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DE1198719B - Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochloritloesung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochloritloesung

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Publication number
DE1198719B
DE1198719B DEA42412A DEA0042412A DE1198719B DE 1198719 B DE1198719 B DE 1198719B DE A42412 A DEA42412 A DE A42412A DE A0042412 A DEA0042412 A DE A0042412A DE 1198719 B DE1198719 B DE 1198719B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bleaching
bath
wire
wooden
wooden wire
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA42412A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Hans Kurz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
A HERING AG
Original Assignee
A HERING AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by A HERING AG filed Critical A HERING AG
Priority to DEA42412A priority Critical patent/DE1198719B/de
Publication of DE1198719B publication Critical patent/DE1198719B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06FMATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F3/00Chemical features in the manufacture of matches
    • C06F3/02Wooden strip for matches or substitute therefor

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochloritlösung Das Bleichen von Holzdraht wird bekanntermaßen vornehmlich bei der Zündholzherstellung angewandt. Nach den bekannten Verfahren wird der Holzdraht chargenweise auf eine bestimmte Zeit in Siebkörben od. dgl. Bleichmittel enthaltenden Bädern oder auf Horden bleichenden Gasen ausgesetzt. Es können die verschiedensten Bleichmittel Anwendung finden, doch wird vorzugsweise eine wässerige Lösung von Natriumhypochlorid verwendet.
  • Sofern weiße oder sehr helle Hölzer zur Holzdrahtherstellung verwendet werden, spielt der Bleichvorgang, falls er überhaupt erforderlich ist, kostenmäßig nur eine untergeordnete Rolle. Anders liegen die Verhältnisse jedoch in denjenigen Ländern, in welchen nur dunkle Hölzer für die Holzdrahtherstellung zur Verfügung stehen. Es hat sich zwar gezeigt, daß durch Anwendung geeigneter Bleichverfahreri aus solchen dunklen Hölzern durchaus weißer Holzdraht von befriedigendem Aussehen erzeugt werden kann, doch wirkt sich der Bleichvorgang hinsichtlich der Erzeugungskosten infolge des bisher üblichen, den natürlichen Arbeitsfluß unterbrechenden, zeitraubenden und viel Platz erfordernden Chargenverfahrens, wegen des bei dunklen Hölzern sehr viel höheren Verbrauchs an Bleichmitteln und infolge des hohen Preises der Bleichmittel so ungünstig aus, daß das Bleichen dunkler Hölzer nach den bekannten Verfahren technisch und wirtschaftlich nicht vertretbar erscheint. Gerade in denjenigen Ländern, in welchen vorwiegend oder ausschließlich dunkle Holzarten zur Holzdrahtherstellung zur Verfügung stehen, sind aber nach dem heutigen Stand der Wirtschaft die benötigten Bleichmittel noch nicht aus eigener Erzeugung erhältlich, sondern müssen für kostbare Devisen aus dem Ausland bezogen werden. Dies ist ein weiterer Grund, warum die bisher bekannten Bleichverfahren bei der Herstellung von Holzdraht aus dunklen Hölzern nicht in Frage kommen und somit die Herstellung von Holzdraht aus dunklen Hölzern in den Ursprungsländern sich praktisch bisher noch nicht einführen konnte.
  • Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines kontinuierlichen Verfahrens zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochloritlösung, welches gegenüber den bekannten Verfahren den Vorteil hat, daß das zu seiner Durchführung benötigte Bleichmittel an Ort und Stelle elektrolytisch aus einer entsprechenden Salzlösung gewonnen wird, die beispielsweise in Form von Seewasser nahezu in allen Ländern billig zur Verfügung steht.
  • Das Verfahren zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochloritlösung ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Holzdraht kontinuierlich durch Hypochloritlösung hindurchgeführt wird, die ihrerseits durch kontinuierliche Zugabe von Salzlösung, die im Bleichbadbehälter in an sich bekannter Weise elektrolytisch in Hypochloritlösung umgesetzt wird, fortlaufend ergänzt wird.
  • Die Elektrolyse der zugeführten Salzlösung findet gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung im gesamten Holzdrahtbehandlungbereich des Bleichbades statt. Dabei kann der Holzdraht mittels der zugesetzten Salzlösung und/oder mittels der kontinuierlich abgezogenen und im Kreislauf wieder zugeführten Behandlungsflüssigkeit in das Bleichbad eingeschwemmt werden. Bei Durchführung durch das Bleichbad wird der Holzdraht gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal zweckmäßig durch mechanische Mittel abwechselnd aufgestaut und wieder aufgelockert, was beispielsweise mittels in zur Behälterachse senkrechten Ebenen angeordneter quirlartiger Rührwerke erfolgen kann, wobei der Grad der jeweiligen Aufstauung und Wiederauflockerung vorzugsweise getrennt regelbar ist. Der sich beim Durchgang des HoIzdrahtes durch die Behandlungsflüssigkeit in dieser absetzende Holzschlamm wird zweckmäßig im äußeren Zweig des Umwälzkreislaufes der Behandlungsflüssigkeit ausgeschieden. Um das Verfahren möglichst wirtschaftlich durchzuführen, kann die von dem kontinuierlich aus dem Bleichbad herausgeführten Holzdraht abtropfende Behandlungsflüssigkeit gesammelt und dem Bleichbad wieder zugeführt werden.
  • Die Erfindung beinhaltet außerdem eine zur Ausführung des soeben kurz dargelegten Verfahrens nach der Erfindung bestimmte Vorrichtung, welche einen tunnelartigen Bleichbadbehälter aufweist, in dessen Innerem eine Fördereinrichtung zum Hindurchführen des Bleichgutes durch das Bleichbad angeordnet ist und welche durch eine Einrichtung zum Zuführen von Salzlösung, ferner durch einen innerhalb des Bleichbadbehälters angeordneten Elektrolyseur zur Umsetzung der Salzlösung in Hypochloritlösung sowie durch eine Einrichtung zur Abführung des durch die Elektrolyse entstehenden Wasserstoffs gekennzeichnet ist. Der Bleichbadbehälter kann entweder die Form einer umlaufenden zylindrischen Trommel mit an der Trommelinnenwandung angeordneten Schneckengängen oder vorzugsweise die Form einer feststehenden zylindrischen Trommel haben, in deren Innerem eine oder mehrere zur Troirimelachse im wesentlichen koaxiale Förderschnecken angeordnet sind. Zweckmäßig sind bei der letztgenannten Anordnung mehrere, jeweils etwa 11/4 Schneckengänge umfassende Förderschnecken in Abständen auf einer gemeinsamen Antriebswelle angeordnet. Der Elektrolyseur zur Umsetzung der zugeführten Salzlösung ist erfindungsgemäß im Inneren des Bleichbadbehälters angeordnet, wobei die Elektroden vorzugsweise die Form von zueinander parallelen Stäben, Schienen, Streifen oder Bügeln haben, die nahe der Behältermantelwandung in Längsrichtung nebeneinanderliegend derart angeordnet *d, daß in Umfangsrichtung jeweils abwechselnd je eine Anode und eine Kathode einander benachbart sind, welche über isoliert durch die Behälterwandung hindurchgeführte Leiter an ein äußeres Stromschienensystem angeschlossen sind. Falls der Bleichbadbehälter als umlaufende Behältertrommel ausgebildet ist, sind die isoliert durch die Trommelwandung hindurchgeführten Elektrodenanschlüsse entweder an Schleifbügel angeschlossen, die mit feststehenden, die Trommel umfassenden Schleifringen zusammenwirken, oder die Elektrodenanschlüsse sind an die Trommel umfassende, zusammen mit ihr umlaufende Schleifringe angeschlossen, die mit feststehenden Schleifbügeln zusammenwirken.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird nunmehr in seinen Einzelheiten in beispielsweiser Anwendung auf die Bleichung von Holzdraht mittels Natriumhypochlorit unter Bezug auf die Zeichnungen an Hand einer bevorzugten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung zu dessen Durchführung im einzelnen beschrieben. Es stellt dar Fig. 1 einen schematischen Mittellängsschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochlorit, F i g. 2 einen Teilquerschnitt längs der Ebene II-11 in F i g. 1, in Pfeilrichtung gesehen, und F i g. 3 einen Teilquerschnitt längs der Ebene III-III in F i g. 1, in Pfeilrichtung gesehen.
  • Die in Fig. 1 der Zeichnungen schematisch in Gesamtansicht dargestellte Vorrichtung nach der Erfindung zur Ausführung des erflndungsgemäßen Verfahrens zum Bleichen von Holzdraht beispielsweise mittels Natriumhypochlorit weist als wesentlichstes Bestandteil einen in den F i g. 1 bis 3 im einzelnen erkennbaren Bleichbadbehälter auf, der gemäß der hier zu beschreibenden bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als feststehende, auf Stützen 1 ruhende zylindrische Trommel 2 ausgebildet ist, deren Stirnseiten durch Stirnwände 3 und 4 verschlossen sind. Die gesamte Innenfläche des Bleichbadbehälters ist mit Kunststoff, vorzugsweise mit Polyvinylehlorid, überzogen. In Abwandlung dessen kann der Bleichbadbehälter 2 auch ganz aus Kunststoff bestehen. Die vordere Stirnwand 3 und die hintere Stirnwand 4 des Bleichbadbehälters 2 weisen in Höhe des gewünschten Bleichbadhöchststandes schlitzartige Queröffnungen auf, in deren vordere eine Holzdrahtzuführungsrinne 5 mündet und von deren hinterer eine Holzdrahtabführungsrinne 6 wegführt. Die Holzdrahtzuführungsrinne 5 kann beispielsweise mittels eines Förderbandes 7 mit Holzdraht 8 beschickt werden. Entsprechend kann die Holzdrahtabführungsrinne 6 ein Förderband 9 beschicken, welches den gebleichten Holzdraht einem weiteren Bearbeitungsgang zuführt. In an beiden Stirnseiten des Bleichbehälters 2 angeordneten Lagern 10 ruht eine über Stopfbüchsen 11 in das Trommelinnere geführte, durch einen Antriebsmotor 12 über ein Getriebe 13 angetriebene Antriebswelle 14, auf welcher in Abständen Förderschnecken 15 befestigt sind, deren Außendurchmesser so groß gewählt ist, daß die Schnecken das Bleichbad 16 im wesentlichen vollständig durchsetzen. Die Förderschnecken 15 umfassen jeweils vorzugsweise etwa 1114 Schneckengänge und bewirken eine Bewegung des Bleichbades 16 in Längsrichtung des Bleichbadbehälters 2 von vom nach hinten, wie dies durch die Pfeile A angedeutet ist. Dadurch entsteht an der hinteren Trommelstirnwand 4 ein Bleichbadstau, der einen Bleichbadüberlauf über die Holzdrahtabführungsrinne 6 hervorruft. An den Schneckengängen der Förderschnecken 15 sind zweckmäßig in den Zeichnungen nicht dargestellte, von den Schneckengangflanken abstehende Mitnehmer angeordnet, die den an der Bleichbadoberfläche schwimmenden Holzdraht in das Bleichbad tauchen.
  • Der zu bleichende Holzdraht 8 verteilt sich, wie in F i g. 1 der Zeichnungen schematisch angedeutet ist, auf das ganze Bleichbad 16, wird durch die Förderschnecken 15 noch gleichmäßiger auf das Bleichbad verteilt und mit diesem zusammen in Richtung der Pfeile A in Trommellängsrichtung von vorn nach hinten transportiert. Durch den Bleichbadüberlauf an der Holzdrahtabführungsrinne 6 wird der gebleichte Holzdraht zusammen mit dem überlaufenden Bleichbad in die Rinne ausgeschwemmt. Am Boden der leicht abwärts geneigten Holzdrahtabführungsrinne 6 ist ein Sieb 17 angeordnet, durch welches das überlaufende Bleichbad und das von dem gebleichten Holzdraht abtropfende Bleichbad in einen Sammelbehälter 18 abtropfen kann, von welchem es über eine Abführungsleitung 19 abgezogen wird.
  • Am hinteren Ende des Bleichbadbehälters 2 ist an dessen Boden ein durch ein Sieb abgedeckter Abfluß 20 angeordnet, über welchen derjenige Teil des durch die Förderschnecken von vorn nach hinten in Trommellängsrichtung bewegten Bleichbades 16, der nicht in die Holzdrahtabführungsrinne 6 überläuft, in eine Leitung 21 abfließen kann, in welche auch die Bleichbadabzugsleitung 19 mündet. Das über die Leitungen 19 und 21 abgeführte Bleichbad ist stark mit Holzschlamm durchsetzt, der in einer Entschlammungsanlage, die in F i g. 1 der Zeichnungen schematisch als Klärgrube 22 angedeutet ist, abgeschieden wird. Das gereinigte Bleichbad gelangt über eine Leitung 23 und eine Pumpe 24 in eine Bleichbadzuleitung 25, die bei 26 in die Holzdrahtzuführungsrinne 5 mündet und auf diese Weise bewirkt, daß der über das Förderband 7 zugeführte ungebleichte Holzdraht 8 durch das zuströmende gereinigte Bleichbad in den Bleichbadbehälter 2 eingeschwemmt wird.
  • Wie in F i g. 3 der Zeichnungen schematisch angedeutet ist, wird der im Bleichbad 16 befindliche Holzdraht durch die Förderschnecken 15 nicht nur kontinuierlich in Trommellängsrichtung von vorn nach hinten in Richtung der Pfeile A gefördert und dabei gleichmäßig im Bleichbad 16 verteilt, sondern außerdem in den Schneckengängen in zunehmendem Maße gestaut und gepackt. Diese Stauung und Pakkung des Holzdrahtes im Bleichbad 16 ist in gewissem Maße erwünscht, da sie in gewisser Hinsicht den Bleichvorgang unterstützt und beschleunigt. Andererseits führt diese Stauung und Packung des Holzdrahtes in den Gängen der Förderschnecken 15 zu einer Nesterbildung, die dem Bleichvorgang hinderlich ist. Der gestaute und gepackte Holzdraht wird infolgedessen gemäß der Erfindung wieder aufgelockert, wobei etwa sich bildende Holzdrahtnester aufgerissen werden. Dies geschieht nach der Erfindung mittels quirlartiger Rührwerke 27, die vorzugsweise in quer zur Behälterlängsachse zwischen den Förderschnecken 15 liegenden Ebenen angeordnet sind. Wie aus F i g. 2 der Zeichnungen ersichtlich ist, ist jeweils eine Mehrzahl solcher Rührwerke 27 in einer Querebene angeordnet, deren vorzugsweise vertikal verlaufende und in Lagern 28 im Trommelinneren abgestützte Spindeln durch außenliegende Antriebsmotoren 29 mit vorteilhaft regelbarer Drehzahl gegenläufig angetrieben werden. Auch die Drehzahl des Antriebsmotors 12 für die Förderschnecken 15 ist vorzugsweise regelbar, so daß die Wirkungsweise der Förderschnecken 15 einerseits und der Rührwerke 27 andererseits jeweils entsprechend den gewünschten betrieblichen Verhältnissen aufeinander abgestimmt werden kann.
  • Die Bleichung des Holzdrahtes im Bleichbadbehälter 2 erfolgt beispielsweise, wie bereits mehrfach erwähnt, in an sich bekannter Weise mittels Natriumhypochlorit. An Stelle von Natriumhypochlorit kann in Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens selbstverständlich auch Caleiumhypochlorit Anwendung finden. Das sich im Zuge der erfindungsgemäß kontinuierlich verlaufenden Holzdrahtbleichung verbrauchende Bleichbad muß naturgemäß ebenso kontinuierlich ergänzt werden. Diese Bleichbadergänzung könnte in an sich bekannter Weise durch kontinuierlichen Zusatz von Natriumhypochlorit erfolgen, das von außen bezogen wird. Gemäß der Erfindung wird jedoch das sich verbrauchende Bleichbad 16 durch kontinuierliche Zuführung von Natriumhypochloritlösung ergänzt, die an Ort und Stelle in an sich bekannter Weise elektrolytisch aus Kochsalzlösung hergestellt wird. Im Falle der Anwendung von Calciumhypochlorit als Bleichmittel wird die Elektrolyse selbstverständlich in an sich bekannter Weise mit einer entsprechenden Salzlösung ausgeführt.
  • Gemäß der Erfindung erfolgt die elektrolytische Herstellung der zu ergänzenden Natriumhypochloritlösung im Bleichbehälter 2 selbst. Zu diesem Zweck sind gemäß der Erfindung auf die ganze Länge des trommelförmigen Bleichbehälters 2 und gleichmäßig auf dessen ganzen Trommelumfang verteilt nahe der Trommelinnenwandung vorzugsweise stabfönnige Elektroden 30 aus beispielsweise an sich bekanntem Werkstoff parallel nebeneinanderliegend in Trommellängsrichtung derart angeordnet, daß jeweils abwechselnd eine Anode und eine Kathode nebeneinander liegen. Die Stromzuführung 31 dieser Elektroden 30 sind jeweils durch isolierende und gleichzeitig flüssigkeitsdichte Durchführungen 32 hindurch in das Trommelinnere eingeführt. Die Behältertrommel wird, wie insbesondere aus F i g. 2 der Zeichnungen ersichtlich ist, an den Stromzuführungsstellen durch ringförmige Stromsammelschienen 33 und 34 umfaßt, die ihrerseits über Hauptsammelschienen 35 und 36 an ein Gleichstromnetz angeschlossen sind.
  • Die zur Durchführung der Elektrolyse benötigte Kochsalzlösung, vorzugsweise Seewasser, wird aus einem in F i g. 1 der Zeichnungen schematisch angedeuteten Tank 37 mittels einer Pumpe 38 über eine Zuleitung 39 zugeführt, die bei 40 in die Holzdrahtzuführungsrinne 5 mündet. Auf diese Weise kann die zugeführte Kochsalzlösung auch mit zur Einschwernmung des über das Förderband 7 zugeführten, zu bleichenden Holzdrahtes 8 in den Bleichbehälter 2 herangezogen werden. Die Elektrolyse an den Elektroden 30 vollzieht sich in an sich bekannter Weise nach folgenden Formeln: Anode: Cl- --> Cl Kathode: 1. Na+---> Na 2. 2 Na + 2 R,0 -- 2 NaOH + H2 Der oben beschriebene kontinuierliche Umlauf des Bleichbades 16 ist nicht nur dazu notwendig, um die am Hinterende des Bleichbadbehälters 2 in die Holzdrahtabführungsrinne 6 überlaufende und die durch den Ablauf 20 ablaufende Bleichflüssigkeit wieder über die Holzdrahtzuführungsrinne 5 in den Bleichbadbehälter einzuführen und so möglichst wirtschaftlich zu arbeiten und gleichzeitig den kontinuierlichen Bleichbadfluß und damit Holzdrahtfluß in Richtung der Pfeile A im Trommelbehälter aufrechtzuerhalten, sondern auch aus zwei elektrolytischen Gründen. Einerseits tritt im Bleichbad wegen der an den Anoden kontinuierlich stattfindenden Abführung von CI-Ionen eine allmähliche Verarmung des Bleichbades an CI-Ionen in den Anodenbereichen auf. Andererseits werden durch die an den Kathoden stattfindende Sekundärreaktion kontinuierlich OH-Ionen gebildet, die am Elektronenaustausch teilnehmen und dadurch die Elektrolyse stören würden, wenn sie nicht abtransportiert würden.
  • Der bei der Elektrolyse frei werdende Wasserstoff sammelt sich oben im Bleichbadbehälter 2, auf dessen Oberseite Wasserstoffsammeldome 41 aufgesetzt sind, aus welchen der Wasserstoff über Abzugsleitungen 42 ins Freie abgelassen oder irgendeinem nützlichen Zweck zugeführt wird.
  • Durch entsprechende Einstellung der Stromstärke bei Durchführung der Elektrolyse und durch entsprechende gegenseitige Abstimmung der Umlaufgeschwindigkeit des Bleichbades 16 und der Zuführung frischer Kochsalzlösung aus dem Tank 37 und des Durchsatzes der zu bleichenden Holzdrahtmenge durch den Bleichbehälter 2 kann erreicht werden, daß das im Bleichbehälter befindliche Bleichbad stets die gleiche Konzentration behält und daß dadurch eine stets gleichbleibende kontinuierliche Bleichwirkung mit Bezug auf den kontinuierlich durch die Anlage hindurchgeführten Holzdraht8 erzielt wird.
  • Der sich in der Entschlainmungsanlage 22 absetzende Holzschlamm 43 wird von Zeit zu Zeit mittels einer Pumpe 44 abgezogen. Der dadurch im Bleichbadbehälter2 hervorgerufene Flüssigkeitsverlust kann leicht durch Zusatz weiterer Kochsalzlösung aus dem Tank37 und entsprechende kurzfristige Verstärkung der Elektrolyse ausgeglichen werden.
  • In F i g. 1 der Zeichnungen sind aus Gründen der klaren zeichnerischen Darstellung die Elektroden» an der Trommelober- und -unterseite einander gegenüberliegend dargestellt. Für den Fachmann dürfte es selbstverständlich sein, daß bei feststehenden Bleichbehältern die Elektroden, wie dies in den F i g. 2 und 3 dargestellt ist, sich nur in demjenigen Bereich des Behälters befinden, der unterhalb des Flüssigkeitsspiegels des Bleichbades 16 liegt.
  • Bei der oben bereits mehrfach erwähnten, in den Zeichnungen nicht dargestellten anderen möglichen Ausführungsform eines Bleichbadbehälters nach der Erfindung mit umlaufender Trommel müssen selbstverständlich die Elektroden gleichmäßig um den ganzen Trommelumfang herum verteilt sein. Die Stromzu- und -abführung erfolgt hierbei in der bereits erwähnten Weise über Schleifringe und Schleifbügel. Da die Schneckengänge bei dieser abgewandelten Bauart an der Innenfläche des Trommelmantels befestigt sind und von dort nach innen ragen, müssen die Elektroden dementsprechend jeweils in den Zwischenräumen zwischen den Schneckengängen angeordnet sein. Die Zu- und Abführung des Holzdrahtes und die Abführung des entstehenden Wasserstoffgases aus der Trommel kann gegebenenfalls ducrh entsprechende, über geeignete Stopfbüchsen in die Mitten der Trommelstimwände mündende Zu- und Abführungskanäle genügend großen Querschnitts bzw. durch einen Abzug an einer Stirnseite der etwas geneigten Trommel erfolgen. An Stelle der zuvor beschriebenen, die feststehende Trommel in Querebenen durchsetzenden Aufreißer sind im Falle einer umlaufenden Trommel beispielsweise propellerflügelartige Aufreißer vorgesehen, die in Abständen auf einer die Trommelmitte durchsetzenden, rasch umlaufenden Welle angeordnet sind.
  • Das oben in Verbindung mit einer bevorzugten Ausführungsfonn einer erfindungsgemäßen Vorrichtung beschriebene Verfahren zum Bleichen von Holzdraht, beispielsweise mittels Natriumhypochlorit, stellt gegenüber den bisher üblichen Verfahren einen erheblichen technischen Fortschritt dar. Da das Bleichverfahren sich kontinuierlich abspielt, wird der im übrigen kontinuierlich verlaufende Fertigungsgang der Zündholzherstellung nicht gestört. Das Verfahren ist billig, da teure Chemikalien nicht beschafft zu werden brauchen. Die einzigen für die Durchführung des erfindungsgemäßen Bleichverfahrens in größeren Mengen benötigten Komponenten sind einerseits die heute in nahezu allen Ländern in ausreichender Menge zur Verfügung stehende elektrische Energie und andererseits die benötigte Salzlösung, die beispielsweise in Form von Seewasser ebenfalls in nahezu allen Ländern ohne großen Kostenaufwand gewonnen werden kann und selbst dann unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen zur Verfügung gestellt werden kann, wenn sie erst aus dem betreffenden Salz und Frischwasser hergestellt werden muß. Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich infolgedessen in erster Linie zur Anwendung in Ländern, in welchen zur Holzdrahtherstellung nur dunkle Hölzer zur Verfügung stehen und in welchen die Zündholzherstellung in Anbetracht der für die Holzdrahtbleichung erforderlichen kostspieligen und devisenschlingenden Chemikalienbeschaffung noch nicht so wirtschaftlich durchgeführt werden konnte, als dies in Ländern der Fall ist, in welchen für die HolzdrahthersteIlung helle Hölzer zur Verfügung stehen.
  • Wie bereits erwähnt, kann das Verfahren nach der Erfindung mit gleichem Erfolg auch mit Calciumhypochlorit durchgeführt werden. Die beschriebene Vorrichtung nach der Erfindung ändert sich hierbei sinngemäß nur in geringfügigen Einzelheiten.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochlorit, dadurch gekennzeichnet, daß der Holzdraht kontinuierlich durch Hypochloritlösung hindurchgeführt wird, die ihrerseits durch kontinuierliche Zugabe einer entsprechenden Salzlösung, die im Bleichbadbehälter in an sich bekannter Weise elektrolytisch in Hypochloritlösung umgesetzt wird, fortlaufend ergänzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse der zugeführten Salzlösung im gesamten Holzdrahtbehandlungsbereich des Bleichbades stattfindet. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Holzdraht mittels der zugesetzten Salzlösung und/oder mittels der kontinuierlich abgezogenen und im Kreislauf wieder zugeführten Behandlungsflüssigkeit in das Bleichbad eingeschwemmt wird. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Holzdraht bei Durchführung durch das Bleichbad durch mechanische Mittel abwechselnd aufgestaut und wieder aufgelockert wird. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Grad der jeweiligen Aufstauung und Wiederauflockerung des durch das Bleichbad hindurchgeführten Holzdrahtstromes jeweils getrennt regelbar ist. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Durchgang des Holzdrahtes durch die Behandlungsflüssigkeit sich in dieser absetzende Holzschlanim ün äußeren Zweig ihres Umwälzkreislaufes ausgeschieden wird. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem kontinuierlich aus dem Bleichbad herausgeführten Holzdraht abtropfende Behandlungsflüssigkeit gesammelt und dem Bleichbad wieder zugeführt wird. 8. Vorrichtung mit einem tunnelartigen Bleichbadbehälter, in dessen Innerem eine Fördereinrichtung zum Hindurchführen des Bleichgutes durch das Bleichbad angeordnet ist, zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (38, 39, 40) zum Zuführen von Salzlösung, ferner durch einen innerhalb des Bleichbadbehälters angeordneten Elektrolyseur (30 ... 36) zur Umsetzung der Salzlösung in Hypochloritlösung und durch eine Einrichtung (41, 42) zur Abführung des durch die Elektrolyse entstehenden Wasserstoffs. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch mehrere auf einer gemeinsamen Achse (14) in Abständen angeordnete, jeweils etwa l'/4 Schneckengänge umfassende, die Fördereinrichtung bildende Förderschnecken (15). 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den Förderschneckengängen von diesen abstehende Mitnehmer angebracht sind, die den an der Bleichbadoberfläche schwimmenden Holzdraht in das Bleichbad tauchen. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (30) des Elektrolyseurs (30 ... 36) die Form von zueinander parallelen Stäben, Schienen, Streifen oder Bügeln haben, die nahe der Behältermantelwandung in Längsrichtung nebeneinanderliegend derart angeordnet sind, daß in Trommelumfangsrichtung jeweils abwechselnd je eine Anode und eine Kathode einander benachbart sind, und die über isoliert (32) durch die Behälterwandung hindurchgeführte Leiter (31) an ein äußeres Stromschienensystem (33 ... 36) angeschlossen sind. 12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10 mit umlaufender Behältertrommel, dadurch gekennzeichnet, daß die isoliert durch die Trommelwandung hindurchgeführten Elektrodenanschlüsse mit außerhalb der Trommel angeordneten, diese umfassenden Schleifringen zusammenwirken. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11 mit feststehendem Bleichbehälter zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bleichbehälter (2) in quer zur Behälterlängsachse zwischen den Förderschnecken (15) liegenden Ebenen quirlartige Rührwerke (27) angeordnet sind, welche den durch die Förderschnecken in der Behandlungsflüssigkeit (16) gestauten bzw. gepackten Holzdrahtstrom wieder auflockern bzw. aufreißen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1047 750, 1045 372, 1043 064.
DEA42412A 1963-02-23 1963-02-23 Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochloritloesung Pending DE1198719B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1043064B (de) * 1954-10-04 1958-11-06 Mo Och Domsjoe Ab Apparatur zum Bleichen von zellulosehaltigem, faserigem Material mit fluechtigen Bleichmitteln
DE1045372B (de) * 1953-06-19 1958-12-04 Krauss Maffei Imp G M B H & Co Mischer fuer Massengueter hohen Trockengehaltes
DE1047750B (de) * 1957-03-25 1958-12-31 Braunschweigische Maschb Ansta Einrichtung zum Extrahieren, Bleichen oder Waschen von pflanzlichen und tierischen Stoffen, insbesondere von Zuckerruebenschnitzeln

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