DE1043064B - Apparatur zum Bleichen von zellulosehaltigem, faserigem Material mit fluechtigen Bleichmitteln - Google Patents
Apparatur zum Bleichen von zellulosehaltigem, faserigem Material mit fluechtigen BleichmittelnInfo
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- DE1043064B DE1043064B DEM28367A DEM0028367A DE1043064B DE 1043064 B DE1043064 B DE 1043064B DE M28367 A DEM28367 A DE M28367A DE M0028367 A DEM0028367 A DE M0028367A DE 1043064 B DE1043064 B DE 1043064B
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C9/00—After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
- D21C9/10—Bleaching ; Apparatus therefor
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Apparatur zum Bleichen von zellulosehaltigem, faserigem Material mit flüchtigen,
in Form von Lösungen oder Gasen zuzuführenden Bleichmitteln, wie Chlor oder Chlordioxyd, in
einem Turm mit einer vorgeschalteten Vorrichtung zum Mischen des Bleichmittels mit dem Faserstoff
und zur Förderung des Stoffes in den Turm.
Bei den bisher bekannten Bleichapparaturen dieser Art waren dem Mischer verschiedene andere Vorrichtungen,
wie Vorratsbehälter, Eindickapparate usw. vorgeschaltet oder der Faserstoff wurde mittels einer
Schraubenschnecke od. dgl. in den Turm eingeführt, so daß die Zuführvorrichtungen als wirksame Gassperren
dienten, wie auch in der Literatur besonders hervorgehoben wird. Infolgedessen hat man zur Vermeldung
von gefährlichen Über- oder Unterdrücken im Turm besondere Entlüftungsvorrichtungen vorsehen
müssen.
Auch ist es beim Bleichen von zellulosehaltigem, faserigem Material bekannt, einen oben offenen Turm
ohne vorgeschaltete Mischvorrichtung anzuwenden und gasförmiges Bleichmittel derart in den Turm einzuleiten,
daß es durch den oberhalb der Eintrittsstelle befindlichen Stoff absorbiert wird und am Entweichen
verhindert ist. Bei dieser bekannten Vorrichtung wird aber das Turmvolumen für den Bleichprozeß nicht
voll ausgenutzt, die Durchmischung von Stoff und Bleichmittel ist weniger gut, und man muß einen verhältnismäßig
schmalen Turm verwenden.
Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, das Turminnere über die Mischvorrichtung mit der Atmosphäre
drucklos in Verbindung stehen zu lassen, d. h. die Mischvorrichtung soll nicht als Gassperre wirken,
sondern freien Gasdurchtritt in beiden Richtungen gestatten. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß
bei der Verwendung von üblichen Mischern, die, wie bekannt, derart wirken, daß der Stoff durch Schlagarme
zerteilt und durchgewirbelt wird, der aufwärts der Eintrittsstelle des Bleichmittels befindliche Stoff
die bleichenden Gase, wie Chlor und Chlordioxyd, vollständig zu absorbieren vermag, während Inertgasc
in beiden Richtungen unbehindert strömen können und die Vorrichtung somit gleichzeitig als wirksame
Entlüftungsanlage dienen kann, wodurch die Bleichapparatur vereinfacht und verbilligt wird. Gleichzeitig
erreicht man auch bei hoher Konzentration des Faserstoffes eine innige Vermischung desselben mit dem
Bleichmittel und eine volle Ausnutzung des Turmvolumens für den Bleichprozeß auch bei beliebig großen Turmdurchmessern. 5c
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das flüchtige Bleichmittel in die faserige
Masse an einem Punkt eingeführt, der sich zwischen zwei Mischern befindet, die hintereinandergeschaltet
Apparatur zum Bleichen
von zellulosehaltigem, faserigem
Material mit flüchtigen Bleichmitteln
Anmelder:
Mo och Domsjö Aküebolag,
örnsköldsvik (Schweden)
örnsköldsvik (Schweden)
Vertreter: Dr.-Ing. Dr. jur. F. Redies, Patentanwalt,
Bergisch Neukirchen, Hauptstr. 107
Bergisch Neukirchen, Hauptstr. 107
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 4. Oktober 1954
Schweden vom 4. Oktober 1954
Kurt Alfred Jönsson, Hörnefors (Schweden),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
sind und die zusammen die Vorrichtung zur Zuführung der Holzbreimasse in den Bleichturm bilden.
Um die für die Durchführung des Bleichverfahrens benötigte Wärme in die Reaktionsmasse einzuführen,
kann man Dampf in die Zuführungsvorrichtung an einem Punkt einführen, der sich, von der Strömungsrichtung der Holzbreimasse aus betrachtet, oberhalb
desjenigen Punktes befindet, an dem das Bleichmittel eingeführt wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform einer Bleichapparatur, die für die Durchführung des Verfahrens
gemäß der Erfindung geeignet ist, wird nachfolgend als ein Beispiel für die Gestaltung der Vorrichtung
gemäß der Erfindung beschrieben. Die Bezugszeichen beziehen sich auf die Zeichnung, die einen teilweisen
Querschnitt der Apparatur zeigt.
In der Zeichnung bezeichnen die Ziffern 1 und 2 zwei Mischer üblicher Art, die zwischen der Förderschnecke
3 einer unmittelbar vor dem Bleichsystem befindlichen Stufe und dem Bleichturm 4 hintereinandergeschaltet
sind. Das Bleichmittel, beispielsweise gasförmiges Chlordioxyd, wird zwischen den beiden
Mischern oder direkt beim Eintritt des Holzbreistromes in den zweiten Mischer 2, beispielsweise bei
Punkt b, in die Apparatur eingeführt. Wenn Wärme für das Verfahren benötigt wird, kann diese vermittels
Dampf eingeführt werden, wobei der Dampf am Ausgang des ersten Mischers, beispielsweise bei
Punkt a, eingeführt werden kann.
809' 677/584
Die Apparatur gemäß der Erfindung ermöglicht nicht nur die vorteilhafte Einführung des Bleichmittels
in die Holzbreimasse und das gute Vermischen von Bleichmittel und Holzbreimasse, sondern gewährt
darüber hinaus den Vorteil, daß der Dampf im Falle einer plötzlichen Unterbrechung der Holzbreizuführung
durch den oberen Mischer ins Freie zu gehen vermag, während die Chlordioyxdlösung durch den
unteren Mischer in den Bleichturm fließen kann. In Fällen dieser Art führt der Dampf dann also nicht
einen Teil des Bleichmittels in die Umgebung des Werkes, was bei gewissen vorbekannten Verfahren
bzw. Apparaturen ein erheblicher Nachteil ist.
Claims (3)
1. Apparatur zum Bleichen von zellulosehaltigem, faserigem Material mit flüchtigen, in
Form von Lösungen oder Gasen zuzuführenden Bleichmitteln, wie Chlor oder Chlordioxyd, in
einem Turm mit einer vorgeschalteten Vorrichtung zum Mischen des Bleichmittels mit dem
Faserstoff und zur Förderung des Stoffes in den Turm, dadurch gekennzeichnet, daß der Bleich-
turm über die Mischvorrichtung mit der Atmosphäre drucklos in Verbindung steht und daß die
Emführungsstelle für das Bleichmittel an einer Stelle zwischen dem vorderen und hinteren Ende
der Mischvorrichtung liegt.
2. Apparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischvorrichtung aus zwei
hintereinandergeschalteten Mischern besteht und daß das Bleichmittel zwischen den beiden Mischern
eingeführt wird.
3. Apparatur nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich eine Vorrichtung
zum Einblasen von Dampf enthält und diese in die Mischvorrichtung an einer Stelle einmündet,
die sich, in der Strömungsrichtung des faserigen Materials betrachtet, aufwärts des Eintrittspunktes des Bleichmittels befindet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 488 773;
österreichische Patentschrift Nr. 107 988;
französische Patentschrift Nr. 871 406;
britische Patentschrift Nr. 489 302;
USA.-Patentschrift Nr. 1 924 860.
Deutsche Patentschrift Nr. 488 773;
österreichische Patentschrift Nr. 107 988;
französische Patentschrift Nr. 871 406;
britische Patentschrift Nr. 489 302;
USA.-Patentschrift Nr. 1 924 860.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© «09 6777584 10.5&
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1132120X | 1954-10-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1043064B true DE1043064B (de) | 1958-11-06 |
Family
ID=20420710
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM28367A Pending DE1043064B (de) | 1954-10-04 | 1955-10-01 | Apparatur zum Bleichen von zellulosehaltigem, faserigem Material mit fluechtigen Bleichmitteln |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1043064B (de) |
| FR (1) | FR1132120A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198719B (de) * | 1963-02-23 | 1965-08-12 | A Hering Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Holzdraht mittels Hypochloritloesung |
| DE1767885C3 (de) * | 1968-06-27 | 1974-05-16 | Pulp Paper Res Inst | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von faserigem Cellulosestoff oder cellulosehaltigem Stoff |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT107988B (de) * | 1926-03-31 | 1927-11-25 | Leykam Josefsthal Actien Ges F | Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von Cellulose. |
| DE488773C (de) * | 1924-12-06 | 1930-01-13 | Carl Busch Thorne | Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Zellstoff |
| US1924860A (en) * | 1931-05-20 | 1933-08-29 | Paper Patents Co | Apparatus for bleaching pulp |
| GB489302A (en) * | 1936-08-15 | 1938-07-25 | Umberto Pomilio | Improvements in or relating to processes and apparatus for the extraction of cellulosic fibres from vegetable material |
| FR871406A (fr) * | 1941-01-21 | 1942-04-24 | Procédé de chloruration continue des celluloses brutes et dispositif destiné à la mise en oeuvre de ce procédé |
-
1955
- 1955-09-30 FR FR1132120D patent/FR1132120A/fr not_active Expired
- 1955-10-01 DE DEM28367A patent/DE1043064B/de active Pending
Patent Citations (5)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1132120A (fr) | 1957-03-05 |
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