine Zylinderende dichtend durchdringt, sind die Durchströmöffnungen für die Flüssigkeit, sei es, daß diese bei Hin- und Herbeweguugen des Kolbens diesen durchströmt oder zwischen Kolben und Zylinder geführt wird, vorzugsweise parallel zur Koibenachse angeordnet. Beispiele solcher Geräte sind Rücklaufbremsen, Federbeine, Stoßdämpfer, Türschließer, Mischgeräte.
  • Da im Interesse einer optimalen Ausnutzung der Baulänge .des Gerätes die Ausdehnung des Kolbens in axialer Richtung häufig begrenzt ist, gilt das gleiche für die Länge solcher Durchströmöffnungen.
  • Es ist aus konstruktiven Gründen vorgeschlagen worden, Kanäle schräg zur Kolbenachse auf einem Kolbenradius anzuordnen. Dadurch ist zwar als Nebenwirkung auch eine Verlängerung des Kanals gegenüber dem üblichen axialen Verlauf zustande gekommen, jedoch wurde eine funktionell bedeutungsvolle Verlängerung, Anordnungsart oder Ausbildung der Kanäle weder beabsichtigt noch erzielt.
  • Gerade das aber will .die vorliegende Erfindung dadurch erzielen, daß sie mindestens einen von einer Kolbenseite zur anderen führenden Durchströmkanal in .der Weise anordnet, daß er, in der AxialprojAtion des Kolbens gesehen, mindestens teilweise auf einer Sehne, einem Kreisbogen, einem Spiralbogen, einer beliebig gekrümmten Linie oder einer Kombination der genannten Linien verläuft, wobei die Eintrittsöffnung einerseits und die Austrittsöffnung andererseits in verschiedener Entfernung von der Kolbenrachse angeordnet werden können.
  • Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, die Durchströmöffnungen oder -kanäle so anzuordnen, daß die austretende Flüssigkeit die Tendenz hat, danach im Zylinder eine kreisende Bewegung auszuführen. Meist wird auch die übrige auf der betreffenden Kolbenseite befindliche Flüssigkeit dadurch zu dieser Bewegung angeregt, namentlich wenn die Kolbenbewegung sich häufig wiederholt. Damit wird einerseits eine bessere Abgabe und Abführung der aus der Umwandlung der Bewegungsenergie stammenden Wärme über die Zylinderwand. nach außen erreicht, und andererseits vermieden, daß die austretende Flüssigkeit in scharfem, parallel zur Achselgerichtetem Strahl in den Zylinderraum ,gespritzt wird und in etwa vorhandene gasgefüllte, von .der Flüssigkeit nicht hermetisch getrennte Ausgleichsräume turbulent eindringen und unerwünschte Gemischbildung verursachen kann.
  • Eine weitere Verfeinerung der Erfindung besteht darin, für die beiden entgegengesetzten Durchströmrichtungen, entsprechend den beiden Richtungen -der Kolbenbewegung, zwei verschiedene Durchströmkanäle oder Gruppen von Kanälen anzuordnen und deren Verlauf gegeneinander zu versetzen, so daß die Richtung der den Kolben von einer. zur anderen Seite wie aber auch in umgekehrter Richtung durchströmenden Flüssigkeit in bezug auf die kreisende Bewegung stets gleichgerichtet ist. Die Flüssigkeitsbewegungen erfolgen im gleichen Drehsinn. Meist gerät nach mehreren, kurz hintereinander stattfindenden Kolbenbewegungen die gesamte Flüssigkeit in kreisende Bewegung, wodurch eine gleichmäßige Verteilung und Abführung der Wärme gefördert wird. Befindet sich im Zylinderraum noch, von der Flüssigkeit nicht getrennt, Gas, so wird die gleichmäßige Durchmischung begünstigt. Das gleiche gilt für andere, beispielsweise staubförmige Beimengungen. Ferner ist sonst bei jeder Richtungsumkehrung, besonders eines schnell hin- und herbewegten Kolbens eine völlige Umkehrung auch der Bewegungsrichtung der Flüssigkeitsströme unvermeidlich mit allen unerwünschten Begleiterscheinungen wie Kavitationsbildung, Entstehung von Zonen niederen Druckes, Gasaustritt aus der Flüssigkeit, stoßweise Funktionen u. dgl. Hingeigen besteht bei erfindungsgemäßer Ausbildung der Unterschied im Kräfteparallelogramm der beiden Flüssigkeitsströme vor und nach der Umkehrung der Kolbenbewegung nur in einer Komponente, welche wesentlich kleiner wird, als die gemeinsame Komponente namentlich bei infolge hochfrequenter Kolbenbewegung schnell ansteigender Rotationsgeschwindigkeit der Flüssigkeit. Die Übengänge werden daher besonders sanft und stoßfrei, was bei verschiedenen der mit erfindungsgemäßen Kolben ausgerüsteten Geräte von :großem Vorteil ist.
  • Die Fig. 1 bis 9 zeigen beispielsweise Ausführungen der Erfindung.
  • Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt und Fig. 2 eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen Kolbens, der h=ier aus zwei Teilen bestehend --gezeichnet ist, obwohl die Erstellung aus einem Stück oft vorteilhafter ist.
  • Er kann aus Bronze, Grauguß, Stahlbguß oder gesintertem Metall angefertigt und notfalls mit Kolbenringen versehen werden; so daß sich einerseits gute Laufeigenschaften im Zylin=der ergeben und andererseits die erforderliche Festigkeit auch bei niederer Bauhöhe und ausgedehnten Kanalsystemen gewahrt bleibt. Kolbendurchmesser _ und Zylinderdurchmesser können so bemessen werden, daß der Kolben voll zurr Tragen kommt.
  • Es sind zwar Konstruktionen bekannt, bei denen zwischen Kolben und Zylinder ein Ringspalt freigelassen wird, durch welchen die Flüssigkeit in Filmform zwecks sogenannter viskoser Bremsung hindurchgepreßt wird. Sind jedoch Kolbenstange und Zylinder nicht sicher geführt, so kommt es dabei leicht zu einseitigem Tragen und Abnutzen, zu Geräuschen, Kolbenfressen und anderen unerwünschten Erscheinungen sowie zu ungenauer Funktion. Eine etwa wünschenswerte Filmbildung erreicht" der erfindungsgemäße Kolben durch Anordnung filmbildender Spalten im Kolben; durch .die erfindungsgemäße Anordnung im Winkel oder sogar quer zur Kolbenachse können Länge und Querschnitt dieser Spalten ausreichend groß auch bei niedrigem Kolben - gehalten werden, im Gegensatz zu den schon vorgeschlagenen, den Kolben im wesentlichen axial durchdringenden Spalten, so daß keine Notwendigkeit mehr besteht, beider Bemessung des Spiels zwischen Kolben und Zylinder andere als .die üblichen Rücksichten zu nehmen-In den Fig. 1 und 2 besteht der Kolbenkörper 1 aus zwei Teileng und 3; 4 ist die Kolbenstange, 5 und 6 sind zwei Durchströmkanäle, beide für die Strömungsrichtung von der Unterseite zur Oberseite des Kolbens. Der Kanals hat seine Austrittsöffnung auf der Oberseite des Kolbens bei 7; der Kanal 6 hat seine Eintrittsöffnung auf der Unterseite des Kolbens bei B. Zur Erleichterung einer präzisen Herstellung namentlich bei komplizierten Kanalsystemen kann der Kolben aus zwei vorzugsweise im wesentlichen gleichen Teilen 2 und 3 hergestellt werden, denen präzise Lage gegeneinander in bekannter Weise .durch Stifte und Stiftlöcher oder in sonstiger Art gesichert wird. Der Kolben ist auf seiner Kolbenstange mittels vorzugsweise versenkt angeordneter Mutter und Kontermutter gegen eine Schulter der Kolbenstange verschraubt und befestigt.
  • Die Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Oberseite des Kolbens 1. 7 und 7' sind Austrittsöffnungen -auf der Oberseite entsprechend den Eintrittsöffnungen - 8 und 8' des gleichen Durchströmkanals auf der Unterseite. Für die umgekehrte Durchströinrichtung von der Kolbenoberseite zur Kolbenunterseite bei Aufwärtsbewegung des Kolbens ist ein zweites Kanalpaar um 90° versetzt angeordnet mit den Eintrittsöffnungen 9 und 9' oben und den Austrittsöffnungen 10 .und 10' unten. Die beiden Pfeile 11 und 11' zeigen die Strömungsrichtung der aus beiden Austrittsöffnungen 7 und 7' austretenden Flüssigkeitsströme an, während die Pfeile 12 und 12' die Richtung der in .den beiden Eintrittsöffnungen 9 und 9' eintretenden Flüssiigströme bezeichnen.
  • Die Richtung aller Ströme im Drehsinn ist identisch. Das gleiche ergibt sich unterhalb,des Kolbens, und der Drehsinn oberhalb des Kolbens ist der gleiche wie unterhalb des Kolbens, das heißt er ist bei jeder Kolbenbewegung und jeder Flüssigkeitsbewegung gleich.
  • In Fig. 2 ist mit A-A die Lagedes. in Fig. 1 wiedergegebenen Axialschnittes gekennzeichnet. B-B kennzeichnet einen in Fig. 3 wiedergegebenen Sehnenschnitt durch den Kolben und den Durchströmkanal 9'-10'; C-C kenn=zeichnet einen Querschnitt auf dem Kreisbogen durch den Kanal, der in Fig. 4 abgewickelt wiedergegeben ist.
  • Die Fig. 3 zeigt die Führung des Durchströmkanals im Kolben; der Einfachheit der Darstellung halber ist der Winkel, den der Kanal zur Kolbenachse (und damit zur Kolbznstangenachse und zur Zylinderachse) bildet, relativ klein gehalten, während er in praktischen Ausführungen vorzugsweise ,größer- und mindestens streckenweise 90 Grad möglichst angenähert ist. Durch die Form des Kanals, z. B. enger Spalt mit kreisbogenförmigen - wie in Fig. 2 - geschwungenen oder geraden seitlichen Wänden, als ellipsenähnliche oder runde Durchbohrung; ferner durch -die Anordnung von Ein- und Austrittsöffnungen in gleichem oder unterschiedlichem Abstand vom Mittelpunkt, durch gleiche oder unterschiedliche Ausbildung des Kanalquerschnitts und der Öffnungen (z. B. verengt, erweitert, allmählich übergehend, versenkt, wulstförmig erhöht) u. dgl. hat die praktische Ausführung zahlreiche Möglichkeiten zur Anpassung der Funktion (Rotation, Durehmischung, Bremswirkung, Wärme-Erzeugung und -Abgabe u. dgl.) an die jeweiligen Umstände. Beispielsweise können die Durchströmkanäle so; ausgebildet werden, .daß der gleiche Kanal oder Kanalgruppe sowohl für die Durchströmung des Kolbens von oben nach unten, wie auch in umgekehrter Richtung dient, in welchem Falle sie vorzugsweise den Kolben in gleicher Neigungsrichtung durchdringen, wenn nicht mittels entgegengesetzt geneigter Kanäle Turbulenzen und damitbesondere Wirkungen zur Mischung, Bremsung u. dgl.,erzielt werden sollen. Fig. 3 zeigt einen solchen Kanal.
  • Ist das nicht erwünscht und soll ein Kanal nur in einer Richtung durchflössen werden, so sind besondere, meist ventilartige Hilfsmittel vorzusehen, welche, im Falle der Verwendung eines solchen Gerätes zur Bremsung -von Bewegungen, oft gleichzeitig die Aufgabe erfüllen, dem Durchfluß einen Widerstand entgegenzusetzen, weicher vorzugsweise mit wachsender Durchflußmenge ansteigen soll. Auch sind oft Hilfsmittel zur Richtung des Flüssigkeitsstromes, zum thermostatischen Ausgleich der temperaturabhängigen Viskosität der Flüssigkeit u. .dgl. vorgesehen.
  • Die Fig: 4 zeigt den abgewickelten Kreisbogenschnitt C-C aus Fig. 2. Die mit D und E bezeichneten Ausschnitte sind in den Fig. 5 und 7 in größerem Maßstab detailliert.
  • In Fig. 5 ist 13 ein in die Eintrittsöffnung 9' hineinragendes Federblatt. Es verschließt die Öffnung gegen eindringende Flüssigkeit so lange, bis es durch ausreichenden Druck zurückgedrückt wird und einen Durchgang freigibt. Unter steigendem Druck wird die freigegebene Öffnung unter entsprechend größerem Kraftaufwand größer. Der Schnitt F-F ist in Fig. 6 wiedergegeben und zeigt die Anordnung .eines. freien, dauernden Durchlasses 14 für das unbehinderte Passieren kleiner Flüssigkeitsmengen. Fig. 7 zeigt die Austrittsöffnung 10', welche mit einer Federplatte 15 verschlossen ist, welche zwar den Austritt von Flüssigkeit zuläßt, nicht aber den Eintritt; je nach dem für die Federplatte gewählten Material, der Dicke und der Anordnung, sowie der Ausbildung der Austrittsöffnung wird der Austritt der Flüssigkeit nicht behindert, oder aber die Federplatte 15 wirkt in bekannter Weise bremsend, in welchem Falle ein freier Durchlaß ähnlich Fig. 6 angebracht werden kann.
  • Entweder kann für jede Öffnung eine eigene Federplatte angeordnet werden, oder die Federplatten für verschiedene Öffnungen werden in einem Element vereinigt. Beispielsweise kann für eine Kolbenseite ein Rondell aus Federstahl angeordnet werden, in welchem für die einzelnen Öffnungen Federzungen oder freie Aussparungen ausgestanzt sind.
  • In Fig. 8 ist die rechte, mit G bezeichnete Hälfte die Draufsicht auf ein solches Rondell aus Federstahl, in der 16 eine durch Ausstanzen freigelegte Federplattenzunge zur Beaufschlagung einer Eintrittsöffnung (z. B. 7') darstellt, während 17 eine Federplattenzunge zur Einführung in eine Eintrittsöffnung (z. B. 9') darstellt. Solche Rondelle oder Federplatten können aus einer oder mehreren paketartig angeordneten gleichartigen oder verschiedenartigen (nach Material, Dicke und Form) Platten, bestehen. Solche Rondelle können mittels Schraubmutter und Unterlegscheibe in bekannter Weise oberhalb oder unterhalb des Kolbens auf dessen Fläche befestigt werden. Es können auch besondere Halteplatten zu ihrer Fixierung und zur Verstärkung oder Präzisierung der Federwirkung angeordnet werden. Eine solche ist beispielsweise in der linken, mit H bezeichneten Hälfte der Fig. 8 schraffiert dargestellt.
  • Federplatten und andere Hilfseinrichtungen können, namentlich bei aus mehreren Teilen aufgebauten Kolben, auch in dessen Innerem angeordnet werden. Fig. 9 zeigt ein Beispiel .einer solchen Ausführung. Darin ist 2 der obere, 3 der untere Teil eines zweiteiligen Kolbens. In der Durchströmrichtung von unten nach oben strömt die Flüssigkeit in die Einströmöffnung 8 und trifft im Inneren des Kanals auf die Federplattenzunge 18; welche zwischen den beiden Kolbenteilen befestigt ist und ventilartig das Durchströmen in umgekehrter Richtung verhindert. Solange der Flüssigkeitsdruck nicht ausreicht, um die Federzunge anzuheben, kann Flüssigkeit in beschränktem Ausmaß durch den freien Durchlaß 14 fließen. Steigt der Druck, so wird in steigendem Maße die Federzunge 18 angehoben, und Flüssigkeit strömt, von der Federzunge 18 gebremst, in denInnenraum 19. Sie gelangt dann weiter durch den als enger Spalt ausgebildeten Raum 20, wo beim Durchfließen viskose Bremsung stattfindet, und dann in die relativ enge Austrittsöffnung 7, durch die sie mit hoher Geschwindigkeit in den oberen Zvlinderraum ausströmt. 21 ist eine zwischen den Kolbenteilen 2, 3 angeordnete, am anderen Ende blockierte Platte aus Material mit hohem Ausdehnungskoeffizienten, beispielsweise einem Polyamid, welche mit ihrem freien Ende in den Raum 20 hineinragt. Bei steigender Temperatur wird sie länger und .dringt in steigendem Maße in den Spalt 20 ein, verengt ihn, erhöht seine Bremswirkung und sorgt so für einen Ausgleich für die mit steigender Temperatur sinkende Viskosität der Flüssigkeit bei als Bremse verwendeten Geräten.
  • Es kann vorteilhaft sein, den Kolben in an sich bekannter Weise drehbar auf der Kolbenstange anzuordnen, so daß er unter dem Rückstoß der durchfließenden Flüssigkeit rotiert und die Energie dieser Rotation und die Drehreibung zwischen Kolben und Zylinder zur Modifizierung .der Funktion ausgenutzt werden können; beispielsweise ist infolge der Kolbenrotation und dieser entgegengesetzt verlaufenden Durchflußöffnungen nach einer Umkehrung der Richtung der axialen Kolbenbewegung der dieser durch die Flüssigkeit entgegengesetzte Widerstand und sein Anstieg geringer, so .daß Stöße vermieden werden, ferner wird einseitige Abnutzung des Kolbens vermieden und die Reibung zwischen Kolben und Zylinderwand in axialer Bewegungsrichtung herabgesetzt.
  • Um bei ungewöhnlich plötzlichen Kolbenbewegungen Stöße und Störungen zu vermeiden, können eine oder mehrere Durchlässe nach Art von Überdruckventilen angeordnet werden, welche, etwa in der Form zylindrischer Durchbohrungen, die mit federbelastenden Kugeln verschlossen ,sind, in Kolben, oder Kolbenstangen angeordnet werden und beim Überschreiten einer bestimmten Druckdifferenz zwischen beiden Kolbenseiten einen vorzugsweise umgebremsten Durchlaß freigeben.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Kolben ist es möglich, die Einrichtungen so auszubilden, daß er auch zur Konstruktion rein pneumatischer Geräte verwendet werden kann, wobei die Verwendung verdichteten Gases vorzuziehen ist, ebenso kann er auch der Verwendung von Gemischen aus Gas und Flüssigkeit angepaßt werden; die obigen Erklärungen gelten dann sinngemäß besonders hinsichtlich des Ausdrucks »Flüssigkeit«.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kolben für hydraulische, pneumatische oder hydraulisch/pneumatische Geräte, dadurch gekennzeichnet, daß er mindestens einen Durchströmkanal aufweist, welcher so angeordnet ist, daß er in der Axialprojektion des Kolbens mindestens teilweise auf einer Sehne, einer gekrümmten Linie oder einer Kombination beider verläuft.
  2. 2. Kolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausströmöffnung des Durchströmkanals der austretenden Flüssigkeit eine annähernd tangentiale Bewegungsrichtung gibt.
  3. 3. Kolben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei beiden Richtungen der Kolbenbewegung der gleiche Durchströmkanal von der Flüssigkeit abwechselnd in der einen und anderen Richtung durchflossen wird.
  4. 4. Kolben nach. Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Kanäle in gleichgerichteter Winkelstellung angeordnet sind.
  5. 5. Kolben nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Kanäle in gegenläufiger Winkelstellung geführt sind.
  6. 6. Kolben nach Ansprüchen 1, 2, 4, 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens je ein Kanal mittels ventilartiger Hilfsmittel für eine der beiden Durchströmungsrichtungen im wesentlichen gesperrt ist.
  7. 7. Kolben nach Ansprüchen 1, 2, 4, 5, 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei gegenläufig geführte Kanäle angeordnet sind und einer für die eine und der andere für die andere Durchströmungsriehtung im wesentlichen gesperrt ist und beide nur im gleichen Drehsinn, auf die Kolbenachse bezogen, durchströmt werden können. B. Kolben nach Ansprüchen 1, 2, 4, 5, 6, 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf mindestens einer Kolbenseite mindestens eine Federplatte angeord-. net ist, die mit mindestens einer Zunge einen Kanal verschließt und ihn höchstens bei steigenden. Flüssigkeitsdruck öffnet. 9. Kolben nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Federplatte von einer Haltescheibe auf dem Kolben festgehalten wird. 10. Kolben nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben in an sich bekannter Weise aus mindestens zwei vorzugsweise gleichen und übereinander angeordneten Teilen aufgebaut ist. 11. Kolben nach Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in seinem Innern Vorrichtungen zur Bremsung und/oder Absperrung der durchströmenden Flüssigkeit angeordnet sind. 12. Kolben nach Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in seinem Innern mindestens eine Vorrichtung zur thermostatischen Regelung angeordnet ist. 13. Kolben nach Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Vorrichtung nach Art eines Sicherheitsventils angeordnet ist, welche bei Überschreitung einer gewissen Differenz zwischen den Drücken auf beiden Kolbenseiten der Flüssigkeit einen ungehinderten Durchlaß freigibt. 14. Kolben nach Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er in an sich bekannter Weise um die Kolbenstangenachse drehbar angeordnet ist. 15. Kolben nach Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die strömungsgerecht ausgebildeten Durchströmkanäle am Eintritt größeren Ouerschnitt haben als am Austritt. 16. Kolben nach Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß Hilfsmittel wie Ventilplatten, Bremsplatten u. dgl., im wesentlichen gleichlaufend zur Strömungsrichtung angeordnet, den Flüssigkeitsstrom ohne Umkehrung und Umlenkung im erfindungsgemäßen Richtungssinn steuern. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 899 302, 932 044, 1000650.
DEL23723A 1955-12-22 1955-12-22 Kolben fuer hydraulische, pneumatische oder hydraulisch/pneumatische Geraete Pending DE1101069B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005058553A1 (de) * 2005-12-08 2007-06-21 Zf Friedrichshafen Ag Kolbenbefestigung bei einem Schwingungsdämpfer

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE899302C (de) * 1942-01-03 1953-12-10 Hemscheidt Maschf Hermann UEberdruckventil, insbesondere fuer Fluessigkeitsstossdaempfer von Kraftfahrzeugen
DE932044C (de) * 1951-06-29 1955-08-22 Gen Motors Corp Hydraulischer Stossdaempfer
DE1000650B (de) 1956-06-30 1957-01-10 Sulzer Ag Kolben

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