DE1196485B - Verfahren zur Herstellung von Salzlecksteinen zur Deckung des Mineralsalzbedarfes von Vieh und Wild - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Salzlecksteinen zur Deckung des Mineralsalzbedarfes von Vieh und WildInfo
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- A01K5/015—Licking-stone holders ; Other dispensers for minerals
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- A23K20/20—Inorganic substances, e.g. oligoelements
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
A23k
Deutsche Kl.: 53 g-4/04
Nummer: 1196485
Aktenzeichen: N18321IV a/53 g
Anmeldetag: 12. Mai 1960
Auslegetag: 8. Juli 1965
Salzlecksteine zur Deckung des Mineralsalzbedarfes von Vieh und Wild werden unter der Verwendung
von Natriumchlorid als wesentlichem Bestandteil hergestellt, wofür die verschiedensten Verfahren bekannt
sind.
So wird in einem Fall einfach Kochsalz in einer Form bei so hohem Druck gepreßt, daß es fließt
oder zu einem harten Agglomerat zusammenbackt. Hierfür sind aber verhältnismäßig hohe Drücke mit
dem Nachteil eines entsprechend hohen Aufwandes erforderlich. Außerdem besteht die Gefahr von Beschädigungen
an den Preßlingen durch Rißbildungen und an den Preßvorrichtungen.
In einem anderen Fall wird eine Ausgangsmischung aus Kochsalz unter Zusatz von Calciumhydroxyd
und Calciumsulfat als Bindemittel verpreßt. Dabei wird so viel Wasser zugemischt, wie zur
Hydratisierung des Sulfats erforderlich ist. Eine derartige Mischung bindet in verhältnismäßig kurzer
Zeit ab, jedoch wird mit diesen Zusätzen aber keine ausreichend hohe Steinfestigkeit erreicht. Dies rührt
einmal daher, daß ein Teil des zugegebenen Hydratisierungswassers vom Calciumhydroxyd oder von
dem sehr großen Salzüberschuß abgefangen wird, wodurch es teilweise dem Abbindeprozeß verlorengeht,
zum anderen daher, daß durch die kurze Abbindezeit des Gipses Klumpenbildung auftritt. Im
übrigen ist dieses Salzgemisch für das Pressen von Salzlecksteinen ungeeignet, da bewegliche Teile der
Presse durch vorzeitiges Verhärten von verschütteter Mischling in ihrem Arbeitsablauf empfindlich gestört
werden und außerdem die Gefahr des Festbackens der Preßlinge in der Form bei außerplanmäßigen
Stillständen besteht.
Es ist schließlich ein Verfahren bekannt, bei dem ein trockenes, vorwiegend Natriumchlorid enthaltendes
Salzgemisch unter Zusatz von Calciumoxyd und einem kristallwasserhaltigen Sulfat, nämlich Magnesiumsulfat,
verpreßt wird. Zwar wird hier durch die Bildung von Calciumsulfat eine verhältnismäßig gute
Bindung erreicht, jedoch muß zur Erzielung einer ausreichenden Steinfestigkeit ein verhältnismäßig
hoher Preßdruck aufgebracht werden.
Demgegenüber schlägt nun die Erfindung vor, als kristallwasserhaltiges Sulfat Aluminiumsulfat
· 18 H2O zu verwenden. Eine solche Mischung aus Natriumchlorid, Kalk und Aluminiumsulfat erhärtet
unter Bildung eines Calciumsulfats und von Aluminiumhydroxyd, welch letzteres bei der Erhärtung
dieser Mischung eine wesentliche Rolle spielt. Das Aluminiumhydroxyd ruft eine selbständig abbindende
Wirkung hervor, führt daher zu einer Verfahren zur Herstellung von Salzlecksteinen
zur Deckung des Mineralsalzbedarfes von Vieh
und Wild
zur Deckung des Mineralsalzbedarfes von Vieh
und Wild
Anmelder:
Norddeutsche Salinen G. m. b. H., Hannover
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Alfred Lüning,
Dipl.-Chem. Rainer Wotschke, Schöningen --
stärkeren Verfestigung des Salzgemisches, so daß etwa nur die Hälfte des Preßdruckes erforderlich
ist, die beim Pressen eines Steines mit Magnesiumsulfat aufgewendet werden muß, um die gleiche
Festigkeit zu erhalten.
Die besondere Bedeutung des A12(SO4)3 · 18 H2O
als Sulfatträger beruht auf der leichten Abspaltbarkeit des enthaltenen Kristallwassers. Es ist auf diese
einfache Weise möglich, dem gebildeten CaSO4-Halbhydrat
Wasser zum Abbinden zum CaSO4-Dihydrat zuzuführen, ohne die primäre Salzmischung
durch Wasser anfeuchten zu müssen. Dies würde den Preßvorgang in der geschilderten Weise beeinträchtigen.
Auf der anderen Seite besteht durch den hohen Kristallwassergehalt die Möglichkeit, einen
Überschuß an A12(SO4)3 · 18 H2O und damit auch
eine laxative Wirkung durch einen hohen Prozentsatz an löslichem Sulfat zu vermeiden.
Mischungen von 0,4 bis 1,2% CaO, bezogen auf die Gesamteinwaage, und entsprechend 1,63 bis
4,9% Al2(SOJ3 · 18H2O ergeben sehr gute Resultate.
Die gemäß der Erfindung hergestellten Lecksteine sind in bezug auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen
Witterungseinflüsse und mechanische Beanspruchungen solchen Preßlingen deutlich überlegen, die ohne
zusätzliche Bindemittel oder aber nur unter Verwendung von Bindern erhärtet werden. Die zusätzliche
Erhärtung des Steines erfolgt gemäß der Erfindung
durch die Bildung von CaSO4 und Al(OH)3 aus
CaO und Al2(SOJ3 · 18H2O. Das gebildete CaSO4
bindet sekundär unter der Einwirkung des abgespaltenen Kristallwassers des A12(SO4)3 ■ 18 H2O
zum Calciumsulfat-Dihydrat ab. Die im Verhältnis zum Gesamtgewicht des Sternes beim erfindungsgemäßen
Verfahren geringfügige Zuschlagmenge an Bindemitteln, z.B. 1% gebildetes CaSO4 · 2H2O
509 599/116
bezogen auf das Gesamtgewicht des Steines, gewährleistet einen hohen Prozentsatz an Natriumchlorid.
Damit ergibt das neue Verfahren der Zumischung weiterer ernährungs-physiologisch wertvoller Stoffe,
Der hierbei angewandte Druck beträgt 400 bis 450 kg/cm2, die Preßzeit 20 Sekunden. Mittels eines
Ausstoßdruckes von 35 kg/cm2 wird der Stein aus der Presse ausgestoßen und anschließend 24 Stunden
Größenordnung von 1 bis 5%, ohne einen Überschuß an freiem Sulfat erreicht wird. Die Mischkomponenten
werden in fester, fein vermahlener Form verwendet.
Beispiel 1
In einer umlaufenden Misch-Apparatur werden
In einer umlaufenden Misch-Apparatur werden
z. B. Phosphaten, mehr Raum. Es gestattet selbstver- 5 zur Erzielung des Abbindeprozesses bei Raumtemständlich
auch die Zumischung von Spurenelementen. peratur gelagert. Die Körnung der eingesetzten Zu-In
der Zeichnung ist schaubildlich ein Salzleck- misch-Materialien wird gleichmäßig gehalten und
stein dargestellt, der nach dem neuen Verfahren her- bewährt sich in den Korngrenzen 0,4 bis 0,6 mm
gestellt ist. Er besteht aus einem rechteckigen, ver- entsprechend der Körnung des eingesetzten Kochhältnismäßig
flachen ΚοφβΓα mit einer senkrechten io salzes. Die gegenüber Beispiel 1 erhöhte Konzentra-Mittelbohrung
b, dessen zu dieser parallelen Kanten c tion an Bindemitteln gestattet, den Preßvorgang bei
abgerundet sind. niedrigen Drücken durchzuführen, wodurch jedoch
Der Hauptbestandteil dieses Salzlecksteins besteht bei dem so hergestellten Leckstein mit Spurenaus
Natriumchlorid, und diesem sind Mischungen elementen-Zusatz gegenüber einem reinen Salzleckaus
Calciumoxyd und A12(SO4)3 · 18 H2O zugegeben. 15 stein, welcher lediglich aus Kochsalz einerseits sowie
Dabei ist das stöchiometrische Mischungsverhältnis dem Bindemittel-Komponenten andererseits besteht,
des Calciumoxyds zu dem Aluminiumsulfat- und gleiche Härte und Widerstandsfähigkeit erreicht wird.
Kristallwasserträger, bezogen auf den Sulfatgehalt, Der technische Fortschritt des in der Beschreibung
derart gewählt, daß bei der Umsetzung der Kompo- dargelegten und in den Beispielen erläuterten beannenten
neben dem entsprechenden Hydroxyd die 20 spruchten Verfahrens besteht darin, daß zur Erzie-Bildung
von CaSO4-2 H2O, vorzugsweise in der lung eines sowohl gegen mechanische Beanspruchung
wie auch gegen atmosphärische Einflüsse widerstandsfähigen Preßlings ein, gegenüber bisher bekannten
Herstellungsverfahren, bedeutend geringerer 25 Preßdruck aufgewendet werden muß. Dieses hat
neben der Tatsache, daß kleinere Pressen eingesetzt werden können, den unbedingten Vorteil, daß der
Ausstoßdruck bedeutend niedriger gehalten werden kann, womit die Bildung von Rissen am Preßling
zur Herstellung einer Lecksteinmischung 500 kg 30 während des Ausstoßens ausgeschlossen ist. Des
Natriumchlorid kubischer Tracht und mit einer mitt- weiteren ist die beanspruchte Zusammensetzung der
leren Kantenlänge der Kristalle von 0,4 bis 0,6 mm Lecksteinmischung so abgestimmt, daß, bedingt
trocken eingefüllt. Dem Salz werden im gleichen durch die chemischen Umwandlungs-Reaktionen,
Mischer zugegeben 2 kg Calciumoxyd sowie 8,2 kg die Nachhärtung während der anschließenden Lagerkristallines
Aluminiumsulfat-Deka-Hydrat ebenfalls 35 zeit und damit äußerst schonend erfolgt. Durch
trocken beigefügt. Nach einer Mischzeit von 5 Mi- Härtemessungen mittels einer abgewandelten Kerbnuten
wird die so erhaltene Lecksteinmischung über Schlagmethode konnte nachgewiesen werden, daß
ein Transportband dem Vorsilo der hydraulischen trotz Beimischungen von Spurenelementen eine bePresse
zugeführt. Die Befüllung der Presse über den friedigende Härtewirkung, hervorgerufen durch die
Vorsilo geschieht automatisch dergestalt, daß jeweils 40 mechanische Pressung einerseits, sowie den chemi-10
kg der vorgemischten Substanzen in die Form sehen Abbindeprozeß andererseits, gewährleistet ist.
eingebracht werden. Unter Anwendung eines Druckes Wie durch gleichartige Härteprüfungen ebenfalls
von 780 kg/cm2 wird bei einem 20 Sekunden dau- nachgewiesen werden konnte, beruht die erzielte
ernden Preßvorgang der Leckstein geformt, der er- Härte zu einem erheblichen Teil auf der chemischen
haltene Preßling anschließend unter Anwendung von 45 Bildung des Aluminiumhydroxyds. Der technische
einem Ausstoßdruck von 50 kg/cm2 aus der Maschine Fortschritt gegenüber bisher bekannten Verfahren
ausgestoßen und auf Paletten gelagert. Der so er- besteht somit darin, daß die zur Bindung beigefügten
haltene Leckstein verbleibt mindestens 24 Stunden Substanzen zu zwei in ihrer Wirkung voneinander
in einem auf Raumtemperatur gehaltenen Lagerraum. unabhängigen Bindungsmitteln umgewandelt werden,
Während dieser Zeit geschieht, nachgewiesen durch 50 wobei sich nachgewiesenermaßen die Bindungsfunkdie
Entwicklung einer speziellen Wärmetönung, die tionen addieren. Im Gegensatz hierzu werden bei
Umwandlung der als Bindemittel zugegebenen Sub- bisher bekannten Verfahren die Bindungsmittel als
stanzen Calciumoxyd und Aluminiumsulfat-Deka- solche bereits der Vermischung zugegeben, und es
Hydrat zum Calciumsulfat-Dihydrat und Aluminium- wird darüber hinaus kein zusätzlicher Bindeeffekt
hydroxyd. Nach Abklingen der Wärmetönung hat 55 erzielt.
der Stein die gewünschte Festigkeit und Stabilität
der Stein die gewünschte Festigkeit und Stabilität
gegen atmosphärische Einflüsse erhalten.
Claims (1)
- Patentansprüche:Beispiel 2500 kg Salz werden mit 6 kg Calciumoxyd und 24,5 kg Aluminiumhydroxyd sowie 7,5 kg eines Gemisches aus Mangansulfat, Kupferchlorid und Kobaltchlorid in gleichen Teilen eingebracht. Nach einer Mischzeit von 5 Minuten wird die so erhaltene Lecksteinmischung über Transportvorrichtungen dem Vorsilo der Presse zugeführt und von dort jeweils in Chargen von 10 kg zu Lecksteinen verpreßt.60 1. Verfahren zur Herstellung von Salzlecksteinen zur Deckung des Mineralsalzbedarfes von Vieh und Wild, bei dem ein trockenes, vorwiegend Natriumchlorid enthaltendes Salzgemisch unter Zusatz von Calciumoxyd und einem65 kristallwasserhaltigen Sulfat verpreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als kristallwasserhaltiges Sulfat Aluminiumsulfat
verwendet wird.18H2O2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines solchen stöchiometrischen Mischungsverhältnisses des Calciumoxyds zu dem Aluminiumsulfat- und Kristallwasserträger, bezogen auf den Sulfatgehalt, das bei der Umsetzung der Komponenten neben dem entsprechenden Hydroxyd die Bildung von CaSO4 · 2H2O, vorzugsweise in der Größenordnung von 1 bis 5%, ohne einen Überschuß an freiem Sulfat ergibt.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 803 816; deutsche Auslegeschrift Nr. 1014 421; USA.-Patentschrift Nr. 1204551.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 599/116 6.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN18321A DE1196485B (de) | 1960-05-12 | 1960-05-12 | Verfahren zur Herstellung von Salzlecksteinen zur Deckung des Mineralsalzbedarfes von Vieh und Wild |
| DK194861AA DK98729C (da) | 1960-05-12 | 1961-05-10 | Fremgangsmåde til fremstilling af i det væsentlige af natriumchlorid pressede saltslikkesten. |
| DK194961AA DK98730C (da) | 1960-05-12 | 1961-05-10 | Fremgangsmåde til forøgelse af pressede saltslikkestens modstandsdygtighed. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE1196485B true DE1196485B (de) | 1965-07-08 |
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ID=7340570
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEN18321A Pending DE1196485B (de) | 1960-05-12 | 1960-05-12 | Verfahren zur Herstellung von Salzlecksteinen zur Deckung des Mineralsalzbedarfes von Vieh und Wild |
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| DK (2) | DK98730C (de) |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DK153984C (da) * | 1978-02-28 | 1989-02-13 | Torben Holt | Fremgangsmaade til fremstilling af en pilleformet mineralstofblanding |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1204551A (en) * | 1915-03-19 | 1916-11-14 | George L Edgerton | Medicated salt brick. |
| DE803816C (de) * | 1949-09-01 | 1951-04-09 | Kraftfutterwerke Arnold Hoevel | Verfahren zur Erhoehung der Adsorptionsfaehigkeit und Desinfektions-wirkung von Gesundheitszusaetzen zu Futtermitteln |
| DE1014421B (de) * | 1954-05-24 | 1957-08-22 | Zoutindustrie | Verfahren zur Herstellung von Magnesium enthaltenden Lecksteinen |
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1960
- 1960-05-12 DE DEN18321A patent/DE1196485B/de active Pending
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1961
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- 1961-05-10 DK DK194861AA patent/DK98729C/da active
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
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|---|---|
| DK98730C (da) | 1964-05-11 |
| DK98729C (da) | 1964-05-11 |
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