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Verfahren zur Entwicklung photographischer Filme sowie die dazu bestimmte
Vorrichtung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gleichzeitigen Entwicklung
und abschließenden Behandlung von mehreren Farbfilmen mit unterschiedlicher Entwicklungszeit
und eine Vorrichtung mit mehreren in einer Reihe hintereinander angeordneten, oben
offenen Behandlungsbehältern, einem heb- und senkbaren Transportschlitten als Filmhalter
sowie einer Steuereinrichtung zur automatischen Durchführung dieses Verfahrens.
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Es ist bereits bekannt, mehrere Rollfilme mittels einer Hebe- und
Transportvorrichtung nacheinander automatisch gesteuert in verschiedene oben offene
Behälter einzubringen, wozu ein in der Vertikalen zwischen zwei Endlagen beweglicher
Schlitten dient. Dieses Verfahren läßt sich zwar vorteilhaft für Rollfilme anwenden,
nicht aber für Planfilme, da diese eine individuelle Behandlung erhalten müssen,
denn jeder Planfilm benötigt meist eine besondere Entwicklungszeit und unter Umständen
auch noch eine spezielle Entwicklerlösung. Das Entwicklen von Planfilmen wurde daher
bis jetzt von Hand und einzeln durchgeführt.
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Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren zu finden, daß einerseits
die individuelle Behandlung des einzelnen Films erlaubt und andererseits rationell
im gewerblichen Maßstab eine höhere Stückzahl pro Zeiteinheit liefert.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß jeder Film in eine ihm
zugeordnete Behandlungszelle eingebracht wird, worauf jede der einzelnen Zellen
in zeitlicher Folge mit Entwicklerflüssigkeit gefüllt wird, wobei diese zeitliche
Folge durch die für jeden Film erforderliche Entwicklungszeit bestimmt ist und der
Füllvorgang mit der Zelle beginnt, in der sich der Film befindet, der die längste
Entwicklungszeit erfordert, und in Richtung der kürzeren Entwicklungszeiten fortschreitend
als letzte Zelle diejenige mit dem Film der kürzesten Entwicklungszeit gefüllt wird,
wobei die Entwicklerflüssigkeit in jeder Zelle durchgerührt wird, was an sich bekannt
ist, und daß nach Ablauf der längsten Entwicklungszeit die Filme gemeinsam aus den
Zellen herausgezogen werden, um gemeinsam den weiteren Behandlungsstationen zugeführt
zu werden, worauf die EntwickIerflüssigkeit aus den Zellen wieder entleert wird.
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Zur Vereinfachung und Vereinheitlichung der mechanischen Vorrichtung
und zur Vereinfachung des Einbringungsvorganges des einzelnen Films in die vorbestimmte
Zelle werden nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Filme in die einzelnen
Zellen gleichzeitig eingebracht. Das hat vor allem den Vorteil, daß die Filme an
der Vorrichtung, die im Dunkeln mit den einzelnen Filmen versehen werden muß, ohne
Zeitdruck angebracht werden können.
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Die gleichmäßige Mischung der Entwicklerflüssigkeit wird nach einem
anderen Merkmal der Erfindung dadurch bewirkt, daß die Entwicklerflüssigkeit durch
Durchblasen eines Gases durchgerührt wird.
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Die gleichmäßige Benetzung des Films mit dem Entwickler wird nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch bewirkt, daß das Gas stoßweise eingeblasen
wird. Hierdurch werden in der Entwicklerflüssigkeit beschleunigte Strömungen erzeugt.
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Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung so ausgebildet, daß mindestens einer der Behandlungsbehälter
in mehrere Zellen unterteilt ist und der Transportschlitten derart zum Aufhängen
von Filmen ausgebildet ist, daß jeder der Filme in eine der Zellen des einen unterteilten
Behälters in definierter Weise verteilt einbringbar ist, daß der Schlitten zusätzlich
horizontal längs einer über den aufeinanderfolgenden Behältern verlaufende Horizontalführung
verschiebbar ist, daß ein oder mehrere Speicherbehälter für Entwicklerflüssigkeit
angeordnet sind, welche unabhängig voneinander durch Rohrleitungen mit jeder der
einzelnen Zellen des unterteilten Behälters verbunden sind, wobei in den Leitungen
voneinander unabhängig steuerbare Ventile angebracht sind sowie Einrichtungen zum
Entleeren der Zellen und zum Durchrühren der Entwicklerflüssigkeit in den Zellen,
und daß "ferner die Steuereinrichtung in an sich bekannter Weise programmierbar
ist, daß eine Hauptsteuereinrichtung
zur Steuerung des zeitlichen
Gesamtablaufes der programmierten Arbeitsgänge in Form eines den Transportschlitten
tragenden Steuerkopfes längs der Horizontalführung bewegbar ist, bei welcher Bewegung
Kontakte einer in gleicher Richtung verlaufenden Steuerschiene durch den Steuerkopf
betätigbar sind, die die vertikale Bewegung des Schlittens steuern in Verbindung
mit der horizontalen der Einheit Schlitten-Steuerkopf, und daß die Hauptsteuereinrichtung
ihrerseits über einen Programmwählschalter mit Wählerrelais verbunden ist, die wiederum
mit Programmsteuerungsgliedem verbunden sind, deren Schaltzeiten gemäß den wählbaren
Verfahren eingestellt werden können und die die Ventile betätigen.
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Da die Behandlung der Filme infolge der verschiedenen Sensibilisierung
der einzelnen Filme bei völliger Dunkelheit erfolgen muß, ist es von Vorteil, daß
die Filme, die im trockenen Zustand in Rahmen eingesetzt werden, in vorbestimmten
Bahnen bewegt werden und so im nassen Zustand nicht mehr verknittert oder beschädigt
werden können, da die Schicht im nassen Zustand sehr empfindlich ist. Es werden
daher, weil die Filme vom Bedienungspersonal nur im trockenen Zustand bewegt werden,
keine so hohen Anforderungen an die Geschicklichkeit und Schulung des Personals
gestellt wie bei der bisher üblichen Handbearbeitung der Filme. Die Handbearbeitung
der Filme ist zeitraubend und kostspielig.
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Der erneuten Einsatzbereitschaft der Vorrichtung nach einem Arbeitsablauf
dient nach einem weiteren Merkmal der Erfindung, daß der Schlitten nach Abschluß
eines Arbeitsprogramms durch die Steuereinrichtung an den Ausgangspunkt automatisch
zurückführbar ist.
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Damit die EntwicklerHüssigkeit gleichmäßig durchgemischt wird und
sämtliche Flächenelemente des Films benetzt werden, weist nach einem anderen Merkmal
der Erfindung jede Zelle eine Vorrichtung zum stoßweisen Einblasen eines Gases auf,
welche von der Steuereinrichtung betätigbar ist.
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Zur individuellen Behandlung der einzelnen Filme und ihrer zugehörigen
Entwicklerflüssigkeit dient nach einem weiteren Merkmal der Erfindung, daß die Vorrichtung
zum stoßweisen Einblasen des Gases durch in jeder der Zellen angeordnete Druckgaszplinder,
welche an eine Druckgasquelle angeschlossen sind, gebildet ist.
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Damit die Vorrichtung bei einer neuen Beschikkung mit Filmen neuen,
individuellen Anforderungen angepaßt werden. kann, bestehen nach einem anderen Merkmal
der Erfindung die Einrichtungen zum Entleeren der Zellen aus in gesondert zu den
Speicherbehältern fahrenden Rückleitungen angeordneten Pumpen.
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Der Vereinfachung der Programmierung der Steuerung der Vorrichtung
dient nach einem weiteren Merkmal der Erfindung, daß die Programmsteuerungsglieder
für die Ventile elektromagnetisch betätigbar sind.
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Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens und einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist es unter anderem mög%h, die vier Farbnegative gelb, rot, blau und
schwarz, die bei Farbauszügen für den Vierfarbendruck notwendig sind, gleichzeitig
zu entwickeln, obwohl gegebenenfalls für jedes Negativ ein spezieller Entwickler
zur Artwendung kommt und für jeden Entwickler eine besondere Entwicklungszeit eingehalten
werden muß.
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Das Verfahren ist auch geeignet zur Herstellung von photographischen
Masken, wie sie z. B. zum Ausgleich von Farbfehlern in der Reproduktionstechnik
verwendet werden, ebenso für Masken zur Beseitigung von Unterdeckung, Hochlichtmasken,
Zweistufenmasken usw. Mittels eines erfindungsgemäßen automatischen Gerätes und
dem erfindungsgemäßen Verfahren können verschiedene Filmentwicklungsmethoden auch
in großem Maßstab durchgeführt werden.
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Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung mit einem Verfahrensbeispiel
und einem Programmierungsbeispiel näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt F i
g. 1 in Teilansicht ein perspektivisch dargestelltes schematisiertes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung, F i g. 2 in Ansicht einen perspektivisch gezeichneten
Halterrahmen für einen Planfilm mit eingesetztem Film, F i g. 3 bis 6 Teilschnitte
eines Ausführungsbeispiels zur Darstellung eines Arbeitsbeispiels, F i g. 7 eine
schematische Darstellung eines automatischen Gerätes zusammen mit einem Schaltschema
für die Programmierung.
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In F i g.1 wird durch die Ziffer 20 das erfindungsgemäße, automatisch
arbeitende Gerät als Ganzes bezeichnet, von dem jedoch nur ein Teil dargestellt
ist. Zu dem Gerät 20 gehört ein länglicher Tank 22,
der oben offen
ist und vorzugsweise aus einem geeigneten Metall, wie z. B. rostfreiem Stahl, besteht,
das dem Angriff der Chemikalien, wie sie bei den photographischen Entwicklungsmethoden
verwendet werden, widersteht. Der Tank 22 ist vorzugsweise eine doppelwandige
Konstruktion, wie aus den F i g. 3 bis 6 ersichtlich ist, um einen geeigneten Mantel
24 für den Umlauf von Wasser 26 um die verschiedenen Behälter oder Zellen, die in
dem Tank angeordnet sind, zu bekommen und damit die Betriebsflüssigkeiten auf der
jeweils gewünschten Temperatur zu halten. Für eine solche Regelung der Temperatur
der Betriebsflüssigkeiten sind jedoch auch andere bauliche Mittel denkbar. Der Tank
22 ruht auf einem offenen rechteckigen Rahmen 28, abgestützt auf den Beinen
29 und 29', die, um das Ganze stabil zu machen, im geeigneten Abstand
voneinander angeordnet sind.
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Der Tank 22 ist auf seine ganze Länge in eine Reihe einzelner
Abteilungen oder Behälter unterteilt, beginnend an dem einen Ende bei 30 (s. F i
g. 1) bis zu dem entgegengesetzten, hier nicht dargestellten Ende des Tanks
22. Der Behälter 32 ist ein Betriebstank, welcher in mehrere Zellen
unterteilt ist und einen Entwickler aufnimmt. Der Betriebsbehälter 34
hat
nur eine einzige Abteilung, welche ebenfalls einen Entwickler aufnimmt. Der Behälter
36 enthält ein Unterbrechungsbad für kurze Dauer. Behälter 38 enthält Natriumthiosulfat
bzw. ein Fixierbad, Behälter 40 Wasser und Behälter 42 eine Lösung eines Fixiernatronzerstörers.
Über den Behälter 42 hinaus können noch weitere solcher Behälter für Waschlösungen
usw. vorgesehen werden, obwohl dieselben hier nicht besonders dargestellt sind.
Die genaue Anzahl der einzelnen Behälter hängt von der Erfahrung im Betriebe der
Apparatur ab. Wie aus der F i g. 3 ersichtlich ist, sind die verschiedenen Behälter
voneinander
getrennt. Die einzelnen Behälter können mit geeigneten
Metallgefäßen, wie z. B. dem Gefäß 43, versehen werden, die in den Tank herabgelassen
werden und an entgegengesetzten Enden mit Flanschen 44 von U-förmigem Querschnitt
versehen sind, die sich auf die oberen Längskanten 46 des Tanks aufsetzen. Damit
kann also jedes der Gefäße 43 oben aus dem Tank herausgehoben werden, und zwar lediglich
durch Abheben der Flansche 44 von den Kanten 46 zwecks Reinigung und Behandlung
der Gefäße und der dazugehörigen Bestandteile sowie des Tanks 22.
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Der Betriebsbehälter 32 ist durch die drei aufrecht stehenden parallelen
Querplatten 48 in eine Reihe von vier Zellen 50, 52, 54 und 56 unterteilt,
die am oberen Ende offen sind. Obwohl nun dieser Betriebsbehälter 32 an dem
Ende 30 des Tanks angeordnet ist, kann er doch in seiner Lage gegen den Behälter
34 ausgetauscht werden, ohne daß dadurch der Betrieb des Gerätes 20 nachteilig beeinflußt
wird.
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Im Abstand über den oberen offenen Enden der einzelnen Behälter befindet
sich ein Paar paralleler, im Abstand voneinander angeordneter Führungsschienen oder
-bahnen 60, die sich auf die ganze Länge des Tanks 22 zwischen den entgegengesetzten
Seiten 62 desselben erstrecken. Der Rahmen 28, auf welchem der Tank 22 gelagert
ist, wird gehalten von einem Paar von Ständern 64 an dem einen Ende des Tanks und
von einem weiteren, hier nicht dargestellten Paar solcher Ständer an dem entgegengesetzten
Ende des Tanks. Die Ständerpaare sind an den oberen Enden miteinander durch die
Längsrahmenelemente 66 verbunden, und diese letzteren werden durch die Querstreben
68 versteift. Wie aus der F i g. 1 ersichtlich ist, sind die Beine 29 die unteren
Enden der Ständer 64, während die Beine 29' kurze Stücke sind, in Abständen voneinander
längs des Rahmens 28 angeordnet. Die Schienen 60 sind an den Unterseiten
der Querstreben 68 befestigt. Zwischen den Schienen 60 und parallel zu denselben
ist eine aus einem Winkeleisen bestehende Bahn 70 angeordnet, deren Zweck
nachstehend noch beschrieben werden wird. Der Rahmen 28 und dessen Bauteile
64, 66 und 68 sind aus den üblichen Walzprofilen zusammengesetzt und miteinander
in bekannter Weise, z. B. durch Schweißen, Bolzen od. dgl., verbunden. Der Rahmen
28 ist dabei in der Waagerechten auf die Länge des Gerätes angeordnet, während die
Bauteile 64, 66 und 68 einen vertikal angeordneten offenen rechteckigen Rahmen bilden,
in welchem der Tank 22 auf dem Horizontalrahmen 28 ruht. Hinter dem Tank
22 ist an den Bauelementen 64 eine Spritzplatte 72 befestigt.
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Auf der Oberseite des Kastenrahmens 74 ruht ein zweiter, doppelwandiger
Tank 76, der in ein Paar von Behältern 78 und 80 unterteilt
ist. Diese letzteren sind vorzugsweise oben durch geeignete Deckel 81,
die
in bekannter Weise und zweckmäßig angeordnet sind, verschlossen. Der Kastenrahmen
74 befindet sich neben den Ständern 64, so daß sich also die Behälter
78 und 80 in nächster Nachbarschaft der Behälter des Tanks 22, aber
in erhöhter Lage zu denselben befinden. Es soll angenommen werden, daß der Behälter
78 eine Lösung zum Entwickeln von Farbauszugsnegativen, der Behälter 80 eine solche
zum Entwickeln von Farbkorrekturmasken enthält. Obwohl dieselben hier nicht dargestellt
sind, kann das Gerät 20 mit weiteren Behältern für Entwickler-Flüssigkeiten versehen
werden, um andere Maskentypen, Rasterpositive u. dgl. m. zu verarbeiten, alles innerhalb
des Rahmens der vorliegenden Erfindung.
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Die F i g. 1 zeigt nicht die verschiedenen Rohrleitungen, elektrischen
Leitungen, Reguliergeräte, Pumpen, Meßgeräte usw., mit welchen das Gerät
20
versehen ist, um seine Aufgabe erfüllen zu können. Alle diese Teile wurden
der besseren übersichtlichkeit wegen in der F i g. 1 fortgelassen; es sollen jedoch
dieselben und ihre Betriebsweise in nachstehendem in Verbindung mit der F i g. 7
beschrieben werden. Ferner sollen verschiedene Teile und Vorrichtungen beschrieben
werden, welche in das soweit dargestellte Gerät eingebaut werden können.
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Auf den Schienen 60 läuft ein Wagenoberteil 82,
welcher
einen einziehbaren Wagenteil 84 trägt, der sich in einer Vertikalebene senkrecht
zu den Schienen 60 bewegen kann. Obwohl es hier nicht besonders dargestellt ist,
kann der Wagen 84 zwecks Auf- und Abwärtsbewegung an entgegengesetzten Seiten desselben
mit geeigneten Zahnrädern, die in Zahnstangen eingreifen, versehen werden. Es gibt
verschiedene solcher wohlbekannter, aus Zahnstange und Ritzel bestehender Vorrichtungen
für eine geradlinige Bewegung, welche diesem Zweck entsprechen. Derartige bekannte
Vorrichtungen können auch an dem Wagenkopf 82 sowie an der Schiene 70 angebracht
werden. An dem Winkeleisen 70 sind in sorgfältig gewählten Abständen die
in der F i g. 1 dargestellten Mikroschalter 85, 86, 87, 88, 89 und
89'
angebracht. Es können jedoch zusätzliche Schalter zur Regelung, Steuerung
und Einleitung der verschiedenen Bewegungen des Steuerkopfes 82 und seines
zugehörigen Wagens 84 vorgesehen werden, wie noch erklärt werden wird.
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Natürlich sind Rohrleitungen, Ventile, Pumpen usw. für gesteuerte
Rohrverbindungen zwischen den Behältern 78 und 80 einerseits, den
Behältern 32
und 34 einschließlich der einzelnen Zellen des Behälters
32 vorgesehen. Diese Bestandteile sind im allgemeinen wohlbekannt; ihr Einbau
in das Gerät 20
wird in den Einzelheiten im Zusammenhang mit der F i g. 7
erklärt werden.
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Programm eines vollständigen Arbeitsspiels des Gerätes 20
Es
soll nunmehr ein vollständiges Arbeitsspiel zur Entwicklung von Farbauszugnegativen
unter Bezugnahme auf die F i g. 3 bis 6 beschrieben werden. Solch ein Teilfarbennegativ
90 ist in der F i g. 2 dargestellt, gehalten von einem Filmhalter 92, welcher
mit dem Gerät 20 benutzt werden kann. Der Halter 92 ist geeignet zur
Verwendung in einen verdunkelten Raum, in welchem das Gerät 20 steht, sowie zum
Einbau in den Wagen 84. Der Wagenkopf 82 ist in seiner Ausgangslage neben dem Tankende
30 in F i g. 1 dargestellt.
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Wie aus der F i g. 3 ersichtlich ist, trägt der Wagen 84 vier
Teilfarbennegative 90, 92, 94 und 96, die voneinander getrennt sind;
es handelt sich dabei beispielsweise um die gelbe, rote, blaue und schwarze Teilfarbe,
wie sie beim Vierfarbendruck verwendet werden. Mittels eines Wählerschalters wird
das Gerät 20 so programmiert, daß es den vollständigen Arbeitsgang zur Entwicklung
der vier Teilfarbennegative automatisch durchführt. Es braucht dann nur der Hauptschalter
des Gerätes betätigt zu werden, um dasselbe anzulassen. Der Steuerkopf 82 mit dem
Wagen
84, welcher die einzelnen Halter, wie z. B. 90,
parallel zueinander
und im Abstand voneinander in Vertikalebenen trägt, bewegt sich längs der Schienen
60 von der Ausgangslage neben dem Ende 30 des Tanks 22 bis beispielsweise
zur Berührung mit dem Mikroschalter 85 (F i g. 1). Der Steuerkopf
82 hält in einer Stellung über dem Behälter 32, worauf der Wagen 84 abgesenkt
wird, wie es der Pfeil 97 in F i g. 4 zeigt, um sämtliche Teilfarbennegative
in den Behälter 32 zu bringen. Jedes dieser Teilfarbennegative kommt gesondert in
eine der Zellen des Behälters 32, nämlich das Negativ 90 in die Zelle 50, das Negativ
92 in die Zelle 52, das Negativ 94 in die Zelle 54 und das Negativ
96 in die Zelle 56. Beim ersten Absenken der Teilfarbennegative in
die verschiedenen Zellen des Behälters 32 ist dieser letztere noch leer, wie aus
F i g. 3 ersichtlich ist.
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Nach dem Absenken der Teilfarbennegative in die Zellen 50, 52, 54
und 56 wird Entwicklerlösung aus dem Behälter 78 den einzelnen Zellen des
Behälters 32 automatisch in einer bestimmten Zeitfolge zugeführt, die von
der Zeitdauer abhängt, während welcher jedes Teilfarbennegativ in der Entwicklerlösung
verbleiben soll. So muß beispielsweise das gelbe Teilfarbennegativ 90 am
längsten in der Lösung verblei-ben, das rote Teilfarbennegativ
92 etwas weniger lang, das blaue Teilfarbennegativ 94 noch
weniger lang und das schwarze Teilfarbennegativ 96 während der kürzesten
Zeit. Um das zu erreichen, ist der Behälter 78 durch besondere Förder- und Rücklaufleitungen
mit jeder dm.Zellen 50, 52, 54 und 56 verbunden. Wie aus der B i g. 4 ersichtlich
ist, wird zunächst die Zelle 50 mit Entwicklerlösung 98 aus dem Behälter
78 angefüllt, vorzugsweise durch Zulauf, bis ein geeigneter Spiegel der Lösung 98
in der Zelle 50 erreicht worden ist, um das Negativ 90 völlig eintauchen zu können.
Der Stand der Lösung in der Zelle wird durch den Standmelder 100 angezeigt, wobei
zu bemerken ist, daß jede Zelle ihren eigenen Standmelder 100 hat. Sobald
der gewünschte Spiegel der Lösung 98 in der Zelle 50 erreicht worden
ist, wird der Zulauf des Entwicklers aus dem Behälter 78 durch den Standmelder
100 der Zelle 50 automatisch abgesperrt.
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Nach Verlauf eines bestimmten Zeitraums nach dem Füllen der Zelle
50 wird die Zelle 52, in welcher sich das rote Teilfarbennegativ 92 befindet, mit
der Lösung aus dem Behälter 78 angefüllt, wobei der Zulauf
der Lösung 98, sobald der gewünschte Spiegel erreicht ist, durch den Standmelder
100 der Zelle 52 automatisch abgesperrt wird. Nach einem bestimmten
Zeitverlauf nach dem Füllen der Zelle 52 wird die Zelle 54 mit der Lösung 98 angefüllt
und nach einem gewählten Zeitraum auch die Zelle 56.
Die F i g. 5 zeigt den
Zustand, bei welchem alle Zellen - 50, 52, 54 und 56 - mit dem Entwickler 98 angefüllt
sind und alle Farbauszüge in den Entwickler eintauchen. Hieraus kann man ersehen,
daß der gelbe, der rote und der blaue Farbauszug bereits in den Entwickler eingetaucht
sind, während die Zelle 56 noch angefüllt wird.
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Nach Verlauf eines bestimmten Zeitraums nach dem Füllen der Zelle
56 wird der Wagen 84 aus dem Behälter 32 herausgezogen, wobei alle Teilfarbennegative
- 90, 92, 94 und 96 - gleichzeitig aus dem Entwicklerbad herausgehoben
werden. Der Gesamtzeitraum, währenddessen der Wagen 84 in der voll abgesenkten Lage
verbleibt, wird berechnet auf Grundlage der Gesamtzeit, während welcher der gelbe
Farbauszug 90 in der Lösung 98 in der Zelle 50 eingetaucht verbleiben muß. Muß beispielsweise
der gelbe Farbauszug 90 in der Lösung 98 6 Minuten lang eingetaucht verbleiben,
dann beläuft sich die Zeitspanne zwischen dem völligen Anfüllen der Zelle
50 (F i g. 4) bis zu der Entfernung aller Farbauszüge aus dem Entwickler
auf 6 Minuten. Während dieses 6-Minuten-Intervalls war der gelbe Farbauszug 6 Minuten
lang unter der Einwirkung des Entwicklers, der rote Farbauszug 92 auf die Dauer
von weniger als 6 Minuten, der blaue Farbauszug 94 auf noch kürzere Zeit und das
schwarze Teilfarbennegativ 96 während der kürzesten Zeit.
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Für die Dauer des Eintauchens der Farbauszüge in die Zellen des Behälters
32 sind in jeder dieser Zellen Vorrichtungen 102 vorgesehen, um den Entwickler
durchzurühren und dessen Konsistenz gleichmäßig zu halten. Jede dieser Vorrichtungen
102 besteht aus einem Behälter für ein Druckgas, welcher beispielsweise an einen
Stickstoffvorrat angeschlossen ist. Die Vorrichtung ist im allgemeinen ein zylinderförmiger
Körper, der quer am Boden der Zelle angebracht ist. Es wird nun beispielsweise Stickstoff
durch Lochungen in der Wandung des Zylinders 102 geblasen, und zwar auf die
richtige Zeitdauer, mit der richtigen Geschwindigkeit und Frequenz, um die Lösung
98 in der Zelle in der gewünschten Weise durchzuführen. Es sind ferner Vorrichtungen
vorgesehen, welche die Zylinder 102
in jeder der Zellen 50, 52, 54 und 56
gerade während der Zeitspanne arbeiten lassen, wenn der betreffende Farbauszug in
die Zelle eingetaucht ist, und welche die Zylinder 102 außer Betrieb setzen, wenn
die Farbauszüge aus dem Behälter 32 entfernt werden.
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Wenn es die einzelnen verwendeten Filme für die Farbauszüge notwendig
machen, können die Zellen 50, 52, 54 und 56 auch mit verschiedenen
Entwicklerflüssigkeiten aus zugehörigen, hier nicht dargestellten Behältern gefüllt
werden. Vorzugsweise werden in der Praxis natürlich Filme eines einzigen Fabrikates
verwendet, die meist mit einer einzigen Entwicklerflüssigkeit und verschiedenen
Entwicklungszeiten auskommen.
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Bei Betrachtung der F i g. 6 sieht man, daß die Farbauszüge aus dem
Behälter herausgezogen sind und daß sich der Steuerkopf 82 in der Richtung des Pfeils
104 automatisch vorwärts bewegt hat in eine Lage über dem Behälter 36. Bei
diesem Arbeitsspiel wurde der Behälter 34 fortgelassen, weil er nicht benötigt wird.
In dieser Lage hat der Steuerkopf 82 den Mikroschalter 87 an der Schiene
70 geschlossen, wodurch der Wagen 84 abgesenkt wird und sämtliche Farbauszüge -
90, 92, 94 und 96 - in den Behälter 36 eintauchen läßt, welcher ein
Unterbrechungsbad 106 enthält. Um in dieser Weise arbeiten zu können, hat
man beispielsweise den Mikroschalter 86 mittels des Verfahrenswählerschalters außer
Betrieb gesetzt. Die Farbauszüge verbleiben für eine bestimmte Zeitspanne in dem
Unterbrechungsbad 106, worauf der Wagen 84 automatisch gehoben wird, um die Negative
aus dem Behälter 36 zu entfernen. Hierauf bewegt sich der Wagen 84 längs der Schienen
60 vorwärts zu der nächsten Station über dem Behälter 38. Der Steuerkopf schließt
nun den Mikroschalter 88 an der Schiene 70, wodurch der Wagen 84 abgesenkt
wird und die Farbauszüge in eine Lösung von Natriumthiosulfat bzw. ein Fixierbad
108 in dem Bekälter
38 eingetaucht werden. Nach einer bestimmten
Zeitspanne, während welcher die Farbauszüge in der Lösung 108 verbleiben, wird der
Wagen 84 automatisch gehoben, und der Steuerkopf 82 bewegt sich dann längs der Schienen
60 weiter vorwärts. In der weiteren Folge gelangen die Farbauszüge in den Behälter
40 zum Waschen sowie in den Behälter 42, welcher eine geeignete Lösung eines Fixiernatronzerstörers
enthält. Natürlich kann man weitere Waschbehälter 40 verwenden, welche dann vor
dem Behälter 42 in den Verfahrensgang eingereiht werden. Nach der automatischen
Behandlung der Teilfarbennegative zwecks Entwicklung und Fixierung der gewünschten
Bilder bewegt sich der Steuerkopf 82 längs der Schienen 60 weiter zu einer Station,
wo die Halter 92 abgenommen werden und zu einer Tochterstation wandern außerhalb
des Raums, in welchem das Gerät 20 untergebracht ist. Dann kehrt der Steuerkopf
82 nebst dem Wagen 84 automatisch längs der Schienen 60 in die Ausgangsstellung
neben dem Ende 30 (F i g. I) zurück.
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Wie bereits erklärt wurde, kann man finit dem Gerät 20 auch Korrekturmasken
sowie Rasterpositive und ,negative entwickeln. Für ein vollständiges Arbeitsspiel
des Gerätes zur Entwicklung von Farbkorrekturmasken kann der Behälter 32 in der
gleichen Weise verwendet werden, wie es für die Behandlung von Teilfarbennegativen
beschrieben wurde. Mit anderen Worten, die betreffenden Farbkorrekturmaskennegative
werden in die Zellen 50, 52, 54 und 56 abgesenkt, und jede dieser Masken verbleibt
in der Entwicklerlösung während des erforderlichen Zeitraums in der gleichen Weise,
wie es zuvor beschrieben wurde. Die Entwicklerlösung kommt jedoch in diesem Falle
aus dem Behälter 80,
der so angeschlossen ist, daß der Entwickler den einzelnen
Zellen 50, 52, 54 und 56 in der gewünschten bestimmten Zeitfolge zufließt.
Im allgergeinen ist das Arbeitsspiel des Gerätes 20 zur Entwicklung von Teilfarbennegativen
das gleiche wie bei der Entwicklung von Farbkorrekturmasken, mit Ausnahme der für
jedes Verfahren verwendeten Entwicklerlösung und der Eintauchzeiten bei den entsprechenden
Lösungen. Das Gerät 20 ist mit einem Verfahrenswählerschalter versehen, mittels
dessen die gewünschte Arbeitsweise des Gerätes eingestellt wird.
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Bei der Verwendung des Gerätes zur Entwicklung von Rasterpositiven
wird der Behälter 32 nicht gebraucht. In diesem Falle wird der Behälter
34 von einem besonderen Tank aus oder sonstwie mit einem Entwickler angefüllt.
Während der Benutzung des Gerätes 20 zur Behandlung von Rasterpositiven verbleibt
die Entwicklerlösung in dem Behälter 34. Bei diesem Arbeitsprogramm des Gerätes,
das durch einen geeigneten Wählerschalter an dem Gerät eingestellt wird, kommt der
Mikroschalter 85 außer Betrieb, während der Schalter 86 in Betrieb gesetzt wird,
um das Absenken der Rasterpositive in den Behälter 34 auszulösen, sobald der Steuerkopf
82 die Lage über diesem Behälter erreicht hat. Die Hauptsteuervorrichtung bestimmt
mittels eines Wählerschalters für die Entwicklung von Rasterpositiven die Zeitspanne,
während welcher die Filmtransporte in dem Entwickler in Behälter 34 verbleiben,
Anschließend bewegt sich der Steuerkopf 82 längs der Schienen 60 und betätigt die
Mikroschalter an der Schiene 70 zwecks Hebens und Senkens des Wagens 84 zu den gewünschten
Zeiten. Obwohl sie hier nicht dargestellt ist, befindet sich doch auch in dem Behälter
34 eine solche Vorrichtung 102 wie in dem Zellenbehälter 32 zum Durchrühren der
Entwieklerlösung während der Zeit, in welcher die Rasterpositive in die Lösung eingetaucht
sind.
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Programmierung des Gerätes 20
In der F i g. 7 sind die elektrischen
Schaltungen und die zu diesen Stromkreisen gehörenden Bestandteile zur Durchführung
der gewünschten Programmsteuerung und Arbeitsweise des Gerätes 20 schematisch
dargestellt. Der dazugehörige Steuerkopf und der Wagen sind bei 82 bzw.
84 dargestellt und für den Betrieb an eine Quelle elektrischer Energie S
angeschlossen. Der Steuer- oder Roboterkopf 82 ist mit einer Hauptsteuervorrichtung
110 versehen, welche mehrere mit 112 bezeichnete Relais steuert. Eines dieser
Relais ist durch eine Leitung 114 an einen Elektromotor 116 angeschlossen, welcher
so geschaltet ist, daß er Wagen und Steuerkopf in der Horizontalen längs der Schienen
60 bewegt. Ein anderes dieser Relais ist durch eine Leitung 118 mit einem Elektromotor
120 verbunden, welcher den Wagen und damit die Filmtransparente in der Vertikalen
hebt und senkt. Eine Reihe von Verfahrenswählerschaltern ist bei 121 dargestellt,
und diese Schalter sind einzeln durch die Leitungen 122, 123, 124 und
126 mit einer Reihe 128 von Verfahrenswählerrelais verbunden. iu der
Reihe der Schalter 121 gehört auch ein Ausschalter 130, der durch die Leitung
132 an die Quelle S für elektrische Energie angeschlossen ist, um das Gerät
anlassen und abstellen zu können. Ebenso ist der Schalter 134 dieser Reihe 121 durch
die Leitung 135 an ein Relais 136
ähnlich den Relais 128 angeschlossen,
wobei jedoch das Relais 136 direkt durch die Hauptsteuervorrichtung
110 gesteuert wird, Die Reihe 128 besteht aus den Relais 138, 139, 140 und
141, welche durch die Leitungen 122, 123, 124 bzw. 126 an die Verfahrenswählerschalter
angeschlossen sind. Das Relais 138 ist an die Einschaltlaufzeitsteuerer bzw. -verzögerer.142,
143 und 144,
das Relais 139 an die Einschaltverzögerer 145, 146 und 147, das
Relais 140 an die Einschaltverzögerer 148, 149 und 150 und das Relais 141
an die Einschaltverzögerer 151, 152 sowie 153 angeschlossen. Die Laufzeitglieder
142 bis 153 bestimmen die gewählten Zeitintervalle zur Entwicklung der blauen, roten
und schwarzen Teilfarbennegative und Farbkorrekturmasken, wenn dieselben in den
Zellen 52,
54 und 56 des Behälters 32 in die Entwicklerlösung eingetaucht
sind. Eine Ausnahme bildet der gelbe Transparentfilm, dessen Zeitraum für Entwicklung
in der Zelle 50 direkt durch die Hauptsteuervorrichtung 110 in dem Steuerkopf
82 bestimmt wird. Zu diesem Zweck ist direkt an den Steuerkopf ein Relais 136 angeschlossen.
Die Zeitspanne für Entwicklung in allen Zellen 50, 52, 54 und 56 hängt jedoch auch
von der Einstellung der Hauptsteuervorrichtung 110 ab, da die verschiedenen
Laufzeitglieder bzw. Verzögerer erst dann eine Ausgangsspannung abgeben, wenn sie
eine bestimmte programmierte Lage erreicht haben.
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Um mit der Beschreibung der schematischen Anordnung nach F i g. 7
fortzufahren, so schalten die Verfahrenswählerrelais 138 und 139 die Verzögerer
142 bis 147 ein, und diese letzteren steuern die Tätigkeit
der
elektromagnetischen Ventile 154, 155 und 156, die den Zellen 52, 54 bzw. 56 zugeordnet
sind, wenn das Verfahren zÜr Entwicklung von Teilfarbennegativen mittels des betreffenden
Wählerschalters in der Reihe 121 gewählt wurde. Die Wählerrelais
140 und 141 schalten die Verzögerer 148 bis 153 ein,
und diese letzteren steuern die Tätigkeit der elektromagnetischen Ventile 158, 159
und 160, die ebenfalls den Zellen 52, 54 und 56 zugeordnet sind für den Fall, daß
das Verfahren für die Entwicklung von Farbkorrekturmasken von der Reihe 121 aus
gewählt wird. Das Relais 136 steuert die elektromagnetischen Ventile 157 und 161
für die Zelle 50 beim Entwickeln von Teilfarbennegativen bzw. beim Entwickeln von
Farbkorrekturmasken. Um zwischen der Verwendung dieser Zellen 50, 52, 54 und 56
für das Entwickeln von Teilfarbennegativen und für das Entwickeln von Farbkorrekturmasken
unterscheiden zu können, wurde das Schema der F i g. 7 so ausgelegt, daß die Verwendung
der betreffenden Zellen für jedes der Verfahren durch die Beschriftung »Entwickeln
von Teilfarbennegativen« bzw. »Entwickeln von Farbkorrekturmasken« gekennzeichnet
ist.
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Wie bereits vorher erwähnt wurde, ist jede der Zellen 50, 52, 54 und
56 durch geeignete Rohrleitungen (hier nicht dargestellt) mit den Behältern 78 und
80 verbunden, wobei der Behälter 78 die Entwicklerlösung 98 für Teilfarbennegative,
der Behälter 80 den Entwickler für Farbkorrekturmasken enthält. Die Leitungen zwischen
den Behältern und den Zellen bestehen aus je einer Zuleitung und je einer Rückleitung.
Die jeweilige Lösung läuft den Zellen aus dem betreffenden Behälter zu. Ein Ablauf
an der Zelle und eine Pumpe dienen der Rückförderung der Lösung aus der betreffenden
Zelle zu dem betreffenden Behälter, je nachdem ob es sich um den Entwickler für
die Teilfarbennegative oder um den Entwickler für die Farbkorrekturmasken handelt.
Jedes der hier dargestellten elektromagnetischen Ventile L54- bis 161 stellt
in Wirklichkeit ein Paar solcher Ventile dar, nämlich jeweils ein Ventil für die
Zuleitung von dem Behälter 78 bzw. 80 zu der betreffenden Zelle. Die Ventile 157
und 161 für die Zelle 50, in welcher die gelben Transparentfilme entwickelt werden,
werden durch die Hauptsteuervorrichtung 110 gesteuert, die anderen Ventile
dagegen durch die Verzögerer 142 bis 153.
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Wie aus der F i g. 1 ersichtlich ist, steuern die Verfahrenswählerrelais
128 ein Relais 162, das bei 163 an eine Pumpe 164 angeschlossen ist, die
jeder der Zellen 50, 52, 54 und 56 zugeordnet ist, um die Entwicklerlösung in den
Behälter 78 zu fördern, und das ferner bei 165 an eine Pumpe 166 angeschlossen ist,
um die Entwicklerlösung aus jeder Zelle in den Behälter 80 zu fördern. Jedes Relais
162 ist ebenso bei 168 an ein Verriegelungsrelais und den Rücklaufpumpensteller
170 angeschlossen, welch letzterer bei 172 an einen kurvengesteuerten Schalter 174
angeschlossen ist. Dieser letztere ist zwischen die Haupt-bzw. Zuleitung S und die
Flüssigkeitsstandmelder 100 geschaltet, von denen je einer zu den Zellen
50, 52, 54 und 56 gehört und welche für den Betrieb zwischen die Wählerschalter
einerseits, das Verriegelungsrelais und den Rücklaufpumpensteller 170 andererseits
geschaltet sind. Zwischen der Hauptsteuervorrichtung 110 und dem Schalter 174 befindet
dich ein kurvengesteuerter Schalter 176, der ferner mittels der Leitung 178 an die
Zuleitung S angeschlossen ist, und auch die Wählerschalter sind an der Anschlußstelle
180 an die Energiequelle S sowie an den kurvengesteuerten Schalter 176 angeschlossen.
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Wie man sieht, sind die Verzögerer 142 bis 153 in vier Gruppen zu
je drei Stück angeordnet, wobei die einzelnen Gruppen mit »Farbauszug A«, »Farbauszug
B«, »Maske A« bzw. »Maske B« bezeichnet sind. Die Verzögerer bzw. Laufzeitglieder
in den Gruppen »Farbauszug A« und »Farbauszug B« gehören zu verschiedenen Zeitsteuerprogrammen
zur Entwicklung von Teilfarbennegativen, während die entsprechenden Laufzeitglieder
in den Gruppen »Maske A« und »Maske B« zu verschiedenen Zeitsteuerprogrammen für
die Entwicklung von Farbkorrekturnegativen gehören. Obwohl das Schema nach F i g.
7 getrennte Zeitsteuerprogramme bzw. Stromkreise für diese Vorgänge zeigt, können
die gleichen Funktionen doch auch durch nur je ein Zeitsteuerprogramm für die Entwicklung
der Teilfarbennegative und die Entwicklung der Korrekturmasken wahrgenommen werden,
wobei dann aber die Hauptsteuervorrichtung 110 mit Mitteln zum Nachstellen versehen
ist, um die Dauer der Entwicklung der Negative in jedem Falle ändern zu können.
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Es soll nun die Wirkungsweise der Schaltungen und der in F i g. 7
schematisch dargestellten Bestandteile erläutert werden, wobei angenommen wird,
daß vier Teilfarbennegative 90, 92, 94 und 96 zu entwickeln sind. Ferner soll dabei
angenommen werden, daß das Zeitsteuerprogramm für die Entwicklung durch die Laufzeitglieder
der Gruppe »Farbauszug A« gesteuert wird. Natürlich ist diese Arbeitsweise des Gerätes
die gleiche, wenn andere Gruppen der Verzögerer für ein anderes Entwicklungsprogramm
verwendet werden. In diesem Fall soll angenommen werden, daß der Wählerschalter
200 das Programm der Entwicklung für Teilfarbennegative einstellt; er wird also
so gedreht, daß dabei das Relais 136 eingeschaltet wird. Dadurch kommt dieses Relais
136 durch die Anschlüsse 202 in den Arbeitskreis zu Steuerung der elektromagnetischen
Ventile der Zelle 50. Bei an dem Wagen 84 hängenden Teilfarbennegativen wird das
Gerät beispielsweise durch den Schalter 130 angestellt, worauf der Elektromotor
116 Strom bekommt und den Steuerkopf 82 nebst dem Wagen 84 längs der Schienen 60
bewegt, bis der Kopf den Mikroschalter 85 erfaßt und denselben schließt. Dadurch
wird der kurvengesteuerte Schalter 176 geschlossen, um dem Motor 120 Strom zuzuführen;
dieser letztere senkt den Wagen, wodurch die Teilfarbennegative 90, 92, 94 und 96
in die Zellen 50, 52, 54 bzw. 56 eintauchen. Inzwischen hat das Relais 138, nachdem
das Relais 136 durch die Hauptsteuervorrichtung eingeschaltet wurde, die Laufzeitglieder
142, 143 und 144 eingeschaltet. Jedes dieser Glieder wurde vorher je nach dem gewünschten
Zeitintervall für die Zelle, mit welcher dasselbe kraftschlüssig verbunden ist,
eingestellt. Diese Verzögerer liefern also eine Ausgangsspannung erst dann, wenn
sie eine vorher programmierte Lage erreicht haben. Das Wählerrelais 138 schaltet
auch die Flüssigkeitsstandmelder 100 sämtlicher Zellen zu.
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Sobald der Wagen die tiefste Lage erreicht hat, öffnet sich das Ventil
in der Zuleitung von dem Behälter 78 zu der Zelle 50, so daß nun der Entwickler
98 in die Zelle fließt. Sobald nun der Entwickler den Standmelder 100 in der Zelle
50 erreicht, wird die Ausgangsleitung des Standmelders unterbrochen, was
anzeigt,
daß die Zelle gefüllt ist, und das Ventil in der Zuleitung wird infolgedessen geschlossen.
Nach Verlauf einer kurzen Zeitspanne wird die Zelle 52 mit dem Entwickler 98 angefüllt
bis zum Abschalten des Standzeigers, wenn nämlich die Zelle gefüllt ist. Es werden
hierauf nacheinander die Zellen 54 und 56 gefüllt. Wenn also das gelbe Teilfarbennegativ
90 auf die volle Zeitdauer in den Entwickler 98 eingetaucht war, liefert
die Hauptsteuervorrichtung eine Spannung, welche den Motor 120 erregt, um
den Wagen 84 zu heben und die Negative 90, 92, 94 und 96 aus den Zellen zu entfernen.
Der Wagen wird dann durch den Motor 116 längs der Schienen 60 zu der nächsten Station
bewegt, also zu dem Behälter 36, wo die Negative in das Unterbrechungsbad getaucht
werden.
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Inzwischen werden das Verriegelungsrelais und die Rücklaufpumpenstellvorrichtung
170 durch den kurvengesteuerten Schalter 174 erregt, wodurch die Rücklaufpumpe
164 in Tätigkeit tritt, um den Entwickler 98 zurück in den Behälter 78 zu fördern.
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Wagen und Steuerkopf bewegen sich längs der Schienen 60 und
lösen dabei die vorgesehenen Mikroschalter nacheinander aus, um den Wagen in zeitlich
gesteuerter Folge zu heben und zu senken. Bei Vollendung des durch die Hauptsteuervorrichtung
110 vorgeschriebenen Arbeitsspiels läuft der Wagen automatisch zu seinem
in F i g. 1 angegebenen Ausgangspunkt zurück, und das ganze Gerät kann nun durch
den Schalter 130 abgeschaltet werden.
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Das allgemeine Schema der F i g. 7 zeigt die bekannten elektrischen
und elektromechanischen Vorrichtungen zur Regelung des Betriebes der verschiedenen
Bestandteile des Gerätes 20 nicht vollständig. Beispielsweise wird während
der Zeit, in welcher die Filme in den Behältern behandelt werden, ein geeignetes
Gas mittels der Druckzylinder 102 eingeblasen, um den in den Zellen befindlichen
Entwicklerflüssig-. keiten eine gleichmäßige Konsistenz zu verleihen. Nicht dargestellt
ist auch eine Pumpe, welche Wasser durch den Kühlmantel 24 hindurch in Umlauf versetzt,
um den Entwickler auf der gewünschten Temperatur zu halten. Ebensowenig sieht man
die verschiedenen Zuleitungen und Rückleitungen für die Flüssigkeiten, welche in
die anderen Behälter, wie z. B. 36, 38, 40 und 42, eingeführt werden und welche
ebenfalls automatisch gesteuert werden können. Was den Behälter 34 anbelangt, so
ist dies ein einfacher Betriebsbehälter, welcher mit einer Gasdurchblasevorrichtung,
wie z. B. den Druckgaszylindern 102, versehen werden kann und ebenso mit Mitteln
zum Nachfüllen der Betriebsflüssigkeit. Auch die anderen Behandlungsbehälter können
mit Gasdruckzylindern versehen werden, deren Füllung dann aber einfach aus Druckluft
besteht. Die vorstehend in den Einzelheiten beschriebene Anordnung wird es dem Fachmann
ohne weiteres ermöglichen, den ganzen Arbeitsgang für einen einzelnen Behälter,
wie z. B. 34, darzustellen. In dem letzteren Falle, also für einen Verfahrensgang
in dem Behälter 34, muß man dann dem Gerät 20 einen weiteren Wählerschalter und
ein weiteres Wählerrelais einverleiben und für eine entsprechende Programmierung
sorgen.
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Ein Beispiel für ein Zeitsteuerprogramm zur Entwicklung von Teilfarbennegativen
ist das folgende: Das gelbe Teilfarbennegativ 90 bleib 6 Minuten lang in dem Entwickler
98 eingetaucht, das rote Negativ 92 auf die Dauer von 41/2 Minuten, das blaue Negativ
94 auf die Dauer von 31/2 Minuten und das schwarze Negativ 96 auf die Dauer von
etwa 2 Minuten. Es ist wohl klar, daß die angegebenen Zeitspannen von der Konzentration
des Entwicklers, der Körnung der lichtempfindlichen Emulsion, dem gewünschten Grad
des Farbenkontrastes und weiteren Faktoren abhängen, die im allgemeinen bei der
Entwicklung von Teilfarbennegativen zu beachten sind.
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Obwohl die vorliegende Erfindung hier in den Einzelheiten für die
Entwicklung eines einzigen Satzes von Negativen beschrieben wurde, so ist es doch
klar, daß man entweder Mehrfachrahmen verwenden kann oder daß man mehrere Gruppen
oder Sätze von Negativen auf einem einzigen Rahmen behandeln kann, um die Erfindung
durchzuführen.
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Ein Beispiel für ein Zeitsteuerprogramm zur Entwicklung von Farbkorrekturmasken
ist das folgende:
| Minuten |
| Gelbe Maske ..................... 6 |
| Rote Maske . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41/2 |
| Blaue Maske ..................... 31/2 |
| Schwarze Maske .................. 8 |
Bei der Entwicklung von Rasterpositiven, beispielsweise in dem Behälter 34, bleiben
die Filmtransparente in dem Entwickler etwa 31/2 Minuten eingetaucht.
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Ebensogut kann man natürlich den Zellenbehälter 32 der Behandlung
anderer Typen von photographischen Masken anpassen, wobei dann für jede Behandlungsmethode
geeignete Programmierungsmittel, Entwicklerbehälter, Rohrleitungen, Wählerschalter
usw. in das Gerät 20 eingebaut werden müßten, dessen Betrieb aber unverändert bleiben
würde.