DE1199269B - Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen - Google Patents
Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen VinylverbindungenInfo
- Publication number
- DE1199269B DE1199269B DES66538A DES0066538A DE1199269B DE 1199269 B DE1199269 B DE 1199269B DE S66538 A DES66538 A DE S66538A DE S0066538 A DES0066538 A DE S0066538A DE 1199269 B DE1199269 B DE 1199269B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vinyl
- vinyl compounds
- nitrogen
- heterocyclic vinyl
- inhibitor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F2/00—Processes of polymerisation
- C08F2/38—Polymerisation using regulators, e.g. chain terminating agents, e.g. telomerisation
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Pyridine Compounds (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 12 ρ -1/01
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1199269
S66538IVd/12p
7. Januar 1960
26. August 1965
S66538IVd/12p
7. Januar 1960
26. August 1965
Die Erfindung betrifft die Verwendung von 0,001 bis 5 Gewichtsprozent eines Sulfonphthaleins der allgemeinen
Strukturformel
OH
worin R ein Halogenatom, eine Nitro-, eine phenolische
Hydroxyl-, eine Amino-, eine Cyan- oder eine Sulfonsäuregruppe und η eine ganze Zahl von 0 bis 4
bedeutet, zur Stabilisierung von stickstoffhaltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen, besonders der
allgemeinen Strukturformeln
R's-
(CH = CH2),,
Verfahren zum Stabilisieren von stickstoffhaltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen
Anmelder:
Societä Edison, Mailand (Italien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Wiemuth, Patentanwalt,
Düsseldoif-Oberkassel, Hansa-Allee 159
Als Erfinder benannt:
Adriano Nenz,
Giovanni Battista Gechele, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 9. Januar 1959 (15458)
•2
R-7-
7-m
(CH =
RV-*
worin m die Zahl I oder 2 ist und R' für Wasserstoffatome
oder gleiche oder verschiedene Alkylreste steht. Eine solche Stabilisierung, d. h. besonders
Polymerisationsverhinderung, ist vor allem bei der Destillation und Aufbewahrung dieser Verbindungen
wichtig.
Zu den stickstoffhaltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen gehören beispielsweise die Vinylpyridine,
welche in großem Umfang zur Herstellung plastischer Massen, vor allem für die Mischpolymerisation
mit änderen Monomeren, wie Butadien oder Acrylnitril, verwendet werden.
Unter Vinylpyridmen versteht man Monomere der allgemeinen Formel
(CH =
wobei m die Zahl 1 oder 2 und R' Wasserstoff oder
niedrigere, gleiche oder verschiedene Alkyle, vor allem Methyl oder Äthyl bedeutet. Der Index 5—m
bezeichnet demnach die Zahl der Alkylgruppen am Ring. Von den Vinylpyridinen, welche industriell
verwendet werden, seien 2-, 3- und 4-Vinylpyridin, ferner 5-Äthyl-2-vinylpyridin und 2-Methyl-5-vinylpyridin
usw. erwähnt.
Weitere stickstoffhaltige heterocyclische Monomere, welche eine oder mehrere Vinylgruppen enthalten
können, sind: Vinylchinoline, Methylvinylchinoline, Äthylvinylchinoline, Vinylisochinoline, die
substituiert sein können, Vinylpiperidine, N-Vinylcarbazole, N-Vinylpyrrolidone usw.
Diese Verbindungen, besonders die Vinylpyridine, weisen eine starke Tendenz zur spontanen Polymerisation
auf, die wesentlich stärker ausgeprägt ist als bei anderen Vinylmonomeren, z. B. Styrol. Es treten
daher besondere Schwierigkeiten bei der Lagerung, bei der Destillation und auch dann, wenn die Substanzen
hohen Temperaturen ausgesetzt werden, auf.
509 658/4M
Es sind zwei Polymerisattypen der Vinylpyridine bekannt. Einer davon ist sehr zähflüssig, im Monomeren
sowie in vielen anderen Lösungsmitteln löslich. Der andere Typ ist hart, zerbrechlich und unlöslich
sowohl im Monomeren als auch in allen anderen Lösungsmitteln. Er weist eine stark gitterartige
Struktur auf und wird als Sproßpolymeres bezeichnet. Er entsteht unter anderem sehr oft im Inneren der
Destillationskolonnen für das Monomere. Ferner besitzen diese Polymeren die Eigenschaft, in An-Wesenheit
eines freien Monomeren spontan weiter zu polymerisieren und dabei ihr Molekulargewicht, je
nach den Versuchsbedingungen, um das Hundertoder gar Tausendfache zu erhöhen. Das Problem ist
unter anderem demnach, diese unerwünschten Erscheinungen durch besondere Substanzen zu verhindern.
Im Vergleich mit den erfindungsgemäß verwendeten Stabilisatoren verlieren viele gebräuchliche Inhibitoren,
vor allem die sogenannten »Lagerungs-Inhibitoren«, z. B. p-tert.-Butylbrenzcatechin sowie Phenole
im allgemeinen bereits wesentlich an Wirksamkeit, wenn die Temperatur nur wenig über die Lagerungstemperatur ansteigt.
Die nach der Erfindung verwendeten Inhibitoren behalten hingegen ihre Wirksamkeit in einem weiten
Temperaturbereich. Sie sind gleichermaßen als Inhibitoren für die Lagerung als auch für die Destillation
geeignet.
Die Menge des Inhibitors hängt von zahlreichen Faktoren ab, z. B. von dem Typ der Vinylverbindung,
wie 2-Vinylpyridin, 4-Vinylpyridin, 2-Methyl-5-vinylpyridin
usw. und dem besonderen Verwendungszweck. Jeder Fachmann kann experimentell von Fall
zu Fall die Konzentration des Inhibitors feststellen, die notwendig ist, um die Bildung unerwünschter
Mengen an Polymerisat zu verhindern. Die Konzentration an Inhibitor kann zwischen 0,001 und 5 Gewichtsprozent
schwanken, bezogen auf die Menge an der heterocyclischen stickstoffhaltigen Vinylverbindung.
Vorzugsweise werden 0,005 bis 1% verwendet.
Der Inhibitor kann sowohl dem reinen Vinylpyridin oder dgl. als auch einer Mischung mit Wasser
oder organischen Stoffen zugesetzt werden. Eine solche Mischung liegt z. B. bei der destillativen Trennung
der Vinylpyridine von den Alkylpyridinen vor. In dem flüssigen System, womit die Kolonne beschickt
wird, sind z. B. folgende Substanzen anwesend: Wasser, Vinylpyridin, Äthylpyridin und
andere Pyridinabkömmlinge. Dieser Mischung wird von vornherein ein Inhibitor nach der Erfindung in
geeigneten Anteilen zugesetzt. Obwohl der Inhibitor grundsätzlich auf beliebige Art dem Vinylpyridin beigemischt
werden kann, soll jedoch so verfahren werden, daß die größtmögliche Lösbarkeit erzielt wird.
So wurde es beispielsweise als zweckmäßig festgestellt, den Inhibitor unter Mischen und gegebenenfalls auch
unter Erwärmen in feinster Verteilung zuzusetzen.
Es werden 10 g 2-MethyI-5-vinylpyridin, das durch mehrmalige Umkristallisation sorgfältig gereinigt
wurde, in ein starkes Glasrohr gebracht und dann eine abgewogene Menge eines Inhibitors zugesetzt. Man
unterkühlt das Glasrohr bis auf eine Temperatur zwischen —40 und —500C und legt wiederholt ein
Vakuum an (1 bis 2 mm Hg). Das Glasrohr wird zugeschmolzen, wobei zu beachten ist, daß das
Vakuum unverändert bleibt. Dann wird das Rohr in ein Olbad von 100° C gebracht, wo es mittels eines
Rührers über die Dauer von 10 Stunden in Bewegung gehalten wird. Nach Ablauf dieser Zeit wird schnell
abgekühlt und der Inhalt tropfenweise unter langsamem Rühren in 11 Hexan ausgegossen. Auf diese
Weise setzt sich das Polymerisat ab und wird durch einen Gooch-Trichter filtriert, durchgewaschen, im
Ofen bei 700C unter Vakuum getrocknet und abgewogen.
In der Tabelle 1 sind die Gewichtsprozente an Polymerisat angegeben, welche mit verschiedenen
bekannten oder in der Industrie bisher verwendeten Inhibitoren gefunden worden sind, und den Ergebnissen
gegenübergestellt, die mit Phenolrot als Beispiel für ein Sulfonphthalein erzielt wurden.
| Inhibitor | Konzentration in Gewichtsprozent |
Polymerisat % |
| Phenolrot (Sulfon phthalein) Pikrinsäure Pyrogallol Methylenblau a-Nitroso-//-naphthol ... p-tert.-Butylbrenz- catechm (TBC) |
0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 |
28 0,8 4,8 22,8 16 8,0 18,0 |
Mit den in der Tabelle 2 angegebenen Inhibitoren wurde wie im Beispiel verfahren.
| Inhibitor | Konzentration in Gewichtsprozent |
Polymerisat % |
| Schwefel Schwefel Phenolrot (Sulfon- phthalein) Phenolrot Phenolrot |
0,2 0,4 0,1 0,2 0,4 |
7,6 3,4 2,8 0,8 0,7 |
Claims (1)
- Patentanspruch :Verwendung von 0,001 bis 5 Gewichtsprozent eines Sulfönphthaleins der allgemeinen StrukturformelH4-*OHworin R ein Halogenatom, eine Nitro-, eine phenolische Hydroxyl-, eine Amino-, eine Cyan- oder eine Sulfonsäuregruppe und η eine ganze Zahl von 0 bis 4 bedeutet, zur Stabilisierung von stickstoffhaltigen, heterocyclischen Vinylverbin-düngen, besonders der allgemeinen Strukturformeln= CH2)= CH2)m= CH2)mworin m die Zahl 1 oder 2 ist und R' für Wasserstoifatome oder gleiche oder verschiedene Alkylreste steht.In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 862 927.509 658/468 8.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT883809X | 1959-01-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1199269B true DE1199269B (de) | 1965-08-26 |
Family
ID=11331142
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES66538A Pending DE1199269B (de) | 1959-01-09 | 1960-01-07 | Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3010964A (de) |
| DE (1) | DE1199269B (de) |
| GB (1) | GB883809A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5338621B1 (de) * | 1971-03-08 | 1978-10-17 | ||
| US5384411A (en) * | 1991-06-20 | 1995-01-24 | Hewlett-Packard Company | Immobilization of PH-sensitive dyes to solid supports |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2862927A (en) * | 1955-06-16 | 1958-12-02 | Phillips Petroleum Co | Heterocyclic nitrogen compound polymer inhibitors |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2824105A (en) * | 1952-11-17 | 1958-02-18 | Phillips Petroleum Co | Stabilization of polymerizable heterocyclic nitrogen compounds |
| US2826581A (en) * | 1955-03-14 | 1958-03-11 | Phillips Petroleum Co | Inhibitor removal from vinyl pyridines |
-
1959
- 1959-12-30 US US862803A patent/US3010964A/en not_active Expired - Lifetime
-
1960
- 1960-01-07 GB GB588/60A patent/GB883809A/en not_active Expired
- 1960-01-07 DE DES66538A patent/DE1199269B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2862927A (en) * | 1955-06-16 | 1958-12-02 | Phillips Petroleum Co | Heterocyclic nitrogen compound polymer inhibitors |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3010964A (en) | 1961-11-28 |
| GB883809A (en) | 1961-12-06 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2147639C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines maleinisierten Produktes | |
| EP0656374B1 (de) | Polymethacrylat-Formmasse mit hoher Wärmeformbeständigkeit und hoher Stabilität gegen thermischen Abbau | |
| DE1595343C3 (de) | Verfahren zum Herstellen scMagfester Styrol-Acrylnitrilmischpolymerisate | |
| DE2340441C3 (de) | Stabilisierung von 2-ChIorbutadien-(1.3) | |
| DE2236456B2 (de) | Verfahren zum herstellen eines gemischten polymerisats | |
| DE69701881T2 (de) | Zusammensetzung um die polymerisation von ethylenisch ungesättigten monomeren zu verhindern, verfahren zur herstellung unf verwendung derselben | |
| DE1199269B (de) | Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen | |
| DE1199270B (de) | Verfahren zum Stabilisieren von stickstoff-haltigen, heterocyclischen Vinylverbindungen | |
| DE60122560T2 (de) | Verfahren zur entgasung eines acrylharzes, verfahren zur herstellung einer pulverbeschichtungszusammensetzung, sowie zu einer pulverbeschichtung verarbeitbare zusammensetzung | |
| DE2115960A1 (de) | Verfahren zum Stabilisieren von Vinylmonomeren zur Verhinderung der Polymerisation | |
| DE1301112B (de) | Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern auf der Basis von Polyamiden | |
| DE1113816B (de) | Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Formaldehydpolymerisate in Gegenwart substituierter, tertiaerer Amine als Katalysatoren | |
| DE2416013C3 (de) | Anaerob polymerisierbare Massen | |
| DE2005043B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von anaerob polymensierbaren flussigen Mischungen mit erhöhter Hartungsgeschwindigkeit | |
| AT228489B (de) | Verfahren zur Polymerisieren von Butadien zu cis-1,4-Polybutadien mit einem mittleren Molgewicht | |
| DE2500776C2 (de) | Flüssige Dienpolymerisate mit Chlor- oder Brombenzylendgruppen und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1109899B (de) | Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten | |
| DE905885C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen aus chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffen und Styrol | |
| AT236637B (de) | Copolymerisationsverfahren | |
| DE1174978B (de) | Verbessern der Lagerfaehigkeit von Polyester-Formmassen | |
| DE1494325A1 (de) | Thermoplastische Masse zur Herstellung stabilisierter Formkoerper aus isotaktischem Polypropylen | |
| DE2436961C3 (de) | Verfahren zur Herstellung schlagfester Pfropfmischpolymerisate aus Styrol oder Vinyltoluol und synthetischem Kautschuk | |
| DE1237781B (de) | Verfahren zum Polymerisieren von N-Sulfonylaziridinen | |
| DE2444651A1 (de) | Verfahren zur herstellung von fluessigen karbokettenpolymeren mit endstaendigen reaktionsfaehigen halogenatomen | |
| DE2101809A1 (de) | Verfahren zur Herstellung thermisch bestandigen faserbildenden Polyvinylchlorids |