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DE1194941B - Verfahren zum Ausgleich von reellen Kopplungswiderstaenden zwischen symmetrischen Leitungen eines Fernmeldekabels - Google Patents

Verfahren zum Ausgleich von reellen Kopplungswiderstaenden zwischen symmetrischen Leitungen eines Fernmeldekabels

Info

Publication number
DE1194941B
DE1194941B DES76652A DES0076652A DE1194941B DE 1194941 B DE1194941 B DE 1194941B DE S76652 A DES76652 A DE S76652A DE S0076652 A DES0076652 A DE S0076652A DE 1194941 B DE1194941 B DE 1194941B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compensation
combined
lines
coupling
auxiliary line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES76652A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hermann Lintzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES76652A priority Critical patent/DE1194941B/de
Publication of DE1194941B publication Critical patent/DE1194941B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/32Reducing cross-talk, e.g. by compensating
    • H04B3/34Reducing cross-talk, e.g. by compensating by systematic interconnection of lengths of cable during laying; by addition of balancing components to cable during laying

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausgleich von reellen Kopplungswiderständen zwischen symmetrischen Leitungen eines Fernmeldekabels Bei den beispielsweise als Trägerfrequenzleitungen in Fernmeldekabeln verwendeten symmetrischen Sternviererleitungen treten indirekte Kopplungen auf, deren Wirkung als systematischer Tauscheffekt im Vierer bekannt ist. Er wird durch das Einwirken eines verdrallten Erdkreises als dritter Kreis hervorgerufen. Andere indirekte Kopplungen, die einen nichtsystematischen Tauscheffekt im Vierer zur Folge haben, können auch durch beliebige andere dritte Kreise hervorgerufen werden, und zwar nicht nur als Kopplungen zwischen den Stämmen des gleichen Sternvierers, sondern auch zwischen denen verschiedener Sternvierer. Auch sind indirekte Kopplungen zwischen beliebigen, z. B. paarverseilten Leitungen möglich. Unabhängig von der Art der dritten Leitungen ist allen diesen indirekten Kopplungen ein Kopplungswiderstand gemeinsam, dessen Vektor in Abhängigkeit von der Frequenz einer reellen Ortskurve folgt und dessen Größe mit dem Quadrat der Übertragungsfrequenz ansteigt.
  • Zur Beseitigung des systematischen Tauscheffektes sind Verfahren bekanntgeworden, die auf die in der Kabeltechnik an sich bekannten Maßnahmen der Änderung der Drallrichtung oder der räumlichen Kreuzung eines Sternviererpaares zurückgreifen. Ferner ist zum Ausgleich des systematischen Tauscheffektes ein Verfahren bekanntgeworden, bei dem konzentrierte Ausgleichselemente zwischen die sich beeinflussenden Leitungen an definierten Stellen eingebaut werden. Dieses Verfahren läßt sich zum Ausgleich des Tauscheffektes bei bereits verlegten Kabeln deswegen praktisch nicht anwenden, weil die Ausgleichselemente an verschiedenen, genau bestimmten Stellen angeordnet werden müssen.
  • Zum Ausgleich des allgemeinen Tauscheffektes ist ; ferner vorgeschlagen worden, Ort und Größe von zwischen die Stämme und eine Hilfsleitung geschalteten konzentrierten Ausgleichselementen so zu bestimmen, daß der aus den störenden Kopplungen und den Ausgleichskopplungen resultierende Kopplungswiderstand hinsichtlich des indirekten Fernnebensprechens in beiden Richtungen möglichst klein wird. Dieses bekannte Verfahren, das konzentrierte Ausgleichselemente verwendet, hat ebenfalls den Nachteil daß die Ausgleichselemente an verschiedenen genau bestimmten Stellen des Kabels eingebaut werden müssen. Dies verursacht insbesondere dann Schwierigkeiten, wenn der Ausgleich auf der Kabelstrecke vorgenommen werden soll.
  • Allen genannten bekannten Verfahren ist der Nachteil gemeinsam, daß der Ausgleich der indirekten Kopplungen von der einen störenden Leitung I auf die andere Leitung II den Ausgleich der indirekten Kopplungen in entgegengesetzterRichtung beeinflußt..
  • Zum Ausgleich des indirekten Fernnebensprechens zwischen zwei Trägerfrequenzleitungen ist es bekannt, ein konzentriertes Ausgleichselement zwischen die eine Leitung und eine Hilfsleitung sowie weitere konzentrierte Ausgleichselemente zwischen die zweite Leitung und die Hilfsleitung einzuschalten, deren Größe und Abstand vom Kompensationsnullpunkt entsprechend einem optimalen Ausgleich berechnet werden und die vorzugsweise kapazitiv, gegebenenfalls aber auch komplex ausgebildet werden. Nachteilig sind bei diesem Verfahren zusätzliche Maßnahmen zum Ausgleich des doppelten Fernnebensprechens, durch die der bereits erreichte Ausgleich mitunter wieder verschlechtert wird.
  • Weiterhin ist ein Verfahren zur Verminderung des zwischen Fernmeldeleitungen gleicher Übertragungsrichtung über dritte Leitungskreise entstehenden doppelten Fernnebensprechens bekannt, wobei die Leitungen- und die dritten Leitungskreise das gleiche bzw. annähernd gleiche Phasenmaß aufweisen. Zur Durchführung dieses Verfahrens wird an nur wenigen Punkten, vorzugsweise an nur einem einzigen Punkt des Verstärkerfeldes die Unsymmetrie jeder Leitung gegen den dritten Leitungskreis durch getrennte, zwischen den beiden Leitungen und dem dritten Leitungskreis wirksame Ausgleichselemente ausgeglichen. Es ist ferner ein Verfahren zum Ausgleich des Fernnebensprechens bekannt, bei welchem die Kopplungen in unterschiedlicher Größe auftreten, je nachdem, ob man die Kopplung von der einen Leitung zur anderen oder von der anderen zur einen Leitung betrachtet. Sind die beiden so gekoppelten Leitungen elektrisch nicht gleich, dann können nach diesem bekannten Verfahren an dem Sendeende eines Verstärkerabschnittes Kompensationselemente angeordnet werden, welche die beiden Kopplungen des betrachteten Verstärkerabschnittes untereinander gleichmachen. Hierauf kompensiert man diesen Wert durch ein Kopplungselement, welches am Empfangsende des betrachteten Verstärkerabschnittes angeordnet ist. Dieses Verfahren ist nicht mehr anwendbar, wenn es sich um Übertragungsleitungen handelt, welche die gleichen Übertragungseigenschaften aufweisen. In diesem Fall kann nach einem bekannten Verfahren ein dritter Leitungskreis dazu herangezogen werden, um die richtungsabhängigen, das Fernnebensprechen bewirkenden Kopplungen in ihrer Größe gleich zu machen. Nach diesem bekannten Verfahren soll in einem Punkt A zwischen der einen Leitung und dem dritten Leitungskreis und dann in einem anderen Punkt B zwischen dem dritten Leitungskreis und der anderen Leitung ein Kopplungselement eingebaut werden. Auf diese Weise erzeugt man zwischen den beiden gekoppelten Leitungen ein direktes Übersprechen, welches unterschiedlich ist von dem Übersprechen in entgegengesetzter Richtung. Man kann also dieses direkte Fernnebensprechen zur Kompensation der richtungsabhängigen Übersprechströme, die in der Leitungsanlage zwischen den beiden betrachteten Kreisen vorhanden sind, benutzen.
  • Die Erfindung befaßt sich demgegenüber mit dem Ausgleich von reellen Kopplungswiderständen zwischen symmetrischen Leitungen eines Fernmeldekabels unter Verwendung von konzentrierten Ausgleichselementen, die zwischen die auszugleichenden Leitungen I und 1I und eine Hilfsleitung III eingeschaltet werden. Für diesen Ausgleich ist bereits ein Verfahren beschrieben worden, das die Nachteile der bekannten Verfahren vermeidet. Das vorgeschlagene Verfahren verwendet kombinierte Ausgleichselemente, die jeweils aus der an sich bekannten Kombination einer kapazitiven Kopplung k und einer magnetischen Kopplung m bestehen, die unter Berücksichtigung der Wellenwiderstände Z1 und Z$ der auszugleichenden Leitungen I und II und des Wellenwiderstandes Z3 einer Hilfsleitung III gemäß der Beziehung jede für sich gleiches Nebensprechen hervorrufen, während sie durch ihr Zusammenwirken in der Kombination entweder nur Nahnebensprechen oder nur Fernnebensprechen zur Folge haben. Diese an sich bekannten kombinierten Ausgleichselemente werden gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren zwischen die symmetrischen Leitungen I bzw. II einerseits und einer Hilfsleitung III andererseits eingeschaltet. Dieses vorgeschlagene Verfahren ist unabhängig davon anwendbar, ob die symmetrischen Leitungen im gleichen Vierer liegen oder ob sie nur zu Paaren verseilt sind. Das Verfahren erlaubt unabhängig von den vorliegenden speziellen physikalischen Kopplungsursachen einen Ausgleich, so daß durch seine Anwendung neben dem systematischen Tauscheffekt im Vierer auch der Tauscheffekt infolge von Phasenmaßdifferenzen (Laufzeitdifferenz) zwischen störender und gestörter Leitung sowie die Wirkung beliebiger indirekter Kopplungen über beliebige dritte Kreise kompensiert werden kann.
  • Die Erfindung betrifft eine Abwandlung des vorgeschlagenen Verfahrens zum Ausgleich von reellen Kopplungswiderständen zwischen symmetrischen Leitungen eines Fernmeldekabels unter Verwendung von zwischen die symmetrischen Leitungen I und II une eine Hilfsleitung III geschalteten konzentrierten Ausgleichselementen. Erfindungsgemäß werden zwischen die Leitung I oder die Leitung II einerseits und die Hilfsleitung 111 andererseits rein kapazitive oder rein induktive Ausgleichselemente geschaltet, während zwischen die jeweils andere Leitung einerseits und die Hilfsleitung III andererseits. ungefähr in der Verstärkerfeldmitte ein kombiniertes Ausgleichselement geschaltet wird, das aus der an sich bekannten Kombination einer kapazitiven Kopplung k und einer magnetischen Kopplung m besteht, die unter Berücksichtigung der Wellenwiderstände Z1, Z2 und Z3 der Leitungen I und II und der Hilfsleitung III gemäß der Beziehung jede für sich gleiches Nebensprechen hervorrufen, während sie durch ihr Zusammenwirken in der Kombination entweder nur Nahnebensprechen oder nur Fernnebensprechen zur Folge haben.
  • Von dem vorgeschlagenen Verfahren zum Ausgleich von reellen Kopplungswiderständen unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung vor allem dadurch, daß nur eines der Ausgleichselemente als kombiniertes Ausgleichselement ausgeführt zu sein braucht, das dann ungefähr in der Verstärkerfeldmitte angeordnet werden muß. Darüber hinaus bietet das Verfahren gemäß der Erfindung die gleichen Vorteile gegenüber den bekannten Ausgleichsverfahren, wie sie auch das bereits vorgeschlagene Verfahren hat, nämlich einen allgemeinen Anwendungsbereich und keine scharfen Bedingungen für den Einbauort der Ausgleichselemente, wenn man davon absieht, daß lediglich das kombinierte Ausgleichselement ungefähr in der Verstärkerfeldmitte angeordnet wird. Außerdem ist durch das Verfahren gemäß der Erfindung ein unabhängiger Ausgleich der störenden Kopplungswiderstände in beiden Richtungen möglich. Daher kann mit diesem Verfahren der Ausgleich auch bei erheblicher Verschiedenheit der Kopplungswiderstände in den beiden Richtungen oder auch bei verschwindenden Kopplungswiderständen in einer Richtung ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden.
  • Für den allgemeinen Fall, daß außer indirekten Kopplungen auch direkte Kopplungen auftreten, deren Kopplungswiderstand bekanntlich imaginär ist und proportional mit der Frequenz steigt, ist es zweckmäßig, vor dem Ausgleich der reellen Kopplungen nach dem neuen Verfahren zuerst einen Ausgleich der direkten Kopplungen durch einen allgemeinen Nebensprech- oder Kopplungsausgleich vorzunehmen. Dieser Ausgleich kann in bekannter Weise, z. B. durch Kreuzen oder Zusatzelemente, erfolgen.
  • In der Zeichnung ist ein Beispiel für die Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung zur Beseitigung des symmetrischen Tauscheffektes im Vierer dargestellt. Die beiden Stämme des Sternvierers sind mit I und 11 bezeichnet. Die Hilfsleitung trägt die Bezeichnung III. In dem dargestellten Anwendungsbeispiel findet ein kombiniertes Ausgleichselement -1-K23 n zwischen dem Stamm II und der Hilfsleitung III Verwendung, das Nahnebensprechen zwischen dem Stamm II und der Hilfsleitung III erzeugt. Zwischen dem anderen der beiden Stämme, in diesem Beispiel dem Stamm I, und der Hilfsleitung III werden beispielsweise rein kapazitive Ausgleichselemente +C13 und -C13 angeordnet. Diese kapazitiven Ausgleichselemente befinden sich unmittelbar neben der Stelle 0 des Verstärkerfeldes, die den Einbauort des kombinierten Ausgleichselementes +K2". darstellt und zwecks Vermeidung störenden Nahnebensprechens zumindest ungefähr mit der Verstärkerfeldmitte zusammenfällt.
  • Das kombinierte Ausgleichselement +K23 n ist aus der magnetischen Kopplung m23 und der kapazitiven Kopplung k23 unter Erfüllung der Bedingung zusammengesetzt. Das heißt, daß durch den magnetischen Anteil m23 und den kapazitiven Anteil k23 gleiche Nebensprechwerte hervorgerufen werden.
  • In die Zeichnung sind auch die durch das neue Verfahren hervorgerufenen Kopplungsströme eingetragen, und zwar für die indirekte Kopplung von Stamm I auf Stamm II ausgezogen und von Stamm II auf Stamm I gestrichelt. Man erkennt, daß durch den Einbau der zur Durchführung des neuen Verfahrens erforderlichen Ausgleichselemente Nahnebensprechen hervorgerufen wird, das dadurch unwirksam gemacht wird, daß zumindest das kombinierte Ausgleichselement +K23 n etwa in der Verstärkerfeldmitte angeordnet wird. Dann ist der Einfluß des Nahnebensprechens vernachlässigbar klein.
  • Man erkennt ferner, daß in den beiden möglichen Kopplungsrichtungen I/II und II/I Kopplungswiderstände mit entgegengesetzten Vorzeichen erzeugt werden, da diese Kopplungswiderstände proportional dem Produkt der durch die beteiligten Kopplungen bedingten Kopplungswiderstände sind. Damit ist auch die Proportionalität des resultierenden Kopplungswiderstandes zum Quadrat der Frequenz gegeben. Zum Ausgleich vorhandener reeller Kopplungswiderstände Rxiiir und RKIIII ist daher nur die Bedingung zu erfüllen, daß wird. Hierin bedeutet Z = Z1 = Z2 den Wellenwiderstand der Stämme I und II und Z3 die Abschlußwiderstände oder den Wellenwiderstand der Hilfsleitung III. Aus den obigen Gleichungen geht hervor, daß man durch unterschiedliche Bemessung der links und rechts des Punktes 0 liegenden Ausgleichselemente C13 die ausgleichenden Kopplungswiderstände in den Richtungen I/II und II/I verschieden groß machen und sie damit den in der Praxis vorkommenden Fällen anpassen kann.
  • Im vorstehenden wurde die Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung für den Ausgleich des systematischen Tauscheffektes im Vierer geschildert. Das Verfahren kann in der gleichen Weise zum Ausgleich der entgegengesetzten Realteile der Kopplungswiderstände benutzt werden, die bei Leitungen auftreten, die z. B. auf Grund verschiedener Verseilschlaglängen verschiedene Phasenmaße bzw. Laufzeitdifferenzen aufweisen, bei denen also nicht dritte Kreise die Ursache für die Realteile der Kopplungswiderstände sind. Die Phasenmaßdifferenzen werden im Ausgleichsabschnitt, also z. B. im Verstärkerfeld, bei der höchsten Übertragungsfrequenz durch Maßnahmen bei der Fertigung der Kabel unter etwa 30° gehalten. Nur dann und bei guten Fernnebensprecheigenschaften der Einzellängen ist bei den bisher bekannten Ausgleichsverfahren gewährleistet, daß nach dem aus montagetechnischen Gründen erwünschten sogenannten »Einpunktausgleich« in der Verstärkerfeldmitte, bei dem nur der Imaginärteil des Kopplungswiderstandes ausgeglichen wird, die verbleibenden nicht ausgleichbaren Realteile genügend klein sind. Hier bietet das neue Ausgleichsverfahren wesentliche Vorteile. Da der Realteil des Kopplungswiderstandes eines Ausgleichsabschnittes, dessen Größe sowohl von dem Kopplungsniveau der Fabrikationslängen als auch von den Phasenmaßdifferenzen im Ausgleichsabschnitt abhängt, nach dem neuen Verfahren ausgeglichen werden kann, brauchen sowohl an das Fernnebensprechniveau der Einzellängen als auch an die Phasenmaßdifferenzen zwischen den einzelnen Kreisen nur verminderte Anforderungen gestellt werden, was im allgemeinen eine Erleichterung der Maßnahmen bei der Fertigung, d. h. eine wirtschaftlichere Fertigung, bedeutet.
  • Bei Phasenmaßdifferenzen Ab und einer magnetischen Kopplung m befolgt der Kopplungswiderstand RK das Gesetz RK = co m (j cos Ab + sin Ab).
  • Der reelle Anteil c) m sin 4 b folgt, da d b proportional c) ist, in dem Bereich, in dem sin 4 b .e. d b gesetzt werden kann, dem Gesetz der quadratischen Frequenzabhängigkeit und kann daher mit dem Ausgleichsverfahren nach der Erfindung ausgeglichen werden, wobei der exakte Ausgleich für die höchste Übertragungsfrequenz vorgenommen wird. Der Imaginärteil wird in bekannter Weise durch Ausgleichsmittel direkt zwischen den sich störenden Leitungen vorgenommen. Beide Ausgleiche erfolgen in der Feldmitte. Die oft beobachtete Ungleichheit der Realteile des Kopplungswiderstandes läßt sich durch verschiedene Bemessung der kapazitiven oder induktiven Ausgleichselemente berücksichtigen.
  • Im allgemeinen Fall des Einwirkens dritter Kreise auf das Fernnebensprechen kann es vorkommen, daß Kopplungsvektoren auch mit imaginären Komponenten entstehen. Hier bietet das Verfahren die Möglichkeit, den imaginären Komponenten durch Anordnung der kapazitiven oder induktiven Ausgleichselemente nicht unmittelbar neben dem Punkt 0 sondern in einer gewissen Entfernung davon Rechnung, zu tragen, wodurch zusätzliche, durch Rechnung ermittelbare nacheilende Phasendrehungen erzeugt werden können. In der Anordnung nach der Zeichnung bedeutet dies, daß die Ausgleichselemente -1-C13 und -C13 an von der Stelle 0 verschiedenen Stellen eingebaut werden.
  • An Stelle eines einzigen Ausgleichselementes C13 können auch auf einer Seite oder auf beiden Seiten der Stelle 0 mehrere nach Größe und Entfernung von der Stelle 0 verschiedene kapazitive bzw. induktive Ausgleichselemente angeordnet werden, deren Größen und deren Abstände von der Stelle 0 in bekannter Weise so berechnet werden können, daß sie für den Ausgleich optimal bemessen sind. Dann sind die in ebenfalls bekannter Weise berechenbaren, dem Ausgleich dienenden Kopplungswiderstände zumindest annähernd entgegengesetzt gleich den beiden störenden Kopplungswiderständen. Auch hier ist die Wirkung der rechts und links der Stelle 0 liegenden Elemente unabhängig voneinander.
  • Zur Durchführung des neuen Verfahrens zum Ausgleich reeller Anteile des Kopplungswiderstandes verwendet man mit Vorteil ein kombiniertes Ausgleichselement, wie es aus der deutschen Patentschrift 556 466 bekannt ist.
  • Es ist einzusehen, daß durch Variation der Ausgleichselemente oder durch eine Änderung des Abschlußwiderstandes der Hilfsleitung III oder aber durch eine Kombination dieser beiden Maßnahmen beliebige reelle Kopplungswiderstände erzeugt werden können. So ist es möglich, durch unterschiedliche Bemessung der kapazitiven oder induktiven Ausgleichselemente verschieden große Kopplungswiderstände in beiden Richtungen oder durch Entfernen eines Teiles der Ausgleichselemente Kopplungswiderstände nur in einer Richtung zu erzeugen.
  • Zur Anpassung an den jeweils vorliegenden Fall kann es vorteilhaft sein, in Reihe mit oder parallel zu allen oder einem Teil der Ausgleichselemente Widerstände vorzusehen.
  • Als Hilfsleitung III kann, sofern man nicht z. B. den Phantomkreis oder einen beispielsweise aus zwei weitgehend beliebigen anderen Paaren zusammengefaßten Kreis verwendet, ein kurzes Leitungspaar Verwendung finden, das beidseitig mit reellen oder annähernd reellen Widerständen abgeschlossen ist. Diese Hilfsleitung kann mit den Ausgleichselementen zu einer Ausgleichseinheit vereinigt werden, wodurch ein montagetechnisch sehr einfaches Element entsteht. Die Abschlußwiderstände werden im Hinblick auf eine günstige Dimensionierung der Ausgleichselemente gewählt.
  • Für den Aufbau des kombinierten Ausgleichselementes gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten, von denen die eine in der Zusammensetzung des Ausgleichselementes aus einer rein magnetischen und einer rein kapazitiven Kopplung, die andere in der gleichzeitigen Erzeugung größen- und vorzeichenrichtiger magnetischer und kapazitiver Kopplungen in einem einzigen Bauteil besteht. Bei der ersten Art werden reine Kondensatoren und reine Gegeninduktivitäten nach der Art kapazitiv geschirmter Übertrager verwendet. Zu der zweiten Art gehörenGegeninduktivitäten in Form von Übertragern, bei denen durch die Art der Anordnung der Wicklungen neben magnetischen Kopplungen gleichzeitig kapazitive Kopplungen zwischen Primär- und Sekundärkreis entstehen. Ferner gehören dazu vieradrige Leiteranordnungen nach Art von Sternvierern, wobei jedoch im Gegensatz zum Sternvierer nicht je zwei gegenüberliegende, sondern je zwei benachbarte Adern zu zwei Kreisen zusammengefaßt sind, die gleichzeitig kapazitiv und magnetisch gekoppelt sind.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Ausgleich von reellen Kopplungswiderständen zwischen symmetrischen Leitungen eines Fernmeldekabels, beispielsweise zum Ausgleich des systematischen Tauscheffektes beim Fernnebensprechen im Vierer, vorzugsweise in trägerfrequent betriebenen Sternvierern, unter Verwendung von zwischen die symmetrischen Leitungen I und II und eine Hilfsleitung III geschalteten konzentrierten Ausgleichselementen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Leitung I oder die Leitung II einerseits und die Hilfsleitung III andererseits rein kapazitive oder rein induktive Ausgleichselemente geschaltet werden, während zwischen die jeweils andere Leitung einerseits und die Hilfsleitung III andererseits ungefähr in der Verstärkerfeldmitte ein kombiniertes Ausgleichselement geschaltet wird, das aus der an sich bekannten Kombination einer kapazitiven Kopplung k und einer magnetischen Kopplung m besteht, die unter Berücksichtigung der Wellenwiderstände Z1, ZZ und Z3 der Leitungen I und 1I und der Hilfsleitung III gemäß der Beziehung jede für sich gleiches Nebensprechen hervorrufen, während sie durch ihr Zusammenwirken in der Kombination entweder nur Nahnebensprechen oder nur Fernnebensprechen zur Folge haben.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Ausgleich der reellen Kopplungen durch bekannte Maßnahmen, beispielsweise durch Kreuzen, ein allgemeiner Nebensprech- oder Kopplungsausgleich vorgenommen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der rein kapazitiven oder der rein induktiven Ausgleichselemente zur Erzeugung nacheilender Phasendrehungen an einer von dem Ort des kombinierten Ausgleichselementes verschiedenen Stellen eingebaut ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung mehrerer rein kapazitiver bzw. rein induktiver Ausgleichselemente, deren Größe und deren Abstand vom Ort des kombinierten Ausgleichselementes entsprechend einem optimalen Ausgleich bemessen sind.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als kombiniertes Ausgleichselement ein Sternvierer, bei dem je zwei Nachbaradern zu Kreisen zusammengefaßt sind, verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als kombiniertes Ausgleichselement ungeschirmte Übertrager mit kapazitiv gekoppelten Primär- und Sekundärwicklungen verwendet werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als kombiniertes Ausgleichselement geschirmte Übertrager und Kondensatoren verwendet werden. B.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die auszugleichenden Leitungen die Stammleitungen eines Sternvierers sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsleitung III der Phantomkreis des Sternvierers verwendet wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsleitung IlI ein kurzes Leitungspaar verwendet wird, das beidseitig mit vorwiegend reellen, im Hinblick auf eine günstige Dimensionierung der Ausgleichselemente gewählten Widerständen abgeschlossen wird und das zweckmäßig mit den Ausgleichselementen zu einer zwischen die Leitungen bzw. Stämme I und II und die Hilfsleitung III einzuschaltenden Ausgleichseinheit vereinigt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1084 319; deutsche Patentschrift Nr. 815 979; deutsche Patentanmeldung 13987 VIIIa/21a2, (bekanntgemacht am 11. 6.1952); französische Patentschrift Nr. 990145.
DES76652A 1961-11-10 1961-11-10 Verfahren zum Ausgleich von reellen Kopplungswiderstaenden zwischen symmetrischen Leitungen eines Fernmeldekabels Pending DE1194941B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR990145A (fr) * 1944-03-07 1951-09-18 Lignes Telegraph Telephon Compensation de la diaphonie dans les câbles de télécommunications
DE815979C (de) * 1948-10-02 1951-10-08 Siemens & Halske A G Verfahren zur Verminderung des zwischen Fernmeldeleitungen gleicher UEbertragungsrichtung ueber dritte Leitungskreise entstehenden doppelten Fernnebensprechens
DE1084319B (de) * 1959-07-17 1960-06-30 Siemens Ag Verfahren zum Ausgleich des indirekten Fernnebensprechens zwischen zwei Traegerfrequenzleitungen

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