-
Seitenlader Zusatz zum Patent: 1078 048 Die Erfindung bezieht sich
auf einen Seitenlader mit in eine Rahmeneinbuchtung einfahrbarem, querbeweglichem
Hubmast nach Patent 1078 048, bei dem zu beiden Seiten der Einbuchtung über Rollen
laufende Seile oder Ketten angeordnet sind. An den gleichlaufenden Strängen der
Ketten oder Seile ist der Hubmast befestigt. Die Anordnung von Seilen oder Ketten
zum Querbewegen des Hubmastes hat den Zweck, die Breite des Fahrzeugrahmens möglichst
gering halten zu können, da durch Wegfall eines besonderen Wagens für den Hubmast
die Verbindung zwischen dem vorderen und rückwärtigen Rahmenteil sehr schmal gehalten
werden kann. Durch den schmalen Fahrzeugrahmen können auch die Fahrstraßen auf Lagerplätzen
mit geringerer Breite angelegt werden, sodaß eine bessere Raumausnutzung möglich
ist.
-
Es sind Hubstapler mit einem auf dem Fahrzeugkörper in Längsrichtung
verschiebbaren Hubmast bekannt, bei denen Seile oder Ketten mit ihren beiden Enden
in verschiedenen Abständen am Fahrzeug selbst festgemacht und über Umlenkrollen
des Hubmastes geführt sind. Beim Längsverschieben des Hubmastes wird dieser in der
Lastrichtung in der Senkrechten gehalten, indem sich die beiden am Hubmast drehbar
gelagerten Umlenkrollen auf dem Zugglied, nämlich der Kette oder dem Seil, abwälzen
und die Abstützwirkung des Zuggliedes auf den Mast unverändert bestehenbleibt. Bei
solchen Hubstaplern mit in Längsrichtung des Fahrzeuges verschiebbarem Hubmast,
dessen Beladung von der rückwärtigen Fahrzeugkante- aus erfolgt, liegen wesentlich
andere Verhältnisse vor als bei Seitenladern mit in eine Rahmeneinbuchtung einfahrbarem
querbeweglichem Hubmast. - Weiter gibt es Stirnstapler, bei denen der Hubschlitten
in einem an der Fahrzeugvorderkante angeordneten Rahmenteil querverschiebbar ist.
Die Querverschiebung kann entweder über Ritzel und Zahnstangen oder aber über diagonal
gespannte endlose Ketten oder Seile erfolgen. Auch bei solchen Flurfördergeräten
liegen andere Verhältnisse als bei Seitenladern vor.
-
In dem Hauptpatent sind für die Querbewegung des Hubmastes endlose
Seile oder Ketten vorgesehen, die beidseitig der Rahmeneinbuchtung angeordnet sind.
Durch die Rahmenhöhe sind dem Abstand der Kettenbefestigung am Hubmast Grenzen gesetzt,
so daß bei aufgenommener Last infolge des großen Kippmomentes eine hohe Beanspruchung
der Ketten oder Seile hervorgerufen wird, die möglicherweise zu einer übermäßigen
Drehung bzw. Längung führt und sogar einen Bruch dieser Elemente zur Folge haben
kann. Um eine solche übermäßige Dehnung und Längung der Seile oder Ketten zu vermeiden,
ist gemäß der Erfindung bei Seitenladern an beiden Seiten der Rahmeneinbuchtung
eine Stütze angeordnet, an der die obere Rolle für die an der Seite der Rahmeneinbuchtung
laufenden, am Hubmast befestigten, parallelen Seile oder Ketten in solcher Höhe
gelagert ist, daß der Abstand der Befestigungspunkte am Hubmast größer ist als die
Höhe des Fahrzeugrahmens. Die an der Seite der Rahmeneinbuchtung laufenden, am Hubmast
befestigten und dessen Kippen nach rückwärts verhindernden Seil- oder Kettentrume
verlaufen nur innerhalb der Höhe des Fahrzeugrahmens. Durch die Vergrößerung des
Abstandes der Befestigungspunkte der Seile oder Ketten am Hubmast über die Höhe
des Fahrzeugrahmens hinaus ergeben sich wesentlich günstigere Kräfteverhältnisse
als bei der im Hauptpatent beschriebenen Seil- oder Kettenanordnung, da die Anordnung
von Stützen eine Seil-oder Kettenbefestigung im oberen Hubmastteil ermöglicht. Eine
besonders zweckmäßige Ausbildung der Kettenführung und -anordnung kann noch darin
bestehen, daß die Stützen als oben am Fahrzeugrahmen gelagerte Doppelhebel ausgebildet
sind, an denen eine dem Neigen des Hubmastes dienende hydraulische Stellvorrichtung-
angreift. Dadurch wird es möglich, mit der Ketten- oder Seilführung gleichzeitig
die Einrichtung zum Neigen des Hubmastes zu verbinden.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 einen Seitenschnitt durch den Seitenlader mit
eingefahrenem Hubmast, F i g. 2 einen Seitenschnitt mit ausgefahrenem Hubmast,
F
i g. 3 eine Draufsicht auf das Flurfördergerät und F i g. 4 einen Teilschnitt durch
den Fahrzeugrahmen.
-
Der Rahmen 1 des Seitenladers besteht aus dem vorderen Rahmenteil
101, dem rückwärtigen Rahmenteil 102 und der seitlich angeordneten schmalen
Verbindung 103. Durch diese Rahmenform wird die Einbuchtung 2 gebildet, in welche
der Hubmast 3 mit dem daran auf und ab beweglichen Hubschlitten 4 eingefahren werden
kann. Das Fahrwerk besteht z. B. aus den getriebenen Rädern 8 und den Lenkrädern
9. An den Seitenwandungen der Rahmeneinbuchtung 2 sind Führungen 7 angeordnet, in
denen am Hubmast 3 gelagerte Rollen 6 laufen. Auf der Seite der Verbindung 103 werden
beidseitig der Einbuchtung Stützen 10 angebracht, an denen Rollen
11 befestigt sind. Weitere Rollen 12, 13, 14, 15 sind ebenfalls zu beiden
Seiten der Einbuchtung 2 am Rahmen angeordnet. über die Rollen 11, 12, 13 läuft
eine Kette 16, deren eines Ende 18 am unteren Teil des Hubmastes
3
befestigt ist, während das andere Ende 19 in Höhe der Rolle 11 am
Hubmast 3 angreift. Die zweite Kette 17 ist über die Rollen
14, 15 geführt und greift mit den Enden 20 und 21 am Hubmast
3 an.
-
Eine besondere Ausführungsform zeigt F i g. 4, wo an Stelle der Stütze
10 ein um den Punkt 23 schwenkbarer Doppelhebel 22 angeordnet ist,
der an den beiden Enden die Rollen 11, 15 trägt. Eine hydraulische Einrichtung 24,
25, die bei 27 im Rahmen gelagert ist, greift bei 26 an dem Hebel 22 an. - Die Achse
28 der Rolle 12 kann über die Breite der Einbuchtung 2 durchgeführt und z. B. mit
einem nicht dargestellten Antriebsmotor für die Hubmastbewegung versehen sein, oder
wird eine der Ketten 16,17 durch eine hydraulische Einrichtung wie etwa eine Presse
bewegt und damit der Hubmast ein- und ausgefahren.
-
Die Wirkungsweise der Erfindung ist folgende: Zum Aufnehmen der Last
29 werden die Gabeln 5 bis zum Boden oder nahezu bis zum Boden abgesenkt. Hierauf
wird der Hubmast 3 aus der Rahmeneinbuchtung 2 ausgefahren. Die Ketten 16, 17 laufen
in der in F i g. 2 dargestellten Weise über die Rollen 11 bis 15. Durch die Kette
16 wird bei der Aufnahme der Last 29 das auf den Hubmast 3 wirkende Kippmoment an
einem großen Hebelarm aufgenommen, so daß eine übermäßige Beanspruchung der Ketten
nicht zu befürchten ist. Die Kette 17 sorgt dafür, daß der Hubmast, z. B. beim raschen
Einfahren, nicht nach rückwärts kippt. Da diese Kräfte verhältnismäßig gering sind,
genügt ein geringer Abstand der Enden 20, 21 am Hubmast 3.
-
Ein Neigen des Hubmastes 3 kann durch die in F i g. 4 dargestellte
Einrichtung vorgenommen werden. Beim Verschwenken des Doppelhebels 22 wandern die
Rollen 11 und 15 entgegengesetzt nach außen oder innen, so daß durch die darüberlaufenden
Ketten 16, 17 der Hubmast 3 um einige Winkelgrade nach vor- oder rückwärts geneigt
wird.