DE1196591B - Luftbetriebene Nasssetzmaschine - Google Patents
Luftbetriebene NasssetzmaschineInfo
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Description
- Luftbetriebene Naßsetzmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine luftbetriebene Naßsetzmaschine zum Aufbereiten von Mineralgemengen, insbesondere von Steinkohle.
- Derartige Naßsetzmaschinen üblicher Bauart weisen bekanntlich ein Setzfaß auf, auf dessen Setzsieb sich das zu schichtende Gut befindet. Neben dem Setzfaß ist eine Luftkammer angeordnet, die mit einer Druckluftleitung in Verbindung steht. Die Aufeinanderfolge der Druckluftimpulse wird mit Hilfe eines Ventils, das z. B. als Drehschieber ausgebildet ist, gesteuert.
- Die Leistung einer solchen Setzmaschine ist in erster Linie von der Breite des Setzbettes abhängig. Um die Leistung zu erhöhen, kann die Breite des Setzbettes aber nicht beliebig gesteigert werden, da die Setzimpulse, die von der Luftkammer aus gehen und in das Setzfaß umgeleitet werden, sich nicht gleichmäßig über die ganze Breite des Setzbettes auswirken. Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, das Setzbett in Längsrichtung zu teilen und beide Teilbetten für sich mit einem getrennten Austrag zu versehen. Auf diese Weise können die geschilderten Nachteile aber nicht völlig vermieden werden, da die Tatsache bestehen bleibt, daß der Setzimpuls sich unterschiedlich in den beiden Teilbetten auswirkt und somit der Setzprozeß in dem einen Teilbett schneller vollendet ist als in dem anderen Teilbett und die Länge der Setzbetten daher mit Rücksicht auf das Teilbett mit den ungünstigen Setzverhältnissen gewählt werden muß. Diese Konstruktion führt daher zu verhältnismäßig langen Setzmaschinen, so daß der Vorteil, der an sich mit einem breiten Setzbett erzielt werden soll, nämlich hohe Durchsetzleistung bei geringem maschinellem Aufwand, wieder aufgehoben wird.
- Es sind ferner Setzmaschinen bekannt, die zwei getrennte Setzbetten aufweisen und bei denen eine gemeinsame Luftkammer zwischen den beiden Setzbetten angeordnet ist. Die Setzbetten und die Luftkammer stehen untereinander in Verbindung. Es ist daher nur ein gegenseitig abhängiger Betrieb der beiden Setzbetten möglich. Mit Hilfe dieser Naßsetzmaschine können immer dann gute Ergebnisse erzielt werden, wenn es gelingt, auf beide Setzbetten genau gleiche Rohmaterialmengen aufzugeben. Technisch ist dies jedoch nicht immer einfach zu erreichen, da z. B. die aus der Sieberei kommende Rohkohle nicht ganz gleichmäßig aufgeteilt werden kann. Außerdem weist diese Setzmaschine den Nachteil auf, daß bei jedem für beide Setzbetten gemeinsamen Setzhub erhebliche Luftmengen aus dem Druckluftnetz entnommen werden müssen und somit das Druckluftnetz ungleichmäßig, d. h. stoßweise, belastet wird. Die vorliegende Erfindung geht von der zuletzt geschilderten Naßsetzmaschine aus. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, die erwähnten Nachteile zu vermeiden. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Luftkammer und das Setzfaß durch eine Längswand geteilt sind und daß für die beiden Teilkammern ein gemeinsames Luftsteuerventil, z. B. Drehschieber, vorgesehen ist. Im Bauaufwand unterscheidet sich die Setzmaschine gemäß der Erfindung von der bekannten Setzmaschine mit gemeinsamer Luftkammer im wesentlichen lediglich durch die zusätzliche in Längsrichtung vorgesehene Trennwand. Der zusätzliche Bauaufwand ist also gering. Andererseits wird hierdurch ermöglicht, daß beide Setzbetten mit unterschiedlichen Unterwassermengen beaufschlagt werden können, so daß es möglich ist, derjenigen Kammer, der eine größere Gutmenge aufgegeben wird, mehr Unterwasser zuzuführen, so daß auch diese größere Gutmenge in ausreichendem Maße aufgelockert wird. Stehen beide Setzbetten, wie es bekannt ist, miteinander in Verbindung, so wird das Unterwasser dagegen vorzugsweise in die Teilsetzkammer mit der geringeren Setzgutbaufschlagung strömen, so daß hier eine zu starke Unterwassermenge, bei der stärker beaufschlagten Kammer dagegen eine viel zu geringe Unterwassermenge vorhanden wäre. Die gleichen Überlegungen treffen hinsichtlich der Hubhöhe des Setzwassers zu.
- Stehen die beiden Setzbetten in freier Verbindung miteinander, so läßt sich bei unterschiedlicher Beaufschlagung der beiden Setzbetten kein gleichmäßiger Setzhub erzielen, da das Setzwasser vorwiegend in die Kammer mit der geringeren Beaufschlagung strömen wird. Bei der Setzmaschine gemäß der Erfindung ist dagegen eine gleichmäßige Hubhöhe in beiden Kammern gewährleistet. In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das Luftventil so ausgebildet, daß die beiden Teilluftkammern wechselweise mit Druckluft beaufschlagt werden. Hierdurch wird eine verhältnismäßig gleichmäßige Druckluftentnahme aus dem Netz erzielt.
- In der Zeichnung ist ein Schnitt durch eine als Ausführungsbeispiel dienende Setzmaschine gemäß der Erfindung dargestellt. Dieser Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung sind weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung zu entnehmen.
- Die in der Zeichnung dargestellte Setzmaschine weist zwei Setzbetten 1 und 2 oberhalb entsprechender Setzsiebe 1' bzw. 2' auf, die getrennt mit Setzgut, z. B. Rohkohle, beaufschlagt werden und von denen jedes mit einem für sich gesteuerten Austrag, z. B. einem Zellenradaustrag 3 bzw. 3', mit der entsprechenden Antriebsvorrichtung (Antriebsritzel 4, 4' und Getriebemotor 5, 5') versehen ist.
- Unter den Setzbetten 1, 2 ist ein Setzfaß vorgesehen, das durch eine Längswand 9 in zwei Kammern 7 und 8 geteilt ist. In jede Kammer mündet eine Unterwasserleitung 23 bzw. 23'. Das Setzfaß weist an seiner tiefsten Stelle eine Öffnung auf, an die sich ein Austragsschacht 10 für das durch das Setzsieb hindurchtretende Gut und das mittels der Zellenräder 3, 3' ausgetragene Gut anschließt. Dieser Austragsschacht ist ebenfalls durch die Trennwand 9 geteilt. Er mündet in den Aufgabekasten 11 eines Becherwerks 12.
- Zwischen den beiden Setzbetten 1, 2 ist eine Luftkammer 13 vorgesehen, die in ihrem unteren Teil dachförmig ausgebildet ist, um in Zusammenhang mit den beiden Leitflächen 14, 15 der Trennwand 9 eine gute Umleitung des Setzwassers von der Luftkammer in die beiden Setzkammern 7, 8 zu erreichen. Die Seitenwände 16,17 der Luftkammern sind nach unten keilförmig sich erweiternd und in einer Rundung abschließend ausgebildet.
- Die Trennwand 9 teilt auch die Luftkammer 13 in zwei Teilkammern 13' und 13'", die beide über den oberen schmalen Teil 18,18' der Luftkammer mit einem Drehschieber 19 in Verbindung stehen. Dieser Drehschieber ist so ausgebildet, daß er die beiden Teilluftkammern 13',13" wechselweise mit Setzluft beaufschlagt bzw. wechselweise mit der Abluftleitung verbindet, so daß die Pulsierung des Setzwassers auf den beiden Setzbetten mit einer Phasenverschiebung von 180° erfolgt. Der Drehschieber ist über eine Leitung 20 an einen Luftkessel 21 angeschlossen, der mit dem Druckluftnetz 22 in Verbindung steht. Dadurch, daß beide Teilluftkammern 13',13" abwechselnd mit Luft beaufschlagt werden, ergibt sich eine relativ gleichmäßige Belastung des Druckluftnetzes.
- Im Betrieb der Setzmaschine läßt es sich nicht vermeiden, daß das aufzubereitende Gut, z. B. Kohle, die aus der Sieberei kommt, nicht ganz gleichmäßig auf die beiden Setzbetten 1 und 2 verteilt wird. Bei bekannten Setzmaschinen strömt das pulsierende Setzwasser und das Unterwasser überwiegend durch das geringer belastete Setzbett, so daß die Setzwirkung auf dem stärker belasteten Bett ungenügend ist. Dieser Nachteil wird bei der Setzmaschine gemäß der Erfindung vermieden, da beide Setzbetten durch die Wand 9 getrennt und hinsichtlich der Wassermenge sowohl im Hinblick auf das Unterwasser als auch auf die Pulsierungen des Setzwassers unabhängig voneinander sind. Da gemäß der Erfindung trotzdem für beide Setzflächen nur ein gemeinsames Luftventil, z. B. in Form eines Drehschiebers verwendet wird, ist der mit der Setzmaschine gemäß der Erfindung verbundene zusätzliche Aufwand verhältnismäßig gering.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Luftbetriebene Naßsetzmaschine, bestehend aus einem Setzfaß mit zwei Setzbetten, zwischen denen eine Luftkammer angeordnet ist, d a -durch gekennzeichnet, daß Setzfaß und Luftkammer durch eine Längswand in zwei Teilkammern getrennt sind, die beide mit einem gemeinsamen Setzluftventil, z. B. einem Drehschieber, in Verbindung stehen.
- 2. Setzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Setzluftventil so ausgebildet ist, daß beide Teilluftkammern wechselweise mit Druckluft beaufschlagbar sind.
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Publications (1)
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|---|---|---|---|---|
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