DE1199270B - Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen - Google Patents
Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen VinylverbindungenInfo
- Publication number
- DE1199270B DE1199270B DES66539A DES0066539A DE1199270B DE 1199270 B DE1199270 B DE 1199270B DE S66539 A DES66539 A DE S66539A DE S0066539 A DES0066539 A DE S0066539A DE 1199270 B DE1199270 B DE 1199270B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vinyl
- vinyl compounds
- heterocyclic vinyl
- nitrogen
- inhibitor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F2/00—Processes of polymerisation
- C08F2/38—Polymerisation using regulators, e.g. chain terminating agents, e.g. telomerisation
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Pyridine Compounds (AREA)
- Polymerisation Methods In General (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
fat CI.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
C07d
Deutsche KL: 12 ρ-1/01
1199270
S66539IVd/12p
7. Januar 1960
26.August 1965
S66539IVd/12p
7. Januar 1960
26.August 1965
Die Erfindung betrifft die Verwendung von 0,001 bis 5 Gewichtsprozent eines Diarykmms der allgemeinen
Strukturformel
NQ2
NO2
worin R em Halogenatom, eine Nitro-, eine phenolische Hydroxyl-, eine Ammo-, eine Cyan- oder eine
Sulfonsäuregruppe und η eine ganze Zahl von 0 bis 4 bedeutet, zur Stabilisierung von stickstoffhaltigen,
heterocyclischen Vinylverbindungen, besonders der allgemeinen Strukturformeln
(CH =
Verfahren zum Stabilisieren von stickstoffhaltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen
Anmelder:
Socktä Edison, Mailand (Italien)
Vertreter:
,„ Dipl.-Ing. H. Wiemuth, Patentanwalt,
,„ Dipl.-Ing. H. Wiemuth, Patentanwalt,
Düsseldorf-Oberkassel, Hansa-Allee 159
Als Erfinder benannt:
Giovanni Battista Gechele,
Adriano Nenz,
Guiseppe Barberis, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 9. Januar 1959 (15 459)
Unter Vmylpyridinen versteht man Monomere der allgemeinen Formel
worin m die Zahl 1 oder 2 ist und R' für Wasserstoffatome
oder gleiche oder verschiedene Alkylreste steht, vorzugsweise bei der Destillation und Aufbewahrung. Eine solche Stabilisierung, d. h. besonders
Polymerisationsverhinderung, ist vor allem bei der Destillation und Aufbewahrung dieser Verbindungen
wichtig.
Zu den stickstoffhaltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen gehören beispielsweise die Vinylpyridine,
welche in großem Umfange zur Herstellung plastischer Massen, vor allem für die Mischpolymerisation
mit anderen Monomeren, wie Butadien oder Acrylnitril, verwendet werden.
RV
= CH2)m
worin m die Zahl 1 oder 2 ist und R' Wasserstoffatome
oder gleiche oder verschiedene Alkylreste, besonders Methyl, oder Äthyl bedeuten. Der Index 5—m
bezeichnet demnach die Zahl der Alkylgruppen am Ring. Von den Vmylpyridinen, welche industriell
verwendet werden, seien 2-, 3- und 4-Vinylpyridine, ferner 5-Äthyl-2-vinylpyridin und 2-Methyl-5-vinyI-pyridin
usw. erwähnt.
Weitere stickstoffhaltige heterocyclische Monomere, weiche eine oder mehrere Vinylgruppen enthalten
können, sind: Vinylchinoline, Methylvinylchinoline, Äthylvinylchinoline, Vinylisochinoline, die
substituiert sein können, N-Vinylcarbazole, N-Vinylpyrrolidone
usw.
Diese Verbindungen, besonders die Vinylpyridine, weisen eine starke Tendenz zur spontanen Polymerisation
auf, die wesentlich stärker ausgeprägt ist als bei anderen Vinylmonomeren, z. B. Styrol.
Es treten daher besondere Schwierigkeiten bei der Lagerung, bei der Destillation und auch dann,
509 658/469
wenn diese Substanzen hohen Temperaturen ausgesetzt werden, auf.
Es sind zwei Polymerisattypen der Vinylpyridine bekannt. Einer davon ist sehr zähflüssig, im Monomeren
sowie in vielen anderen Lösungsmitteln löslich. Der andere Typ ist hart, zerbrechlich und unlöslich
sowohl im Monomeren als auch in allen anderen Lösungsmitteln. Er weist eine starke gitterartige
Struktur auf und wird als Sproßpolymeres bezeichnet. Er entsteht unter anderem sehr oft im
Innern der Destillationskolonnen für das Monomere. Ferner besitzen diese Polymeren die Eigenschaft,
in Anwesenheit eines freien Monomeren spontan weiter zu polymerisieren und dabei ihr
Molekulargewicht, je nach den Versuchsbedingungen, um das Hundert- oder gar Tausendfache zu erhöhen.
Das Problem ist unter anderem demnach, besondere Substanzen zu finden, die derart unerwünschte. Erscheinungen
verhindern.
Viele bekannte Inhibitoren, vor allem die sögenannten
»Lagerungsinhibitoren«, z. B. p-tert.-Butylbrenzcatechin sowie Phenole im allgemeinen, verlieren
bereits wesentlich an Wirksamkeit, wenn die Temperatur nur wenig über die Lagerungstemperatur
ansteigt.
Die Inhibitoren nach der Erfindung behalten hingegen ihre Wirksamkeit in einem weiteren Temperaturbereich.
Sie sind demnach gleichermaßen als Inhibitoren für die Lagerung als auch für die Destillation
geeignet.
Ein für die Zwecke der Erfindung geeignetes substituiertes Diarylamin ist beispielsweise das Dipikrylamin,
d. h. Hexanitrodiphenylamin.
Die Menge des Inhibitors hängt von zahlreichen Faktoren ab, z. B. von dem Typ der Vmylverbindung,
wie 2-Vinylpyridin, 4-Vinylpyridin, 2-Methyl-5-vinylpyridin
usw., und dem besonderen Verwendungszweck. Jeder Fachmann kann experimentell von Fall zu Fall die Konzentration des Inhibitors
feststellen, die notwendig ist, um die Bildung unerwünschter Mengen an Polymerisat zu verhindern.
Die Konzentration an Inhibitor kann zwischen 0,001 und 5 Gewichtsprozent schwanken, bezogen
auf die Menge an der heterocyclischen stickstoffhaltigen Vinylverbindung. Vorzugsweise werden
0,005 bis 1% verwendet.
Der Inhibitor kann sowohl dem reinen Vinylpyridin od. dgl. als auch einer Mischung mit Wasser
oder organischen Stoffen zugesetzt werden. Eine solche Mischung liegt z. B. bei der destillativen
Trennung der Vinylpyridine von den Alkylpyridinen vor. In dem flüssigen System, womit die Kolonne
beschickt wird, sind z. B. folgende Substanzen anwesend: Wasser, Vinylpyridin, Äthylpyridin und
andere Pyridinabkömmlinge. Dieser Mischung wird von vornherein ein Inhibitor nach der Erfindung in
geeigneten Anteilen zugesetzt.
Obwohl der Inhibitor grundsätzlich auf beliebige Art dem Vinylpyridin beigemischt werden kann,
soll doch so verfahren werden, daß die größtmögliche Lösbarkeit erzielt wird. So wurde es beispielsweise
als zweckmäßig festgestellt, den Inhibitor unter Mischen und gegebenenfalls auch unter Erwärmen
in feinster Verteilung zuzusetzen.
. Beispiel ^
Es werden 10 g 2-Methyl-5-vinyIpvridin, das durch mehrmalige Umkristallisation sorgfältig gereinigt
wurde, in ein starkes Glasrohr gebracht und dann eine abgewogene Menge eines Inhibitors zugesetzt.
Man unterkühlt das Glasrohr bis auf eine Temperatur zwischen —40 und — 500C und legt wiederholt
ein Vakuum an (1 bis 2 mm Hg). Das Glasrohr wird zugeschmolzen, wobei zu beachten ist, daß das
Vakuum unverändert bleibt. Dann wird das Rohr in ι ein ölbad von 1000C gebracht, wo es mittels
eines Rührers über die Dauer von 10 Stunden in Bewegung gehalten wird. Nach Ablauf dieser Zeit
wird schnell abgekühlt und der Inhalt tropfenweise unter langsamem Rühren in 11 Hexan ausgegossen.
Auf diese Weise setzt sich das Polymerisat ab und wird durch einen Gooch-Trichter filtriert, durchgewaschen,
im Ofen bei 700C unter Vakuum getrocknet und abgewogen.
In der Tabelle 1 sind die Gewichtsprozente an Polymerisat angegeben, welche mit verschiedenen
bekannten oder in der Industrie bisher verwendeten Inhibitors gefunden worden sind, und den Ergebnissen
gegenübergestellt, die mit Dipikrylamin als Beispiel für ein Diarylamin erzielt wurden.
| Inhibitor | Konzentration in Gewichtsprozent |
Polymerisat % |
| Dipikrylamin Pikrinsäure Pyrogallol Methylenblau a-Nitroso-/?-naphthol ... p-tert-Butylbrenz- catechin (TBC) |
0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 |
28 0,5 4,8 22,8 16 8,0 18,0 |
Mit den in der Tabelle 2 angegebenen Inhibitoren wurde wie im Beispiel verfahren.
| Inhibitor | Konzentration in Gewichtsprozent |
Polymerisat °/o |
| Schwefel Schwefel Dipikrylamin Dipikrylamin Dipifcrylamin |
0,2 0,4 0,1 0,2 0,4 |
7,6 3,4 2,1 0,5 0,4 |
Claims (1)
- Patentanspruch:Verwendung von 0,001 bis 5 Gewichtsprozent eines Diarylamins der allgemeinen Strukturformelworin R ein Halogenatom, eine Nitro-, einephenolische Hydroxyl-, eine Amino-, eine Cyan- oder eine Sulfonsäuregruppe und η eine ganze Zahl von 0 bis 4 bedeutet, zur Stabilisierung von(CH =worin m die Zahl 1 oder 2 ist und R' für Wasser-Stoffatome oder gleiche oder verschiedene Alkyl-stickstoffhaltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen, besonders der allgemeinen Strukturformeln(CH = CH2)m R'·Ί-ni(CH = CHa)nreste steht, vorzugsweise bei der Destillation und Aufbewahrung.In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 866 789.509 658/469 8.65 Q Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT883808X | 1959-01-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1199270B true DE1199270B (de) | 1965-08-26 |
Family
ID=11331141
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES66539A Pending DE1199270B (de) | 1959-01-09 | 1960-01-07 | Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3020284A (de) |
| DE (1) | DE1199270B (de) |
| GB (1) | GB883808A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0684261A3 (de) * | 1994-05-27 | 1996-09-25 | Nippon Catalytic Chem Ind | Emulsionspolymerisationsinhibitor und Suspensionspolymerisationsverfahren, die diesen Verwenden. |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2866789A (en) * | 1953-05-22 | 1958-12-30 | Phillips Petroleum Co | Inhibition of popcorn polymerization of vinylpyridines |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2776975A (en) * | 1952-05-27 | 1957-01-08 | Phillips Petroleum Co | Stabilization of polymerizable heterocyclic nitrogen compounds |
| US2874159A (en) * | 1952-11-17 | 1959-02-17 | Phillips Petroleum Co | Stabilization of certain alkenyl pyridines |
-
1959
- 1959-12-30 US US862804A patent/US3020284A/en not_active Expired - Lifetime
-
1960
- 1960-01-07 DE DES66539A patent/DE1199270B/de active Pending
- 1960-01-07 GB GB589/60A patent/GB883808A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2866789A (en) * | 1953-05-22 | 1958-12-30 | Phillips Petroleum Co | Inhibition of popcorn polymerization of vinylpyridines |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0684261A3 (de) * | 1994-05-27 | 1996-09-25 | Nippon Catalytic Chem Ind | Emulsionspolymerisationsinhibitor und Suspensionspolymerisationsverfahren, die diesen Verwenden. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3020284A (en) | 1962-02-06 |
| GB883808A (en) | 1961-12-06 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2147639C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines maleinisierten Produktes | |
| DE2608933C2 (de) | ||
| DE1189710B (de) | Verfahren zum Vernetzen von AEthylenpolymeren | |
| DE2340441B2 (de) | Stabilisierung von 2-chlorbutadien- (1.3) | |
| DE1199270B (de) | Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen | |
| DE1199269B (de) | Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen | |
| DE1181699B (de) | Gegen unerwuenschte Polymerisation stabilisierte Acrylsaeure und Methacrylsaeure und deren Ester | |
| DE962831C (de) | Verfahren zum Stabilisieren von vinylidenchloridhaltigen Mischpolymerisaten | |
| DE1543209A1 (de) | Polymerisations-Inhibitor | |
| DE1153896B (de) | Verwendung von organischen Stickstoffverbindungen zum Stabilisieren von acylierten und/oder alkylierten hochmolekularen Polyoxymethylenen | |
| DE2005043C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von anaerob polymerisierbaren flüssigen Mischungen mit erhöhter Härtungsgeschwindigkeit | |
| DE1301112B (de) | Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern auf der Basis von Polyamiden | |
| DE2115960A1 (de) | Verfahren zum Stabilisieren von Vinylmonomeren zur Verhinderung der Polymerisation | |
| DE69702247T2 (de) | Zusammensetzung zur inhibierung der polymerisierung | |
| DE953660C (de) | Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten auf Grundlage von Vinylidencyanid | |
| DE1520588C (de) | Verfahren zur Herstellung von PoIyoxymethylenen | |
| DE1162561B (de) | Stabilisieren von Polyalkylenoxyden | |
| DE1520588A1 (de) | Verfahren zur Polymerisation von Formaldehyd und Katalysatoren zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE1237781B (de) | Verfahren zum Polymerisieren von N-Sulfonylaziridinen | |
| DE459548C (de) | Verfahren zur Herstellung von Additionsverbindungen aus Dinitrohalogenbenzolen | |
| DE1494325A1 (de) | Thermoplastische Masse zur Herstellung stabilisierter Formkoerper aus isotaktischem Polypropylen | |
| AT264521B (de) | Verfahren zur Herstellung neuer Oxetanderivate | |
| DE2417991A1 (de) | Thiophosphorsaeureamide, verfahren zu deren herstellung und deren anwendung | |
| AT272641B (de) | Verfahren zur Herstellung von Vinylchloridpolymerisaten und/oder -copolymerisaten | |
| DE1174978B (de) | Verbessern der Lagerfaehigkeit von Polyester-Formmassen |