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Hintergrund
der Erfindung und Stand der Technik
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Ventilvorrichtung mit
einem Ventil, das einen Auslaßkanal
aufweist, eine feststehende Oberfläche, ein Trageelement, das
von der feststehenden Oberfläche
beabstandet und drehbar um eine Achse ist, und eine Membran, die
sich in der Weise zwischen der feststehenden Oberfläche und
dem Trageelement befindet, daß,
wenn sich das drehbare Trageelement in einer ersten Drehposition
in Bezug auf die feststehende Oberfläche befindet, die Membran eine Öffnung bedeckt,
die mit dem Auslaßkanal
verbunden ist und sich in der feststehenden Oberfläche befindet,
und, wenn das Trageelement sich in einer zweisen Drehposition befindet,
die Öffnung
freigegeben ist.
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In
vielen verschiedenen Bereichen werden Magnetventile verwendet, z.
B. als Stell- oder Steuerventile in verschiedenen Systemen und Anordnungen,
die bei hohen oder niedrigen Drücken
arbeiten, z. B. Melkmaschinen. Solche Magnetventile haben den Nachteil,
daß sie
ziemlich schwer und groß sind. Deshalb
brauchen sie viel Platz und können
nicht bei kleineren Anordnun gen verwendet werden, insbesondere,
wenn diese leicht und schnell zwischen verschiedenen Positionen
bewegt werden sollen. Weiterhin benötigen solche Ventile oft Energie,
was daran liegt, daß der
Magnet eine kontinuierliche Stromversorgung benötigt, um mindestens eine der
Positionen des Ventils aufrechtzuerhalten.
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Die
WOA1-8 201 924 offenbart eine solche eingangs definierte Ventilvorrichtung,
die ein Gehäuse
aufweist mit einem Einlaßkanal
und einem Auslaßkanal.
Die innere Oberfläche
des Ventilgehäuses weist
eine Öffnung
auf, die mit einem der Kanäle
verbunden ist, sowie ein von der Oberfläche beabstandetes Trageelement
im Ventilgehäuse.
Zwischen dem Trageelement und der Oberfläche befindet sich eine elastische
Membran in solcher Weise, daß, wenn
sich das drehbare Trageelement in einer ersten Drehposition in Bezug
auf die feststehende Oberfläche
befindet, die Membran die Öffnung
bedeckt, und wenn sich das Trageelement in einer zweitem Drehposition
befindet, die Öffnung
freigegeben ist. Das drehbare Trageelement umfaßt eine longitudinale Achse,
um die es in Bezug auf die Oberfläche drehbar ist und die parallel
zur Oberfläche
verläuftt.
In den meisten der offenbarten Ausführungsformen wird die Membran
lose von einer geschlossenen Bandschleife geformt, die sich zwischen
der Oberfläche
und dem Trageelement befindet und aufgrund der Drehung des Trageelementes
auf der Oberfläche
zwischen einer Position über
der Öffnung
und einer Position neben der Öffnung
hin und her rollt. Daher kann die exakte Position der Membran durch
die Drehposition des Trageelementes schwierig zu bestimmen sein.
Darüber
hinaus offenbart dieses Dokument eine Ausführungsform, in der die Membran
an einer ebenen Oberfläche
angebracht ist und an einem verschiebbaren Spannbolzen, wobei die
Membran durch die Verschiebung des Spannbolzens von einer Endposition
zur anderen über
eine in der ebenen Oberfläche
vorhandene Auslaßöffnung rollt.
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Die
EP-532618 B1 offenbart eine ähnliche Ventilvorrichtung,
wie sie eingangs definiert wurde, und umfaßt ein Ventilgehäuse mit
einem Einlaßkanal und
einem Auslaßkanal.
Im Ventilgehäuse
befinden sich eine innere feststehende Manteloberfläche und ein
drehbarer, zu dieser Oberfläche
beabstandeter Ventilkörper.
Zwischen der inneren zylindrischen Manteloberfläche und dem Ventilkörper befindet
sich eine Membran in solcher Weise, daß, wenn der Ventilkörper sich
in einer ersten Drehposition in Bezug auf die zylindrische Manteloberfläche befindet,
die Membran eine Öffnung
bedeckt, die mit dem Auslaßkanal
verbunden ist und sich in der zylindrischen Manteloberfläche befindet,
und daß,
wenn sich der Ventilkörper
in einer zweiten Drehposition befindet, die Öffnung freigegeben ist. Außerdem verläuft nach diesem
Dokument die longitudinale Drehachse des Ventilkörpers parallel zur zylindrischen
Manteloberfläche.
Um den Energieverbrauch zu verringern, schlägt dieses Dokument die Bereitstellung
eines Flügels
vor, durch den wenigstens ein Teil der kinetischen Energie des Mediums,
das durch das Ventil strömt,
wiedergewonnen werden kann.
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Aufgrund
der Tatsache, daß die
Achse des Ventilkörpers
dieser beiden bekannten Ventilvorrichtungen parallel zur zylindrischen
Mantelvorrichtung liegt, wird die Ventilvorrichtung ziemlich voluminös. Da die
Membran eine bestimmte Länge
haben muß, um
die Auslaßöffnung zu
bedecken bzw. freizugeben, muß der
Radius des drehbaren Ventilkörpers
einen bestimmten Wert überschreiten,
wenn die Länge der
benötigten
Drehbewegung zum Beispiel auf eine Vierteldrehung beschränkt werden
soll. Der Radius der zylindrischen Manteloberfläche ist daher gegeben durch
den Radius des Ventilkörpers
plus Abstand zwischen Manteloberfläche und Ventilkörper, der
wiederum bestimmt wird von der Dicke und den Eigenschaften des in
der Membran verwendeten Materials.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Ventilvorrichung
bereitzustellen, die kompakt ist und beim Überschatten wenig Energie brauct.
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Dieses
Ziel wird erreicht durch die Ventilvorrichtung, wie sie eingangs
erwähnt
wurde und die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Generatrix der feststehenden
Oberfläche
zusammen mit der Achse einen Winkel in einer Ebene bildet, in der
sich sowohl die Generatrix als auch die Achse erstrecken. Durch die
Positionierung der Drehachse in dieser Weise, d.h. daß sie in
jeder Ebene, die die Drehachse umfaßt, einen Winkel bildet und
daher nicht parallel zur Generatrix der feststehenden Oberfläche dieser
Ebene verläuft,
wird eine sehr kompakte Konstruktion der Ventilvorrichtung erzielt.
Durch diese Konstruktion ist die kritische Dimension der Abstand
zwischen dem Trageelement und der feststehenden Oberfläche. Dieser
Abstand kann sehr kurz sein.
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Nach
einer ersten Ausführungsform
der Erfindung ist die feststehende Oberfläche mindestens als ein Teil
eines ringförmigen
Weges mit seinem Drehzentrum in der Achse ausgeführt.
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Nach
einer weiteren Ausführungform
der Erfindung umfaßt
das Trageelement eine Trageoberfläche, die der feststehenden
Oberfläche
zugewandt ist. Durch eine solche Trageoberfläche, an die die Membran anstoßen kann,
wird eine passende Funktion der Membran gesichert. Dabei kann diese
Trageoberfläche
vorteilhafterweise so ausgeführt
werden, daß sie
mindestens einen Teil eines ringförmigen Weges mit seinem Drehzentrum
in der besagten. Achse bildet.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung sind die Trageoberfläche und die feststehende Oberfläche im wesentlichen
eben und liegen parallel zueinander. Auf diese Weise kann die kleinstmögliche Größe der Ventilvorrichtung
erzielt werden, da der kleinstmögliche
Abstand zwischen dem Trageelement und der feststehenden Oberfläche auch den
Abstand zwischen diesen Elementen bestimmen wird. Nach einer Variante
dieser Ausführungsform der
Erfindung werden die Trageelemente und die feststehende Oberfläche von
zwei Kegelstumpf-Oberflächen
gebildet, die einander gegenüberstehen,
vorzugsweise in solch einem Kegelwinkel, daß ihre imaginären Kegelköpfe auf
der Achse zusammenfallen.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
die Membran flexibles Material. Vorzugsweise ist dieses Material
in einer Schlaufe zwischen der feststehenden Oberfläche und
dem Trageelement in einer solchen Weise gebogen, daß ein Teil
der Schlaufe die Öffnung
in der ersten Drehposition bedeckt und daß die Schlaufe die Öffnung in der
zweiten Drehposition freigibt. Weiterhin kann die Membran ein erstes,
am Trageelement befestigtes Ende aufweisen und ein zweites an der
feststehenden Oberfläche
befestigtes Ende. Vorzugsweise umfaßt jedes der ersten und zweiten
Enden einen verdickten Abschnitt, der durch eine Rille festgehalten wird,
die sich radial in Bezug auf die Achse an der feststehenden Oberfläche bzw.
den Trageelementen befindet. Durch solch eine Ausführungsform
werden keine weiteren Montierelemente wie Schrauben, Nieten oder ähnliches
gebraucht, und gleichzeitig ist die Membran fest an der feststehenden
Oberfläche
bzw. dem Trageelement in einer sicheren Weise befestigt. Die Membran
kann eine Dikke von ungefähr
0,1 bis 0,3 mm haben und der Abstand zwischen dem Trageelement und
der feststehenden Oberfläche
kann ungefähr
2 bis 8, vorzugsweise 4 bis 6, mm betragen.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
das Ventil ein Ventilgehäuse,
in dem sich die feststehende Oberfläche, das Trageelement und die
Membran befinden, und das einen Einlaßkanal aufweist.
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Nach
einer weiteren Ausführungform
der Erfindung umfaßt
die Ventilvorrichtung ein Antriebselement, das so angeordnet ist,
um die Drehung des Trageelementes zwischen der ersten und zweiten Drehposition
zu bewerkstelligen. Durch ein solches Antriebselement kann die Ventilvorrichtung
vorzugsweise als ein Steuerventil in verschiedenen Anwendungen verwendet
werden. Das Antriebselement kann einen Drehmagneten umfassen.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
die Ventilvorrichtung ein weiteres Ventil mit einem Auslaßkanal,
einer feststehenden Oberfläche,
einem von der feststehenden Oberfläche beabstandeten und um die
Achse drehbaren Trageelement und einer Membran, die sich zwischen
der feststehenden Oberfläche
und dem Trageelement in solcher Weise befindet, daß, wenn
das Trageelement sich in einer ersten Drehposition in Bezug auf
die feststehende Oberfläche
befindet, die Membran eine Öffnung
bedeckt, die mit dem Auslaßkanal
verbunden ist und sich in der feststehenden Oberfläche befindet,
und, wenn sich das Trageelement in einer zweiten Drehposition befindet,
die Öffnung
freigegeben ist, wobei die Achse in einer Ebene, durch die sich
die Achse erstreckt, zusammen mit der Generatrix der feststehenden
Oberfläche
des weiteren Ventils einen Winkel bildet. In einer solchen Ausführungsform
kann die Ventilvorrichtung nach der Erfindung verwendet werden als
ein Dreiwegventil, das eine sehr kompakte Konstruktion hat und einfach
betrieben werden kann. Dabei bildet jede der feststehenden Oberflächen mindestens
einen Teil eines halbkreisförmigen
Weges, der sein Drehzentrum in der Achse hat, und die als halbkreisförmige Ringe
ge formten Wege liegen im wesentlichen diametral entgegengesetzt
zueinander in Bezug auf die Achse.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
vorliegende Erfindung wird nun näher
erläutert
durch verschiedene beispielhafte Ausführungformen unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen.
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1 zeigt
eine Querschnittseitenansicht und eine Ansicht von oben auf eine
Grundplatte der Ventilvorrichtung nach einer ersten Ausführungsform der
Erfindung.
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2 zeigt
eine Ansicht von unten und eine Querschnittseitenansicht eines Ventilgehäuses für. die Ventilvorrichtung
nach der ersten Ausführungform.
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3 zeigt
eine Ansicht von unten und eine teilweise Querschnittseitenansicht
eines ersten Drehkolbens der Ventilvorrichtung nach der ersten Ausführungsform.
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4 zeigt
eine Ansicht von unten und eine teilweise Querschnittseitenansicht
eines zweiten Drehkolbens der Ventilvorrichtung nach der ersten Ausführungsform.
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5 zeigt
eine Seitenansicht und eine Ansicht von oben einer Ventilvorrichtung
nach der ersten Ausführungsform.
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6 zeigt
eine Seitenansicht eines Schaftelementes einer Ventilvorrichtung
nach der ersten Ausführungsform.
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7 zeigt
eine Seitenansicht und eine Ansicht von oben eines Antriebselementes
für die
Ventilvorrichtung nach der ersten Ausführungsform.
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8 zeigt
eine teilweise Querschnittseitenansicht einer Ventilvorrichtung
nach der ersten Ausführungform.
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9 zeigt
eine Seitenansicht und eine Ansicht der Membran von oben nach einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
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10 zeigt
eine Ansicht von unten und eine teilweise Querschnittseitenansicht
eines zweiten Drehkolbens nach der zweiten Ausführungsform.
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11 und 12 zeigen
eine teilweise Querschnittansicht der Ventilvorrichtung in 8 in zwei
unterschiedlichen Drehpositionen.
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13 zeigt
eine Querschnittseitenansicht und eine Ansicht von oben einer Bodenplatte
einer Ventilvorrichtung nach der dritten Ausführungsform der Erfindung.
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14 zeigt
eine Ansicht von unten und eine Querschnittseitenansicht eines Ventilgehäuses für die Ventilvorrichtung
nach der dritten Ausführungform.
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15 zeigt
eine Ansicht von unten und eine teilweise Seitenansicht des ersten
Drehkolbens der Ventilvorrichtung nach der dritten Ausführungsform.
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16 zeigt
eine teilweise Querschnittseitenansicht der Ventilvorrichtung nach
der dritten Ausführungsform.
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Detaillierte
Beschreibung der verschiedenen Ausführungsformen.
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Zunächst sollte
bemerkt werden, daß die Komponenten,
die in den verschiedenen Ausführungsformen
entsprechende Funktionen haben, mit denselben Bezugszeichen versehen
sind.
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Unter
Bezugnahme auf die 1-12 sind
eine Budenplatte 1, siehe insbesondere 1, und
ein Ventilgehäuse 2,
siehe insbesondere 2, gezeigt. Das Ventilgehäuse 2 wird,
wie in 8 gezeigt, mittels Schraubenbolzen oder ähnlichem
(nicht gezeigt) auf der Bodenplatte 1 angebracht, wobei sich
die Bolzen durch Löcher 3 in
der Bodenplatte 1 und dem Ventilgehäuse 2 erstrecken.
In diesem montierten Zustand bilden das Ventilgehäuse 2 und
die Bodenplatte 1, wie in 8 gezeigt,
eine erste geschlossene Kammer 4, in der ein erstes, einfachwirkendes
Ventil bereitgestellt wird, und eine zweite Kammer 5, in
der ein zweites, einfachwirkendes Ventil bereitgestellt wird. Die
Bodenplatte 1 umfaßt
einen ersten Auslaßkanal 6 für das erste
Ventil und einen zweiten Auslaßkanal 7 für das zweite
Ventil. Weiterhin umfaßt
die Bodenplatte einen Einlaßkanal 8 für das erste
Ventil, wobei ein zweiter Einlaßkanal 9 für das zweite
Ventil im Ventilgehäuse 2 vorgesehen
ist. Der zweite Einlaßkanal 9 wird
im offenbarten Beispiel durch den Umstand gebildet, daß das Ventilgehäuse 2 keine
obere Begrenzungswand für
die zweite Kammer 5 hat. Weiterhin umfaßt die Bodenplatte 1 eine erste
Oberfläche 10,
die sich in der ersten Kammer 4 befindet und als im wesentlichen
halbkreisförmiger Weg
ausgebildet ist. Weiterhin umfaßt
die Bodenplatte 1 eine zweite Oberfläche 11, die sich in
der zweiten Kammer 5 befindet und einen im we sentlichen
halbkreisförmigen
Weg bildet. Die zwei halbkreisförmigen Wege 10, 11 haben
ein gemeinsames Drehzentrum 12 in der longitudinalen Achse
der Ventilvorrichtung. Der erste Auslaßkanal 6 hat eine Öffnung im
ersten Weg 10 und der zweite Auslaßkanal 7 hat eine Öffnung im
zweiten Weg 11. Es sollte angemerkt werden, daß das Ventilgehäuse 2 eine
Zwischenwand 13 aufweist, durch die die beiden Kammern 4, 5 voneinaner
getrennt werden. In Richtung der longitudinalen Achse 12 erstreckt
sich ein Schaftelement 14, siehe 6 und 8,
das drehbar auf der Bodenplatte 1 getragen wird. Das Schaftelement 14 trägt ein erstes Trageelement
oder einen ersten Drehbolzen 15, der sich in der ersten
Kammer 4 befindet, und ein zweites Trageelement oder einen
zweiten Drehbolzen 16, der sich in der zweiten Kammer 5 befindet,
siehe insbesondere 3, 4, 8.
Jeder der ersten Drehbolzen 1.5 und der zweiten Drehbolzen 16 umfaßt einen
halbkreisförmigen
Weg 17 bzw. 18, der sich über ein Viertel der Drehung
erstreckt und ein Drehzentrum hat, das mit der longitudinalen Achse 12 im
montierten Zustand der Ventilvorrichtung zusammenfällt. Im
montierten Zustand sind die ersten und zweiten Drehbolzen 15, 16 fest
am Schaftelement 14 befestigt in einer solchen Weise, daß sie, gesehen
in der Richtung der longitudinalen Achse 12, einander diametral
gegenüber
liegen und in Bezug auf eine Ebene, die sich zwischen den Drehbolzen
erstreckt und die longitudinale Achse umfaßt, spiegelsymmetrisch angeordnet
sind. Daher sind das Schaftelement 14 und die Drehbolzen 15, 16 in
einer solchen Weise angeordnet, daß sie eine Viertelumdrehung
zwischen zwei stabilen Endpositionen gedreht werden können, bei
denen die Drehkolben 1.5, 16 an die Zwischenwand 13 anstoßen.
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Zwischen
dem ersten Drehkolben 15 und dem ersten Weg 10 bzw.
zwischen dem zweiten Drehkolben 16 und dem zweiten Weg 11 befindet sich
eine Membran 19, siehe 5. Jede
Membran 19 ist an dem Weg 17 bzw. 18 der
Drehkolben 15 und 16 befestigt mit einem ersten
Ende und einem zweiten Ende am Weg 10 bzw. 11 der
Bodenplatte 1. Die Membran 19 besteht aus irgendeinem
flexiblen, elastischen Material, vorzugsweise irgendein Kunststoffmaterial
z. B. Polyurethan. Die Membran 19 kann eine Dicke von ungefähr 0,1 bis
0,3 mm haben, d.h. ungefähr
0,2 mm. Es ist auch möglich,
die Membran aus irgendeinem anderen Material herzustellen, z.B. Federblattstahl
oder irgendein ähnliches
Metallmaterial, das auch sehr dünn
sein kann. Die Membran 19 kann auf verschiedene Weise an
den Drehkolben 15, 16 bzw. der Bodenplatte 1 angebracht
werden, z.B. durch Kleben, Nieten oder durch Schrauben, die nicht
gezeigt sind und in die Wege in einer solchen Weise gedreht sind,
daß diese
Schrauben mit Vertiefungen 20 an den Enden der Membran 19,
siehe 5, in Kontakt stehen. Nach einer zweiten Ausführungsform
kann die Membran 19, wie in den 9 und 10 gezeigt,
mit einem verdickten Abschnitt oder Wulst 21 an ihren beiden
Enden ausgeführt sein,
dieser verdickte Abschnitt kann seitwärts in eine Vertiefung 22 eingeführt werden,
die sich in einer von den Wegen 10, 11, 17, 18 hervorstehenden
Schulter befindet, und die sich parallel zu den Wegen erstreckt sowie
radial auswärts
von der Longitudinalachse. Solch eine Vertiefung 22 ist
nur gezeigt für
den zweiten Drehkolben 18 in 10. Die
Vertiefung 22 ist in einer solchen Weise angeordnet, daß die sich über den
Weg 18 erstreckende Öffnung
dünner
ist als die größte Breite
der Vertiefung 22, wie sie sich weiter unten in der Vertiefung 22 findet.
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7 offenbart
ein Antriebselement 23, das eine Drehung des Schaftelementes 14 zwischen
den beiden festen Endpositionen herbeiführt. Das Antriebslement 23 umfaßt einen
Eisenkern 24 mit einer Wicklung 25, die mit einer
Spannungsquelle (nicht gezeigt) einer schematisch gezeigten Steuervorrichtung 26,
siehe 11 und 12, verbunden
ist, und einem Magneten 27, der fest mit dem Schaftelement 14 verbunden
ist. Daher können
das Schaftelement 14 und die beiden Drehkolben 15, 16 zwischen zwei
Endpositionen bewegt werden aufgrund eines kurzen Spannungsimpules
durch die Wicklung 25, der von der Steuervorrichtung 26 erzeugt
wird.
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Im
montierten Zustand der Ventilvorrichtung ist jede Membran 19 in
einer U-förmigen
Schlaufe gebogen. Ein Bein dieser U-förmigen Schlaufe stößt an die
Oberfläche 17, 18 des
Drehkolbens 15, 16 an und das andere Bein der
Schlaufe an den Weg 10, 11 der Bodenplatte 1.
Dadurch besitzt der gekrümmte
Abschnitt der U-förmigen
Schlaufe einen solchen Krümmungsradius,
daß der
Abstand zwischen den gegenüberliegenden
Wegen 10 und 17 bzw. 18 ungefähr 2 bis
8, vorzugsweise 4 bis 6, mm beträgt.
Wenn das Schaftelement 14 und damit die beiden Drehkolben 15, 16 gedreht
werden, wird die Membran entlang des Weges 10, 11 und 17, 18 in
einer teilweisen Rollbewegung verschoben. In einer ersten solchen
festen Endposition wird die in der Kammer 4 befindliche Membran 19 über die
Auslaßöffnung 6 positioniert und
bedeckt somit diese Öffnung,
während
die in der Kammer 5 befindliche Membran 19 in
einer solchen Weise seitwärts
zum Auslaßkanal 7 positioniert
wird, daß dieser
Kanal freigegeben ist zum Hindurchströmen eines Mediums. In der zweiten
festen Endposition, in der das Schaftelement 14 eine Viertelumdrehung
in Bezug auf die erste Endposition gedreht wurde, gibt die in der
ersten Kammer 4 befindliche Membran 19 den Auslaßkanal 6 frei,
während
die in der zweiten Kammer 5 befindliche Membran 19 den
Auslaßkanal 7 bedeckt.
Diese zweite Endposition, in der der zweite Auslaßkanal 7 geschlossen
ist, ist in 11 dargestellt, und die erste
Endposition, in der der erste Auslaßkanal 6 geschlossen
ist, ist in 12 dargestellt.
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Wie
in den 1, 3, 4 und 8 gezeigt,
bilden die Wege 10, 11 bzw. 17, 18 Kegelstumpfoberflächen und
stehen sich in solcher Weise gegenüber, daß die imaginären Kegelköpfe der
konischen Oberflächen
auf der Longitudinalachse 12 zusammenfallen, was durch
gepunktete Linien G in 8 dargestellt ist.
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Nach
einer dritten Ausführungsform,
gezeigt in den 13, 14, 15, 16 können die Wege 10, 11, 17, 18 stattdessen
im wesentlichen eben und parallel zueinander sein. Durch solch eine Ausführungsform
kann die Ventilvorrichtung noch kompakter ausgeführt werden, da der kleinste
mögliche
Krümmungsradius
der U-förmigen
Membran 19 den Abstand zwischen de Wegen 10 und 17 bzw. 11 und 18 bestimmt.
Weiterhin sollte angemerkt werden, daß die Wege 10, 11, 17, 18 in
dem in den 8 und 16 gezeigten
Abschnitt auch eine konvexe oder konkave Oberfläche haben können. Wie aus den 8, 11, 12 klar
ist, bildet die Achse 12 in der in diesen Fig. gezeigten
Ebene einen Winkel zusammnen mit der Generatrix G der Wege 10, 11, 17, 18,
die, wenn sie sich geradlinig erstreckt, auch die Achse 12 schneidet.
Natürlich
ist das auch der Fall für
die dritte Ausführungsform,
und 16 zeigt, daß eine
geradlinige Verlängerung
der Generatrix G der Wege 10, 11, 17, 18 senkrecht
die Achse 12 schneidet.
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Die
offenbarte Ventilvorrichtung kann in sehr vielen verschiedenen Anwendungsgebieten
verwendet werden. Sie kann als Steuer- oder Vorsteuerventil in Anlagen
oder Systemen verwendet werden, die bei relativ hohen Drücken arbeiten,
d.h. oberhalb des Atmosphärendruckes,
wie auch bei relativ geringen Drücken,
d.h. unterhalb des Atmosphärendruckes. Neben
Anwendungen, die Luft oder Gase betreffen, kann sie auch in Anwendungen
verwendet werden, die Flüssigkeiten
betreffen.
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Durch
die Ausdrücke „Einlaßkanal" und „Auslaßkanal", wie sie in der
vorliegenden Anmeldung verwendet wurden, wird die Richtung eines strömenden Mediums
durch das Ventilgehäuse 2 angezeigt,
d.h. das Medium strömt
in das Ventilgehäuse 2 durch
den Einlaßkanal 8, 9 hinein
und aus dem Ventilgehäuse 2 durch
den Auslaßkanal 6, 7 heraus. Daher
wird sich ein „Vakuum" in einer möglichen
Niederdruckanwendung in der entgegenge setzten Richtung bewegen,
d.h. hinein durch den Auslaßkanal 6, 7 und
heraus durch den Einlaßkanal 8, 9.
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In
den 11, 12 ist ein Kanal 28 gezeigt,
der z.B. mit einer Vakuumpumpe verbunden sein kann, und ein Kanal 29,
der mit einer Vorrichtung verbunden ist, z.B. in Verbindung mit
einer Melkanordnung, an die wechselweise ein Vakuum und ein Atmosphärendruck
angelegt werden. Somit fließt
das Medium in der in 11 gezeigten zweiten Endposition
durch den Kanal 25 durch ersten Kanal 8 hinein und
durch den ersten Auslaßkanal 6 und
den Kanal 28 heraus. Da die Venile einfachwirkend sind,
muß der
in der zweiten Kammer 5 herrschende Druck höher sein
als der im Kanal 29. In der in 12 gezeigten
ersten Drehposition wird die Verbindung zwischen den Kanälen 28 und 29 durch
die Membran 29 in der ersten Kammer 4 geschlossen
und das Medium kann durch den zweiten Einlaßkanal 9 hinein und durch
den Kanal 29 herausströmen.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf die offenbarten Ausführungsformen
beschränkt,
sondern kann innerhalb des Rahmens der folgenden Ansprüche variiert
und modifiziert werden. Obwohl die Ventilvorrichtung oben in Verbindung
mit einem Dreiwegventil beschrieben worden ist, sollte es für den Fachmann
klar sein, daß sie
auch in Anwendungen eines einfach wirkenden Zweiwegventils verwendet
werden kann.